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	<title>Viktor Hacker Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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	<title>Viktor Hacker Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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		<title>&#8222;Momo&#8220; und die staubigen Verpuffer</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Oct 2025 10:57:02 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Aktuelle Filmkritik: &#8222;Momo&#8220; von Christian Ditter Für die ARD-Kinderserie „Lemmi und die Schmöker“ wurden mit der damals üblichen kruden Bluebox-Technik Teile von Jugendbüchern verfilmt, damit wir vor dem Fernseher Lust bekamen, das jeweilige Buch komplett zu lesen. Der titelgebende Held &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2025/10/02/momo-2025/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aktuelle Filmkritik</strong>: <strong>&#8222;Momo&#8220;</strong> von<strong> Christian Ditter</strong><br><br>Für die <strong>ARD</strong>-Kinderserie <strong>„Lemmi und die Schmöker“</strong> wurden mit der damals üblichen kruden Bluebox-Technik Teile von Jugendbüchern verfilmt, damit wir vor dem Fernseher Lust bekamen, das jeweilige Buch komplett zu lesen. Der titelgebende Held der Serie war eine Stricksocken-Handpuppe, die als Bücherwurm auftrat – heute würde heute jeder sagen „Was für’n Scheiß“. Auf diese Weise kam ich in den Genuss der unvergesslichen „Momo“-Folge. Die bürokratisch auftretenden Herren von der Zeitsparkasse, die per Kostüm und Maske auf Schwarzweiß getrimmt waren, rauchten und waren derart zum Fürchten, dass ich es nie über mich brachte, mit dem Rauchen anzufangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In „Momo“, dem Film, um den es heute geht, wird erst gar nicht geraucht. Das wäre nach Meinung der schlichten Gemüter, die hier am Werk sind, wohl „unpädagogisch“. Grauenerregend ist der Film schon, wenn auch auf einer ungewollten Ebene. Kinder dürften sich im Angesicht dieses überzüchteten Gruselkitsches eher unverstanden und ratlos fühlen. Und <strong>Michael Ende</strong> braucht sich nicht mal im Grab umzudrehen, denn er würde sein Werk in diesem Produkt gar nicht wiederfinden. Dazu müsste es nämlich eine Handlung geben, eine Botschaft. Selbst Schauspielerei, die diese Bezeichnung verdient, sucht man hier vergeblich. <strong>Alexa Goodall </strong>als Momo ist ein mimikfreies, ausgekochtes Schickimicki-Früchtchen, dem man weder das bescheidene Hausen in einem Ruinenkeller abnimmt, noch dass sie sich überhaupt für ihre Mitmenschen interessiert. Die plumpen Satzbausteine, aus denen sämtliche Dialoge zusammengesetzt sind, lassen ihre Darstellung besonders armselig wirken. Momos Freund Gino kommt als sozialmedialer Hipster daher, der tatsächlich agiert, als habe er kein anderes Ensemblemitglied persönlich getroffen, sondern sei mit diesen erst in der Mischung zusammenkopiert worden. Und <strong>Martin Freeman</strong> alias Meister Hora, der unvermeidliche Stargast aus Hollywood, ist nicht nur wegen der dicken Klebekante seines Haarteils eine Lachnummer. &nbsp;<br>Die international-vielsprachige Besetzung und die am PC generierten Hintergründe geben dem Film eine fröstelnde Ortlosigkeit. Die Szenen im Hauptquartier der Zeitdiebe, einer Art Eventlocation, sind kein bisschen anheimelnder als die in der Stadt oder im abendlichen Amphitheater. Die Bösewichte marschieren in Armeestärke auf, nur um dann wegen jedem Pups und Fliegendreck zu Staub zu zerfallen, ohne für Momo jemals eine wirkliche Gefahr darzustellen. Zur Not kommt ihre chronische Atemnot gerade recht, um sie von selbst zu verpuffen zu lassen.