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	<title>Hörbuch Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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	<title>Hörbuch Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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		<title>Fluchttiere</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Apr 2026 15:11:35 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 100. Geburtstag von Harper Lee Ob es nun die Nachtigall des deutschen Roman- und Filmtitels ist oder die Spottdrossel der Originalüberschrift &#8222;To Kill A Mockingbird&#8220;: am 3. Juli werden sie wieder davongeflattert sein. Bis dahin bietet ARD Sounds mit &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2026/04/28/30193/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p>betr.: 100. Geburtstag von Harper Lee</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" width="640" height="360" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/04/Wer-die-Nachtigall-stoert_f8d6af4508d0346c.jpg?resize=640%2C360&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-30195" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/04/Wer-die-Nachtigall-stoert_f8d6af4508d0346c.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/04/Wer-die-Nachtigall-stoert_f8d6af4508d0346c.jpg?resize=300%2C169&amp;ssl=1 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>



<p>Ob es nun die Nachtigall des deutschen Roman- und Filmtitels ist oder die Spottdrossel der Originalüberschrift <strong>&#8222;To Kill A Mockingbird&#8220;</strong>: am 3. Juli werden sie wieder davongeflattert sein. Bis dahin bietet <strong>ARD Sounds</strong> mit der Lesung von <strong>Eva Matthes </strong>eine denkbar gemütliche Gelegenheit, diesen Klassiker kennenzulernen:</p>



<p>Hörbuch<br>Harper Lee: &#8222;Wer die Nachtigall stört&#8220;<br>Erschienen im <strong>Rowohlt Verlag</strong><br>Übersetzung: Claire Malignon<br>Lesung mit Eva Matthes<br>Produktion: Argon 2015<br>Kuratiert von <strong>MDR KULTUR</strong><br>Verfügbar bis 2. Juli 2026</p>



<p>Folge 1: Die Erzählerin Scout ist sechs Jahre alt und lebt mit ihrem Bruder Jem in Maycomb in den Südstaaten. Ihr Vater Atticus Finch ist Anwalt, ihre Mutter früh gestorben. Die schwarze Köchin Calpurnia komplettiert die Familie. &#8211; 28 min.</p>



<p>Folge 2: Erster Schultag: Die Lehrerin ist entsetzt, dass Scout schon lesen kann. Das sei gegen die neue Lehrmethode! Ihr Vater dürfe ihr nicht Dinge beibringen! Scout ist verwirrt, denn das Lesen ist ihr einfach zugeflogen. &#8211; 28 min.</p>



<p>Folge 3: Scout, Jem und Dill fürchten sich vor dem unsichtbaren Nachbarn Arthur Boo Radley. Niemals kommt er aus dem Haus und es gibt die wildesten Gerüchte über ihn. Es heißt, schon wenn man sein Haus berührt, falle man tot um. &#8211; 27 min.</p>



<p>Folge 4: Mit Ende des Sommers reist Dill wieder ab. Scout und Jem bleiben weiter an Boo Radley dran. Geheimnisvoll ist das Baum-Astloch neben seinem Grundstück, in dem ein Unbekannter kleine Geschenke für die beiden deponiert. &#8211; 27 min.</p>



<p>Folge 5: Als Atticus Finch die Verteidigung des Schwarzen Tom Robinson übernimmt, wird Scout von Mitschülern und in der Verwandtschaft angefeindet. Ihr Vater sei ein &#8222;Niggerfreund&#8220; und eine Schande für die Familie. &#8211; 28 min.</p>



<p>Folge 6: Weihnachten auf der Finch-Landing: Scout bekommt Ärger mit ihrem Onkel Jack, weil sie ihren kleinen Neffen Francis vermöbelt hat. Dabei ging es Scout um Gerechtigkeit. Doch das muss sie den Erwachsenen erstmal erklären. &#8211; 27 min.</p>



<p>Folge 7: Als Atticus verreisen muss, nimmt Calpurnia Scout und Jem mit in die Kirche – zu den Schwarzen. Die Gemeinde dort betrachtet den Weißen Atticus als Freund. Scout will wissen, warum bei den Schwarzen alles anders ist. &#8211; 27 min.</p>



<p>Folge 8: Tante Alexandra verwaltet den Familiensitz Finchs Landing mit der Baumwollfarm. Eines Tages steht sie vor der Tür, um bei ihrem Bruder Atticus einzuziehen: Sie will sich darum kümmern, dass aus Scout eine Dame wird. &#8211; 28 min.</p>



<p>Folge 9: Eines Abends machen Scout und Jem eine Entdeckung: Dill liegt bei ihnen unterm Bett. Er ist von zu Hause abgehauen: Wie immer tischt er eine äußerst fantasievolle Geschichte auf. Jetzt wird der Sommer noch besser. &#8211; 28 min.</p>



<p>Folge 10: Die Verhandlung beginnt: Der Schwarze Tom Robinson soll das weiße Mädchen Mayella Ewell vergewaltigt haben. Ganz Maycomb ist auf den Beinen wie bei einem Volksfest. Atticus verbietet den Kindern, in die Stadt zu gehen. &#8211; 27 min.</p>



<p>Folge 11: Scout, Jem und Dill sind heimlich im Gerichtssaal. Atticus hat Bob Ewell schon verhört und festgestellt: Mayellas Verletzungen stammen von einem Linkshänder – ein Detail, das noch wichtig ist. Jetzt ist Mr. Gilmor dran. &#8211; 28 min.</p>



<p>Folge 12: Mayella Ewell muss zu Hause nur schuften. Regelmäßig wird sie von ihrem Säufer-Vater Bob verprügelt. Ihre Verletzungen stammen von einem Linkshänder, wie er einer ist. Tom Robinsons linke Hand dagegen ist verkrüppelt. &#8211; 28 min.</p>



<p>Folge 13: Dill muss heulen und kurz rausgehen, weil Anwalt Gilmer Tom so mies behandelt. Der steckt in einem Dilemma: sein Wort, das eines Schwarzen, gegen das von Mayella, einer Weißen. Nun hält Atticus Finch sein Plädoyer. &#8211; 28 min.</p>



<p>Folge 14: Tom Robinson wurde &#8222;Schuldig&#8220; gesprochen, obwohl er unschuldig ist. Jem ist am Boden zerstört und versteht die Welt nicht mehr. Dann gibt es einen Vorfall: Bob Ewell bespuckt und bedroht Atticus auf offener Straße. &#8211; 27 min.</p>



<p>Folge 15: Tante Alexandra hält die Familie der Finchs für etwas Besseres und will aus Scout eine Dame machen. Deshalb muss Scout im Kleidchen das Kaffeekränzchen der Missionsdamen begleiten, zum Glück ist auch Miss Maudie dabei. &#8211; 28 min.</p>



<p>Folge 16: Die fast 9-jährige Scout kennt den Begriff &#8222;Rassismus&#8220; nicht. Sie spürt einfach mit dem Gerechtigkeitsgefühl eines Kindes, dass bei der Einteilung in wertvolle und wertlose Menschen etwas ganz gewaltig nicht stimmt. &#8211; 28 min.</p>



<p>Folge 17: In Maycomb läuft alles wieder in geordneten Bahnen. Nur Bob Ewell scheint etwas auszuhecken. Halloween steht vor der Tür – in diesem Jahr soll es nach den Ausschweifungen im Vorjahr ganz anders gefeiert werden. &#8211; 26 min.</p>



