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	<title>Heino Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<title>Heino Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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		<title>Painted Clowns &#8211; Die Geheimnisse der Prominenz</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2023 17:58:41 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Vorwort zur neuen Serie im ST. GEORGE HERALD Der Begriff „Prominenz“ ist so allgegenwärtig wie nie – was zwangsläufig bedeutet, dass sein Gegenstand implodiert ist. Wenn sich jeder, der will, als „Promi“ fühlen darf, dann &#8211; seien wir ehrlich – &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2023/01/24/noel-coward/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p>Vorwort zur neuen Serie im ST. GEORGE HERALD</p>



<p>Der Begriff <strong>„Prominenz“ </strong>ist so allgegenwärtig wie nie – was zwangsläufig bedeutet, dass sein Gegenstand implodiert ist. Wenn sich jeder, der will, als „Promi“ fühlen darf, dann &#8211; seien wir ehrlich – ist das Besondere, das der Ausdruck eigentlich impliziert, nichts Besonderes mehr.<br>Neben uns allen, die wir uns unentwegt in hoher Auflösung exponieren können, gibt es nach wie vor Menschen, die im ganz altmodischen Sinne im Licht größerer Aufmerksamkeit stehen. Und natürlich färben die genannten Auswüchse auch auf deren Leben ab. War es in früheren Zeiten unvermeidlich, sich seinen Fans von Zeit zu Zeit zu entziehen, muss man heute allzeit abrufbar sein, ohne dem Publikum auf die Nerven zu gehen. Es gilt, den – individuell unterschiedlichen – Mittelweg zu finden zwischen „Immer schön fuffzig fahren!“ und zur medialen Dauerwurst zu geraten, über deren Anblick sich niemand mehr aufrichtig freut. Unvergessen ist mir ein Zuschauerkommentar, der sich beklagte, der Beckenbauer-Imitator ginge ihm inzwischen noch schlimmer auf die Nerven als der echte Beckenbauer.<br><br>Ein Leitfaden zu diesem heiklen Thema war noch nie so wertvoll wie heute! Passenderweise ist der Mann, der ihn leider nicht notiert, ihn uns aber als Erster vorgelebt hat, heute vollständig vergessen. Die Rede ist von<strong> Noel Coward</strong> (1899-1973). Ein universal begabterer Entertainer ist kaum vorstellbar! &#8211; Ein Entertainer im intellektuell / musischen Sinne, nicht in dem des Artisten der Las Vegas Show – obwohl er natürlich auch dort aufgetreten ist. Coward war jahrzehntelang einer der amüsantesten – ja, doch – Prominenten der westlichen Hemisphäre, ein hochwillkommener Gast von Parties, Würdigungen und Übertragungen, immer noch etwas witziger als seine letzte Arbeit, vergleichbar mit Peter Ustinov, einem anderen britischen Weltbürger, der ihm eine Generation später nachfolgte und ebenfalls drauf und dran ist, nach seinem physischen Ableben in Vergessenheit zu geraten. An Coward erkennen wir wie gnadenlos die Zeit auch über die Talentierteten, Fleißigen und Erfolgreichen hinweggeht. Das nur am Rande.</p>



<p>Wenn Noel Coward außerhalb Großbritanniens überhaupt noch stattfindet, dann als Autor der Boulevardbühne. Das war sein geringstes Verdienst, und es tut ihm insofern unrecht, als er vor 100 Jahren ein wirklich moderner Bühnenautor gewesen ist. Seine Musik ist vergessen, und seine verblüffendste soziologische Leistung blieb sogar gänzlich unbemerkt: Noel Coward erfand den Prominentenstatus.  Was er aus dem tragischen Schicksal seines ebenfalls homosexuellen Kollegen Oscar Wilde (1854-1900) gelernt hatte, der wiederum ihm zwei Generationen vorausging und der gleichen Londoner Theaterszene entstammte, setzte er in eine Lebens- und Schaffensphilosophie um, die es seither allen berühmten Persönlichkeiten ermöglicht, sich dem Publikum zu zeigen und dennoch ein privates Geheimnis zu bewahren. Coward lehrte uns den Umgang mit den Erwartungen der Masse. Seither ist es möglich, auf glückliche Art berühmt zu sein – und auch dann ist es schwer genug. Wie schwer, das kommt aufs persönliche Temperament an und hängt vor allem von der Berufssparte ab, in der man unterwegs ist. Schauspieler, Sportler und Politiker haben dieses Problem im geringeren Maße als jene, die zur Selbstdarstellung verpflichtet sind: Moderatoren, Popstars und Komiker.<br>Für sie genügt es nicht, nur ein Image zu haben.<br>Die Arbeit mit einer öffentlichen Persona sollte keine unkenntlich machende Vollmaske sein (wie bei den restlos prominenzfreien Darstellern von Alf, Chewbacca, Tinky-Winky oder dem Alien). Sie muss Transparenz haben und es dem Betrachter gestatten, die Dinge zu schauen, die er gerne sehen möchte.<br>Nur eine Persona gestattet es dem öffentlichen Menschen, seine Außenwirkung zu kontrollieren – wenn alles gut geht.<br><br>Coward war ein Meister dieser Kunst. Sein Beispiel wird von der Nachwelt belegt – positiv wie negativ.<br>Sehen wir uns die Schlagerbranche an. Heino ist ein Charakter, der uns sagt: wer ich bin, geht euch nichts an &#8211; und so genau wollt ihr es ja auch gar nicht wissen, Kameraden. Rex Gildo ist seiner eigenen Kombination aus Plastikperücke und Sonnenbank-Bräune vollständig selbst auf den Leim und an ihr zugrundegegangen, als kein halbwegs vernünftiger Betrachter sie mehr geglaubt hätte. Udo Lindenberg kommt Cowards Methode recht nah (anders als bei Heino ist die dunkle Brille hier kein distanzierendes Requisit), obwohl ich den Verdacht nicht loswerde, dass der Mensch hinter der Maskerade sich vollständig aufgelöst hat.<br>Unter Cowards direktesten Nachfolgern &#8211; den hauptberuflichen Spaßvögeln, bei denen die Grenze zwischen Persona und Kunstfigur naturgemäß fließend ist &#8211; finden sich besonders interessante Beispiele.