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	<title>„Gone With The Wind“ Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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	<title>„Gone With The Wind“ Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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		<title>Prima vista 0,5: Vom Wind(e) verweht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Jun 2025 14:32:33 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Erstübersetzung von Margaret Mitchells Südstaatengemälde &#8222;Gone With The Wind&#8220; entstand 1937, also während des Nationalsozialsozialismus und noch vor der berühmten Verfilmung. Diese Bearbeitung von Martin Beheim-Schwarzbach wurde weiter benutzt, als die Rechte 1947 zum Claassen Verlag wechselten, dürfte aber &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2025/06/12/vom-winde-verweht/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>Die Erstübersetzung von <strong>Margaret Mitchell</strong>s Südstaatengemälde <strong>&#8222;Gone With The Wind&#8220; </strong>entstand 1937, also während des Nationalsozialsozialismus und noch vor der berühmten Verfilmung. Diese Bearbeitung von <strong>Martin Beheim-Schwarzbach</strong> wurde weiter benutzt, als die Rechte 1947 zum <strong><em>Claassen Verlag</em></strong> wechselten, dürfte aber bei dieser Gelegenheit etwas überarbeitet worden sein.<br>2020 war man schließlich der Meinung, den gewaltigen Text ganz neu übersetzen zu müssen, was mir mindestens wegen des berühmten Anfangs leidtut, der da immer gelautet hatte:</em></p>



<p>Scarlett O&#8217;Hara war nicht eigentlich schön zu nennen. Wenn aber Männer in ihren Bann gerieten, wie jetzt die Zwillinge Tarlton, so wurden sie dessen meist nicht gewahr.<br><br><em>Nun &#8211; erheblich prosaischer:</em><br><br>Scarlett O&#8217;Hara war keine wirkliche Schönheit, auch wenn das den Männern, die ihrem Charme erlagen &#8211; wie jetzt die Tarlton-Zwillinge -, selten auffiel.</p>



<p><em>Die neue Übersetzung wurde in die Hände von <strong>Liat Himmelheber </strong>und <strong>Andreas Nohl</strong> gelegt. Nicht zuletzt, um die neue Fassung auf den ersten Blick von der alten unterscheidbar zu machen, entschied man sich für einen geringfügig geänderten Titel: &#8222;Vom Wind verweht&#8220;.</em></p>



<p>„Vom Winde verweht“, Goverts Verlag Hamburg / Claassen Verlag Düsseldorf<br>Deutsch von Martin Beheim-Schwarzbach<br>1937 / 47<br><br>„Lass uns doch querfeldein über O’Haras und Fontaines Weiden reiten“, schlug Brent vor. „Dann sind wir im Nu da.“<br>„Wir kriegen da nur Opossum und Grünkram zu essen“, wandte Jeems ein.<br>„Du kriegst überhaupt nichts“, grinste Stuart, „denn du reitest nach Hause und sagst Ma, daß wir nicht zum Abendessen kommen.“<br>„Nein, das ich nicht tun“, schrie Jeems voller Angst. „Das ich nicht tun! Ich auch nicht Spaß haben, von Missis Beatrice verprügelt werden. Zuerst sie mich fragen, wie ich es fertigbringen, daß Masters wieder ‘rausgeschmissen, und dann, warum ich Masters heute abend nicht mitbringen, damit sie uns alle verprügeln kann. Und dann sagen, ich bin an allem schuld. Und wenn Masters mich nicht mit zu Master Wynder nehmen, ich die ganze Nacht draußen im Wald liegenbleiben. Besser mich Landjäger beim Kragen nehmen, als Missis Beatrice!“<br>Verblüfft und ärgerlich sahen die Zwillinge den entschlossenen Negerjungen an.<br>„Es wäre dumm genug, sich vom Landjäger fassen zu lassen, und dann hätte Ma wochenlang was Neues zu reden. Du kannst mir glauben, mit den Schwarzen hat man es noch schwerer als mit uns; manchmal denke ich, daß die ganz recht haben, die den Sklavenhandel abschaffen wollen.“<br>„Nun, es wäre unrecht, Jeems dem auszusetzen, wovor wir Angst haben. Wir müssen ihn schon mitnehmen. Aber paß auf, du unverschämter schwarzer Schafskopf, wenn du dich vor den Schwarzen bei Wynder damit dicke tust, daß wir jeden Tag Brathuhn und Schinken essen und sie nur Kaninchen und Opossum, dann sage ich es Ma und du darfst nicht mit uns in den Krieg.“<br>„Dick tun? Ich mich nicht vor billigen Negern dick tun! Ich bessere Manieren, haben mir Missis Beatrice ebenso gute beigebracht wie Masters.“<br>„Das ist ihr bei uns allen dreien nicht besonders gut gelungen“, sagte Stuart. Er riß seinen Fuchs herum, gab ihm die Sporen und schwang sich leicht über den Lattenzaun auf den weichen Acker von Gerald O’Haras Plantage. Brents Pferd setzte hinterher, und ihm nach Jeems, der sich am Sattelknopf festklammerte. Jeems setzte nicht gern über Zäune, aber er hatte schon höhere als diese nehmen müssen, um mit seinen Herren Schritt zu halten.<br>Als sie im immer tieferen Dunkel durch die roten Furchen den Hügel hinab bis zur Flußweide ihren Weg verfolgten, rief Brent mit lauter Stimme seinem Bruder zu: „Stu! Kommt es dir nicht auch so vor, als ob Scarlett uns eigentlich zum Abendessen einladen wollte?“<br>„Das ist mir die ganze Zeit so vorgekommen“, schrie Stuart zurück.<br>„Warum, meinst du, hat sie …“ &nbsp;</p>



