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	<title>Tales Of Asgard Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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		<title>Die Marvels wie sie wirklich waren: Vince Colletta</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Dec 2019 21:54:35 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Diese&#160;Serie mit Artikeln zur Geschichte der Marvel Comics aus dem&#160;Silver Age&#160;ist eine Übernahme aus dem Fanmagazin&#160;&#8222;Das sagte Nuff&#8220;&#160;(2005-10). Ich bedanke mich herzlich für die Genehmigung, sie hier leicht aktualisiert wiederzugeben.&#160; Vince Colletta &#8211; Der erstaunliche Inker von&#160;&#160;Daniel Wamsler und Monty &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/12/08/vince-colletta/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/12/08/vince-colletta/">Die Marvels wie sie wirklich waren: Vince Colletta</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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<p><em>Diese&nbsp;Serie mit Artikeln zur Geschichte der Marvel Comics aus dem</em>&nbsp;Silver Age&nbsp;<em>ist eine Übernahme aus dem Fanmagazin&nbsp;<strong>&#8222;Das sagte Nuff&#8220;&nbsp;</strong>(2005-10). Ich bedanke mich herzlich für die Genehmigung, sie hier leicht aktualisiert wiederzugeben.&nbsp;</em></p>



<p><strong>Vince Colletta &#8211; Der erstaunliche Inker</strong> <br>von&nbsp;&nbsp;<strong>Daniel Wamsler</strong> und Monty Arnold<br><a href="http://dassagtenuff.blogspot.com/">http://dassagtenuff.blogspot.com/</a>&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" width="350" height="538" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/12/Vince-Colletta_ThinBlackLineColletta_LRG.jpg?resize=350%2C538&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-15021" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/12/Vince-Colletta_ThinBlackLineColletta_LRG.jpg?w=350&amp;ssl=1 350w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/12/Vince-Colletta_ThinBlackLineColletta_LRG.jpg?resize=195%2C300&amp;ssl=1 195w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></figure>



<p>Vince Colletta war zunächst ein Zeichner, dessen besonderes Händchen für schöne Frauen es ihm ermöglichte, die Liebes-Comics von Atlas fast im Alleingang zu illustrieren. Er war schnell und lieferte in kürzester Zeit professionell aussehende Arbeiten, weshalb nebenbei auch die Herausgeber von Charlton und Dell gerne auf ihn zurückgriffen, insbesondere wenn ihnen die Deadlines im Nacken saßen. Zu seinem Assistenteam gehörten Joe Sinnott und Dick Giordano. In den 60er Jahren arbeitete Colletta ausschließlich als Inker für Marvel. In diese Zeit fallen seine heute populärsten und umstrittensten Arbeiten.<span id="more-15016"></span> <br> <br>Im vorigen Kapitel klang an, dass Gene Colan mit der Arbeit von Vince Colletta nicht besonders zufrieden war, woraufhin dieser von „Dracula“ abgezogen wurde. Auch Neal Adams hatte wohl ein Abkommen mit DC, dass Colletta niemals an seine Zeichnungen dürfe. Die Meinungen über ihn gehen weit auseinander. Da sind zum einen die Fans, die seine Strichführung bei Jack Kirbys „Thor“ und den „Tales Of Asgard“ besonders schätzen, zum anderen die Kritiker, die ihm vorwerfen, Details weggelassen und zu dünne Tuschefedern verwendet zu haben. Letzteres macht sich besonders bei den aktuellen Ausgaben der „Thor Masterworks“ bemerkbar. Auch hieß es, Colletta sei neben seiner Arbeit für die Comic-Verlage zwielichtigen Geschäften nachgegangen, indem er neben seinem Zeichen-Studio noch ein Studio ganz anderer Art betrieben haben soll. Eine Menge junger Mädchen seien da ein und aus gegangen. Ob dort nur Foto-Shootings stattfanden, weiß nicht einmal die Gerüchteküche. Jedenfalls will sie wissen, seinen Job als Art Director bei DC von 1976 bis 1979 habe Colletta hauptsächlich&nbsp; Beziehungen und seinen Ruf verdankt, besonders schnell zu sein. Das zeichnerische Können sei da Nebensache gewesen. &#8211; Colletta war mit Jack Kirby zu DC gewechselt, allerdings ohne ihn weiter als Reinzeichner zu betreuen. <br> <br>Während sich Gene Colan bei der Verlagsleitung, sprich Stan Lee, über Collettas abgelieferte Arbeit beschwerte, sah sich Jack Kirby nie das Endresultat an. Statt bei Erledigtem zu verweilen, konzentrierte er sich auf seinen nächsten Auftrag. Schließlich hatte er eine Familie zu versorgen. Angesichts dieses Umstandes macht auch Kirbys Aussage Sinn, Stan Lee hätte nie auch nur eine einzige Zeile verfasst. Zumindest hatte Kirby nie etwas davon gesehen. In einem TV-Interview merkte John Romita an: „Sie redeten aneinander vorbei, keiner hörte dem anderen richtig zu!“. Lee, Romita und Kirby hatten dieselbe Strecke bei der Heimfahrt vom Marvel Office, so dass Romita Zeuge diverser Plot-Besprechungen seiner beiden Kollegen wurde. <br><br>Doch zurück zu Vince Colletta. Seine Unbeliebtheit bei den Fans liegt weniger an dem, was er tuschte, sondern vielmehr an dem, was er nicht tuschte. Das nachfolgende Beispiel aus Thor # 154 (Seite 11) spricht für sich selbst …</p>



<figure class="wp-block-image"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="640" height="489" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/12/Thor_Spinne-145_Pencil.jpg?resize=640%2C489&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-15031" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/12/Thor_Spinne-145_Pencil.jpg?resize=1024%2C782&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/12/Thor_Spinne-145_Pencil.jpg?resize=300%2C229&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/12/Thor_Spinne-145_Pencil.jpg?resize=768%2C587&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/12/Thor_Spinne-145_Pencil.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption> <em>Da waren’s nur noch sieben: Zweimal Seite 11 aus „Thor“ # 154 („Die Spinne“ Nr. 145, Panini-Schuber „Spider-Man – Das fehlende Jahr“), oben Jack Kirbys Bleistiftzeichnung, unten das Endresultat nach Vince Collettas Bearbeitung. Das Entfernen der Bewegungslinien und Lokis Schweifspitze nimmt zusätzliche Dynamik.</em> </figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="640" height="951" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/12/Thor_Spinne-145.jpg?resize=640%2C951&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-15032" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/12/Thor_Spinne-145.jpg?resize=689%2C1024&amp;ssl=1 689w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/12/Thor_Spinne-145.jpg?resize=202%2C300&amp;ssl=1 202w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/12/Thor_Spinne-145.jpg?resize=768%2C1142&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/12/Thor_Spinne-145.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>



