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	<title>John le Carré Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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	<title>John le Carré Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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		<title>Narren und ihre Wärter</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Nov 2025 12:36:57 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Hörspieltipp zum Tode von Tom Stoppard But soon a wonder came to light,That showed the rogues they lied:The man recovered of the bite,The dog it was that died..&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160; Oliver Goldsmith, &#160;&#8222;An Elegy on the Death of a Mad Dog&#8220; Tom &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2025/11/30/tom-stoppard-2/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p><strong>Hörspieltipp zum Tode von Tom Stoppard</strong></p>



<p><em>But soon a wonder came to light,<br>That showed the rogues they lied:<br>The man recovered of the bite,<br>The dog it was that died.</em><br>.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Oliver Goldsmith, &nbsp;&#8222;An Elegy on the Death of a Mad Dog&#8220;<br><br>Tom Stoppard gehört zu den meistgespielten zeitgenössischen Theaterautoren und ist mit dem Drehbuch für <strong>„Shakespeare in Love“</strong> auch für die noch größere Gruppe der Filmbegeisterten gut zu fassen. Ich habe zuletzt über ihn gestaunt, als der <strong>SRF </strong>unlängst sein Jubiläum <strong>„100 Jahre Schweizer Hörspiel“</strong> feierte, was auch im Netz gut nachzuverfolgen war und ist.</p>



<p>Da lief Stoppards Originalhörspiel-Oldie <strong>„Es war der Hund, der starb“ </strong>von 1983, eine Parodie auf die Spionage-Romane seines Landsmannes <strong>John Le Carré</strong> und dessen Held <strong>„Smiley“</strong>. Es geht um Purvis, einen alten Spion, der einen kompromittierenden Brief schreibt, bevor er seinen Selbstmord verpfuscht. Sein Kollege Blair, soll ihn am Krankenbett und später in der Klapse verhören, um herauszubekommen, was dieser schräge Typ eigentlich weiß und was er möglicherweise noch alles vorhatte.<br>Abgesehen von wenigen Misslichkeiten ist diese Produktion bemerkenswert flott und wird mit einem präzisen Comedy-Timing angeliefert, wie es (Klischee hin oder her) im Schweizer Hörspiel nicht üblich ist. Herausragend: <strong>Wolfgang Reichmann</strong> als Blair – schwer geprüft von dem Unsinn, den der überlebende Purvis so redet, fehlbesetzt wie immer: besagter Purvis <strong>Hans Helmut Dickow</strong> (ein Liebling der SRF-Hörspielredakteure), dem man seine ausgestellt gute Laune wie gewöhnlich einfach nicht abnehmen will. Auch die Esels-Leidenschaft von Mrs. Blair ist etwas zu absurd. Damit ist das Sündenregister aber auch erschöpft. <strong>Hans Hausmann</strong> leitet ein Ensemble zum Küssen, das bei Blairs Ankunft in der Klinik zu besonderer Hochform aufläuft (mit <strong>Hein Bender-Plück </strong>als „Commodore“ und <strong>Hanna Burgwitz</strong> als irre Oberschwester). Der Wortwitz (Übersetzung: <strong>Hilde Spiel</strong>) sprüht, dass man am Ende gleich wieder von vorn anfangen möchte.<br>Der SDR produzierte im selben Jahr eine Fassung von <strong>„The Dog It Was That Died“</strong> mit <strong>Horst Bollmann</strong> und <strong>Lukas Ammann</strong> als Purvis und Blair.<br><br><a href="https://www.srf.ch/audio/krimi/es-war-der-hund-der-starb-von-tom-stoppard-gespraech?id=AUDI20251016_NR_0091">https://www.srf.ch/audio/krimi/es-war-der-hund-der-starb-von-tom-stoppard-gespraech?id=AUDI20251016_NR_0091</a></p>


