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	<title>Morrie Ryskind Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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	<title>Morrie Ryskind Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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		<title>Broadway&#8217;s Like That (26): Die Depression im Kino</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Sep 2016 21:48:15 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>6. Politik im Musical der 30er Jahre (4) In den 30er Jahren schlug sogar in Hollywoods Traumfabrik das soziale Gewissen &#8211; und das nicht etwa nur in realistischen Filmen, sondern auch im Musical. Die apotheotische Schlussnummer des Musical-Films „Gold Diggers &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2016/09/19/broadways-like-that-26-die-depression-im-kino/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>6.</strong> <strong>Politik im Musical der 30er Jahre</strong> (4)</p>
<p>In den 30er Jahren schlug sogar in Hollywoods Traumfabrik das soziale Gewissen &#8211; und das nicht etwa nur in realistischen Filmen, sondern auch im Musical. Die apotheotische Schlussnummer des Musical-Films <strong>„Gold Diggers Of 1933“</strong> zollt pathetisch dem „forgotten man“ Tribut,  dem vergessenen Weltkriegsveteranen. Diese Nummer ist ein direkter Reflex auf den „Bonus March“ von 1932, eine in Washington brutal niedergeschlagene Demonstration mittelloser Veteranen. Die Filmnummer gestaltete der Choreograph <strong>Busby Berkeley</strong>, sonst eher bekannt für seine ornamentalen Mädchenarrangements, von dem noch die Rede sein wird. Eine offensichtlich zur prostituierten gewordene Frau beklagt hier das Schicksal ihres „forgotten man“, der statt sein Feld zu pflügen in den Krieg geschickt wurde. Die Bilder zeigen Soldaten umjubelt fortziehen, verwundet zurückkehren und schließlich als Zivilisten um öffentliche Speisung anstehen. Das expressionistisch-ornamentale Schlußtableau glorifiziert den mittellosen Heimkehrer.<br />
<strong>Al Dubin</strong> und <strong>Harry Warren</strong> haben <strong>&#8222;Remember My Forgotten Man&#8220;</strong> geschrieben. Busby Berkeley läßt ihn als minimalistischen Blues beginnen und im Finale an die Massenszenen aus <strong>Fritz Langs „Metropolis“</strong> erinnern.<br />
<span id="more-6193"></span></p>
<p><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6198" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/09/Forgotten-Man.jpg?resize=640%2C667&#038;ssl=1" alt="forgotten-man" width="640" height="667" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/09/Forgotten-Man.jpg?w=1187&amp;ssl=1 1187w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/09/Forgotten-Man.jpg?resize=288%2C300&amp;ssl=1 288w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/09/Forgotten-Man.jpg?resize=983%2C1024&amp;ssl=1 983w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><br />
<em>&#8222;Remember My Forgotten Man&#8220; ist eine</em> Production Number <em>von opernhaften Ausmaßen,  funktioniert aber auch als Solonummer mit reiner Klavierbegleitung ganz hervorragend. Obwohl für Hollywood geschrieben, weist dieser Song somit die typischen Qualitäten der Tin Pan Alley auf.</em></p>
<p>Wenden wir uns nun endlich  John P. Wintergreen zu, in dessen Wahlkampagne wir ja schon am Anfang des Kapitels hineingeraten waren. Er ist eine der Hauptfiguren der beiden thematisch verbundenen politischen Satiren, die nach „Strike Up The Band“ noch aus der Zusammenarbeit der Gershwin-Brüder mit George S. Kaufman und Morrie Ryskind hervorgegangen sind. „Of Thee I Sing“ von 1931 nimmt satirisch die Präsidentschaft aufs Korn. Es fand 1933 seine Fortsetzung in „Let ’Em Eat Cake“, einem haarsträubenden, absurden Stück über eine fiktive Diktatur mit faschistischen Zügen in Amerika. Besonders „Let ’Em Eat Cake“ ist von einer ähnlich bizarren Komik geprägt wie man sie auch in zwei Filmen aus der selben Zeit, ebenfalls mit politisch eingefärbter Thematik findet: „Duck Soup“ („Die Marx Brothers im Krieg“) der Marx Brothers von 1933, in dem