<br>John Cleese jammert bei jeder Gelegenheit darüber, wie belästigt er sich vom direkten Kontakt mit den Menschen fühlt, die seinen Lebensstil und die Alimente für seine zahllosen Ehefrauen finanzieren. Er verflucht sich dafür, sich nicht von Anfang an maskiert zu haben. Atze Schröder hat es schlauer angestellt. Er hat sich unaufwändig, aber bis zur Unkenntlichkeit verkleidet, was völlig in Ordnung ist. Leder zieht er dieses Versteckspiel auch in seiner Autobiographie konsequent durch (was den Leser beständig von der Party verjagt, zu der Schröder ihn doch eingeladen hat). Bastian Pastewka tut immer so, als er völlig echt, einfach nur ein drolliger Kerl – und fürchtet sich erkennbar davor, irgendetwas Privates (und sei es noch so unverfänglich) durchschimmern zu lassen. Ilka Bessin hat – das ist raffiniert! – verkündet, sie sei nicht länger Cindy aus Marzahn, tritt aber gegen Schmerzensgeld unverdrossen weiter als solche auf. Helge Schneider macht es am elegantesten, auch Otto Waalkes hat es mit zunehmendem Alter gelernt: der offensichtlich erfundene Charakter ist gleichzeitig ein reales Individuum mit einem gewissen Tiefgang, das uns längst nicht alles erzählt, aber immerhin das, was uns zu interessieren hat.<br><br>Wie wenig selbstverständlich diese veröffentlichen Persönlichkeiten zu ihrer Form gefunden haben, wird deutlich, wenn wir uns Beispiele ansehen, die sich dieser Anforderung ihres Lebensweges verweigern – sei es aus Hybris oder aus Nachlässigkeit.<br>Elon Musk etwa hat es völlig versäumt, sich eine Persona zuzulegen und wird in unseren Tagen erstmals mit den Folgen dieser Unterlassung konfrontiert – Ende offen.<br>Glücklicherweise hat Tamara Hahn vor einigen Jahren das Buch vorgelegt, in dem diese Geheimnisse entschlüsselt werden. Nebenbei ist dies das einzige Buch überhaupt, das in deutscher Sprache über den Künstler Noel Coward vorgelegt worden ist, und es wäre auch dann eines der besten, wenn es noch andere gäbe: <strong>„It’s All A Question Of Masks – Selbstinszenierung und Modernität bei Noel Coward“</strong>. Es handelt sich um eine Dissertation von 2002, die der Lit Verlag Münster 2004 unbemerkt veröffentlicht hat und die noch immer erhältlich ist. Die Autorin hat mir gestattet, diesen bereichernden Text hier als Serie wiederzugeben, wofür ich mich ganz herzlich bedanke.<br>Die Serie startet im Februar! Als Einstieg ins Thema empfiehlt sich die Seite 25 des Werks, wo eine Einordnung des Künstlers und Gesellschaftspolitikers Coward vorgenommen wird.*<br>___________________<br>* Siehe <a href="https://blog.montyarnold.com/2023/07/19/noel-coward-a-question-of-masks-12/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://blog.montyarnold.com/2023/07/19/noel-coward-a-question-of-masks-12/</a></p>


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<p><img decoding="async" src="http://vg06.met.vgwort.de/na/c2542ab95ed0414cae8505d21a75c32e" width="1" height="1" alt=""></p><p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2023/01/24/noel-coward/">Painted Clowns &#8211; Die Geheimnisse der Prominenz</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Die Aufblende (5)</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Apr 2020 15:32:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Belletristik (eigene Texte)]]></category>
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		<category><![CDATA[Die Aufblende]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fortsetzung vom 9. April 2020 „Also! Was meintest du damit“, sagte einer der Musiker. „Womit?“ fragte ein anderer. Ein dritter pfiff im Hintergrund und räumte irgendwelche Sachen zusammen. Eine Bierflasche wurde geöffnet. „Eh‘ wir anfingen zu spielen, hattest du mir &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2020/04/17/15800/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>Fortsetzung vom 9. April 2020</em></p>



<p>„Also! Was
meintest du damit“, sagte einer der Musiker. „Womit?“ fragte ein anderer. Ein
dritter pfiff im Hintergrund und räumte irgendwelche Sachen zusammen. Eine
Bierflasche wurde geöffnet. „Eh‘ wir anfingen zu spielen, hattest du mir doch
gerade von deiner letzten Session mit den Forevers erzählt.“ – „Ach das. Du …
äh … nichts weiter. Ich hab mich einfach verquasselt. Vergiss es!“ Doch das
wollte der Kollege nicht. „Vergessen? Na hör mal! Einen erst neugierig machen
und dann den Schwanz einziehen!“ – „Also schön, pass auf! Nach dem ersten
Durchlauf kommt Nina also auf mich zu …“ – „Nina! Wir reden wirklich von der
selben Nina? Von <em>der</em> Nina!“ – „Nu‘
quatsch doch nicht dazwischen! Willst Du’s wissen oder nicht? Nina, die
Rock-Röhre mit den großen Titten, die alle Preise gewonnen hat, die es in
unserer Branche gibt!“ … ein voyeuristisches Röcheln war im Hintergrund zu
hören. „Also, sie kommt auf mich zu und fährt ihre dunkelrotlackierten Fühler
aus. Und was glaubst du, wo sie mir hingreift? …“<br>
<br>
Ich bebte vor Andacht! Gleich bei meinem ersten Experiment hatte ich mitten
hineingelangt in den glitzernden, übelriechenden Napf voll Sex &amp; Drugs
&amp; Rock’n’Roll!<br><span id="more-15800"></span>
Ich war so aufgeregt, dass ich mit meinem Ellenbogen die Schere berührte, die
auf dem Tisch lag. Sie rutschte von der Tischplatte und fiel scheppernd in die
Ecke.<br>
Die Unterhaltung verstummte.<br>
„Was war das? Hast du das auch gehört?“ tönte es aus dem Kopfhörer?<br>
„Ja, so ein komisches Klötern … Heee! Dommie! Warst du das?“ – Die Frage richtete
sich offensichtlich an den Tonmeister, gegen den ich gerade so siegreich angepegelt
