<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Her Own Song Archive - Monty Arnold blogt.</title>
	<atom:link href="https://blog.montyarnold.com/tag/her-own-song/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://blog.montyarnold.com/tag/her-own-song/</link>
	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
	<lastBuildDate>Mon, 04 Apr 2022 09:30:08 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.1</generator>

<image>
	<url>https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2022/02/image.jpg?fit=32%2C32&#038;ssl=1</url>
	<title>Her Own Song Archive - Monty Arnold blogt.</title>
	<link>https://blog.montyarnold.com/tag/her-own-song/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
<site xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">202866671</site>	<item>
		<title>Ganz schön alt, die arme Kleine</title>
		<link>https://blog.montyarnold.com/2015/04/01/ganz-schoen-alt-die-arme-kleine/</link>
					<comments>https://blog.montyarnold.com/2015/04/01/ganz-schoen-alt-die-arme-kleine/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Apr 2015 07:08:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkunde]]></category>
		<category><![CDATA[Medienphilosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA["Der Blaue Engel"]]></category>
		<category><![CDATA["Vaterlandsverräterin"]]></category>
		<category><![CDATA[Bekenntnisse der Töchter großer Kinodiven]]></category>
		<category><![CDATA[Greta Garbo]]></category>
		<category><![CDATA[Her Own Song]]></category>
		<category><![CDATA[Joan Crawford]]></category>
		<category><![CDATA[Maria Riva]]></category>
		<category><![CDATA[Marlene Dietrich]]></category>
		<category><![CDATA[Meine liebe Rabenmutter]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Mutter Marlene]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.montyarnold.de/?p=1815</guid>

					<description><![CDATA[<p>betr.: 85. Jahrestag der Premiere von &#8222;Der Blaue Engel&#8220; in Berlin Wenn wir Maria Rivas backsteindickes Erinnerungsbuch „Meine Mutter Marlene“* hätten ernst nehmen wollen – was schwer genug fiel – dann hatte sie es wirklich nicht leicht. Stimmt schon – &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2015/04/01/ganz-schoen-alt-die-arme-kleine/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2015/04/01/ganz-schoen-alt-die-arme-kleine/">Ganz schön alt, die arme Kleine</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000080;"><span lang="zxx"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Cambria,serif;"><span style="font-size: medium;">betr.: 85. Jahrestag der Premiere von <strong>&#8222;Der Blaue Engel&#8220;</strong> in Berlin</span></span></span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Cambria,serif;"><span style="font-size: medium;">Wenn wir <strong>Maria Riva</strong>s backsteindickes Erinnerungsbuch „Meine Mutter Marlene“* hätten ernst nehmen wollen – was schwer genug fiel – dann hatte sie es wirklich nicht leicht. Stimmt schon – seine Eltern kann man sich nicht aussuchen, und selbst Goethe, der sich ja über seine Herkunft so recht nicht beklagen konnte, haderte bekanntlich mit derselben. Aber <strong>Marlene Dietrich</strong> zur Mutter zu haben, muß wirklich das Allerschlimmste gewesen sein.<br />
</span></span></span><br />
<span id="more-1815"></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Cambria,serif;"><span style="font-size: medium;">Nun steht es freilich niemandem zu, die Hobby-Autorin dafür zu kritisieren, dass sie es abscheulich fand, in Kalifornien aufzuwachsen, ihre Kindheit am Pool zu verbringen und ständig diese eitlen emigrierten Künstler um sich haben zu müssen, während die Landsleute ihrer Mutter nach und nach die Folgen der Allmachtsphantasien ihres demokratisch gewählten Diktators zu spüren bekamen. Vielleicht hätte uns das ja auch nicht so gut gefallen – wer weiß?<br />
Auch für die gruselige Schreibe ihrer Lebenserinnerungen müssen wir ihr nicht böse sein – es war ja nur ein Angebot auf einem freien Markt. Dass sie selbst Dialoge, die vor ihrer Geburt geführt worden sind, in ausführlicher wörtlicher Rede (und sämtlich in dem ihr eigenen Stil) wiedergibt, kann ohnehin nur ein Kunstgriff sein. Und dass sie ihre Mutter, die sich politisch sehr integer verhalten und dafür nach dem Krieg in ihrer Heimat ausgiebig Prügel bezogen hat, als unpolitisch und ihren Antifaschismus als versehentliche Laune hinstellt – geschenkt. Wer sowas glaubt, ist ja wirklich selber schuld.<br />
