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	<title>&quot;QRN ruft Brezelburg&quot; Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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	<title>&quot;QRN ruft Brezelburg&quot; Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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		<title>Swiping – Darf man das? (1)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 May 2018 21:50:51 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>In den wilden Gründerjahren (des Comics) galt das Plagiieren höchstens als Kavaliersdelikt. Auch das „swiping“, das Abzeichnen von anderen Illustratoren und das Umarbeiten von Ideen, war an der Tagesordnung und galt als legitimes Mittel besserer Darstellung. Könner wie Alex Raymond, &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2018/05/22/10468/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In den wilden Gründerjahren (des Comics) galt das Plagiieren höchstens als Kavaliersdelikt. Auch das „swiping“, das Abzeichnen von anderen Illustratoren und das Umarbeiten von Ideen, war an der Tagesordnung und galt als legitimes Mittel besserer Darstellung. Könner wie Alex Raymond, Hal Foster und Burne Hogarth konnten Abwandlungen oder direkte Kopien ihrer Zeichnungen in fast jedem Heft finden.</p>
<p><em>J. Fuchs &amp; R. C. Reitberger: „Das große Buch der Comics“</em></p>
<p>Einen Anblick in ein paar Striche aufzulösen, in denen der Betrachter dann das reale Vorbild wiedererkennt, ist ein ganz wesentlicher Teil des kreativen Prozesses. Dürfen wir also das Swipen als einen Akt der Faulheit betrachten und &#8211; je nachdem, wie dreist der Faulpelz vorgeht &#8211; sogar als Diebstahl bzw. eine moderne Variante der Kunstfälschung?<br />
Fest steht, dass viele große Comiczeichner eine private Vorlagensammlung pfleg(t)en, z.B. der geniale Wallace Wood, von dem der Grundsatz überliefert ist: &#8222;Zeichne niemals etwas, was du auch abpausen kannst!&#8220; Bei vielen amerikanischen Comicproduzenten gibt es einen &#8222;swipe room&#8220;, in dem schränkeweise Referenzmaterial gehortet wird &#8211; existierende Zeichnungen, aber auch Fotos und Modelle.<br />
Nichtsdestptrotz hat sich im Internet (dem Arkadien selbsternannter Hüter der Guten Sitten) längst eine Gemeinde zusammengefunden, die die veröffentlichten Fälle solcher Kopierarbeiten aufspürt und auf speziellen Portalen der Vorlage gegenüberstellt.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10471" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/05/Swiping.jpg?resize=640%2C327&#038;ssl=1" alt="Swiping" width="640" height="327" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/05/Swiping.jpg?w=1141&amp;ssl=1 1141w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/05/Swiping.jpg?resize=300%2C153&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/05/Swiping.jpg?resize=1024%2C523&amp;ssl=1 1024w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><em>Dieser Screenshot untersucht zwei Panels aus dem</em> <em>Band 1 der systematischen Neuauflage von „Clever &amp; Smart“ (Carlsen Verlag). Mehr davon und eine kundige Diskussion zum Thema findet sich unter </em> <a href="https://www.youtube.com/watch?v=wrNDDx-m678">https://www.youtube.com/watch?v=wrNDDx-m678</a>.</p>
<p>Nicht jede solche Übernahme ist gleich ein Plagiat. Außerdem steht das Kopieren bei allem, was ein Mensch (bzw. Säugetier) überhaupt erlernen kann, am Anfang aller Bemühungen. Wir beginnen mit der Imitation von Vorbildern, egal ob wir laufen, sprechen oder Zeichnen lernen. Schon die alten Römer wussten: „Repetitio est mater studiorum“ („Nachäffen ist die Mutter der Erkenntnis“).<span id="more-10468"></span><br />
Das Übernehmen von Vorhandenem ist also notwendig, damit es überhaupt zu einer zivilisatorischen Entwicklung kommen kann. (Anderenfalls müsste jede Generation wieder von vorne anfangen.) Während dies in der Wissenschaft vollkommen unstrittig ist und wichtige Entdeckungen mit Nobelpreisen oder Namenspatenschaften („Röntgenstrahlung“, „Parkinson-Krankheit“, „Bunsenbrenner“ …) gewürdigt werden, hat das Nachmachen in der Kunst einen üblen Beigeschmack.* Schließlich ist Kunst eben keine exakte Wissenschaft. Es geht nicht nur um Gesetzmäßigkeiten, sondern auch um Kreativität. Und die Grenzen sind fließend &#8211; Musik etwa folgt klarer definierten Gesetzen als das Schauspiel, auch im Schauspiel gibt es sie, dort wie in der Musik können sie missachtet werden …**</p>
