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	<title>John Michael Hayes Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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	<title>John Michael Hayes Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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		<title>Die wiedergefundene Textstelle: Ein Killer wird gedungen (3)</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Dec 2025 18:15:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Fortsetzung vom 21. Dezember 2025 Bei Anruf MordDial M For Murder Warner Brothers 1954Drehbuch von John Michael Hayes nach dem Theaterstück von Frederick KnottRegie: Alfred Hitchcock Tonys Monolog &#8211; Teil 3: Der Plan In dem Sack sind eintausend Pfund in &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2025/12/27/29371/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p><em>Fortsetzung vom 21. Dezember 2025</em></p>



<p><strong>Bei Anruf Mord</strong><br>Dial M For Murder<br><br>Warner Brothers 1954<br>Drehbuch von John Michael Hayes nach dem Theaterstück von Frederick Knott<br>Regie: Alfred Hitchcock<br><br><strong>Tonys Monolog &#8211; Teil 3: Der Plan</strong></p>



<p>In dem Sack sind eintausend Pfund in bar für ein paar Minuten Arbeit, denn weiter ist es nichts. Ohne jedes Risiko. Das muss Sie irgendwie reizen. Ihr ganzes Kartenhaus kann jeden Augenblick einstürzen. – Nun sehen Sie mich nicht so entgeistert an! Es stand in allen Zeitungen. Eine Frau wurde tot aufgefunden. Sie hatte eine Überdosis Morphium genommen. Sie war dem Zeug schon eine ganze Weile verfallen. Man konnte nur nicht feststellen, wo sie es herhatte. Aber wir wissen es, nicht wahr?<br>Die 1000 Pfund befinden sich in einem Stadtkoffer in einer Gepäckaufbewahrung, irgendwo in London. Wir sehen uns natürlich nie wieder. Sobald Sie Ihren Teil erledigt haben, schicke ich Ihnen per Post den Aufbewahrungsschein und den Schlüssel. Hier sind hundert Pfund als Anzahlung.<br>Den Gesamtbetrag wird man in meinen Kontoauszügen nicht vermissen. Seit einem Jahr habe ich jede Woche von der Bank zwanzig Pfund abgehoben, immer in 5-Pfund-Noten. Und die habe ich dann nach und nach in Pfundnoten eingewechselt. Ich gehe zweimal in der Woche zum Hunderennen und wette am Toto, genau wie Sie.<br><br>Eine Bedenkzeit kann ich Ihnen leider nicht bieten. Ich habe alles so arrangiert. Die Sache soll morgen abend vor sich gehen, es <em>muss</em> morgen sein. Genau dort, wo Sie jetzt stehen.<br>Morgen abend gehen Halliday, so heißt der Amerikaner, und ich zu einem Herren-Essen. Sie bleibt hier. Sie wird früh ins Bett gehen und sich das große Sinfoniekonzert im Radio anhören. Das tut sie immer, wenn ich ausgehe.<br>Um genau 3 Minuten vor 11 werden Sie das Haus von der Straße aus betreten. Die Haustür ist nie abgeschlossen. Den Schlüssel zu dieser Tür finden Sie hier … unter dem Treppenläufer auf der fünften Stufe.<br>Sie gehen dann zu diesem Fenster und verstecken sich hinter dem Vorhang. Um punkt 11 Uhr werde ich zum Telefon gehen, um meinen Chef anzurufen. Ich werde die falsche Nummer wählen, nämlich diese. Weiter werde ich nichts machen. Wenn das Telefon klingelt, werden Sie sehen, wie das Licht im Schlafzimmer angeht. Wenn sie die Tür aufmacht, wird der Lichtschein in dieses Zimmer fallen. Also rühren Sie sich nicht, bis sie am Telefon ist.<br>Es muss ganz geräuschlos vor sich gehen.<br>Wenn es vorüber ist, nehmen Sie den Hörer hoch und pfeifen ganz leise – und hängen ein. Und was auch geschehen mag, sprechen Sie nicht. Ich sage kein Wort. Wenn ich Ihr Pfeifen höre, hänge ich ein und wähle nochmal, diesmal die richtige Nummer. Ich werde mit meinem Chef sprechen, als ob nichts gewesen wäre, und gehe in den Saal zurück.