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	<title>Michel Houellebecq Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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	<title>Michel Houellebecq Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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		<title>Jan Hofer hat aufgeräumt</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Jan 2021 18:06:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chanson]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: der WDR 5-Rückblick auf das Liedgut der und zur  Pandemie Das TV-Silvesterprogramm war diesmal derartig live und zum Abschalten (wo waren die ganzen schönen alten Filme?), dass ich aufs Radio umgeschaltet habe. Das erwies sich als einer dieser Kollateralnutzen, &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2021/01/01/jan-hofer-hat-aufgeraeumt/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p>betr.: der <strong>WDR 5</strong>-Rückblick auf das Liedgut der und zur  Pandemie<br><br>Das TV-Silvesterprogramm war diesmal derartig live und zum Abschalten (wo waren die ganzen schönen alten Filme?), dass ich aufs Radio umgeschaltet habe. Das erwies sich als einer dieser Kollateralnutzen, die sich in der Krise gelegentlich auftun.<br>WDR 5 sendete kurz vor Mitternacht die mit Abstand witzigste Medien-Stunde des Jahres: eine Aufbereitung des Themas <strong>„Chansons zu Corona“</strong>. Das Kernstück der Sendung war eine Hitparade aus Liedern, die vor einem Jahr &#8211; aus inhaltlichen wie logistischen Gründen &#8211; gar nicht gegangen wären. Die lange versunkene Kunst des <strong>Novelty-Song</strong>s ist endlich wieder da, und sie vereint sagenhafte drei der vier klassischen deutschen Chanson-Gattungen: volkstümlich / lyrisch / politisch! Außerdem wird viel parodiert und gecovert. Seit 50 Jahren – den goldenen Zeiten der Blödelbarden – hat deutsches Liedgut nicht mehr solchen Spaß gemacht (im Gegenteil!). Meine kulturpessimistische Seele wird entschädigt für viele pflichtbewusste Stunden am Lautsprecher mit der <strong>„Liederbestenliste“ </strong>und ein Dutzend <strong>„Spiegel“</strong>-Interviews, in denen heulsusige Comedians versuchten, gleichzeitig wacker weiterzujuxen und zwischendurch den Pegel ihrer persönlichen Betroffenheit nicht unter die angenommene Schicklichkeitserwartung rutschen zu lassen.<br><br>In dieser aufbewahrenswerten Stunde der Reihe<strong> „Unterhaltung spezial“</strong> dürfen wir uns die rhetorische Frage stellen, was eigentlich komischer ist: Original oder Umtextung (z.B. des <strong>Lied</strong>es <strong>von der</strong> <strong>„Biene Maja“</strong> oder der <strong>„Bohemian Rhapsody“</strong>). Zu Beginn liefert uns <strong>Michael Lohse</strong> eine solide Kultur- und Sittengeschichte des zuendegehenden <em>Plage Year</em> und nimmt damit schon einen Gutteil der Magisterarbeiten vorweg, die er zu diesem Thema auf uns zukommen sieht. Ganz im Sinne von <strong>Michel Houellebecq</strong>s Ausspruch vom vergangenen Frühjahr, diese Pandemie sei gleichzeitig hochdramatisch und stinklangweilig.<br><br>Nur in einem Punkt bin ich anderer Ansicht als der WDR-Corona-DJ: sein Platz 8 wären mein Platz 1, 4 und 3: das Mannheimer Liedermacherduo Mackefisch mit „Wohnzimmer“. In den besagten Magisterarbeiten müsste dieser Songtext eigentlich komplett auftauchen, in dem es zu den unzähligen Live-Schalten in prominente Stuben so schön heißt:<br><em>Zeig mir deinen ganzen Mist,<br>und ich sag dir, wer du bist<br>oder wer du gerne wärst …<br>Zeit, dass du das klärst.<br></em>Übrigens: die Musik dazu ist ein echter Ohrwurm.</p>


<p><img decoding="async" src="http://vg01.met.vgwort.de/na/e0e6f0001a324298b6778280f66d3cf7" width="1" height="1" alt=""></p><p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2021/01/01/jan-hofer-hat-aufgeraeumt/">Jan Hofer hat aufgeräumt</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>„Ich heiße Edgar.“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Feb 2019 20:30:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Edgar Selge]]></category>
