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	<title>&quot;An der schönen blauen Donau&quot; Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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	<title>&quot;An der schönen blauen Donau&quot; Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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		<title>Lobgesänge in der Echokammer</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Mar 2019 19:57:59 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: „Nicht zu früh an die Kamera denken – Eine Lange Nacht über Stanley Kubrick“ von Rainer Praetorius Es gibt Regisseure, denen eine besondere Ungerechtigkeit widerfährt: sie werden von der Fachwelt unentwegt nur gelobt – für ihre Leistungen sowie für &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/03/02/ein-geisterschiff/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: <strong>„Nicht zu früh an die Kamera denken – Eine Lange Nacht über Stanley Kubrick“</strong> von <strong>Rainer Praetorius</strong></p>
<p>Es gibt Regisseure, denen eine besondere Ungerechtigkeit widerfährt: sie werden von der Fachwelt unentwegt nur gelobt – für ihre Leistungen sowie für glückliche Zufälle – während ihre Fehltritte geleugnet oder gar verherrlicht werden. So ist es den Heutigen etwa unmöglich, <strong>Rainer Werner Fassbinder</strong>, <strong>Martin Scorsese</strong> oder <strong>Steven Spielberg</strong> kritisch zu würdigen. In diese Liste gehört auch Stanley Kubrick, der an diesem Wochenende in der „Langen Nacht“ des <strong>Deutschlandfunk</strong>s portraitiert wird. Ich versäume nie ein Feature über diesen bedeutenden Filmemacher, obwohl ich weiß, dass ich mich im Laufe der Sendung über die erwähnte feuilletonistische Schlafwandelei werde ärgern müssen. Auch diesmal kam ich voll auf meine Kosten. <span id="more-12724"></span></p>
<p>Gleich zu Beginn geht es anlässlich seines meisterlichsten Meisterwerks „2001: Odyssee im Weltraum“ um die Musik in Kubricks Filmen. Es wird die interessante Überlegung angestellt, wie viele Menschen, denen man heute „An der schönen Blauen Donau“ vorspielt, spontan das wein- und walzerselige Wien vor Augen hätten und wie viele stattdessen den Weltraum.  Wie man sich erinnert, hat Kubrick in seinem Film die Drehungen einer Raumstation im All mit dem Strauß-Walzer unterlegt, was Ende der 60er eine kühne Sache war. Er hat damit dem Weltraum, der in der Popkultur seit Lovecraft Ausgangspunkt von Paranoia und drohender Invasion gewesen ist,* Grazie und Schönheit (zurück)gegeben.<br />
Soweit – so richtig. Doch dann beginnen die Unziemlichkeiten. Die Science-Fiction-Filme früherer Zeiten werden nicht nur pauschal unterhalb von „2001“ eingeordnet, sie hatten angeblich „keine künstlerische Bedeutung. (…) Kaum einer dieser Filme erfüllte intellektuelle oder filmtechnische Mindeststandards“.** Parallel dazu wird deren Filmmusik diskreditiert, und ausgerechnet Bernard Herrmann muss als Beispiel für das gottlob untergegangene Niveau herhalten.*** Auch dieser Autor kann Kubrick nicht loben, ohne einen nihilistischen Dünkel vorzuschützen, der alles Kubrick Vorangehende oder ihn Umgebende plattmacht. Dass Stanley Kubrick viele seiner musikalischen Effekte aus der Technik bezog, bereits vertraute Musikwerke einer Text-Bild-Schere zu unterziehen, macht einen Vergleich mit der Verwendung von Originalmusik, die erst auf den Film komponiert wird, ohnehin zu einer schiefen Angelegenheit. Dass Kubrick mit Vorliebe einschmeichelnde Klänge mit krassen und widerwärtigen Bildern kombinierte – in der ersten Stunde der Sendung gibt es viele derartige Beispiele – wird nicht etwa als (legitimer) <em>modus operandi</em> betrachtet, sondern als Zeichen der Überlegenheit und als Quell immer neuer Überraschungen gefeiert.</p>
<p>Die gibt es in der „Langen Nacht“ immer seltener. Die 3. Stunde (sie war so ähnlich als einzelne Sendung bereits im Deutschlandfunk zu hören) kreist ausschließlich um „2001“, ein wichtiges Thema auch der 1. Stunde. Dazwischen geht es um Kubricks letzten Film „Eyes Wide Shut“, bei dem sich wenige ergebene Zeitzeugen bzw. Angehörige sehr lang und besinnlich erinnern.<br />
Der Rest des Kubrick’schen Vermächtnisses wird eher gestreift. Er fühlt sich irgendwie nicht so wichtig an. Etwas mehr hatte der Meister dann doch auf der Platte.</p>
<p>_________________________<br />