<p>„Vom Wind verweht“, Verlag Antje Kunstmann<br>Deutsch von Liat Himmelheber und Andreas Nohl<br>Januar 2020</p>



<p>„Wir reiten einfach querfeldein zu Ables Haus“, schlug Brent vor. „Durch Mr. O’Haras Flussmarsch und die Weide von den Fontaines, dann sind wir im Nu da.“<br>„Dann kriegen wir aber höchstens Opossum und Grünzeugs“, wandte Jeems ein.<br>„Du kriegst sowieso nichts“, grinste Stuart. „Weil, du reitest nach Hause und sagst Ma Bescheid, dass wir nicht zum Abendessen heimkommen.“<br>„Nee, das mach ich nich!“ rief Jeems entsetzt. „Nee, mach ich nich! Mir machts genauso wenig Spaß, wenn Miss Beatrice mich aufs Korn nimmt, wie euch. Zuerst fragt sie mich, wieso ich zugelassen hab, dass ihr wieder rausgeflogen seid, und dann, wieso ich euch heut Abend nich zum Verprügeln nach Haus gebracht hab. Und dann stürzt sie sich auf mich wie ne Ente auf nen Junikäfer, und dann kommt raus, dass ich an allem schuld bin. Wenn Sie mich nich zu Mista Wynda mitnehmen, dann versteck ich mich die ganze Nacht im Wald, und vielleicht schnappt mich dann die Patrullje, weil, ich will lieber von der Patrullje geschnappt werden wie von Miss Beatrice, wenn sie sich aufregt.“<br>Die Zwillinge blickten den entschlossenen schwarzen Jungen verblüfft und verärgert an.<br>„Es wäre ihm glatt zuzutrauen, dass er sich von der Patrouille schnappen lässt, und dann hätte Ma neuen Gesprächsstoff für mehrere Wochen. Darkys sind einfach eine Pest. Manchmal habe ich das Gefühl, die Abolitionisten haben nicht ganz unrecht.“*<br>„Naja, es wäre nicht fair, Jeems zu was zu zwingen, wovor wir uns drücken. Wir müssen ihn mitnehmen. Aber pass mal auf, du unverschämter schwarzer Esel, wenn du vor den Wynder-Darkys den großen Mann markierst und raushängen lässt, dass wir immer Brathähnchen und Schinken essen, während sie bloß Kaninchen und Opossum kriegen, dann – dann sag ich’s Ma. Und dann darfst du auch nicht mit uns in den Krieg ziehen.“<br>„Den großen Mann? Vor den billigen Niggern den großen Mann spielen? Nee, Sir, ich hab bessere Manieren. Schließlich hat Miss Beatrice mir genauso Manieren beigebracht wie euch.“<br>„Sie hat bei keinem von uns dreien viel Erfolg gehabt“, sagte Stuart. „Kommt, wir gehen!“<br>Er riss seinen großen Fuchs herum, gab ihm die Sporen und setzte dann leicht mit ihm über den Lattenzaun auf den weichen Acker von Mr. O’Haras Pflanzung. Brents Pferd folgte und zuletzt das von Jeems, wobei Jeems sich an Sattelknauf und Mähne festklammerte. Jeems setzte nicht gerne über Zäune, aber er hatte schon höhere überwunden als diesen, um mit seinen Herren mitzuhalten.<br>Während sie sich in der zunehmenden Dämmerung ihren Weg über die roten Furchen und abwärts zur Flussmarsch suchten, rief Brent seinem Bruder zu: „Sag mal, Stu! Hast du nicht auch das Gefühl, dass Scarlett uns eigentlich zum Abendessen einladen wollte?“<br>„Mir kam’s die ganze Zeit so vor“, rief Stuart.<br>„Was glaubst du, warum …“<br>__________________<br>* Ohne den in der alten Fassung eingebauten Hinweis, möchte man sich fragen, womit sie in diesem Zusammenhang eigentlich nicht unrecht haben. Das „Darkys“ (scherzhaft gesagt) „eine Pest“ sind, führt nicht zu der zentralen Forderung, die Sklaverei abzuschaffen.<br>___________<br>Ausführliche Leseprobe der Neufassung unter:<strong><br></strong><a href="https://www.google.de/books/edition/Vom_Wind_verweht/8rTFDwAAQBAJ?hl=de&amp;gbpv=1&amp;pg=PT8&amp;printsec=frontcover">https://www.google.de/books/edition/Vom_Wind_verweht/8rTFDwAAQBAJ?hl=de&amp;gbpv=1&amp;pg=PT8&amp;printsec=frontcover</a></p>
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		<title>Die letzten Kultfilme</title>