<p>Folge 18: Auf dem Heimweg nach dem Theater trägt Scout immer noch ihr Schinkenkostüm. Plötzlich hören sie Schritte im Stockdunkeln, sie werden verfolgt. Dann wird Jem gewaltsam weggerissen und Scout rennt in einen Bauch. Wessen? &#8211; 26 min.</p>



<p>Folge 19: Im Hause Finch werden die Vorgänge des Abends rekonstruiert. Niemand anderes als Boo Radley hat Jem und Scout gerettet – endlich macht Scout seine Bekanntschaft. Bob Ewell aber wurde bei dem Überfall erstochen – von Jem? &#8211; 26 min.<br><br>Hinweis: Harper Lee erzählt auch von tief verankertem Rassismus. Daher tauchen in Buch und Hörbuch immer wieder Begriffe auf, die heute als diskriminierend empfunden werden. 1960 aber, als das Buch veröffentlicht wurde, waren sie alltäglich. Die Geschichte wird von einem kleinen Mädchen erzählt und natürlich benutzt sie die Sprache, die ihr von den Erwachsenen vorgelebt wird. (ARD-Text)</p>
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		<title>Sternstunde der Lenz-Festspiele</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Mar 2026 19:38:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 100. Geburtstag von Siegfried Lenz (übermorgen) / das Hörbuch &#8222;Der Mann im Strom&#8220; in der NDR-Mediathek Der Autor und sein Star im Hamburger Hafen &#8211; Abb.: NDR / Homepage &#8222;Am Morgen vorgelesen&#8220; Wenn TV-Promis mit Geld gezwungen werden, Hörbücher &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2026/03/14/29895/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2026/03/14/29895/">Sternstunde der Lenz-Festspiele</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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<p>betr.: 100. Geburtstag von <strong>Siegfried Lenz</strong> (übermorgen) / das Hörbuch <strong>&#8222;Der Mann im Strom&#8220;</strong> in der <strong>NDR</strong>-Mediathek</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="640" height="358" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/03/Siegfried-Lenz-und-Jan-Fedder_NDR.jpg?resize=640%2C358&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-29900" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/03/Siegfried-Lenz-und-Jan-Fedder_NDR.jpg?resize=1024%2C573&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/03/Siegfried-Lenz-und-Jan-Fedder_NDR.jpg?resize=300%2C168&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/03/Siegfried-Lenz-und-Jan-Fedder_NDR.jpg?resize=768%2C430&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/03/Siegfried-Lenz-und-Jan-Fedder_NDR.jpg?w=1484&amp;ssl=1 1484w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/03/Siegfried-Lenz-und-Jan-Fedder_NDR.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>


<p><em>Der Autor und sein Star im Hamburger Hafen &#8211; Abb.: NDR / Homepage <strong>&#8222;Am Morgen vorgelesen&#8220;</strong></em></p>
<p>Wenn TV-Promis mit Geld gezwungen werden, Hörbücher einzusprechen, sind die Ergebnisse normalerweise eher etwas für Fernsehzuschauer als für Hörbuchfans. 2006 kam es routinemäßig zu einer solchen Jobvergabe, als der Schauspieler und Hamburger Lieblingsbürger <strong>Jan Fedder</strong> in der Siegfried-Lenz-Verfilmung &#8222;Der Mann im Strom&#8220; die Hauptrolle spielte und parallel dazu auch den Urtext von Siegfried Lenz für den NDR aufnahm. Die beschriebene Sorge war in diesem Fall besonders berechtigt, weil der Schauspieler (<strong>&#8222;Großstadtrevier&#8220;</strong>) ja gerade für seine Schnodderigkeit und sein &#8222;Geht auch so&#8220;-Temperament vom Publikum geliebt wurde, Wesenszüge also, die die Interpreten vieler fragwürdiger Hörbücher am Mikrofon vor sich hertragen.<br />Das Wunder ist geschehen: &#8222;Der Mann im Strom&#8220; ist ein Hochgenuss! Jan Fedder macht seine Sache so gut, dass ich mir kaum vorstellen kann, das Fernsehspiel könne da mithalten. (Zugegeben: Ich habe es vor 20 Jahren gesehen, aber keine Erinnerung mehr daran.) In der Verfilmung wurde aus dem 50jährigen Helden, der im Roman immerzu als &#8222;alter Mann&#8220; beschrieben wird, ein 55jähriger gemacht, um dem Umstand Rechnung zu tragen, dass 50 ja &#8222;heute kein Alter&#8220; mehr ist.</p>
<p>Die werktägliche NDR-Funkreihe &#8222;Am Morgen vorgelesen&#8220; präsentiert die Lesung von Jan Fedder zurzeit in zehn Teilen, Anlass ist der hundertste Geburtstag des Schriftstellers Siegfried Lenz am kommenden Dienstag.* Bis Montagfrüh sind die ersten 5 Folgen noch auf der Homepage nachhörbar, dann faltet sich diese Gelegenheit wieder tageweise zusammen, und man muss sich das Hörbuch besorgen.<br />Macht nichts, es lohnt sich!<br />__________</p>
<p>Die Handlung: Paul Hinrichs ist Taucher und hilft bei der Bergung von Schiffswracks aus dem Zweiten Weltkrieg. Um trotz seines fortgeschrittenen Alters eine Anstellung zu erhalten, fälscht er sein Taucherbuch, macht sich zehn Jahre jünger. Tatsächlich bekommt er eine Stelle bei einer kleinen Bergungsfirma im Hamburger Hafen. Bei gefährlichen Einsätzen erwirbt sich Hinrichs Respekt. Doch dann holt die Vergangenheit den Familienvater ein. Die Situation eskaliert vollends, als Hinrichs Urkundenfälschung auffliegt.</p>
<p>Der 1957 veröffentlichte Roman &#8222;Der Mann im Strom&#8220; gilt als eines der bedeutendsten Frühwerke von Siegfried Lenz. Das Buch thematisiert die existenzielle Not und den Kampf um Würde im Hamburger Hafenmilieu der Nachkriegszeit. Der 2019 verstorbene Schauspieler Jan Fedder bekam für seine Hauptrolle in der TV-Romanverfilmung 2006 den <strong>Deutschen Fernsehpreis</strong>.<br />_____________<br />* Siehe auch <a href="_wp_link_placeholder" data-wplink-edit="true">https://blog.montyarnold.com/2025/11/22/29122/</a></p><img decoding="async" src="http://vg01.met.vgwort.de/na/64e2e745a8b4406eb3ec655bef1eb171" width="1" height="1" alt=""><p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2026/03/14/29895/">Sternstunde der Lenz-Festspiele</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Zeitgenössisch frisch oder lieber angemessen antiquiert?</title>
		<link>https://blog.montyarnold.com/2026/01/18/29526/</link>
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		<pubDate>Sun, 18 Jan 2026 17:58:06 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Vor bald 125 Jahren erschien „Buddenbrooks: Verfall einer Familie“, der 600-Seiten-Roman des 25jährigen Thomas Mann über die Geschichte der eigenen Familie, der ihm 1929 schließlich den Literaturnobelpreis einbrachte.Auf ihrem Gebiet ist Gert Westphals Lesung fast ähnlich bedeutsam wie der Roman &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2026/01/18/29526/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2026/01/18/29526/">Zeitgenössisch frisch oder lieber angemessen antiquiert?</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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<p>Vor bald 125 Jahren erschien <strong>„Buddenbrooks: Verfall einer Familie“</strong>, der 600-Seiten-Roman des 25jährigen Thomas Mann über die Geschichte der eigenen Familie, der ihm 1929 schließlich den Literaturnobelpreis einbrachte.<br>Auf ihrem Gebiet ist <strong>Gert Westphal</strong>s Lesung fast ähnlich bedeutsam wie der Roman im Allgemeinen. Der <strong>„König der Vorleser“</strong> (<strong>„Die Zeit“</strong>)&nbsp;hat das Werk einst für den <strong>NDR</strong> eingelesen, redaktionell betreut von <strong>Hanjo Kesting</strong>. Derselbe Sender hat nun gemeinsam mit der <strong>Schweizerische</strong>n<strong> Bibliothek für Blinde, Seh- und Lesebehinderte </strong>(SBS) und dem <strong>rbb </strong>eine neue Version her- und bis April nächsten Jahres in die Mediathek gestellt. Mit 71 mal 25 Minuten ist sie vollständiger als die bei <strong>DAV</strong> verlegte Westphal-Fassung.<br>Neu-Interpret ist der Hamburger Schauspieler <strong>Thomas Sarbacher</strong>, der in der Schweiz lebt. Im rbb-Begleittext fehlt nicht der mich etwas irritierende Hinweis, Saarbacher verliehe dem Text „einen frischen, zeitgenössischen Ton“. Was soll das sein? Braucht man das bei einem so markanten Personalstil wie ihn Thomas Mann gepflegt hat? Im September 2024 sagte <strong>Tobias Wenzel</strong> in der <strong>DLF</strong>&#8211;<strong>„Lesart“</strong> zu diesem Thema: „Gert Westphal […] ist eine Idealbesetzung. Denn aus seinem Mund klingt die heute oft etwas antiquiert erscheinende Sprache Manns ganz natürlich. […] Unendlich reicher fühlt man sich nach dem Hören […]. Reicher und tief beeindruckt von der Sprachgewalt Thomas Manns.“</p>



