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	<title>Der Entertainer Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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		<title>Wohnwelten (21): Eine Working Class Künstlerwohnung</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Aug 2026 11:52:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Manuskript]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: So wohnen literarische Figuren John Osbornes tragischer „Entertainer“ Archie Rice lebt mit seiner Familie in einer Wohnung, die nur knapp so beschrieben wird: Hinten ein Schleiervorhang. Dahinter ein hohes Podest, zu dem Stufen hinaufführen. Kniehohe Blenden und ein Türrahmen &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2026/08/02/30754/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p>betr.: So wohnen literarische Figuren<br><br><em><strong>John Osborne</strong>s tragischer <strong>„Entertainer“ Archie Rice </strong>lebt mit seiner Familie in einer Wohnung, die nur knapp so beschrieben wird:</em><br><br>Hinten ein Schleiervorhang. Dahinter ein hohes Podest, zu dem Stufen hinaufführen. Kniehohe Blenden und ein Türrahmen genügen als Wand.<br><br><em>Es handelt sich bei diesem modernen Theaterklassiker nämlich um Stück, das mit symbolischen Dekorationen arbeitet:</em><br><br>Möbel und Requisiten so sparsam wie für einen kurzen Sketch.<br><br><em>Umso ausführlicher erläutert der Autor im Einführungstext das Milieu, in dem sich die Wohnung befindet. Sie ist das Biotop, in dem der Unterhaltungskünstler lebt und von dem aus er Tag für Tag in die (ihrerseits) untergehende Welt der englischen „Music-Hall“ aufbricht. Handlungszeit ist die Gegenwart (1957).</em><br><br>Das Stück spielt in einem großen Kurort an der Küste. Familie Rice wohnt in einem jener häßlichen Imponierbauten erfolgreicher Geschäftsleute um die Jahrhundertwende: Zur Strandpromenade nur 25 Minuten im Wagen. Jetzt rumpelt vorne der O-Bus mit Arbeitern vorbei – ringsum sind kleine Fabriken entstanden. Diesen Stadtteil bekommen die Kurgäste nie zu Gesicht – wenn aber doch, eilen sie schnell in die Ferienidylle zurück. Dem zu entkommen, waren sie ja zwei, drei Stunden mit dem Zug gefahren. Da müssen sie noch nicht einmal vom Hauptbahnhof aus vorbei, denn dieser Stadtteil existiert ganz für sich und hat seinen eigenen Bahnhof, ziemlich groß sogar, ein Gelände mit Güterschuppen und Rangiermöglichkeiten. Aber die Schnellzüge halten da nicht. Weder Wohngegend noch Industriegebiet kann man das nennen. Es gibt viele schmutzige Baulücken und hohe schwarze Außenmauern, einen Gasometer, einen großen Schornstein, eine Hauptstraße, die vor Lastwagen und Dreck vibriert. Die Geschäfte liegen vereinzelt an der Kreuzung zu Nebenstraßen. Ein Zeitungsladen, ein Lebensmittelgeschäft, Fish &amp; Chips.<br></p>
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