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	<title>Nero Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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	<title>Nero Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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		<title>Sir Peter und seine deutschen Stimmen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Jul 2024 12:37:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 48. Jahrestag der deutschen TV-Erstausstrahlung von „Quo Vadis“ Es ist von angemessen bitterer Ironie, dass das Niveau der deutschen Synchronisation sich ausgerechnet heute &#8211; da die Namen ihrer Mitwirkenden endlich allgemein zugänglich sind und sogar am Ende von Filmabspännen &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2024/07/31/peter-ustinov/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p>betr.: 48. Jahrestag der deutschen TV-Erstausstrahlung von <strong>„Quo Vadis“</strong></p>



<p>Es ist von angemessen bitterer Ironie, dass das Niveau der deutschen Synchronisation sich ausgerechnet heute &#8211; da die Namen ihrer Mitwirkenden endlich allgemein zugänglich sind und sogar am Ende von Filmabspännen aufgelistet werden, da sie ein Maximum an Aufmerksamkeit auf sich zieht und in unzähligen Laberpodcasts ausdiskutiert wird – qualitativ auf einem historischen Tiefpunkt befindet.*<br>Der Schauspieler, Weltbürger und Universal-Entertainer Peter Ustinov (ein russisch-britisches Sprachwunder) hat zu einer Zeit gewirkt, da sich unsere Synchronarbeit handwerklich und personell auf einer Höhe befand, die jeden internationalen Filmstar hätte glücklich machen müssen.</p>



<p>Die für Ustinovs Karriere wichtigste Rolle war 1951 die das irren <strong>Kaiser Nero</strong> in „Quo Vadis“ gewesen, und von dem guten Dutzend möglicher Idealbesetzungen, die zu diesem Zeitpunkt unsere Ateliers bevölkerten, wählte man <strong>Alfred Balthoff</strong> aus, einen leisen, sanften, etwas hintergründigen Charakterkopf, dessen Darbietung dazu beitrug, dass „Quo Vadis“ und seine schräge Gesangseinlage auch im deutschen Sprachraum zu einem Hit wurden, auf dem sich eine lebenslange Popularität aufbauen ließ. &#8211; Einige werden sich noch erinnern: gerade in der Bundesrepublik war Peter Ustinov bis ins hohe Alter ein Publikumsliebling.<br>Dem beschriebenen Niveau unserer Synchronbranche entsprechend, hatte der Weltstar sich nie über eine mangelhafte Eindeutschung zu beklagen. Am besten passte sicher <strong>Alexander Welbat</strong> zu ihm, der sogar mit einer identischen Stimme aufwarten konnte.</p>



<p>1978 spielte Peter Ustinov erstmalig die Rolle, die das „Quo Vadis“ seiner Alterskarriere werden sollte: <strong>„Tod auf dem Nil“</strong> mit einem etwas füllig gewordenen, blendend aufgelegten Hercule Poirot im Mittelpunkt eines All-Star-Ensembles.<br>Hier war <strong>Horst Niendorf </strong>seine deutsche Stimme, auch er ein stimmlicher Doppelgänger des Originals.<br>Als die Poirot-Filme in Serie gingen, kam Ustinov leider seine Eitelkeit in die Quere &#8211; und eine Vielzahl kulturfremder Speichellecker, die ihm immer wieder beim Sekt-Empfang zugeraunt haben werden: Mensch, Sir Peter, du kannst doch selber so gut deutsch. Synhronisier’ dich doch einfach selbst.<br>Heute wäre das ein kluger Rat. Aber Anfang der 80er (<strong>„Das Böse unter der Sonne“</strong> war gerade in Arbeit), war es doch ein Jammer, dass Ustinov es nun selbst machte. Er überkleisterte seine eigenen (nicht vermeidbaren) Dialektfärbungen noch mit dem Bemühen, Poirot mit einem französischen (bzw. belgischen) Akzent auszustatten, worauf man „auf dem Nil“ noch verzichtet hatte.<br><br>Sei’s drum: auch mit Sprachschwäche ist Ustinov immer noch sehenswert, so oft das Fernsehen seine Krimis auch wiederholt.<p>________________<br>* Die Gründe dafür sind überaus simpel, was diesen Blog nicht daran hindert, ihnen immer wieder in einschlägigen Artikeln nachzugehen. Diese sind unter dem Reiter „Mikrofonarbeit“ zu finden.</p><img decoding="async" width="1" height="1" src="http://vg06.met.vgwort.de/na/b61fa3ebeaac49edb7c69b61f7553a4e" alt=""></p>
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		<title>Die wiedergefundene Textstelle: Nero Burning Rome</title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Dec 2015 13:19:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Comic]]></category>
		<category><![CDATA[Kabarett und Comedy]]></category>