<p>Doch Vince Colletta tuschte weiter. In den 80er Jahren betreute er verschiedene Serien für Marvel und DC. Er starb 1991.  </p>


<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://vg07.met.vgwort.de/na/5f84b703b81342a78d94a6f6462d7ac8" width="1" height="1" alt=""></p><p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/12/08/vince-colletta/">Die Marvels wie sie wirklich waren: Vince Colletta</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Die Marvels wie sie wirklich waren: Spider-Man (2)</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Apr 2019 14:18:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Diese Serie mit Artikeln zur Geschichte der Marvel Comics aus dem Silver Age ist eine Übernahme aus dem Fanmagazin &#8222;Das sagte Nuff&#8220; (2005-10). Ich bedanke mich herzlich für die Genehmigung, sie hier wiederzugeben. Die erstaunliche Spinne (Spider-Man) (Fortsetzung vom 26.3.2019) von Daniel Wamsler http://dassagtenuff.blogspot.com/ Die Williams-Version: &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/04/02/spider-man-2/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/04/02/spider-man-2/">Die Marvels wie sie wirklich waren: Spider-Man (2)</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Diese Serie mit Artikeln zur Geschichte der Marvel Comics aus dem </em>Silver Age <em>ist eine Übernahme aus dem Fanmagazin <strong>&#8222;Das sagte Nuff&#8220; </strong>(2005-10). Ich bedanke mich herzlich für die Genehmigung, sie hier wiederzugeben.</em></p>
<p><strong>Die erstaunliche Spinne (Spider-Man) </strong>(Fortsetzung vom 26.3.2019)<br />
von <strong>Daniel Wamsler</strong><br />
<a href="http://dassagtenuff.blogspot.com/">http://dassagtenuff.blogspot.com/<br />
</a></p>
<p><strong><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-13007" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/04/Nuff-Titelseite-03_Spider-Man.jpg?resize=640%2C952&#038;ssl=1" alt="Nuff Titelseite 03_Spider-Man" width="640" height="952" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/04/Nuff-Titelseite-03_Spider-Man.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/04/Nuff-Titelseite-03_Spider-Man.jpg?resize=202%2C300&amp;ssl=1 202w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/04/Nuff-Titelseite-03_Spider-Man.jpg?resize=689%2C1024&amp;ssl=1 689w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></strong></p>
<p>Die Williams-Version: &#8222;Die Spinne&#8220; Nr. 1</p>
<p>Inhalt der deutschen Nummer 1: Noch vor der eigentlichen Story gab&#8217;s für die Williams-Leser auf dem Innenumschlag &#8211; wie bei allen Erstausgaben vom Januar 1974 &#8211; ein extra für die deutschen Fans verfasstes Vorwort von Stan Lee.<br />
Auf Seite 1 verwendete man als Überschrift den Williams-„Die Spinne“-Schriftzug mitsamt seinem Netzhintergrund. Der kleine Spider-Man daneben wurde vergrößert nach rechts versetzt. Gelettert wurde noch nicht von Hand, man verwendete einen Maschinensatz, der einer Handschrift sehr ähnlich war, sozusagen ein „Pseudo-Lettering“, vergleichbar mit dem in den „Andy Morgan“- und „Bruno Brazil“-Alben des Bastei Verlags verwendeten Schriftsatz. Die Kolorierung unterscheidet sich deutlich von der Farbgebung des „Amazing Fantasy“ # 15-Nachdrucks bei Marvel Deutschland, vor allem bei der Kleidung. Das von Williams verwendete Papier war ziemlich grob, dafür war der Umschlag, ähnlich wie bei den späten Hit Comics, von guter Qualität, auch wenn die Umschläge der Hit Comics etwas dicker und somit stabiler gewesen waren. Die Seitenzahlen wurden neu gesetzt, einmal innerhalb der Panels von Hand, jeweils im letzten Panel am äußeren Heftrand, und zusätzlich noch einmal unterhalb der gezeichneten Seiten. Die „Macher“ Stan Lee und Steve Ditko verewigten sich auf der ersten Seite, was im Panini-Nachdruck, ebenso wie die laufende US-Nummer der Geschichte „V-789“, nicht mehr vorkommt.*<span id="more-12926"></span><br />
<em><br />
<img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-12929" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/03/Spinne-1_Er%C3%B6ffnungsseite.jpg?resize=640%2C936&#038;ssl=1" alt="Spinne 1_Eröffnungsseite" width="640" height="936" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/03/Spinne-1_Er%C3%B6ffnungsseite.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/03/Spinne-1_Er%C3%B6ffnungsseite.jpg?resize=205%2C300&amp;ssl=1 205w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/03/Spinne-1_Er%C3%B6ffnungsseite.jpg?resize=700%2C1024&amp;ssl=1 700w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" />Eröffnungsseite aus Die Spinne Nr. 1 von Williams. Die Lettern wurden mit einer Maschine gesetzt, die</em> <em>mit der des US-Verlags Charlton identisch war.</em></p>
<p>Im Gegensatz zum Text in den Sprechblasen wurden Plakataufschriften (S. 2 und 4), Zeitungsüberschriften (S. 9) und Ausrufe wie „Au!“ und „Hee!“ (S. 3 und S. 5) von Hand gelettert. Soundwords wurden eingedeutscht und neu gesetzt. So wurde das Geräusch der Autohupe auf S. 3 von „Honk! Honk!“ zu „Tüüt! Tüüt!“ und das Herausschießen des Netzes auf S. 11 von „Whizzzzt!“ zu „Pschscht!“. Beim Lettern schlich sich ein Fehler gleich zweimal ein: „100 Dollar enthält wer sich drei Minuten mit Dampfwalze Hogan im Ring halten kann!“ (Plakat, S. 4) und „Die Spinne enthält Show-Preis“, in der Schlagzeile des „Daily Chronicle“ auf S. 9. Zu Beginn des 2. Teils (S.7), befinden sich im ersten, halbseitigen Panel drei merkwürdige große schwarze Flecken, die angekreuzt bzw. angekratzt wurden. Auch hier ist die Nummerierung „V-789“ zu sehen. Auf mehreren Seiten sind außerdem die ursprünglichen Seitenzahlen ausgespart, was daran liegen könnte, dass deren Position erst im Nachhinein verändert wurde. Die Seitenzahlen ziehen sich ab der ersten Seite, ohne Hinzurechnung der Umschlagseiten, fortlaufend durch das Heft hindurch.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-12930" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/03/Pupillen_Nr.-1.jpg?resize=640%2C312&#038;ssl=1" alt="Pupillen_Nr. 1" width="640" height="312" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/03/Pupillen_Nr.-1.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/03/Pupillen_Nr.-1.jpg?resize=300%2C146&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/03/Pupillen_Nr.-1.jpg?resize=1024%2C499&amp;ssl=1 1024w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></p>
