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	<title>&quot;Der Unsichtbare&quot; Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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	<title>&quot;Der Unsichtbare&quot; Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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		<title>Erst unscharf, dann unsichtbar</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Sep 2016 17:55:42 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 150. Geburtstag von H. G. Wells Von den Mythen, die der phantastische Schriftsteller Herbert George Wells in die Welt gesetzt hat, ist die Unsichtbarkeit weniger erstrebenswert. Bereits der Umstand, dass sich der betroffene Held nicht nach Belieben vom einen &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2016/09/21/eine-kurze-geschichte-der-diskretion/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: 150. Geburtstag von <strong>H. G. Wells</strong></p>
<p>Von den Mythen, die der phantastische Schriftsteller Herbert George Wells in die Welt gesetzt hat, ist die Unsichtbarkeit weniger erstrebenswert. Bereits der Umstand, dass sich der betroffene Held nicht nach Belieben vom einen in den anderen Zustand versetzen konnte, machte seine Situation eher zu einer Notlage. In Jugendtagen sah ich das völlig anders, und insofern kam die kurzlebige US-TV-Serie <strong>&#8222;Der Unsichtbare&#8220;</strong> genau zur rechten Zeit. Sie lief 1978 im regionalen Vorabendprogramm der ARD, und ihr Hauptdarsteller <strong>David McCallum</strong> hatte schon eine legendäre Serienrolle hinter sich (die ich noch nicht kannte): in &#8222;Solo für O.N.C.E.L.&#8220;. Wir hatten ihn alle schrecklich lieb &#8211; trotz seiner unmöglichen Frisur.<br />
Die Serie „The Invisible Man“ wurde von Universal produziert, dem traditionellen Hollywoodstudio für Gruseliges und Phantastisches, und übernahm von der Vorlage nur das Allernötigste.<span id="more-6209"></span><br />
In der Gegenwart des Jahres 1975 entwickelt Dr. Daniel Westin eine Apparatur, die unsichtbar machen kann. Als die Regierung diese Erfindung für militärische Zwecke nutzen will, unternimmt er eine Selbstbehandlung, zerstört die Maschine und flieht. Ein befreundeter Gesichtschirurg stellt ihm eine Maske und Handschuhe her, die er fortan tragen muss. Diese sind so überzeugend, dass Westin seine Unsichtbarkeit geheimhalten und für detektivische Spezialeinsätze nutzen kann. Er wird also, unterstützt von seiner reizenden Frau Kate, zum Spezialagenten. Will er unsichtbar werden, braucht er sich nur auszuziehen. Die betreffenden Szenen waren preiswert, aber wirkungsvoll: ein Kameramann lief die meiste Zeit durch die menschenleere Dekoration, und der Betrachter konnte sich seinen Teil denken.</p>
<p>Ich fand den „Unsichtbaren“ nicht nur spannend und amüsant, er schreckte auch meine medienkundlichen Instinkte auf. Immer, wenn das Bild schmierig und unscharf wurde, wusste ich: gleich nimmt Dr. Westin seine Maske ab. Die auf Film produzierte Serie gestattete sich in Tricksequenzen das Umswitchen auf Videotechnik (auf das damals wirklich vorsintflutliche amerikanische NTSC-System). Danach wurde das Bild mit dem nächsten Umschnitt wieder scharf.<br />
Einige Jahre später wurde die komplette US-Fernsehserienproduktion aus Kostengründen auf die nach wie vor mangelhafte Technik umgestellt, und selbst glamouröse Sendereihen wie „Dallas“ oder „Der Denver-Clan“ sahen urplötzlich unfassbar dreckig und billig aus. Dieser räudige Look ist heute das untrügliche Erkennungszeichen der US-Serien aus den Achtzigern.</p>
<p>Viel wichtiger aber war, dass es in „Der Unsichtbare“ ein paar Episoden gab, um die es einfach schade ist. „Klimpergeld“ ist eine kleine Filmkomödie, in der die Geschichte eines umgekehrten Banküberfalls erzählt wird: das Geld, das eine liebenswerte kleptomanische Lady gestohlen hat, soll heimlich in den Tresor zurückgeschmuggelt werden. Nun geraten mehrere Teams von echten und falschen Bankräubern aneinander, die unpraktischerweise alle Frankenstein-Masken tragen. In der weitaus grimmigeren Folge „Rotes Licht wird teuer“ stranden die Westins in einer durch und durch korrupten Kleinstadt und gehen den örtlichen Ordnungmächten in die Falle &#8211; Pech für die Ordnungsmächte. Derart gutgebaute Geschichten sucht man vergebens im heutigen Blockbuster-Kino.<br />
