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	<title>&quot;Musik aus Studio B&quot; Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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	<title>&quot;Musik aus Studio B&quot; Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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		<title>Heute wär&#8217;s ein Musical</title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Aug 2015 18:47:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 27. Geburtstag des Hamburger Schmidt Theaters / die 2. Hausproduktion „Blaue Jungs“ Die beiden ersten Hausproduktionen des Schmidt Theaters gehören zum Amüsantesten, was ich im Leben live gesehen habe. Das Eröffnungsprogramm „Sag bitte, und ich sing“ war ein Ensemblekabarett, für &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2015/08/08/heute-waers-ein-musical/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: 27. Geburtstag des Hamburger <strong>Schmidt Theater</strong>s / die 2. Hausproduktion <strong>„Blaue Jungs“</strong></p>
<p>Die beiden ersten Hausproduktionen des Schmidt Theaters gehören zum Amüsantesten, was ich im Leben live gesehen habe. Das Eröffnungsprogramm <strong>„Sag bitte, und ich sing“</strong> war ein Ensemblekabarett, für das sich die Theatergründer <strong>Corny Littmann</strong> und <strong>Ernie Reinhardt</strong> mit der Dieseuse <strong>Georgette Dee*</strong> und ihrem Pianisten <strong>Terry Truck</strong> zusammengetan hatten. „Blaue Jungs“ war ein Volksstück mit Musik, für das um die beiden Hausherren ein Ensemble zusammengestellt wurde.<br />
Beide Projekte unterscheiden sich von allem Weiteren aus diesem Hause insofern, als sie noch aus einer alternativen Ecke heraus ersonnen realisiert worden waren – hochprofessionell umgesetzt, aber mit einer anarchischen Qualität, zu der das Establishment nicht aufzulaufen pflegt.<img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-2852" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2015/08/Gespenst-von-St.-Pauli-B.jpg?resize=640%2C449&#038;ssl=1" alt="Gespenst von St. Pauli B" width="640" height="449" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2015/08/Gespenst-von-St.-Pauli-B.jpg?w=1063&amp;ssl=1 1063w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2015/08/Gespenst-von-St.-Pauli-B.jpg?resize=300%2C210&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2015/08/Gespenst-von-St.-Pauli-B.jpg?resize=1024%2C718&amp;ssl=1 1024w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></p>
<p>“Blaue Jungs“ war ein gut gebauter Schwank, ein Publikumserfolg und ein Meisterwerk. <span id="more-2850"></span>Der Schauplatz: eine erfundene Pension dieses Namens auf der Reeperbahn, in der sich eine Reihe von Gästen und befreundeten Ortsansässigen begegnet. Die typische Hamburger Tutigkeit mischte sich mit treffsicheren Frechheiten, und niemals kippte das Ganze in die reine Zote ab.<br />
Ernie Reinhardt, der wie seine Kollegen mehrere Rollen spielte, kreierte eigens die Figur der vermutlich knapp hundertjährigen UFA-Schauspielerin Lilo Wanders, die er als Parodie auf Evelyn Künnecke anlegte und später in geglätteter Form noch zu Fernseh- und Galaruhm führte. Sein komischster Auftritt aber bleibt für mich die Rolle der Pastorenwitwe Frau Jordan, der die durstigen Nutten vor der Tür leidtun und die eine mobile Kaffee-Mission einrichten will.<br />
Ich habe diese Show etwa ein dutzend mal gesehen, auch die überaus gelungene Weihnachtsversion, mich buchstäblich krank gelacht und immer bedauert, dass es keine angemessene Möglichkeit gab, sie irgendwie zu speichern. (Wer jetzt an ein VHS-Video aus der fünften Reihe denkt, verdrängt, wie grauenhaft diese Mitschnitte aussahen und dass man vom Dialog kein Wort verstanden hätte.)<br />
Doch dann gab es einen Hoffnungsschimmer!</p>
<p><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-2853" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2015/08/GVStP-Blog.jpg?resize=640%2C573&#038;ssl=1" alt="GVStP Blog" width="640" height="573" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2015/08/GVStP-Blog.jpg?w=1238&amp;ssl=1 1238w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2015/08/GVStP-Blog.jpg?resize=300%2C268&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2015/08/GVStP-Blog.jpg?resize=1024%2C916&amp;ssl=1 1024w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></p>