* Siehe dazu auch <a href="https://blog.montyarnold.com/2018/03/15/aus-der-finsternis/">https://blog.montyarnold.com/2018/03/15/aus-der-finsternis/</a><br />
** Eine ausgewogenere Einordnung findet sich unter <a href="https://blog.montyarnold.com/2015/10/14/miss-froy-und-das-paranoia-kino/">https://blog.montyarnold.com/2015/10/14/miss-froy-und-das-paranoia-kino/</a><br />
*** Siehe dazu auch <a href="https://blog.montyarnold.com/2018/08/06/wo-nie-ein-taktstock-zuvor-gewesen-ist-der-komponist-bernard-herrmann-7/">https://blog.montyarnold.com/2018/08/06/wo-nie-ein-taktstock-zuvor-gewesen-ist-der-komponist-bernard-herrmann-7/</a><img decoding="async" src="https://vg09.met.vgwort.de/na/468fd6dcb88e4084b4444e3bea5b1a01" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Die schönsten Filme, die ich kenne (20): &#8222;Vorwiegend heiter&#8220;</title>
		<link>https://blog.montyarnold.com/2017/04/15/die-schoensten-filme-die-ich-kenne-vorwiegend-heiter/</link>
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		<pubDate>Sat, 15 Apr 2017 00:29:44 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das satirische <strong>Musical</strong> „Vorwiegend heiter“ ist ein Film, dem ein sehr schlechtes Timing das Genick brach. In seinem Entstehungsland, den USA, kam er drei Jahre zu spät: Mitte der 50er Jahre nämlich, als die Zeit dieser Art von Filmen vorüber war. <strong>MGM</strong>, das Filmstudio, das sich darauf besonders spezialisiert hatte, zog zwei Jahre später die Konsequenzen. Bei uns kam der Film wenigstens 30 Jahre zu früh, denn er beschreibt eine Art von Fernsehkultur, die sich erst mit dem Privatfernsehen etablieren sollte: preiswerte Shows mit Normalbürgern, die sich wiedersehen, streiten und dabei unter Umständen Tränen vergießen.<br />
Dennoch hat der Film auch jenseits seiner oberflächlichen Schauwerte (Technicolor, Breitwand und Stereoton) etwas zu bieten, was der US-Entertainmentkultur am Vorabend des Rock’n‘Roll gern a priori abgesprochen wird: Ehrlichkeit und pointierte Gesellschaftskritik.<span id="more-7797"></span><br />
Für „It’s Always Fair Weather“ hatte sich die Erfolgsmannschaft des Filmmusical-Klassikers schlechthin „Singin‘ In The Rain“ nochmals zusammengefunden: Regisseur Stanley Donen, das Autorenteam Betty Comden und Adolph Green, das diesmal auch die Songtexte lieferte, und der Star Gene Kelly.* (Auch die Tänzerin Cyd Charisse ist in einer größeren Rolle wieder mit von der Partie.) Die Geschichte knüpft inhaltlich an einen anderen großen Bühnen- und Filmerfolg an: „On The Town“. In diesem Musical befand sich Kelly mit zwei Kameraden für 24 Stunden auf Landgang in New York. Nun wird die Geschichte der drei Kriegskameraden, die sich beim Abschied geschworen haben, einander die Treue zu halten und sich zehn Jahre später wiederzusehen, pünktlich weitererzählt. Sie tun das &#8211; und haben sich nichts mehr zu sagen, verachten einander sogar.<br />
Als ihr Wiedersehen in einer Fernsehshow exponiert wird, finden sie zumindest wieder zu einem gewissen gegenseitigen Respekt zurück, ehe sich ihre Wege abermals trennen.</p>
<p>„It’s Always Fair Weather“ hätte das Zeug zum Klassiker. Gene Kelly legt seinem legendären Act im Regen einen Stepptanz auf Rollschuhen nach, von dem er sagte, das sei gar nicht so schwer wie es aussehe. Das New Yorker Areal rund um den Broadway, das er dabei durchquert, ist ein Teil jenes sagenhaften MGM-Freigeländes, das um die Jahrtausendwende von einem Spekulanten plattgemacht wurde. Cyd Charisse wickelt als Sportreporterin eine Gruppe von Boxern in einer Turnhalle mit ihrem Charme und ihren Fachkenntnissen um den Finger und legt ein Ballett mit ihnen hin, das musikalisch und choreographisch seiner Titelzeile gerecht wird: „Baby, You Knock Me Out“. (Die gesamte Partitur von André Previn hält dieses Niveau – wenn sie auch auf seiner Webseite keine Erwähnung findet.) Die größte Entdeckung des Films ist zweifellos die als solche debütierende Entertainment-Allzweckwaffe Dolores Gray in der Rolle der Showmasterin. Diese hochbegabte Schauspielerin verschwand mit dem erwähnten Niedergang des Filmmusicals nach wenigen Filmen wieder von der Leinwand.</p>
