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	<title>“Dracula” (Marvel) Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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	<title>“Dracula” (Marvel) Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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		<title>Die Marvels wie sie wirklich waren: Gene Colan (1)</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Nov 2019 18:33:46 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Diese&#160;Serie mit Artikeln zur Geschichte der Marvel Comics aus dem&#160;Silver Age&#160;ist eine Übernahme aus dem Fanmagazin&#160;&#8222;Das sagte Nuff&#8220;&#160;(2005-10). Ich bedanke mich herzlich für die Genehmigung, sie hier leicht aktualisiert wiederzugeben.&#160; Ein Mann ohne Furcht &#8211; Teufelskerl Gene Colanvon&#160;&#160;Daniel Wamslerhttp://dassagtenuff.blogspot.com/&#160; Eugene &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/11/19/gene-colan-interview/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/11/19/gene-colan-interview/">Die Marvels wie sie wirklich waren: Gene Colan (1)</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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<p><em>Diese&nbsp;Serie mit Artikeln zur Geschichte der Marvel Comics aus dem</em>&nbsp;Silver Age&nbsp;<em>ist eine Übernahme aus dem Fanmagazin&nbsp;<strong>&#8222;Das sagte Nuff&#8220;&nbsp;</strong>(2005-10). Ich bedanke mich herzlich für die Genehmigung, sie hier leicht aktualisiert wiederzugeben.&nbsp;</em></p>



<p><strong>Ein Mann ohne Furcht &#8211; Teufelskerl Gene Colan</strong><br>von&nbsp;&nbsp;<strong>Daniel Wamsler</strong><br><a href="http://dassagtenuff.blogspot.com/">http://dassagtenuff.blogspot.com/</a>&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" width="640" height="859" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/11/Gene-Colan-Treasury-1986.jpg?resize=640%2C859&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-14890" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/11/Gene-Colan-Treasury-1986.jpg?resize=763%2C1024&amp;ssl=1 763w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/11/Gene-Colan-Treasury-1986.jpg?resize=224%2C300&amp;ssl=1 224w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/11/Gene-Colan-Treasury-1986.jpg?resize=768%2C1030&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/11/Gene-Colan-Treasury-1986.jpg?w=828&amp;ssl=1 828w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption> <em>Privatfoto, Gene Colan beim Skizzieren am Kaffeetisch. &#8211; Aus: The Gene Colan Treasury (1996).</em></figcaption></figure>



<p>Eugene Jules Colan, Jahrgang 1926, wurde in<em> </em>Deutschland hauptsächlich durch seine Arbeit an Daredevil (Devil-Man / Der Dämon) bekannt. Sein<em> </em>Name steht auch Synonym für Marvels Dracula, da er den König der Vampire von Anfang bis Ende<em> </em>der Serie zeichnete. Auch Dr. Strange und dessen<em> </em>mystische Welten wusste er perfekt in Szene zu<em> </em>setzen. Etwas weniger Beachtung fanden seine<em> </em>Einsätze bei Iron Man (Der Eiserne), Sub-Mariner (Aquarius), Captain Marvel und Captain America, die hierzulande entweder nur als Zweitstorys<em> </em>oder gar nicht veröffentlicht wurden. Ein paar frühe<em> </em>Marvel Mystery-Storys gehen ebenfalls auf sein<em> </em>Konto, welche die deutschen Verlage zum Teil als<em> </em>Lückenfüller in den Hit Comics und bei Williams<em> </em>(vor allem bei „Dracula“ und „Frankenstein“) brachten. Außen vor bleiben<em> </em>die Abenteuer von „Howard The Duck“, den man in<em> </em>Deutschland eigentlich nur aus dem gleichnamigen<em> </em>Film von Steven Spielberg kannte, bis Panini ihm 2016 einen seiner hübschen Hardcover-Bände widmete.<p><span id="more-14885"></span></p><br> <br>Gene zeichnete nicht nur für Marvel, sondern auch für<em> </em>den Verlagskonkurrenten DC Comics. So stammen<em> </em>z.B. alle „Hopalong Cassidy“-Stories in den „Sheriff Klassikern“ des bsv von ihm. Für Wirbel<em> </em>sorgte vor allem, als er sich mit Herausgeber Jim<em> </em>Shooter überwarf und sich 1981 komplett von<em> </em>Marvel trennte, um bei DC „Batman“ und „Wonder Woman“ („Wundergirl“) zu übernehmen. Mit seiner<em> </em>Frau Adrienne lebte Gene jahrelang in Florida,<em> </em>doch das „stürmische Wetter“ trieb die beiden<em> </em>zurück nach New York. Trotz seines<em> </em>hohen Alters ist Gene immer noch Gast zahlreicher<em> </em>Conventions und arbeitet hauptsächlich im Auftrag<em> </em>von Comic-Fans an sogenannten „Commissions“,<em> </em>siehe Abbildung. Umso schöner, dass er die Zeit<em> </em>fand ein paar Fragen für „Das sagte Nuff“ zu<em> </em>beantworten.</p>