<p>Im ersten Jahr seines Bestehens hatte das schwule Varieté auf der Reeperbahn eine alle sprachlos machende Erfolgsgeschichte hingelegt. Wie sich das gehört, kam das Fernsehen herbei, brachte Ruhm und Prominenz mit, und sogleich veränderte sich das Klima. NDR-Veteran Sigmar Börner, der seinerzeit den nicht wiederholbaren Nachkriegs-Klassiker „Musik aus Studio B“** betreut hatte, war stolz, die „Schmidt-Mitternachtsshow“ auf die Mattscheibe holen zu können: live aus Hamburgs berühmtem Hafenviertel mit seiner unvergleichlichen Mischung aus Seemanns-Romantik, Tourismus, Halbwelt, Laster und Damenimitation &#8211; das verriet doch einen gewissen Wagemut.<br />
Andere Dritte Programme übernahmen die Reihe, und landauf landab schäumte in den Redaktionskonferenzen das Motto auf: das können wir doch auch (- sie konnten es nicht).<br />
Es lag nahe, dass der NDR nun auch „Blaue Jungs“ mitschneiden und für die Nachwelt bewahren würde, wie er es schon mit Heidi Kabel und mit „Dinner For One“ gemacht hatte. Dazu mochte sich Herr Börner dann bei aller zivilcouragierten Kiezbegeisterung doch nicht entschließen. In dem Stück fiel nämlich das Wort „Ficken“ …<br />
Ein historisches Versäumnis, eine schmerzliche Lücke im Archiv und irgendwie ein ganz gewöhnlicher Vorgang.</p>
<p><em>Die Abbildungen stammen aus dem Comic &#8222;Das Gespenst von St. Pauli&#8220; von Monty Arnold (Texte) und Peter Mrozek (Zeichnungen), Verlag MännerschwarmSkript, 1991</em></p>
<p>___________________________<br />
* Siehe dazu <a href="https://blog.montyarnold.com/2015/09/09/unsere-groesste-diseuse-beiderlei-geschlechts/">https://blog.montyarnold.com/2015/09/09/unsere-groesste-diseuse-beiderlei-geschlechts/</a><br />
** Siehe dazu Blog vom <a href="https://blog.montyarnold.com/2015/01/29/ignoranz-und-hoehere-gewalt-oder-der-mythos-vom-archivbrand">https://blog.montyarnold.com/2015/01/29/ignoranz-und-hoehere-gewalt-oder-der-mythos-vom-archivbrand</a><em>/</em><img decoding="async" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/a96984dd27994ff7ab6e4e4f82ef9474" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Der Mythos vom Archivbrand</title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Jan 2015 23:03:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
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		<category><![CDATA[Music In The Air - A History of Classical Music on Television]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: vollständiges Niederbrennen des Teatro La Fenice in Venedig vor 19 Jahren Wir leben in den Zeiten der alltäglichen Vernichtung großer Sammlungen, denn häufig findet sich niemand, der Zeit und Lust hat, Altes zu digitalisieren oder auch nur zu sichten &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2015/01/29/ignoranz-und-hoehere-gewalt-oder-der-mythos-vom-archivbrand/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2015/01/29/ignoranz-und-hoehere-gewalt-oder-der-mythos-vom-archivbrand/">Der Mythos vom Archivbrand</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: vollständiges Niederbrennen des Teatro La Fenice in Venedig vor 19 Jahren</p>
<p><span style="font-family: Cambria, serif;"><span style="font-size: medium;">Wir leben in den Zeiten der alltäglichen Vernichtung großer Sammlungen, denn häufig findet sich niemand, der Zeit und Lust hat, Altes zu digitalisieren oder auch nur zu sichten und zu ordnen. Aber das Phänomen hat Tradition: „Kassation“* nennen die Bewohner von Funkhäusern die Schaffung neuen Platzes im Archiv durch Wegschmeißen. In den nicht weit zurückliegenden vordigitalen Zeiten hatte jedes gut funktionierende (also stetig wachsende) Archiv früher oder später ein Platzproblem. Das war schon deshalb so, weil man es seinerzeit eben nicht mit Datensätzen oder flachen Scheiben zu tun hatte, sondern mit Filmdosen, MAZ-Kassettenboxen, Aktenordnern und Tonbändern, die pro Sekunde 38 cm brauchten. Außerdem war das wiederbespielbare Tonband ein teurer Rohstoff.<br />
Gelegentlich musste die zuständige Redaktion sich also entscheiden, was für den Kern des Programmauftrags entbehrlich war. Hier galt die Regel: am ehesten Regionales und Unterhaltung. Irgendwo in einem Flur stand ein kühlschrankgroßes Gerät, das mit einem lauten Wumms die Bänder entmagnetisierte. Wie zum Hohn wurden die Karteikarten und Bandpässe im Archiv weiterhin aufbewahrt, auf denen etwa die Besetzung verlorener Hörspiele festgehalten war.</p>