<p>Beim Swiping ist der Grad der Verwerflichkeit sehr unterschiedlich. Das genannte Beispiel aus „Clever und Smart“ hat der Comiczeichner Ralf König mit der achselzuckenden Bemerkung quittiert: „Ich kann auch keinen Autobus zeichnen.“ Andererseits sind in Königs Arbeit unbelebte Dinge (Hintergründe, Gebäude, technische Einrichtungen) menschlichen Aspekten (Mimik, Körperlichkeit, Dialog) klar untergeordnet. Andere Künstler behandeln sie gleichrangig mit ihren Figuren (Hergé), geben ihnen punktuell sogar den Vorzug (Turk) oder interessieren sich ausschließlich für sie und erledigen die Charaktere nur handwerklich mit wie bei einer Werbegrafik (Graton).<br />
Die folgenden Beispiele wollen diese unterschiedlichen Ansätze veranschaulichen und zu einer persönlichen Beurteilung einladen.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-2841" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2015/08/Fortsetzung-folgt.jpg?resize=640%2C43&#038;ssl=1" alt="Fortsetzung folgt" width="640" height="43" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2015/08/Fortsetzung-folgt.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2015/08/Fortsetzung-folgt.jpg?resize=300%2C20&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2015/08/Fortsetzung-folgt.jpg?resize=1024%2C69&amp;ssl=1 1024w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><br />
_________________<br />
* Zum musikalischen Aspekt dieser Überlegung siehe <a href="https://blog.montyarnold.com/2014/09/16/sei-schlauer-als-der-klauer/">https://blog.montyarnold.com/2014/09/16/sei-schlauer-als-der-klauer/</a><br />
** Siehe dazu <a href="https://blog.montyarnold.com/?s=der+b%C3%BChnenkunst">https://blog.montyarnold.com/?s=der+b%C3%BChnenkunst</a><img decoding="async" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/060b40f4bb5e440eb7808ade4e3e5809" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2018/05/22/10468/">Swiping – Darf man das? (1)</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Der Türspalt zur Werkstatt – Die Outtakes von Ralf König (1)</title>
		<link>https://blog.montyarnold.com/2015/12/07/der-tuerspalt-zur-werkstatt-die-outtakes-von-ralf-koenig-1/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Dec 2015 16:49:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Comic]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: Ralf Königs heutige Lesung aus „Raumstation Sehnsucht“ im Schmidt-Theater, Hamburg / Start einer Serie mit unveröffentlichten Zeichnungen von Ralf König / die Buchreihe „Der junge König“ Wie sich immer wieder zu meiner Überraschung zeigt, sind viele Künstler keineswegs eitel, &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2015/12/07/der-tuerspalt-zur-werkstatt-die-outtakes-von-ralf-koenig-1/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: Ralf Königs heutige Lesung aus<strong> „Raumstation Sehnsucht“ im Schmidt-Theater</strong>, Hamburg / Start einer Serie mit unveröffentlichten Zeichnungen von Ralf König / die Buchreihe <strong>„Der junge König“</strong></p>
<p>Wie sich immer wieder zu meiner Überraschung zeigt, sind viele Künstler keineswegs eitel, wenn es um ihre Arbeit geht. Das gilt weniger für „Promis“ (die selbst ihr eigenes Produkt sind) sondern für jene, die abseits des Publikums im Stillen arbeiten und erst mit der Fertigstellung ihres Werkes an die Öffentlichkeit treten, Komponisten° oder Autoren etwa.</p>
<p><em><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-3723" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2015/12/Mike_Cover_RM.jpg?resize=640%2C801&#038;ssl=1" alt="Mike_Cover_RM" width="640" height="801" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2015/12/Mike_Cover_RM.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2015/12/Mike_Cover_RM.jpg?resize=240%2C300&amp;ssl=1 240w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2015/12/Mike_Cover_RM.jpg?resize=819%2C1024&amp;ssl=1 819w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" />The man who never was: „Mike“ von Ralf König</em></p>
<p>Beim Comic-Zeichner Ralf König ist das nicht anders. Er, der seit 35 Jahren verlegt wird (zunächst in alternativen und allerkleinsten Verlagen), hat dafür sogar eine einleuchtende, wenn auch recht unromantische Erklärung: wenn ein Stapel Zeichnungen veröffentlicht ist, hat er seinen Zweck erfüllt und nimmt vor allem Platz weg. Das ist für einen Leser mit Sammlerleidenschaft bereits befremdlich. Bei Ralf König ist es geradezu tragisch, denn ein Großteil seines Schaffens wurde eben nicht veröffentlicht.<br />