<p>Nun denn: jetzt kann sich jeder selbst überzeugen. Eine Hörprobe der alten Aufnahme findet sich unter <a href="https://www.der-audio-verlag.de/hoerbuecher/buddenbrooks-verfall-einer-familie-mann-thomas-978-3-7424-3348-0/">https://www.der-audio-verlag.de/hoerbuecher/buddenbrooks-verfall-einer-familie-mann-thomas-978-3-7424-3348-0/</a></p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="640" height="359" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/01/Buddenbrooks_size966x543.png?resize=640%2C359&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-29565" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/01/Buddenbrooks_size966x543.png?w=967&amp;ssl=1 967w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/01/Buddenbrooks_size966x543.png?resize=300%2C168&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/01/Buddenbrooks_size966x543.png?resize=768%2C431&amp;ssl=1 768w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>



<p>Die 71 Folgen:<br><br>1. Thomas Mann erzählt die Geschichte einer Kaufmannsfamilie über vier Generationen. Er ist in Lübeck aufgewachsen, sein Vater war dort Senator. Die Stadt und seine Familie nahm er sich als Vorlage für seinen Roman. Geschrieben hat er ihn der erst 25-Jährige dann in München, wohin seine Familie nach dem Tod des Vaters übersiedelt war.<br>Wir schreiben das Jahr 1835 …<br><br>2. Alle vierzehn Tage laden Konsul Johann Buddenbrook und seine Gattin Antoinette in ihr Haus in der Mengstraße ein. Heute sind der Dichter Hoffstede und Pastor Wunderlich zu Gast. Selbstverständlich mit dabei sind der Sohn des Hauses, Jean Buddenbrook, mit Gattin Elisabeth und ihren drei Kindern Thomas, Antonie und Christian. Nicht anwesend ist Gotthold Buddenbrook, ein Sohn des Familienoberhaupts aus erster Ehe. Von ihm wird gleich die Rede sein, während sich die Gesellschaft zum Essen in den Speisesaal begibt…</p>


<p><span id="more-29526"></span></p>


<p>3. Es ist große Gesellschaft im Haus der Familie Buddenbrook. Während des Essens wird über Politik gesprochen: In Frankreich hat die Juli-Monarchie den Bürgern mehr Rechte eingeräumt. Konsul Jean Buddenbrook sympathisiert mit diesen neuen Entwicklungen – Weinhändler Köppen, Makler Grätjens und Senator Langhals stimmen ihm zu. Mit am Tisch sitzen Pastor Wunderlich und der Dichter Hoffstede. Nur der alte Buddenbrook steht dem Fortschritt skeptisch gegenüber.</p>



<p>4. Im ersten Teil des Romans stellt uns der Erzähler die Familie Buddenbrook und ihr Haus in der Mengstraße vor. Alle zwei Wochen donnerstags ist große Gesellschaft geladen. Nach einem opulenten Mahl hat Konsul Jean Buddenbrook seine Gäste diesmal in den Billard-Salon gebeten. Mit dabei sind Makler Grätjens, Weinhändler Köppen und Senator Langhals. Draußen herrscht stürmisches Wetter. Beim Spiel diskutieren die Herren über den jüngst gegründeten Zollverein. Konsul Buddenbrook schwärmt: der Zollverein werde den Handel zwischen den deutschen Ländern erleichtern&#8230;</p>



<p>5. Wir sind bereits im <strong>„Zweiten Teil“</strong> des Familienromans angekommen und schreiben das Jahr 1838. Die Kaufmannsfamilie Buddenbrook hat Nachwuchs bekommen: ein viertes Kind &#8211; nach Thomas, Antonie und Christian. Die Zimmer der großzügigen Stadtvilla sind für die Entbindung getauscht worden: Die Großeltern Johann und Antoinette bewohnen das Zwischengeschoss, während sich die Eltern, Konsul Jean Buddenbrook und seine Gattin Elisabeth, in deren Schlafzimmer eingerichtet haben. Direkt daneben, im Frühstückszimmer, trägt der Vater jetzt stolz die Neuigkeit in die Familienchronik ein.</p>



<p>6. Die elfjährige Antonie Buddenbrook legt ihren Schulweg oft mit Julchen Hagenström zurück, der Tochter eines reichen Kaufmanns. Tony weiß, dass ihr Vater, Konsul Buddenbrook, nicht gut zu sprechen ist auf seinen Konkurrenten. Erstens lebt er noch nicht lange in der Stadt, und zweitens fühlt er sich von ihm in seinen Geschäften behindert. „Einen ollen Stänker“ nennt Buddenbrook Hinrich Hagenström, und er berichtet von konkreten Vorfällen, wo er sich von ihm behindert fühlte.</p>



<p>7. Ein Generationenwechsel hat sich vollzogen im Hause Buddenbrook. Erst ist Antoinette Buddenbrook gestorben, kurz darauf ihr Mann Johann. Zuvor hatte er seinem Sohn Jean offiziell die Firma übertragen, der ohnehin schon länger die Geschäfte führt. Wen er nicht berücksichtigt hat, ist sein Sohn aus erster Ehe. Der 46-jährige Gotthold – Betreiber einer einfachen Leinenhandlung – hatte gehofft, dass der alte Buddenbrook seine Meinung kurz vor dem Tod noch ändert. Nun erfährt er von seinem Stiefbruder Jean, dass er vom verstorbenen Vater keine Erbschaft zu erwarten hat.</p>



