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	<title>Ambrose Bierce Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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	<title>Ambrose Bierce Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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		<title>Wohnwelten (12): Rund um den Schrank von Thomas Mann</title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Aug 2025 12:31:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Von August 1897 bis Juli 1900 arbeitete Thomas Mann an seinem Familienroman „Buddenbrooks“, und während dieser drei Jahre kamen nur drei weitere Erzählungen zustande. Deren wichtigste und interessanteste ist ohne Zweifel „Der Kleiderschrank“, Untertitel: „Eine Geschichte voller Rätsel“. „Rätselhaft“ ist &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2025/08/18/28553/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p><em>Von August 1897 bis Juli 1900 arbeitete Thomas Mann an seinem Familienroman <strong>„Buddenbrooks“</strong>, und während dieser drei Jahre kamen nur drei weitere Erzählungen zustande. Deren wichtigste und interessanteste ist ohne Zweifel „Der Kleiderschrank“, Untertitel: „Eine Geschichte voller Rätsel“. „Rätselhaft“ ist denn auch der Ausdruck, den die fachliche Nachwelt immer wieder dankbar auf diesen Text anwendet, um Thomas Mann nicht in die etwas despektierliche Nähe von <strong>Hanns Heinz Ewers</strong> oder <strong>Ambrose Bierce </strong>rücken zu müssen. Nichtsdestoweniger handelt es sich hier um eine phantastische Erzählung, also eine ganz wunderbare Sache.<br>Geschrieben wurde „Der Kleiderschrank“ in nur wenigen Novembertagen des Jahres 1899, offensichtlich ohne lange Vorbereitung und unter dem Eindruck eines sonderbaren Erlebnisses. Thomas Mann war ein Jahr zuvor in eine neue Wohnung in Schwabing gezogen, zwei kleine Räumlichkeiten im Hause Marktstraße 3 im dritten Stock. Und wie er sie fand, wie sie aussah und was er dort erlebte, hat er in der besagten Geschichte beschrieben.</em></p>



<p>Es war ein kleiner, niedriger Raum mit brauner Diele. Seine Wände aber waren bis obenhinauf mit strohfarbenen Matten bekleidet. Das Fenster an der Rückwand rechts verhüllte in langen schlanken Falten ein weißer Musselinvorhang. Die weiße Tür zum Nebenzimmer befand sich rechter Hand. (…) Dieses Zimmer war erbärmlich kahl mit nackten weißen Wänden, von denen sich drei hellrot lackierte Rohrstühle abhoben wie Erdbeeren von Schlagsahne. Ein Kleiderschrank, eine Waschkommode nebst Spiegel. Das Bett, ein außergewöhnlich mächtiges Mahagonimöbel, stand frei in der Mitte des Raumes. (…) Er zog ein vernickeltes Etui aus der Tasche, entnahm ihm Seife und begann, sich an der Waschkommode Gesicht und Hände zu erfrischen. Zwischendurch blickte er durch die stark nach außen gewölbten Fensterscheiben tief hinab über gotige Vorstadtstraßen im Gaslicht, auf Bogenlampen und Villen. Während er seine Hände trocknete, ging er hinüber zum Kleiderschrank. Es war ein vierschrötiges, braun gebeiztes, ein wenig wackliges Ding mit einer einfältig verzierten Krönung und stand inmitten der rechten Seitenwand genau in der Nische einer zweiten weißen Tür, die in die Räumlichkeiten führen musste, zu welchen draußen an der Treppe die Haupt- und Mitteltür den Eingang bildete. „Einiges in der Welt ist gut eingerichtet“, dachte Van der Qualen. „Dieser Kleiderschrank passt in die Türnische, als wäre er dafür gemacht.“<br>Er öffnete. …</p>
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		<title>Lange Sätze &#8211; Lesen vom Blatt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Jun 2025 13:41:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Mikrofonarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Ambrose Bierce]]></category>
		<category><![CDATA[Das zugenagelte Fenster]]></category>
		<category><![CDATA[Horror-Klassiker]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lange Sätze]]></category>
		<category><![CDATA[Lesen vom Blatt]]></category>
		<category><![CDATA[The Boarded Window]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 183. Geburtstag von Ambrose Bierce / Sprechen am Mikrofon / Übung Von Sätzen, die ihre Länge nur der Form verdanken und inhaltlich gern kürzer sein dürften, war an dieser Stelle schon die Rede. Der ehrwürdige amerikanische Horror-Klassiker Ambrose Bierce &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2025/06/24/ambrose-bierce/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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]]></description>
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<p>betr.: 183. Geburtstag von<strong> Ambrose Bierce</strong> / Sprechen am Mikrofon / Übung</p>



<p><em>Von Sätzen, die ihre Länge nur der Form verdanken und inhaltlich gern kürzer sein dürften, war an dieser Stelle schon die Rede. Der ehrwürdige amerikanische Horror-Klassiker Ambrose Bierce legt in der Kurzgeschichte <strong>„Das zugenagelte Fenster“</strong> einen Satz vor, in dem ein ganzer kluger Essay steckt – von ebenso historischem wie die menschliche Natur erfassenden Durchblick.</em> </p>