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		<pubDate>Tue, 21 May 2024 13:36:21 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Fortsetzung vom 15. Mai 2024 Die einzigen Filme aus der erweiterten Ausgabe, die noch als Kultfilme durchgehen – die also nicht einfach nur anhaltende Erfolge bzw. aufgegangene Vorausberechnungen des Mainstreamgeschmacks gewesen sind -, sind „Dirty Dancing“ und „Pulp Fiction“: ersterer &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2024/05/21/25320/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p><em>Fortsetzung vom 15. Mai 2024</em></p>



<p>Die einzigen Filme aus der erweiterten Ausgabe, die noch als Kultfilme durchgehen – die also nicht einfach nur anhaltende Erfolge bzw. aufgegangene Vorausberechnungen des Mainstreamgeschmacks gewesen sind -, sind <strong>„Dirty Dancing“</strong> und<strong> „Pulp Fiction“</strong>: ersterer ein <em>Guilty Pleasure</em> für die ganze Familie und ihre schwulen Freunde, zweiterer ein nach 30 Jahren noch immer überraschendes Werk, das seinen Regisseur – als letzten Filmemacher der Zelluloid-Ära – für seine persönliche Vision mit unverwüstlichem Ruhm belohnt hat.<br>Das war’s!</p>



<p><strong>„Fargo“ </strong>ist ohne Zweifel ein Geniestreich, aber die<strong> Coen-Brüder </strong>waren vorher / nachher / zwischendurch ganz weit oben (wenn auch stets und beständig mit dem unerklärlichen Sex-Appeal des Geheimtipps behaftet). <strong>„Pretty Woman“</strong> war ein Riesenhit mit zwei zuvor bereits eingeführten Hauptdarstellern (einem reifen und einer aufstrebenden), der seinen Erfolg der größtmöglichen Betulichkeit verdankt – keine Spur von „experimentell“, „wagemutig“, „innovativ“, „überraschend“ oder sonstewas Kultiges. <strong>„Harry und Sally“</strong> wird zwar häufig eingelegt bzw. angeklickt, doch dann spulen alle bis zu dieser einen Szene in der Cafeteria vor, um ihn danach abzuschalten oder ihn im Hintergrund laufen zu lassen – und die betreffende Szene ist überdies dadurch restlos diskreditiert, dass <strong>Til Schweiger</strong> sie als „die größte schauspielerische Leistung der Filmgeschichte“ bezeichnet hat. <strong>„Vom Winde verweht“</strong> ist – wie auch <strong>„Singin’ In The Rain“</strong>, <strong>„Frankensteins Braut“</strong>, <strong>„Zeugin der Anklage“</strong> und viele andere – ein Klassiker und ein herrlicher alter Film dazu, aber ganz sicher nichts, was irgendjemand unter 35 tatsächlich gesehen hat oder sich jemals freiwillig vollständig anschauen wird (so leid mir das persönlich tut) – immerhin kennt man ihn noch dem Namen nach. <strong>„Der Tag, an dem die Erde stillstand“</strong> hätte einen Kultstatus verdient, aber er gehört zu jenen zahlreichen Kunstwerken, die von einem überflüssigen Remake verdrängt worden sind (zumal es in diesem Falle ein gleichnamiges ist). <strong>„Star Trek VI: Das unentdeckte Land“</strong> ist definitiv einer der amüsantesten und gescheitesten Filme der 90er Jahre, die poetische Krönung des gesamten Star-Trek-Komplexes, der schönste farbige Science-Fiction-Film nach<strong> „Die Zeitmaschine“</strong> (1959), die feinste Übung in Selbstironie, die Hollywood jemals hervorgebracht hat und der allgemeinverständlichste Film über den Zusammenbruch der Sowjetunion. Aber ein Kultfilm? Das wüsste ich! <strong>„Star Trek IV“</strong> (der mit den Walgesängen) hatte tatsächlich einmal einen gewissen Kultstatus &#8230;<br><strong>„Tote tragen keine Karos“</strong> ist offensichtlich ein persönlicher Lieblingsfilm der Autoren, und auch ich werde nie vergessen, wie schlapp meine Freunde und ich uns mal über ihn gelacht haben (- das Plakat war bereits im Originalband abgedruckt, ohne dass der Film darin behandelt worden wäre.) Aber wenn alle meine Lieblingsfilme Kultfilme wären, dann hätten wir alle ohnehin keine Sorgen mehr.   </p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" width="640" height="42" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/08/Forts.-folgt1-1024x67-1.jpg?resize=640%2C42&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-16433" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/08/Forts.-folgt1-1024x67-1.jpg?w=1024&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/08/Forts.-folgt1-1024x67-1.jpg?resize=300%2C20&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/08/Forts.-folgt1-1024x67-1.jpg?resize=768%2C50&amp;ssl=1 768w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>