Groucho als Regent von Fredonia sein Unwesen treibt, und „A Million Dollar Legs“ („Beine sind Gold wert“), von 1932, der W.C. Fields als den aufs Kräftemessen versessenen Staatslenker von Klopstockia zeigt. Musikalisch lassen „Of Thee I Sing“ und „Let ’Em Eat Cake“ die damals gültigen Musical-Comedy-Konventionen weit hinter sich. In ihnen intensiviert George Gershwin ein Prinzip, das er ansatzweise schon in „Strike Up The Band“ angewendet hat, nämlich Handlungsverläufe weitaus enger mit der Musik zu verknüpfen als es einzelne Songs, Tanzsequenzen und Underscoring zulassen. Musikalischer Überfluss in konsistente Partituren gefasst – das Kennzeichen der Musik zu diesen beiden Satiren. Gerade sie machen auch deutlich, dass Gershwins Oper „Porgy &amp; Bess“ kein zufälliger Geniestreich war, sondern auf den Erfahrungen eines innovativen Theaterkomponisten aufbauen konnte. Leonard Bernstein hat in „Of Thee I Sing“ einen Höhepunkt der amerikanischen Musikgeschichte gesehen. Hätte er „Let ’Em Eat Cake“ gekannt, hätte er sein Lob zweifellos erweitert.</p>
<p>1932 wurde „Of Thee I Sing“ mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Da dies aber ein Preis für Drama war, ging George Gershwin leer aus, eine Pointe, die zum absurden Kontext der Stücke passt. In „Of Thee I Sing“ hat John P. Wintergreens Wahlkampagne Erfolg. Er wird Präsident. Das Versprechen, auf dem sein Wahlkampf beruhte, die Gewinnerin eines Schönheitswettbewerbes zu heiraten, löst er allerdings nicht ein. Da diese Südstaatenschönheit aber sowohl hartnäckig ist, als auch hochstehende (wenn auch illegitime) französische  Vorfahren hat, gerät Wintergreen in allerlei persönliche und diplomatische Verwicklungen. Wenn er jetzt zu Wort kommt, erklärt er, warum er nicht die Schönheitskönigin Diana Deveraux, deren Vorzüge zuvor noch ausgiebig gerühmt werden, heiraten kann. Seine Auserwählte, Mary Turner, macht nämlich so gute Corn-Muffins, Maisküchlein.<br />
<img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4804" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=640%2C42&#038;ssl=1" alt="Forts. folgt" width="640" height="42" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?w=1400&amp;ssl=1 1400w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=300%2C20&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=1024%2C67&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></p>
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		<title>Broadway&#8217;s Like That (24): Broadway-Musicals in der Großen Depression</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Sep 2016 17:45:27 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>6.</strong> <strong>Politik im Musical der 30er Jahre</strong> (2)</p>
<p>War <strong>„Strike Up The Band“</strong> als musikalische Politsatire  1927 noch einzigartig im amerikanischen Musiktheater, so hatte es doch Vorgänger in den satirischen Operetten von <strong>Jacques Offenbach</strong> oder Gilbert &amp; Sullivan. Insbesondere die Arbeiten von Gilbert  &amp; Sullivan waren den <strong>Gershwin-Brüder</strong>n wohlvertraut. Und auf ihr Vorbild beziehen sie sich auch und wenden es ins Amerikanische. Fletchers Loblied auf sich selbst, in dem er sich als typischer Selfmade-Amerikaner charakterisiert, hat einen weniger großspurigen englischen Vorgänger in <strong>„The Pirates Of Penzance“</strong> von <strong>Gilbert &amp; Sullivan</strong>. Der da von sich behauptet, ein „vorbildlicher, fortschrittlicher Major-General“ zu sein, weiß zwar nicht viel über das Kriegshandwerk, sonst aber alles.<span id="more-6071"></span><em><a href="https://blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/09/I-Am-The-Very-Pattern-Of-A-Modern-Major-General.pdf">I Am The Very Pattern Of A Modern Major-General</a> </em>(Noten als PDF)<em> aus den heute noch viel gespielten „Pirates Of Penzance“ (1879) von Gilbert &amp; Sullivan.</em></p>