hatte, aber der war ja definitiv unschuldig. Ich hielt die Luft an. Zu dumm,
dass mir dieses Missgeschick passiert war. Ich wäre nie auf die Idee gekommen,
dass mich die Musiker auf der Aufnahme auch hören können.<br>
„Scheiße, wir werden abgehört!“ sagte jemand nach einer spannungsvollen
Generalpause.<br>
„Na logisch werden wir abgehört! Das ist ein Tonstudio, ihr Superhelden!“
antwortete eine Stimme, die ich noch nicht kannte, vermutlich die des Musikers,
der schon eingepackt hatte.<br>
„Das meine ich nicht. Da hört einer mit! Heee, wer ist da in der Leitung?“<br>
Woher wusste der Kerl, dass ich da war? Wie hatte er das erraten? Das war doch
absurd! Der Lärm meiner Schere hätte doch alles Mögliche sein können,
irgendeine Störung, was weiß ich …?<br>
„Hey! Ich hab dich was gefragt!“<br>
Ich musste blitzschnell eine Entscheidung treffen. Sollte ich mich zu erkennen
geben? Darauf war ich nicht vorbereitet?<br>
„Melde dich endlich, du Feigling!“<br>
„Hallo!“ rief ich, ohne einen klaren Gedanken gefasst zu haben.“Mein Name ist
Hanno Bindewald! Ich habe mir erlaubt, euch … Ihnen zuzuhören … bei Ihrem Stück
… ich bin nämlich ein großer Fan von Ihnen und … habe alle Ihre Platten! Also
die ganzen CDs … Das war toll, was Sie da gerade … gespielt haben.“ – Mist! Wo
hatte ich bloß das Cover hingeschmissen?<br>
„Verdammt! Du hast recht! Da hat wirklich jemand zugehört!“ – „Ich glaub, ich
spinne! Wo steckst du? Komm raus, du Ratte!“<br>
Ich bin mir in meinem ganzen Leben noch nie so dämlich vorgekommen. Ich fühlte
mich, als wäre ich beim Einbruch in eine Wohnung von Heino erwischt worden und
hätte ihn um ein Autogramm gebeten. Ich schämte mich so irrsinnig, dass ich
begann, Kaugummisoße zu schwitzen.<br>
Aus dem Kopfhörer vernahm ich eine erregte Diskussion, aus der ich die
Satzfetzen „Spionage“, „unser neues Album“ und „dahinter stecken doch bestimmt
die Schweine von Sleestak-Records“ heraushörte. Entsetzt riss ich mir die Hörer
herunter und hieb wild auf das Pult, bis ich den Ausschaltknopf getroffen
hatte.<br>
Ich floh aus dem Zimmer, griff meine Jacke und den Wohnungsschlüssel und lief
hinaus auf die Straße. <br>
Ich weiß nicht, wie lange ich vor dem Haus herumgelungert bin. Schließlich verzog
ich mich in eine Kneipe in der Nähe.<br>
Es dauerte bis weit nach Mitternacht, bis ich mich wieder nach Hause zurücktraute.
<br>
Als ich mir die Bettdecke über den Kopf zog, hörte ich mich immer wieder sagen:
„Ich bin ein großer Fan von Ihnen!“<br>
Meine Stimme zitterte wie die eines pubertären Idioten. Was für ein
erniedrigendes Schauspiel!<br>
Fröstelnd vor Scham fiel ich einen unruhigen Schlaf.<br>
<br>
ENDE</p>


<p><img decoding="async" src="http://vg06.met.vgwort.de/na/915e928d8f2b4690b3f045575f5f3d3d" width="1" height="1" alt=""></p><p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2020/04/17/15800/">Die Aufblende (5)</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Tut doch nicht so!</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Jul 2019 16:47:59 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: „Yesterday“ von Danny Boyle Den Film „Yesterday“ habe ich noch nicht gesehen. Was mich davon abhält, diese Lücke in nächster Zeit unbedingt schließen zu wollen, ist etwas, worüber sich durchaus nachdenken lässt, wenn man nur die Kritiken im Feuilleton &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/07/17/13877/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/07/17/13877/">Tut doch nicht so!</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: <strong>„Yesterday“</strong> von <strong>Danny Boyle</strong></p>
<p>Den Film „Yesterday“ habe ich noch nicht gesehen. Was mich davon abhält, diese Lücke in nächster Zeit unbedingt schließen zu wollen, ist etwas, worüber sich durchaus nachdenken lässt, wenn man nur die Kritiken im Feuilleton gelesen und mit einigen Augenzeugen gesprochen hat.<br />
Nichts gegen den Plot: nur ein einzelner Mensch erinnert sich noch an die Songs der <strong>Beatles</strong>. Da er ein Nobody ist, der sie nun der Welt vorsingt, ist es „die reine Musik, die sich behauptet“ (<strong>SZ</strong>).</p>
<p>Der Auslöser ist recht prätentiös: ein weltweiter Stromausfall, ein Bus-Unfall, der den Helden – zufällig ein herumkrebsender Singer-Songwriter &#8211; durch die Luft schleudert, ohne ihn aber zu beschädigen, eine Welt, die den eigentlichen Unfall erlitten hat … <strong>Rod Serling</strong>* hätte das eleganter gelöst. Aber sonst mag ich das phantastische Element, diesen MacGuffin Zweiten Grades, wirklich gern. (Die gelegentlichen Leser dieses Blogs können das bestätigen.)<br />
Was mich unbesehen verärgert, ist „der Vorwurf“ dieses Films. Es ist die Behauptung, dass<span id="more-13877"></span> so etwas wie das Genie der Beatles heute irgendjemanden interessieren würde, der nicht qua Allgemeingut mitbekommen hätte, dass es sich um eine Legende, ein Phänomen, schlichtweg um große Kunst handelt. Ohne ihren kommerziellen Erfolg und ihren historischen Status wären die Beatles für unsere Zeit nicht sonderlich sexy.<br />
Um relevant zu sein (besser: um es heute werden zu können), bräuchte die reine Qualität der Songs das ganze übrige Drumherum: all diese Klatschgeschichten, den Charme der Pilzköpfe, den exakt stimmigen Ruch von Drogen und sonstigen Exzessen, der zur Einordnung in den „Rock’n’Roll“ berechtigt, die völlig andere Mentalität ihres ursprünglichen Publikums. Und nicht zuletzt: die Verknüpfung der Musik mit der eigenen Jugend, die für nachhaltige Popularität so wichtig ist und die einer Menschheit mit kollektivem Gedächtnisschwund nun mal fehlt.</p>