<p>Sogar die deutsche Synchronfassung legt sich ins Zeug. Zwei der Songs wurden wohlerwogen und gekonnt ins Deutsche übertragen: die Triplet-Soliloquy „Why Are We Here?“ nach der Melodie „An der schönen blauen Donau“, als die drei  Veteranen erkennen müssen, dass sie einander nicht ausstehen können, und Dan Daileys kabarettistisches Solo „Situation-Wise“. Letztere Nummer spielt auf gewisse Floskeln unter Geschäftsleuten an. Billy Wilder bezieht sich in seinem Film „Das Appartement“ darauf – das ist der kleine Zipfel Weltruhm, den „It’s Always Fair Weather“ erhaschen konnte.</p>
<p>________________________________<br />
* Siehe dazu auch <a href="https://blog.montyarnold.com/2015/04/13/singende-menschen-schrecklich/">https://blog.montyarnold.com/2015/04/13/singende-menschen-schrecklich/</a> und <a href="https://blog.montyarnold.com/2017/04/13/hollywood-babylon/">https://blog.montyarnold.com/2017/04/13/hollywood-babylon/</a><img decoding="async" src="https://vg06.met.vgwort.de/na/0e801967322542bb814a85e2324ae661" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2017/04/15/die-schoensten-filme-die-ich-kenne-vorwiegend-heiter/">Die schönsten Filme, die ich kenne (20): &#8222;Vorwiegend heiter&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>The Glorious Theater Lyrics Of Monty Arnold (15): &#8222;By Strauss&#8220;</title>
		<link>https://blog.montyarnold.com/2016/07/11/the-glorious-theater-lyrics-of-monty-arnold-15-by-strauss/</link>
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		<pubDate>Mon, 11 Jul 2016 14:50:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 79. Todestag von George Gershwin Einige große Songs des Musical- und Jazz-Repertoires kannte ich zunächst nur in der MGM-Version, also aus dem Munde von Gene Kelly und seinen Kollegen. Im Falle von „By Strauss“, in dem die alte Wiener &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2016/07/11/the-glorious-theater-lyrics-of-monty-arnold-15-by-strauss/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: 79. Todestag von<strong> <strong>George Gershwin</strong></strong></p>
<p>Einige große Songs des Musical- und Jazz-Repertoires kannte ich zunächst nur in der <strong>MGM</strong>-Version, also aus dem Munde von<strong> Gene Kelly</strong> und seinen Kollegen. Im Falle von „By Strauss“, in dem die alte Wiener Walzerseligkeit gefeiert wird, ist der französische Operettenstar Georges Guetary der Leadsänger. Er wird etwas später in diesem Film die ultimative Showtreppe der Kinogeschichte hinauf- und hinabsteigen (die mit den aufleuchtenden Treppenstufen).<br />
Der Film <strong>„Ein Amerikaner in Paris“</strong> war ein Juke-Box-Musical aus den Songs und Konzertstücken von George Gershwin.</p>
<p><strong>Copyright By Strauss</strong><br />
&#8222;By Strauss&#8220; aus &#8222;The Show Is On&#8220; (1936)<strong><br />
</strong>(Text: Ira Gershwin, Musik: George Gershwin, deutsch von Monty Arnold)</p>
<p>Ein Walzer aus Mitteleuropa,<br />
und Freude kommt auf im Bistrot!<br />
Daß man mich erlöse vom Broadway-Getöse,<br />
so herzlos und ohne Niveau!<br />
Wie kann ich ein Herr sein<br />
bei Tiomkin und Bernstein,<br />
wenn&#8217;s dröhnt wie bei Kunta im Kongo?<br />
Da lob mir den Ton ich,<br />
der schmiert süß wie Honig,<span id="more-5621"></span><br />
und denn sag ich der Band,<br />
ich find ihn plemm plemm,<br />
den Lärm von der Bongo!<br />
Ja, ja, jaaa, gib&#8217;s mir hum-pah-pah!</p>
<p>Keine andre Melodei kommt mir mehr ins Haus<br />
als der Tratsch vom Wienerwald by Strauss.<br />
Ich geh am Stock, es saust mir der Frack &#8211;<br />
Amok im Dreivierteltakt!<br />
Laß die blaue Donau los und die &#8222;Fledermaus&#8220;!<br />
Schaß den Heino und sag ja zu Strauss!<br />
Halt&#8217;s Maul und spring, der Strauss ist das Ding &#8211;<br />
Frankie singt sein &#8222;Dubidu&#8220; &#8211; mach&#8217;s aus!<br />
Und zieh Dir &#8217;nen Walzer rein by Strauss!</p>
<p>Ich werd fähig im Salon und im Kaffeehaus<br />
durch den Schmäh aus Österreich by Strauss!<br />
Kein Jazz (hahahaha!) macht abends mich high<br />
und kein Lloyd-Webber-Geschrei!<br />
Schnapp Dir Deine Schwiegerma, mach ein Mädel draus,<br />
gib ihr Saures, bis sie&#8217;s rafft, den Strauss!<br />
Von früh bis nachts &#8211; so&#8217;n Schneewalzer macht&#8217;s!<br />
Josef schleppt die Callas an &#8211; O Graus!<br />
Motz nicht rum, und küß die Hand!<br />
By Strauss!<img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/947d6e2ba8044773a06535e4f6c7d666" alt="" width="1" height="1" /></p>
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