Die Idee hatte sich ja auch schon bewährt: die Tochter von Joan Crawford hat mit dieser Masche richtig abgeräumt.<br />
</span></span></span><br />
<span style="color: #000000;"><span style="font-family: Cambria,serif;"><span style="font-size: medium;">Als Fernsehzuschauer war ich Zeuge der Promo-Tour von Maria Riva, die ihr Buch unmittelbar nach dem Tode der so arg beschumpfenen Mutter herausbrachte und es hierzulande in zahlreichen Zeitungsinterviews und Talkshow-Auftritten bewarb</span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Cambria,serif;"><span style="font-size: medium;">. Zu unserer beider Überraschung mochte das Medienbürgertum der Bundesrepublik, das bis zuletzt sehr mit Marlene gehadert hatte, ihr jedoch nicht mehr länger böse sein.<br />
Bei ihrem ersten großen Fernsehauftritt schimpfte Frau Riva noch bitterlich auf ihre seelisch grausame und künstlerisch wie politisch weit überschätzte Mutter, ganz so, wie sie es auch in ihrem Buch getan hatte. Bereits die Publikumsreaktion im Studio blieb hinter ihren Erwartungen zurück. Die Presse am nächsten Tag bestätigte diesen Eindruck: ihr Auftritt wurde allgemein als unsympathisch, undankbar und rüpelhaft empfunden. Sogar die Leserbriefschreiber versagten ihr die Gefolgschaft. An eine typische Zuschrift erinnere ich mich noch: „Ein Glück für Greta Garbo und uns (!), dass die keine Tochter hatte!“ </span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Cambria,serif;"><span style="font-size: medium;">Was tat nun Maria Riva, die bei ihrem ersten Auftritt noch betont hatte, welch tiefes menschliches Anliegen es ihr sei, die Welt über das „wahre Gesicht“ ihrer Raben-„Mutter Marlene“ aufzuklären? Stellte sie sich etwa auf die Hinterbeine? Fuhr sie damit fort, ihr Los offenzulegen? Zeigte sie Haltung?<br />
Mitnichten!<br />
Auf einmal war alles gar nicht mehr so schlimm gewesen. Naja, dieser ewige Sommer an der Westküste – schon doof. Die vielen Parties, die ewigen Reisen, ständig neue Kindermädchen – also wissense, nee! (Ein zugiges Mehrfamilienzimmer im guten alten Germany, ein paar Bombennächte im Keller, Flucht und Vertreibung &#8211; das hätte wohl mehr zu ihrer Charakterbildung beigetragen als das Herumgesitze mit diesen oberflächlichen Amis.) Aber was soll’s? So war es halt, das Leben mit dem alten Zirkuspferd.<br />
</span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Cambria,serif;"><span style="font-size: medium;">Frau Riva erkannte mit kleiner Verspätung, dass sich – mit ihrem Buch und überhaupt – viel mehr Zaster machen ließ, wenn sie die unerklärliche plötzliche Nachsicht der Deutschen mit der großen „Vaterlandsverräterin“ unterstützte. In der Fernsehdoku „Her Own Song“ war das geplagte Kind etwas später im Endstadium der braven Tochter angekommen, die freigiebig mit Deckweiß und Weichzeichner arbeitet.</span></span></span><span style="color: #000080;"><span lang="zxx"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Cambria,serif;"><span style="font-size: medium;"><br />
</span></span></span></span></span><span style="color: #000080;"><span lang="zxx"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Cambria,serif;"><span style="font-size: medium;"><span lang="de-DE">Wie war es denn nun wirklich, als Tochter dieser Diva aufzuwachsen? Von Maria Riva erfahren wir es jedenfalls nicht.</span></span></span></span></span></span><span style="color: #000080;"><span lang="zxx"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Cambria,serif;"><span style="font-size: medium;"><span lang="de-DE"><br />
_____________<br />
* Es erschien am 19. Dezember 1992 auf deutsch im Bertelsmann-Verlag, frühestmöglich nach dem Tod der darin portraitierten Marlene Dietrich.</span></span></span></span></span></span><img decoding="async" src="https://vg08.met.vgwort.de/na/3182795d14fe4b60bf833a3a4083110b" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2015/04/01/ganz-schoen-alt-die-arme-kleine/">Ganz schön alt, die arme Kleine</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://blog.montyarnold.com/2015/04/01/ganz-schoen-alt-die-arme-kleine/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">1815</post-id>	</item>
	</channel>
</rss>
