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	<title>Charles M. Schulz Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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	<title>Charles M. Schulz Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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		<title>Jammern mit den Peanuts &#8211; Eine Richtigstellung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Oct 2025 14:20:14 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: Das &#8222;Peanuts&#8220;-Jubiläum im &#8222;Kalenderblatt&#8220; Heute vor drei Tagen und 75 Jahren erschien in sieben US-Zeitungen der erste Peanuts-Comicstrip. Der Deutschlandfunk würdige dieses Jubiläum mit einem „Kalenderblatt“. Der Titel des Beitrags lautete „Experten im Scheitern“. Im Beitrag wird klar, dass &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2025/10/05/28810/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2025/10/05/28810/">Jammern mit den Peanuts &#8211; Eine Richtigstellung</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>betr.: Das &#8222;Peanuts&#8220;-Jubiläum im<strong> &#8222;Kalenderblatt&#8220;</strong><br><br>Heute vor drei Tagen und 75 Jahren erschien in sieben US-Zeitungen der erste Peanuts-Comicstrip. Der <strong>Deutschlandfunk </strong>würdige dieses Jubiläum mit einem „Kalenderblatt“. Der Titel des Beitrags lautete <strong>„Experten im Scheitern“</strong>. Im Beitrag wird klar, dass der Plural im Titel genau so gemeint ist: es wird der Eindruck erweckt, alle Peanuts seien beständig gescheitert. Das ist – vornehm gesagt – ein Missverständnis. Der große Comic von <strong>Charles M. Schulz</strong> handelte selbstverständlich auch vom Scheitern – nicht umsonst ist der beliebteste menschliche Charakter dieses Ensemblestücks, <strong>Charlie Brown</strong>, ein ewiger Pechvogel. Das hätte aber nicht funktioniert, hätte es daneben nicht auch die boshafte (und darin meist siegreiche) Lucy gegeben, den versonnenen Schroeder, die rustikale Peppermint Patty, ihre gründliche Freundin Marcie und all die anderen buchstäblich diversen Charaktere. Gar nicht zu reden vom sicher allerbeliebtesten Charakter, dem hedonistischen Beagle <strong>Snoopy</strong>. Der musste sogar in Traumwelten flüchten, um Schlachten zu verlieren, und war ansonsten in seinem selbstbewussten Auftreten seinem Herrchen Charlie gegenüber ein Vorläufer weniger charmanter Haustiercharaktere, die sich die Butter nicht vom Brot nehmen ließen, allen voran <strong>„Garfield“ </strong>(bekanntlich eine Katze).<br>Wann immer Charlie Brown der Verlierer war, gab es auch einen oder mehrere Gewinner.<br>Die „Peanuts“ im heutigen Trend auf das ewige Kokettieren mit der Vergeblichkeit zu reduzieren, tut dem Werk unrecht. Dabei handelt es sich um eine wirkliche „Comédie humaine“, ein Panorama, in dem das Scheitern angemessen vorkommt, aber keinesfalls das Konzept bedeutet.</p>
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		<title>Gute Kinderstube</title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Nov 2017 21:54:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Cartoon]]></category>
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		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 95. Geburtstag von Charles M. Schulz „Unglücklicherweise haben wir Cartoonisten die Aufmerksamkeit des Publikums immer nur für sehr kurze Zeit“, klagte Charles M. Schulz, Vater der „Peanuts“. „Ich habe zwar jeden Tag ein sehr großes Publikum, aber immer nur &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2017/11/26/gute-kinderstube/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: 95. Geburtstag von <strong>Charles M. Schulz</strong></p>
<p>„Unglücklicherweise haben wir Cartoonisten die Aufmerksamkeit des Publikums immer nur für sehr kurze Zeit“, klagte Charles M. Schulz, Vater der <strong>„Peanuts“</strong>. „Ich habe zwar jeden Tag ein sehr großes Publikum, aber immer nur für 16 Sekunden“. Ein Millionenpublikum, um genau zu sein.<br />
Alles in allem dürfte Schulz mit dem Ergebnis zufrieden gewesen sein. Bis zum Februar 2000 (einen Tag nach seinem Tod) erschien jeden Tag ein solcher Comic-Strip – sonntags sogar ein 32sekündiger – insgesamt etwa 17.8000 davon, sämtlich von ihm persönlich geschrieben, gezeichnet und gelettert.<br />
„Als die Peanuts 1950 zum ersten Mal erschienen, sahen sie ganz anders aus als heute. Damals war ein anderer Zeichenstil modern, und wahrscheinlich konnte ich es wohl noch nicht so gut. Heute schaue ich auf die Comics meiner Anfangszeit mit einer seltsamen Mischung aus Stolz und Scham zurück.“<br />