<p>Doch das Problem ist inhaltlicher Art. Ein Hype, der auch nur annähernd die im Film beschriebene Dimension erreicht, schert sich nicht mehr um „Tunes“ oder um eine Melodie. Die heutigen Fans wollen einen Groove, ein Sounddesign, einen Beat. Über all das verfügten die Beatles in reichlichem Maße, aber was sie schon damals zu diesem einzigartigen Phänomen machte, war, dass sie zusätzlich eben auch noch großartige Songs vortrugen.</p>
<p>Machen wir uns nichts vor: auch Mozart, Wagner oder Gershwin bekämen heute keinen Fuß mehr auf den Boden, wenn sie kein sehr zeitgemäßes Marketing hinter sich hätten. (Heino käme bombig zurecht, aber der <em>war</em> ja nicht, der <em>ist</em> noch …)<br />
Die Welt ist gegenwärtig zu satt, um noch der Poesie zu bedürfen, und das ist ja keine schlechte Nachricht. Es ist dem Menschen zu gönnen, dass er jenseits von Klingeltönen keine Melodien mehr braucht. Ich frage mich nur: was soll die Heuchelei? Der sich abzeichnende Erfolg von„Yesterday“ verweist auf das allgemeine Bedürfnis, zu einem einig Volk von Schöngeistern verklärt zu werden &#8211; ähnlich dem ebenso legitimen Wunsch, zum „Slumdog Millionär“ aufzusteigen.</p>
<p>Wozu also der Grimm? Handelt es sich hier nicht bloß um ein Märchen, das wir uns nach so viel Freizeit-Stress und Selbstoptimierung einfach mal verdient haben?<br />
Keineswegs. Es ist die Verlogenheit, die mich stört. „Yesterday“ ist kein Märchen, es ist wirklich der reine Kitsch.<br />
______________<br />
* Näheres zu ihm unter <a href="https://blog.montyarnold.com/2014/12/04/die-comedie-humanoide-des-fernsehens/">https://blog.montyarnold.com/2014/12/04/die-comedie-humanoide-des-fernsehens/</a><img decoding="async" src="https://vg07.met.vgwort.de/na/748360762fee455e8025b817ab3dcac8" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/07/17/13877/">Tut doch nicht so!</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Howie ist auch noch auf</title>
		<link>https://blog.montyarnold.com/2019/04/28/howie-ist-auch-noch-auf/</link>
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		<pubDate>Sun, 28 Apr 2019 15:09:12 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[TED (Teledialog)]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Gottschalk]]></category>
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		<category><![CDATA[Viktor Worms]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fernsehkritik &#8222;50 Jahre ZDF-Hitparade&#8220; &#8222;Lieber Dieter Thomas Heck, gib uns eine Chance in deinem Gruselkabinett!&#8220; Refrainzeile aus einem NDW-Schlager auf die Melodie &#8222;Hejo! Spannt den Wagen an&#8220; Wie unfähig das Fernsehen ist, sich selbst zu feiern, haben einige von uns &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/04/28/howie-ist-auch-noch-auf/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Fernsehkritik &#8222;50 Jahre ZDF-Hitparade&#8220;</strong></p>
<p><em>&#8222;Lieber Dieter Thomas Heck,</em><br />
<em>gib uns eine Chance in deinem Gruselkabinett!&#8220;</em></p>
<p style="padding-left: 90px;"><em>Refrainzeile aus einem NDW-Schlager auf die Melodie &#8222;Hejo! Spannt den Wagen an&#8220;</em></p>
<p>Wie unfähig das Fernsehen ist, sich selbst zu feiern, haben einige von uns vor nicht langer Zeit erlebt, als die vierteilige Horrorshow zum 60. Geburtstag des Zweiten Deutschen Fernsehens unter dem zynischen Titel <strong>&#8222;Wir lieben Fernsehen&#8220;</strong> ausgestrahlt wurde. So ist es niemandem zu verübeln, wenn er gestern abend keine Lust hatte, der Jubiläumsshow „50 Jahre ZDF-Hitparade“ beizuwohnen. Wer es doch tat, hat sich vielleicht kurz erschreckt beim Anblick des frisch bezogenen <strong>„Wetten dass ..?“-Sofa</strong>s und kurz gewundert beim Auftritt des dazu passenden <strong>Moderator</strong>s <strong>Thomas Gottschalk</strong>; der war schließlich immer vorne mit dabei, wenn es galt, den Deutschen Schlager einzuseifen. Doch &#8211; es geschehen noch Zeichen und Wunder &#8211; diesmal stimmte einfach alles!<span id="more-13226"></span></p>
<p>Die Gäste wurden in Zehnjahresblöcken präsentiert und ihren Anlagen gemäß gefordert. Die begründete Befürchtung, Gottschalk könnte sie nicht ernst nehmen und ihnen ständig ins Wort fallen, erfüllte sich nicht. Das Wiedersehen mit den ollen Zirkuspferden war heiter und schmerzfrei (nur Heino war so namenlos gruselig war wie sich das gehört). Besonders gut in Form waren die Dinos aus den frühen Tagen der Sendung. Bei der Duo-Darbietung der Powerfrauen Wencke Myhre und Bonnie Tyler, die sich den Hit „Lass mein Knie, Joe“ zweisprachig aufteilten, dachte ich für einen Augenblick: Sowas können die Privaten nicht. Was mich besonders überraschte, war, dass alle Gäste <em>wirklich</em> in die Sendung hineingehörten. Nur ein einziger deplatzierter Comedy-Gast wurde eilig von sich selbst abgefrühstückt. Auch das Wahrhaftige hatte in diesem Hochamt der Seichtigkeit seinen Platz: Gottschalk musste sich von Howard Carpendale für seinen jahrelangen Anti-Schlager-Agitprop auf offener Bühne knuffen lassen, was ihn buchstäblich bis zur Schlussmoderation umtrieb.<br />
Die verstorbenen Ikonen der Sendereihe wurden in einer Collage mit Live-Geigerin gewürdigt, so dass ich bis auf Costa Cordalis niemanden vermisste.</p>
<p>Bei aller gebotenen Nostalgie schaffte es die Sendung, sich wie ein Produkt unserer Tage anzufühlen. Lediglich die rührselig hingestammelten Off-Texte der Zuspielfilme erinnerten an die Zeit, da das ZDF es offensiv auf ein möglichst hohes Durchschnittsalter seiner Zuseher anlegte.</p>