<figure class="wp-block-image"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="640" height="880" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/11/Sheriff-Klassiker-174.jpg?resize=640%2C880&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-14889" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/11/Sheriff-Klassiker-174.jpg?resize=745%2C1024&amp;ssl=1 745w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/11/Sheriff-Klassiker-174.jpg?resize=218%2C300&amp;ssl=1 218w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/11/Sheriff-Klassiker-174.jpg?resize=768%2C1056&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/11/Sheriff-Klassiker-174.jpg?w=877&amp;ssl=1 877w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption> <em>Eröffnungsseite der Episode aus „Sheriff Klassiker“ Nr. 174.</em> </figcaption></figure>



<p> <em>Daniel Wamsler:</em>  <em>Bei all den Interviews, die Du in der Vergangenheit gegeben hast, gibt es da überhaupt noch Fragen, die man Dir noch nicht gestellt hat, oder die Du gerne gestellt bekämst?</em></p>



<p> Gene Colan:  Sagen wir&#8217;s mal so, ich bin immer glücklich, die Fragen beantworten zu können, die mir gerade gestellt werden, besonders wenn jemand neugierig auf das ist, was ich mache oder gemacht habe.</p>



<p><em>Du hast mir erzählt, dass deine Vorfahren aus Deutschland stammen. Von wo
genau kommen deine Ahnen?</em></p>



<p>Richtig,
deutsch sowohl mütterlicher- als auch väterlicherseits. Allerdings wurden
sowohl meine Eltern als auch meine Großeltern in New York City geboren. Meine
Vorfahren gehörten zu den ersten Siedlern, die hierher nach Amerika kamen.
Leider habe ich keinerlei Ahnung, wer meine Urgroßeltern waren oder aus welcher
Stadt sie ursprünglich kamen.</p>



<p><em>Warst du oft in Deutschland? Wo gefällt es dir am besten?</em></p>



<p>Ich war nur einmal in den 60er Jahren in Deutschland. Ich mochte die Schönheit des Landes und die Warmherzigkeit der Leute. Ich kann mich erinnern, dass es meiner Frau Adrienne nicht gut ging, als wir ein Restaurant in Frankfurt besuchten. Es war beeindruckend, wie man sich dort um sie kümmerte. Ich kann mich auch an einen Aufenthalt in München erinnern, wo wir uns eine riesige Bierhalle anschauten, wirklich großartig. Noch mehr beeindruckt haben mich allerdings die kleinen romantischen Städte und Dörfer und die Landschaft. Ich glaube, das war in der Nähe von Rothenburg. Wunderschön, fast wie gemalt. Und &#8230; Blumen, überall Blumen und Blumentöpfe, das gefiel mir sehr.</p>



