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	<title>&quot;Die Sopranos&quot; Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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		<title>Daheimbleiben mit &#8230; &#8222;Follow The Money&#8220;</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Mar 2020 21:14:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: die Serie „Follow The Money – Die Spur des Geldes“ auf arte, in der Mediathek und zum kostenlosen Download Der Erfolg der Streamingdienste wäre nicht denkbar ohne ein Phänomen, das einen mediengeschichtlichen Wimpernschlag zuvor geschehen ist. Es war vor &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2020/03/19/daheimbleiben-mit/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p class="wp-block-paragraph">betr.: die Serie <strong>„Follow The Money – Die Spur des Geldes“</strong> auf <strong>arte</strong>, in der Mediathek und zum kostenlosen Download<br><br> Der Erfolg der Streamingdienste wäre nicht denkbar ohne ein Phänomen, das einen mediengeschichtlichen Wimpernschlag zuvor geschehen ist. Es war vor allem der amerikanische Bezahlsender <strong>HBO</strong>, der den Menschen vor der guten alten Glotze mit ihrem „linearen Fernsehen“ das Gefühl gab, etwas zu versäumen: Serien, die besser sind als früher. Auch wenn immer von der Wichtigkeit des Fußballs die Rede ist, lebt das Exklusiv-Angebot der heutigen Anbieter in besonderem Maße von diesem Versprechen und von der Utopie, dass es möglich ist, Qualität am Fließband zu produzieren (an mehreren Fließbändern gleichzeitig), die sich im Regelfall mit der der <strong>„Sopranos“</strong> (1999-2007) messen kann. Das ist selbstverständlich Unsinn, denn eine Geschichte wird ja nicht dadurch besser, dass man sie „episch“ erzählt. Im Grunde weiß dass auch jeder. Aber wer monatlich für ein Abo zahlt, der möchte wohl einfach glauben, es müsse wahr sein. <br><br> Es ist wieder einmal eine dänische Serie, die dieser Verheißung sehr nahe kommt. Sie ist als DR-Produktion auf maximal drei Staffeln angelegt und wird wie üblich von arte präsentiert. So begeistert war ich zuletzt bei „Die Erbschaft“ – wenn auch nur in der ersten Staffel. <br> „Follow The Money – Die Spur des Geldes“ („Bedrag“) ist als Thrillerserie um eine Einheit von Drogenfahndern eine Spur konventioneller, lernt aber von den beiden besten Vorbildern, die sich in diesem Zusammenhang denken lassen. Sie kombiniert die Parallelmontage aus den Lebenswelten der Bullen und der Drogengangster, ohne dass wir uns bequem auf eine Seite schlagen können – so gut wie es zuletzt in „The Wire“ (2002-08) gelang – mit der frustrierten Kleinbürgerfigur, die Gefallen am Verbrechen findet, weil sie dafür fachlich prädestiniert ist und zum ersten Mal im Leben so etwas wie Anerkennung erfährt. Aber die Bankangestellte Anna ist nicht einfach eine weibliche Version des krebskranken Chemielehrers aus „Breaking Bad“ (2008-13), sie ist nur eine von drei Hauptfiguren neben dem Ermittler Alf und dessen Gegenpart Nicky und tritt erst in der zweiten Folge in Erscheinung. <br> Die Autoren von „Follow The Money“ haben das Prinzip der Vorbilder verstanden und gehen kreativ damit um, ohne abzuschreiben, sich auf Anspielungen herauszureden oder auf das schlechte Gedächtnis des Publikums zu vertrauen. Zugegeben, hin und wieder wird es ein wenig haarsträubend – wie z.B. in einer Szene in Folge 7, bei der ein Aquarium eine Rolle spielt …<br><br> Die erste Staffel von „Follow The Money“ steht dieser Tage bei Mediathek View kostenlos zum Download bereit. </p>


<p><img decoding="async" src="http://vg06.met.vgwort.de/na/0aed330346c149d9be60bd0c22992f5b" width="1" height="1" alt=""></p><p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2020/03/19/daheimbleiben-mit/">Daheimbleiben mit &#8230; &#8222;Follow The Money&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Ekel Anton</title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2015 09:55:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Essay]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 54. Geburtstag von James Gandolfini Längst haben sich „Die Sopranos“ einen Platz in einem Seitentrakt unseres abendländischen Kulturerbes gesichert. Sie sind der offizielle Urknall des hochwertigen dramatischen Serienfernsehens der Jahrtausendwende, das – es sei der guten Ordnung halber nicht &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2015/09/18/3150/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: 54. Geburtstag von <strong>James Gandolfini</strong></p>