<br>Dieser Koffer wird hier stehen. In dem sind die Sachen, die in die Reinigung kommen sollen. Sie machen ihn auf und werfen die Anzüge auf den Boden. Dann tun Sie den Zigarettenkasten und ein paar Pokale hinein. Sie schließen ihn wieder, schnappen ihn aber nicht zu. Dann lassen Sie den Koffer hier stehen, genau wo er jetzt steht. Als ob Sie weggelaufen wären.<br>Nun das Fenster. Sie geht oft noch einmal durch den Garten, bevor sie ins Bett geht, und gewöhnlich vergisst sie, das Fenster zuzumachen, wenn sie zurückkommt. &#8211; Das werde ich der Polizei erzählen …<br>Wenn es geschlossen ist, machen Sie es auf und lassen es offen. Dann gehen Sie auf dem selben Weg zurück wie Sie gekommen sind – durch diese Tür.<br>Und jetzt kommt die Hauptsache! Wenn Sie wieder rausgehen, legen Sie den Schlüssel an die selbe Stelle, an der er gelegen hat. Unter den Treppenläufer.<br>Wie wird die Polizei den Fall rekonstruieren? Man wird annehmen, dass Sie durch das Fenster gekommen sind. Sie dachten, es wäre niemand zu Hause, nahmen den Koffer und gingen an die Arbeit. Sie hörte ein Geräusch. Sie machte im Schlafzimmer Licht. Sie sahen das Licht unter der Tür und versteckten sich hinter dem Vorhang. Als sie hereinkam, packten Sie zu, bevor sie schreien konnte. Als Sie dann merkten, was Sie angerichtet hatten, ergriff Sie die Panik. Sie stürzten durch den Garten und ließen die Beute zurück.    <br>Ungefähr um zwölf komme ich zurück. Ich werde Halliday noch auf ein Glas Bier mitbringen, damit wir sie gemeinsam finden. Wir waren zusammen, seit wir von hier fortgegangen sind.<br>Das ist mein Alibi.<br><br><em>Bearbeitet von Monty Arnold</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2025/12/27/29371/">Die wiedergefundene Textstelle: Ein Killer wird gedungen (3)</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Die wiedergefundene Textstelle: Ein Killer wird gedungen (2)</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Dec 2025 13:21:38 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Fortsetzung von gestern Bei Anruf MordDial M For Murder Warner Brothers 1954Drehbuch von John Michael Hayes nach dem Theaterstück von Frederick KnottRegie: Alfred Hitchcock Tonys Monolog &#8211; Teil 2: Die Erpressung Sehen Sie, gerade eine Woche vorher war wieder einer &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2025/12/21/29338/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p><em>Fortsetzung von gestern</em><br><br><strong>Bei Anruf Mord</strong><br>Dial M For Murder<br><br>Warner Brothers 1954<br>Drehbuch von John Michael Hayes nach dem Theaterstück von Frederick Knott<br>Regie: Alfred Hitchcock<br><br><strong>Tonys Monolog &#8211; Teil 2: Die Erpressung</strong></p>



<p>Sehen Sie, gerade eine Woche vorher war wieder einer dieser Herrenabende, und wir kamen auf Sie zu sprechen. Dass Sie beim Militär zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden waren, das war mir neu. Aber schon in Cambridge haben wir prophezeit: der gute Swann landet nochmal hinter Gittern.<br>Hat man Ihnen nicht einmal Ihre Kasse gestohlen, als sie damals Kassenwart waren, auf der Uni? Hundert Pfund in einer Kassette, Sie hatten Sie auf Ihrem Zimmer, und am nächsten Tag war sie fort …<br>Der gute alte Pedell wurde als Täter festgestellt, er verlor immer sein ganzes Geld beim Pferderennen, und die leere Kassette hat in seinem Garten gelegen. Pech für Alfred. &#8211; Aber, mein lieber alter Freund, wir alle wussten, dass Sie das Geld genommen hatten!<br><br>Sie wollen doch nicht etwa gehen? Interessiert es Sie nicht, zu erfahren, warum ich Sie wirklich habe kommen lassen?