Seine Arbeitsweise sah für viele Jahre so aus, dass er – einmal von einer Idee überzeugt – sogleich Seite für Seite chronologisch und in Reinzeichnung anfertigte und neugierig darauf vertraute, dass sich die Geschichte in ersprießlicher Weise entwickeln werde.<br />
Meistens geschah das auch. <span id="more-3721"></span><br />
Verlor er aber die Freude oder Inspiration, brach er den Vorgang ab und wandte sich etwas Neuem zu.<br />
Diesen riskanten Modus hat er lange Zeit beibehalten und erst in den letzten Jahren mühsam eingeschränkt – ein Überbleibsel jugendlicher Energie und Unbekümmertheit.<br />
Nun kennen wir durchaus Comics, die jahrelang gelegen haben, ehe sie schließlich doch vollendet und herausgebracht wurden, z.B. „QRN ruft Bretzelburg“ von Franquin.<br />
Für Ralf König kommt so etwas nicht in die Tüte. Ihm ist schon der Stilbruch unangenehm, der sich nach einer längeren Pause zeigen würde. (Mancher Leser fände diesen spaltbreiten Einblick in die Werkstatt sicher sehr amüsant.) Es gab also keinen Grund, ein solches unfertiges Erzeugnis aufzubewahren. Natürlich wurden diese Sachen nicht weggeschmissen, sie kamen einfach irgendwann abhanden.</p>
<p>In den frühen 90er Jahren &#8211; es war die Zeit, da „Der bewegte Mann“ bereits ein fulminanter Bucherfolg war und nun auch in Begriff war, ein erfolgreicher Kinofilm zu werden &#8211; war ich oft bei Ralf zu Gast, wenn ich etwa in der benachbarten Kölner „Filmdose“ auftrat. Irritiert von seiner geringen Wertschätzung des eigenen Archivs – das schon damals nicht unbeträchtlich war – holte ich mir seine Erlaubnis ein, wenigstens seinen Papierkorb nach Weggeworfenem durchsuchen zu dürfen.</p>
<p>Es sollte noch etwa 15 Jahre dauern, bis eine Wende eintrat.<br />
Dr. Christine Vogt, Leiterin der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen, fragte wegen einer Ralf-König-Ausstellung bei ihm an. Sie war erstaunt, mit welcher Bereitwilligkeit ihr ein Umzugskarton mit Originalen ausgehändigt wurde („Bittesehr, das ist mein Lebenswerk!“). Der Inhalt wies große Lücken auf – was auch deshalb nicht verwunderlich ist, weil der Künstler oft und gern Flugblätter, Plakate, Geburtstagsgrüße und Festschriften gestaltet, die buchstäblich in alle Winde verstreut werden. Das Material war außerdem ungeordnet, aber die häufigen Anrufe von Mitarbeiterinnen des Museums – etwa: „Da sitzen zwei Knollnasen auf dem Sofa und reden über Plutonium, zu welcher Geschichte gehört das?“ – konnten stets aus dem Gedächtnis beantwortet werden.<br />
Die Ausstellung fand die gewünschte Beachtung, ging auf Wanderschaft nach Basel, Frankfurt und Hannover und führte zu weiterer Anerkennung des Comic-Künstlers Ralf König.</p>
<p>Sie erweckte auch seinen guten Vorsatz, künftige Originalzeichnungen etwas sorgfältiger zu verstauen, aber noch immer ist dies eher eine säuerliche Verpflichtung als ein wirklicher Sinneswandel.</p>
<p>Der Männerschwarm Verlag, der Ralf König seit vielen Jahren verlegt und der zur Zeit mit „Der junge König“ eine mehrbändige Ausgabe seiner Frühwerke vorlegt, profitiert davon naturgemäß nicht. Dass sich in dieser Publikation überhaupt auch einige der zahllosen Freundschaftsdienste für die Szene wiederfinden können, die erwähnten Illustrationen für schwule Veranstalter etwa, ist Mario Russo verdanken, einem Berliner Sammler, der solche Gebrauchsgrafiken seit langer Zeit hingebungsvoll einsammelt und -sortiert.</p>
<p>Ein Aspekt, der bislang noch fehlt, soll nun vom „St. George Herald“ beigesteuert werden: jenes Unvollendete und Gerettete, das einen so beträchtlichen Anteil an Ralf Königs Kunst ausmacht.<br />
Für seine Erlaubnis dazu und für die Überlassung weiterer Seiten, die meine Fundstücke ergänzen, herzlichen Dank!<br />
Wir beginnen die Serie mit einem Fragment, in dem ein insgesamt verworfener (Serien-)Held auftritt: “Mike“. Hierin wird angedeutet: Ralf König mag Handys genausogern wie Alfred Hitchcock Spiegeleier*.<strong><br />
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________________<br />
</strong>Copyright aller Zeichnungen: Ralf König<br />
° siehe dazu auch den Blog vom 8. Januar 2015 über den Filmmusiker Ron Goodwin<br />
* siehe dazu den Film „Über den Dächern von Nizza“<img loading="lazy" decoding="async" src="https://vg01.met.vgwort.de/na/a290aa98217e4835b8a90d9ba12637ff" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2015/12/07/der-tuerspalt-zur-werkstatt-die-outtakes-von-ralf-koenig-1/">Der Türspalt zur Werkstatt – Die Outtakes von Ralf König (1)</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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