<p>Hin und wieder sprang auch schon mal etwas Zeitgeschichte über die Klinge; die seit Ende der 80er Jahre täglich laufende Sendereihe „Die Tagesschau vor 25 Jahren“ war zunächst nur möglich, weil sich in der Klebewerkstatt der DDR-Störsendung „Der schwarze Kanal“ unerlaubte Mitschnitte der wichtigsten westdeutschen Nachrichtensendung zum Zwecke der Ausschlachtung erhalten hatten</span></span><span style="font-family: Cambria,serif;"><span style="font-size: medium;">.</span></span><span id="more-1308"></span></p>
<p><span style="font-family: Cambria, serif;"><span style="font-size: medium;">Der &#8222;Tagesschau&#8220;-Muttersender NDR gilt der fachfernen Öffentlichkeit als besonders gefräßiger Verbrennungsofen für historische Fernsehschätze – was auch daran liegt, dass er zu den ältesten und verdienstvollsten ARD-Anstalten gehört und somit viel im Schrank hatte, dessen Verlust einem wehtun kann. Weiterhin ist dafür Harald Vock verantwortlich, mit dessen Namen sich der bekannteste mediale Ikonoklasmus der Bundesrepublik verbindet. Da Vock den Moderator Chris Howland privat nicht ausstehen konnte (was so weit sein gutes Recht war), rächte er sich an diesem und der übrigen Bevölkerung, indem er fast sämtliche Folgen der TV-Sendereihe „Musik aus Studio B“ vernichten ließ. Gehässierweise ließ er die 51. Folge als einzige übrig, die immer mal wieder unter der laufenden Nr. 50 im Fernsehen gezeigt wird: eine groteske Selbstparodie des beliebten Formats in Verbindung mit dem Karnevalsgedanken – Chris Howland zum Fürchten.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Cambria, serif;"><span style="font-size: medium;">Es wurde aber nicht nur aus persönlicher Gehässigkeit und aus Platzgründen kassatiert sondern auch aus einem Fehlen historischen Bewusstseins und aus schierem Bürokratismus heraus.<br />
In den frühen Verträgen, die der öffentlich-rechtliche Rundfunk mit Autoren und Komponisten abschloss, gab es noch Klauseln, die die Vernichtung des Auftragsgegenstandes nach Ablauf einer bestimmten Frist regelten. So hat der große György Ligeti († 2006) noch erleben müssen, dass ihn der (ich glaube, es war der Bayerische) Rundfunk anschrieb, um ihm sinngemäß mitzuteilen, „am soundsovielten wird Ihre Originalpartitur den Flammen übergeben“. Solches war auch durch einen Ankauf der Materialien durch den Schöpfer nicht zu verhindern – es stand schließlich im Vertrag.** Der Komiker John Cleese bezeichnet solches Vorgehen in seiner Biographie als &#8222;Akt des Vandalismus, der für mich dem Brandschatzen der Bibliothek von Alexandria gleichkommt&#8220; (- auch im Fernseharchiv der BBC wurde schrecklich gewütet).</span></span></p>
<p><span style="font-family: Cambria, serif;"><span style="font-size: medium;">Auch Hörspiele sind wie gesagt aus diesem Grunde absichtlich vernichtet worden. So etwas ist dem Gebührenzahler natürlich nicht begreiflich zu machen und dem Sender im Nachhinein oftmals peinlich. Auf Nachfrage wird sich dann häufig ahnungslos gegeben oder auf Archivbrände herausgeredet, die das Material vernichtet hätten. Ebenso wie die vielen Hunde, die angeblich Hausaufgaben zu sich genommen haben, sind die meisten dieser Feuersbrünste reine Erfindung – und das ist ja genaugenommen eine gute Nachricht.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Cambria, serif;"><span style="font-size: medium;">_______________<br />
* von lateinisch cassare „vernichten, kaputt/ungültig machen“, die Antwort auf die Frage: Was ist für den Kern des Programmauftrages entbehrlich?<br />
** Wer die große archivarische Verantwortung ausloten möchte, die einer Sendeanstalt zwangläufig zufällt, dem sei die DVD &#8222;Music In The Air &#8211; A History of Classical Music on Television&#8220; ans Herz gelegt</span></span>.<img loading="lazy" decoding="async" src="https://vg08.met.vgwort.de/na/9650ea51724547c8904c7c364df6a8fe" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2015/01/29/ignoranz-und-hoehere-gewalt-oder-der-mythos-vom-archivbrand/">Der Mythos vom Archivbrand</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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