<p>Irgendein Scherzkeks scheint sich den Spaß erlaubt zu haben, im 4. Panel der Seite 11, schwarze Pupillen auf den Schwarzfilm von Spider-Mans Maske zu zeichnen. Vielleicht stammen die schwarzen Flecken auf Seite 7 ebenfalls von ihm. Die „Pupillen“ jedenfalls kommen aus dem US-Originalheft, das auf der DVD „Stan Lee&#8217;s Mutants, Monsters &amp; Marvels“ (dt. „Stan Lees Mutanten, Monster und Helden“, 2002) während des Interviews, das Kevin Smith mit Stan Lee führt, mehrmals groß im Hintergrund eingeblendet wird. Bei Williams verläuft abschließend auf der letzten Seite ein Textkasten waagrecht zur unteren Bildkante, der im US-Nachdruck nicht vorkommt, aber sicherlich dem Original entstammt, da die Seite ohne den Kasten kleiner erscheint als die restlichen.</p>
<p>Im Anschluss brachte Williams eine Redaktionsseite, bei der nach dem Gruß „Heute und auf ewig Euer“ Remos Unterschrift vergessen wurde. Danach folgt ein Titelbild des Zweithelden „Aquarius“ (Tales To Astonish # 70), welches durchaus auch für eine eigene Heftreihe hätte benutzt werden können. Lediglich das Signet wurde verkürzt und ohne Preisangabe abgedruckt. Man hatte sogar einen eigenen „Aquarius“-Schriftzug entworfen. Die Rückseite des zusätzlichen Covers enthielt eine Sammelmarke, auf diese Weise musste man die Comicseiten nicht zerschneiden. Nur der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass Zeichner Gene Colans Pseudonym Adam Austin fälschlicherweise „Dam Austin“ geschrieben wurde. Nach 12 Seiten Aquarius folgen eine Spielseite mit einem Labyrinth unter dem Titel „Eine aufregende Marvel-Jagd!“, sowie eine fünfseitige Episode der „Tales Of Asgard“ („Journey Into Mystery“ # 97) unter dem Titel „Geschichte aus Asgard! Heimat der mächtigen Nordgötter“. Abschließend zeigte man auf den hinteren Umschlagsseiten alle Titelbilder des nächsten Monats als sogenannte „Marvel-Produktion“ und ein ganzseitiges, wenn auch dürftig nachgezeichnetes, Sammelbild des Dings aus der Serie „Die fantastischen Vier“.<br />
Wolfgang J. Fuchs liefert für AF # 15 eine sehr gute, sinngemäße und treffende Übersetzung ab. Auch das verwendete „Pseudo-Lettering“, welches der Maschinenschrift den Charakter einer Handschrift gibt, verstärkt den Eindruck einer Einheit von Bild und Text. Zudem unterstützt es die Lesbarkeit. Die Filme wurden mit Sicherheit in den USA hergestellt (vgl. Remo-Interview in Norbert Hethkes „Die Sprechblase“ Nr. 174/175), weil sie ein etwas gröberes Raster aufweisen als die späteren Williams-Comics und es zu technisch bedingten Farbverschiebungen kam.<br />
<img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4804" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=640%2C42&#038;ssl=1" alt="Forts. folgt" width="640" height="42" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?w=1400&amp;ssl=1 1400w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=300%2C20&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=1024%2C67&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><br />
___________________<br />
* Zumindest ersteres wurde wieder geändert, vgl. aktuelle Version in der Panini-Leseprobe: <a href="http://www.mycomics.de/comic-pages/9980-spider-man-erstaunliche-abenteuer-die-spider-man-anthologie.html#page/2/mode/2up">http://www.mycomics.de/comic-pages/9980-spider-man-erstaunliche-abenteuer-die-spider-man-anthologie.html#page/2/mode/2up</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Die Marvels wie sie wirklich waren: Spider-Man (1)</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Mar 2019 19:44:09 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Diese Serie mit Artikeln zur Geschichte der Marvel Comics aus dem Silver Age ist eine Übernahme aus dem Fanmagazin &#8222;Das sagte Nuff&#8220; (2005-10). Ich bedanke mich herzlich für die Genehmigung, sie hier wiederzugeben. Die erstaunliche Spinne (Spider-Man) von Daniel Wamsler http://dassagtenuff.blogspot.com/ Die Spinne Nr. 1 Cover &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/03/26/spider-man-1/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Diese Serie mit Artikeln zur Geschichte der Marvel Comics aus dem </em>Silver Age <em>ist eine Übernahme aus dem Fanmagazin <strong>&#8222;Das sagte Nuff&#8220; </strong>(2005-10). Ich bedanke mich herzlich für die Genehmigung, sie hier wiederzugeben.</em></p>
<p><strong>Die erstaunliche Spinne (Spider-Man)</strong><br />
von <strong>Daniel Wamsler</strong><br />
<a href="http://dassagtenuff.blogspot.com/">http://dassagtenuff.blogspot.com/</a></p>
<p><strong>Die Spinne Nr. 1</strong></p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-12918" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/03/Die-Spinne-1_Williams.jpg?resize=640%2C911&#038;ssl=1" alt="Die Spinne #1_Williams" width="640" height="911" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/03/Die-Spinne-1_Williams.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/03/Die-Spinne-1_Williams.jpg?resize=211%2C300&amp;ssl=1 211w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/03/Die-Spinne-1_Williams.jpg?resize=719%2C1024&amp;ssl=1 719w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><br />
<em>Cover der deutschen Nr. 1 von „Spider-Man“ alias „Die Spinne“, erschienen im Januar 1974. Das Motiv besteht aus Titelbildelementen der US-Ausgaben <strong>„Amazing Spider-Man“</strong> # 98 und<strong> „Fantastic Four“ </strong></em># 99.</p>
<p>Endlich! Nach acht Jahren und 98 innerhalb der Hit-Comics des bsv erschienen Originalausgaben, erfährt der deutsche Leser wie Peter Parker zu Spider-Man wurde. Zwar gab es hier und da diverse Rückblicke auf vergangene Ereignisse, doch die <em>Origin Story</em> hatte der <strong>Bildschriftenverlag</strong> nie abgedruckt. Auf insgesamt elf Seiten erzählen Stan Lee und<strong> Steve Ditko</strong> wie es sich zutrug.