Wenn wir, die wir nicht ganz so streng sein müssen, uns diese Strips anschauen, stellen wir fest, dass die Figuren in jenen frühen Zeiten der Entwicklung auch noch biologisch gealtert sind &#8211; wenn auch nicht alle im exakt gleichen Tempo. Als sie nach etwa zwei Jahren in ihrem Idealzustand steckenblieben, war auch das Konzept ausgereift: Schulkinder, die sich auf dem intellektuellen Niveau (einiger) Erwachsener befinden. (Damit ist zu diesem Thema freilich längst nicht alles gesagt …)<span id="more-9188"></span></p>
<p>Innerhalb eines knappen Jahres war der zunächst nur „sanfte, kleine“ Charlie Brown mit all den Minderwertigkeitskomplexen ausgestattet, die ihm in der Schule so viel Verdruss und in der realen Welt solche Beliebtheit eintragen würden. Der gleichnamige real existierende Jugendfreund von Charles Schulz, Charles Brown aus Minneapolis, fand das gar nicht schmeichelhaft.<br />
Auch Snoopy, der (bis zum Auftauchen von „Garfield“ 35 Jahre später) größte Hedonist im gezeichneten Tierreich, brauchte eine Weile, um zu sich selbst zu finden.<br />
Schulz: „Snoopy veränderte sich, als ich lernte, ihn besser zu zeichnen. Früher saß er immer nur rum oder trottete allenfalls hinter den Kindern her. Als Snoopy eines Tages seine Spaghetti nicht schmeckten, kam mir die Idee, ihm eine Gedankenblase zu geben, und plötzlich bekam er Persönlichkeit. Jetzt konnte ich Gags erfinden, die vorher unmöglich gewesen wären, und ich bin überzeugt, dass das einen guten Teil des Erfolges ausgemacht hat.“<br />
Noch erfolgreicher wurde der Beagle, als er davon zu träumen begann, das berühmte Flieger-As des Ersten Weltkriegs zu sein, das den „Roten Baron“ jagt – auf seiner ratternden Hundehütte.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-9189" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2017/11/Schulz.jpg?resize=640%2C378&#038;ssl=1" alt="Schulz" width="640" height="378" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2017/11/Schulz.jpg?w=948&amp;ssl=1 948w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2017/11/Schulz.jpg?resize=300%2C177&amp;ssl=1 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></p>
<p>Dass Schulz verfügte, niemand außer ihm dürfe die &#8222;Peanuts&#8220; zeichnen bzw. fortsetzen, hat der Qualität der Serie sicher genutzt, aber der eine oder andere faule Kompromiss kam zu Lebzeiten des Meisters doch noch zustande. In den zunächst sehr werkgetreuen Zeichentrickfilmen schlichen sich nach etwa zehn Jahren einige Stilbrüche ein. In Anlehnung an das Stilmittel, dass in den Comics niemals Erwachsene zu sehen sind &#8211; Schulz hat Idee gefallen, diese seien zu groß für das Strip-Format &#8211; sah man auch in der Filmversion zunächst keine solchen. In den Klassenzimmer-Szenen befand sich die Lehrerin Frl. Otmar immer im Off, und ihre Stimme wurde durch ein skurriles Gequake ersetzt. In dem TV-Special  &#8222;Sie ist eine Sportskanone (1980)&#8220; hört man die Großen verständlich reden, zehn Jahre später in der rührseligen Episode &#8222;Der Große Kampf der kleinen Janice&#8220; werfen sie Schatten auf die kleinen Helden. Zuletzt traten die erwachsenen Figuren ganz anstandslos ins Bild, was umso merkwürdiger war, als sie weiterhin nur Komparsenrollen spielten, auf die man ohne Weiteres hätte verzichten können.<br />
An dieser Entwicklung lässt sich das geringer werdende Ansehen ablesen, dass die jungen Zuschauer in den Kreisen der Verantwortlichen genossen: man traute ihnen einfach nicht mehr zu, mit einem solchen Kunstgriff umzugehen.<br />
Ich verstehe bis heute nicht, wie sich Charles M. Schulz darauf einlassen konnte.<img decoding="async" src="http://vg02.met.vgwort.de/na/3a3bebd50b484af8abf6ed32f111b758" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Die Gezeichneten</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Nov 2015 12:52:15 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 93. Geburtstag von Charles M. Schulz Im Vorwort zu Band 17 der F.A.Z.-Buchreihe &#8222;Klassiker der Comic-Literatur&#8220;, die Scott Adams&#8216; &#8222;Dilbert&#8220; gewidmet war, stellte Patrick Bahners fest: &#8222;Hätte Charlie Brown erwachsen werden dürfen, hätte er Dilberts Leben führen müssen.&#8220; Ein &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2015/11/26/die-gezeichneten/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: 93. Geburtstag von Charles M. Schulz</p>
<p>Im Vorwort zu Band 17 der F.A.Z.-Buchreihe &#8222;Klassiker der Comic-Literatur&#8220;, die Scott Adams&#8216; &#8222;Dilbert&#8220; gewidmet war, stellte Patrick Bahners fest: &#8222;Hätte Charlie Brown erwachsen werden dürfen, hätte er Dilberts Leben führen müssen.&#8220;<br />
