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	<title>Hörspielkrimi Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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	<title>Hörspielkrimi Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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		<title>Simenon heute – ein zweischneidiges Vergnügen</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Sep 2019 11:14:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 30. Todestag von Georges Simenon / Simenon als Hörbuch Wer einen Kommissar im Fernsehen spielt, ist deswegen noch längst nicht in der Lage, Krimis gut vorzulesen. Diese Annahme wäre etwa so absurd, als würde man dem Schauspieler unterstellen, er &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/09/04/14343/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: 30. Todestag von <strong>Georges Simenon</strong> / Simenon als Hörbuch</p>
<p>Wer einen Kommissar im Fernsehen spielt, ist deswegen noch längst nicht in der Lage, Krimis gut vorzulesen. Diese Annahme wäre etwa so absurd, als würde man dem Schauspieler unterstellen, er könnte auch im wirklichen Leben Fälle lösen und Mörder fangen. Die Hörbuchbranche lässt Krimis und andere Literatur dennoch mit Vorliebe von TV-Ermittlern einlesen. Die Ergebnisse sind oftmals haarsträubend, aber diesmal ist das Publikum wohl selbst schuld: es geht eher nach dem Namen des Interpreten als nach dem Stoff.</p>
<p>Der notorische Schnell- und virtuose Vielschreiber Georges Simenon wäre überrascht, wie angesagt er heute noch ist, war er doch davon überzeugt,<span id="more-14343"></span> bald nach seinem Tode in Vergessenheit zu geraten. Weit gefehlt: zuletzt hat der Autor posthum den langjährig angestammten Verlag gewechselt und wird nun komplett (!) und systematisch neu aufgelegt.</p>
<p>Simenon hat mit den Verfilmungen seiner Maigret-Abenteuer Glück gehabt, und auch die Hörspielfassungen sind meistens vergnüglich. Auf dem Hör<em>buch</em>sektor sieht die Sache – siehe oben – etwas anders aus. Der gegenwärtig diensthabende Simenon-Einleser ist Walter Kreye, der im ZDF den „Alten“ gespielt hat. Kreye ist allzu verliebt in sein brummelndes Altherren-Timbre, überzieht alles mit einem säuselnden Singsang und schätzt überdies das Satzende nicht. Allzuoft bleibt er am Ende eines Gedankens oder Absatzes mit der Stimme in der Schwebe, was mich beim Zuhören nach kurzer Zeit peinigt wie ein Harndrang. (Um eine niederrheinische Redensart zu bemühen: da könnt‘ ich mich kriminal drüber aufregen.) Als Liebhaber sowohl Georges Simenons als auch des Mediums Hörbuch ist mir die aktuelle Kombination aus beidem leider versagt.</p>
<p>Aber schlimmer geht’s immer, z.B. in der aktuellen filmischen Adaption. Nachdem Rowan Atkinson den „Kommissar Maigret“ zuletzt sehr ordentlich aber in unerträglich kitschiger Verabreichung fürs Fernsehen gespielt hat*, ist nun ein neuer Darsteller für’s Kino gefunden worden: Gérard Depardieu. Der aktuelle Verleger des Autors, Daniel Kampa, freut sich über diese Wahl, denn: „den Depardieu, den kennt ja nun wirklich jeder!“<br />
Da ist er wieder, der verlegerische Gesichtspunkt.<br />
________________________<br />
* Siehe dazu <a href="https://blog.montyarnold.com/2017/01/06/ein-krimi-zum-lutschen/">https://blog.montyarnold.com/2017/01/06/ein-krimi-zum-lutschen/</a><img decoding="async" src="https://vg07.met.vgwort.de/na/7059bba8cccb485b81f695867f12467f" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/09/04/14343/">Simenon heute – ein zweischneidiges Vergnügen</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Die schönsten Hörspiele, die ich kenne (5): „Der verschwiegene Garten“</title>