<p><img decoding="async" src="http://vg01.met.vgwort.de/na/a8bf99dbaccb4f47a898656ecaa3d7b7" width="1" height="1" alt=""></p><p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2025/11/30/tom-stoppard-2/">Narren und ihre Wärter</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Übersetzungsvergleich: &#8222;Der Spion, der aus der Kälte kam&#8220;</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Jan 2024 09:57:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 58. Jahrestag der UK-Premiere des Films &#8222;Der Spion, der aus der Kälte kam&#8220; John le Carrés Thriller-Klassiker &#8222;The Spy Who Came In From The Cold&#8220; hat die Beständigkeit seines Ruhmes einigen Faktoren zu verdanken, die die Qualität des Textes &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2024/01/21/24437/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p>betr.: 58. Jahrestag der UK-Premiere des Films &#8222;Der Spion, der aus der Kälte kam&#8220;</p>



<p><strong>John le Carré</strong>s Thriller-Klassiker &#8222;The Spy Who Came In From The Cold&#8220; hat die Beständigkeit seines Ruhmes einigen Faktoren zu verdanken, die die Qualität des Textes selbst nicht betreffen: die andauernde Produktivität seines Autors im Lauf der Zeit und der Erfolg der rasch vorgelegten Verfilmung beim Fortbestehen der Relevanz des Romans sind von großer Wichtigkeit. Zu Le Carrés eigenen genialen Einfällen gehört die Wahl des Titels, die den <strong>Kalten Krieg als Sujet</strong> bereits souffliert.<br>Wer das Buch nochmals zur Hand nimmt, bemerkt die immensen Unterschiede zwischen der ersten deutschen Übersetzung von Christian Wessels und Manfred von Conta für Bertelsmann und der 2013er Ullstein-Bearbeitung von Sabine Roth (&#8222;Die Arbeit der Übersetzerin an diesem Buch wurde durch ein Stipendium des Deutschen Übersetzerfonds e.V. gefördert.&#8220;), die als umfangreiche Leseprobe im Netz steht (siehe unten). Sogar der Satzbau ist sehr unterschiedlich.<br>Ohne einen Vergleich mit dem Originaltext lesen sich beide Bearbeitungen sehr gut. Ein sorgfältiges Gegenlesen würde für mich vor allem im Auge haben, ob die alte Fassung ihren Zeitkolorit-Vorsprung für sich nutzen kann.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" width="640" height="1010" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2024/02/SpywciftC_1.jpg?resize=640%2C1010&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-24506" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2024/02/SpywciftC_1.jpg?resize=649%2C1024&amp;ssl=1 649w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2024/02/SpywciftC_1.jpg?resize=190%2C300&amp;ssl=1 190w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2024/02/SpywciftC_1.jpg?resize=768%2C1211&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2024/02/SpywciftC_1.jpg?resize=974%2C1536&amp;ssl=1 974w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2024/02/SpywciftC_1.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>


<p><span id="more-24437"></span></p>


<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="640" height="1010" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2024/02/SpywciftC_2.jpg?resize=640%2C1010&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-24508" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2024/02/SpywciftC_2.jpg?resize=649%2C1024&amp;ssl=1 649w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2024/02/SpywciftC_2.jpg?resize=190%2C300&amp;ssl=1 190w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2024/02/SpywciftC_2.jpg?resize=768%2C1211&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2024/02/SpywciftC_2.jpg?resize=974%2C1536&amp;ssl=1 974w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2024/02/SpywciftC_2.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>