<p>Man hat sogar ein bisschen was gelernt! Die eingeblendeten Postadressen der frühen Jahre zeigten mitunter tatsächlich Adressen der Stars – oder deren Familien. Marianne Rosenberg bekannte, nicht alle Autogrammwünsche selbst beantwortet zu haben – „ging einfach nicht“ – und ihre zahlreichen Geschwister dafür eingespannt zu haben. Howard Carpendale lobte Dieter Thomas Heck für die Fairness, alle Stars ungeachtet persönlicher Zu- oder Abneigung gleich feurig anmoderiert zu haben. Die Abkürzung „TED“ bedeutet „Teledialog“. Und „Mein Gott, Walter“ von Mike Krüger gab es nie als Single zu kaufen – nur für die Musikautomatenbranche wurden sagenhafte 80.000 Stück gepresst.<strong><img loading="lazy" decoding="async" src="https://vg09.met.vgwort.de/na/f3086000a445459aa120e7d97d9cdde4" alt="" width="1" height="1" /></strong></p>
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		<title>Die unterschätzte Schmusebacke</title>
		<link>https://blog.montyarnold.com/2017/06/17/die-begnadete-schmusebacke/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Jun 2017 19:20:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienphilosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Musicalgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Popkultur]]></category>
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		<category><![CDATA["Copacabana" (Song)]]></category>
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		<category><![CDATA[Barry Manilow]]></category>
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		<category><![CDATA[Burt Bacharach]]></category>
		<category><![CDATA[Heino]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 74. Geburtstag von Barry Manilow Barry Manilow ist ebensosehr ein Klischee wie ein Popstar, das ist Teil seines Erfolges und sozusagen im Preis mit drin. Sein Name steht für einen glatten, ondulierten Schmusepop, den zu schätzen als schwuchtelig und &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2017/06/17/die-begnadete-schmusebacke/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: 74. Geburtstag von <strong>Barry Manilow</strong></p>
<p>Barry Manilow ist ebensosehr ein Klischee wie ein Popstar, das ist Teil seines Erfolges und sozusagen im Preis mit drin. Sein Name steht für einen glatten, ondulierten Schmusepop, den zu schätzen als schwuchtelig und uncool gilt. International genießt er also zu unrecht einen ähnlich heiklen Status wie ihn <strong>Heino</strong> bei uns lange Zeit gerechterweise innehatte. <span id="more-8228"></span>Doch an Manilows musikalischer Kompetenz zweifelt kaum jemand. Er, der schon als Schüler von einer Musikerkarriere geträumt hatte, musste sein Studium zwar wegen Geldmangels abbrechen, aber das anschließende Tingeln brachte ihn mit Bette Midler zusammen, die er zunächst als Pianist, dann als Bandleader begleitete und der er später makellose Arragements auf den Leib schneiderte.</p>
<p>Anfang 1975 hatte er mit &#8222;Mandy&#8220; seinen Durchbruch als Solokünstler (zwei Jahre nach dem von Bette Midler), mit einem Titel, den er eigentlich gar nicht herausbringen wollte (- möglicherweise in Vorausahnung der Schublade, in der er damit zugleich verschwinden sollte). Er wurde als der neue Burt Bacharach gefeiert &#8211; obwohl der Alte ja bis heute putzmunter ist.<br />
Längst hatte es sich Barry Manilow aber auch im Hintergrund bequem gemacht &#8211; als gut verdienender Werbemusiker etwa oder als musikalischer Direktor eines New Yorker TV-Senders.<br />
Sein zweiter ganz großer Hit ist das gänzlich unschmusige &#8222;Copacabana&#8220;. Dies ist seit 1985 auch der Titel eines zunächst als TV-Produktion konzipierten Jukebox-Musicals.<br />
Vor wenigen Monaten outete sich Barry Manilow endlich &#8211; mit 73 &#8211; und dürfte damit den o.g. Bosheiten mittelfristig den Boden entzogen haben.<img loading="lazy" decoding="async" src="https://vg06.met.vgwort.de/na/ae6cd882c9e3489492e203f65abb9fc8" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>The Glorious Theater Lyrics Of Monty Arnold (15): &#8222;By Strauss&#8220;</title>
		<link>https://blog.montyarnold.com/2016/07/11/the-glorious-theater-lyrics-of-monty-arnold-15-by-strauss/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Jul 2016 14:50:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Manuskript]]></category>
		<category><![CDATA[Medienphilosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Musicalgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Übersetzung und Adaption]]></category>
		<category><![CDATA["An der schönen blauen Donau"]]></category>
		<category><![CDATA["Der Schneewalzer"]]></category>
		<category><![CDATA["Die Fledermaus"]]></category>
		<category><![CDATA["G' schichten aus dem Wienerwald"]]></category>
		<category><![CDATA["The Show Is On"]]></category>
		<category><![CDATA[„By Strauss“]]></category>
		<category><![CDATA[„Ein Amerikaner in Paris“]]></category>
		<category><![CDATA[Andrew Lloyd Webber]]></category>
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		<category><![CDATA[George Gershwin]]></category>
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		<category><![CDATA[Ira Gershwin]]></category>
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		<category><![CDATA[Kunta Kinte]]></category>
		<category><![CDATA[Leonard Bernstein]]></category>
		<category><![CDATA[Maria Callas]]></category>
		<category><![CDATA[MGM]]></category>
		<category><![CDATA[Showtreppe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 79. Todestag von George Gershwin Einige große Songs des Musical- und Jazz-Repertoires kannte ich zunächst nur in der MGM-Version, also aus dem Munde von Gene Kelly und seinen Kollegen. Im Falle von „By Strauss“, in dem die alte Wiener &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2016/07/11/the-glorious-theater-lyrics-of-monty-arnold-15-by-strauss/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: 79. Todestag von<strong> <strong>George Gershwin</strong></strong></p>
