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	<title>Achtziger Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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	<title>Achtziger Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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		<title>Die 90er hören nicht auf</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Oct 2026 21:52:02 +0000</pubDate>
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<p class="wp-block-paragraph">Wenn Jahrzehnte in Mode kommen, hat das weniger mit den Qualitäten der Zeitspanne zu tun, sondern schlicht und ergreifend damit, dass jene, die sie als junger Mensch erlebt haben, sie genau deshalb verherrlichen und verklären. Wenn die wilden Jahre einer Generation lange genug zurückliegen, geht das Revival los. Aus diesem Grund haben ja die alten Knacker früher auch immer vom Zweiten Weltkrieg geschwärmt.<br>Heute las ich zu meiner Überraschung, dass der <strong>Neunziger-Jahre-Trend</strong> „nicht enden wolle“. Ausgerechnet den hatte ich bis dahin vollkommen verpasst. In meinem (persönlichen und medialen) Umfeld leben noch immer die Achtziger hoch, eine Phase, die ich schon ihrerzeit ganz abscheulich fand. Und obwohl ich da noch zehn Jahre jünger war als in den Neunzigern, habe ich letztere sehr geliebt – schon deshalb, weil die Achtziger endlich vorbei waren.<br>Beim Lesen des Artikels erwischte ich mich dabei, auf diesen Trend aufspringen und ihn rasch noch nachzuinhalieren zu wollen – wo ich doch so selten mit dem Zeitgeist übereinstimme.<br>Ich beruhigte mich schnell wieder, denn was die Mehrheit heute an den 90er Jahren interessiert, ist nicht etwa das <strong>„Ende der Geschichte“</strong> oder die Ruhe vor dem Sturm des Berliner Zentralismus, nein es sind die üblichen popeligen Schlagworte: Baggy-Jeans, Bauchfrei-Tops, Raider (das, was jetzt Twix heißt), <strong>Boygroups</strong> (wie die „Backstreet Boys“, die in Düsseldorf nun wieder zehn! Reinkarnations-Konzerte geben), Scout-Schulranzen (die in aktuellen Editionen mit nostalgischem Dekor an den alten Glanz anknüpfen wollen) und ähnlicher Wohlstandsmüll. Da fällt mir auf: bei den meisten Menschen bilden die um 30 Jahre verschleppt-wiedergehenden Jahrzehnte den Zustand einer glücklichen Kindheit nach. Da ich meine Kindheit gar nicht mochte, träume ich von einer Dekade meines frühen Erwachsenseins – also nicht vom Zweiten Weltkrieg, sondern vom Wiederaufbau, um im Bild zu bleiben.<br>Durch meine frühe Geburt bin ich auch dem Zweiklassensystem entgangen, in das sich die Kids der 90er einzusortieren hatten: <strong>„Nirvana“ </strong>oder <strong>„Guns N’Roses“</strong>, <strong>„Bravo“ </strong>oder „Popcorn“, Super Nintendo oder Sega Mega Drive, Doc Martens oder Chunks. In dieser Selbstdefinition der Jugendkultur entlang an Musik, Mode und Marken wäre ich genauso abgesoffen wie ich es in meinem Umfeld in den Siebzigern getan habe. Bei mir hätte es <strong>„Electric Light Orchestra“</strong>, <strong>„Gong“</strong>, „Videorecorder“ heißen müssen … aussichtslos. Ein Glück, dass ich das verpasst habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<img decoding="async" src="http://vg07.met.vgwort.de/na/ac21449e97104fd5a4c4145076071cb5" width="1" height="1" alt=""><p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2026/10/21/31249/">Die 90er hören nicht auf</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Ernst Meibeck und seine Projekte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Oct 2018 16:29:09 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 23. Todestag von Ernst Meibeck Der Hamburger Sänger, Entertainer und Bürgerrechtler Ernst Meibeck gehört wegen seiner Lebensdaten und dem Verfehlen medialen Ruhmes zu jenen Künstlern, die in den McLuhan-Graben rutschen, diese noch immer wachsende Kluft, die sich am Übergang vom analogen &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2018/10/10/ernst-meibeck-und-seine-projekte/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2018/10/10/ernst-meibeck-und-seine-projekte/">Ernst Meibeck und seine Projekte</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: 23. Todestag von <strong>Ernst Meibeck</strong></p>
<p><em>Der Hamburger Sänger, Entertainer und Bürgerrechtler Ernst Meibeck gehört wegen seiner Lebensdaten und dem Verfehlen medialen Ruhmes zu jenen Künstlern, die in den <strong>McLuhan-Graben</strong> rutschen, diese noch immer wachsende Kluft, die sich am Übergang vom analogen ins digitale Medienzeitalter auftut. Er ist im Internet praktisch nicht auffindbar.<br />
Als Echo auf die an dieser Stelle präsentierten Chansons von Ernst Meibeck erreichte mich über <strong>Erwin Spinger </strong>aus Schottland diese Erinnerung von<strong> Kirsty Butts</strong>, die auf Englisch verfasst worden ist und deren Übersetzung ich noch einmal behutsam überarbeitet habe. Sie behandelt Ernst Meibecks Beteiligung an den kurzlebigen Hamburger Projekten <strong>&#8222;Musik liegt in der Luft e.V.&#8220;</strong> und <strong>&#8222;Honeymoon Sicks&#8220;</strong>.</em></p>