<p>Zum Vergleich: <a href="https://www.google.de/books/edition/Der_Spion_der_aus_der_K%C3%A4lte_kam/qzEbAwAAQBAJ?hl=de&amp;gbpv=1&amp;pg=PT5&amp;printsec=frontcover">https://www.google.de/books/edition/Der_Spion_der_aus_der_K%C3%A4lte_kam/qzEbAwAAQBAJ?hl=de&amp;gbpv=1&amp;pg=PT5&amp;printsec=frontcover</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2024/01/21/24437/">Übersetzungsvergleich: &#8222;Der Spion, der aus der Kälte kam&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Augen zu, Ohren auf: &#8222;Das Russland-Haus&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Mar 2020 21:13:10 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 91. Geburtstag von Jerry Goldsmith (†) Schlechte Filme mit guten Soundtracks (6) Zugegeben: ich habe eine Schwäche für langsam erzählte Geschichten, auf denen ein gewisser Mehltau aus Monotonie und Tristesse liegt. (Für mich ist das Eskapismus!) Ich liebe psychologische &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2020/03/10/das-russland-haus/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p>betr.: 91. Geburtstag von <strong>Jerry Goldsmith</strong> (†)</p>



<p><strong>Schlechte Filme mit guten Soundtracks (6)</strong></p>



<p><p>Zugegeben: ich habe eine Schwäche für langsam erzählte Geschichten, auf denen ein gewisser Mehltau aus Monotonie und Tristesse liegt. (Für mich ist das Eskapismus!) Ich liebe psychologische Kammerspiele, und auch mit Agentenkrimis hatte ich schon viel Freude. Eine Starbesetzung nehme ich gerne nebenbei mit.<br> Die <strong>le-Carré-Verfilmung</strong> „The Russia House“ (1990) erfüllt alle diese Voraussetzungen, und deshalb wollte ich ihn unbedingt mögen. Mit einigen Jahren Abstand habe ich es in drei Sitzungen versucht, und dabei werde ich es belassen. Dieser Film lässt mich sofort nachvollziehen, warum so viele Menschen lieber schnelle, bunte, fröhliche Filme mögen und von Geschichten aus dem Kalten Krieg gerade die Nase voll haben. Er ist eine Zumutung! Dabei hatten die beiden männlichen Stars des Films ein paar Jahre zuvor in einer sehr vergnüglichen James-Bond-Klamotte zusammen gespielt, und danach lobte<strong> Sean Connery</strong> seinen Kollegen <strong>Klaus Maria Brandauer</strong> als einen der fünf besten Schauspieler der Gegenwart.<br> <br> Für den bienenfleißigen, langlebigen Filmkomponisten Jerry Goldsmith war dies nur ein Job von vielen, aber seine Musik verströmt all das Flair, das der Film – obwohl der Soundtrack darin zu hören ist – ums Verrecken nicht entwickeln will. Der Komponist bezeichnete „The Russia House“ als seine liebste Arbeit.</p><img loading="lazy" decoding="async" width="1" height="1" src="http://vg06.met.vgwort.de/na/a9eebd854dbc47e382bcf44b72bfd67e" alt=""></p>
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		<title>Die schönsten Filme, die ich kenne (34): &#8222;Anruf für einen Toten&#8220;</title>
		<link>https://blog.montyarnold.com/2017/07/20/die-schoensten-filme-die-ich-kenne-34-anruf-fuer-einen-toten/</link>
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		<pubDate>Thu, 20 Jul 2017 18:31:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sidney Lumet begann mit dem klassischen Kammerspiel „Die zwölf Geschworenen“ und endete 50 Jahre später mit dem makellosen Thriller und Familiendrama „Tödliche Entscheidung“. Zwischen diesen beiden Produktionen drehte er noch gut 35 weitere Filme von zumeist ähnlicher Qualität. Er wurde &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2017/07/20/die-schoensten-filme-die-ich-kenne-34-anruf-fuer-einen-toten/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2017/07/20/die-schoensten-filme-die-ich-kenne-34-anruf-fuer-einen-toten/">Die schönsten Filme, die ich kenne (34): &#8222;Anruf für einen Toten&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sidney Lumet</strong> begann mit dem klassischen Kammerspiel <strong>„Die zwölf Geschworenen“</strong> und endete 50 Jahre später mit dem makellosen Thriller und Familiendrama <strong>„Tödliche Entscheidung“</strong>. Zwischen diesen beiden Produktionen drehte er noch gut 35 weitere Filme von zumeist ähnlicher Qualität. Er wurde nie zu Hollywoods Kultregisseuren gezählt und galt eher als „Routinier“, als Handwerker. Er war dennoch einer der Besten!<br />
