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	<title>„Schiff mit Damenbedienung“ Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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	<title>„Schiff mit Damenbedienung“ Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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		<title>Die schönsten Filme, die ich kenne (83): &#8222;Half A Man&#8220;</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Nov 2018 20:01:23 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Das greise Fischerpaar McSweeney macht harte Zeiten durch. Ihr Sohn Winchell ist ein Spätentwickler, der sich jeder Entjungferung hartnäckig verweigert. Schließlich heuert er auf einem Schiff an, um als Matrose die harte Männerwelt prägend auf sich wirken zu lassen. Auf &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2018/11/16/11806/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das greise Fischerpaar McSweeney macht harte Zeiten durch. Ihr Sohn Winchell ist ein Spätentwickler, der sich jeder Entjungferung hartnäckig verweigert. Schließlich heuert er auf einem Schiff an, um als Matrose die harte Männerwelt prägend auf sich wirken zu lassen. Auf See muss er feststellen, dass die gesamte Besatzung weiblich ist. Die Damen bemuttern ihn nach Herzenslust und zu seinem Leidwesen. Eine Seekrankheit bewahrt ihn davor, seinen Teller leeressen zu müssen – vor solchen Bevormundungen ist er doch eigentlich geflohen.<br />
Als er bei dem Versuch, ein Gruppenfoto zu schießen, zuviel Blitzlichtpulver benutzt, versenkt er das Schiff.<br />
Er wird an der Küste jener Insel angespült, auf die sich auch die Matrosinnen mit ihrem Rettungsboot geflüchtet haben. Winchell ist nun der einzige Mann auf der Insel, und diesmal muss er sich zu den Nachstellungen der&nbsp;Frauen irgendwie verhalten &#8230;</p>
<p>Die Fachwelt, die sich dem Soloschaffen <strong>Stan Laurel</strong>s überhaupt gewidmet hat, ordnet „Half A Man“ weiter unten ein. Das ist nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass unmittelbar zuvor Laurels berühmte<strong> „Dr. Jekyll &amp; Mr. Hyde“</strong>-Parodie herausgekommen ist <span id="more-11806"></span>und dass er da bereits Hauptdarsteller einer ganzen Reihe von trefflichen Film- und Genreparodien gewesen war. Als jemand, der das Glück hatte, sowohl dieses Stummfilm-Repertoire als auch&nbsp;Laurels spätere klassische Teamarbeiten in der Synchronfassung von Heinz Caloué und Hanns Dieter Hüsch kennenzulernen, erscheint mir diese Bewertung ein wenig kopfgesteuert. Ich weiß nicht, wann ich je bei einem stummen Slapstickfilm mehr gelacht habe als bei &#8222;Half A Man&#8220;. Der Titel deutet es bereits an: in dieser Verhöhnung der christlichen Seefahrt treibt Stan Laurel seinen liebsten <em>Modus Operandi</em> der frühen Jahre – tuntiger Held in einer Situation, die eigentlich den ganzen Mann erfordert – auf die Spitze. Das ZDF zeigte diesen zutiefst anarchischen, unkorrekten Spaß in einer Serie, deren Frechheit ähnlich waghalsig war wie die halsbrecherischen Stunts der darin agierenden Stummfilmstars: „Männer ohne Nerven“. Bereits der Vorspann (zur irren Musik von Fred Strittmatter) ist ein Kabinettstück, das heute keine redaktionelle Kontrolle mehr passieren würde. (Der Slogan lautet „Drama – Liebe – Wahnsinn“, und das wird konsequent bebildert.) „Half A Man“ lief hier unter dem Titel „Schiff mit Damenbedienung“ und wurde auch (in einer noch witzigeren Bearbeitung) in „Dick &amp; Doof“ als Vorfilmchen gereicht, aufgeteilt auf die Folgen „Der hungrige Matrose“ und „Bitteres Seemannlos“.</p>
<p>„Half A Man“ ist Stan Laurels letzte Arbeit für den Produzenten Joe Rock. Danach ließ er sich von Hal Roach unter Vertrag nehmen, für den er schon zuvor verschiedentlich als Darsteller gearbeitet hatte. Was ihn anlockte, war die Möglichkeit, auch zu schreiben und Regie zu führen – bisher hatte er für derartige Bemühungen zumindest keinen Credit bekommen. Zwei Jahre später bildete Stan Laurel als Darsteller ein Team mit Oliver Hardy. Der Rest ist Geschichte.<img decoding="async" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/5a99165b7c56417382ba6ec1bded3d9e" alt="" width="1" height="1"></p>