<p>Einige große Songs des Musical- und Jazz-Repertoires kannte ich zunächst nur in der <strong>MGM</strong>-Version, also aus dem Munde von<strong> Gene Kelly</strong> und seinen Kollegen. Im Falle von „By Strauss“, in dem die alte Wiener Walzerseligkeit gefeiert wird, ist der französische Operettenstar Georges Guetary der Leadsänger. Er wird etwas später in diesem Film die ultimative Showtreppe der Kinogeschichte hinauf- und hinabsteigen (die mit den aufleuchtenden Treppenstufen).<br />
Der Film <strong>„Ein Amerikaner in Paris“</strong> war ein Juke-Box-Musical aus den Songs und Konzertstücken von George Gershwin.</p>
<p><strong>Copyright By Strauss</strong><br />
&#8222;By Strauss&#8220; aus &#8222;The Show Is On&#8220; (1936)<strong><br />
</strong>(Text: Ira Gershwin, Musik: George Gershwin, deutsch von Monty Arnold)</p>
<p>Ein Walzer aus Mitteleuropa,<br />
und Freude kommt auf im Bistrot!<br />
Daß man mich erlöse vom Broadway-Getöse,<br />
so herzlos und ohne Niveau!<br />
Wie kann ich ein Herr sein<br />
bei Tiomkin und Bernstein,<br />
wenn&#8217;s dröhnt wie bei Kunta im Kongo?<br />
Da lob mir den Ton ich,<br />
der schmiert süß wie Honig,<span id="more-5621"></span><br />
und denn sag ich der Band,<br />
ich find ihn plemm plemm,<br />
den Lärm von der Bongo!<br />
Ja, ja, jaaa, gib&#8217;s mir hum-pah-pah!</p>
<p>Keine andre Melodei kommt mir mehr ins Haus<br />
als der Tratsch vom Wienerwald by Strauss.<br />
Ich geh am Stock, es saust mir der Frack &#8211;<br />
Amok im Dreivierteltakt!<br />
Laß die blaue Donau los und die &#8222;Fledermaus&#8220;!<br />
Schaß den Heino und sag ja zu Strauss!<br />
Halt&#8217;s Maul und spring, der Strauss ist das Ding &#8211;<br />
Frankie singt sein &#8222;Dubidu&#8220; &#8211; mach&#8217;s aus!<br />
Und zieh Dir &#8217;nen Walzer rein by Strauss!</p>
<p>Ich werd fähig im Salon und im Kaffeehaus<br />
durch den Schmäh aus Österreich by Strauss!<br />
Kein Jazz (hahahaha!) macht abends mich high<br />
und kein Lloyd-Webber-Geschrei!<br />
Schnapp Dir Deine Schwiegerma, mach ein Mädel draus,<br />
gib ihr Saures, bis sie&#8217;s rafft, den Strauss!<br />
Von früh bis nachts &#8211; so&#8217;n Schneewalzer macht&#8217;s!<br />
Josef schleppt die Callas an &#8211; O Graus!<br />
Motz nicht rum, und küß die Hand!<br />
By Strauss!<img loading="lazy" decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/947d6e2ba8044773a06535e4f6c7d666" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Ausgekichert</title>
		<link>https://blog.montyarnold.com/2016/01/05/ausgekichert/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Jan 2016 22:05:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkunde]]></category>
		<category><![CDATA[Monty Arnold - Biographisches]]></category>
		<category><![CDATA[Popkultur]]></category>
		<category><![CDATA["Timm Thaler"]]></category>
		<category><![CDATA[„Timm Thaler oder Das verkaufte Lachen“]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Bruhn]]></category>
		<category><![CDATA[Filmstadt Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Heino]]></category>
		<category><![CDATA[Horst Frank]]></category>
		<category><![CDATA[James Krüss]]></category>
		<category><![CDATA[Justus Pfaue]]></category>
		<category><![CDATA[ZDF-Serie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 36. Jahrestag der Erstsendung von „Timm Thaler“ im ZDF (letzte Folge). Wer aus Anlaß des o.g. Vorwandes – oder einfach so – Lust hat, die Romanvorlage der legendären ZDF-Serie „Timm Thaler“ von 1979 (nochmals) zu lesen, dem wird ihr &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2016/01/05/ausgekichert/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: 36. Jahrestag der Erstsendung von <strong>„Timm Thaler“</strong> im ZDF (letzte Folge).</p>
<p>Wer aus Anlaß des o.g. Vorwandes – oder einfach so – Lust hat, die Romanvorlage der legendären ZDF-Serie „Timm Thaler“ von 1979 (nochmals) zu lesen, dem wird ihr völliges Abweichen von der TV-Version ins Auge springen. Bis auf zwei nennenswerte Ausnahmen wurde das gesamte Figurenensemble ausgewechselt, und der Name eines der Übriggebliebenen wurde auch noch verändert. Im Buch heißt der Bösewicht, der dem jugendlichen Titelhelden sein Lachen abkauft, Lefuet – und fürchterlich ist der Augenblick, da Timm auffällt, das das rückwärtsgelesen „Teufel“ heißt. Der ZDF-Teufel heißt laut Abspann „de Lefouet“, was diesen hübschen Kalauer sabotiert, er wird aber ohnehin immer nur „der Baron“ genannt.<br />
Da hört meine Kritik aber auch schon auf. Unabhängig voneinander waren das Buch von <strong>James Krüss</strong> und die Serie von <strong>Justus Pfaue</strong> ein großes Ereignis für mein heranwachsendes Herz. (Und <strong>Horst Frank</strong> in der Rolle des weltweit operierenden Finanzhais mit der Heino-Brille ist einfach denkwürdig!)</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-3860" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2015/12/Timm-Thaler_F.jpg?resize=640%2C634&#038;ssl=1" alt="Timm Thaler_F" width="640" height="634" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2015/12/Timm-Thaler_F.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2015/12/Timm-Thaler_F.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2015/12/Timm-Thaler_F.jpg?resize=300%2C297&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2015/12/Timm-Thaler_F.jpg?resize=1024%2C1015&amp;ssl=1 1024w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></p>