<p>8. Zwei seiner Kinder machen Jean Buddenbrook Probleme. Der 14-jährige Christian verehrt eine Schauspielerin des Stadttheaters und schenkt ihr öffentlich Blumen. Und Antonie, ein Jahr älter als Christian, wurde mit einem Gymnasiasten bei gemeinsamen Spaziergängen gesehen. Sogar Briefe soll sie heimlich mit ihm ausgetauscht haben. Entwicklungen, die Konsul Buddenbrook unterbinden will, indem er Tony aufs Mädchenpensionat von Fräulein Weichbrodt schickt.</p>



<p>9. Buddenbrooks haben unerwarteten Besuch bekommen. Bendix Grünlich, ein Geschäftsmann aus Hamburg, trifft die Familie beim Nachmittagskaffee im Gartenhaus an. Er gibt vor, nicht stören zu wollen. Doch Konsulin Buddenbrook lädt ihn ein, Platz zu nehmen. Die Kinder Thomas, Christian und Antonie sind mit Lektüre beschäftigt.</p>



<p>10. Tony Buddenbrook steht unter Schock. Sie soll Bendix Grünlich heiraten, einen Hamburger Geschäftsmann, der ihr von Grund auf zuwider ist. Ihr Vater, Konsul Buddenbrook, hat ihr am Frühstückstisch den Antrag Grünlichs eröffnet. Mit Engelszungen hat er auf sie eingeredet. Jetzt sitzt Tony allein mit ihrer Mutter am Tisch und versucht, ihre Fassung wiederzugewinnen. Sie will wissen, wie die Konsulin über darüber denkt.</p>



<p>11. Tony Buddenbrook ist in einer Zwangslage. Sie soll den Hamburger Kaufmann Bendix Grünlich heiraten, einen Geschäftspartner ihres Vaters. Ihre Eltern drängen sie dazu, und selbst Pastor Kölling fordert sie von der Kanzel der Marienkirche herab dazu auf. Grünlich hatte Tony mehrfach besucht und sie auf unangenehme Weise emotional zu erpressen versucht. Sie magert ab und verliert ihre Lebensfreude – was ihren Vater, Konsul Buddenbrook, veranlasst, Tony für die Sommermonate ans Meer zu schicken, nach Travemünde ins Haus von Lotsenkommandant Schwarzkopf.</p>



<p>12. Tony Buddenbrook verbringt den Sommer in Travemünde, um wieder zu Kräften zu gelangen. Die bevorstehende Hochzeit mit dem Hamburger Kaufmann Bendix Grünlich belastet sie, an der Ostsee findet sie Ablenkung. Beim Frühstück unterhält sich Tony mit Morten Schwarzkopf, dem Sohn ihrer Gastwirte. Er studiert Medizin in Göttingen und hat mit seiner Geradlinigkeit schnell Tonys Neugierde geweckt.</p>



<p>13. Tony Buddenbrook hat sich in Travemünde mit Morten Schwarzkopf angefreundet. Er ist der Sohn des Lotsenkommandanten Schwarzkopf. In seinem Haus verbringt Tony ihre Sommerferien. Morten ist Medizinstudent und politisch engagiert. Bei einem gemeinsamen Ausflug zum Seetempel, einem Pavillon mit herrlicher Aussicht aufs Meer, schildert er leidenschaftlich seine Vision einer gerechten Gesellschaft: ohne Privilegien des Adels, mit gleichen Rechten für alle Bürger.</p>



<p>14. Bendix Grünlich lässt nicht locker. Er hat Tony Buddenbrook einen Ring geschickt und sie an ihr „Versprechen“ – wie er behauptet – erinnert, ihn zu heiraten. Tony aber hat sich mit Morten Schwarzkopf verlobt, einem Medizinstudenten, den sie während ihres Sommerurlaubs in Travemünde kennengelernt hat. Ihre Pläne teilt sie ihrem Vater, dem Konsul Buddenbrook, in einem Brief mit. Er antwortet unmissverständlich: er werde diese Verbindung nicht akzeptieren. Sein Brief erreicht Tony kurz vor Ende ihres Urlaubs an der Ostsee.</p>



<p>15. Tony Buddenbrook ist wieder zu Hause. Ihre Sommerferien hat sie in Travemünde an der Ostsee verbracht und sich dort in den Medizinstudenten Morten Schwarzkopf verliebt. Dass er diese Verbindung nicht dulden würde, hatte ihr Vater ihr schriftlich mitgeteilt. Zurück in der Mengstraße, versucht Tony tapfer, sich ihrem Schicksal zu fügen, das ihre Hochzeit mit dem verhassten Kaufmann Bendix Grünlich aus Hamburg vorsieht. Sie blättert in der Familienchronik – und wird sich so ihrer Stellung in der Familie bewusst.</p>



<p>16. Thomas Buddenbrook hat sich von Anna verabschiedet, einer Blumenverkäuferin, seiner heimlichen Geliebten. Er geht nach Amsterdam, wo er seine Studien als Kaufmann absolvieren wird. Und auch Tony Buddenbrook ist aufgebrochen – nach Hamburg, mit ihrem Gatten Bendix Grünlich, den sie aus Vernunftgründen geheiratet hat. Von dort schreibt sie auch den Brief, der den vierten Teil des Romans eröffnet.</p>



<p>17. Im Oktober des Jahres 1848 brodelt es in der Stadt. Es geht ums Wahlrecht. Obwohl der Stadtrat eine neue, moderne Verfassung beschlossen hat, fordern viele &#8211; vor allem Arbeiter und junge Leute &#8211; ein „allgemeines Wahlrecht“. Konsulin Buddenbrook ist besorgt, weil ihr Gatte sich auf den Weg zur Bürgerschaft macht – trotz der Unruhen auf den Straßen. Dem Tuchhändler Benthien wurde bereits eine Scheibe eingeschlagen. Jean Buddenbrook verspricht, spätestens um fünf Uhr wieder zu Hause zu sein.</p>



<p>18. Die Revolution ist ausgebrochen in der Stadt. Die Bürgerschaft tagt im Sitzungssaal, und vor dem Gebäude tobt die Menge. Den Herren im Saal bleibt nichts anderes übrig, als abzuwarten, bis sich die Lage beruhigt. Der alte Konsul Kröger empört sich über die Dreistigkeit der Protestierenden, während sein Schwiegersohn Jean Buddenbrook zur Tat schreitet. Angespornt von Makler Gosch spricht er zu den Menschen, die die Bürgerschaft belagern. Sie verstummen, als Konsul Buddenbrook sie auf Platt – in ihrer Sprache – auffordert, ihre Anliegen vorzutragen.</p>



<p>19. Antonie Buddenbrook, verheiratete Grünlich, lebt mit ihrem Gatten und ihrer dreijährigen Tochter Erika in Hamburg. Sie hat sich arrangiert mit ihrem Schicksal, aber sie ahnt, dass Bendix Grünlich finanzielle Schwierigkeiten hat. Er weigert sich, ein Kindermädchen einzustellen, meidet gemeinsame gesellschaftliche Anlässe und versagt ihr alle Wünsche. Tony konfrontiert ihren Mann mit Vorwürfen, als Herr Kesselmeyer auftaucht. Dieser etwas seltsame Bankier bedient Grünlich regelmäßig mit Krediten.</p>



