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	<title>Monsieur 100.000 Volt Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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	<title>Monsieur 100.000 Volt Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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		<title>Horror corona vacui</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Apr 2021 20:02:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: verrutschte Größenverhältnisse im Fernsehen der Corona-Krise Kürzlich fiel mir wieder auf, wie hilflos das Fernsehen mit der Corona-Situation umgeht. Formate, die seit eh und je auf das Stattfinden vor großem Publikum ausgerichtet sind, finden noch immer in den selben &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2021/04/05/17824/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p>betr.: verrutschte Größenverhältnisse im Fernsehen der Corona-Krise</p>



<p>Kürzlich fiel mir wieder auf, wie hilflos das Fernsehen mit der Corona-Situation umgeht. Formate, die seit eh und je auf das Stattfinden vor großem Publikum ausgerichtet sind, finden noch immer in den selben bzw. gleichen Dekorationen statt. Zwar haben sich bei einigen Kabarett/Comedy-Shows die Stuhlreihen gelichtet und der Abstand zur Rampe vergrößert, aber das war’s im Wesentlichen. Noch immer spielt etwa<strong> DSDS</strong> in einer pompösen Shiny-Floor-Arena von römischen Ausmaßen. Hin und wieder erweist sich das fehlende Publikum als angenehm*, aber nur <strong>Joko und Klaas </strong>gehen wirklich kreativ mit der Lage um. In allen übrigen Live-Shows tut man einfach so, als würde hoffentlich niemand merken, dass da heute keiner sitzt. Da werden auch Komödianten schonmal besinnlich. <strong>Christian Ehring </strong>wirkt in seiner Kulisse seit Monaten wie bestellt und nicht abgeholt, <strong>Oliver Welke </strong>findet im <strong>„Spiegel“</strong> angemessen pathetische Worte, um die soldatische Tapferkeit zu beschreiben, die von einem Comedy-Chairman gefordert ist, wenn die Leute zu Hause selber lachen müssen &#8211; einzeln, Lichtjahre entfernt und unhörbar für einander.<br>Nach einem Jahr Corona wirkt solch selbstzufriedene Lahmarschigkeit ein bisschen wie Regierungsfernsehen.</p>



