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	<title>Lady Penelope Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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	<title>Lady Penelope Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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		<title>Keine Vorkenntnisse nötig &#8211; Die Wirkung der gelungenen Parodie (1)</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Jul 2018 14:19:47 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Eine gute Parodie funktioniert auch ohne Kenntnis des Originals. Niemand glaubt es mir, aber es hat sich in meinem Kabarett-Jahren immer wieder bestätigt. Ich lernte es am Beispiel einer mehrschichtigen Darbietung von Peter Sellers. Der berühmte Radio- und Filmkomiker befand sich in &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2018/07/19/keine-vorkenntnisse-noetig-die-wirkung-der-gelungenen-parodie-1/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine gute Parodie funktioniert auch ohne Kenntnis des Originals. Niemand glaubt es mir, aber es hat sich in meinem Kabarett-Jahren immer wieder bestätigt. Ich lernte es am Beispiel einer mehrschichtigen Darbietung von <strong>Peter Sellers</strong>. Der berühmte Radio- und Filmkomiker befand sich in einer längeren kreativen und kommerziellen Talsohle, als er 1967 auf einer Fernsehgala zu Ehren der <strong>Beatles</strong> auftrat. Er gab <strong>„A Hard Day’s Night“</strong> zum Besten, aber nicht als Peter Sellers sondern <strong>als  Sir Laurence Olivier</strong>, der <strong>Richard III.</strong> spielt. Als ich diese Aufnahme zum ersten Mal auf <strong>Radio Luxemburg</strong> hörte, hatte ich den Beatles-Song schon zur Kenntnis genommen (das Phänomen Beatles noch nicht), wusste aber nichts von <strong>Shakespeare</strong>s Königsdramen und erkannte Peter Sellers nicht (da er mir bisher nur mit Synchronstimme begegnet war). Ich konnte auch nicht sehen, wie beknackt er in der Fernsehshow ausgesehen hatte. Trotzdem bekam ich einen der nachhaltigsten Lachanfälle meiner Jugend – nur vergleichbar mit dem nach der Lektüre meines ersten <strong>„MAD“-Heft</strong>es. Sogar, als meine Erinnerung allmählich verblasste, denn weder ich noch mein Cassettenrecorder waren auf die Ausstrahlung dieser Preziose vorbereitet gewesen, trieb mich diese um, brach noch Tage später immer wieder hervor. <span id="more-10898"></span><br />
Als ich den Song mehr als 30 Jahre später endlich wiederhörte, wusste ich auch mit ihrem anspielungsreichen Tiefgang umzugehen. Ich lachte wieder lang und tränenreich – aber nicht mehr als beim ersten Mal. Schon da hatte ich deutlich gespürt: dieser Wahnsinn hat Methode. Das auslösende Moment solchen Humors liegt in dieser intuitiv übermittelten Gewissheit, nicht etwa in der Freude darüber, eine Anspielung verstanden zu haben. Das geschieht erst  einen Augenblick später, und dann hat die Pointe schon gezündet (oder eben nicht, weil man schlicht einen anderen Humor hat). Darüber lacht man dann nicht mehr, sondern gackert nur, damit das restliche Publikum nicht denkt, man hätte den Witz nicht kapiert.</p>
<p>Ähnlich erging es mir mit „Parker, Well Done“, einer kleinen Musicalnummer auf dem Soundtrack zu „The Thunderbirds“.* Ich hatte die Serie nie gesehen (sie war lange Zeit hierzulande praktisch nicht aufzufinden), und trotzdem entzückte mich dieses musikalische Mini-Drama über Lady Penelope, die mit ihrem Butler Parker eine Spazierfahrt macht und bei dieser Gelegenheit ein paar feindliche Agenten zur Strecke bringt. Ich habe die Nummer sofort in mein Repertoire aufgenommen und sie meinem (ebenfalls ratlosen) Publikum vorgespielt, als möglichst präzise Imitation – mit Erfolg.</p>
<p>Ich glaube, wir alle kennen einige Beispiele für eine Parodie, die wir vor ihrer Vorlage angetroffen haben, um erst viel später die Einzelheiten zu begreifen. Das gilt besonders für jene von uns, die mit der Serie „Die Simpsons“ aufgewachsen sind. Jedenfalls wird mir solches immer mal wieder erzählt. Und es ist jedesmal erstaunlich, wie gut sich die noch unverstandenen Parodien eingeprägt haben, bis es endlich zur „Auflösung“ kam.</p>
<p><em>Dieser Text ist ein Auszug aus dem Essay „Humor Omnia Vicit“.</em></p>
<p>_________________<br />