<p>20. Bendix Grünlich, der Gatte von Antonie geborene Buddenbrook, hat sich in den Bankrott gewirtschaftet. In einem Brief bittet er seinen Schwiegervater um finanzielle Hilfe. Jean Buddenbrook eilt nach Hamburg und bespricht sich erst mit seiner Tochter. Ob sie Grünlich so sehr liebe, dass sie ohne ihn nicht leben könne, fragt er sie. Worauf Tony mit einem heuchlerischen „Ja“ antwortet…</p>



<p>21. Konsul Buddenbrook hat sich entschieden: er wird seine Tochter Antonie mit der dreijährigen Erika zu sich nach Hause nehmen. Bendix Grünlich, sein Schwiegersohn, hat Bankrott gemacht und jegliches Vertrauen verspielt. Noch hofft Grünlich auf einen Zuschuss seines Schwiegervaters. Von Bankier Kesselmeyer hat er über die Jahre Kredite bekommen, die er damit abzahlen könnte. Während Jean Buddenbrook Einblick in die Geschäftsbücher nimmt, dämmert ihm allmählich, welches Spiel Grünlich und Kesselmeyer gespielt haben…</p>



<p>22. Wir befinden uns an einer Stelle der Handlung, die wiederum ein halbes Jahrhundert früher spielt – genauer: im Februar 1850. Antonie hat ihre Scheidung von Bendix Grünlich eigenhändig in die Familienchronik der Buddenbrooks eingetragen. Sie wohnt jetzt mit ihrer Tochter Erika wieder im Haus ihrer Eltern. Ihr Mann hatte betrügerisch gewirtschaftet, und ihr Vater konnte und wollte Grünlichs Firma nicht vor dem Konkurs retten. Tony hat ihren Stolz und ihre Lebensfreude wiedergewonnen.</p>



<p>23. In der Geschichte der Familie Buddenbrook sind wir im Spätsommer des Jahres 1855 angelangt. Alle warten auf Konsul Jean Buddenbrook, denn angesagt ist ein Sonntag-Nachmittagsspaziergang mit der befreundeten Familie Kistenmaker. Besonders ungeduldig ist Tony &#8211; obwohl sie weiß, dass ihr Vater gesundheitliche Probleme hat und die Dinge langsam angehen soll. Auch ihre Mutter, die Konsulin, und ihr Bruder Tom sind schon bereit zum Aufbruch. Die kleine Schwester Clara und ihre Cousine Klothilde sind auch da, werden aber beim Ausflug nicht dabei sein. So warten sie…</p>



<p>24. Das Familienoberhaupt Konsul Jean Buddenbrook ist gestorben, und jetzt wird seine Nachfolge geregelt. Sein Sohn Thomas soll die Geschäfte weiterführen, gemeinsam mit dem langjährigen Prokuristen des Vaters, Herrn Marcus. Bei der Testamentseröffnung ist selbstverständlich Antonie Grünlich anwesend, und auch Konsul Justus Kröger wird dazugebeten, der Bruder der Witwe Elisabeth Buddenbrook.</p>



<p>25. Christian Buddenbrook ist angekommen. Der Tod seines Vaters war der Anlass, nach acht Jahren Abwesenheit in England und Südamerika in seine Heimatstadt zurückzukehren. Christian erzählt von seinen Abenteuern und seinen Leidenschaften – dem Theater und den Frauen. Er wirkt exzentrisch auf seine Geschwister, sie machen sich Sorgen. Tom fühlt sich in seiner Kaufmanns-Ehre angegriffen. Mit seiner Schwester Tony ist er sich einig: es gehe doch schließlich darum, etwas zu leisten!</p>



<p>26. Onkel Gotthold ist gestorben. Der Halbbruder von Jean Buddenbrook war in Ungnade gefallen, weil er nicht standesgemäß geheiratet hatte und nur einen kleinen Laden betrieb. Sein Neffe Tom, Nachfolger seines Vaters als Inhaber der Firma Buddenbrook, hatte sich versöhnlich gezeigt, indem er ihm den Titel „Konsul“ überlassen hatte. Jetzt steht er am Totenbett des Onkels und reflektiert dessen Leben: Fantasie hat ihm gefehlt, denkt er, Idealismus und Enthusiasmus…</p>



<p>27. Im Hause Buddenbrook finden immer häufiger „christliche Andachten“ statt. Konsulin Buddenbrook lädt dazu ein. Auch Pastoren sind regelmäßig zu Gast. So kommt es, dass Pastor Sievert Tiburtius aus Riga die jüngste Tochter, Clara, kennenlernt. Eine Verlobung wird verabredet, was ganz den Wünschen der Konsulin entspricht. Im folgenden siebten Kapitel des fünften Teils des Romans berichtet auch Thomas, der sich geschäftlich in Amsterdam aufhält, von einer neuen Bekanntschaft.</p>



<p>28. Im Sommer 1856 herrscht Hochstimmung im Hause Buddenbrook: es gibt gleich zwei Verlobungen. Gefeiert wird die Verbindung von Thomas Buddenbrook mit Gerda Arnoldsen, einer Schulfreundin seiner Schwester Tony – und Clara verlobt sich mit Pastor Tiburtius. Nach Reden und Musik – Gerda spielt mit ihrem Vater Duos auf der Geige – wird beschlossen, dass Clara und Tiburtius direkt nach Weihnachten heiraten werden, Thomas und Gerda dann zu Beginn des nächsten Jahres in Amsterdam.</p>



<p>29. Antonie Grünlich ist zu Besuch in München, bei einer Freundin aus Schulzeiten. Dort lernt sie den Hopfenhändler Alois Permaneder kennen, ein bayerisches Original. Tony ist fasziniert von allerlei Münchner Eigenarten, wie sie in einem Brief an ihre Mutter berichtet, den die Konsulin am Frühstückstisch vorliest. Bruder Thomas amüsiert sich.</p>



<p>30. Der Konflikt zwischen den Brüdern Thomas und Christian Buddenbrook spitzt sich zu. Anlass für den Streit sind Bemerkungen Christians in dem Klub, den er regelmäßig besucht. Er soll sich über den Kaufmannsstand, lustig gemacht, also sein eigenes Metier verspottet haben. Tom stellt Christian zur Rede. Er wirft ihm vor, sein Leben als Possenreißer im Café und im Theater zu verbummeln, anstatt zu arbeiten. Christian widerspricht nicht, im Gegenteil: er stimmt seinem Bruder zu. Sie seien beide eben sehr verschieden…</p>



<p>31. Alois Permaneder ist zu Besuch bei Buddenbrooks. Der Hopfenhändler spricht ausgeprägten bayrischen Dialekt. Er hatte Antonie Grünlich in München kennengelernt – und will sie wiedersehen. Sein Auftritt erstaunt und irritiert zugleich. Die Konsulin versteht ihn kaum, Tony ist sichtlich erfreut, ihr Bruder Thomas gibt sich alle Mühe, ein freundlicher Gastgeber zu sein – und auch die Haushälterin Ida Jungmann ist verblüfft über Permanders seltsame Sprache und seine fröhliche Ungeniertheit.</p>



<p>32. Tony Grünlich geborene Buddenbrook hat sich entschieden: sie will Alois Permaneder heiraten und zu ihm nach München ziehen. Er sei „nicht schön, aber ein grundguter Mann“, vertraut sie sich ihrer Haushälterin Ida Jungmann an. Sie fühle sich nicht ausgelastet, sagt sie. Sie will ihre erste Ehe „wieder gut machen“ und die Ehre der Familie wieder herstellen. Doch noch hat ihr Permaneder keinen Antrag gemacht…</p>



