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	<title>„Arielle die Meerjungfrau“ Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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	<title>„Arielle die Meerjungfrau“ Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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		<title>Wilder Westen inklusive</title>
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		<pubDate>Thu, 16 May 2024 06:29:16 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Das Wiedersehen mit „Westworld“ (USA 1972) war eine milde Enttäuschung. Er ist nicht mehr so wirkungsvoll wie damals, als ich ihn bei seiner Erstausstrahlung in der ZDF-Filmreihe „Der Science-Fiction-Film“ sah. Der Sieg über den schwarz gekleideten Revolverhelden Yul Brunner kam &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2024/05/16/25292/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Das Wiedersehen mit <strong>„Westworld“ (USA 1972)</strong> war eine milde Enttäuschung. Er ist nicht mehr so wirkungsvoll wie damals, als ich ihn bei seiner Erstausstrahlung in der <strong>ZDF</strong>-Filmreihe <strong>„Der Science-Fiction-Film“</strong> sah. Der Sieg über den schwarz gekleideten Revolverhelden Yul Brunner kam mir diesmal verfrüht und fast zu einfach vor. Natürlich konnten vor einem halben Jahrhundert weder Autor / Regisseur <strong>Michael Crichton </strong>noch seine Crew voraussehen, dass <strong>Glenn Close </strong>fünfzehn Jahre später nach ihrem Badewannen-Tod in <strong>„Eine verhängnisvolle Affäre“ </strong>noch einmal aufstehen würde. Dieses Ereignis hat die Gesetze von Dramaturgie und Timing in Hollywood für immer verändert, wenn es um das Ausschalten mörderischer Quälgeister geht.<br>Nun habe ich mir auch „Westworld“, die Serie, angeschaut, und auf einmal finde ich den ollen Film doch wieder ganz nett. </p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" width="640" height="526" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2024/05/Hopkins_Westworld.jpg?resize=640%2C526&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-25324" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2024/05/Hopkins_Westworld.jpg?w=662&amp;ssl=1 662w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2024/05/Hopkins_Westworld.jpg?resize=300%2C247&amp;ssl=1 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Anthony Hopkins hat extra ein Diagramm gemalt, um uns durch diese wirre Storyline hindurchzuleiten. Doch er blufft! (Screenshot aus Folge 6)</em><br><br>Das Remake greift zahlreiche Topoi auf, die sich im letzten halben Jahrhundert im Kino ereignet und zu Klischees verselbständigt haben. Da wären zum Beispiel die verstörenden Flashbacks aus „Total Recall“, die auf andere Realitäten verweisen; das versteckte Regiezentrum über der Kunstwelt aus „The Truman Show“, dessen Leiter Ed Harris in der Serie den Part von Yul Brunner übernimmt; die alles dominierende Wunsch- und Wahnvorstellung, unbedingt „sich selbst finden“ und „ein Mensch sein zu wollen“, die seit „Arielle die Meerjungfrau“ zum grundierenden Brummton sämtlicher Disney-Filme gehört und die von dort aus den gesamten US-Mainstream überwuchert hat; der etwas rührselige Gründer und Parkdirektor, dem sein Werk außer Kontrolle gerät, aus „Jurassic Park“ (ebenfalls von Crichton), hier gespielt vom Super-Stargast Anthony Hopkins.<br>Und noch vieles andere ist zumindest den älteren Semestern vertraut: die immer wieder von vorne beginnenden Alltags-Szenen aus „Und täglich grüßt das Murmeltier“; die Replikanten (hier „Hosts“), denen unangenehm aufgeht, dass sie Replikanten sind, aus „Blade Runner“; die dräuende Erkenntnis, in einer ausgedachten Welt zu leben, aus „Matrix“ &#8230; Auch in puncto Body-Horror nutzt die Serie den Stand der Erkenntnisse voll aus und zitiert etwa den Zusammenbau der Borg-Königin aus <strong>„Star Trek – Der erste Kontakt“</strong>.<br>Eine Szene, die offenherzig auf Früheres anspielt, ereignet sich, als Bernard (Jeffrey Wright) etwas im Keller sucht, wo Artefakte aus den Gründerjahren verwahrt werden. Schemenhaft erhascht man hinter ihm im Schatten einen Blick auf den Revolverhelden aus den Kinofilmen – verstaubt und unbeweglich. Es ist ein rarer Augenblick feinen Humors.<br><br>Was hat die Serie ihrem Vorläufer sonst voraus, worin unterscheidet sich WW2 von WW1?<br>Während WW1 immer Science-Fiction bleibt, nutzt WW2 die längere Spielzeit, um immer wieder konsequent ins Western-Genre zu wechseln.<br>In WW2 wird uns mehrmals erklärt, dass diese Freizeit-Anlage für „reiche Arschlöcher“ gebaut wurde, „die nichts anderes wollen als töten und ficken“, die Macher von WW1 erlaubten dem Betrachter, solche Schlüsse selbst zu ziehen.<br>In WW1 ist das Morden Männersache, in WW2 gibt es Revolverheld*innen, Killer*innen, Desperad*innen und Macho*innen.<br>In WW1 treffen wir Charaktere, die einfach böse sind. In WW2 hat jede/r Böse (sogar die Androiden) auch einen Grund für sein / ihr Bösesein: ein Trauma, eine Depression, ein Burnout, verschüttete Erinnerungen an die eigene Ermordung etc. – und erklärt das früher oder später in aller Ausführlichkeit.