* Siehe dazu <a href="https://blog.montyarnold.com/2016/07/18/barry-well-done/">https://blog.montyarnold.com/2016/07/18/barry-well-done/</a><img decoding="async" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/a080d3e669714b0fb621a24fa3675522" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Barry, Well Done!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Jul 2016 18:19:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 108. Geburtstag von Barry Gray Die Serie „Thunderbirds“ ist viele Jahre lang nicht im deutschen Fernsehen gelaufen und entzieht sich insofern dem großen Pool der „Fernsehkult“-Formate. Es handelte sich um ein Puppentrick-Format, das der allgemeinen Spionage-Begeisterung der 60er Jahre &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2016/07/18/barry-well-done/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2016/07/18/barry-well-done/">Barry, Well Done!</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: 108. Geburtstag von <strong>Barry Gray</strong></p>
<p>Die Serie <strong>„Thunderbirds“</strong> ist viele Jahre lang nicht im deutschen Fernsehen gelaufen und entzieht sich insofern dem großen Pool der „Fernsehkult“-Formate. Es handelte sich um ein Puppentrick-Format, das der allgemeinen Spionage-Begeisterung der 60er Jahre Rechnung trug, die der Kalte Krieg als Nebenprodukt über der Popkultur abwarf. Die Serie startete auf dem Zenith der <strong>Swinging Sixties</strong> und ist ein Paradebeispiel für den Sex-Appeal, den der spleenige British Way Of Life in jener Ära entwickeln sollte.<br />
Die agierenden Agenten-Männchen werden meist sitzend gezeigt – in Konferenzen oder fahr- und fliegbaren Untersätzen – und sehen alle mehr oder weniger wie Cliff Richard aus. Ausnahmen: die modische <strong>Lady Penelope</strong> und ihr Butler und Chauffeur Aloysius <strong>Parker</strong>, ein ehemaliger Ganove mit starkem Cockney-Akzent (- davon gleich mehr).</p>
<p><em><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5680" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/07/Parker-Well-Done.jpg?resize=640%2C450&#038;ssl=1" alt="Parker Well Done" width="640" height="450" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/07/Parker-Well-Done.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/07/Parker-Well-Done.jpg?resize=300%2C211&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/07/Parker-Well-Done.jpg?resize=1024%2C720&amp;ssl=1 1024w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" />Die Tausend-Pfund-Frage: Wo hat Lady Penelope gerade eingekauft?</em><span id="more-5678"></span></p>
<p>Barry Grays Musik zu den „Thunderbirds“ steht in der Tradition der frühen TV-Themen, die noch eine gewisse Länge hatten (da es recht gemächliche Vor- und Abspänne gab) und denen eine signifikante Melodie zugrundelag. In jenen Tagen, da man diese Musik nur einmal die Woche im Fernehen hören konnte – wenn sie nicht einen Hit landete und außerdem im Radio gespielt wurde – trug es viel zur Beliebtheit einer Serie bei, wenn man die Erkennungsmelodie spätestens (!) beim dritten mal mitsingen konnte.<br />
Das &#8222;Thunderbirds&#8220;-Titelthema ist ein schmissiger Marsch wie ihn die britischen Soundtrackschreiber lieben. Angeblich wurde das Stück damals von jeder Militär- und Polizeikapelle, die etwas auf sich hielt, ins Repertoire aufgenommen. Außerdem kamen einige Singles auf den Markt, die die enorme Beliebtheit der Figürchen in drolligen musikalischen Novelty Acts ausschlachteten. Die unterhaltsamste davon war zweifellos jene, die sich um Lady Penelope und Parker drehte: „Parker, Well Done“.<br />
Die beiden machen mit ihrem gepimpten, pinkfarbenen Rolls Royce eine Fahrt durch die Countryside und bringen unterwegs einen feindlichen Spion zur Strecke. Vor und nach dieser Karambolage erklingt je eine unbeschwerte Strophe, die mit dem klassischen Dialog „Oh Parker!“ &#8211; &#8222;Yus, M&#8217;Lady?“ &#8211; „Well Done!“ schließt.<br />
Schon dieses köstliche Stück Schallplatte ist die ganze Serie wert.<img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/bf95301d54ff45bb9fa009666689a836" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2016/07/18/barry-well-done/">Barry, Well Done!</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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