		<category><![CDATA[Kabarett-Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
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		<category><![CDATA[Brennendes Rom]]></category>
		<category><![CDATA[Henryk Sienkiewicz]]></category>
		<category><![CDATA[Historienfilm Monolog]]></category>
		<category><![CDATA[John Lee Mahin]]></category>
		<category><![CDATA[Nero]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Ustinov]]></category>
		<category><![CDATA[Samuel Nathaniel Behrman]]></category>
		<category><![CDATA[Troubadix]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 1978. Geburtstag von Kaiser Nero Unser heutiges Bild von Kaiser Nero wurde erheblich von einem überlangen, aber unterhaltsamen Historienfilm geprägt, mit dem der multinationale und universalbegabte Peter Ustinov seinen Durchbruch als Filmschauspieler hatte: &#8222;Quo Vadis&#8220; von 1951. Ustinovs hochneurotisches &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2015/12/15/die-wiedergefundene-textstelle-nero-burning-rome/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: 1978. Geburtstag von <strong>Kaiser Nero</strong></p>
<p>Unser heutiges Bild von Kaiser Nero wurde erheblich von einem überlangen, aber unterhaltsamen Historienfilm geprägt, mit dem der multinationale und universalbegabte <strong>Peter Ustinov</strong> seinen Durchbruch als Filmschauspieler hatte: <strong>&#8222;Quo Vadis&#8220;</strong> von 1951.<br />
Ustinovs hochneurotisches Muttersöhnchen, das aus sicherer Entfernung die Feuersbrunst besingt, in die es selbst sein Volk gestürzt hat, schrieb Filmgeschichte und war noch lange Zeit ein gern zitiertes Kabinettstückchen. (In der deutschen Synchronfassung, das soll hier nicht verschwiegen werden, wurde er dabei von Alfred Balthoff unterstützt, einem Spezialisten für freundliche (zumeist etwas ältere) Herren &#8211; oder besonders ruchlose Irre, die sich nur freundlich anhörten.) Offensichtlich hat diese Darstellung auch zur einige Jahre später erfolgten Gestaltung der &#8222;Asterix&#8220;-Nebenfigur <strong>Troubadix</strong> beigetragen.</p>
<p>John Lee Mahin und Samuel Nathaniel Behrman verfaßten das Drehbuch nach der Romanvorlage von Henryk Sienkiewicz.</p>
<p style="padding-left: 60px;">.        Nero: Petronius! Schau, was ich geschaffen habe!<br />
Tigellinus! Mein Trauergewand!<br />
Terpnos! Die Lyra!<br />
Die Geschichte wird über mein Lied richten! Aber wird es dem Ereignis gerecht werden?<br />
Ich fürchte, es wird ihm nicht gerecht werden!<br />
.         Petronius: Ihr seid dieses Schauspiels würdig, und dieses Schauspiel ist Euer würdig!<br />
.         Nero: Ja, du machst mir Mut, Petronius! Aber ich muß mit denen in Wettbewerb treten, die den Brand von Troja besangen. Mein Lied muß größer sein, denn Rom ist größer als Troja!<br />
<em>(Er beginnt, auf seiner Lyra zu improvisieren, ohne auf Harmonie zu achten.)<br />
</em>O schweiget, ihr Spähren! Steht still, eilende Sterne!<br />
Öffnet weit euch, ihr Himmel über mir!<span id="more-3815"></span><br />
Denn nun seh&#8216; ich nah den Olympos, und ein Licht seines Gipfels erleuchtet mich!<br />
Ich bin eins mit den Göttern, bin unsterblich!<br />
Ich bin Nero, der Künstler, der mit Feuer die Träume seines Lebens zur Wirklichkeit weckt!<br />
In die Flammen werf ich Vergang&#8217;nes, in die Flammen und Erde!<br />
Nehmt dieses Rom! O Flammen, verzehrt es!<br />
Flammen, verbrennt es wie im Feuerofen!<br />
Brenn weiter, du altes Rom!<br />
<em>(Er beginnt zu schreien und läßt das Instrument sinken.)</em><br />
Brenn weiter! Brenn weiter!!!</p>
<p style="padding-left: 60px;"><em>Nun bemerkt Nero, dass das Gelände seines Palastes von erregten Römern gestürmt wird, die nur mühsam von der Wache zurückgehalten werden.<br />
</em></p>
<p style="padding-left: 60px;">.        Nero: Wer hat ihnen das erlaubt?<br />
Tigellinus!<br />
Die Nacht ist kühl. Wir wollen uns zurückziehen.<br />
Ist es möglich, dass menschliche Wesen ein solches Geräusch verursachen können?</p>
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		<title>Schufte zum Anbeißen (9): Jay Robinson als Caligula</title>
		<link>https://blog.montyarnold.com/2015/08/31/schufte-zum-anbeissen-9-jay-robinson-als-caligula/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Aug 2015 20:22:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Medienphilosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Musicalgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA["Quo Vadis"]]></category>
