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	<title>Soundtracks auf Tonträger Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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	<title>Soundtracks auf Tonträger Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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		<title>Richard Kummerfeldt &#8211; An den Rändern der Traumfabrik (26)</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Jan 2020 19:25:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Diesen Bericht seiner späten Aktivitäten als freier Filmmusikproduzent verfasste Richard Kummerfeldt im Exil in Südamerika für ein (deutsches?) Fachmagazin bzw. einen gewissen John. Es gewährt Einblicke in die letzten Jahre der Tonträgerindustrie vor deren Verschlafen der digitalen Revolution, in die &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2020/01/22/richard-kummerfeldt-an-den-raendern-der-traumfabrik-26/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p><em>Diesen Bericht seiner späten Aktivitäten als freier Filmmusikproduzent verfasste Richard Kummerfeldt im Exil in Südamerika für ein (deutsches?) Fachmagazin bzw. einen gewissen John. Es gewährt Einblicke in die letzten Jahre der Tonträgerindustrie vor deren Verschlafen der digitalen Revolution, in die Welt der käuflichen Filmmusik, die Seele des Sammlers (heute „Nerd“), die Finessen des sich wandelnden Urheberrechts und erzählt von der Arbeit mit schwierigen Bürohengsten und Künstlerpersönlichkeiten Mitte der 90er Jahre</em>.     </p>



<p><strong>Jura für Soundtrack-Nerds<br> </strong><br> Hatte sich die internationale Anwaltszunft zunächst zurückgehalten (vermutlich da die Rechtslage bei den alten Plattentiteln nicht eindeutig zu klären war), quoll nun an manchen Tagen das Fax über. Da meldeten sich im Auftrag der Filmstudios Anwaltskanzleien aus Los Angeles, New York, London, Paris, Berlin und weniger malerischen Orten. Ich gab alles an Herrn Kukuk weiter und hörte nichts mehr von ihnen, auch nicht von den Studios. Es kam niemals zu einer Anzeige, geschweige denn zu einem Verfahren. 

TK hatte eines Tages die Idee, die Disney-Box (waren es drei oder vier LPs?) auf CD zu veröffentlichen. Eine Superidee.<span id="more-15269"></span> Mickey &amp; Co. verkaufen sich immer, und ein solcher Titel würde uns andere Märkte erschließen. Unser Graphiker gab zu bedenken, dass er keine der Disney-Figuren benutzen konnte. Machte nichts, nahmen wir halt Luftballons! Aber Wolfgangs Worte hallten in meinen Ohren nach. <br><br> Ich befragte Herrn Kukuk. Nach der 5. oder 6. Expertise gleichen Wortlauts (in die der jeweils angefragte Titel eingesetzt wurde) war ich mit Herrn Kukuk so verblieben, dass ich ihn nicht mehr für jeden Titel einzeln bezahlen, sondern ihm ein vierteljährliches Honorar zahlen würde, egal ob er aktiv werden sollte oder nicht. Damit erklärte er sich einverstanden. <br> In diesem Falle war seine Antwort kurz und bündig: Finger weg von diesem Plan! <br> Und er erklärte auch, warum. Die Anwälte der Disney-Studios waren bestens mit den Urheberrechtsgesetzen auf der ganzen Welt vertraut. Ständig wurden irgendwo irgendwelche Mickymäuse ungefragt in der Werbung benutzt, und im Lauf der Jahre hatten sie eine Strategie entwickelt. Sie klagten, auch wenn der Prozess nicht zu gewinnen war. Verloren sie wie vorausgesehen, klagten sie in der nächsten Instanz weiter und erhöhten dabei den anfänglichen Streitwert (Standard: 1.000.000 $). Die Anwalts- und Gerichtskosten von Kläger und Beklagtem richten sich nun einmal nach dem Streitwert. Das Klagen bis in die letztmögliche Instanz hatte für den Konzern folgenden Vorteil: solange das Verfahren lief, durfte der Artikel nicht verkauft werden, und die Gerichtskosten machten jedem Mäuse- oder Entendieb den Garaus. <br> Clever, clever! Wir ließen den Plan fallen. Unsere Spielwiese war auch ohne Disney groß genug. Wir machten also mit TSU und TCI weiter wie gehabt.  </p>