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		<category><![CDATA[Michel Houellebecq]]></category>
		<category><![CDATA[Unterwerfung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: „Unterwerfung“ nach Michel Houellebecq im Hamburger Schauspielhaus Theaterregisseure kommen sich immer wahnsinnig modern vor, wenn sie ihre Schauspieler dazu auffordern, sich auszuziehen und vollzuschmieren. Auch heute noch ist das so, gut 50 Jahre nachdem irgendjemand mit diesem Blödsinn angefangen &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/02/06/12510/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/02/06/12510/">„Ich heiße Edgar.“</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: <strong>„Unterwerfung“ </strong>nach<strong> Michel Houellebecq </strong>im<strong> Hamburger Schauspielhaus</strong></p>
<p>Theaterregisseure kommen sich immer wahnsinnig modern vor, wenn sie ihre Schauspieler dazu auffordern, sich auszuziehen und vollzuschmieren. Auch heute noch ist das so, gut 50 Jahre nachdem irgendjemand mit diesem Blödsinn angefangen hat. Natürlich geschieht das auch in „Unterwerfung“ – obgleich sich <strong>Edgar Selge</strong> nicht vollständig auszieht und vollschmiert. Er tut das kurz nach der Pause und verbringt den größten Teil des verbleibenden Abends in diesem gerupften Zustand, ohne dass sich das aus dem Material wirklich herleiten ließe.<span id="more-12510"></span></p>
<p>„Unterwerfung“ – „der vielleicht der umstrittenste Roman der letzten Jahre“  &#8211; erzählt die Geschichte des Pariser Literaturwissenschaftlers François. Im Frankreich einer sehr nahen Zukunft erringt der charismatische Kandidat der Bruderschaft der Muslime den Sieg bei der Präsidentschaftswahl. Während es zu tumultartigen Ausschreitungen kommt und gar ein Bürgerkrieg droht, verschwindet François ohne ein bestimmtes Ziel. Von dieser Reise in sein Inneres kehrt er nach kurzer Zeit zurück in eine verwandelte Stadt und einen veränderten Universitätsbetrieb – und verhält sich dazu …</p>
<p>Gleich zu Beginn erklärt uns Edgar Selge, er sei weder Houellebecq noch dessen Ich-Erzähler. Diese Rückversicherung gibt er uns noch zwei, drei Mal im Verlaufe des Abends, was nicht gerade auf sein Vertrauen in die Intelligenz des Publikums schließen lässt.<br />
Der Text hat über weite Strecken einen recht kabarettistischen Sound und eignet sich gut für eine Darbietung als Monolog. So wie er hier stattfindet, tritt er aber hin und wieder etwas auf der Stelle, und einige Kürzungen hätten ihm gut getan. Ein beherzter Darsteller hätte diesen Eindruck vielleicht zerstreut – hätte dem Houellebecq’schen Welt-Ekel-Pakt etwas Schalk oder Charme oder vielleicht sogar Sex-Appeal mitgegeben. Aber Selge hat vor allem den Wunsch, sich als netter Kerl zu präsentieren.<img decoding="async" src="https://vg09.met.vgwort.de/na/832131e8a2ac4290b2d3a9c2947cc254" width="1" height="1" alt=""></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/02/06/12510/">„Ich heiße Edgar.“</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>&#8230; Pack verträgt sich</title>
		<link>https://blog.montyarnold.com/2017/10/26/pack-vertraegt-sich/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Oct 2017 11:53:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[„Autor der totalen Schlaffheit“]]></category>
		<category><![CDATA[„Music Wars“]]></category>
		<category><![CDATA[Ausländer-Klischees]]></category>
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		<category><![CDATA[Franzosen über die Deutschen]]></category>
		<category><![CDATA[Michel Houellebecq]]></category>
		<category><![CDATA[Nachbarn in Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Patrick Bade]]></category>