<p><img decoding="async" src="http://vg06.met.vgwort.de/na/d0008940189b4385b44469f24e32dcfc" alt="" width="1" height="1" /></p><p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2024/05/21/25320/">Die letzten Kultfilme</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Premiere Nr. 3</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Jan 2024 17:50:48 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 71. Jahrestag der ersten Präsentation des Films „Vom Winde verweht“ in deutschen Kinos (und 31 Jahre später im Fernsehen) Zum Jahreswechsel hat arte den Film „Vom Winde verweht“ mehrmals ausgestrahlt, am 9. Februar ist es wieder soweit – mit &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2024/01/15/24398/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2024/01/15/24398/">Premiere Nr. 3</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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<p>betr.: 71. Jahrestag der ersten Präsentation des Films <strong>„Vom Winde verweht“</strong> in deutschen Kinos (und 31 Jahre später im Fernsehen)</p>



<p>Zum Jahreswechsel hat <strong>arte</strong> den Film „Vom Winde verweht“ mehrmals ausgestrahlt, am 9. Februar ist es wieder soweit – mit etwas entsättigten Farben, denn den Technicolor-Look möchte man dem Publikum wohl nicht mehr zumuten. Obligatorisch ist auch der vorgeschaltete Warnhinweis („… diese rassistischen Darstellungen waren damals falsch und sind heute falsch …“).<br>Seit der Erstausstrahlung dieses Filmklassikers von 1939 im Deutschen Fernsehen sind genau 40 Jahre vergangen. Das Privatfernsehen war Monate zuvor eingeführt worden, spielte aber für die Sehgewohnheiten noch keine Rolle. &nbsp;<br>Diese TV-Premiere war ein Ereignis, auf das sich wochenlang zuvor öffentlich gefreut wurde. Prominente wurden befragt wie sie diesen Abend verbringen werden. Der Schauspieler und Sprecher <strong>Hans Clarin</strong> etwa gab zu Protokoll, bei ihm werde wie gewohnt um 19 Uhr zu abend gegessen. Der Film werde aber auf Video aufgezeichnet und später mit der Familie gemeinsam angeschaut. Die damals handelsüblichen Videocassetten erlaubten es noch nicht, den ganzen Film auf einem Band unterzubringen: eine VHS-Cassette fasste 180 Minuten. Um den Bandwechsel zu erleichtern, gab es nach 100 Minuten – wie schon im Kino – eine Pause, die Herr Clarin genutzt haben könnte, um den Spaß um 21 Uhr 15 zu beginnen – vorausgesetzt, es hätte in seinem Haushalt zwei Fernseher und zwei Videogeräte gegeben.</p>



<p>In diesem Artikel einer Fernsehzeitung (noch so ein vom Winde verwehtes Requisit deutscher Haushalte der Bonner Republik) geht es um die historischen Hintergründe eines noch sehr geheimnisvollen Films:</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="397" height="1024" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2024/01/GWTW-TV-Hoeren-und-sehen.jpg?resize=397%2C1024&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-24410" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2024/01/GWTW-TV-Hoeren-und-sehen-scaled.jpg?resize=397%2C1024&amp;ssl=1 397w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2024/01/GWTW-TV-Hoeren-und-sehen-scaled.jpg?resize=116%2C300&amp;ssl=1 116w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2024/01/GWTW-TV-Hoeren-und-sehen-scaled.jpg?resize=768%2C1982&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2024/01/GWTW-TV-Hoeren-und-sehen-scaled.jpg?resize=595%2C1536&amp;ssl=1 595w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2024/01/GWTW-TV-Hoeren-und-sehen-scaled.jpg?resize=793%2C2048&amp;ssl=1 793w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2024/01/GWTW-TV-Hoeren-und-sehen-scaled.jpg?w=992&amp;ssl=1 992w" sizes="(max-width: 397px) 100vw, 397px" /></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2024/01/15/24398/">Premiere Nr. 3</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Von Georgia bis Westeros (2) &#8211; Musik für &#8222;Game Of Thrones&#8220;</title>
		<link>https://blog.montyarnold.com/2018/02/07/von-georgia-bis-westeros-2-musik-fuer-game-of-thrones/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Feb 2018 18:37:25 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: Die Wirkung von Filmmusik am Beispiel von „Vom Winde verweht“ und „Game Of Thrones“ Fortsetzung vom 15. Januar Der attraktive Lebemann Rhett Butler wiederum bemüht sich vergeblich um Scarletts Gunst. (Sie lehnt ihn schon deshalb ab, weil er ihr den Hof macht.) &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2018/02/07/von-georgia-bis-westeros-2-musik-fuer-game-of-thrones/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2018/02/07/von-georgia-bis-westeros-2-musik-fuer-game-of-thrones/">Von Georgia bis Westeros (2) &#8211; Musik für &#8222;Game Of Thrones&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: Die Wirkung von Filmmusik am Beispiel von <strong>„Vom Winde verweht“</strong> und „Game Of Thrones“</p>