&nbsp;&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie sich das heute gehört, ist diesem Machwerk eine persönliche künstlerische Handschrift überhaupt nicht anzumerken. Es wirkt wie von einer KI ausgespuckt – und liegt damit absolut im Trend. Und doch ist „Momo“ ganz besonders vulgär und ärgerlich.&nbsp;<br>Die vornehmste Pflicht eines Kinderfilms ist es, zu verzaubern. Das ist im Übrigen die Voraussetzung dafür, dass irgendeine Botschaft übermittelt werden kann, falls das denn gewünscht ist. „Momo“ versucht erst gar nicht, zu einem jugendlichen Publikum zu sprechen. Dieser Film ist so poetisch und märchenhaft wie ein Motorradunfall.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kritik im Podcast zum Anhören: <a href="https://alle42kultfilme.letscast.fm/episode/momo-aktuelle-filmkritik">https://alle42kultfilme.letscast.fm/episode/momo-aktuelle-filmkritik</a><br>Außerdem ein Gespräch mit <strong>Viktor Hacker </strong>zum heutigen Filmstart von <strong>&#8222;A Big Bold Beautiful Journey&#8220;</strong>: <a href="https://alle42kultfilme.letscast.fm/episode/a-big-bold-beautiful-journey-aktuelle-filmritik">https://alle42kultfilme.letscast.fm/episode/a-big-bold-beautiful-journey-aktuelle-filmritik</a> und mit <strong>Torben Sterner</strong> über <strong>&#8222;The Smashing Machine&#8220;</strong>: <a href="https://alle42kultfilme.letscast.fm/episode/the-smashing-machine-aktuelle-filmkritik">https://alle42kultfilme.letscast.fm/episode/the-smashing-machine-aktuelle-filmkritik</a></p>


<p><img decoding="async" src="http://vg01.met.vgwort.de/na/19b86818b7f046c7a407f052de0cfdd8" width="1" height="1" alt=""></p><p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2025/10/02/momo-2025/">&#8222;Momo&#8220; und die staubigen Verpuffer</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Heute im Kino und im Podcast: &#8222;Demon Slayer&#8220;</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Sep 2025 10:56:01 +0000</pubDate>
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<p class="wp-block-paragraph">Das Echo auf heiß erwartete Medienereignisse wie <strong>„Demon Slayer: Kimetsu no Yaiba Infinity Castle &#8211; Teil 1“ </strong>hat eine Besonderheit, ich möchte von einem Nachteil sprechen. Solche Filme werden von ihrer Blase bedingungslos abgefeiert, während ringsum Ratlosigkeit oder Desinteresse herrschen. Das bedeutet, dass einer der angesagtesten Beiträge der beginnenden Herbstsaison sich jeder kritischen Analyse entzieht. Da ich selbst nicht zu den sattelfesten Dämonenjägern gehöre, will ich den Blick von außen übernehmen. Für die Innenansicht habe ich mir zwei Kenner der japanischen Popkultur dazugeholt. Ich begrüße zum Gespräch meinen Redakteur für Soziales <strong>Ronny Fanta</strong> und den Autor, Sprecher und Humoristen <strong>Viktor Hacker</strong>:<br><br><a href="https://alle42kultfilme.letscast.fm/episode/demon-slayer-kimetsu-no-yaiba-infinity-castle-teil-1">https://alle42kultfilme.letscast.fm/episode/demon-slayer-kimetsu-no-yaiba-infinity-castle-teil-1</a><br><br><br>KURZKRITIK <br><br>Im Japan der Taisho-Ära. Der junge Tanjirō muss erleben, dass ein bösartiger Dämon seine geliebte Familie tötet. Nur er und seine kleine Schwester Nezuko überleben, doch Nezuko verwandelt sich durch den Angriff selbst in einen Dämon. Getrieben von dem Wunsch, diesen Fluch zu bannen, schließt sich Tanjirō einer Gruppe