		<category><![CDATA[SPIEGEL]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: Europa / Ausländer-Klischees / „Autor der totalen Schlaffheit“, SPIEGEL-Gespräch mit Michel Houellebecq Vorurteile sind eine spannende Sache, solange es nicht die eigenen sind. Wie wir von unseren französischen Nachbarn gesehen werden (und wie sie sich selbst sehen), wurde diese Woche &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2017/10/26/pack-vertraegt-sich/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2017/10/26/pack-vertraegt-sich/">&#8230; Pack verträgt sich</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: Europa / Ausländer-Klischees / <strong>„Autor der totalen Schlaffheit“</strong>, <strong>SPIEGEL</strong>-Gespräch mit <strong>Michel Houellebecq</strong></p>
<p>Vorurteile sind eine spannende Sache, solange es nicht die eigenen sind.<br />
Wie wir von unseren französischen Nachbarn gesehen werden (und wie sie sich selbst sehen), wurde diese Woche von Michel Houellebecq im SPIEGEL dargelegt: „In Frankreich redet man über Deutschland mehr als über alle anderen europäischen Länder zusammen. Das ist verblüffend. Doch ich glaube, die Deutschen kennen die Franzosen besser als umgekehrt, schon weil sie öfter nach Frankreich kommen als die Franzosen nach Deutschland. (…) das geht viel weiter als der gewöhnliche Tourismus. Viele Deutsche kaufen sich eine Wohnung oder ein Haus oder lassen sich in Frankreich nieder. Die Franzosen dagegen wissen wenig von den Deutschen. Sie sind von ihnen beeindruckt, aber sie beneiden sie nicht. Deshalb ist die Beziehung ziemlich gut, obwohl der Vergleich der beiden Länder zum Nachteil Frankreichs ausfällt. Die übertriebene Selbstentwertung der Franzosen bringt sie nicht dazu, die Deutschen zu hassen, sondern sich selbst zu verachten. <span id="more-9014"></span>(…) Die Deutschen sind einfach bei Weitem besser organisiert, das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. (…) Die Deutschen planen rational, die Franzosen lassen es bis zum Schluss darauf ankommen, dass es schon gut gehen wird. Die lateinische Art eben. Ermüdend! (…) ich habe nicht den Eindruck, dass die Franzosen die Deutschen nicht lieben. Sie lieben sie jedenfalls mehr als die Engländer.“</p>
<p>Wenn wir Patrick Bade, dem englischen Kunsthistoriker und Autor des Buches „Music Wars“ glauben dürfen, stimmt das auch in umgekehrter Blickrichtung: „Die Briten sind unglaubliche Inselbewohner. Auf einer bestimmten Ebene mögen sie überhaupt keine Ausländer und im Speziellen nicht ihre nahen Nachbarn. Sie mögen die Franzosen sicherlich noch weniger als die Deutschen, wenn auch nicht viel weniger. Ich bin neulich von einem älteren, chauvinistischen Herrn, den ich in Paris in der Oper traf, angesprochen worden: Frankreich sei zu bedauern, weil es von Schwarzen, Arabern und Asiaten überrannt worden sei. Er fragte, wie ist das in England? Was meinen die dazu? Und ich versicherte ihm, dass die Engländer <em>alle</em> Ausländer verabscheuen, die Franzosen eingeschlossen! <em>Alle</em> Franzosen. Er war nicht erfreut, das zu hören.“<br />
Neben der Geografie ist es vor allem die Geschichte, die die Briten nicht ruhen lässt. „Die Briten sind vom Zweiten Weltkrieg besessen“, erklärt Mr. Bade, „oft in einer ungesunden Weise, denn es war ihr Moment des Ruhmes, und darüber kommen sie nicht hinweg. Es ist wichtig, sich an den Zweiten Weltkrieg zu erinnern, aber in Großbritannien wird sich eben manchmal nicht zuträglich daran erinnert. Es unterfüttert ein unrealistisches Image.“</p>
<p>Hat sich denn in Europa niemand einfach lieb?<br />
Noch einmal Houellebecq über die Deutschen, die ja bekanntlich die meisten Deutschland-Klischees nicht schätzen: „Sie wären gern Italiener! Die Italiener haben jedenfalls keine Schwierigkeiten mit ihren Klischees, sie lieben sie!“<br />
Das tun die Bayern auch, aber die fühlen sich Italien ja ohnehin sehr verbunden. Wenn man sie fragt, was Ihnen an München so gut gefällt, antworten sie als Erstes: „Man ist so schnell in Italien!“</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2017/10/26/pack-vertraegt-sich/">&#8230; Pack verträgt sich</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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