<p>Fortsetzung vom 15. Januar</p>
<p>Der attraktive Lebemann Rhett Butler wiederum bemüht sich vergeblich um Scarletts Gunst. (Sie lehnt ihn schon deshalb ab, weil er ihr den Hof macht.)</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-9573" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/01/GWTW_Rhett.jpg?resize=640%2C91&#038;ssl=1" alt="GWTW_Rhett" width="640" height="91" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/01/GWTW_Rhett.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/01/GWTW_Rhett.jpg?resize=300%2C43&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/01/GWTW_Rhett.jpg?resize=1024%2C145&amp;ssl=1 1024w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><em>Titelmusik für einen der großen Charmeure der Leinwand: Rhett Butler.</em></p>
<p>Der Bürgerkrieg verwüstet das Land, Tara und die alte Ordnung. Mr. und Mrs. O‘Hara sind gestorben.<em><br />
</em></p>
<p><em><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-9575" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/01/GWTW_Ashley-Scarlett.jpg?resize=640%2C91&#038;ssl=1" alt="GWTW_Ashley+Scarlett" width="640" height="91" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/01/GWTW_Ashley-Scarlett.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/01/GWTW_Ashley-Scarlett.jpg?resize=300%2C43&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/01/GWTW_Ashley-Scarlett.jpg?resize=1024%2C145&amp;ssl=1 1024w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" />Das Motiv für Scarlett und Ashley weht durch die kurzen, unglücklichen Ehen der Heldin. Es ist ein gutes Beispiel dafür, wie die Musik dabei hilft, eine Person heraufzubeschwören, die nicht im Bild ist.</em></p>
<p>Da Ashley noch immer nichts von ihr wissen will, heiratet die mittlerweile zweimal verwitwete Scarlett nach Kriegsende den ungeliebten Rhett. Dieser hofft, die Geburt ihrer Tochter könnte das Familienglück nachträglich erblühen lassen.<span id="more-9568"></span></p>
<p><em><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-9576" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/01/GWTW_Rhett-Scarlett.jpg?resize=640%2C91&#038;ssl=1" alt="GWTW_Rhett+Scarlett" width="640" height="91" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/01/GWTW_Rhett-Scarlett.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/01/GWTW_Rhett-Scarlett.jpg?resize=300%2C43&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/01/GWTW_Rhett-Scarlett.jpg?resize=1024%2C145&amp;ssl=1 1024w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" />Endlich verheiratet: Rhett und Scarlett</em></p>
<p>Die kleine Bonnie wird von Scarletts altem Kindermädchen Mammy umsorgt, der ersten anspruchsvollen Sympathiefigur mit schwarzer Hautfarbe im amerikanischen Film. Ihr prägnantes Motiv ist wie die Darstellerin Hattie McDaniel: resolut, warmherzig, humorvoll und lebendig.</p>
<p><em><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-9577" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/01/GWTW_Mammy.jpg?resize=640%2C91&#038;ssl=1" alt="GWTW_Mammy" width="640" height="91" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/01/GWTW_Mammy.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/01/GWTW_Mammy.jpg?resize=300%2C43&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/01/GWTW_Mammy.jpg?resize=1024%2C145&amp;ssl=1 1024w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" />Mammys Thema</em></p>
<p>Bonnie, ebenso trotzig wie ihre Mutter, kommt früh ums Leben. Rhett gibt auf. Erst als er Scarlett verlässt, fühlt sie sich zu ihm hingezogen, doch er hat genug von ihren Capricen und lässt sie voll Verachtung sitzen.<br />
Ihr bleibt nur … Tara (siehe erstes Notenbeispiel).</p>
<p>Dieser kleine Querschnitt ist ein Beispiel für den Unterhaltungswert der musikalischen Portraitstudie im Film. Sie wurde bis in die 60er Jahre hinein gepflegt, auch wenn nicht jedes Figurenensemble so üppig ausgestattet wurde wie das von „Gone With The Wind“. Es gab aber immer zumindest einen signifikanten Main Title, der oft auch den Helden begleitete, eventuell noch ein abweichendes Liebesthema, ein Schurkenthema, ein Fluchtmotiv. Anfang der 50er Jahre bekam die Filmmusik gehörigen Aufwind, als diese Titel mit Text versehen und werbewirksam in die Charts lanciert wurden.*<br />