<p>Was nun Fletcher als „typical selfmade american“ auszeichnet ist z.B. sein Cornflakes-Konsum wie sein Hass auf die russische Revolution. Vor allem aber ist er der personifizierte Held aus einem der Knabenromane von Horatio Alger, einem vielgelesenen Schriftsteller des 19. Jahrhunderts, der den amerikanischen Mythos, dass es auch der Ärmste durch harte Arbeit zu Ruhm und Reichtum bringen kann, immer aufs Neue in seinen Büchern bekräftigte und verbreitete.</p>
<p>„Strike Up The Band“ wurde von der Kritik gelobt, vom Publikum jedoch nicht angenommen. Die Fassung von 1927 kam über die Voraufführungen nicht hinaus. Zum Erfolg wurde es erst drei Jahre später, freilich mit einer von Morrie Ryskind abgemilderten Handlung. Auch musikalisch unterschied sich diese Version erheblich von der bissigeren ersten Fassung. 1930 begannen sich die Zeiten aber auch zu ändern. Der Börsenkrach von 1929 und die Große Depression hatten die lange Party der 20er Jahre abrupt beendet und stürzten die USA in eine tiefe Krise, die nicht nur eine Wirtschafts- sondern auch eine Identitätskrise war. Das von Horatio Alger so nachhaltig und naiv beschriebene amerikanische Ideal war auf einmal brüchig geworden. Der Schriftsteller und Publizist Edmund Wilson fasste diese Stimmung in Worte: „Das alte amerikanische Ideal vom armen Jungen, der es zum Millionär bringt, das allmählich die Legende vom armen Jungen, der es zum Präsidenten bringt, verdrängte, hat heute fast allen Glanz verloren. Nicht nur wollen die Leute heute nicht mehr Hoover sein, sie wollen auch nicht mehr so häufig wie früher Carnegie oder Henry Ford sein.&#8220;</p>
<p>Der 1933 inaugurierte Präsident Franklin Delano Roosevelt, ein New Yorker Demokrat, brachte mit seinem „New Deal“ neue soziale Ideen, neue Hoffnung und eine gewisse Erleichterung, ohne dass die Krise tatsächlich zum Stillstand gekommen wäre. Amerikas gesellschaftliches Klima veränderte sich in den 30er Jahren. Die Intellektuellen neigten vielfach zu politisch linken Ideen oder erkannten eine Notwendigkeit sozialen Engagements. Bei den Literaten etwa stellte ein Zeitgenosse eine Wandlung von den amüsierten Beobachtern der 20er Jahre zu Beteiligten fest. Sogar das musikalische Unterhaltungstheater, dessen Anzahl an Produktionen infolge der Wirtschaftskrise deutlich zurückgegangen war, reagierte auf die Zeitumstände mit einer Reihe von Musicals, die Politik oder Gesellschaft zum Gegenstand hatten. Auf die politischen Satiren der Gershwins folgten in diesem Jahrzehnt ähnliche Arbeiten von Irving Berlin, Cole Porter, Richard Rodgers &amp; Lorenz Hart oder Harold Arlen.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4804" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=640%2C42&#038;ssl=1" alt="Forts. folgt" width="640" height="42" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?w=1400&amp;ssl=1 1400w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=300%2C20&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=1024%2C67&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></p>
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		<title>Broadway&#8217;s Like That (23): Revolution mit den Gershwins</title>
		<link>https://blog.montyarnold.com/2016/08/29/broadways-like-that-23-revolution-mit-den-gershwins/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Aug 2016 21:21:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>6. Politik im Musical der 30er Jahre (1) Hier zieht die Wahlkampfparade für den Präsidentschaftsbewerber John P. Wintergreen vorüber. Es ist die Eröffnungsnummer von George Gershwins „Of Thee I Sing“. Das Schicksal von John P. Wintergreen wird uns weiter unten &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2016/08/29/broadways-like-that-23-revolution-mit-den-gershwins/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2016/08/29/broadways-like-that-23-revolution-mit-den-gershwins/">Broadway&#8217;s Like That (23): Revolution mit den Gershwins</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>6.</strong> <strong>Politik im Musical der 30er Jahre</strong> (1)</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5964" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/08/Wintergreen-For-President.jpg?resize=640%2C611&#038;ssl=1" alt="Wintergreen For President" width="640" height="611" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/08/Wintergreen-For-President.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/08/Wintergreen-For-President.jpg?resize=300%2C286&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/08/Wintergreen-For-President.jpg?resize=1024%2C977&amp;ssl=1 1024w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></p>