		<link>https://blog.montyarnold.com/2018/09/13/die-schoensten-hoerspiele-die-ich-kenne-5-der-verschwiegene-garten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Sep 2018 17:24:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hörfunk]]></category>
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		<category><![CDATA[Krimi]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Der verschwiegene Garten“ von Gilbert Keith Chesterton, Übersetzung: Heinrich Fischer, Regie: Klaus Zippel, Produktion: mdr/SWR/rbb 2005 – 54 min. – Besetzung und weitere Infos: http://hoerspiele.dra.de/vollinfo.php?dukey=1553961 Das Mondlicht machte ihn toll. Wie durch Zauberkraft war er in einem Garten der Minnesänger gefangen, &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2018/09/13/die-schoensten-hoerspiele-die-ich-kenne-5-der-verschwiegene-garten/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>„Der verschwiegene Garten“ von <strong>Gilbert Keith Chesterton</strong>, Übersetzung: Heinrich Fischer, Regie: Klaus Zippel, Produktion: mdr/SWR/rbb 2005 – 54 min. – Besetzung und weitere Infos: <a href="http://hoerspiele.dra.de/vollinfo.php?dukey=1553961">http://hoerspiele.dra.de/vollinfo.php?dukey=1553961</a></p>
<p><em>Das Mondlicht machte ihn toll. Wie durch Zauberkraft war er in einem Garten der Minnesänger gefangen, in einem Watteauschen Feenreich.</em></p>
<p>Der Chef der Pariser Polizei, Aristide Valentin, gibt eine Abendgesellschaft in seinem festungsartigen Anwesen. Seine Gäste sind der englische Botschafter Lord Galloway, Lady Galloway und ihre Tochter Lady Margaret Graham, die Herzogin von Mont St. Michel mit ihren beiden hübschen Töchtern, ferner der Arzt Dr. Simon, Pater Brown und Kommandant O&#8217;Brien von der Fremdenlegion. Etwas verspätet erscheint noch der amerikanische Millionär Julius K. Brayne, dessen Spleen darin besteht, alle möglichen religiösen Sekten mit viel Geld zu unterstützen. Der Gastgeber selbst trifft mit Verspätung ein.<br />
Nach dem Dinner macht Lord Galloway im Garten eine schreckliche Entdeckung: ein Unbekannter liegt tot im Gras. Sein Kopf wurde vom Rumpf getrennt. <span id="more-11303"></span>Das ist besonders mysteriös, da der Garten nur durch das Haus zu betreten ist und dort ein Diener ständig Wache hält. Der Mörder muss sich also unter den Anwesenden befinden. Doch nicht der Berufsdetektiv Valentin löst den Fall, sondern der kleine Pater Brown, der sich mit der Unerbittlichkeit eines Terriers in der Sache festbeißt.</p>
<p>Eigentlich handelt es sich nur um eine Lesung des Originaltextes, in der die wörtliche Rede mit illustren Kollegen besetzt ist – hier sei nur der unbezahlbare Horst Bollmann erwähnt, der den Pater Brown spricht -, Atmos und Geräusche sind spärlich. Umso unverstellter wirkt die Erzählkunst von Gilbert Keith Chesterton (und seines großartigen Übersetzers), dem ich in Kenntnis der miefigen Heinz-Rühmann-Verfilmungen seiner „Pater Brown“-Krimis eine so abgründige Prosa nicht zugetraut hätte.<br />
„Der verschwiegene Garten“ wartet mit einem selbst für Plüschkrimi-Verhältnisse hermetischen Schauplatz auf, und was sich an Verkommenheit und Niedertracht darin abspielt, ist die reine Freude. Die Pointe erst einmal erfahren zu haben, schmälert das Vergnügen des Wiederhörens in keinster Weise &#8211; sie ist ohnehin vollkommen absurd. <span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: Cambria, serif;">Nichtsdestotrotz wurde sie knapp 100 Jahre nach ihrer Erfindung im Rahmen des Serienbooms der späten 2010er Jahre in mehreren Krimi-Mehrteilern wiederverwendet</span></span></span>.</p>