<p>33. Antonie Buddenbrook ist entschlossen, Alois Permaneder zu heiraten. Die Buddenbrooks unternehmen einen Familienausflug – die Gelegenheit für Permaneder, Tony einen Antrag zu machen. Das ist der Plan, doch die Sache gestaltet sich mühsam. Beim Spaziergang im Umland ziehen sich alle diskret zurück und überlassen Tony und Permaneder dem Zwiegespräch. Doch Permaneder schweift ins Allgemeine ab und lästert über Tonys geschiedenen Ehemann. Tony wird ungeduldig.</p>



<p>34. Thomas Buddenbrook geht es gut. Seine Firma floriert, seine Gattin Gerda schmückt ihn, und sein Ansehen in der Stadt wächst. Probleme bereiten ihm sein Bruder Christian, der in Hamburg erfolglos wirtschaftet, seine Schwester Clara, die in Riga unter Kopfschmerzen leidet – und die Tatsache, dass bei ihm selbst noch keinen Nachwuchs in Aussicht steht. Aber auch seine Schwester Tony macht ihm Sorgen. Sie lebt mit Alois Permaneder in München.</p>



<p>35. Tony Permaneder ist aus München geflohen – zurück in ihr Elternhaus. Ihrer Mutter, der Konsulin, erzählt sie, was sie erleben musste: Alois Permaneder, ihr Gatte, hatte sich in betrunkenem Zustand über die Köchin hergemacht. Nachts habe sie die beiden erwischt. Sie sei fest entschlossen, nie wieder zu ihm zurückzukehren, sagt Tony – auch wenn Permaneder versucht habe, die Sache herunterzuspielen&#8230;</p>



<p>36. Unter keinen Umständen will Tony Permaneder wieder zurück nach München. Sie ist in ihr Elternhaus geflohen, nachdem sie ihren Mann beim Begrapschen der Köchin ertappt hat. Ihr Bruder Thomas hat kein Interesse, dass der Fall an die Öffentlichkeit dringt. Er fürchtet um den guten Ruf der Familie. Doch Tony ist aufgewühlt. In München hat sie sich nie wohlgefühlt. Und sie stimmt Thomas zu, als er meint, nicht ihren Mann verabscheue sie, sondern die ganze Stadt.</p>



<p>37. Es gibt wieder Anlass zur Freude im Hause Buddenbrook: Konsul Thomas Buddenbrook und seine Frau Gerda haben Nachwuchs bekommen! Voller Stolz kann Antonie Permaneder, die Tante, ihre Vergangenheit hinter sich lassen – ihre zweite gescheiterte Ehe mit Alois Permaneder, der glücklicherweise sofort in die Scheidung eingewilligt hat und sogar die Mitgift zurückzahlt. Wir befinden uns am Beginn des siebten Teils des Romans, schreiben das Jahr 1861, und erleben die Taufe des Knaben, dessen Geburt nicht einfach gewesen ist.</p>



<p>38. Wir sind im siebenten Teil des Romans – und es geht auf und ab mit der Familie Buddenbrook. Im ersten Kapitel haben wir von der Taufe des kleinen Hanno gehört, im zweiten Kapitel hat Christian seinem Bruder Thomas den Ausstieg aus seinem Geschäft in Hamburg gestanden. Er sei überfordert, gesundheitlich angeschlagen, außerdem müsse er Alimente bezahlen. Thomas ist außer sich, gestattet Christian aber, nach London zu gehen und dort eine Stelle zu suchen. Im folgenden Kapitel steht die Wahl eines neuen Senators an…</p>



<p>39. An einem Tauwettertag Ende Februar 1861 wird ein neuer Senator gewählt. Noch ist nichts entschieden. Größte Konkurrenten von Thomas Buddenbrook sind der Weinhändler Eduard Kistenmaker und Konsul Hermann Hagenström. Vor dem Rathaus hat sich eine Menschenmenge versammelt, die Stimmung ist aufgeheizt. Ein Gerücht macht die Runde: Hagenström soll die Wahl für sich entschieden haben. Doch Gewissheit verschaffen erst die beiden Ratsdiener, als sie den Weg durch die Menge zum Wohnhaus des neugewählten Senators einschlagen.</p>



<p>40. Thomas Buddenbrook ist Senator geworden und hat mit seiner Frau Gerda und seinem Sohn Hanno ein stattliches neues Haus bezogen. Der kleine Hanno hat eine ernsthafte Erkrankung überstanden, auch durch die Pflege von Ida Jungmann, dem langjährigen Kindermädchen der Familie. Eben ist Tony Permaneder zu Besuch bei Senator Buddenbrook, ihrem Bruder – mit einem Anliegen, das bei einem Spaziergang durch den Garten besprochen werden soll…</p>



<p>41. Senator Thomas Buddenbrook ahnt: der Anfang vom Ende ist da. Seit er in sein neuerbautes Haus gezogen ist, reißt die Unglückssträhne nicht ab. Seine Mutter hat über seinen Kopf hinweg verfügt, das Erbteil der verstorbenen Schwester Clara an den Witwer, Pastor Tiburtius, auszuzahlen. Auch sein Bruder Christian, selbst bedürftig und krank in einer Hamburger Klinik liegend, war ihm in den Rücken gefallen. Viel Geld verloren hat er durch die zweite unglückliche Ehe seiner Schwester Tony. Und zu alledem herrscht Krieg im Jahr 1866. So dass auch wichtige Geschäftspartner ausgefallen sind.</p>



<p>42. Tony Permaneder ist überglücklich, denn ihre Tochter Erika hat den Versicherungsdirektor Erich Weinschenk geheiratet. Zu dritt bewohnen sie eine frisch renovierte Mietwohnung. Ihr Bruder Christian Buddenbrook lebt auch wieder in der Stadt. Gesundheitlich angeschlagen, versteht er es dennoch, ganze Gesellschaften köstlich zu unterhalten. Eben gibt er im Hause Weinschenk Geschichten zum Besten, die er in London und Valparaiso erlebt hat…</p>



<p>43. Tony Permaneder hat sich lange mit ihrem Bruder, dem Senator Thomas Buddenbrook, unterhalten. Sie setzt sich für ihre Freundin Armgard von Schilling ein, die den mecklenburgischen Gutsbesitzer Ralf von Maiboom geheiratet hat. Wegen Spielschulden ist er in Schwierigkeiten geraten. Tony bittet ihren Bruder nun, Maiboom die Ernte abzukaufen, um ihm wieder auf die Beine zu helfen. Der Senator durchschaut Tonys Vorliebe für den Adel und lehnt das zweifelhafte Geschäft entschieden ab – vorerst. Im folgenden dritten Kapitel des achten Teils des Romans besucht Tony ihren Neffen Hanno.</p>



<p>44. Thomas Buddenbrook geht es nicht gut. Die Geschäfte laufen nicht wie früher. Der 42-Jährige fühlt sich alt, er glaubt, seine Souveränität zu verlieren. Auch der jüngste Vorschlag seiner Schwester Tony beschäftigt ihn: Sollte er dem strauchelnden Gutsbesitzer von Maiboom nicht doch eine Ernte abkaufen? Grübelnd fragt er sich, ob er der Härte des Geschäftslebens überhaupt gewachsen ist.</p>