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		<title>&#8222;Im Auftrag des ZDF&#8220; &#8211; Stan, Ollie und ich</title>
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		<pubDate>Mon, 16 May 2016 06:46:27 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: &#8222;Väter der Klamotte&#8220; live im Polittbüro, Hamburg Noch berühmter als der Rest des Buches ist diese Passage aus dem Bestseller „Generation Golf“ von Florian Illies: „Mir geht es gut. Ich sitze in der warmen Badwanne, und zwischen meinen Knien &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2016/05/16/im-auftrag-des-zdf-stan-ollie-und-ich/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2016/05/16/im-auftrag-des-zdf-stan-ollie-und-ich/">&#8222;Im Auftrag des ZDF&#8220; &#8211; Stan, Ollie und ich</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: <strong>&#8222;Väter der Klamotte&#8220;</strong> live im <strong>Polittbüro</strong>, Hamburg</p>
<p>Noch berühmter als der Rest des Buches ist diese Passage aus dem Bestseller <strong>„Generation Golf“</strong> von Florian Illies: „Mir geht es gut. Ich sitze in der warmen Badwanne, und zwischen meinen Knien schwimmt das braune Seeräuberschiff von Playmobil. Nachher schaue ich &#8218;<strong>Wetten dass ..?</strong>&#8218; mit <strong>Frank Elstner,</strong> dazu gibt es Erdnussflips. Niemals wieder hatte ich in späteren Jahren solch ein sicheres Gefühl, zu einem bestimmten Zeitpunkt genau das Richtige zu tun.“<br />
Als Angehöriger dieser Generation kenne ich das beschriebene Gefühl genau. Dass es bei mir eher<strong> Lego</strong> und <strong>Plastikant</strong> als Playmobil war, dass ich Chips lieber mochte als Flips und „Aus los geht’s los“ mit dem wagemutigen <strong>Blacky Fuchsberger</strong> cooler fand als das tutige „Wetten dass ..?“ – geschenkt! Außerdem fand der beschriebene magische Moment bei mir gar nicht am Samstag zur nahenden besten Sendezeit statt sondern am Freitag-Vorabend – und zwar dann, wenn der folgende Samstag ein schulfreier war.<br />
Dann konnte ich noch unbeschwerter als sonst die Späße von Laurel und Hardy genießen, die man damals noch ungestraft <strong>„Dick und Doof“</strong> nennen durfte. Oder die – meist homosexuell gefärbten – archaischen Solos von Stan Laurel, vor der Partnerschaft mit Hardy entstanden, die in der Serie <strong>„Männer ohne Nerven“</strong> präsentiert wurden. Oder heute vollends vergessene Künstler wie Snub Pollard, Billy Bevan und Bobby Dunn in „Väter der Klamotte“. Ihnen allen gemein war die gelenkige Archivmusik von Fred Strittmatter (die jedes Mal passte, als wäre sie aufs Bild komponiert) und die im Alleingang von <strong>Hanns Dieter Hüsch</strong> gefertigte Synchronisation.<span id="more-5009"></span></p>
<p>Kein Mensch wäre in jenen Tagen auf die Idee gekommen, die Hochachtung vor den flimmernden Komikergrößen (die man bei Hüsch allzeit heraushörte) als Aufruf zur Zurückhaltung zu deuten. Während Hüsch die Namen der Hauptdarsteller stets beibehielt* – ein Prinzip, das auf Laurel und Hardy zurückgeht, die sich in ihren gemeinsamen Filmen grundsätzlich mit dem bürgerlichen (Künstler-)Namen anredeten – hatten Chargen (also jene, die die Torte ins Gesicht bekamen) Namen wie Therese Jubelhose, Camillus Muhagel oder Trine Giftzahn – Bezeichnungen, die so ruchlos beknackt waren, dass man sie nicht mehr vergessen hat. Auch Beruf und soziale Stellung flossen mit ein: bei dem Millionär Max Fellrocker etwa, dem Appartementhausbesitzer Hubertus Sturmfrei oder bei Moische Tintenfinger, dem Buchhalter einer jüdischen Pfandleihe.</p>