<br>Die Idee kam mir, als ich Sie an dem bewussten Abend sah. Ich sah plötzlich alles klar vor mir.<br>Ein paar Monate vorher hatten Margot und ich ein gemeinsames Testament gemacht, wonach – falls einem von uns etwas zustoßen sollte – der Überlebende Alleinerbe würde. Ihr Vermögen beläuft sich auf ungefähr 90.000 Pfund, alles mündelsicher angelegt und sehr leicht zu realisieren. Nur hatte ich zu bedenken, dass der Verdacht auch mich fallen würde. Ich brauchte ein Alibi. Und zwar ein gutes. Da sah ich Sie.<br>Ich habe mich oft gefragt, was wohl Leute machen, wenn sie aus dem Gefängnis kommen, Leute wie Sie zum Beispiel. Können sie Arbeit finden? Halten die alten Freunde zu ihnen? Wenn solche Leute nun nie Freunde gehabt haben? Meine Neugierde, das zu erfahren, war so groß, dass ich Ihnen folgte. Ich folgte Ihnen an dem Abend bis nach Hause.<br>Und seitdem folge ich Ihnen.<br>Ich hatte gehofft, dass ich Sie einmal bei etwas ertappen würde und dass ich dann in der Lage wäre, Sie zu beeinflussen.<br>Nach ein paar Wochen kannte ich alle Ihre Gewohnheiten, und das machte es bedeutend leichter.<br>Sie wissen ja, wie es ist. Zuerst war es nur Zeitvertreib, aber je mehr ich mich damit befasste, desto spannender wurde es. Ich bekenne, dass Sie mich faszinierten. Es gab Augenblicke, da hatte ich tatsächlich das Gefühl, dass wir eine Person wären.<br>Sie gingen regelmäßig zum Hunderennen, am Montag und am Donnerstag. Ich ging auch, nur, um in Ihrer Nähe zu sein.<br><br>Sie hatten Ihren Namen in Adams geändert.<br>Ich konnte leider nichts Nachteiliges finden, das entmutigte mich!<br>Dann verschwanden Sie eines Tages aus Ihrer Pension. Ich rief Ihre Wirtin an. Ich sagte ihr, Mr. Adams schuldet mir fünf Pfund. Das machte gar keinen Eindruck. Mr. Adams schulde ihr sechs Wochen Miete und einem ihrer Mieter 55 Pfund. Dabei sei Mr. Adams ein so reizender Mensch gewesen – das brachte sie am meisten aus der Fassung.<br>Ich hatte also Ihre Spur verloren und Sie beim Hunderennen wiedergefunden. Ich folgte Ihnen bis zu Ihrer neuen Wohnung am Belsize Park. Aus Mr. Adams war Mr. Wilson geworden. Mr. Wilson verließ Belsize Park mit einer unbezahlten Rechnung von 16 Wochen, war aber um die Begegnung mit einer Miss … Miss Wallace reicher.<br>Sie gingen mit Miss Wallace jeden Mittwoch und Sonnabend aus. Sie war schrecklich in Sie verliebt, nicht wahr? Wahrscheinlich dachte sie, Sie ließen sich den flotten Schnurrbart wachsen, um ihr zu gefallen. Arme Miss Wallace.<br>Juli, August, September wohnten Sie im Carlyle Court 27, erste Etage, bei einer Mrs. Van Dorn. Ihr verstorbener Mann hinterließ ihr ein großes Mietshaus, und zwei Hotels. Was für ein gutes Spekulationsobjekt, Captain Lesgate! Nur ein Nachteil: sie ist äußerst anspruchsvoll und lässt sich gern den Hof machen. Darum haben Sie versucht, Mrs. Van Dorns Wagen zu verkaufen. &#8211; Ich weiß, dass Mrs. Van Dorn Sie beauftragt hat, ich habe sie angerufen, kurz bevor Sie kamen. Aber sie verlangt nur 800. Das nächste Polizeirevier ist gegenüber der Kirche, zwei Minuten zu Fuß. Was würden Sie da erzählen? Alles? Was Sie wissen über Mr. Adams und Mr. Wilson? Dass ich versucht habe, Sie zu erpressen, für mich meine Frau ermorden? Was hält Sie davon zurück? Wenn meine Frau davon erfährt, wird sie sich totlachen! Und dass ich ihr gefolgt bin und sie beim Spaghettikochen beobachtet habe und den anderen Unsinn … man würde annehmen, dass Sie ihr selbst gefolgt sind. Warum sollten Sie Ihre Handtasche stehlen und Erpresserbriefe schreiben? Können Sie das Gegenteil beweisen? Sie können jedenfalls nicht beweisen, dass ich es war! Es würde darauf hinauskommen: Ihr Wort gegen mein Wort!