<p>45. Die Firma Buddenbrook besteht seit 100 Jahren. Eigentlich wollte Senator Thomas Buddenbrook das Jubiläum gar nicht feiern, doch kann er es nicht übergehen, das ist er seinem Ruf in der Stadt schuldig. Seinem Barbier klagt er am Morgen des Festtags sein Leid: er habe Kopfschmerzen, wenn er an die Empfänge, Gratulanten und Diners den ganzen Tag bis in die Nacht hinein denke…</p>



<p>46. Senator Thomas Buddenbrook hat einen harten Tag zu überstehen: es wird das 100-jährige Bestandsjubiläum seiner Firma gefeiert. Unablässig kommen Gratulanten. Im Salon seines Hauses nimmt Buddenbrook die Glückwünsche entgegen. Nach dem Bürgermeister waren zahlreiche Konsuln erschienen, Doktor Grabow, Baumeister Voigt und Pastor Pringsheim sind auch schon da, Herren des Senats, der Bürgerschaft und der Handelskammer ebenfalls. Um halb zwölf ist die Hitze des Juli-Tags bereits unerträglich stark&#8230;</p>



<p>47. Gerda, die Frau des Senators, hat die Musik ins Haus Buddenbrook gebracht. Sie spielt hervorragend Geige – eine Stradivari – und wird regelmäßig vom Organisten der Marienkirche, Herrn Pfühl, am Flügel begleitet. Sie kann ihn sogar von der Musik Richard Wagners überzeugen, die er als „zu modern“ eigentlich ablehnt. Der kleine Hanno lauscht stundenlang fasziniert, wenn seine Mutter und Herr Pfühl musizieren.</p>



<p>48. Musik ist Thomas Buddenbrook fremd. Enttäuscht muss er feststellen, dass die Musik, die Leidenschaft seiner Gattin Gerda, sich auf ihren Sohn Hanno übertragen hat. Beim Gedichte aufsagen – da scheitert Hanno. Aber eigene Kompositionen auf dem Klavier vorzuspielen, damit kann der Achtjährige seine Familie begeistern. Seinem Vater bleibt diese Begabung unverständlich.</p>



<p>49. Der achtjährige Hanno Buddenbrook hat sich mit Kai Graf Mölln angefreundet. Die beiden gehen gemeinsam zur Schule, und Kai verbringt viel Zeit bei den Buddenbrooks. Nachdem sie ihre Rechenaufgaben erledigt haben, liest Ida Jungmann, Hannos Kindermädchen, Märchen vor. Bald versucht Kai sich selbst als Geschichtenerzähler, und er verwebt dabei Wirkliches mit Geheimnisvollem…</p>



<p>50. Das Weihnachtsfest 1869 steht unter keinem guten Stern bei Buddenbrooks: Hugo Weinschenk, Erikas Mann und Tonys Schwiegersohn, soll Versicherungsbetrug begangen haben. Die Sache liegt jetzt beim Staatsanwalt. Dennoch trifft sich die Familie am Weihnachtsabend im Haus der Konsulin. Sie hält fest an der alten Tradition – im Gedenken an ihren „seligen Jean“, wie sie sagt, und „zu Ehren Jesu“…</p>



<p>51. Der Weihnachtsabend bei Buddenbrooks wird opulent gefeiert. Im Mittelpunkt steht der kleine Hanno, der von seiner Großmutter, der Konsulin, ein Harmonium geschenkt bekommt. Besonders freut er sich über ein Puppentheater. Diese Leidenschaft teilt er mit seinem Onkel Christian. Der improvisiert eine kleine Szene mit den Figuren des Theaters, die sofort für gute Laune sorgt. Doch dann bricht er ab und verabschiedet sich in den Klub, nicht ohne Mahnung an seinen Neffen, sich mehr mit ernsten Dingen zu beschäftigen.</p>



<p>52. Weihnachten ist vorüber. Beim kleinen Hanno hat das Fest viele Eindrücke hinterlassen. Was über aller Feierlichkeit schwebte – worüber aber eisern geschwiegen wurde – das ist der bevorstehende Prozess gegen Hugo Weinschenk, den Schwiegersohn von Tony Permaneder. Dem Versicherungsdirektor wird Betrug vorgeworfen. Ausgerechnet Staatsanwalt Moritz Hagenström, ein Spross der reichen Hagenström-Familie, wird die Anklage vertreten. Tony schlägt die Sache auf den Magen.</p>



<p>53. Konsulin Elisabeth Buddenbrook liegt im Sterben. Die Ärzte – der alte Doktor Grabow und der junge Doktor Langhals – beschwichtigen die Familie zwar. Dennoch ist klar, dass es nicht mehr lange dauern wird. Eine katholische Pflegerin, Schwester Leandra, wird eingestellt. Die Konsulin selbst fühlt, dass zu vieles in ihrem Leben noch ungeklärt ist, um ruhig Abschied nehmen zu können.</p>



<p>54. Der Todeskampf der Konsulin Elisabeth Buddenbrook war furchtbar. Eine Qual, auch für die Angehörigen. Unmittelbar nach dem Ableben bemächtigt sich das Hauspersonal der Wäsche. Antonie Permaneder ist empört, ihr Bruder Thomas beschwichtigt sie: das Weißzeug sei wertlos. Er möchte die Verzeichnisse sehen, es geht ums Erbe.</p>



<p>55. Die Brüder Thomas und Christian Buddenbrook haben sich einen erbitterten Streit geliefert. Es geht ums Erbe. Christian beansprucht Wäsche und Essgeschirr für sich, da er vorhat zu heiraten &#8211; wohl wissend, dass seine verstorbene Mutter einer Ehe mit der Tänzerin Aline Puvogel nie zugestimmt hätte. Der Streit eskaliert, als Christian ankündigt, auch die Kinder der Tänzerin adoptieren zu wollen. Thomas droht ihm mit „Vernichtung“. Wütend verlässt Christian den Raum.</p>



<p>56. Elisabeth Buddenbrook wird feierlich zu Grabe getragen – im Herbst 1871 ist die Konsulin verstorben. Der kleine Hanno muss Abschied nehmen von seiner Großmutter. Seine Eltern, Tante Antonie und Cousine Erika nehmen die Beileidsbekundungen entgegen bei der Trauerfeier im Haus der Familie in der Mengstraße. Pastor Pringsheim hält eine Rede, dann zieht der Zug der zahlreich Versammelten zum Friedhof, wo der Pastor noch einmal spricht.</p>



<p>57. Nach dem Tod der Konsulin Buddenbrook muss das herrschaftliche Haus der Familie in der Mengstraße verkauft werden. Ausgerechnet Hermann Hagenström ist interessiert. Antonie Permaneder verachtet ihn, seit er sie als Kind geküsst hat. Nun ist er ein reicher Kaufmann, und er braucht Platz für seine große Familie. Sein Haus in der Sandstraße werde ihm zu eng, sagt er – fast entschuldigend – bei einer Besichtigung zu Thomas Buddenbrook und seiner Schwester Tony. Auch der schrullige Makler Gosch ist mit dabei.</p>



<p>58. Wir sind bereits im zehnten Teil des Romans angelangt. Das Familienhaus in der Mengstraße ist verkauft, Tony Permaneder ist mit ihrer Tochter Erika Grünlich und Enkelin Elisabeth in eine Mietwohnung gezogen, und auch Christian Buddenbrook hat sich eine Wohnung genommen, in der Nähe des Klubs. – Senator Thomas Buddenbrook hegt düstere Gedanken. Mit seinen 46 Jahren fühlt er sich „unaussprechlich müde und verdrossen“, alles ist leer in ihm, der Alltag strengt ihn an, er fühlt sich gehetzt. Seine Marotten lassen ihn nicht los.</p>