Der Film „Anruf für einen Toten“ ist ein Beitrag zu einem Genre, das sonst hauptsächlich von Serienhelden und deren Epigonen bestritten wurde: dem <strong>britischen Spionagefilm</strong>. Alle wichtigen Zutaten des Kalten Krieges sind versammelt: die internationale Besetzung, die Technicolor-Farben, der schmissige Soundtrack nebst stylischem Vorspann, eine literarische Vorlage von<strong> John Le Carré</strong> persönlich.</p>
<p>Charles Dobbs (<strong>James Mason</strong>) vom britischen Außenministerium wird beauftragt, seinen Kollegen Fennan zu konfrontieren, der in einem anonymen Brief der früheren Mitgliedschaft in der kommunistischen Partei beschuldigt wird. Dieses Gespräch ist eher eine Formsache und verläuft bei einem entspannten Spaziergang im Park. Überraschenderweise nimmt sich der Mann noch am selben Abend das Leben.<span id="more-8422"></span><br />
Dobbs wird von seinem exzentrischen Chef zu einer Art Kondolenzbesuch bei Fennans Witwe verdonnert, einer gebrochenen Holocaust-Überlebenden (Simone Signoret, die diesen Part kaum zehn Jahre nach ihrem glamourösen Auftritt im Krimiklassiker „Die Teuflischen“ schrecklich überzeugend ausfüllt). Ein eingehender Telefonanruf macht Dobbs stutzig: er glaubt nun nicht mehr an einen Selbstmord. Mit Hilfe des pensionierten, aber noch immer bestens vernetzten CID-Inspektors Mendel (Harry Andrews) geht er diesem Verdacht auf eigene Faust nach. Die Ergebnisse sind schmerzlich: ohne es zu wissen, ist auch Mrs. Dobbs in etwas verwickelt, was sich als ganz große Spionageaffäre entpuppt …</p>
<p>„The Deadly Affair“ ist ein Film mit kleinen Fehlern und unbezahlbaren Vorzügen. Während James Mason als leidgeprüfter Ehemann einer jüngeren Nymphomanin etwas arg dick aufträgt, ist sein Helfer Inspektor Mendel eine der hinreißendsten Chargen in Londons ruhmreicher Geheimdienst-Filmgeschichte. Der aufragende Kleiderschrank Harry Andrews (in der deutschen Fassung hat er die Stimme von Balu, dem Bären) spielt zumeist kleinere und sehr unangenehme Rollen – bei Lumet war er ein Jahr zuvor noch in dem Militärdrama „The Hill“ der sadistische Schleifer eines Wüsten-Straflagers. In diesem Ensemblefilm hat er die heimliche Hauptrolle: als schrulliger Tierfreund und Witwer (ewiger Junggeselle?) genießt er es sichtlich, seine alten Seilschaften zu melken und sich an die Dienstvorschriften nicht mehr gebunden zu fühlen, geht keiner Keilerei aus dem Wege, ist aber ein reizender älterer Gentleman, wenn er es einmal nicht mit lichtscheuem Gesindel zu tun hat sondern etwa mit einer ungeschickten Inspizientin. Wenn es die Polizeiarbeit erfordert, lügt er wie gedruckt, und sollte man seine Dienste länger als 72 Sekunden nicht benötigen, pennt er ein – bis man ihm ein wichtiges Schlüsselwort des aktuellen Falles zuruft.<br />
Max Adrian als leitender Ministerialbeamter „Marlene Dietrich“ präsentiert uns die schrillste Tunte seit Jay Robinsons unvergesslichem Caligula in „The Robe“ – und bereitet uns mit dieser Outrage ein himmlisches Vergnügen.<br />
Das große Agentenduell im dritten Akt ist nicht etwa der Showdown – dieser wird im Anschluss eher flott erledigt – sondern eine verdeckte Operation während einer Theateraufführung. Die leibhaftige „Royal Shakespeare Company“ gibt im Hintergrund „Edward II.“.<br />
Überhaupt hat es der Hintergrund in sich: die sinfonische Bossa-Nova-Filmmusik von Quincy Jones ist – selbst für die Verhältnisse der 60er Jahre &#8211; so unverschämt sexy, dass man rot anläuft.<img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg06.met.vgwort.de/na/2ed668b25c824afe915337513ef2f408" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Obi Wan Kenobi vs. Cpt. Picard</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Apr 2017 18:48:46 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 103. Geburtstag von Alec Guinness Zwei große Mimen aus der Theaterhauptstadt London mussten sich die angemessene Popularität durch das Hinabsteigen in den Mainstream verdienen. Beiden gelang es, die Würde ihrer Bühnenarbeit in ihre neue Rolle mitzunehmen. Beide mussten dafür &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2017/04/02/obi-wan-kenobi-vs-cpt-picard/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: 103. Geburtstag von <strong>Alec Guinness</strong></p>