<figure class="wp-block-image"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="640" height="911" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/11/Commission_Gene-Colan_J.-Byrne.jpg?resize=640%2C911&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-14888" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/11/Commission_Gene-Colan_J.-Byrne.jpg?resize=719%2C1024&amp;ssl=1 719w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/11/Commission_Gene-Colan_J.-Byrne.jpg?resize=211%2C300&amp;ssl=1 211w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/11/Commission_Gene-Colan_J.-Byrne.jpg?resize=768%2C1094&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/11/Commission_Gene-Colan_J.-Byrne.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption> <em>Eine von Gene Colans Auftragsarbeiten, den sogenannten Commissions. Viele Comic-Künstler der alten Garde verdienen heute mit den Zeichnungen für Fans mehr, als ihnen die Verlage für ihre Originalseiten je bezahlten. Der Auftraggeber (nicht Gardena, auch wenn es den Anschein erweckt) machte sich einen Traum wahr und ließ Genes Pencils von John Byrne inken.</em> </figcaption></figure>



<p><em>Lass uns über deine Karriere sprechen. Wann genau hast du angefangen, im Comic Business zu arbeiten?</em></p>



<p>1946.</p>



<p><em>Bist du Autodidakt oder hattest du Unterricht an der Kunstschule?</em></p>



<p>Hauptsächlich ersteres. Ich habe, seit ich drei Jahre alt war, versucht alles zu zeichnen, was ich sah. Mit dreizehn, ich lebte damals in New York City, spazierte ich zu DC Comics. Man zeigte mir, wo die Künstler arbeiteten und ich sah zum ersten Mal echte Comic Art. Ich war gleichermaßen erfreut und betrübt. Erfreut, weil ich nie zuvor etwas Schöneres als diese Originalzeichnungen gesehen hatte. Betrübt andererseits, weil mir klar wurde, dass mir nichts anderes übrig blieb, als deren Rat zu befolgen und auf die Kunstschule zu gehen. Also schrieb ich mich in die &#8222;Art Student&#8217;s League&#8220; ein und verbrachte dort einige Jahre.</p>



<p><em>Danach hast du zuerst für DC und dann Marvel gearbeitet, richtig?</em></p>



<p>Nicht
ganz, erst Marvel, dann DC und schließlich beides. In den Achtzigern fing ich an,
auch für die Independent-Schiene zu arbeiten, z.B. für „Dark Horse“. (Anm.:
u.a. an einer 3teiligen Miniserie über &#8222;Dracula&#8220; von 1998, zusammen
mit Marv Wolfman)</p>



<p><em>Dein Stil unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von dem anderer
Zeichner. Bei „Hopalong Cassidy“ hast du viele verschiedene Winkel und
Perspektiven benutzt, um die Spannung der Story zu verstärken.</em></p>



<p>Richtig.
Da gab es immer Action und ich hatte mir extra ein großes Fotoarchiv angelegt,
mit Personen und allem sonst erdenklichen aus allen möglichen Blickwinkeln. Das
hat geholfen &#8230; Falls ich mal keine Referenz für eine meiner Zeichnungen hatte,
überredete ich einfach jemanden, sich in Pose zu setzen oder posierte selbst.</p>



<p><em>Bei Marvel warst du, nennen wir es mal &#8222;sehr experimentierfreudig&#8220;. Ich denke da an außergewöhnliche Panelaufteilungen und Seitenlayouts, Spiegelungen in Türknaufen oder Wasserpfützen &#8230;</em> <br><br>Das war damals kein bewusstes Zeitgeist-Experiment. Nur ließ Marvel den Künstlern mehr Freiheit als andere Verlage. So hatte man die Möglichkeit, seinen eigenen Stil zu finden. Meiner war es, mit den Zeichnungen Kinofilme in Comicform zu erzählen.*</p>



<figure class="wp-block-image"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="640" height="836" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/11/Foom-13.jpg?resize=640%2C836&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-14887" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/11/Foom-13.jpg?resize=784%2C1024&amp;ssl=1 784w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/11/Foom-13.jpg?resize=230%2C300&amp;ssl=1 230w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/11/Foom-13.jpg?resize=768%2C1003&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/11/Foom-13.jpg?w=831&amp;ssl=1 831w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption><em>&#8222;FOOM!“ # 13 (Frühjahr 1976), zu dem Gene Colan das Daredevil-Cover beisteuerte.</em> </figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="640" height="42" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=640%2C42&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-4804" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=1024%2C67&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=300%2C20&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?w=1400&amp;ssl=1 1400w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>