<br>Die Musik in WW1 stammt (wie auch in der Fortsetzung „Futureworld“) von Fred Karlin, einem begnadeten Handwerker. In WW2 hören wir die aus anderen Serien sattsam bekannten Klangbetten und Dreivierteltakt-Vamps aus dem Baukasten von Ramin Djawadi &#8211; der das musikalische Idiom des Western völlig ignoriert. Jede Melodie, die diese Bezeichnung überhaupt verdient, ist ein Zitat aus Pop oder Klassik.<br>Gemäß den heutigen Gepflogenheiten in der Berliner Synchronbranche, haben einige der männlichen Sprecher einen S-Fehler. In den 70er Jahren hätte man sie höflich nach Hause geschickt.<br>Während WW1 einfach nur unterhalten wollte, gibt uns WW2 immer wieder Stichworte, die ganze Geschichte als Zivilisationskritik zu lesen. Diese unterbrechen eine spätestens ab Folge 6 restlos konfuse Gewalt-Orgie, in der mehr Leichen produziert werden als in allen Weltuntergangsfilmen zusammen. (Jaja, schon klar, es sind ja fast alles Automaten …)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Dialoge in WW2 sind tödlicher als jede Gewehrkugel: „Ich kenn das Lied, das du pfeifst, wenn du zum Pissen gehst!“ &#8211; „Die Hölle ist entvölkert! Die Teufel sind alle hier!“ &#8211; „Der einzige Nachteil bei den sieben Todsünden ist, dass es nur sieben sind.“ &#8211; „Neben dieser Storyline wirkt Hieronymus Bosch wie ein Kinderbuch-Illustrator.“ &#8211; „Du hast meine Frau getötet! Du hast meinen Stammbaum ganz schön gestutzt!“ … All das ist wird mit dem heiligen Ernst echter Männer und Mannweiber vorgetragen. Die gelegentlichen Anflüge von Ironie klingen dann so: „Glaubst du an das Schicksal?“ &#8211; „Wenn das Miststück existiert, würd’ ich ihm jetzt gerne in die Fresse hauen!“<br>Einmal sagt die bitterböse Charlotte einen Satz, der sich an die Macher von „Westworld“ selbst richtet: „Die meisten Gäste wären mit etwas weniger Überladenem auch zufrieden.“<br>Was heißt hier „auch“?</p>


<p><img decoding="async" src="http://vg06.met.vgwort.de/na/774992cb031a40808ab106f15ddc5da5" alt="" width="1" height="1" /></p><p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2024/05/16/25292/">Wilder Westen inklusive</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Am besten nichts Neues</title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Apr 2020 19:15:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Essay]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: Heimkino in der Corona-Krise Auch im Kino herrscht bis auf Weiteres Funkstille. Wie schade ist das? Um das herauszufinden, hilft ein Blick auf die Liste der wegen der Krise verschobenen Filmstarts und unterbrochenen Dreharbeiten. Die prominenteste Verschiebung dürfte der &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2020/04/04/15738/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p class="wp-block-paragraph">betr.: <strong>Heimkino in der Corona-Krise</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"> Auch im Kino herrscht bis auf Weiteres Funkstille. Wie schade ist das? Um das herauszufinden, hilft ein Blick auf die Liste der wegen der Krise verschobenen Filmstarts und unterbrochenen Dreharbeiten. Die prominenteste Verschiebung dürfte der neue Bond „Keine Zeit zu sterben“ sein, der 25. (offizielle) Beitrag zu dieser legendären Reihe, dessen Produktion bereits von diversen Verzögerungen heimgesucht war. Aber – nichts für ungut – James Bond ist nichts Neues, aller emanzipatorischen Korrekturen zu Trotz (diese haben ja schon zuvor eingesetzt).<br> Was entgeht uns sonst?<br> Verspäten werden sich noch „Fast &amp; Furious 9“ und Walt Disneys „Mulan“, Drehpause gilt für die Realversionen von „Arielle“ und „Peter Pan“, weiterhin für „Jurassic World: Dominion“, ein Elvis-Dokudrama sowie für den neuen „Batman“. <br> Das bedeutet: uns entgehen drei Fortsetzungen, drei Remakes und das Biopic einer Legende der Popkultur (im Kielwasser ähnlicher Musikerportraits).<br> Die Kinobetreiber tun mir wirklich leid, aber die Fans können sich trösten. <br> Rein inhaltlich habt ihr nichts versäumt, Leute!<br> Auch, wer sich im Heimkino amüsieren möchte, darf nicht allzuviel Frisches erwarten. Zu den jüngsten Download- und DVD-Veröffentlichungen zählt neben ein paar vorgezogenen „Star Wars“- und Disney-Remake-Frolics der größte deutsche Filmerfolg des letzten Jahres: „Das perfekte Geheimnis“. Als ein Mädchen bezweifelt, dass niemand in ihrem Freundeskreis Geheimnisse vor den anderen habe, bringt sie die Idee für ein Gesellschaftsspiel auf: „Für die Dauer des Essens werden SMS und Whatsapp, egal was reinkommt, vorgelesen und alle Anrufe auf Lautsprecher gestellt!“ <br> Dieser Plot wurde zuvor bereits in einem Dutzend anderer Länder verfilmt.</p>


<p><img decoding="async" src="http://vg06.met.vgwort.de/na/88af956a504b4f95b7b817ddebb07bae" width="1" height="1" alt=""></p><p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2020/04/04/15738/">Am besten nichts Neues</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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