<p>Den Abstand zur Kamera wieder zu verkleinern und auf Kammerspiel zurückzusetzen, mutet in den Zeiten extrabreiter, hochauflösender Bildschirme schräg an, aber im Kino geht sowas ja schließlich auch (wenn auch nur live on tape).<br>Zur Inspiration, wie eine solche Neuordnung der Bildregie aussehen könnte, lohnt ein Blick ins Archiv.<br>Ich erinnere mich an einen Besuch von <strong>Gilbert Bécaud</strong> bei <strong>„Was bin ich?“ </strong>&#8211; ein dynamischer Weltstar, dessen ausladendes Temperament ihm den Titel „Monsieur 100.000 Volt“ eingetragen hatte, in einem winzigkleinen, faden Studio. Als der Sänger erraten worden war, bat ihn Robert Lembke noch um ein Chanson. Bécaud machte das Beste aus den beengten Verhältnissen. Er ließ sie vergessen.<br>Das Licht ging aus, und der Künstler schritt nun zwischen zwei gegenüberliegenden Kameras hin und her – nur wenige Schritte jeweils – die ihn aus leicht erhöhter Position von zwei Seiten einfingen. In diese hinein schleuderte er sein immens fetziges „La solitude, ca n’existe pas“. Es war ganz großes Kino.<br>____________________<br>* Der St. George Herald berichtete unter <a href="https://blog.montyarnold.com/2020/06/18/16127/">https://blog.montyarnold.com/2020/06/18/16127/</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2021/04/05/17824/">Horror corona vacui</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Schubidu mit Klasse</title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Dec 2020 20:52:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Schlagersänger der 70er]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 19. Todestag von Gilbert Bécaud Vor wenigen Tagen jährte sich zum 20. Mal die Ausstrahlung der letzten „ZDF-Hitparade“. Der Zeitpunkt, zu dem der Deutsche Schlager den letzten Rest einer breiteren Aufmerksamkeit eingebüßt hatte, war da schon eine Weile her. &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2020/12/18/gilbert-becaud/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2020/12/18/gilbert-becaud/">Schubidu mit Klasse</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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<p>betr.: 19. Todestag von <strong>Gilbert Bécaud</strong><br><br>Vor wenigen Tagen jährte sich zum 20. Mal die Ausstrahlung der letzten <strong>„ZDF-Hitparade“</strong>. Der Zeitpunkt, zu dem der Deutsche Schlager den letzten Rest einer breiteren Aufmerksamkeit eingebüßt hatte, war da schon eine Weile her. Seine Stars, deren Glanzzeit heute zwischen 40 und 50 Jahre zurückliegt, sind im Begriff uns zu verlassen. Der „Spiegel“ hat zwei der Überlebenden in den letzten Ausgaben umfangreiche Portraits gewidmet, die sich auch als Rückschau auf die von ihnen bespaßte <strong>Bonner Republik</strong> lesen.* In Kürze dürften die ersten Bücher darüber geschrieben werden („Der deutsche Schlagerfuzzi – Elend und Größe eines Handwerks“ …).<br><br>Gilbert Bécaud wird in diesen vermutlich nur am Rande vorkommen, obwohl er ganz vorn und ganz oben mitgemischt hat. Seine Lieder hatten den Vorteil, dass sie parallel auch in seiner französischen Heimat Erfolg hatten. Somit konnte jedes einzelne für sich in Anspruch nehmen, gleichzeitig ein „Chanson“ gewesen zu sein und somit etwas weitaus Hochwertigeres als ein Schlager – der französische Sprachgebrauch ist da viel großzügiger als der deutsche.**<span id="more-17179"></span><br>Aber das geht schon in Ordnung. Bécauds Lieder – er schrieb sie im Gegensatz zu den meisten seiner deutschen Kollegen selbst &#8211; sind wirklich etwas ganz Besonderes. Sie haben die Zugänglichkeit und scheinbare Schlichtheit unserer Popmusik, wagen sich aber niemals so tief hinunter in die gemütliche Sofamulde. Sie sind souveräner und weltläufiger.<br>Das liegt natürlich auch an ihrem Interpreten. Bécaud verkörperte den „Frauentyp“ &nbsp;der damaligen Zeit, eine Mischung aus Business-Mann, Latin Lover und Genussmensch (mit den Jahren wurden die Nikotinspuren an Zähnen und Fingern fast zu seinem Markenzeichen). Aber vor allem war er ein Kumpeltyp. Ich kann mir vorstellen, dass sein Erfolg ähnlich funktionierte wie der von Dean Martin. Der kommunizierte bei seinen Konzerten immer mit den Herren im Publikum, denn die Frauen himmelten ihn ja sowieso an. Der auf Bécauds Temperament anspielende Ehrentitel „Monsieur 100.000 Volt“&nbsp; stammte vielleicht von ihm selbst.<br><br>Ähnlich wie die weitaus größere Gruppe der Schlagersänger mit englischem bzw. amerikanischem Akzent – die bekommen ganz bestimmt ein eigenes Kapitel, ziemlich am Anfang – konnte Bécaud kein Deutsch und musste sich die Texte phonetisch draufschaffen. Doch mit Ausnahme seines größten Hits „Nathalie“ (1964) funktionieren sie für mich in der deutschen Version am besten. Er wirkt dabei immer vollkommen ehrlich. Selbst ein Refrain wie „Hi Hai Ho“ kann seinem redlichen Fluidum nichts anhaben. Auch das unterscheidet ihn von vielen herkömmlichen Schlagersängern.<br>________________<br>* Siehe dazu auch <a href="https://blog.montyarnold.com/2014/10/04/eskapismus-fuer-geniesser-was-ist-camp/">https://blog.montyarnold.com/2014/10/04/eskapismus-fuer-geniesser-was-ist-camp/</a><br>** Siehe dazu <a href="https://blog.montyarnold.com/2015/01/18/ist-ein-chanson/">https://blog.montyarnold.com/2015/01/18/ist-ein-chanson/</a><br></p>


<p><img decoding="async" src="http://vg01.met.vgwort.de/na/00769191220548b38c4f232730e6a794" width="1" height="1" alt=""></p><p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2020/12/18/gilbert-becaud/">Schubidu mit Klasse</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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