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	<title>Minidisc Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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	<title>Minidisc Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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		<title>Nicht weg-, aber totzukriegen</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Oct 2024 14:26:04 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Das Faxgerät war – ebenso wie der MiniDisc-Player – eine großartige Erfindung (ein viel besserer Ersatz für eine ältere Technik), kam aber so spät, dass es bald wieder veraltete und heute den Wenigen als Kuriosität erscheint, die sich überhaupt daran &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2024/10/23/26510/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Das <strong>Faxgerät </strong>war – ebenso wie der MiniDisc-Player – eine großartige Erfindung (ein viel besserer Ersatz für eine ältere Technik), kam aber so spät, dass es bald wieder veraltete und heute den Wenigen als Kuriosität erscheint, die sich überhaupt daran erinnern.<br>In seiner Ausgabe 43 / 1974 widmete der <strong>„Der Spiegel“</strong> dem gerade konkurrenzfähig gewordenen „Fernkopierer“ namens<strong> „Telefax“ </strong>einen Artikel. Dank neuartiger Mikrochips ließen sich durch die bestehende Telefonleitung Schwarzweißbilder „originalgetreu und sekundenschnell über jede Distanz“ übertragen. Das Lob war aber in mehrfacher Hinsicht übertrieben: die Bilder waren in kleine Klötzchen zerstückelt, Grautöne (wie etwa bei Raster-Aufnahmen) gab es nicht, und die Übertragung konnte bis zu mehreren Minuten dauern. Auch musste man das Ergebnis auf sich kringelndem Thermopapier betrachten, das bei längerer Lagerung wieder verblasste. Als die Normal- oder Echtpapier-Faxgeräte Einzug hielten, war die Technologie bereits im Begriff, von der E-Mail verdrängt zu werden, das war Mitte der 90er Jahre.<br><br>Dabei hatte die Technik wirklich etwas für sich. Ihr direkter Vorläufer, der sperrige Fernschreiber, existierte nicht als Heimgerät, sondern war nur auf Polizeiwachen, in Amtsstuben und Zeitungsredaktionen anzutreffen. Jahrzehntelang tat dieser Apparat dort zuverlässig Dienst – mit Lochpapier und ohne die Möglichkeit, Abbildungen zu vermitteln. Die Texte mussten direkt in das absendende Gerät eingetippt werden.   <br>Der Siegeszug des Faxgerätes wurde – wie üblich bei solchen Novitäten – zunächst durch einen Streit der Systeme verzögert. Schließlich setzte sich ein japanisches Modell durch, da <strong>Siemens</strong> nicht an die Technologie glaubte.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" width="640" height="480" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2024/10/Faxgeraet_20241025_161652.jpg?resize=640%2C480&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-26514" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2024/10/Faxgeraet_20241025_161652-scaled.jpg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2024/10/Faxgeraet_20241025_161652-scaled.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2024/10/Faxgeraet_20241025_161652-scaled.jpg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2024/10/Faxgeraet_20241025_161652-scaled.jpg?resize=1536%2C1152&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2024/10/Faxgeraet_20241025_161652-scaled.jpg?resize=2048%2C1536&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2024/10/Faxgeraet_20241025_161652-scaled.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2024/10/Faxgeraet_20241025_161652-scaled.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Dieses Technik-Gespenst steht immer noch vielfach herum, ohne länger in Gebrauch zu sein.</em><br><br>Das Wort „Fax“ leitet sich von „Faksimile“ ab. Davor wurde es nur von <strong>Rolf Kauka</strong> verwendet, dessen Helden <strong>„Fix und Foxi“</strong> bei einem Onkel dieses Namens wohnten. (Ausdrücklich zu unterscheiden von dem damals gebräuchlichen Wort „Faxen“ für „Ungebührlichkeiten, Albernheiten, dummes Zeug“, das über keinen Singular verfügt.)</p>


<p><img decoding="async" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/cfd0f389f04041098f817b7eb59addf5" alt="" width="1" height="1" /></p><p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2024/10/23/26510/">Nicht weg-, aber totzukriegen</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Auf dem Edelschrottplatz der Geschichte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Mar 2015 09:55:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Medienphilosophie]]></category>