* Storyline (diese Origin liegt auch Sam Raimis erstem „Spider-Man“-Film zugrunde, der sich erstaunlich nahe an der Comicvorlage orientiert): Peter Parker, Streber und Außenseiter, wird beim Besuch einer Physikausstellung der Midtown Highschool von einer kurz zuvor radioaktiv verstrahlten Spinne gebissen. Das Tier hatte sich an seinem seidenen Faden genau in der Sekunde von der Decke heruntergelassen, als bei einem kontrollierten Experiment kurzzeitig Strahlung frei wurde. Im Todeskampf überträgt die Spinne ihre Kräfte und Fähigkeiten auf den Schüler, in dessen Blut sich das radioaktive Spinnengift verteilt. <span id="more-12917"></span>Eher zufällig bemerkt er, dass er problemlos an Häuserwänden emporklettern und Stahl verbiegen kann. Um seine neuen Kräfte zu testen, verkleidet sich Peter und stellt sich einem Schaukampf gegen „Crusher Hogan“. Den umgebundenen Damenstrumpf, den er dabei als Maske trägt, hat er vermutlich aus Tante Mays Wäschetruhe mitgehen lassen. Nach dem Kampf engagiert ein Fernsehproduzent den Jungen für die „Ed Sullivan Show“. Mit einem selbstgebastelten Kostüm und netzversprühenden Düsen bewaffnet, begibt er sich ins Rampenlicht. Nach diesem ersten Auftritt kann er sich vor Angeboten kaum retten. In seiner Selbstverliebtheit und Hochnäsigkeit lässt er einen Dieb, der von einem Wachmann verfolgt wird, ungehindert entkommen. Ein fataler Fehler, wie sich später herausstellt. Es folgen weitere Auftritte in der Öffentlichkeit und Spider-Man avanciert zum Star. Eines Abends jedoch, als Peter von einer seiner Shows nach Hause kommt, muss er feststellen, dass sein Onkel Ben von einem Einbrecher erschossen wurde. Als Spider-Man macht er sich auf, den Verbrecher zu stellen. Dieser hat sich in einem Lagerhaus der Firma ACME (Zeichentrickfans der Warner Bros. wohlbekannt aus den „Looney Tunes“-Episoden von Bugs Bunny, Road Runner, Daffy Duck, Tweety &amp; Sylvester, den Tiny Toons u.v.a.) am anderen Ende der Stadt verbarrikadiert. Bereits nach kurzem Kampf hat Spidey den Gegner überwältigt. Zu seinem Erstaunen stellt er fest, dass es sich um denselben Gangster handelt, den er auf den Fluren des Fernsehstudios hat entkommen lassen. In Netz verpackt, lässt er den Bösewicht abholbereit für die Polizei hängen. Voller Selbstvorwürfe trottet der junge Mann in Richtung Sonnenuntergang und weiß: aus großer Kraft folgt große Verantwortung!</p>
<p>Fazit: Ein unübertroffener Klassiker in der Geschichte der Superhelden &#8211; Superman wäre so etwas bestimmt nicht passiert, andere Helden hätten nicht geweint, und Lucky Luke wäre nicht mit gesenktem Haupt gen Sonnenuntergang getrottet, sondern fröhlich singend in sein nächstes Abenteuer geritten &#8211; DER Meilenstein und Wegbereiter für das aufstrebende Marvel-Universum des sogenannten „Silver Age“ der US-Comics. Für die Zeichnungen engagierte Stan Lee die richtigen Leute: Steve Ditko, der dem Helden eine zerbrechliche Persönlichkeit einhauchte für die Innenseiten und Jack Kirby, der für das Titelbild einen mächtigen Superhelden in Szene setzte. So oft diese Story auch nacherzählt wurde, kein Zeichner oder Autor konnte je die Klasse des Originals erreichen.</p>
<p>Was insbesondere anhand der Entstehungsgeschichten der Marvel-Helden der frühen 60er Jahre auffällt, ist der laxe Umgang mit Radioaktivität. Da werden bei einer Physikausstellung mal kurz kontrollierte (!) radioaktive Strahlen freigelassen, ein Junge kann mit seinem Wagen ungehindert auf ein atomares Testgelände in der Wüste fahren, ein anderer wird bei einem Unfall mit einem ungesicherten Laster, der samt seiner strahlenden Ladung umkippt blind, vier Freunde kapern eine Rakete der US-Regierung und fliegen damit ins All, wo sie ebenfalls von enormen Strahlendosen beschossen werden, usw &#8230; Die Kritik, die Stan Lee damit an der Gesellschaft äußert, bleibt oftmals hinter den spannenden Storys verborgen. Man hatte einfach noch nicht den heutigen Wissensstand erreicht.</p>
<p><strong>Die Williams-Version</strong></p>
<p>Die Spinne Nr. 1 „Die Spinne“ (Januar 1974)<br />
Die deutsche Titelangabe im „Spider-Man Index“ von Marvel Deutschland aus „Das fehlende Jahr“-Schuber: „Der Bücherwurm wird zur Spinne“ bezieht sich aufs Cover, ist allerdings nicht ganz korrekt, da der Name des Bücherwurms „Peter Parker“ fehlt und es „zu der“ heißen muss.<em><br />
</em>Cover der deutschen Nummer 1:<br />
Leider verwendete man für Die Spinne Nr. 1 nicht das von Jack Kirby in Szene gesetzte Originalcover von „Amazing Fantasy“ # 15, sondern eine bearbeitete Version des Titelbilds von ASM # 98 (das spätere Williams-Heft Nr. 99) des damals vor allem durch seine Arbeiten innerhalb der DC-Serie „Green Lantern“ bekannten Zeichners Gil Kane. Schriftzug und Signet übernahm man von den bereits unter dem Verlagsnamen Williams erschienenen letzten Ausgaben der Hit Comics bzw. „Superhelden“-Reihe „Die Spinne“ (Nr. 252-254). Allerdings „kippte“ man den „Die Spinne“-Schriftzug auf der linken Seite leicht nach unten, so dass das gezeichnete Netz im Hintergrund nicht mehr ganz bis zur oberen Heftkante reichte. Das Superhelden-Signet wurde durch den Aufdruck „Marvel Comics“ ersetzt, wobei man auf den Hinweis „&#8230; is a trademark of the Marvel Group“ verzichtete. Dieser wurde erst ab den Heften mit dem größeren Signet („Die Spinne“ Nr. 68) in ähnlicher Form wieder eingefügt.<br />
Der Grüne Kobold, den die neuen Leser noch nicht kannten bzw. kennen konnten, wurde vom Cover entfernt und durch den Helden aus der Zweitgeschichte, Prinz Namor &#8211; hier als „Aquarius“ &#8211; ersetzt. Die Schatten im blauen Teil von Spider-Mans Kostüm waren nachgezeichnet, vermutlich um seine Muskeln noch größer erscheinen zu lassen (oder wesentlich wahrscheinlicher: weil die Vorlage des Druckfilms schlecht war). Sein Gürtel war schwarz anstatt rot und ohne das übliche Netzmuster. Gil Kanes Signatur überdeckte man durch eine gezackte Textblase mit der Inschrift: „Haltet Euch fest, Leute! Jetzt kommt die Spinne!“. Sehr passend, da Spider-Man sich offenbar auch nicht festhalten konnte und deshalb die Wand eines Hochhauses herunterrutscht. Die coolen Löcher vor den Riefen, die er dabei hinterlässt, wurden erst für Williams Nr. 99 hinzugefügt. Was leider in keiner der beiden deutschen Versionen (Williams/Panini) sichtbar ist, ist Spider-Mans linker kleiner Finger der am US-Signet vorbeischrammt und dabei Spuren im Marvel-Comics-Schriftzug hinterlässt.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-12923" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/03/Cover-Ausschnitt-Spider-Man-98.jpg?resize=601%2C396&#038;ssl=1" alt="Cover-Ausschnitt Spider-Man #98" width="601" height="396" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/03/Cover-Ausschnitt-Spider-Man-98.jpg?w=601&amp;ssl=1 601w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/03/Cover-Ausschnitt-Spider-Man-98.jpg?resize=300%2C198&amp;ssl=1 300w" sizes="auto, (max-width: 601px) 100vw, 601px" /></p>