<p>Zwei große Mimen aus der Theaterhauptstadt London mussten sich die angemessene Popularität durch das Hinabsteigen in den Mainstream verdienen. Beiden gelang es, die Würde ihrer Bühnenarbeit in ihre neue Rolle mitzunehmen. Beide mussten dafür zunächst in die USA hinübersetzen und dann in den Weltraum. Aus Alec Guinness wurde <strong>Obi-Wan Kenobi</strong> in <strong>„Krieg der Sterne“</strong>. <strong>Patrick Stewart</strong> landete zehn Jahre später auf der Brücke des <strong>„Raumschiff Enterprise“</strong>, wo er einen sehr europäischen Namen bekam: <strong>Jean-Luc Picard</strong>.</p>
<p><em><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7709" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2017/04/Alec-Guinness_Tagebuch1.jpg?resize=640%2C1005&#038;ssl=1" alt="Alec Guinness_Tagebuch" width="640" height="1005" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2017/04/Alec-Guinness_Tagebuch1.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2017/04/Alec-Guinness_Tagebuch1.jpg?resize=191%2C300&amp;ssl=1 191w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2017/04/Alec-Guinness_Tagebuch1.jpg?resize=652%2C1024&amp;ssl=1 652w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" />Die Franzosen benutzen für „Komödiant“ und für „Schauspieler“ das gleiche Wort. Alec Guinness belegt die Schlüssigkeit dieses Details auf einem Standfoto aus „Smileys Leute“, das später zum Buchcover wurde.</em><span id="more-7705"></span></p>
<p>Guinness war schon in die Umlaufbahn gestartet, Stewart stand das noch bevor, als beide sich in einer britischen TV-Produktion aus Busenfeinde gegenüberstanden. Guinness brillierte in zwei Miniserien als George Smiley, der im Dienst des Secret Service grau und etwas müde geworden ist, sich aber eine Schalkhafte Gelassenheit bewahrt hat. Patrick Stewart ist das Superhirn Karla, ein russischer Spion mit nahezu übermenschlichen Kräften, über den viel geredet, gestaunt und nachgedacht wird, die Nemesis des Westens im Allgemeinen und George Smileys im Besonderen.<br />
Karla ist ein so grandioser Geheimdienstler, dass wir ihn so gut wie nie zu Gesicht bekommen, in zwölf Stunden Handlung nur zweimal.<br />
Wenige Jahre später war es mit so viel Diskretion vorbei.<br />
Beide Herren hatten den Weg vom Feuilleton in die „Bravo“ geschafft &#8211; wiederum auf gegenüberliegenden Seiten des Popkultur-Raumes: Guinness bei „Star Wars“, Stewart bei „Star Trek“.<img loading="lazy" decoding="async" src="https://vg05.met.vgwort.de/na/b1cbbf16bb40428b91cb24715b48650d" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Spione ringsum!</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Oct 2015 13:31:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
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		<category><![CDATA[Klater Krieg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 84. Geburtstag von John le Carré So poppig und exotisch das Agentenkino des Kalten Krieges auch heute auf uns wirkt – mit seinen Technicolor-Farben, den schicken Anzügen, Longdrinks, exotischen Schauplätzen und Girls und swingenden Soundtracks – es geht auf &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2015/10/19/spione-ringsum/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2015/10/19/spione-ringsum/">Spione ringsum!</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: 84. Geburtstag von <strong>John le Carré</strong></p>
<p>So poppig und exotisch das <strong>Agentenkino des Kalten Krieges</strong> auch heute auf uns wirkt – mit seinen Technicolor-Farben, den schicken Anzügen, Longdrinks, exotischen Schauplätzen und Girls und swingenden Soundtracks – es geht auf Bücher zurück, die von Insidern geschrieben wurden.<br />