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		<title>Die schönsten Hörspiele, die ich kenne (2): „Dem Reißer entsprungen“</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Sep 2018 06:37:15 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>„Dem Reißer entsprungen“ von Michael Brett, übersetzt aus dem Englischen von Hilde Maria Kross – mit Werner Hinz (David West), Ruth Kappelsberger (Miss Baxter), Charles Regnier (Dr. Julius Mander), Hans Stein (Simpson); Musik: Leroy Anderson, Irving Berlin u.a., Regie: Fritz Benscher &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2018/09/02/die-schoensten-hoerspiele-die-ich-kenne-2-dem-reisser-entsprungen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2018/09/02/die-schoensten-hoerspiele-die-ich-kenne-2-dem-reisser-entsprungen/">Die schönsten Hörspiele, die ich kenne (2): „Dem Reißer entsprungen“</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>„Dem Reißer entsprungen“ von <strong>Michael Brett</strong>, übersetzt aus dem Englischen von Hilde Maria Kross – mit <strong>Werner Hinz</strong> (David West), Ruth Kappelsberger (Miss Baxter), <strong>Charles Regnier</strong> (Dr. Julius Mander), Hans Stein (Simpson); Musik:<strong> Leroy Anderson</strong>, Irving Berlin u.a., Regie:<strong> </strong>Fritz Benscher &#8211; <strong>BR</strong> 1954 (31 min.)</p>
<p><em>„‘n Kollege! Entsetzlich!“<br />
</em><br />
Als Daniel West, der blasierte Autor der überaus erfolgreichen Schundkrimi-Reihe um den Ermittler Foster Reynolds, seinen 18. Roman diktiert, bekommt er Besuch von einem seltsamen Herrn. Dieser behauptet, der große Bösewicht aus den Krimis von Mr. West zu sein: der Superverbrecher Julius Mander. Aus verständlichen Gründen bezweifelt West die Identität des Mannes, zumal der dem Gangster nicht einmal ähnlich sieht, doch dieser Mann hat ein Messer. Er verlangt, unverzüglich zu seinem Erzfeind Foster Reynolds gebracht zu werden, um diesen auf der Stelle ermorden zu können. Ansonsten würde er das Messer gleich an Ort und Stelle gebrauchen.<span id="more-11209"></span><br />
West ist verzweifelt. Da erscheint ein Mr. Simpson. Der erzählt, der Irrenarzt des angeblichen Julius Mander zu sein und seinen Patienten wieder mitnehmen zu wollen. Das klingt nach einer glücklichen Lösung – doch der Schein trügt …</p>
<p>Die Hörspiele der sich noch völlig unhinterfragt gefallenden Wirtschaftswunder-BRD haben ihre Vor- und Nachteile. Besonders die Krimis der 50er und 60er Jahre sind ein zweischneidiges Vergnügen. Viel von dem, was daran heute gern als nostalgischer Vorzug verkauft wird, ist objektiv betrachtet eher (unschuldige) Nachlässigkeit, und die Versuche in Selbstironie – heute wurde man von „Schmunzelkrimis“ sprechen – geraten gern fürchterlich albern.<br />
„Dem Reißer entsprungen“ ist eine verblüffende Ausnahme von dieser Regel. Die lächerliche Selbstüberschätzung und gespreizte Würde des beschriebenen Erfolgsautors weist über dessen Profession weit hinaus. Was wiederum Charles Regnier als derangierter Heftchen-Gangster abliefert, ist eine einsame Spitzenleistung, und sogar die Hörspiel-Absage mit der Besetzung gerät zu einem Kabinettstückchen.<img decoding="async" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/313820bfea39445cb49d9c991095be8e" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2018/09/02/die-schoensten-hoerspiele-die-ich-kenne-2-dem-reisser-entsprungen/">Die schönsten Hörspiele, die ich kenne (2): „Dem Reißer entsprungen“</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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