<p>Im Kreis für den Titel „The Goblin&#8217;s Power!“ bzw. „Des Kobolds Kraft!“, steht auch der Titel dieser Erstausgabe: „Der Bücherwurm Peter Parker wird zu der Spinne!“ Für Aquarius, dessen Namen man wohl aus Aktualitätsgründen von Sub-Mariner (die „Yellow Submarine“-Zeit der Beatles war vorbei, Musicals wie „Hair“ und Songs wie „Aquarius“ und „Let The Sunshine In“ waren vermutlich eher angesagt) in Aquarius änderte, ließ man eine von den Sprechblasen des Grünen Kobolds stehen und fügte eine zweite hinzu. Darin war aus Namors Mund zu lesen: „Prinz Namor, der Held von Atlantis kehrt in sein Reich zurück!“ und „Zu spät, Verräter! Aquarius naht!“, was irgendwie wenig Sinn zu ergeben scheint. Die andere (für die spätere Williams-Ausgabe und US-Nachdrucke zweigeteilte, im Original einteilige) Sprechblase des Kobolds wurde vom Wasserstrahl, aus dem Namor mitten in der Luft und mehrere Stockwerke hoch (!) emporsteigt, verdeckt. Der aufsteigende Rauch aus dem Düsengleiter des Kobolds wurde ebenfalls entfernt und die entsprechenden verdeckten Stellen nachgezeichnet. Die für den Druck verwendeten Farben wirken hier aufgrund des besseren Papiers wesentlich kraftvoller als bei Williams&#8216; „Die Spinne“ Nr. 99. Gelb und Rot wurden im Schriftzug der Hefte übrigens genau umgekehrt verwendet (Die Spinne Nr. 1: rote Schrift mit gelb unterlegtem Schatten). Wer das Titelbild von ASM # 98 in den Originalfarben betrachten möchte, der sollte sich entweder Hit-Comics „Die Spinne“ Nr. 235 oder die US-Ausgabe besorgen.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4804" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=640%2C42&#038;ssl=1" alt="Forts. folgt" width="640" height="42" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?w=1400&amp;ssl=1 1400w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=300%2C20&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=1024%2C67&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" />___________________<br />
* Im Originalbild mit neuer Übersetzung nachzuvollziehen in dieser zeitgenössischen Panini-Leseprobe: <a href="http://www.mycomics.de/comic-pages/9980-spider-man-erstaunliche-abenteuer-die-spider-man-anthologie.html#page/2/mode/2up">http://www.mycomics.de/comic-pages/9980-spider-man-erstaunliche-abenteuer-die-spider-man-anthologie.html#page/2/mode/2up</a></p>
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		<title>Die Marvels wie sie wirklich waren: Thor (2/2)</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Feb 2019 12:35:56 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Diese Serie mit Artikeln zur Geschichte der Marvel Comics aus dem Silver Age ist eine Übernahme aus dem Fanmagazin &#8222;Das sagte Nuff&#8220; (2005-10). Ich bedanke mich herzlich für die Genehmigung, sie hier wiederzugeben. Das Cover von Jack Kirby wurde von Daniel Gramsch coloriert. Der mächtige &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/02/27/thor-22/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/02/27/thor-22/">Die Marvels wie sie wirklich waren: Thor (2/2)</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Diese Serie mit Artikeln zur Geschichte der Marvel Comics aus dem </em>Silver Age <em>ist eine Übernahme aus dem Fanmagazin <strong>&#8222;Das sagte Nuff&#8220; </strong>(2005-10). Ich bedanke mich herzlich für die Genehmigung, sie hier wiederzugeben. Das Cover von<strong> Jack Kirby</strong> wurde von <strong>Daniel Gramsch</strong> coloriert.</em></p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-12661" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Nuff11_Thor.jpg?resize=640%2C941&#038;ssl=1" alt="Nuff11_Thor" width="640" height="941" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Nuff11_Thor.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Nuff11_Thor.jpg?resize=204%2C300&amp;ssl=1 204w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Nuff11_Thor.jpg?resize=696%2C1024&amp;ssl=1 696w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></p>
<p><strong>Der mächtige Thor </strong>(Fortsetzung vom 20.2.2019)<br />
von <strong>Daniel Wamsler</strong><br />
<a href="http://dassagtenuff.blogspot.com/">http://dassagtenuff.blogspot.com/<br />
</a></p>
<p><strong>Ein neuer Anfang</strong></p>
<p>Ab Januar 1974 setzte der <strong>Williams Verlag</strong> mit seinem Marvel-Programm neue Maßstäbe. Neben sechs weiteren Titeln war auch Thor vom Start weg mit dabei. Alle Thor-Storys erschienen ungekürzt und weitestgehend in der richtigen Reihenfolge. 1968 hatte Marvel USA Thors Origin aus <strong>„Journey Into Mystery“</strong> # 83 erneut verbraten und Dr. Don Blake in Thor # 158 auf sieben zusätzlichen Seiten von seiner „Geburt“ erzählen lassen. Dadurch waren die Originalfilme, deren Layout man zumindest auf der ehemaligen Eröffnungsseite verändert hatte, vermutlich nicht mehr aufzutreiben. Das Ende der neuen Geschichte stellte die Frage nach der „Antwort“, die in &#8222;Thor&#8220; # 159 erfolgen sollte. So endet auch Williams&#8216; &#8222;Thor&#8220; Nr. 1 mit den Worten: „Demnächst: Die Antwort!“. Dieses „demnächst“ sollte für den deutschen Leser allerdings ganze sechs Jahre dauern, bis der Condor Verlag mit <strong>&#8222;Marvel Comic Sonderheft&#8220;</strong> Nr. 1 die Antwort aus &#8222;Thor&#8220; # 159 zusammen mit einem erneuten Abdruck von &#8222;Thor&#8220; # 158 nachreichte.<span id="more-12660"></span></p>
<p>Doch zurück ins Jahr 1974. Chronologisch korrekt lief die Serie bei Williams bis &#8222;Thor&#8220; # 150, wo man nach den ersten 11 Seiten abbrechen musste, da &#8222;Die Spinne&#8220; zu der Thor zwischenzeitlich gewechselt war mit Nr. 137 eingestellt wurde. Die &#8222;Tales Of Asgard&#8220; liefen zwar ebenfalls in der fast richtigen Reihenfolge, doch anfangs querbeet durch alle Serien (&#8222;Spinne&#8220;, &#8222;Thor&#8220;, &#8222;Hulk&#8220;), in denen gerade Platz war, und erst ab Nr. 28 fortwährend. Leider war mit &#8222;Thor&#8220; Nr. 33 Schluss, Williams verzichtete auf die „Tales“ und konzentrierte sich auf die Hauptstorys, die mit „Thor Nr. 34“, wie es einmal in einem Querverweis der Folgeausgaben hieß, zu &#8222;Spider-Man&#8220; (ab &#8222;Die Spinne&#8220; Nr. 68) überwechselten. Viele der &#8222;Tales Of Asgard&#8220; packte Condor später in die verschiedensten Publikationen und konnte so nicht nur Lücken in den eigenen Heften, sondern auch in der Chronologie schließen. Das „Journey Into Mystery Annual“ # 1 von 1965 erschien wie alle Annuals (mit Ausnahme von &#8222;Amazing Spider-Man&#8220; Annual # 2 als „Dr. Strange“ Nr. 11) nicht bei Williams. In diesem Fall war das auch nicht weiter tragisch, da auf die entsprechende Episode im Gegensatz zum dritten Annual der &#8222;Fantastic Four&#8220; (Susan Storm heiratet Reed Richards) aus demselben Jahr, im weiteren Verlauf der Serie kaum oder gar nicht Bezug genommen wurde. Auch das zweite „Jahressonderheft“, diesmal als &#8222;Thor&#8220; Special # 2 erschien erst 1982 bei Condor (&#8222;Die Spinne&#8220; Taschenbuch Nr. 12).</p>