Der Star unter diesen Autoren, John le Carré, hat ebenso für den Geheimdienst gearbeitet wie W. Somerset Maugham, der diese Literaturgattung entscheidend geprägt hat, und natürlich Ian Fleming, der nicht der literarisch wertvollste war, dem wir aber neidlos den größten Helden dieses Segments der Popkultur zugestehen müssen: James Bond. Eric Ambler wiederum, der „Erfinder des Politthrillers“, soll so realistisch geschrieben haben, dass er vom britischen Foreign Office um weitere Auskünfte gebeten wurde.<br />
Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen als Glaubenskriege verbrämten Massaker kann einem auch der wirkliche Kalte Krieg wie eine sportliche Auseinandersetzung einiger Gentlemen vorkommen.</p>
<p>Es fällt auf, wie viel die Briten zur kulturellen Aufarbeitung des Spionage-Themas beigetragen haben, als Autoren und Filmemacher. <span id="more-3366"></span><br />
Schon in der Zwischenkriegszeit bereitete der junge Alfred Hitchcock den Boden für 007 und seine Nachahmer, die nach Ende des Zweiten Weltkriegs dringend gebraucht werden sollten. 1935 schuf er den Klassiker „Die 39 Stufen“, der knapp 25 Jahre später in einem weiteren perfektioniert werden sollte. „North By Northwest“ wartet nicht nur mit einer Reihe von legendären Filmsequenzen auf – allen voran das Flugzeug, das Cary Grant durch ein Maisfeld jagt – er lieferte auch den Schnittmusterbogen für die drei Jahre später startende und bis heute erfolgreiche James-Bond-Reihe.<br />
Ein weiterer dieser Agententhriller, die Hitchcock den Weg nach Hollywood ebneten, war „Secret Agent“, auch von 1935. Für die Titelfigur, den schriftstellernden Agenten Richard Ashenden, ist er gleichwohl kritisiert worden: ein Agent, der partout keiner sein will, bietet dem Publikum wenig Identifikationsmöglichkeiten. Heute können wir in ihm den Vorläufer späterer Spione wider Willen erblicken, für Harry Palmer zum Beispiel, jenen James-Bond-Nachzügler, den Michael Caine in einer kurzen Reihe von Filmen verkörpert hat.<br />
„Der haarlose Mexikaner“ und „Der Verräter“, die beiden Erzählungen, die „Secret Agent“ zugrundeliegen, stammen aus der Ashenden-Reihe des o.g. W. Somerset Maugham. Der war ein derart weitgereister und schwer geprüfter Mann, dass seine Leserschaft in besonderem Maße verleitet war, seine Romane für autobiografisch zu halten. Nichtsdestotrotz kann er sich als Geheimnisträger Ihrer Majestät nicht nur auf die Wahrheit beschränkt haben.</p>
<p>Die Geschichte des Filmtitels ist so verworren, dass man sie nicht schöner hätte erfinden können: Ein Jahr nach „Secret Agent“ realisierte Hitchcock die Verfilmung einer Erzählung von Joseph Conrad, die tatsächlich „The Secret Agent“ hieß. (Das ist ein Stoff, der auf die heutigen traurigen Zustände verweist: es geht um Terrorismus, und der Film beinhaltet die Darstellung eines Bombenattentats, die mächtig Furore machte …)<br />
Da der Titel „Secret Agent“ nun schon vergeben war (zumindest in England und den USA &#8211; die Franzosen hatten ihn sich aufgehoben), nannte Hitchcock seine Conrad-Verfilmung „Sabotage“ und bereitete so den Boden für zahllose Verwechslungen mit einem Film, den er einige Jahre später in den USA drehte: „Saboteur“ (bei uns „Saboteure“).<br />
„Secret Agent“ wurde erst 1985 für das Fernsehen synchronisiert (- auf dem schauerlichen Niveau, das bei TV-Bearbeitungen solch alter Filme damals üblich war). Der deutsche Titel „Geheimagent“ vermeidet ebenso wie der Originaltitel den Artikel, aber daran hält sich längst nicht jedes Nachschlagewerk.* Eine TV-Zeitschrift nannte ihn einmal versehentlich „Geheimagenten“ – was noch treffender ist.</p>
<p>________________________<br />
* Eines davon ist das dennoch sehr empfehlenswerte „The Great Spy Pictures“ von James Robert Parish und Michael R. Pitts. Bereits 1974 bei „The Scarecrow Press“ erschienen, umfaßt es die entscheidenden Jahre des klassischen <em>cold war cinema</em>.<img loading="lazy" decoding="async" src="https://vg01.met.vgwort.de/na/0e60acf8ccae4def9925f8e78b2cf703" alt="" width="1" height="1" /></p>
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