Heute wird mehr Filmmusik zum Kauf angeboten als je zuvor, doch auf Mitsingen und Wiedererkennen ist sie nicht mehr ausgerichtet.</p>
<p>Die Serie &#8222;Game Of Thrones&#8220; war auch im Jahre 2017 die beliebteste, d.h. die häufigsten illegal heruntergeladene Serie im Internet. Schon seit ihrem Start sechs Jahre zuvor wird sie von allen Seiten be- und durchleuchtet. Unzählige Feuilletons und ganze Bücher wurden darüber geschrieben: über Vorbilder und Nachahmungen, Landschaften und Kostüme, den tieferen Sinn der Serie und ihre Grausamkeit. Das einzige, worüber kaum jemand schreibt oder spricht, ist die Musik. Das darf man kurios finden, da das zugrundeliegende Epos doch „Das Lied von Eis und Feuer“ heißt.<br />
Der Komponist der Serie, der Deutsch-Iraner Ramin Djawadi („Prison Break“), ist ein Star, der sogar mit einem GOT-Konzert unterwegs ist. Aber um seine Themen auseinanderzuhalten, bräuchte man wohl so etwas wie das „Harry Potter“-Album.</p>
<p>Wir wollen uns den Spaß machen, den Damen und Recken von Westeros etwas Passendes herauszusuchen, eine Filmmusik, die ihnen wirklich auf den Grund geht und die man mitsummen kann. Das Personal von „Game Of Thrones“ schreit ja geradezu danach. Und sein wir doch mal ehrlich: wir können jede Hilfe brauchen, um bei diesem hochkomplexen Sittengemälde nicht den Überblick zu verlieren. (Sogar George R. R. Martin steigt inzwischen angeblich nicht mehr durch.)<br />
<img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4804" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=640%2C42&#038;ssl=1" alt="Forts. folgt" width="640" height="42" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?w=1400&amp;ssl=1 1400w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=300%2C20&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=1024%2C67&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><br />
_______________________________<br />
** Siehe dazu https://blog.montyarnold.com/2015/05/10/bitte-nicht-hassen/<img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg02.met.vgwort.de/na/4a689cebe3f34bb6ac1fea7be073be72" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2018/02/07/von-georgia-bis-westeros-2-musik-fuer-game-of-thrones/">Von Georgia bis Westeros (2) &#8211; Musik für &#8222;Game Of Thrones&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Von Georgia bis Westeros (1)</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Jan 2018 14:08:21 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 65. Jahrestag der Deutschlandpremiere von „Vom Winde verweht“/ Die Wirkung von Filmmusik am Beispiel von „Vom Winde verweht“ und „Game Of Thrones“ Offiziell gibt es sie noch immer, persönliche Melodien für die Figuren in einem Film. Ich weiß das, &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2018/01/15/jedes-persoenchen-gibt-ein-toenchen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2018/01/15/jedes-persoenchen-gibt-ein-toenchen/">Von Georgia bis Westeros (1)</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: 65. Jahrestag der Deutschlandpremiere von <strong>„Vom Winde verweht“</strong>/ Die Wirkung von Filmmusik am Beispiel von „Vom Winde verweht“ und <strong>„Game Of Thrones“</strong></p>
<p>Offiziell gibt es sie noch immer, persönliche Melodien für die Figuren in einem Film. Ich weiß das, weil mir im Musikalienhandel einmal ein Album mit <strong>„Harry Potter“</strong>-Noten begegnete. Das überraschte mich, denn beim Betrachten der Filme war mir nichts ins Ohr gegangen, was ich ehrlichen Herzen als Erkennungs- bzw. als <em>Wieder</em>erkennungsmelodie hätte bezeichnen können. Diese Musik war wohl einfach zu spitzfindig, dezent und raffiniert.<br />
Die Zeit der ohrgängigen Filmmusik ist lange vorbei. Schon zwanzig Jahre vor den Abenteuern des Zauberlehrlings Harry lag sie in den letzten Zügen, als der gleiche Komponist für den zweiten <strong>„Krieg der Sterne“</strong> einen lyrischen und überaus hartnäckigen Ohrwurm schrieb: <strong>„Luke And Leia“</strong>.</p>
<p><strong>Richard Wagners</strong> Konzept vom <em>Leitmotiv </em>(dieses Wort wird auch im englischen Sprachraum verwendet) war vom Beginn des Tonfilmzeitalters an im Soundtrack ein gängiges Stilmittel. Der Urvater (bzw. Importeur) des spätromantischen Sounds in der amerikanischen Filmmusik,<strong> Max Steiner</strong>*, hat schon damals Maßstäbe gesetzt. Für die dreistündige Partitur „Vom Winde verweht“ schrieb er 16 Original-Motive und verwendete zahlreiche Hits aus der Epoche: <strong>„Swanee River“</strong>,<strong> „Battle Hymn Of The Republic“</strong>,<strong> „When Johnny Comes Marching Home</strong> Again (Hurrah, Hurrah)“ …</p>