<p>____________________________________<br> * Ein vielbeachtetes Beispiel sahen wir im letzten Kapitel unter  <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/10/31/captain-america/">https://blog.montyarnold.com/2019/10/31/captain-america/</a>    </p>


<p><!--EndFragment--></p><p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/11/19/gene-colan-interview/">Die Marvels wie sie wirklich waren: Gene Colan (1)</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Die schönsten Comics, die ich kenne (21): „Call Him Destiny Or Call Him Death“</title>
		<link>https://blog.montyarnold.com/2018/03/02/die-schoensten-comics-die-ich-kenne-21-call-him-destiny-or-call-him-death/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Mar 2018 13:43:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>… aus der Serie „The Sub-Mariner“, Marvel Comics April 1968, ein einmaliges Sonderheft gemeinsam mit „Iron Man“, Text: Roy Thomas, Zeichnungen: Gene Colan, Reinzeichnung: Frank Giacoia. Wiederveröffentlicht in “Marvel Masterworks: The Sub-Mariner”-Sammelband Nr. 2, Juni 2007, keine deutsche Übersetzung Was bisher &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2018/03/02/die-schoensten-comics-die-ich-kenne-21-call-him-destiny-or-call-him-death/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2018/03/02/die-schoensten-comics-die-ich-kenne-21-call-him-destiny-or-call-him-death/">Die schönsten Comics, die ich kenne (21): „Call Him Destiny Or Call Him Death“</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>… aus der Serie<strong> „The Sub-Mariner“</strong>, <strong>Marvel</strong> <strong>Comics</strong> April 1968, ein einmaliges Sonderheft gemeinsam mit <strong>„Iron Man“</strong>, Text: <strong>Roy Thomas</strong>, Zeichnungen: <strong>Gene Colan</strong>, Reinzeichnung: Frank Giacoia. Wiederveröffentlicht in <strong>“Marvel Masterworks: The Sub-Mariner”</strong>-Sammelband Nr. 2, Juni 2007, keine deutsche Übersetzung</em></p>
<p>Was bisher geschah: <strong>Namor, der Held von Atlantis</strong>, wird von Alpträumen geplagt.* Ein altes, böses Gesicht mit sperrigen Zähnen und einem extravaganten Kopfputz flüstert ihm Schmähungen zu und verspricht ihm, von nun an jede Nacht wiederzukommen. Nach dem Erwachen quält ihn das Gefühl, diesem unangenehmen Menschen schon einmal begegnet zu sein. Die Alpträume wiederholen sich tatsächlich immerzu, und so bricht unser flugtüchtiger Monarch auf, um ihnen auf den Grund zu gehen. Sein Nachtmahr lockt ihn ins ewige Eis, wo er ihm schließlich persönlich gegenübertritt – und in eine Falle …<br />
Hier beginnt das „Special Once-In-A-Lifetime-Issue“ mit je einer Episode <strong>„Iron Man and Sub-Mariner“</strong>. Besonders die Zweitere verdient eine Erinnerung.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-9870" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/03/Mentallo1.jpg?resize=640%2C481&#038;ssl=1" alt="Mentallo1" width="640" height="481" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/03/Mentallo1.jpg?w=1814&amp;ssl=1 1814w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/03/Mentallo1.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/03/Mentallo1.jpg?resize=1024%2C769&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/03/Mentallo1.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><br />
<em>Dieser Erzschurke hat seinen Ursprung auf dem Jahrmarkt. (Copyright 1968 by Marvel Comics)</em></p>