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		<category><![CDATA[Jay Robinson]]></category>
		<category><![CDATA[Nero]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 2003. Geburtstag von Caligula Mein alter Geschichtslehrer haderte sehr mit der Bewertung der Römer: „Ein faszinierendes, aber auch ein abscheuliches Volk“, resümierte er mit sichtlichem Unbehagen, als sei das letzte Wort in dieser Sache einfach nicht zu finden. Wie &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2015/08/31/schufte-zum-anbeissen-9-jay-robinson-als-caligula/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2015/08/31/schufte-zum-anbeissen-9-jay-robinson-als-caligula/">Schufte zum Anbeißen (9): Jay Robinson als Caligula</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: 2003. Geburtstag von <strong>Caligula</strong></p>
<p>Mein alter Geschichtslehrer haderte sehr mit der Bewertung der Römer: „Ein faszinierendes, aber auch ein abscheuliches Volk“, resümierte er mit sichtlichem Unbehagen, als sei das letzte Wort in dieser Sache einfach nicht zu finden.<br />
Wie so häufig müssen wir Nachgeborenen es uns etwas einfacher machen: wir sortieren die römischen Kaiser in zwei moralische Töpchen bzw. Kröpfchen (Augustus: guter Junge, Julius Cäsar: hauptsächlich böser Junge). Das kommerzielle Kino ist bei dieser Ein- und Wegsortierung die erste und letzte Instanz. Demnach ist Kaiser Nero der Schlimmste von allen gewesen, einfach deshalb weil nie ein Imperator in seinem Irrsinn solch einen Unterhaltungswert entfesselte wie <strong>Peter Ustinov</strong> in <strong>„Quo Vadis“</strong> von 1951. Wer das möchte, kann in seinem kakophonischen Gejodel vor der Kulisse des niederbrennen Rom eine vorweggenommene Kritik an selbsternannten Gesangstalenten in Star-such-Formaten erblicken, und auch Neros Patenschaft für ein weit verbreitetes CD- und DVD-Brennprogramm ist schon ziemlich beeindruckend.<span id="more-3014"></span></p>
<p>Da hat Caligula, der andere große römische Schweinehund von Hollywoods Gnaden, leider schlechte Karten. 1979 wurde ihm ein gleichnamiger Film gewidmet, der seine sexuelle Verkommenheit als Chiffre für alle übrigen Verfehlungen herausstellte (- als ob Orgien im Alten Rom etwas so Unerhörtes gewesen wären). Die Hauptrolle spielte Malcolm McDowell, der sich Jahre zuvor unter Stanley Kubrick als verkommenstes aller Subjekte gebärdet hatte. Der Caligula-Film ist so händeringend darum bemüht, Anstoß zu erregen – was im Mief der damaligen Verhältnisse nicht schwierig war – dass man sich heute kaum noch an ihn erinnert.<br />
Die Caligula-Darstellung, die den <em>test of time</em> am besten besteht, ist die von Jay Robinson in „The Robe“ &#8211; er durfte diese Rolle in der Fortsetzung „Demetrius And The Gladiators“ noch bis zum bitteren Ende weiterspielen.<br />
Wenn man sich seine Solo-Show im letzten Akt des Films heute anschaut, springt etwas ins Auge, was das damalige Publikum in seiner ganzen Größe und Kostbarkeit noch nicht ermessen konnte: Robinson ist die erste vollständig entwickelte männliche Drama-Queen der Popkultur: eitel und aufgedonnert, quirlig und laut, schwul und mit Oberwasser, in Farbe und Breitwand. Auch der Habitus des TV-Moderators ist hier schon angelegt. Er bringt in seinem recht kurzen großen Auftritt sogar die effektvolle Wendung unter, aus den Höhen gönnerhafter Arroganz in die gekränkte Eitelkeit abzurutschen.<br />
Selbstverständlich hatte dieses Kabinettstückchen gegen Ustinovs Nero zwei Jahre zuvor keine Chance, und selbst in der gründlichen literarischen und filmischen Aufarbeitung „The Celluloid Closet“, in dem es um Homesxuellendarstellungen in der Antike des Kinos geht, fehlt er. Immerhin lebt er in den Disney-Bösewichtern unserer Tage fort, als Vorlage für Typen wie Hades oder den Scar der Bühnenfassung vom &#8222;König der Löwen&#8220; und anderen Musicals.<br />
Jay Robinson und sein Caligula haben eine Wiederentdeckung verdient.<img decoding="async" src="https://vg01.met.vgwort.de/na/ad604cc1979b48c0a9333e71797c78b5" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2015/08/31/schufte-zum-anbeissen-9-jay-robinson-als-caligula/">Schufte zum Anbeißen (9): Jay Robinson als Caligula</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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