<p>Das wichtigste Motiv, der im Vorspann präsentierte <em>Main Title</em>, ist keiner Person gewidmet, sondern dem Schauplatz. Tara, das prächtige Anwesen der Familie O’Hara in Georgia, repräsentiert den alten Glanz der Südstaaten, der im Laufe der Geschichte von Sezessionskrieg hinweggefegt werden wird.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-9525" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/01/Tara.jpg?resize=640%2C410&#038;ssl=1" alt="Tara" width="640" height="410" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/01/Tara.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/01/Tara.jpg?resize=300%2C192&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/01/Tara.jpg?resize=1024%2C657&amp;ssl=1 1024w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><br />
<em><strong>&#8222;Tara&#8217;s Theme&#8220;</strong> &#8211; der Main Title von „Gone With The Wind“. Dieser Soundtrack von 1939 ist bis heute im Handel erhältlich (u.a. in einer frühen klassischen Neueinspielung**) und natürlich ausführlich im Internet zu finden.</em><span id="more-9523"></span></p>
<p>Die launische Southern Belle Scarlett O’Hara wird von ihrem Vater Gerald verwöhnt und dazu abgerichtet, dem heimatlichen Grund und Boden alles andere unterzuordnen: „The land ist he only thing worth dying for“. &#8211; Im Finale wird sie sich wieder daran erinnern.</p>
<p><em><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-9570" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/01/GWTW_Gerald.jpg?resize=640%2C91&#038;ssl=1" alt="GWTW_Gerald" width="640" height="91" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/01/GWTW_Gerald.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/01/GWTW_Gerald.jpg?resize=300%2C43&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/01/GWTW_Gerald.jpg?resize=1024%2C145&amp;ssl=1 1024w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" />Das Gerald-Motiv</em></p>
<p>In Liebesdingen bekommt Scarlett ausnahmsweise nicht, was sie will. Ihr Auserwählter, der sanftmütige Ashley Wilkes, entscheidet sich für ein Mädchen aus Scarletts Nachbarschaft: die Melanie.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-9571" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/01/GWTW_Melanie.jpg?resize=640%2C91&#038;ssl=1" alt="GWTW_Melanie" width="640" height="91" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/01/GWTW_Melanie.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/01/GWTW_Melanie.jpg?resize=300%2C43&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/01/GWTW_Melanie.jpg?resize=1024%2C145&amp;ssl=1 1024w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><em>Das sehnsuchtsvolle Motiv für Melanie steht im scharfen Gegensatz zu Scarletts aggressiver Sprunghaftigkeit.<br />
<img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4804" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=640%2C42&#038;ssl=1" alt="Forts. folgt" width="640" height="42" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?w=1400&amp;ssl=1 1400w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=300%2C20&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=1024%2C67&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></em><br />
_______________________<br />
* Siehe dazu <a href="https://blog.montyarnold.com/2017/12/28/mit-max-steiner-auf-dem-weg-nach-oben/">https://blog.montyarnold.com/2017/12/28/mit-max-steiner-auf-dem-weg-nach-oben/</a><br />
** Die erste Hifi-Neueinspielung für Tonträger war 1973 Teil eines innovativen Projektes. Siehe dazu <a href="https://blog.montyarnold.com/2015/02/06/hollywoods-karajan-hollywoods-george-martin/">https://blog.montyarnold.com/2015/02/06/hollywoods-karajan-hollywoods-george-martin/</a><img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg02.met.vgwort.de/na/dc671c2701da4d52a4e71568380504cd" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2018/01/15/jedes-persoenchen-gibt-ein-toenchen/">Von Georgia bis Westeros (1)</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Hustinettenbär des Feuilletons</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Jan 2018 21:44:08 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: 84. Geburtstag von <strong>Hellmuth Karasek</strong></p>
<p>Hellmuth Karasek gab es gleich zweimal: als Kritiker gedruckt und als knuffigen Intellektuellen zum Liebhaben auf dem Bildschirm. Der Kritiker hatte imposante Bewunderer. <strong>Heinrich Böll</strong> attestierte dem jungen Journalisten Karasek 1972, „den fürchterlichen Bier-Ulk-Ernst (…) des deutschen PEN erkannt“ zu haben*, der Kritikerpapst und Popstar  lobte seine Allgemeinverständlichkeit und berief ihn als festen Beisitzer ins <strong>„literarische Quartett“</strong>. Dadurch wurde Karasek zum Fernsehstar, der immer häufiger auch in Quiz- und Spielshows saß, in Witzeerzählsendungen und auf verschiedenfarbigen Plaudersofas.<br />
