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	<title>Ben Jonson Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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	<title>Ben Jonson Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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		<title>Wo unser Humor herkommt</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Jan 2025 17:27:48 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wie kam der Begriff Humor zu seiner heutigen Bedeutung? Zunächst ist „Humor“ das lateinische Wort für Feuchtigkeit (amid = trocken, humid = feucht). Die Mediziner der Antike führten es auf die Mischung seiner Körperflüssigkeiten – Blut, Galle, Schleim – zurück, &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2025/01/17/27154/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p>Wie kam der Begriff Humor zu seiner heutigen Bedeutung?<br><br>Zunächst ist „Humor“ das lateinische Wort für Feuchtigkeit (amid = trocken, humid = feucht). Die Mediziner der Antike führten es auf die Mischung seiner Körperflüssigkeiten – Blut, Galle, Schleim – zurück, wie der Mensch aussah, welche Krankheiten ihn befielen, welches Temperament er entwickelte (von „temperare“ für „mischen“). Demnach verdankte der Sanguiniker seine Fröhlichkeit und Unbeschwertheit dem Blut, während beim Phlegmatiker der Schleim überwog. Das Element der Psychologie fehlte noch in dieser Überlegung. Im Sprachgebrauch des Mittelalters hatten sich die vier Temperamente ausdefiniert: Sanguiniker – Melancholiker &#8211; Phlegmatiker –Choleriker. Auch außerhalb der medizinischen Terminologie verstand man unter einem Sanguiniker einen aktiven, kontaktfreudigen Menschen, der oft und gern lachte.<br>Der englische Literat <strong>Ben Jonson</strong> (1572-1637) brachte den Begriff „Humor“ in diesen Zusammenhang zurück. Er versuchte in seinen Komödien zu ergründen, warum in seinem Land so viele <strong>Exzentriker</strong> lebten. Das waren z.B. Leute, die sonntags in den Tower gingen, um sich an den dort eingesperrten Geisteskranken zu ergötzen, ihren Gebärden und Verhaltensweisen. Die Ausgelachten wurden als „Humoristen“ bezeichnet: das waren jene, welche sich – unfreiwillig – dem Gelächter ihrer Betrachter aussetzten. Als Erklärung für ihr albernes Betragen galt der Überschuss am zuständigen Körpersaft (Humoris). Von dort ging der despektierliche Begriff auf den <strong>„Man Of Humour“ </strong>über: auf den Bürger, der das Verhalten anderer im Alltag parodierte, um sich über sie lustig zu machen.<br>Solch ein Humorist ließ sich nun freiwillig auslachen. Doch seine Parodien konnten auch kränkend wirken und aus dem Ruder laufen. Auf die pointierten Wortduelle beim Abendessen konnte am nächsten Morgen im Frühnebel ein Duell folgen, um die Ehre wieder herzustellen.</p>



<p>Diese Geschichte ist unter mehreren Gesichtspunkten interessant. Zunächst ist in ihr der gute Ruf, den der britische Humor bei uns bis heute genießt bereits angelegt. Dann verweist sie auf Hohn und Spott als bestimmenden Motor der Komik. Weiterhin ist auch das alte Misstrauen in ihr angelegt, das Politik und Bürgertum den Narren (den Vertretern der leichten Muse) stets entgegenbrachte. Zuletzt hat sich das besonders eindrucksvoll in der Corona-Pandemie gezeigt, als Kultur und Prostitution ganz offiziell der gleiche Stellenwert für das Funktionieren unseres Gemeinwesens zugewiesen wurde.</p>
<img decoding="async" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/d822e86c919a49848f985dda09426671" width="1" height="1" alt=""><p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2025/01/17/27154/">Wo unser Humor herkommt</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Die schönsten Hörspiele, die ich kenne (8): &#8222;Volpone&#8220;</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Apr 2019 15:34:28 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>„Volpone“, Hörspiel nach dem Theaterstück &#8222;Volpone, or The Fox&#8220; von Ben Jonson, aus dem Englischen von Stefan Zweig &#8211; mit Heinz Moog, Heinz Drache, Fritz Rasp und anderen, Regie:  (zumindest BR 1957 (89 min.) – Besetzung