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	<title>&quot;Die Teuflischen&quot; Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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		<title>Wann schlägt Mrs. Bates wieder zu?</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Jun 2019 21:26:25 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 71. Geburtstag von Kathy Bates Spontan halte ich Bette Davis und Barbara Stanwyck für die besten Filmschauspielerinnen, deren Arbeit ich ansichtig werden durfte &#8211; wobei Bette Davis noch etwas vielseitiger ist und natürlich mehr campy. Im nächsten Moment bin &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/06/28/kathy-bates/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: 71. Geburtstag von <strong>Kathy Bates</strong></p>
<p>Spontan halte ich <strong>Bette Davis</strong> und <strong>Barbara Stanwyck</strong> für die besten Filmschauspielerinnen, deren Arbeit ich ansichtig werden durfte &#8211; wobei Bette Davis noch etwas vielseitiger ist und natürlich mehr <em>campy</em>. Im nächsten Moment bin ich immer etwas beschämt, dass mir erst dann Kathy Bates einfällt, deren Karriere knapp 60 Jahre später (so richtig) in Fahrt kam.<br />
Kathy Bates bringt (ähnlich wie Davis und Stanwyck) den besonderen Vorzug mit, außerordentlich schreckenerregend sein zu können. Und noch während ich mich vor ihr fürchte, fühle ich das Vorurteil aufsteigen, sie müsse privat ziemlich knuffig sein. Ihre Monstrosität ist deshalb so bezwingend, weil sie gespielt ist, weil sie auf Handwerk und darstellerischer Intelligenz beruht. (Mit einem selbsternannten <em>monstre sacré</em> konnte ich noch nie etwas anfangen.)</p>
<p>Unmittelbar nachdem sie 1991 als sadistisch-derangierte Krankenschwester in <strong>„Misery“</strong> einen Oscar bekommen hatte, durfte sich Kathy Bates<span id="more-13713"></span> in den unterschiedlichsten Stoffen bewähren. Vier Jahre später bekam sie abermals in der Verfilmung eines Werks von Stephen King die Hauptrolle: „Dolores“. Es war ein fabelhafter Film – ein Mutter-Tochter-Drama, in dem Bates in Christopher Plummer einen würdigen Gegenspieler hatte -, doch das Publikum erwartete von der Kombination Bates-King wohl eher einen Gruselschocker. Dass diese Dolores keine Mörderin ist, sondern dessen nur verdächtigt wird, dürfte zu den enttäuschenden Einspielergebnissen beigetragen haben.</p>
<p>Obwohl Jugend und Schönheit für ihre Leinwandwirkung nie von Bedeutung waren, hat Kathy Bates (wie jede Schauspielerin in Hollywood außer Judi Dench) damit zu kämpfen, dass es ab einem gewissen Alter kaum noch dankbare Rollen gibt. Unterdessen – damit wollen wir uns trösten – durften wir sie in der Serie „Six Feet Under“ (komödiantisch mit Tiefgang) erleben, in der Tragödie „Revolutionary Road“ (komische Nebenrolle), in dem verblüffenden Klassiker-Remake „Diabolique“ (finstere Ermittlerin im Parka) und in der Tragikomödie „About Schmidt“ (Slapstick) – um nur meine subjektiven Lieblinge zu nennen.<br />
Verehrte Mrs. Bates: Live long and prosper! Und kommen Sie bald wieder!<img decoding="async" src="https://vg07.met.vgwort.de/na/f1664625500b4bcdbd1b2866effc158e" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Die schönsten Filme, die ich kenne (34): &#8222;Anruf für einen Toten&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Jul 2017 18:31:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sidney Lumet begann mit dem klassischen Kammerspiel „Die zwölf Geschworenen“ und endete 50 Jahre später mit dem makellosen Thriller und Familiendrama „Tödliche Entscheidung“. Zwischen diesen beiden Produktionen drehte er noch gut 35 weitere Filme von zumeist ähnlicher Qualität. Er wurde &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2017/07/20/die-schoensten-filme-die-ich-kenne-34-anruf-fuer-einen-toten/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sidney Lumet</strong> begann mit dem klassischen Kammerspiel <strong>„Die zwölf Geschworenen“</strong> und endete 50 Jahre später mit dem makellosen Thriller und Familiendrama <strong>„Tödliche Entscheidung“</strong>. Zwischen diesen beiden Produktionen drehte er noch gut 35 weitere Filme von zumeist ähnlicher Qualität. Er wurde nie zu Hollywoods Kultregisseuren gezählt und galt eher als „Routinier“, als Handwerker. Er war dennoch einer der Besten!<br />