Der Unterschied zwischen dem schreibenden und dem live sprechenden Karasek (ich beziehe mich hier auf seine Auftritte in Kulturmagazinen) hätte größer nicht sein können. Im „Quartett“ war er stets der redliche, unbestechliche Bauchmensch, der wahre Anwalt des freiwilligen und in seiner Freizeit Lesenden (was seinen Kollegen nicht immer glückte). Er beurteilte die besprochenen Werke fair und ohne jede Voreingenommenheit, seine Verrisse wie auch seine Verteidigungen wurden mit der Glut eines persönlichen Anliegens vorgetragen.<br />
Ganz anders, wenn er schrieb. <span id="more-9456"></span><br />
Bei der Lektüre seiner Artikel und Bücher hatte ich oftmals den Eindruck, etwas mehr Recherche, etwas weniger Vertrauen ins eigene Elefantengedächtnis hätten dem Ergebnis gutgetan.<br />
Man durfte für Karaseks Sujets nicht allzuviel Interesse aufgebracht haben, ehe man seine Version zur Hand nahm. Besonders, wenn es um Filmkunst ging, war mir das seinerzeit nicht möglich.</p>
<p>„Billy Wilder – Eine Nahaufnahme“, Hellmuth Karaseks Buch über den aus Wien stammenden Hollywoodregisseur, war so ein Fall. Darin tummeln sich zahlreiche Unsauberkeiten, Eleganzmängel und lexikalische Fehler. Gewiss: Karasek hatte sich ausgiebig mit Wilder unterhalten, einem hellwachen und vor Anekdoten strotzenden Zeitzeugen. Aber das Zauberwort heißt „redigieren“, und darin ist auch das Ausräumen der Streiche enthalten, die einem das Gedächtnis zuweilen spielt.<br />
Wie tückisch es mitunter zugeht, ließ sich bei einem öffentlichen Plausch Hellmuth Karaseks mit Billy Wilder beobachten.<br />
Wilder sprach über die besondere Bedeutung des amerikanischen Kinojahres 1939: „Dieses Jahr war für Hollywood, was 1912 für den Rotwein war. 1939 war das beste Jahr für die Oscars – ich hab nichts damit zu tun gehabt. In einem Jahr – ich versuche, mich zu erinnern – gab es ‚Stagecoach‘, ‚The Citadel‘, ‚Ninotchka‘, ‚Gone With The Wind‘ … und ‚Rebecca‘. Fünf Filme von großer Bedeutung!“ – Karasek: „Rebecca ist leer ausgegangen!“<br />
Hitchcock hat zwar nie persönlich einen Oscar bekommen, doch wurde „Rebecca“ sogar als Bester Film ausgezeichnet – den Oscar bekam der Produzent David O. Selznick. Wilder wiederum bringt die Oscar-Verleihungen 1938, ‘39 und ‘40 durcheinander.</p>
<p>So etwas passiert in der lockeren Atmosphäre eines gut laufenden Interviews unentwegt. Ich führe dieses Beispiel nur an, weil es mich sehr an die Lektüre von „Billy Wilder – Eine Nahaufnahme“ und andere Filmbücher und -artikel des Autors erinnert.<br />
Dass bei dieser Biographie allenfalls ein sehr nachlässiges Lektorat stattgefunden hat, kann an Karaseks Ruf als führender deutscher Wilder-Vertrauter gelegen haben. Mit Sicherheit hat zum Ergebnis beigetragen, dass filmhistorische Themen  hierzulande (anders als etwa in Frankreich) einfach nicht wichtig genommen werden. Undenkbar, dass es so viele Fehler in die Goethe- oder Beethoven-Biographie eines vergleichbar seriösen Verlags geschafft hätten.<br />
Der Schauspieler Joseph Cotten (bei Karasek heißt er Cotton) hat das Problem in seiner Autobiographie „Vanity Will Get You Somewhere“** einige Jahre zuvor schon im Vorwort thematisiert: „Vor einiger Zeit las ich ein Buch, das hieß ‚Alte Männer vergessen‘. (…) Damals dachte ich – und denke noch heute -, dass ‚Alte Männer vergessen‘ der beste Titel sei für ein Buch voller Wanderungen durch das eigene Leben.“</p>
<p>___________________________<br />
* In einem Brief an den RAF-Mitbegründer Horst Mahler, dem er sein Verhältnis zur Gewaltfrage erläutern wollte.<br />
** Deutsch 1988 bei Lambda Edition als „Joseph Cotten – Mein unbescheidenes Leben“<img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg02.met.vgwort.de/na/a4332b0ade7947a9ba62e38fa9aca756" alt="" width="1" height="1" /></p>
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