<p><em>Meine erste Soundtrack-Langspielplatte war eine echte Hitparaden-Stürmerin: Christian Bruhns Musik zu „Timm Thaler“ (WEA MUSIK GMBH, LC 4281).<br />
</em><br />
Im Buch gibt es eine Stelle, die mir seither immer wieder einfällt, wenn ich Schauspielern beim Weinen zusehe: <span id="more-3843"></span>Timm wird ins Marionettentheater mitgenommen, und er fürchtet, es könnte nun auffliegen, dass er nicht mehr in der Lage ist, zu lachen. (Das wäre nicht gut für ihn, wie man uns vorher erklärt hat …) Doch er findet eine verblüffende Lösung:</p>
<p style="padding-left: 60px;">Der arme Timm saß wie ein Stein in einem Meer von Lachen. Die alte Frau Rickert neben ihm lachte so sehr, daß sie das Gesicht in die Hände nehmen und sich vorn überbeugen mußte, weil ihr vor Lachen die Tränen aus den Augen kullerten.<br />
Da bemerkte Timm zum ersten Mal, wie ähnlich sich die Gebärden des Lachens und des Weinens sind. Und er tat etwas Schreckliches: Er nahm sein Gesicht in die Hände, beugte sich vornüber und tat, als lache er.<br />
Und dabei weinte Timm.</p>
<p>Wie sich das für dieses Magazin gehört, habe ich noch ein Fundstück herausgesucht, eine Passage, die kurz vor der Veröffentlichung aus „Timm Thaler oder Das verkaufte Lachen“ herausgestrichen wurde. Sie fehlt am Ende des Kapitels „Der sechste Tag, Neunundzwanzigster Bogen: Vergessene Gesichter“ (in der mir vorliegenden Oetinger-Hardcover-Ausgabe von 1979 auf Seite 214 unten).<br />
Der „sechste Tag“ ist der vorletzte der Geschichte, die Ereignisse steuern also gerade auf den Showdown und den Sieg des Guten über Horst Frank zu:</p>
<p style="padding-left: 60px;">Doch Timm blieb mit großer Unruhe zurück. War auf Erwin wirklich Verlaß? Würde sein Stiefbruder tatsächlich dichthalten …???<br />
Timm verbrachte unruhige Stunden. Die ganze Zeit ließ ihn ein Gedanke nicht los: Wie weit konnte er seinem Stiefbruder Erwin vertrauen?</p>
<p style="padding-left: 60px;">Am Nachmittag traf Timm seine Stiefmutter und Erwin in einem Büro der Lefuet-Gesellschaft.<br />
Unsicher blickte Timm die beiden an. Kannte die Stiefmutter – und womöglich auch schon Lefuet – das Geheimnis des winzigen Zettels, den der Junge von seinem Freund Jonny erhalten hatte?<br />
Doch Frau Thaler redete von nichts anderem als von diesem Strandbad auf Jamaika. Ständig machte sie Erwin neue Vorschläge, wie sie dieses Unternehmen ausweiten wollte.<br />
Doch Erwin schien ihr nicht zuzuhören<br />
Timm glaubte, daß sein Stiefbruder einen Vorwand suchte, um mit ihm zu sprechen. Als Erwin wieder einmal verstohlen zu ihm herüberschaute, gab Timm ihm mit einer angedeuteten Kopfbewegung zu verstehen: Ich verlasse jetzt das Zimmer; bitte, komm mir unauffällig nach!<br />
Draußen auf dem Gang blieb Timm stehen und wartete, ob Erwin ihm wirklich folgen würde. Und tatsächlich: nach etwa einer Minute wurde die Tür geöffnet, und Erwin trat heraus.<br />
„Ich habe denen gesagt, ich müßte mal eben verschwinden“, flüsterte Erwin. „Ich wollte dir nur mitteilen, daß ich dir die Lupe besorgt habe. Sie liegt unter der Bank an der Alster, wie du es gewünscht hast.“<br />
Erwin sah Timm nachdenklich an. Dann fuhr er fort: „Wir werden uns ja wohl eine sehr lange Zeit nicht mehr sehen. Du brauchst keine Angst zu haben wegen des Zettels. Ich schweige wie ein Grab.“ Und er streckte Timm seine Hand entgegen: „Ehrenwort!“<br />
In diesem Augenblick öffnete sich die Tür, und Lefuet trat heraus auf den Gang. Überrascht blickte er die beiden Jungen an.<br />
„Sie wollten doch auf die Toilette gehen“, sagte er gereizt zu Erwin. „Sie befindet sich dort am Ende des Ganges.“<br />
„Das habe ich meinem Stiefbruder gerade eben erklärt“, log Timm dem Baron vor. Er war durch dessen plötzliches Auftauchen überhaupt nicht erschreckt worden. Denn die Worte Erwins hatten bei Timm bewirkt, daß ihm ein Stein vom Herzen gefallen war. Er fühlte, daß jetzt der Endspurt zur Wiedergewinnung seines Lachens gekommen war.<br />
Und niemand sollte ihn noch daran hindern, dabei der Sieger zu sein.</p>
<p>Im folgenden Kapitel „Dreißigster Bogen: Papiere“ heißt es am Ende des 2. Absatzes etwas hastig und in Klammern: „Timm sah die beiden auf diese Weise noch einmal, aber nur kurz. Erwin flüsterte ihm zu, daß die Lupe unter der Bank liege.“<br />
Schon klar!<br />
Bei der nächsten Lektüre des „Timm Thaler“ können Sie diese zwei Zeilen nun getrost überspringen.<img loading="lazy" decoding="async" src="https://vg07.met.vgwort.de/na/19d4e4ff363240e6be114e2fb863bd59" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2016/01/05/ausgekichert/">Ausgekichert</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Der Kindermund und die Wahrheit</title>
		<link>https://blog.montyarnold.com/2015/12/13/ein-begnadeter-schmierant/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Dec 2015 12:03:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Medienphilosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Popkultur]]></category>
		<category><![CDATA["Radio Luxemburg"]]></category>
		<category><![CDATA[„Hits von der Schulbank“]]></category>
		<category><![CDATA[„Kotz-Platte“]]></category>
		<category><![CDATA[Desirée Nosbusch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 77. Geburtstag von Heino In der guten alten Zeit betrachteten junge Leute Heino als seichten, fiesen Schunkelfuzzi. Wir hatten keine Ahnung, wie er unter seiner Sonnenbrille aussieht, trauten ihm keinerlei Identität jenseits seiner schauerlichen öffentlichen Auftritte zu und auch, &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2015/12/13/ein-begnadeter-schmierant/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: 77. Geburtstag von <strong>Heino</strong></p>