<p>Hier zieht die Wahlkampfparade für den Präsidentschaftsbewerber John P. Wintergreen vorüber. Es ist die Eröffnungsnummer von George Gershwins <strong>„Of Thee I Sing“</strong>. Das Schicksal von John P. Wintergreen wird uns weiter unten noch beschäftigen.<br />
Wahlkämpfe und –versprechen, Krieg, Arbeitskampf und Diktatur sind Themen, die man nicht unbedingt im Musical erwartet, denn sie konfrontieren es zwangsläufig mit einer Realität, die den Rahmen eines ausdrücklich unterhaltenden Theaters zu übersteigen droht. Eine Möglichkeit indes, die Kluft zwischen Moral und Politik einerseits und Unterhaltungsanspruch andererseits intelligent zu überbrücken, bietet die Satire.<span id="more-5962"></span></p>
<p>1927, in dem Jahr, in dem Jerome Kern und Oscar Hammerstein II in „Show Boat“ die Integration von Musik, Songtexten und Tanz in die Handlung des Musicals vorantrieben, verfolgten unabhängig davon George und Ira Gershwin die selbe Absicht. Ihr Ausgangspunkt war aber nicht gewichtiges Drama sondern Satire. Das Libretto dieser musikalischen Antikriegssatire „Strike Up The Band“ mit der Musik von George und den Songtexten von Ira Gershwin stammt von dem Dramatiker George S. Kaufman. Als Komödienschreiber von lakonischem Witz war Kaufman zwischen den beiden Weltkriegen außerordentlich populär. Sogar für die Marx Brothers hat er gearbeitet. Für sie schrieb er – zum Teil mit seinem Co-Autor Morrie Ryskind – Text- oder Drehbücher zu „The Cocanuts“, das Musik von Irving Berlin hatte, zu „Animal Crackers“ und zum unvergleichlichen Film „A Night At The Opera“. Der absurde, aberwitzige, ja anarchische Geist der Marx Brothers ist auch in Kaufmans Zusammenarbeit mit den Gershwin Brothers eingegangen, eine Zusammenarbeit, die sich offenbar bewährte. Denn auf „Strike Up The Band“ ließ das Team George &amp; Ira Gershwin/Kaufman/Riskind noch zwei weitere politische Satiren folgen: 1931 „Of Thee I Sing“ (siehe oben) und 1933 „Let ’Em Eat Cake“.</p>
<p>In „Strike Up The Band“ fließt kein Blut, man marschiert im Steppschritt statt im Stechschritt in den Krieg, es wird nicht moralisiert sondern gespottet. „Strike Up The Band“ zieht die Initiatoren des Krieges durch den Kakao, ihre Aufgeblasenheit und ihre Gerissenheit wenn es um eigene Interessen geht. Es macht sich lustig über das geistlose Drum und Dran von Aufmärschen und den Zwang zum patriotischen Konsens. Amerikanischer Kriegsgegner ist in „Strike Up The Band“ die Schweiz. Da sie gegen eine massive Erhöhung der amerikanischen Käsezölle protestiert, gelingt es dem Käseproduzenten Fletcher, der schon auf jedem amerikanischen Tisch nur seinen Käse sah, einen Krieg gegen die Schweiz anzuzetteln, den er finanziert und der nach ihm benannt wird: der „Horace J. Fletcher Memorial War“. Um die Leute auf den Krieg einzustimmen, findet ein patriotischer Aufmarsch statt. Dort macht man sich Mut, indem man die Namen verdienter Amerikaner aufzählt – von Abraham Lincoln bis Ben Turpin, dem Stummfilmstar mit Silberblick.<br />
Kapitalist Fletcher hat von vorneherein alles fest im Griff! Die Eröffnungsszene von „Strike Up The Band“, die auch sogleich den satirischen Ton des Ganzen festlegt, führt uns in Fletchers Käsefabrik, wo gerade der Arbeitstag anbricht. „Glückliche, glückliche“ Arbeiter beginnen des Tag singend, weil das die Arbeitsleistung steigert. In einer Art täglichem Morgengebet lässt Fletcher die Belegschaft feierlich versichern, das Fletchers Käse größere und bessere Amerikaner schafft.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2016/08/29/broadways-like-that-23-revolution-mit-den-gershwins/">Broadway&#8217;s Like That (23): Revolution mit den Gershwins</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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