<br>Ich würde nur sagen, dass Sie heute abend halb betrunken zu mir gekommen seien und aufgrund unserer alten Bekanntschaft versucht hätten, sich Geld zu borgen. Als ich es ablehnte, sprachen Sie von einem Brief, der meiner Frau gehört. Wenn ich Sie recht verstanden habe, versuchten Sie, ihn mir zu verkaufen. Ich gab Ihnen alles Geld, das ich bei mir hatte, und Sie gaben mir den Brief.<br>Sie machten mich darauf aufmerksam, dass, falls ich die Polizei benachrichtigen würde, Sie eine tolle Geschichte erzählen würden: Ich hätte von Ihnen verlangt, Sie sollten meine Frau ermorden.<br>Aber bevor Sie etwas unternehmen, denken Sie an die Folgen! Ich bin ziemlich bekannt. Man würde Fotos von mir veröffentlichen und auch von Ihnen. Und dann würde eine Abordnung von Pensionsinhaberinnen aufmarschieren, die nichts lieber täten, als über Ihre Charaktereigenschaften auszusagen. Und möglicherweise<br>hat Sie irgendjemand mit Miss Wallace gesehen.<br>Sie waren so vorsichtig, sich nie öffentlich mit ihr zu zeigen. Sie trafen sich an verschwiegenen Plätzen, wo Sie keiner kannte. Zum Beispiel in einer kleinen Teestube in Pimlico. Ja, es war sehr bürgerlich, nicht? Dahin kann man mit Mrs. Van Dorn schlecht gehen. Übrigens: weiß Mrs. Van Dorn von Mr. Adams, Mr. Wilson und Miss Wallace?<br>Sie haben die Absicht, Mrs. Van Dorn zu heiraten, stimmt’s?<br>Nein, ich bin nicht klug, ich hatte nur Zeit, mich mit Ihnen zu beschäftigen und mich in Ihre Lage zu versetzen. Daher weiß ich, dass Sie einverstanden sein werden. Weil Sie vorwärtsgehen werden wie der Esel, der den Stock auf seinem Rücken spürt und den Futtersack vor sich sieht!<br><br><em>Bearbeitet von Monty Arnold</em></p>



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		<title>Die wiedergefundene Textstelle: Ein Killer wird gedungen (1)</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Dec 2025 09:14:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 23. Todestag von Frederick Knott (vor drei Tagen) Bei Anruf MordDial M For Murder Warner Brothers 1954Drehbuch von John Michael Hayes nach dem Theaterstück von Frederick KnottRegie: Alfred Hitchcock Zeit: GegenwartOrt: Der Londoner Stadtteil Maida Vale, eine vornehme Wohnung &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2025/12/20/29331/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p>betr.: 23. Todestag von<strong> Frederick Knott </strong>(vor drei Tagen)</p>



<p><strong>Bei Anruf Mord</strong><br>Dial M For Murder<br><br>Warner Brothers 1954<br>Drehbuch von John Michael Hayes nach dem Theaterstück von Frederick Knott<br>Regie: Alfred Hitchcock<br><br>Zeit: Gegenwart<br>Ort: Der Londoner Stadtteil Maida Vale, eine vornehme Wohnung<br><br><strong>Tonys Monolog &#8211; Teil 1: Die Vorgeschichte</strong></p>



<p><em>Der elegante Mittvierziger Tony Wendice nutzt die Abwesenheit seiner Frau und ihres Gastes aus New York, um einen Mann namens Lesgate unter einem Vorwand in seine Wohnung einzuladen. Erst als die beiden bei einem Cognac zusammensitzen, eröffnet er ihm, dass er ihn von früher kennt. Dann beginnt Tony von seiner Ehe zu erzählen …</em> <br><br>Kurz nach unserer Heirat spielte ich in verschiedenen Turnieren und nahm Margot überallhin mit. Aber es gefiel ihr nicht, und als wir zurückkamen, wollte sie, dass ich das Tennis aufgebe und lieber Ehemann spiele. Wir schlossen schließlich einen Kompromiss. Ich fuhr allein zu den Meisterschaften nach Amerika und kam nach ungefähr drei Monaten wieder zurück. Ich merkte sehr bald, dass sie sich verändert hatte, während ich fort war. Sie schien nicht mehr in mich verliebt zu sein. Es kamen Anrufe, die sie sofort unterbrach, wenn ich in der Nähe war. Dann tauchte eine