<p>In der guten alten Zeit betrachteten junge Leute Heino als seichten, fiesen Schunkelfuzzi. Wir hatten keine Ahnung, wie er unter seiner Sonnenbrille aussieht, trauten ihm keinerlei Identität jenseits seiner schauerlichen öffentlichen Auftritte zu und auch, dass er wenige Jahre zuvor die deutsche Nationalhymne mit allen drei Strophen eingesungen hat, um dem Nazi-Juristen Hans Filbinger eine Freude zu machen, wussten wir nicht. Wir fanden Heino ganz einfach ekelig, auf eine lockere, angenehm unwichtige Weise.</p>
<p>Bei Radio Luxemburg gab es im Nachmittagsprogramm die Sendung<strong> „Hits von der Schulbank“</strong>, moderiert von der heranwachsenden <strong>Desirée Nosbusch</strong>. Schulklassen reichten eine selbsterstellte Hitparade von zehn Titeln ein, <span id="more-3789"></span>zusätzlich gab es eine „Lehrerplatte“.<br />
Ein Sänger war fast in jeder Sendung zu hören, denn die Schüler einigten sich auch auf eine „Kotz-Platte“: erraten – Heino. Desirée grinste jedesmal hörbar bei seiner Anmoderation.</p>
<p>35 Jahre später sind einige der Kids von einst in der Werbung tätig, und der Kotzplattenheini von einst, wird uns auf riesigen, nicht zu übersehenden Plakaten als cooles Reklamemodel verkauft. Die begleitenden TV-Spots erwecken mittels sublimer Montagetricks den Eindruck, er würde an den Turntables auf fetzigen Platten herumscratchen.<br />
Unsere Erwachsenen haben damals über die Jugend von heute den Kopf geschüttelt. Die haben sich meistens gar nichts dabei gedacht, da dieses Schütteln bekanntlich schon seit den Alten Griechen Usus ist. Ein bißchen recht hatten sie aber doch.<img loading="lazy" decoding="async" src="https://vg08.met.vgwort.de/na/6a96748e2a4a4824a2055343bdea7e36" width="1" height="1" alt=""></p>
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		<title>Heino hat Pause</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Apr 2015 09:49:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienkunde]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Popkultur]]></category>
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		<category><![CDATA[ABBA]]></category>
		<category><![CDATA[CD]]></category>
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		<category><![CDATA[Herbert von Karajan.]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 34 Jahre CD / Records Store Day in Berlin &#8222;Die Schallplatte der Zukunft&#8220;, heißt es am 18. April 1981 in der Süddeutschen Zeitung, &#8222;wird durch einen Laserstrahl abgetastet. Dieses neuartige Verfahren der Musikwiedergabe, die nach Ansicht der Hersteller die &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2015/04/18/heino-hat-pause/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2015/04/18/heino-hat-pause/">Heino hat Pause</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: 34 Jahre <strong>CD / Records Store Day</strong> in Berlin<strong><br />
</strong></p>
<p>&#8222;Die Schallplatte der Zukunft&#8220;, heißt es am 18. April 1981 in der Süddeutschen Zeitung, &#8222;wird durch einen Laserstrahl abgetastet. Dieses neuartige Verfahren der Musikwiedergabe, die nach Ansicht der Hersteller die wichtigste Verbesserung seit Einführung der Schallplatte darstellt, wurde jetzt in Salzburg auf Einladung der <strong>Herbert-von-Karajan</strong>-Stiftung vorgestellt.&#8220;<span id="more-1926"></span></p>
<p>Kein Dirigent war so technikaffin wie Herbert von Karajan, der die Entwicklung des &#8222;Compact Disc Digital Audio System&#8220; mit allem Nachdruck begleitet und auch in sie investiert hatte. Auch an der Gestalt der Scheibe, auf der künftig nicht nur Musik sondern Daten aller Art gespeichert werden sollten, hat er großen Anteil. Eigentlich war der Wunsch von Sony, diese mit einem Durchmesser von 10 cm zu versehen, denn dann hätte sie (also eine komplette Sinfonie) in eine Oberhemden-Tasche gepasst.<br />
Als herauskam, dass man Werke wie Beethovens Neunte dann auf zwei Scheiben hätte verteilen müssen, setzte Karajan die heute gängige 12-cm-Format durch. Die erste veröffentlichte – und natürlich von Karajan dirigierte – CD enthielt dann aber nicht Beethoven sondern Richard Strauss’ &#8222;Alpensymphonie&#8220;. Auf dem Pop-Markt machte ABBA den Anfang mit &#8222;The Visitors&#8220;, ihrem letzten Album, das bereits auf Vinyl erschienen war. Diese alternative Erhältlichkeit auf CD und LP sollte ab 1984 für einige Jahre Usus sein.</p>
<p>Wie wir wissen, ist die Langspielplatte bis heute nicht völlig ausgestorben. Und auch das ist in Karajans Sinn, denn noch in den 70er Jahren hatte er notiert, die Schallplatte sei &#8222;heute schon in sich eine sehr vollkommene Erfindung&#8220; – solange die Knacker nicht gleich im Presswerk besorgt werden. Ich erinnere mich, dass bei einigen Labels, die hier nicht genannt sein sollen, brandneue Platten emsig knackten und knisterten, um dem Phonofreund den Umstieg auf die neue Technik zu erleichtern.<br />
Der Kabarettist Jürgen von Manger begrüßte die neue Ära mit der angemessenen Präambel: &#8222;Selbst eingefleischte Musikfreunde wollen Heino nicht mehr live singen hören!&#8220;<img loading="lazy" decoding="async" src="https://vg08.met.vgwort.de/na/d8d23f22a9c840df8f3412bbb234fccf" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2015/04/18/heino-hat-pause/">Heino hat Pause</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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