von Dämonenjägern an, dem Demon Slayer Corps. Er will sich zu einem Hashira ausbilden lassen, dem ranghöchsten Dämonenjäger, um Rache zu üben und seine Schwester zu retten. Gefährliche Missionen erwarten ihn, bis der finale Kampf zwischen Dämonenjägern und Dämonen entbrennt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><p>Im Artikel eines Kulturteils wurde kürzlich zusammengefasst, wie Filme aus der Zeit vor der Jahrtausendwende auf heutige Zuschauer wirken: „Mein Gott, wie lang das dauert! Und wie alt das ist! Das Frauenbild, das Männerbild, das ewige Standbild!“<br>Umgekehrt wirkt auf erfahrenere Filmfans fast alles Heutige wie das andere Extrem. Insofern ist „Demon Slayer“ ein sehr typisches Produkt auf der Höhe unserer Zeit. Er ist kein einzelner Film, er repräsentiert ein Kulturphänomen. Und wie in gewissen Systemen der Einzelne nichts ist und nur die Masse zählt, ist heute ein Abend im Kino nichts, wenn er sich nicht in ein großes multimediales Konzept einfügt, das auf Jahre angelegt ist.<br>Man braucht Vorwissen, also die Kenntnis der Manga-Reihe und der Anime-Fernsehserie „Demon Slayer“. Dies ist der erste von drei Filmen, die die Fernsehserie abschließen sollen. &nbsp;<br>Für einen spontanen Betrachter ist die erste Stunde ein einziges Schlachtgetümmel, dem eine Handlung nicht anzumerken ist und deren Kombattanten sich ebensowenig auseinanderhalten lassen wie ihre Motivationen. Freund und Feind rasen durch ein an<strong> M. C. Escher</strong> geschultes Labyrinth aus unzähligen identischen Architekturbausteinen, das titelgebende „Infinity Castle“, das „unendliche Schloss“.&nbsp;<br>Der zweite Teil / der zweite Akt erzählt die an sich abendfüllende Geschichte eines der drei Gegner des Abends: des Elitekämpfers Akazar. Wie sich das im Kino der Gegenwart gehört, darf er nicht einfach böse sein, und so wird seine tragische Biographie aus- und aufgerollt. Akazar ist selbst ein Opfer barbarischer Vorgänge, die den Heimsuchungen und Motiven Tanjirōs genau gleichen.<br>Der Rest des Films erzählt, wie Akazar nach seiner Enthauptung wieder und wieder die Oberhand gewinnt und ebensooft von den Kämpfern des Corps‘ niedergerungen wird.<br>An ein tatsächliches Finale mag man nicht glauben, angesichts der Zuverlässigkeit, mit der jeder abgeschlagene Körperteil nachwächst, jeder und jede Tote wieder aufsteht, jeder Fluch sich wieder auflöst, um einem neuen Platz zu machen. Das Happy End – einst ein Wesensmerkmal des Kinos an sich – ist abgeschafft. Denn dann wäre ja auch das jeweilige Franchise am Ende.<br>Der Begriff „Infinity Castle“ ist treffend. Wer dort war, ahnt, was Aussichtslosigkeit bedeutet. Und bei allem Tempo könnte man auf den Gedanken kommen, auf der Stelle zu treten.</p><img decoding="async" src="http://vg01.met.vgwort.de/na/c31cfc85bc20415c954fb417f81c36b7" width="1" height="1" alt=""></p>
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		<title>Howie ist auch noch auf</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Apr 2019 15:09:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Fernsehkritik &#8222;50 Jahre ZDF-Hitparade&#8220; &#8222;Lieber Dieter Thomas Heck, gib uns eine Chance in deinem Gruselkabinett!&#8220; Refrainzeile aus einem NDW-Schlager auf die Melodie &#8222;Hejo! Spannt den Wagen an&#8220; Wie unfähig das Fernsehen ist, sich selbst zu feiern, haben einige von uns &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/04/28/howie-ist-auch-noch-auf/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Fernsehkritik &#8222;50 Jahre ZDF-Hitparade&#8220;</strong></p>