und weitere Infos unter https://www.br.de/radio/bayern2/programmkalender/ausstrahlung-1738344.html &#8222;Das &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/04/18/13148/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/04/18/13148/">Die schönsten Hörspiele, die ich kenne (8): &#8222;Volpone&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>„Volpone“, Hörspiel nach dem Theaterstück &#8222;Volpone, or The Fox&#8220; von <strong>Ben Jonson</strong>, aus dem Englischen von <strong>Stefan Zweig </strong>&#8211; mit <strong>Heinz Moog</strong>, <strong>Heinz Drache, Fritz Rasp</strong> und anderen, Regie:  (zumindest BR 1957 (89 min.) – Besetzung und weitere Infos unter <a href="https://www.br.de/radio/bayern2/programmkalender/ausstrahlung-1738344.html">https://www.br.de/radio/bayern2/programmkalender/ausstrahlung-1738344.html</p>
<p></a><em>&#8222;Das rechte Gold ist rundgeprägt, damit es rollt und sich bewegt!</em><br />
<em>Mag einer noch so hurtig sein &#8211; er kriegt&#8217;s nicht still, er holt&#8217;s nicht ein!</em><br />
<em>Und so wie heut bleibt allezeit und allerorts und jederlands</em><br />
<em>der gleiche Pfiff und Tölpeltanz, der alle Welt zum Narren hält:</em><br />
<em>um Geld, um Geld!&#8220;</em></p>
<p>Der reiche venezianische Kaufmann Volpone stellt sich krank und lässt sein Umfeld glauben, es gehe zuende mit ihm. Er will doch mal sehen, was sich die Leute so alles einfallen lassen, um sich bei ihm einzuschleimen. Um in seinem Testament bedacht zu werden, überhäufen ihn die besseren Bürger mit Geschenken, und je gieriger sie sind, desto großzügiger fallen ihre Gaben aus. Volpones Gehilfe <strong>Mosca</strong> inszeniert dieses Affentheater, macht aus dessen Siechtum eine große Show und provoziert die Speichellecker, die in das Haus seines Herrn kommen, zu immer absurderen Gunstbezeugungen. In der Verachtung dieser Leute sind sich Mosca und sein Meister einig. Doch Mosca treibt sein ganz eigenes Spiel.</p>
<p>Der Mosca ist so ziemlich die schönste Rolle, die ein junger Schauspieler verkörpern kann: einnehmend, temperamentvoll und doch ein Halunke übelster Sorte, der vom tumben Fach des jugendlichen Liebhabers nicht weiter entfernt sein könnte. Trotzdem (auch die betagte Titelrolle und die vielen Nebencharaktere sind ja überaus dankbar) und obwohl „Volpone“ zu den Klassikern des Kanons gehört, ist das Stück unter Schauspielern weitgehend unbekannt<span id="more-13148"></span> (zumindest nach meiner persönlichen Statistik). Das hängt unzweifelhaft damit zusammen, dass die großen Zeitgenossen des Autors Ben Jonson diese Ära gewissermaßen unter sich aufgeteilt haben. (In Lexika heißt es immer etwas scheinheilig: „Ben Jonson (1572 &#8211; 1637) englischer Dichter und Bühnenautor. Gilt als wichtigster Dramatiker der Renaissance neben William Shakespeare und Molière …“ oder so ähnlich.)</p>
<p>Zum Glück ist Stefan Zweigs deutsche Fassung (die meistgespielte in unserem Sprachraum) als Hörspiel dokumentiert. Und segensreicherweise entstand dieses zu einer Zeit, als es noch kein Regietheater gab; man kann die historischen Kostüme und die edlen Bauten förmlich knarren und knistern hören. Es wurde zu einer Zeit aufgenommen, als die Schauspieler noch in geräumigen Ateliers agierten, als jeder Gang und jeder Ausruf noch seine natürlich Akustik entfalten durfte. Die burleske Spielfreude dieses Ensembles um den jungen Heinz Drache wäre heute (auf der Bühne wie auch im Radio) vollkommen undenkbar. Niemand musste sich ausziehen und vollschmieren, keine „grellen“ Effekte verderben uns den Spaß, kein soziologischer Kick! Niemand schiebt uns den heutigen „Turbokapitalismus“, garstige „Heuschrecken“ oder andere Aktualizismen unter der Tür durch.<br />
Dieses Juwel von einem Hörspiel war noch nie so wertvoll und vergnüglich wie heute!<img decoding="async" src="https://vg09.met.vgwort.de/na/c55b41ce67b94b89bc23d5c705699e03" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/04/18/13148/">Die schönsten Hörspiele, die ich kenne (8): &#8222;Volpone&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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