<figure class="wp-block-image"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" width="640" height="42" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=640%2C42&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-4804" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=1024%2C67&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=300%2C20&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?w=1400&amp;ssl=1 1400w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>
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		<title>Richard Kummerfeldt &#8211; An den Rändern der Traumfabrik (22)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Dec 2019 17:03:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fortsetzung vom 14. Juni 2021 Diesen Bericht seiner späten Aktivitäten als freier Filmmusikproduzent verfasste Richard Kummerfeldt im Exil in Südamerika für ein (deutsches?) Fachmagazin bzw. einen gewissen John. Es gewährt Einblicke in die letzten Jahre der Tonträgerindustrie vor deren Verschlafen &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/12/19/richard-kummerfeldt-an-den-raendern-der-traumfabrik-22/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/12/19/richard-kummerfeldt-an-den-raendern-der-traumfabrik-22/">Richard Kummerfeldt &#8211; An den Rändern der Traumfabrik (22)</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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<p><em>Fortsetzung vom 14. Juni 2021</em><br><br><em>Diesen Bericht seiner späten Aktivitäten als freier Filmmusikproduzent verfasste Richard Kummerfeldt im Exil in Südamerika für ein (deutsches?) Fachmagazin bzw. einen gewissen John. Es gewährt Einblicke in die letzten Jahre der Tonträgerindustrie vor deren Verschlafen der digitalen Revolution, in die Welt der käuflichen Filmmusik, die Seele des Sammlers (heute „Nerd“), die Finessen des sich wandelnden Urheberrechts und erzählt von der Arbeit mit schwierigen Bürohengsten und Künstlerpersönlichkeiten Mitte der 90er Jahre</em>. </p>



<p><strong>Tsunami<br> </strong><br>In Berlin war ich offenbar zur Unperson erklärt worden. Es gab für mich keinen Ansprechpartner mehr. <br> Aber das wurde dann auch mit jedem Tag unwichtiger, da das Projekt, das Thomas Karban und mich beschäftigt hatte, nun langsam konkrete Formen annehmen sollte. Zwar hatte es zu diesem Zeitpunkt noch keinen Namen, aber Du, John, weisst schon, was gemeint ist. <br>Ich spreche hier von dem Projekt „Tsunami“. Thomas Karban (der Einfachheit halber ab hier TK genannt) schlug als Einstieg „Lilien auf dem Felde“ vor. Er hätte die LP in gutem Zustand in seiner Sammlung. Für den Anfang überließ ich ihm die Auswahl. Durch seine Arbeit im „Cinema Soundtrack Club“ war er einfach näher am Markt.<span id="more-15076"></span> <br>Und ich brauchte einen konkreten Titel sowohl für den Anwalt, als auch für Thomas Fenn. Du erinnerst Dich: das Geld, das TF uns für sein Drittel an der Produktion zahlte, versandete zum größten Teil in Pirmasens und von dem bisschen was mir blieb, begann ich die kleinen Gläubiger aus VRCs Erbe zu befriedigen. <br>Das Geld für den Anwalt musste ich also der Haushaltskasse meiner kleinen Familie entnehmen. Der Anwalt wollte die Originalplatte gar nicht sehen, er wollte nur folgende Angaben: Produktionsjahr des Films, Tag der Erstaufführung und den Namen des Komponisten. Die bekam er von mir, seine Expertise sollte in drei oder vier Tagen fertig sein. Er hielt Wort. <br> Da hatte ich also das Papier, das uns das Tor zu unserem Soundtrack-Paradies aufschließen würde. In schönstem Juristendeutsch stand da, dass ich im Falle einer (Wieder-)Veröffentlichung, unabhängig &nbsp;von der Form und Art des Tonträgers, nach Paragraph XYZ des Deutschen Urheberrechts in voller Übereinstimmung mit den Gesetzen der Bundesrepublik Deutschland handeln würde. Einer Veröffentlichung stünde nichts im Wege. Ort, Datum, Unterschrift.<br>Das war´s. <br> <br>Ich sprach also mit dem anderen Thomas. Er zeigte sich, auch wenn Filmmusik nicht seine Welt war, dem Projekt gegenüber offen. Er würde diese erste Veröffentlichung vorfinanzieren. Unter drei Bedingungen: der Vertrieb war FMS, und sollte ich nicht aus den roten Zahlen kommen, würde er sich das Geld über die „Miss Marple“-CD zurückholen. Schließlich sollte die CD in dem dänischen Presswerk entstehen, wo er die meisten seiner Produktionen herstellen ließ. Er erklärte mir, dass er dort bessere Konditionen bekäme. Pressungen für deutsche Kunden würden die Dänen nach den deutschen GEMA-Sätzen abrechnen, die um etwa 33% über den in Dänemark üblichen Sätzen lagen. Das kleine Dänemark bedeutete die kleine Krone, das große Deutschland die große Mark. Gegen diese Bedingungen war nichts einzuwenden. Unser Anwalt hat mir noch einen kostenlosen Rat mitgegeben: wenn ich absolut sicher gehen wollte, sollte ich keine einzige CD ins Ausland verkaufen. Für Europa sähe er zwar keine Probleme, aber vielleicht für die USA. (Ein US-Anwalt, der einem sowas genau sagen kann, ist ja bekanntlich nie zur Hand, wenn man ihn braucht &#8230;) </p>



<figure class="wp-block-image"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="640" height="42" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=640%2C42&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-4804" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=1024%2C67&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=300%2C20&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?w=1400&amp;ssl=1 1400w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/12/19/richard-kummerfeldt-an-den-raendern-der-traumfabrik-22/">Richard Kummerfeldt &#8211; An den Rändern der Traumfabrik (22)</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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