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	<title>Raymond Carver Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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	<title>Raymond Carver Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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		<title>Lesen vom Blatt: Lange Sätze</title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Dec 2023 12:27:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Mikrofonarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[John Cheever]]></category>
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		<category><![CDATA[O Jugend o Schönheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: Sprechen am Mikrofon / Übung Fortsetzung vom 28. Oktober 2023 John Cheever (1912-82) ist einer der Großmeister der amerikanischen Kurzgeschichte und gehört überdies zu jenen, die häufig für ihre knappen Sätze, für die Ökonomie ihrer Sprache gelobt worden sind. &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2023/12/04/24133/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p>betr.: Sprechen am Mikrofon / Übung</p>



<p><em>Fortsetzung vom 28. Oktober 2023</em></p>



<p><em><strong>John Cheever </strong>(1912-82) ist einer der Großmeister der amerikanischen Kurzgeschichte und gehört überdies zu jenen, die häufig für ihre knappen Sätze, für die Ökonomie ihrer Sprache gelobt worden sind. (Auch Raymond Carver, dessen Stories durch einen Film mit dem bezeichnenden Titel <strong>„Short Cuts“</strong> dem deutschen Publikum besser bekannt wurden, wird für diese Tugend geschätzt. Schließlich kam ans Licht, dass er eher weitschweifig formulierte und dass es seine Frau war, die als seine erste Lektorin das meiste davon gestrichen hat.)<br>Zu Beginn seiner Kurzgeschichte <strong>„O Jugend, o Schönheit“</strong> macht Cheever eine Ausnahme.</em></p>



<p>Wenn eine jener langen, zahlreichen Samstagabendpartys in Shady Hill sich dem Ende zuneigte, wenn alle, die am nächsten Morgen Golf oder Tennis spielen wollten, schon vor Stunden nach Hause gegangen waren und die zehn oder zwölf Zurückgebliebenen außerstande zu sein schienen, Schluss zu machen, obwohl Gin und Whiskey bereits zur Neige gingen und hier und da eine Ehefrau, die nur noch bis zum Aufbruch ihres Mannes durchhalten wollte, dazu übergegangen war, Milch zu trinken; wenn allen das Zeitgefühl abhanden gekommen war und die Babysitter, die zu Hause auf diese Unentwegten warteten, sich schon lange auf dem Sofa ausgestreckt hatten und in tiefen Schlaf gesunken waren, um von den Kochwettbewerbspreisen, Ozeanreisen und Liebesabenteuern zu träumen, wenn der streitsüchtige Betrunkene, der Pianist und die Frau, die ihre letzten Hoffnungen zunichtewerden sah, alle zu Wort gekommen waren, wenn jeder Vorschlag – zum Frühstück zu den Farquarsons zu gehen, schwimmen zu gehen, zu den Townsends hinüberzugehen und sie aufzuwecken, hierhin zu gehen und dorthin zu gehen -, kaum gemacht, schon im Sande verlief, dann fing Trace Bearden an, Cash Bentley mit seinem Alter und seinen dünnen Haaren aufzuziehen.</p>
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		<title>Raymond Carver – Die Helden aus der Mittelschicht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 May 2020 21:37:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
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		<category><![CDATA[Medienkunde]]></category>
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		<category><![CDATA[Robert Altman]]></category>
		<category><![CDATA[Short Stories]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 82. Geburtstag von Raymond Carver (†) Raymond Carvers ganz großer Ruhm kam mit „Short Cuts“, einem dreistündigen Werk des Filmemachers Robert Altman, das dem Begriff „Episodenfilm“ eine neue Bedeutung gab und einen entsprechenden Trend auslöste. In den 60er Jahren &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2020/05/25/raymond-carver/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2020/05/25/raymond-carver/">Raymond Carver – Die Helden aus der Mittelschicht</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>betr.: 82. Geburtstag von Raymond Carver (†)<br> <br> Raymond Carvers ganz großer Ruhm kam mit <strong>„Short Cuts“</strong>, einem dreistündigen Werk des Filmemachers <strong>Robert Altman</strong>, das dem Begriff „Episodenfilm“ eine neue Bedeutung gab und einen entsprechenden Trend auslöste. In den 60er Jahren bedeutete dieser Ausdruck ein Pottpurri aus mehreren kurzen Geschichten, die hintereinander erzählt wurden. In der neuen und bis heute üblichen Variante laufen die Geschichten – in diesem Falle die Short Stories von Raymond Carver – parallel nebeneinander her und kreuzen sich immer wieder.<br> <br> Der Autor war wenige Jahre zuvor mit nur 49 Jahren verstorben und hatte es in Fachkreisen bereits zu gewissen Ehren gebracht: ihm wurde nachgesagt, er habe das Genre der amerikanischen Kurzgeschichte für die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts ebenso nachhaltig verändert wie Hemingway es für die erste getan hatte.<br> Inzwischen kam ans Licht, Carvers prägnanter, knapper Stil sei gar nicht sein Werk, sondern das Verdienst seiner Frau gewesen, die in seinen eher weitschweifigen Texten ordentlich herumgestrichen habe.</p>


<p><span id="more-16000"></span></p>


<p>So oder
so handeln Carvers Geschichten vom Alltag der Alltagsmenschen (es sind durchweg
Männer) und spielen auf der Verliererseite des Lebens. Er schrieb von einer
Welt, die wir gut kennen (und sei es aus der Erinnerung): ununterbrochen läuft
der Fernseher, Milchtüten und Ketchupflaschen stehen auf dem Kühlschrank, Asche
fällt von der Zigarette, und die Leute tragen ihre dreckigen Strümpfe in den
Waschsalon. Hier kommt es auf die Misslichkeiten an, die sich im Subtext
abspielen. Carver beklagt sich nicht, die Schmerzen seiner orientierungslosen
Figuren sind zu banal. Um zu ironisieren, ist er seinem Personal zu nah, und der
Mut, den er ihm zuspricht, ist verhalten und reicht immer nur bis zum nächsten
Missgeschick.</p>



<p>Raymond
Carver stammte aus kleinen Verhältnissen, und nichts in seiner frühen
Biographie weist auf eine literarische Laufbahn hin. Doch dann belegte er an
seiner Universität in Iowa einen Kurs in <em>Creative
writing. </em>Sein Lehrer war John Gardner, über den Carver später sagte: „Er
wurde nicht müde, mir zu erklären, worauf es beim Schreiben einer
Kurzgeschichte ankommt, nämlich auf alles! Er half mir, zu verstehen, wie
wichtig es ist, auf der Genauigkeit des Ausdrucks zu bestehen. Und er hat mir
gezeigt, wie man mit einem Minimum an Worten ein Maximum an Aussage erzielen
kann.“ Die letzte Äußerung dürfte seine Leser nach der Enthüllung des Lektorats
durch seine Gattin verblüfft haben.</p>



<p>Es sind
stets Kleinstädte, triste Nester in der amerikanischen Provinz, wo seine
Geschichten spielen, Alkoholismus, Gewalt und Depression plagen die Seelen
ihrer Bewohner. Eine falsche Geste, ein entgleisender Blick, und ihre ganze
Tragik wird spürbar. <br>
Der heitere Unterton von „Short Cuts“ dürfte dem Autor ebensowenig behagt haben
wie Altmans Entscheidung, Los Angeles zum Schauplatz seiner Collage zu machen. </p>


<p><img decoding="async" src="http://vg06.met.vgwort.de/na/269e37de77024eefb9fd454c8986767c" width="1" height="1" alt=""></p><p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2020/05/25/raymond-carver/">Raymond Carver – Die Helden aus der Mittelschicht</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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