<p><em>&#8222;Lieber Dieter Thomas Heck,</em><br />
<em>gib uns eine Chance in deinem Gruselkabinett!&#8220;</em></p>
<p style="padding-left: 90px;"><em>Refrainzeile aus einem NDW-Schlager auf die Melodie &#8222;Hejo! Spannt den Wagen an&#8220;</em></p>
<p>Wie unfähig das Fernsehen ist, sich selbst zu feiern, haben einige von uns vor nicht langer Zeit erlebt, als die vierteilige Horrorshow zum 60. Geburtstag des Zweiten Deutschen Fernsehens unter dem zynischen Titel <strong>&#8222;Wir lieben Fernsehen&#8220;</strong> ausgestrahlt wurde. So ist es niemandem zu verübeln, wenn er gestern abend keine Lust hatte, der Jubiläumsshow „50 Jahre ZDF-Hitparade“ beizuwohnen. Wer es doch tat, hat sich vielleicht kurz erschreckt beim Anblick des frisch bezogenen <strong>„Wetten dass ..?“-Sofa</strong>s und kurz gewundert beim Auftritt des dazu passenden <strong>Moderator</strong>s <strong>Thomas Gottschalk</strong>; der war schließlich immer vorne mit dabei, wenn es galt, den Deutschen Schlager einzuseifen. Doch &#8211; es geschehen noch Zeichen und Wunder &#8211; diesmal stimmte einfach alles!<span id="more-13226"></span></p>
<p>Die Gäste wurden in Zehnjahresblöcken präsentiert und ihren Anlagen gemäß gefordert. Die begründete Befürchtung, Gottschalk könnte sie nicht ernst nehmen und ihnen ständig ins Wort fallen, erfüllte sich nicht. Das Wiedersehen mit den ollen Zirkuspferden war heiter und schmerzfrei (nur Heino war so namenlos gruselig war wie sich das gehört). Besonders gut in Form waren die Dinos aus den frühen Tagen der Sendung. Bei der Duo-Darbietung der Powerfrauen Wencke Myhre und Bonnie Tyler, die sich den Hit „Lass mein Knie, Joe“ zweisprachig aufteilten, dachte ich für einen Augenblick: Sowas können die Privaten nicht. Was mich besonders überraschte, war, dass alle Gäste <em>wirklich</em> in die Sendung hineingehörten. Nur ein einziger deplatzierter Comedy-Gast wurde eilig von sich selbst abgefrühstückt. Auch das Wahrhaftige hatte in diesem Hochamt der Seichtigkeit seinen Platz: Gottschalk musste sich von Howard Carpendale für seinen jahrelangen Anti-Schlager-Agitprop auf offener Bühne knuffen lassen, was ihn buchstäblich bis zur Schlussmoderation umtrieb.<br />
Die verstorbenen Ikonen der Sendereihe wurden in einer Collage mit Live-Geigerin gewürdigt, so dass ich bis auf Costa Cordalis niemanden vermisste.</p>
<p>Bei aller gebotenen Nostalgie schaffte es die Sendung, sich wie ein Produkt unserer Tage anzufühlen. Lediglich die rührselig hingestammelten Off-Texte der Zuspielfilme erinnerten an die Zeit, da das ZDF es offensiv auf ein möglichst hohes Durchschnittsalter seiner Zuseher anlegte.</p>
<p>Man hat sogar ein bisschen was gelernt! Die eingeblendeten Postadressen der frühen Jahre zeigten mitunter tatsächlich Adressen der Stars – oder deren Familien. Marianne Rosenberg bekannte, nicht alle Autogrammwünsche selbst beantwortet zu haben – „ging einfach nicht“ – und ihre zahlreichen Geschwister dafür eingespannt zu haben. Howard Carpendale lobte Dieter Thomas Heck für die Fairness, alle Stars ungeachtet persönlicher Zu- oder Abneigung gleich feurig anmoderiert zu haben. Die Abkürzung „TED“ bedeutet „Teledialog“. Und „Mein Gott, Walter“ von Mike Krüger gab es nie als Single zu kaufen – nur für die Musikautomatenbranche wurden sagenhafte 80.000 Stück gepresst.<strong><img decoding="async" src="https://vg09.met.vgwort.de/na/f3086000a445459aa120e7d97d9cdde4" alt="" width="1" height="1" /></strong></p>
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