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<em>Immer schön auf die Geräuschrequisiten achtgeben! Einlaß bei einer Stummfilm-Live-Aufführung von &#8222;Väter der Klamotte&#8220;</em></p>
<p>William K. Everson erklärte die Mentalität dieser Filmemacher in seinem Buch „The Films Of Laurel And Hardy“, und er könnte damit auch die Eindeutschungsarbeit von Hanns Dieter Hüsch gemeint haben: “Über die Eigenheiten von rassischen und religiösen Minderheiten wie über Sex machte man sich hemmungslos lustig, und da alles gleichermaßen als Zielscheibe von Spott und Verhöhnung galt, kam das Gefühl einer gezielten Diskriminierung gar nicht erst auf. Alles wurde toleriert, wenn es nur komisch war. Und das war es meist.“</p>
<p>Slapstick – das ist schon in diesem Begriff angelegt – hat mit Bosheit zu tun, mit dem Wunsch, einen Hieb auszuteilen, der nicht körperlich verletzend ist, der aber die Würde des Kontrahenten möglichst gründlich zerstört. Es ist legitim, das grausam zu finden.<br />
Everson stellt das als wichtigen Aspekt des Humors von Stan Laurel heraus, der der kreative Kopf hinter den Stan-und-Ollie-Filmen war: „Diese Komik der Grausamkeit (und Schmerz und Spott können sehr komisch sein) wurde (…) ein fester Bestandteil von Laurels Arbeit und blieb im Repertoire der Laurel &amp; Hardy-Filme erhalten, auch dann noch, als die meisten anderen Komiker sie aufgegeben hatten.&#8220;<br />
Dass Laurel in seinen Solo-Filmen ganz anders war, als wir ihn später mit Hardy erlebten, habe ich weiter oben schon angedeutet. Ich lernte ihn im freitäglichen Vorabendprogramm von dieser Seite kennen, und seine Abenteuer – sie zeigten ihn zumeist in fordernden Männerberufen wie Husar, Detektiv, Schatzsucher oder Holzfäller – fand ich oft noch komischer als die stummen Zweiakter mit seinem Partner (nicht zuletzt dank der angemessenen Vertonung).<br />
Heute unfassbar: der zeitweilige Reihentitel „Es darf gelacht werden“ schloß sogar weibliche Klischees mit ein. Unvergessen Hüschs fistelstimmiger Ausruf: „Oh, un-er-hört! Sittenstrolche! Hilfe, Polizei!“ – der für Mr. Laurel und Mr. Hardy niemals etwas Gutes bedeutete.</p>
<p>1925, unmittelbar ehe er zu Hal Roach (und bald an die Seite Oliver Hardys) wechselte, drehte Stan als letztes Solo „Schiff mit Damenbedienung“ („Half A Man“). Er ist das effeminierte Söhnchen eines steinalten Fischer-Ehepaares und wird zur Marine eingezogen. Zum Abschied schmiert er seiner weinenden Mutter versehentlich den Lutscher in die Haare. Auf See hat er es nicht leicht: alle Matrosen außer ihm sind Damen. Sie fangen ihn ein, füttern ihn (&#8222;Mir ist schlecht!&#8220; &#8211; &#8222;Da muß man gleich tüchtig weiteressen!&#8220;) und wollen ihn dann auch noch erobern. Schließlich versenkt er das Schiff bei dem Versuch, ein Erinnerungsfoto an seine erste Seekrankheit zu schießen: &#8222;Wenn viele aufs Bild sollen, nimmt man natürlich viel Blitzlichtpulver!&#8220; Als Stan sich ans Ufer gerettet hat, nehmen die Matrosen-Matronen die Verfolgung wieder auf &#8230;</p>
<p>Diese deutschen ZDF-Bearbeitungen wurden Mitte der 70er Jahre als historisch unsauber eingestuft (auch vom Sender selbst). Ihre Wirkung auf mich &#8211; und ich war nicht allein damit &#8211; dürfte der Absicht der alten Meister allerdings entsprochen haben. Hanns Dieter Hüschs „Half A Man“ verursachte mir den schlimmsten Lachanfall, den ich je vor dem Fernseher erlitten habe.</p>
<p>___________________<br />
* … wenn er einige davon auch merkwürdig aussprach. Aus Billy Bevan machte er Billy Büvong und aus Bobby Dunn Bobby Dünn.<img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/0781ce8ba79b49aa9a3b260ee307e7dc" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2016/05/16/im-auftrag-des-zdf-stan-ollie-und-ich/">&#8222;Im Auftrag des ZDF&#8220; &#8211; Stan, Ollie und ich</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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