<p>Das ganze Gebiet war dünn von Grenzern besiedelt, rastlosen Geistern, die, kaum dass sie einigermaßen bewohnbare Behausungen aus der Wildnis herausgeschlagen und einen gewissen Lebensstandard erreicht hatten, den wir heute immer noch als dürftig bezeichnen würden, mit einem Mal getrieben wurden, alles liegen und stehen zu lassen und weiter nach Westen vorzustoßen, wo sie neuen Gefahren und Entbehrungen begegnen würden bei ihrem Bemühen, den kargen Wohlstand wiederzuerlangen, den sie freiwillig aufgegeben hatten.<br></p>
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		<title>Ärgern mit Georges Brassens</title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Apr 2022 14:08:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chanson]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sich mit dem verehrten französischen Bürgerschreck und Nationaldichter Georges Brassens gemeinsam aufzuregen, ist ja völlig in Ordnung – solange man sich nicht über ihn aufregen muss. Gisbert Haefs (der als Übersetzer für Conan Doyle, Ambrose Bierce, Rudyard Kipling und Jorge &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2022/04/08/20400/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2022/04/08/20400/">Ärgern mit Georges Brassens</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" width="597" height="1024" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2022/04/Brassens-Haefs.jpg?resize=597%2C1024&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-20443" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2022/04/Brassens-Haefs.jpg?resize=597%2C1024&amp;ssl=1 597w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2022/04/Brassens-Haefs.jpg?resize=175%2C300&amp;ssl=1 175w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2022/04/Brassens-Haefs.jpg?resize=768%2C1317&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2022/04/Brassens-Haefs.jpg?resize=896%2C1536&amp;ssl=1 896w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2022/04/Brassens-Haefs.jpg?resize=1195%2C2048&amp;ssl=1 1195w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2022/04/Brassens-Haefs.jpg?w=1299&amp;ssl=1 1299w" sizes="(max-width: 597px) 100vw, 597px" /></figure>



<p>Sich mit dem verehrten französischen Bürgerschreck und Nationaldichter Georges Brassens gemeinsam aufzuregen, ist ja völlig in Ordnung – solange man sich nicht <em>über</em> ihn aufregen muss. Gisbert Haefs (der als Übersetzer für Conan Doyle, Ambrose Bierce, Rudyard Kipling und Jorge Luis Borges zuständig ist) hat das gewissermaßen zuwege gebracht &#8211; auch wenn es in erster Linie er selbst ist, der meinen Grimm erregt. Sein Quellenwerk „Georges Brassens – Die Chansons“ enthält nicht nur sämtliche einschlägigen Texte des Meisters, sondern auch eine selbstgefertigte Übersetzung jedes einzelnen. Nun muss sich übersetze Lyrik nicht zwingend reimen, aber bei Liedübersetzungen gehört Singbarkeit gewissermaßen zum Service. Sie ist hier sogar die vornehmste Pflicht des Bearbeiters. Dass Übersetzungen – zumal von so spitzfindigen Vorlagen, die überdies mit Humor gespickt sind – schon ohne diese Zusatzdisziplin schwer genug sind, leuchtet mir ein. Dennoch hätte ein entsprechender Warnhinweis der Ethik eines Georges Brassens besser entsprochen als die im Gegenteil sogar vorgenommene <strong>Irreführung</strong>: auf dem Buchumschlag wird doch tatsächlich von „Nachdichtungen“ gesprochen. Auch die scheinheilige Sottise „Seine Texte galten immer als nicht übersetzbar“ weist in diese Richtung.  Meine Empfehlung: ein Button auf dem Cover mit der Aufschrift &#8222;Interlinear übertragen&#8220; (das klingt intellektuell und sexy, obwohl es einfach korrekt ist).<br>Vermutlich hätte ich mir das Buch trotzdem gekauft, aber eben ohne mich verschaukelt fühlen zu müssen.<br><br>Auch die mir zugänglichen Rezensionen versäumten diese Richtigstellung und ergingen sich stattdessen in Nacherzählungen von Brassens‘ Leben auf der Grundlage des Vorwortes, das Haefs seiner Herkulesaufgabe vorangestellt hat. Dieses Vorwort ist übrigens famos. („In der englischen Musikszene hatte GB in den 70er Jahren einige Erfolge, konnte sich aber nicht dauerhaft durchsetzen; in den 80ern fanden sich seine Platten in Londoner Läden nicht einmal mehr unter ‚Folk Music‘, sondern unter ‚Easy Listening‘.“) Diese Einführung ist so flott und erhellend, das man sich gewünscht hätte, der Autor hätte die übrigen ungefähr gleichrangigen Meister und Interpretinnen des Metiers, die er darin erwähnt, anschließend in ebensolche Kurzportraits gegossen. Das hätte den Rahmen gesprengt, klar. Aber vielleicht ist Gisbert Haefs ja auf den Geschmack gekommen. Wir derart genasführten Käufer seines Buchs hätten einen solchen Nachfolgeband verdient – als versöhnliches Zeichen des guten Willens.<br><br>_________________________<br>* Siehe dazu auch <a href="https://blog.montyarnold.com/2021/10/22/19154/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://blog.montyarnold.com/2021/10/22/19154/</a></p>


<p><img decoding="async" src="http://vg09.met.vgwort.de/na/070b13ca0ff049fea190112d7bf48a76" width="1" height="1" alt=""></p><p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2022/04/08/20400/">Ärgern mit Georges Brassens</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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