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	<title>Aretha Franklin Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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	<title>Aretha Franklin Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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		<title>Coverversion &#8211; die wohlverstandene Definition</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Jun 2023 17:15:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienkunde]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dieser Ausdruck ist wie auch der filmische Parallelbegriff –>Remake so sehr im privaten Sprachgebrauch aufgegangen, dass sich für seine Definition aus berufenem Spezialistenmund niemand wirklich interessiert. Die Philosophin Juliane Rebentisch beschreibt das Covern als mitunter „kraftvolle Aneignung“ und verortet es &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2023/06/11/23058/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p><em>Dieser Ausdruck ist wie auch der filmische Parallelbegriff –>Remake so sehr im privaten Sprachgebrauch aufgegangen, dass sich für seine Definition aus berufenem Spezialistenmund niemand wirklich interessiert. Die Philosophin <strong>Juliane Rebentisch </strong>beschreibt das Covern als mitunter „kraftvolle Aneignung“ und verortet es ausschließlich in der Popkultur:</em></p>



<p>Eine Coverversion ist nach meinem Verständnis etwas anderes als die Interpretation einer Komposition. Von Gershwins <strong>„Summertime“</strong> etwa gibt es unzählige Versionen, darunter großartige. Aber bei all diesen Versionen handelt es sich nicht um Coverversionen, sondern um Interpretationen eines der Oper<strong> „Porgy And Bess“</strong> entstammenden Jazz-Standards. Eine Coverversion ist hingegen spezifisch für die Popmusik, weil sie sich auf ein ursprünglich mit einer anderen Stimme verbundenes Original bezieht, das als Hintergrund präsent bleibt. Es geht also nicht allein um das Verhältnis der Interpretinnen zum Notentext, sondern um mehr: um Verhältnisse zwischen Personen und denen von ihnen verkörperten Popmusik-Welten. Ein solches Verhältnis kann radikal umwertend sein – wie im Fall von <strong>Aretha Franklin</strong>s leicht textveränderter Version von<strong> „Respect“</strong>, mit der sie <strong>Otis Redding</strong>s unangenehm machistisches Original in eine Hymne weiblicher Emanzipation verwandelte. Es kann sich aber auch um ein Verhältnis der gesuchten Wahlverwandtschaft handeln. Popmusik bietet sich gerade aufgrund ihrer prinzipiell über das rein Musikalische hinausweisenden Verfasstheit in besonderer Weise der existenziellen Besetzung an. Es geht nie nur um die Melodien, sondern immer auch um die konkreten Stimmen, die Persönlichkeiten, in denen sich diese Stimmen verkörpern, die Performance, die Mode, die Plattencover, die Videos – also das gesamte visuelle Erscheinungsbild –, und es geht – vermittelt durch all dies – um das Soziale, das sich einem Popmusikphänomen assoziiert. Es geht um Modelle von Lebensform. Sehr deutlich zeigt man sich deshalb in den entsprechenden Geschmacksurteilen. Und ganz besonders wenn es um Popmusik geht, da diese auf verschiedene Bereiche der Existenz ausgreift. Es geht nicht nur um die Frage, ob eine Musik zu mir passt, sondern ob die Welt, in die sie eingelassen ist, zu mir passt oder ich in die entsprechende Welt. Die Coverversion interessiert mich deshalb, weil sie diesen ganzen ethisch-ästhetischen Bedeutungshof um das Geschmacksurteil in der Popmusik selbst verhandelt. Wer covert was oder wen, und was sagt das über die Person, die die Wahl trifft?</p>
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		<title>Kleine Naturgeschichte des Popgesangs</title>
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		<pubDate>Sun, 03 May 2015 18:29:14 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 112. Geburtstag von Bing Crosby Zu Beginn des Tonträgerzeitalters – vor etwa 100 Jahren – interessierte sich das Publikum nur für klassische Gesangstimmen. Die Interpreten des sich eben etablierenden „non-legitimate“-Gesangs waren Teile von Gruppen – Combos, später Big Bands &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2015/05/03/kleine-naturgeschichte-des-popgesangs/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: 112. Geburtstag von<strong> Bing Crosby</strong></p>
<p>Zu Beginn des Tonträgerzeitalters – vor etwa 100 Jahren – interessierte sich das Publikum nur für klassische Gesangstimmen. Die Interpreten des sich eben etablierenden „non-legitimate“-Gesangs waren Teile von Gruppen – Combos, später Big Bands – und ebenso namenlos wie die „übrigen Instrumente“.<br />
So begann auch der junge <strong>Sinatra</strong> als anonyme Stimme im Orchester<strong> Harry James</strong> – ein Geheimnis, das bald gelüftet wurde und den Weg nicht nur zu dessen Karriere freigab, sondern allgemein das Interesse an der Identität der Sängerinnen und Sänger der leichten Muse beförderte.</p>
<p>Einer der ersten Schallplattenstars war jedoch Bing Crosby, dessen warmer Bariton in allen damals üblichen Stilen zum Einsatz kam<span id="more-2054"></span>: in klassischem Liedgut aus Europa ebenso wie im brandneuen Genre des Jazz- und Musicalgesangs. Historische Bedeutung erlangte Crosby als Interpret des „größten Songs aller Zeiten“*, des ersten nicht-religiösen Weihnachtsliedes: „White Christmas“. Diese Platte wurde so oft verkauft, dass schließlich alle Matrizen bis zur Unbrauchbarkeit abgestumpft waren und Crosby ein zweites Mal ins Studio gebeten werden mußte, um die Originalversion möglichst naturgetreu noch einmal aufzunehmen.<br />
Bing Crosby gilt als Erfinder des „Croonings“, eines populären Gesangsstils, der auf einer tiefen, runden und ausgewogenen Gesangsstimme aufbaut und den Effekt andeutet, in eine Regentonne zu singen.</p>
<p>Bing Crosbys Vorbild reicht weit in unsere Tage hinein. Er hat seinerzeit praktisch alle männlichen Pop-Gesangskünstler mittelbar oder unmittelbar beeinflusst, ganz besonders deutlich hörbar den Latino-Star Dean Martin. Dean Martin wiederum ist – über eine aufragende Generations- und Geschmacksgrenze hinweg – das wichtigste technische Vorbild für Elvis Presley, den „King“ und damit des bedeutendsten Solo-Sängers des 20. Jahrhunderts.*</p>
<p>Die Ehre, den Pop-Gesang seinerseits zur anerkannten Kunstform erhoben zu haben, wurde erst Aretha Franklin zuteil, die 1967 ihren Durchbruch feierte. Die berühmte Soulsängerin revolutionierte die Unterhaltungsmusik &#8222;mit einer stimmlichen Makellosigkeit, die man zuvor nur aus dem ernsten Fach kannte&#8220; (F.A.Z.). Damit wurde auch diese Art zu singen gewissermaßen <em>legitimate</em>.</p>
<p>_________________________<br />
* Diese für den heutigen Musikfreund ungeheuerlich klingenden Einordnungen haben Hand und Fuß, können aber aus Platzgründen hier nicht vertieft werden. Die seriöse Fachliteratur hilft weiter.<img decoding="async" src="https://vg08.met.vgwort.de/na/6ec79445cef14717b9cce6430e1f0e52" alt="" width="1" height="1" /></p>
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