		<category><![CDATA[„Star Wars – Episode 1“]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 19. Todestag von Willi Studer Die Geschichte der Minidisc dauerte nur knapp zehn Jahre. Wäre diese Technik früher eingeführt worden, hätte sich meine Generation nicht mit Compact-Cassetten herumärgern müssen: bedienungsfeindlichen, Bandsalat-anfälligen und sich irgendwann intern auflösenden Plastikschachteln, die überdies &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2015/03/01/auf-dem-edelschrottplatz-der-geschichte/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Cambria,serif;"><span style="font-size: medium;">betr.: 19. Todestag von <strong>Willi Studer</strong></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Cambria,serif;"><span style="font-size: medium;">Die Geschichte der Minidisc dauerte nur knapp zehn Jahre. Wäre diese Technik früher eingeführt worden, hätte sich meine Generation nicht mit <strong>Compact-Cassetten</strong> herumärgern müssen: bedienungsfeindlichen, Bandsalat-anfälligen und sich irgendwann intern auflösenden Plastikschachteln, die überdies eine räudige Tonqualität hatten. (Ich habe sie gehaßt, aber wir hatten ja nichts anderes &#8230;)</span></span></span><span id="more-1574"></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Cambria,serif;"><span style="font-size: medium;">Auch die Geschichte des Home-Videos hat ein tragisches Kapitel. Den Multimedia-Tonträger, der der DVD vorangegangen war, hat der größte Teil der Bevölkerung völlig verpaßt: die gläserne Laserdisc (bildschön und zerbrechlich). Sie war mit ihrer Langspielplattengröße von 30 cm etwas unhandlich, aber ihre Bild- und Tonqualität übertraf bei Weitem alles, was damals für den Privathaushalt zugänglich war.<br />
In der TV-Serie „Die Sopranos“ wird die Behauptung aufgestellt, die Laserdisc hätte das bessere Bild, dafür aber einen etwas schlechteren Ton zu bieten als die DVD – diesen Ganoven ist nicht über den Weg zu trauen, es war genau umgekehrt. Die „LD“ war in Japan und den USA für einige Zeit wirklich auf dem besten Wege beim Verbraucher Karriere zu machen, denn das internationale Angebot an Filmklassikern wie auch an Neuerscheinungen war beachtlich. Der deutsche Markt verschlief diese Entwicklung – unsere Scheiben waren zu teuer (um die 85 Mark), und das Angebot war viel zu klein und beliebig ausgesucht. Die Genres, die am ehesten von den technischen Vorzügen hätten profitieren können, wurden fast nicht bedient: Konzertfilme bzw. Musicals und Action- / Science-Fiction-Filme mit ihren Sound-Effekten und ihrer futuristischen Ausrichtung. Im Übrigen hätte eine beherzte Herausgabe solcher Sujets wie „Star Wars“ und „Star Trek“ viele zu Fans dieser Technik gemacht. Stattdessen wurden ärgerliche Alternativen auf dem Markt ausprobiert, wie zum Beispiel die chancenlose CD-i. Diese hatte zwar die handliche Größe einer CD, bot aber eine Qualität die schlechter (!) war als die einer VHS-Videocassette.<br />
Die Laserdisc hatte nur in Karaoke-Bars Konjunktur (vom User unbemerkt) sowie bei den Liebhabern und Sammlern ungeschnittener Erotik-, Splatter- und Actionware in der Originalfassung, die man aber aufgrund ihres NTSC-Formates auf deutschen Geräten nicht abspielen konnte.<br />
George Lucas war Laserdisc-Fan. Kurz nach der Uraufführung der heißerwarteten „Star Wars – Episode 1“ konnte man das Werk nur auf Laserdisc erwerben, früher als irgendwie und irgendwo sonst. Dies war ein nostalgischer Akt, ein letzter Gruß: Zu diesem Zeitpunkt hatte die große Scheibe aber längst keine Chance mehr.</span></span></span></p>
<p>Besonders betrüblich ist das schlechte Timing bei einer Maschine, die vor etwa 30 Jahren angekündigt wurde: den Plattenspieler mit Laser-Nadel. Auch im gerade beginnenden CD-Zeitalter wäre dieses verschleiß- und knisterfreie Gerät der Stephanshausener Firma WBS eine hochwillkommene Anschaffung gewesen, zumal ja die Platte aus Vinyl nicht völlig totzukriegen war, wie wir heute wissen. Der Apparat sollte im Januar 1987 auf den Markt gebracht werden, aber es kam niemals dazu.<img decoding="async" src="https://vg08.met.vgwort.de/na/ba56abc7d5674e24ab8535e241ca3645" width="1" height="1" alt=""></p>
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