<p>Längst haben sich <strong>„Die Sopranos“</strong> einen Platz in einem Seitentrakt unseres abendländischen Kulturerbes gesichert. Sie sind der offizielle Urknall des hochwertigen dramatischen Serienfernsehens der Jahrtausendwende, das – es sei der guten Ordnung halber nicht verschwiegen – zur Stunde längst wieder im Abklingen ist.<br />
Noch immer trifft man auf Personen, die sich den Schatz, welcher sich da aufgehäuft hat, noch gar nicht angerührt haben. Gibt es etwa Menschen, deren tatsächliches Leben ihnen dazu keine Zeit läßt?<br />
Unbedingt möglich – aber schwer vorstellbar …<br />
Sind diese Leute einfach nicht dazu gekommen, weil sie Smartphone um Smartphone zügig verschleißen mußten, um Raum für die jeweils neueste Version zu schaffen, und zu diesem Zwecke unzählige sinnlose Facebook-Einträge und 160-Zeichen-Nachrichten lesen mußten, so dass ihnen keine Zeit für episch erzählte Formate blieb?<br />
So wird’s gewesen sein.</p>
<p>Zum Geburtstag des Ur-Protagonisten der neuen Zeitrechnung, des Kunta Kinte der zusammenhängenden DVD-Box: James Gandolfini – er starb vor zwei Jahren mit 51* &#8211; soll es nun gestattet sein, einen weiteren Blick auf diese Serie zu werfen, in der er so hinreißend den Helden und Schurken gab: „Die Sopranos“.<span id="more-3150"></span><br />
Ich habe sie seit der ersten leidenschaftlichen Auskostung nicht mehr eingelegt, kann aber auf die Schnelle ganz gut in mich hineinhören, warum das so ist. (Schließlich habe ich mir „Breaking Bad“ gleich zweimal angesehen, „Six Feet Under“ mit etwas Abstand nochmals vollständig, sogar Edelschrott wie „24“ kam mir inzwischen wieder auf den Schirm.)<br />
Zunächst einmal habe ich ein gewisses Problem mit Mafia-Stoffen. Diejenigen, die mich dennoch gefesselt haben, genießen daher meine besondere Hochachtung: „Der Pate“ eins und zwei natürlich und eben die „Sopranos“. (Der ganze pseudosizilianische Scorsese-Plunder kann mir gestohlen bleiben.) Es betrübt mich aber etwas, dass dieses Format <em>so</em> <em>ununterbrochen</em> an die niedrigsten Instinkte appelliert. („Breaking Bad“ erschien mir daneben als ein geradezu moralisches Format!) Das Mafia-Sujet erleichtert es den Autoren auch, Figuren beiseitezuschaffen, um einen Knalleffekt einzubauen oder sich einer Figur zu entlegen, mit der man nichts mehr anzufangen weiß, ohne dass das für den Tötenden irgendwelche juristischen oder sonstigen Konsequenzen hat. Solche Bequemlichkeit bereitet mir immer einen etwas modrigen Beigeschmack. Wie habe ich das ausgehalten? Wegen der fabelhaften Dialoge natürlich, der dollen Besetzung, des Humors, den die amerikanischen Autorenteams eben auch so viel besser im Griff haben als unsere Serienmacher, denen spätestens die Redaktion alles rausstreicht, was amüsant sein könnte.<br />
Ich erinnere mich aber auch, dass ich die gesamte erste Staffel ziemlich verunglückt fand. Als ich sie mir anschaute, war der Kult schon so weit gediehen, dass ich mich durchgebissen habe, aber ihre Qualität ist eine (von mehreren!) Erklärungen dafür, dass „Die Sopranos“, als sie 2000 im ZDF starteten, erst einmal niemand sehen wollte und sie bald wieder beerdigt wurden.<br />
Aber diese Panne wurde auch später nicht behoben, und insofern sind die Mafiosi von New Jersey auch ein wichtiger Teil unserer TV-Geschichte. Kampflos wurde die heiße Ware konkurrierenden Medien überlassen, von einem Sendebetrieb, der nicht einmal mehr von seinen eigenen Mitarbeitern eingeschaltet wird.</p>
<p>Neugierig geworden auf „Die Sopranos“? Gut so.</p>
<p>____________________<br />
* siehe Blog vom 5. November 2014<img decoding="async" src="https://vg01.met.vgwort.de/na/8c3b7198ee8540a2b97a98855ca93638" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2015/09/18/3150/">Ekel Anton</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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