<p><strong>Das fehlende Jahr</strong></p>
<p>Der Condor Verlag hatte beim Start seiner Spinne-Heftserie 14 Ausgaben von &#8222;Amazing Spider-Man&#8220; übersprungen, die zwischen Williams Nr. 137 und Condor Nr. 1 lagen. Trotz mehrfacher Ankündigung von Seiten der Redaktion wurde diese Lücke aber nie geschlossen. Der Chef des Hauses wollte davon einfach nichts wissen. Erst Marvel Deutschland/Panini räumte 1998 damit auf. Ging ja auch kaum anders, da deren aktuelle Geschichten in den neugestarteten &#8222;Spider-Man&#8220;-Heften mit der sogenannten Klon-Saga genau auf diesen in Deutschland unveröffentlichten Ausgaben basierten. Man machte sich die Mühe, das</p>
<p>Williams-Design nachzuahmen, verwendete ebenfalls Thor als Zweitstory und setzte mit Thor # 150 genau dort ein, wo Williams aufgehört hatte. Selbstverständlich erschienen die ersten 11 Seiten noch einmal, so dass sich auch Leser, welche die Williams-Ausgaben nicht oder nicht mehr hatten, zurechtfinden konnten. Auch ein erklärendes Vorwort nach dem Motto „Was bisher geschah&#8230;“ war hilfreich. Mit dem Abdruck der kompletten Ragnarök-Saga schloss man nach fast zwanzig Jahren unwissentlich die Lücke zwischen &#8222;Spinne&#8220; Nr. 137 und &#8222;Thor&#8220; Nr. 1. Als im darauffolgenden Jahr auch noch „Journey Into Mystery“  # 83 als Zusatzheft in einem der sogenannten „Get“- bzw. „Jubiläums-Packs“ erschien, war es endlich möglich, ganze 83 Thor-Abenteuer an einem Stück auf deutsch zu lesen. Leider hatten bsv und Condor nach &#8222;Hit Comics&#8220; Nr. 206 und Marvel-Comic-Sonderheft Nr. 1 nur noch „ausgewählte“ Einzelepisoden veröffentlicht, so dass erneut große und kleine Lücken in der Chronologie entstanden. Nachdrucke älterer Thor-Geschichten erschienen in &#8222;Die Rächer&#8220;-Taschenbuch Nr. 1 (JIM # 83 und 85) und &#8222;Die Spinne&#8220;-Taschenbuch Nr. 19 (Thor # 142). Bemerkenswert ist, dass &#8222;Thor&#8220; im Gegensatz zu den anderen Marvel-Serien bei keinem der deutschen Lizenz-Verlage, mit Ausnahme fehlender Panels (&#8222;Hit Comics&#8220; zwischen Nr. 7 und 59 und &#8222;Die Spinne&#8220; Condor Nr. 7/8) die für die Einleitungstexte beim Einstieg in die Fortsetzung verwendet wurden, gekürzt erschien.</p>
<p><strong>Political Correctness**</strong></p>
<p>Ein Sonderfall in der Thor-History ist &#8222;Thor&#8220; Nr. 5 aus dem Williams- Verlag (JIM # 87). In Zeiten des Kalten Krieges kämpften die US-Superhelden in den Comics immer noch gegen „böse“ Russen und Nazis. So auch Hulk, Thor, die Rächer und die Fantastischen Vier. Während bei den FV eine Episode mit Adolf Hitler als „Hate Monger“ einfach ausgelassen wurde (ähnliches geschah bei den Rächern), nahm man bei &#8222;Thor&#8220; und &#8222;Hulk&#8220; der 5. Williams-Marvelproduktion (Mai 1974) Retuschen vor. Auch bei den FV wurden einen Monat später Hammer und Sichel auf dem Raumschiff des Red Ghost  entfernt, die Eingriffe bei &#8222;Hulk&#8220; und &#8222;Thor&#8220; waren jedoch von weitaus größerem Umfang.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-12663" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Thor-Russenzensur.jpg?resize=640%2C331&#038;ssl=1" alt="Thor-Russenzensur" width="640" height="331" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Thor-Russenzensur.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Thor-Russenzensur.jpg?resize=300%2C155&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Thor-Russenzensur.jpg?resize=1024%2C529&amp;ssl=1 1024w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></p>
<p>Die UdSSR wurde zum &#8222;Lande der Zetas&#8220; und alle möglichen typischen Erkennungsmerkmale eliminiert oder umgestaltet. Die Dächer des Kreml wurden neu gedeckt, Bärte wurden hinzugezeichnet oder gestutzt, die Soldatenuniformen erhielten ein neues Design und ihren Trägern verpasste man schwarze Baskenmützen der Marke Edding. All dies tat der Story aber keinen Abbruch. Im Gegenteil, ohne realen Bezug funktionierte sie 12 Jahre später sogar besser. Der veränderte Aufbau erinnert etwas an Hergés &#8222;Tim und Struppi&#8220;, die ihre Abenteuer jeweils in einem Fantasie-Teil eines tatsächlich existierenden Landes erleben. Eine unveränderte deutsche Fassung des US-Originals erschien im Jahr 2000 bei Marvel Deutschland innerhalb der Reihe &#8222;Marvel Klassik&#8220;, die unter dem Namen „Marvel Masterworks“ in buchgebundener Form in den USA läuft. Enthalten sind die Hauptstorys aus &#8222;Journey Into Mystery&#8220; # 83 &#8211; 100. Die &#8222;Tales Of Asgard&#8220; (JIM # 97-100) erschienen in der deutschen Fassung nicht.</p>
<p><strong>Leserservice</strong></p>
<p>&#8222;Thor&#8220; gehört zu den Comic-Serien, bei denen das Lesen auf Deutsch keinen großen Spaß macht, und deren Potential weit größer ist, als geahnt.* Das liegt vor allem an der stiefmütterlichen Behandlung durch die Lizenzverlage, deren Veröffentlichungen oftmals unchronologisch und lückenhaft sind. Deshalb folgt hier  die Checkliste mit der idealen Lesereihenfolge der Abenteuer des Donnergottes als PDF.</p>
<p><a href="https://blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Thor_Checklist.pdf">Thor_Checklist</a> als PDF</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-12863" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Thor-Collage.jpg?resize=640%2C957&#038;ssl=1" alt="Thor-Collage" width="640" height="957" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Thor-Collage.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Thor-Collage.jpg?resize=201%2C300&amp;ssl=1 201w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Thor-Collage.jpg?resize=685%2C1024&amp;ssl=1 685w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><br />
<em>Diese für Jack Kirby typische Slash-Page wurde der Origin-Story von Thor hinzugefügt, als sie 1968 als Flashback neu erzählt wurde (&#8222;Der mächtige Thor&#8220; Nr. 1, Williams Verlag 1974).</p>
<p></em>Daniel Wamslers aktueller Blog zum Thema &#8222;Thor&#8220; findet sich hier: <a href="https://dassagtenuff.blogspot.com/2019/03/immer-wieder-ein-bisschen-anders.html">https://dassagtenuff.blogspot.com/2019/03/immer-wieder-ein-bisschen-anders.html</a><br />
____________<br />
*  Siehe dazu auch <a href="https://blog.montyarnold.com/2016/10/01/aquarius-prinz-namor-der-held-von-atlantis-die-deutsche-chronologie-von-marvels-sub-mariner/">https://blog.montyarnold.com/2016/10/01/aquarius-prinz-namor-der-held-von-atlantis-die-deutsche-chronologie-von-marvels-sub-mariner/<br />