<p>Bei den <strong>Marvel Comics des Silver Age</strong> war viel Handlung auf engem Raum nichts Ungewöhnliches, besonders seit Roy Thomas im „Haus der Ideen“ Szenarios schrieb. Er liebte literarische Anspielungen. Während sein Herr und Meister <strong>Stan Lee</strong> eher willkürlich im europäischen Mythenschatz herumgeschaufelt hatte, waren es bei Thomas konkrete Anspielungen, mitunter präzise Zitate, denen der Heftchenleser in den Kampfpausen seiner Lieblinge nachspüren konnte. <span id="more-9850"></span>(Der Zeichner Gene Colan wurde später als Betreuer der beliebten „Dracula“-Reihe zum Spezialisten für märchenhafte Sujets.)<br />
Mit dem Erzverbrecher Paul Schicksal erschuf Roy Thomas – möglicherweise unbewusst – eine Thomas-Bernhard-Figur mit Superkräften, einen Griesgram mit teilweise angeborenen, teilweise hinzuerworbenen Fähigkeiten, die ihm die praktische Auslebung seiner Menschenverachtung ermöglichten. Ehe sich Schicksal die ganze Menschheit vorknöpft, fokussiert er seine Abscheu in einer Art Generalprobe auf Prinz Namor. Für die eigentliche Aktion wird er später das Amt des US-Präsidenten anstreben.*</p>
<p>Das Heft erzählt in Rückblenden das Vorleben dieses Mannes, eines ehemaligen Schaustellers. Er nannte sich Mentallo und war Gedankenleser auf den billigen Jahrmärkten der Jahrhundertwende. Ähnlich dem Kafka’schen Hungerkünstler ist er kein Scharlatan: er kann tatsächlich in die Hirne seiner kleinbürgerlichen Fans hineinzusehen. Was Mentallo dort vorfindet, nährt seinen Hass ebenso wie der Unglaube der Zuschauer an seinen Fähigkeiten. Die will er zum Ausbruch aus dem Tingeltangel nutzen. Zum Glück für den Leser und zum Schaden des Protagonisten ist er nicht bloß an Geld interessiert. Er strebt nach einer Macht gleich der „des Menschen über die Ameisen“. (Ob er sich der Ironie dieses Vergleichs bewusst ist?)<br />
Der Jahrmarkt verschlägt ihn in eine Stadt, deren Bibliothek reichhaltige vergriffene Literatur zum Thema Zauberei hütet. Mehrere der Bücher sprechen von den „Uralten“, die in der Antarktis gelebt und die Kunst der Telepathie beherrscht haben sollen. Mentallo schließt sich einer Südpol-Expedition an, um mit Hilfe seines feinen Sensoriums die Reste jener versunkenen Zivilisation aufzuspüren. Der Eisbrecher heißt „Oracle“ und sein Kapitän Leonard McKenzie. Die Expedition wird Mentallo einen magischen Helm in die Hände spielen, sein Käpt’n wird wenig später mit einer gewissen atlantäischen Königstochter zusammentreffen.*</p>
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<em>Nach der Lawine ist vor der Verwandlung! Mentallos letzte Sekunden &#8230;</em> <em>(Copyright 1968 by Marvel Comics)</em></p>
<p>„Call Him Destiny Or Call Him Death“ ist nur ein Kapitel eines übergreifenden Abenteuers mit Prinz Namor, dennoch gibt es hier mit der Destiny-Story eine Art Stück im Stück. Hätte ich es schon in meiner Jugend gelesen, ich hätte vermutlich von einer Verfilmung geträumt. Da die deutschen Fans es nicht zu lesen bekamen, lernte ich es erst mit Jahrzehnten Verspätung kennen und überließ es mit Freuden meinem Kopfkino.</p>
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* Siehe dazu <a href="https://blog.montyarnold.com/2016/10/01/aquarius-prinz-namor-der-held-von-atlantis-die-deutsche-chronologie-von-marvels-sub-mariner/">https://blog.montyarnold.com/2016/10/01/aquarius-prinz-namor-der-held-von-atlantis-die-deutsche-chronologie-von-marvels-sub-mariner/</a><img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg02.met.vgwort.de/na/86266b3abd18449c82a0e1d44a0a202d" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2018/03/02/die-schoensten-comics-die-ich-kenne-21-call-him-destiny-or-call-him-death/">Die schönsten Comics, die ich kenne (21): „Call Him Destiny Or Call Him Death“</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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