Schulfreundin auf, die sie öfters besuchte. Eines Tages stritten wir uns. Ich hatte für ein Hallentennisturnier gemeldet, und sie wollte mich wie immer nicht begleiten. Ich war im Schlafzimmer, als das Telefon klingelte, das Gespräch schien sehr lebhaft. Und jetzt schien es ihr plötzlich sehr recht zu sein, dass ich spielte, also packte ich meine Sachen in den Wagen und fuhr ab. Aber ich parkte den Wagen zwei Straßen weiter und ging zu Fuß zurück. Zehn Minuten später kam sie aus dem Haus und nahm eine Taxe, ich folgte ihr in einer zweiten. Die Schulfreundin war ein Junggeselle, der in Chelsea wohnte. Ich konnte durch ein Fenster beobachten, wie sie Spaghetti auf einer Gasflamme kochten. Sie sprachen nicht viel, sie schienen sich sehr gut zu kennen.<br>Es ist wirklich komisch, wie man Leuten ansieht, dass sie verliebt sind.<br>Ich ging lange durch die Straßen und überlegte mir, was passieren würde, wenn sie mich verlässt. Zunächst einmal müsste ich anfangen, Geld zu verdienen. Es wurde mir plötzlich klar, wie abhängig ich von ihr war. Ich hatte mich an einen gewissen Luxus gewöhnt auf der Höhe meines Ruhmes. Und jetzt war es bald mit dem Tennis vorbei und mit meiner Ehe anscheinend auch. Sie können sich nicht vorstellen, wie mir zumute war. Ich ging in eine Bar und fing an zu trinken. Als ich da so in meiner Ecke saß, kamen mir die unmöglichsten Gedanken. Ich überlegte mir, wie ich den Mann umbringen könnte, dann, ob ich meine Frau töten sollte – und das erschien mir viel vernünftiger. Als ich gerade dabei war, mir diese Situation zu überlegen, kam ich plötzlich auf einen ganz anderen Gedanken. Ich fuhr schließlich gar nicht zu dem Turnier.<br>Als ich nach Hause kam, saß sie an der gleichen Stelle, an der Sie sitzen. Ich sagte ihr, ich wolle das Tennis aufgeben, um mich ihr besser widmen zu können. Wie sich dann herausstellte, hätte ich mich gar nicht so aufzuregen brauchen. Die Spaghetti waren anscheinend ein zärtliches Abschiedsessen. Der Herr Freund musste wieder nach New York zurück.<br>Es kamen lange Briefe von drüben, meistens kamen sie donnerstags an. Und sie verbrannte sie alle – außer einem. Den steckte sie von einer Handtasche in die andere und trug ihn immer bei sich. Dieser Brief fing an, mich zu verfolgen, ich musste wissen, was darin stand. Und es gelang mir auch. Der Brief war äußerst interessant. Ich habe ihn ihr gestohlen. Ich bot ihn ihr sogar zum Kauf an in zwei anonymen Briefen. Ich hoffte, sie würde sich dann mit mir aussprechen. Sie tat es nicht, also behielt ich den Brief.<br>Jedenfalls hatten meine Briefe gewirkt. Sie müssen ihr Gewissen aufgerüttelt haben, denn die Korrespondenz schlief ein. Seither leben wir glücklich miteinander.<br>Wissen Sie, es ist komisch, dass es genau ein Jahr her ist, seit ich in der kleinen Bar saß und mich mit Mordgedanken trug. Ich hätte mich vielleicht dazu verleiten lassen, wenn ich nicht etwas gesehen hätte, was alle meine Pläne über den Haufen warf.<br>Ich habe Sie gesehen.<br><br><em>Bearbeitet von Monty Arnold</em></p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="640" height="42" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/08/Forts.-folgt1-1024x67-1.jpg?resize=640%2C42&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-16433" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/08/Forts.-folgt1-1024x67-1.jpg?w=1024&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/08/Forts.-folgt1-1024x67-1.jpg?resize=300%2C20&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/08/Forts.-folgt1-1024x67-1.jpg?resize=768%2C50&amp;ssl=1 768w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>
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