Ein köstliches, einleuchtendes Gedankenspiel. Aber wenn man erst einmal damit anfängt &#8230;</p>
<p><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-580" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2014/11/TIERHAARGESPR%C3%84CHE.jpg?resize=640%2C212&#038;ssl=1" alt="TIERHAARGESPRÄCHE" width="640" height="212" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2014/11/TIERHAARGESPR%C3%84CHE.jpg?w=3543&amp;ssl=1 3543w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2014/11/TIERHAARGESPR%C3%84CHE.jpg?resize=300%2C99&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2014/11/TIERHAARGESPR%C3%84CHE.jpg?resize=1024%2C338&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2014/11/TIERHAARGESPR%C3%84CHE.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2014/11/TIERHAARGESPR%C3%84CHE.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-3629" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2015/11/Gezeichneten-1col.jpg?resize=640%2C328&#038;ssl=1" alt="Gezeichneten 1col" width="640" height="328" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2015/11/Gezeichneten-1col.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2015/11/Gezeichneten-1col.jpg?resize=300%2C154&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2015/11/Gezeichneten-1col.jpg?resize=1024%2C524&amp;ssl=1 1024w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><br />
<span id="more-3623"></span><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-3627" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2015/11/Gezeichneten-2col.jpg?resize=640%2C310&#038;ssl=1" alt="Gezeichneten 2col" width="640" height="310" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2015/11/Gezeichneten-2col.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2015/11/Gezeichneten-2col.jpg?resize=300%2C145&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2015/11/Gezeichneten-2col.jpg?resize=1024%2C496&amp;ssl=1 1024w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-3628" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2015/11/Gezeichneten-3col.jpg?resize=640%2C328&#038;ssl=1" alt="Gezeichneten 3col" width="640" height="328" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2015/11/Gezeichneten-3col.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2015/11/Gezeichneten-3col.jpg?resize=300%2C154&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2015/11/Gezeichneten-3col.jpg?resize=1024%2C524&amp;ssl=1 1024w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2015/11/26/die-gezeichneten/">Die Gezeichneten</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Charlie Browns verschollene Nachbarskinder</title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Nov 2014 01:25:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Cartoon]]></category>
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		<category><![CDATA[Monty Arnold - Biographisches]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 94. Geburtstag von Charles Schulz / Bud Blake und „Tiger“ Das Wichtigste zuerst: heute wäre Charles M. Schulz, der Vater der „Peanuts“ annähernd 100 Jahre alt geworden. 52 Jahre lang schrieb und zeichnete er höchstpersönlich tagtäglich einen Comic-Strip, nebenbei &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2014/11/26/die-verschollenen-nachbarn-der-peanuts/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2014/11/26/die-verschollenen-nachbarn-der-peanuts/">Charlie Browns verschollene Nachbarskinder</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Cambria,serif;"><span style="font-size: medium;">betr.: 94. Geburtstag von <strong>Charles Schulz</strong> / <strong>Bud Blake</strong> und <strong>„Tiger“</strong></span></span></p>
<p>Das Wichtigste zuerst: heute wäre Charles M. Schulz, der Vater der „Peanuts“ annähernd 100 Jahre alt geworden. 52 Jahre lang schrieb und zeichnete er höchstpersönlich tagtäglich einen Comic-Strip, nebenbei entstanden Sonntagsseiten, Sonderbände, Kinofilme, mehrere TV-Serien und Unmengen an Spielzeug und Merchandising. Das Musical „You’re A Good Man, Charlie Brown“ erlebte seine deutsche Premiere 1991 im schönen Hamburg.<br />
Nun werden Sie sagen: das wissen wir doch schon alles. Recht haben Sie &#8211; aber das war ja auch nur mein würdiger Aufhänger für einen Nachbarn im Geiste und Kollegen des unvergessenen Charles M. Schulz: Bud Blake.</p>