Der Film „Anruf für einen Toten“ ist ein Beitrag zu einem Genre, das sonst hauptsächlich von Serienhelden und deren Epigonen bestritten wurde: dem <strong>britischen Spionagefilm</strong>. Alle wichtigen Zutaten des Kalten Krieges sind versammelt: die internationale Besetzung, die Technicolor-Farben, der schmissige Soundtrack nebst stylischem Vorspann, eine literarische Vorlage von<strong> John Le Carré</strong> persönlich.</p>
<p>Charles Dobbs (<strong>James Mason</strong>) vom britischen Außenministerium wird beauftragt, seinen Kollegen Fennan zu konfrontieren, der in einem anonymen Brief der früheren Mitgliedschaft in der kommunistischen Partei beschuldigt wird. Dieses Gespräch ist eher eine Formsache und verläuft bei einem entspannten Spaziergang im Park. Überraschenderweise nimmt sich der Mann noch am selben Abend das Leben.<span id="more-8422"></span><br />
Dobbs wird von seinem exzentrischen Chef zu einer Art Kondolenzbesuch bei Fennans Witwe verdonnert, einer gebrochenen Holocaust-Überlebenden (Simone Signoret, die diesen Part kaum zehn Jahre nach ihrem glamourösen Auftritt im Krimiklassiker „Die Teuflischen“ schrecklich überzeugend ausfüllt). Ein eingehender Telefonanruf macht Dobbs stutzig: er glaubt nun nicht mehr an einen Selbstmord. Mit Hilfe des pensionierten, aber noch immer bestens vernetzten CID-Inspektors Mendel (Harry Andrews) geht er diesem Verdacht auf eigene Faust nach. Die Ergebnisse sind schmerzlich: ohne es zu wissen, ist auch Mrs. Dobbs in etwas verwickelt, was sich als ganz große Spionageaffäre entpuppt …</p>
<p>„The Deadly Affair“ ist ein Film mit kleinen Fehlern und unbezahlbaren Vorzügen. Während James Mason als leidgeprüfter Ehemann einer jüngeren Nymphomanin etwas arg dick aufträgt, ist sein Helfer Inspektor Mendel eine der hinreißendsten Chargen in Londons ruhmreicher Geheimdienst-Filmgeschichte. Der aufragende Kleiderschrank Harry Andrews (in der deutschen Fassung hat er die Stimme von Balu, dem Bären) spielt zumeist kleinere und sehr unangenehme Rollen – bei Lumet war er ein Jahr zuvor noch in dem Militärdrama „The Hill“ der sadistische Schleifer eines Wüsten-Straflagers. In diesem Ensemblefilm hat er die heimliche Hauptrolle: als schrulliger Tierfreund und Witwer (ewiger Junggeselle?) genießt er es sichtlich, seine alten Seilschaften zu melken und sich an die Dienstvorschriften nicht mehr gebunden zu fühlen, geht keiner Keilerei aus dem Wege, ist aber ein reizender älterer Gentleman, wenn er es einmal nicht mit lichtscheuem Gesindel zu tun hat sondern etwa mit einer ungeschickten Inspizientin. Wenn es die Polizeiarbeit erfordert, lügt er wie gedruckt, und sollte man seine Dienste länger als 72 Sekunden nicht benötigen, pennt er ein – bis man ihm ein wichtiges Schlüsselwort des aktuellen Falles zuruft.<br />
Max Adrian als leitender Ministerialbeamter „Marlene Dietrich“ präsentiert uns die schrillste Tunte seit Jay Robinsons unvergesslichem Caligula in „The Robe“ – und bereitet uns mit dieser Outrage ein himmlisches Vergnügen.<br />
Das große Agentenduell im dritten Akt ist nicht etwa der Showdown – dieser wird im Anschluss eher flott erledigt – sondern eine verdeckte Operation während einer Theateraufführung. Die leibhaftige „Royal Shakespeare Company“ gibt im Hintergrund „Edward II.“.<br />
Überhaupt hat es der Hintergrund in sich: die sinfonische Bossa-Nova-Filmmusik von Quincy Jones ist – selbst für die Verhältnisse der 60er Jahre &#8211; so unverschämt sexy, dass man rot anläuft.<img decoding="async" src="http://vg06.met.vgwort.de/na/2ed668b25c824afe915337513ef2f408" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2017/07/20/die-schoensten-filme-die-ich-kenne-34-anruf-fuer-einen-toten/">Die schönsten Filme, die ich kenne (34): &#8222;Anruf für einen Toten&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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