Andererseits fehlen die beiden Folgen, auf die die ARD seinerzeit verzichtete, zu recht. &#8222;Der Unsichtbare&#8220; ist ein Paradebeispiel für ein wundervolles Konzept, das im Handumdrehen völlig auserzählt war.<br />
Im selben Jahr trat David McCallum noch in unserem turnusmäßigen Adventsvierteiler „Die Abenteuer des David Balfour“ auf. Das war kein gutes Omen. Für viele Jahre wurde er nun wirklich unsichtbar. (Erst im Jahre 2003 materialisierte er sich wieder in „Navy CIS“.)</p>
<p>_______________________<br />
* Die leider bis heute unveröffentlichte Filmmusik stammte von Henry Mancini. Die Serie selbst gibt es seit 2013 auf Universal-DVD und Blu-ray.<img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/9d213d2182554e00ac1a77a512a30fb7" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>The Man You Hate To Hate</title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 May 2015 14:04:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
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		<category><![CDATA["Pantom der Oper"]]></category>
		<category><![CDATA["Rocky Horror Picture Show"]]></category>
		<category><![CDATA[Claude Rains]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 48. Todestag von Claude Rains Claude Rains hat das seltene Glück, gleich in mehreren Kunstwerken fortzuleben, die sich einen soliden Platz in der Popkultur erarbeitet haben. Er spielt in „Lawrence von Arabien“, wird im Eröffnungslied der „Rocky Horror Picture &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2015/05/30/the-man-you-hate-to-hate/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: 48. Todestag von <strong>Claude Rains</strong></p>
<p>Claude Rains hat das seltene Glück, gleich in mehreren Kunstwerken fortzuleben, die sich einen soliden Platz in der Popkultur erarbeitet haben. Er spielt in „Lawrence von Arabien“, wird im Eröffnungslied der „Rocky Horror Picture Show“ besungen und bereichert den geflügelten Wortschatz im Klassiker und Kultfilm <strong>„Casablanca“</strong>: Einen berühmten Satz spricht er selbst („Verhaften Sie die üblichen Verdächtigen!“), der andere wird zu ihm gesagt („Ich glaube, das ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.“).</p>
<p>„The Film Encyclopedia“ von Ephraim Katz – das Nachschlagewerk mit den knackigsten Kurzbeschreibungen großer Filmschaffender – findet Rains &#8222;nicht gutaussenhend&#8220;, rühmt ihn als „kontrolliert sardonisch“ und bemerkt, dass er auch in den Schurkenrollen, die er immer wieder bekleidete, seinen Charme behielt.<span id="more-2296"></span><br />
Als Claude Rains zum Film kam, war er schon mittleren Alters und hatte eine beachtliche Theaterkarriere im heimatlichen England hinter sich.<br />
Sein Durchbruch ist möglicherweise der kurioseste überhaupt. In seinem ersten US-Film, als Hauptdarsteller in James Whales „Der Unsichtbare“, ist er buchstäblich den ganzen Abend nicht zu sehen. Wenn die Handlung einsetzt, hat das tragische Experiment bereits stattgefunden, und Rains muß seinen Kopf mit Bandagen verhüllen und sich als entstelltes Unfallopfer ausgeben, um sich unter Menschen halbwegs gut bewegen zu können. (Das ist eine nette Vorwegnahme seiner Probleme in „Phantom der Oper“ zehn Jahre darauf, dem Film, der mich zu seinem Fan gemacht hat.)<br />
Als er die Mullbinden abnimmt, sieht man freilich noch immer nichts von ihm. Erst am Ende, im Anschluß an seine Sterbeszene, erscheint er kurz – als Standbild.</p>
<p>Auch dies war so etwas wie der Beginn einer wunderbaren Freundschaft: seine Karriere dauerte mehr als 30 Jahre.<img decoding="async" src="https://vg04.met.vgwort.de/na/e0d9cca5f91a4fba8f3f434f4daaf64f" alt="" width="1" height="1" /></p>
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