<p>Auch Blake zeichnete Comic-Strips, in denen (noch unvernetzte) amerikanische Vorstadt-Kids und ein Hund eine Kindheit erlebten, die uns heute schon fast an &#8222;Tom Sawyer&#8220; denken läßt. Die Vorzüge des weitaus berühmteren Schulz und seiner „Peanuts“ liegen auf der Hand: Charlie Brown und seine Freunde bilden einen Mikrokosmos, der als Satire auf die Welt der Erwachsenen eine geniale Schöpfung darstellt. Dabei werden die Erwachsenen niemals selbst abgebildet – nicht mal im Off. In den Klassenzimmer-Szenen der TV-Serie ertönt nur wortloses Gequake, wenn Fräulein Othmar zu den Schülern spricht. (In seinen letzten Lebensjahren erlaubte Schulz leider, dass dieses Gesetz gebrochen wurde.) Der stumme, hedonistische Beagle Snoopy ist einer der grandiosesten Charakterköpfe der Comic-Geschichte – nichts Vergleichbares findet sich bei Blake.<br />
Dennoch lohnt ein Blick auf die Dinge, die Bud Blake Charles M. Schulz (verzeih’n Sie!) voraus hatte &#8211; und warum es mich so betrübt, dass „Tiger“ (bei uns: <strong>„Leo“</strong>) völlig vergessen ist.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-750" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2014/11/Tiger.jpg?resize=640%2C390&#038;ssl=1" alt="Tiger" width="640" height="390" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2014/11/Tiger.jpg?w=1859&amp;ssl=1 1859w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2014/11/Tiger.jpg?resize=300%2C182&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2014/11/Tiger.jpg?resize=1024%2C623&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2014/11/Tiger.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><br />
<span id="more-747"></span><span style="font-family: Cambria,serif;"><span style="font-size: medium;">Wo Charles Schulz‘ Zeichnungen die notwendigen Träger des Textes, der Pointe, der Botschaft sind, schafft Blake – mit kaum größerem Aufwand – mehrdimensionale Räume, in die man hineinsteigen möchte. Seine Sonntagsseiten erlauben sich sogar behutsame Kameraperspektiven. Keine Unterhaltung wird einfach nur verbal geführt: sie ist choreographiert, inszeniert, beweglich. Das drängt sich jedoch niemals auf &#8211; man merkt es nur dann, wenn man es möchte. Bei Schulz lache ich über die Pointen im Dialog. Bei Blake lache ich außerdem über die Mimik der Heldinnen und Helden, die Posen, die Requisiten, die kommentierenden Gesten des Hundes Stripe. Die „Peanuts“ beziehen ihren Witz aus ihrer intellektuellen Reife, sie sind überlegene Intelligenzbestien in Kinderkörpern. Blakes Kinder sind wirkliche Knirpse, und ihr Kindermund hat sehr viel mit dem Leben zu tun, das Kinder heute nicht mehr führen dürfen. Während Schulz‘ Konzept seiner Zeit voraus war – so etwas wie ein Abitur haben Lucy, Peppermint Pattie und Schröder gar nicht mal mehr nötig – gewähren uns Tiger, Hugo und Melone den Blick in ein verlorenes Paradies, das ohne jeden Kitsch auskommt. (Interessanterweise orientierte sich Bud Blake nicht etwa an den Erlebnissen seiner Kinder, sondern erinnerte sich der eigenen Vergangenheit.)<br />
</span></span><br />
<span style="font-family: Cambria,serif;"><span style="font-size: medium;">In ihren Glanzzeiten erschienen die Abenteuer von Bud Blakes kleinen Strolchen immerhin in 400 Zeitungen weltweit (die „Peanuts&#8220; schafften 2.600) &#8211; außerdem im „Junior“-Heftchen aus der Apotheke und in einer Fernsehzeitschrift. Ich schnitt damals ein paar davon aus und klebte sie in eine China-Kladde – leider nur sehr wenige davon. Als mir diese Kladde vor einigen Monaten unerwartet beim Aufräumen in die Hände fiel, war das ein <em>coup de foudre</em>. Ich hatte sofort das Bedürfnis, selber (wieder) zu zeichnen. Ich ertappte mich dabei, dass ich für mehrere Minuten vergaß, wie grauenhaft ich meine eigene Kindheit fand – und dass ich überlegte, welches Kind ich persönlich kenne und vielleicht heute noch anrufen könnte.<br />
Meine Ergriffenheit war genauso groß wie die an jenem Tag, als ich den Fehler gemacht habe, alte Briefe nochmals zu lesen und mich an Menschen zu erinnern, die es nicht mehr gibt.<br />
Und mir fiel auf, dass ich „Tiger“ völlig vergessen hatte.<br />
Das passiert mir kein zweites Mal!</span></span></p>
<p>Der Bulls Pressedienst hat &#8222;Tiger&#8220; &#8211; inzwischen unter seinem Originalnamen &#8211; noch immer im Angebot: <a href="https://www.bullspress.de/produkter-tjanster/produkter-tjanster/tiger/">https://www.bullspress.de/produkter-tjanster/produkter-tjanster/tiger/</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2014/11/26/die-verschollenen-nachbarn-der-peanuts/">Charlie Browns verschollene Nachbarskinder</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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