<p style="margin-bottom: 16.3pt;"><span style="font-size: 11.0pt; font-family: 'Georgia','serif'; color: #444444;"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-11879" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/11/Musik-liegt-in-der-Luft-e.V.jpg?resize=640%2C449&#038;ssl=1" alt="Musik liegt in der Luft e.V" width="640" height="449" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/11/Musik-liegt-in-der-Luft-e.V.jpg?w=1538&amp;ssl=1 1538w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/11/Musik-liegt-in-der-Luft-e.V.jpg?resize=300%2C211&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/11/Musik-liegt-in-der-Luft-e.V.jpg?resize=1024%2C719&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/11/Musik-liegt-in-der-Luft-e.V.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><br />
<em>Die Hamburger A-Capella-Formation &#8222;Musik liegt in der Luft e.V.&#8220; mit (vlnr.): Jonathan Hubbard, Christoph Ebenthal, Effi Effinghausen, Ralph Mohnhaupt und Ernst Meibeck. Herzlichen Dank an  Renate Meyer-Kubik für die Fotos in diesem Artikel.</em><br />
</span><span style="font-size: 11.0pt; font-family: 'Georgia','serif'; color: #444444;"><br />
Ernst hatte einen sehr aufmüpfigen Humor, und uns beide verband eine Liebe zur Klamotte. Bei unseren ersten Begegnungen, bei denen wir uns über die britische Klassengesellschaft lustig machten und das Königshaus parodierten, haben wir in nostalgischen Melodien geschwelgt, und ich habe Ernst am Piano begleitet. Diese Musik transportierte das damalige Lebensgefühl und zeigte uns, wie viel schräger und experimentierfreudiger unsere Denkweise im Vergleich zu den 80ern war, in denen wir nun lebten. Aus dem Spaß, den wir dabei hatten, erwuchs die Idee, die „Honeymoon Sicks“ zu gründen, eine Art 60er Jahre Highschool-Band.</span></p>
<p><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-11645" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/10/Ernst-am-Mikro_Duos.jpg?resize=640%2C231&#038;ssl=1" alt="Ernst am Mikro_Duos" width="640" height="231" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/10/Ernst-am-Mikro_Duos.jpg?w=2657&amp;ssl=1 2657w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/10/Ernst-am-Mikro_Duos.jpg?resize=300%2C108&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/10/Ernst-am-Mikro_Duos.jpg?resize=1024%2C370&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/10/Ernst-am-Mikro_Duos.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/10/Ernst-am-Mikro_Duos.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><br />
<em>Ernst (innen) mit &#8222;Honeymoon Sicks&#8220; im</em> Look and Feel <em>der Achtziger. Der Gitarrist links ist Christoph Ebenthal, der Schlagzeuger rechts Manfred Meyer. </em><span id="more-11526"></span></p>
<p>Sie bestand aus zwei Lead- und Rhythmusgitarristen, einem Bassgitarristen, einem Schlagzeuger, einer Lead- und Backing-Sängerin/Keyboarderin (ich selber) und einem Lead-Sänger (Ernst). Wir taten unser Bestes, die Moves und Harmonien der 60er Jahre hinzubekommen! Unsere Shows hatten etwas von Fanzine-Treffen, und die Fans kamen und tanzten die ganze Nacht hindurch.<br />
In einer der Spielzenen &#8211; Ernst war in die Rolle meines Friseurs geschlüpft &#8211; setzte er unvergesslicherweise mit einem Mini-Feuerwerk meine Haare in Brand. Geistesgegenwärtig löschte er die Flammen, und wir spielten weiter, als sei nichts geschehen.<br />
Ernst bezauberte das Publikum mit Liedern wie „Happy Together“ und brachte Parodien von Willy Brandt und anderen bekannten Persönlichkeiten. Ernst war nicht nur ein guter Sänger und Schauspieler, er war auch politisch scharfsinnig und hatte satirisches Talent.</p>
<p style="margin-bottom: 16.3pt;"><span style="font-size: 11.0pt; font-family: 'Georgia','serif'; color: #444444;">Das nächste von Ernst mitgestaltete Musikprojekt &#8222;Musik liegt in der Luft e.V.&#8220; präsentierte eine Reihe von Figuren, die zufällig in einer Bar an der Straßenecke zusammenkamen. Die vorgetragenen Schlager und Evergreens bildeten die Basis für die Dialoge, in den Songs offenbarten die Charaktere vieles, was sie sonst tunlichst zu verbergen suchten. Ernst brachte seinen ganzen Sinn für das Absurde in seine Kunstfigur ein.</span></p>
<p><em><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-11735" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/10/KirtsyDual.jpg?resize=640%2C245&#038;ssl=1" alt="KirtsyDual" width="640" height="245" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/10/KirtsyDual.jpg?w=1535&amp;ssl=1 1535w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/10/KirtsyDual.jpg?resize=300%2C115&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/10/KirtsyDual.jpg?resize=1024%2C392&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/10/KirtsyDual.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" />Kirsty Butts aus Edinburgh &#8211; Leadsängerin, Gitarristin, Keyboarderin und Arrangeurin sowohl bei &#8222;Honeymoon Sicks&#8220; als auch bei &#8222;Musik liegt in der Luft e.V.&#8220;</em></p>
<p style="margin-bottom: 16.3pt;"><span style="font-size: 11.0pt; font-family: 'Georgia','serif'; color: #444444;">Wie alle sensiblen Menschen war Ernst sowohl meinungsstark als auch verletzlich. Ich habe ihn als eine Person in Erinnerung, bei der auch ich verwundbar, ernsthaft und albern zugleich sein durfte.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2018/10/10/ernst-meibeck-und-seine-projekte/">Ernst Meibeck und seine Projekte</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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