</a>** Siehe dazu auch <a href="https://blog.montyarnold.com/2015/09/19/eine-faust-geht-nach-osten/">https://blog.montyarnold.com/2015/09/19/eine-faust-geht-nach-osten/</a> über den Fall &#8222;Der rote Wächter&#8220;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/02/27/thor-22/">Die Marvels wie sie wirklich waren: Thor (2/2)</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Die Marvels wie sie wirklich waren: Thor (1/2)</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Feb 2019 11:33:51 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Diese Serie mit Artikeln zur Geschichte der Marvel Comics aus dem Silver Age ist eine Übernahme aus dem Fanmagazin &#8222;Das sagte Nuff&#8220; (2005-10). Ich bedanke mich herzlich für die Genehmigung, sie hier wiederzugeben. Der mächtige Thor von Daniel Wamsler http://dassagtenuff.blogspot.com/ Die &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/02/20/thor-1/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/02/20/thor-1/">Die Marvels wie sie wirklich waren: Thor (1/2)</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Diese Serie mit Artikeln zur Geschichte der Marvel Comics aus dem </em>Silver Age <em>ist eine Übernahme aus dem Fanmagazin <strong>&#8222;Das sagte Nuff&#8220; </strong>(2005-10). Ich bedanke mich herzlich für die Genehmigung, sie hier wiederzugeben.</em></p>
<p><strong>Der mächtige Thor</strong><br />
von <strong>Daniel Wamsler</strong><br />
<a href="http://dassagtenuff.blogspot.com/">http://dassagtenuff.blogspot.com/</a><strong><br />
</strong></p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-12616" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Thor-Williams-1.jpg?resize=640%2C901&#038;ssl=1" alt="Thor Williams #1" width="640" height="901" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Thor-Williams-1.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Thor-Williams-1.jpg?resize=213%2C300&amp;ssl=1 213w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Thor-Williams-1.jpg?resize=727%2C1024&amp;ssl=1 727w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><em>Die erste Thor-Ausgabe des <strong>Williams Verlag</strong>s. Das Titelbild zeigt eine nicht verwendete Variante. Beim US-Original (<strong>Journey Into Mystery</strong> # 83) sind es etwa ein halbes Dutzend Steinmonster weniger. Das Cover zur enthaltenen Story (JIM # 158) hatte in den USA ein völlig anderes Motiv.</em></p>
<p>Wer konnte noch mächtiger, noch gewaltiger sein als die Superhelden, die <strong>Stan Lee</strong> und <strong>Jack Kirby</strong> bisher erschaffen hatten? Die Antwort liegt auf der Hand – ein Gott! Die Marvel-Macher entschieden sich gegen den Olymp und zugunsten des nordischen Götterreichs <strong>Asgard</strong>. Eine Story wurde ersonnen, in der ein gehbehinderter amerikanischer Arzt während eines Urlaubs in Norwegen in einer verlassenen Höhle einen alten Ast findet, der ihm fortan als Krücke dienen soll. Beim Versuch, sich wieder aus der Höhle zu befreien, schlägt Dr. Don Blake verzweifelt mit dem Ast gegen einen Felsen, der ihm den Ausgang versperrt. Das Stück Holz wird zum magischen Hammer und der schmächtige Blake verwandelt sich in den mächtigen Thor, den nordischen Gott des Donners. Der Rest ist Geschichte &#8230;*</p>
<p>Während sich Dr. Blake nicht einmal traut, seiner Assistentin Jane Foster seine Liebe zu gestehen, bekämpft sein Alter Ego alle möglichen Schurken und bösen Mächte, als wären die nichts. Erst später soll sich herausstellen, dass Göttervater Odin selbst es war, der <span id="more-12613"></span>seinem allzu stolzen und ungehorsamen Sohn die zweite Identität als behinderter Arzt zu dessen Prüfung auferlegt hatte. Neben Thor und Odin tauchen sämtliche Figuren der nordischen Sagen wie beispielsweise Loki der Gott des Bösen, Heimdahl der Hüter der Regenbogenbrücke, Fandral, Hogun und die Trolle auf. Lediglich der fette Gott Volstagg ist Stan Lees freie Erfindung.** Und auch das sogenannte „Uru-Metall“, aus dem Thors Hammer geschmiedet sein soll, stammt nicht aus der Mythologie, sondern aus der Feder von Larry Lieber, Stan Lees Bruder, der zu Anfang der Serie noch nicht wusste, dass der magische Hammer Mjölnir heißt. Viele andere Kleinigkeiten wurden ebenfalls erst später genau recherchiert und flossen im Laufe der Zeit in die Thor-Geschichten ein.</p>
<p><strong>Tales Of Asgard</strong></p>
<p>Ursprünglich war &#8222;Journey Into Mystery&#8220; eine Comicserie wie &#8222;Strange Tales&#8220;, &#8222;Tales To Astonish&#8220;  oder &#8222;Tales Of Suspense&#8220;. Marvel bzw. Atlas durfte damals nur eine begrenzte Anzahl von Monatstiteln in den Handel bringen, was mit dem Vertrieb über National Periodicals bzw. DC Comics, also dem direkten Konkurrenten, zusammenhing. Da die Superhelden Anfang der 60er Jahre boomten, verbannte man die mystischen Horror- und Science-Fiction-Geschichten immer mehr aus den Heften. Als irgendwann fast nur noch Superhelden in den Comicbooks waren, wurden die Reihen entsprechend umbenannt. &#8222;Tales To Astonish&#8220; wurde zu &#8222;Hulk&#8220;, &#8222;Tales Of Suspense&#8220; zu &#8222;Captain America&#8220; und &#8222;Journey Into Mystery&#8220; zu &#8222;The Mighty Thor&#8220;  mit beibehaltener bzw. fortlaufender Nummerierung. Schon Jahre zuvor kristallisierte sich Jack Kirbys Vorliebe und Talent für große Panels und Einzelbilder heraus. So kamen ab &#8222;Journey Into Mystery&#8220; # 97 die &#8222;Geschichten aus Asgard&#8220; (&#8222;Tales Of Asgard&#8220;), kurze Erzählungen mit nur wenigen, zum Teil auch gar keinen Sprechblasen in die Comic-Hefte.</p>
<p>Für dieses „Füllmaterial“ griffen er und Stan Lee erneut die nordischen Mythen auf, schneiderten sich diese zurecht und erzählten mit eindrucksvollen Worten und Bildern auf je fünf Seiten kurze Abhandlungen aus den uralten Sagen. Dabei konnten sich sowohl Autor als auch Zeichner voll ausleben. Insgesamt erschienen neunundvierzig dieser Tales in &#8222;Journey Into Mystery&#8220; # 97 bis &#8222;Thor&#8220; # 145. Leider liegen nicht alle dieser Erzählungen auf  deutsch vor. Die meisten erschienen beim Condor Verlag als Füllstorys quer durch alle Serien und Comicformate vom Heft über Taschenbuch und Album. Darunter viele Erstveröffentlichungen aber auch gewaltige Lücken. Zehn blieben in Deutschland bis heute unveröffentlicht, bis Hachette Anfang 2016 einen Komplettband herausgab.*** Die Kolorierung dieser Publikation wurde von einigen alten Fans als &#8222;entstellend&#8220; empfunden.</p>
<p><strong>Chronologie?</strong></p>
<p>Der Gott des Donners und Sohn Odins, Herrscher über das Götterreich Asgard, war der erste Marvel-Held, der den deutschen Lesern häppchenweise als Füllmaterial in der Reihe &#8222;Hit Comics&#8220; des Bildschriftenverlags, ab Nr. 7, serviert wurde. In Fortsetzungen von drei bis fünf Seiten kämpfte der „Zweitheld“ gegen das Böse. Zum Einstieg war der griechische Gott Herkules an seiner Seite, Stan Lees Seitenhieb auf die damals populären „Sandalenfilme“ mit Steve Reeves und Co., um den schurkischen Gott Pluto zurück in die Unterwelt zu treiben. „The Power Of Pluto“, ein gigantisches Epos aus der Feder von Stan Lee, Jack Kirby und Vince Coletta, die 1966 auf ihrer absoluten schöpferischen Höhe waren. Schade nur, dass eine Episode mitten aus einer mehrteiligen Handlung herausgenommen wurde. So war diese für das deutsche Publikum nur schwer nachzuvollziehen. Auch wurden die Übersetzungen der Zweitstorys bei bsv zum Teil noch in letzter Minute in den ausländischen Druckereien und von deren Mitarbeitern gefertigt, was ebenfalls nicht von Vorteil war. Nach Abschluss der Geschichte folgte als fünfte Fortsetzung die dazugehörigen &#8222;Tales Of Asgard&#8220;, ebenfalls aus &#8222;Journey Into Mystery&#8220; # 128.</p>
<p>Da die einzelnen Titel innerhalb der &#8222;Hit Comics&#8220;-Reihe als separat angesehen wurden, zog sich die erste &#8222;Thor&#8220;-Folge über insgesamt neun Nummern hin (Hit Comics Nr. 7 &#8211; 15), bis Thors erstes Abenteuer in den &#8222;Spinne&#8220;-Heften endlich zum Abschluss kam. Kein besonders guter Anfang für einen Gott. Doch nun folgte Schlag auf Schlag, in &#8222;Hit Comics&#8220; Nr. 23, diesmal ein Heft der &#8222;Rächer&#8220;, startete &#8222;The People Breeders&#8220;. Der erste Teil einer Story um einen Wissenschaftler, der mit tierischem und menschlichem Erbgut experimentiert, um eine widerstandsfähige und intelligente Rasse hervorzubringen.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-12920" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Menschenz%C3%BCchter_bsv-Williams.jpg?resize=640%2C437&#038;ssl=1" alt="Menschenzüchter_bsv-Williams" width="640" height="437" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Menschenz%C3%BCchter_bsv-Williams.jpg?w=2524&amp;ssl=1 2524w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Menschenz%C3%BCchter_bsv-Williams.jpg?resize=300%2C205&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Menschenz%C3%BCchter_bsv-Williams.jpg?resize=1024%2C699&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Menschenz%C3%BCchter_bsv-Williams.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Menschenz%C3%BCchter_bsv-Williams.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><br />
<em>Eröffnungsseite der &#8222;People Breeders&#8220; bei bsv und bei Williams (&#8222;Die Spinne&#8220; Nr. 105)</em></p>
<p>Damit hatte der bsv ganze fünf US-Ausgaben übersprungen. Ob positiv oder negativ, jedenfalls begann der Verlag damit, ab &#8222;Hit Comics&#8220; Nr. 27 parallel die Fortsetzung aus US-&#8222;Thor&#8220; # 135 abzudrucken. Die Folgeepisode begann in &#8222;Hit Comics&#8220; Nr. 34, einer &#8222;Daredevil&#8220;- bzw. &#8222;Devil-Man&#8220;-Ausgabe, womit ganze drei Abenteuer (Thor # 134 &#8211; 136) auf einmal liefen, bis mit &#8222;Hit Comics&#8220; Nr. 60 der Formatwechsel einsetzte und auf die Zweitstorys anderer als die der Titel-Helden verzichtet wurde. Erst im Jahr 1969 bekam Thor seine ersten eigenen &#8222;Hit Comics&#8220;-Ausgaben. &#8222;Thor&#8220; # 139 und 140 wurden komplett mit den &#8222;Tales Of Asgard&#8220; in „Hit Comics“ Nr. 120 abgedruckt. Erstmals erschien der Donnergott auch auf dem Titelbild. &#8222;Hit Comics&#8220; Nr. 131 folgte, und wieder tat sich eine Lücke von mehreren Originalen auf. Als Zweitstorys verwendete der bsv „Journey Into Mystery“ # 84 und 85, zwei Episoden direkt nach Thors Entstehung, in umgekehrter Reihenfolge. Zeichnerisch ein arger Bruch, liegen doch sieben Jahre realer Zeitunterschied dazwischen, in denen Jack Kirby und Stan Lee ihren Stil nebst Charakteren der Serie perfektionieren konnten. Und kaum zu glauben, knüpfte die nächste &#8222;Thor&#8220;-Ausgabe direkt an die Hauptstory aus &#8222;Hit Comics&#8220; Nr. 131 an. &#8222;Thor&#8220; 161 und 162 erschienen in &#8222;Hit Comics&#8220; Nr. 147. Nach der Aufsplittung der &#8222;Hit Comics&#8220; in die Einzelserien, folgte in &#8222;Spinne&#8220; Nr. 229 das nächste frühe Abenteuer aus JIM # 86, diesmal in Farbe. Die Folgeepisode war vermutlich zu „politically incorrect“ und wurde ausgelassen (vgl. Nr. &#8222;Thor&#8220; Nr. 5, Williams). „Journey Into Mystery“  # 89 &#8211; 92, JIM 95, 97, 101 und 102 erschienen inklusive der drei &#8222;Tales Of Asgard&#8220; als Backup-Storys in diversen farbigen &#8222;Hit Comics&#8220;, ein Verwirrspiel sondergleichen und für die Leser kaum nachzuvollziehen.<br />
Thors eigene &#8222;Hit Comics&#8220;-Reihe schloss kurzzeitig direkt an die bisher erschienenen Ausgaben an („Thor“ # 163 &#8211; 166 in &#8222;Hit Comics&#8220; Nr. 204-206). Nach drei farbigen Heften folgte allerdings eine Lücke von 22 US-Originalen, was nicht nur inhaltlich auffiel. Jack Kirby war inzwischen von Marvel zum Verlagskonkurrenten DC gewechselt und John Buscema zeichnete im wahrsten Sinne des Wortes für &#8222;Thor&#8220; und andere Kirby-Serien (z.B. &#8222;Fantastic Four&#8220;) verantwortlich. Von den 22 fehlenden Nummern veröffentlichte der Condor Verlag zwischen 1980 und 1981 insgesamt sieben Episoden einzeln in einem chronologischen Chaos.</p>
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* Die Ereignisse werden geschildert in der Panini-Leseprobe <a href="https://www.paninishop.de/artikel/dosma129-thor-geschichten-aus-asgard-thor-anthologie">https://www.paninishop.de/artikel/dosma129-thor-geschichten-aus-asgard-thor-anthologie</a> der 324seitigen „Thor“-Anthologie. (Die &#8222;Tales Of Asgard&#8220; sind trotz des Titels des Bandes nicht enthalten.)<br />
** Als Inspiration diente der Shakespeare-Held Falstaff.<br />
*** <a href="https://dassagtenuff.blogspot.com/2016/02/die-offizielle-marvel-comic-sammlung-80.html">https://dassagtenuff.blogspot.com/2016/02/die-offizielle-marvel-comic-sammlung-80.html</a><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4804" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=640%2C42&#038;ssl=1" alt="Forts. folgt" width="640" height="42" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?w=1400&amp;ssl=1 1400w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=300%2C20&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=1024%2C67&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></p>
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