<p>59. Hanno Buddenbrook ist inzwischen elf. Sein Vater möchte ihn zu einem „tüchtigen“ Nachfolger heranziehen. Doch Hanno interessiert sich nicht für Sport, auch pflegt er keine Freundschaften zu den Ehrgeizigen unter seinen Mitschülern. Gut versteht er sich mit seinem Freund Kai, der am liebsten abenteuerliche Geschichten erzählt. Hanno spielt dazu Musik und macht Theater, anstatt zu den schulischen „Turnspielen“ zu gehen, wie es sein Vater wünscht.</p>



<p>60. Hanno Buddenbrook genießt seine Schulferien am Ostseestrand von Travemünde. Dort fühlt er sich wohl, weit weg vom Schulalltag. Sicher hat Thomas Mann seine eigene Kindheit vor Augen gehabt, wenn er Hannos Sommerfrische mit Baden, Kurkonzerten und leckerem Essen beschreibt. Am liebsten wäre ihm, wenn die vier Wochen niemals zu Ende gingen…</p>



<p>61. Gerda Buddenbrook, die Frau von Senator Thomas Buddenbrook, spielt leidenschaftlich Geige. In letzter Zeit erhält sie regelmäßig Besuch eines jungen Offiziers: Leutnant von Trotha ist in allen Opern und Konzerten zu sehen, pflegt aber sonst kaum Kontakte mit den Familien der Stadt. Er spielt mehrere Instrumente – und trifft sich mit Gerda Buddenbrook zum gemeinsamen Musizieren in ihrem Salon. Zu oft, wie machen meinen – auch Thomas Buddenbrook ist unruhig.</p>



<p>62. Senator Thomas Buddenbrook ist 48 Jahre alt und befindet sich in einer tiefen Krise. Seiner Frau Gerda unterstellt er ein Verhältnis mit dem jungen Offizier von Trotha, er fühlt sich krank, und die Entwicklung seines Sohnes Hanno bereitet ihm Sorgen. Er liest Schopenhauer und ahnt, dass er dem Tod entgegengeht. Dieser Gedanke fühlt sich beinahe tröstlich an – wie etwas Verheißungsvolles…</p>



<p>63. Die Brüder Thomas und Christian Buddenbrook fahren gemeinsam an die Ostsee. Doktor Langhals hat Thomas ein paar Wochen Urlaub in Travemünde empfohlen – um seine Nerven zu beruhigen. Christian spricht schon lange von gesundheitlichen Problemen, seinen Beruf als Kaufmann hat er ganz aufgegeben. Die Brüder treffen im Kurhaus ein und begegnen dort Sigismund Gosch, ihrem alten Makler.</p>



<p>64. Thomas Buddenbrook verlässt das Rathaus früher als sonst – obwohl dort die Bürgerschaft tagt. Es ist ein schmuddeliger Januartag des Jahres 1875. Der Senator schlägt einen ungewöhnlichen Weg ein. Von Stephan Kistenmaker, einem früheren Schulfreund, wird er prompt angesprochen: ob der die Sitzung schwänze? Thomas Buddenbrook beißt die Kiefer zusammen…</p>



<p>65.&nbsp; Thomas Buddenbrook ist tot. Der Senator musste sich einer Zahn-Operation unterziehen, war dann auf der Straße ohnmächtig geworden und gestürzt. Kurz darauf ist er zu Hause gestorben. Am Sterbebett ist – neben Doktor Langhals und der Pflegeschwester Leandra – die Familie versammelt: seine Frau Gerda und seine Geschwister Antonie und Christian. Der Bruder betrachtet das kalte Gesicht des Toten…</p>



<p>66. Im elften und letzten Teil hören wir, was nach dem Tod von Senator Thomas Buddenbrook passiert. Christian ist nach Hamburg gezogen und hat dort geheiratet – seine Tänzerin, was ihm sein Bruder verboten hatte. Wie von Thomas testamentarisch verfügt, wird die Firma aufgelöst und verkauft. Dass er damit seinen Sohn Hanno übergangen hat, schmerzt vor allem Antonie Permaneder. Die Pläne ihrer verwitweten Schwägerin Gerda, mit Hanno zu ihrem Vater nach Amsterdam zu übersiedeln, kann Tony fürs Erste verhindern.</p>



<p>67. Hanno Buddenbrook ist sechzehn. Mit seiner Mutter wohnt er in einer kleinen Villa außerhalb des Zentrums. Im Stadttheater hat er am Sonntagabend „Lohengrin“ gesehen, die Opernvorstellung, die er lange ersehnt hatte. Am Montagmorgen verschläft er. Die Schule erreicht er gerade noch rechtzeitig vor Beginn der ersten Stunde. Völlig außer Atem betritt er das Klassenzimmer…</p>



<p>68. Die Schule wird zum Albtraum für Hanno Buddenbrook. Er sitzt unvorbereitet im Religions- und Lateinunterreicht und fürchtet um seine Versetzung, falls er geprüft werden sollte. Doch er hat Glück. Nach den ersten Stunden verbringt er mit seinem Freund Kai Graf Mölln schweigsam die Pause auf dem lärmenden Schulhof. Ein jugendlicher Oberlehrer namens Goldener versieht die Pausenaufsicht…</p>



<p>69. Quälend dehnen sich die Unterrichtsstunden für Hanno Buddenbrook, wenn die Lehrer einzelne Schüler examinieren. In der Lateinstunde lässt Oberlehrer Mantelsack einen nach dem anderen Ovid rezitieren. Mehrere seiner Kommilitonen versagen, Mantelsack verliert die Geduld und gerät in Zorn. In diesem Augenblick hört Hanno seinen Namen…</p>



<p>70. Der Autor schildert einen Tag im Leben von Hanno Buddenbrook – inspiriert von seinen eigenen verstörenden Schulerlebnissen. Im Lateinunterreicht bei Doktor Mantelsack hat Hanno Glück, ein Mitschüler rettet ihn beim Aufsagen des Ovid. Jeder der Lehrer setzt auf autoritäre Methoden. Am gefürchtetsten ist Direktor Wulicke, genannt „der liebe Gott“. Nur Kandidat Modersohn steht auf verlorenem Posten. Er wird der Horde Siebzehnjähriger nicht Herr – bis plötzlich Unerwartetes geschieht… <br><br>71. Nach einem langen Schultag sitzt Hanno Buddenbrook am Klavier und improvisiert. Er beginnt unruhig suchend, steigert sich in Melodie und Akkorden, wird immer stürmischer, verzweifelter. Hanno durchlebt in seiner Musik ganze Welten: er tötet Drachen, erklimmt Felsen, durchschwimmt Ströme und durchschreitet Flammen. Es sind Schreie, die eine überwältigende Sehnsucht ausdrücken, eine Begierde &#8230;</p>
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		<title>Immer noch viel besser als man denkt</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Jan 2026 23:31:56 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 50. Todestag von Agatha Christie Runde Geburtstage werden lieber gefeiert als runde Todestage. Doch Agatha Christie, die &#8222;Queen Of Crime&#8220;, steht über solchen Erwägungen. Ähnlich wie ihre Kollegin, die andere aktuelle Jubilarin Jane Austen, wird auch sie emsig immer &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2026/01/12/agatha-christie/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p>betr.: 50. Todestag von <strong>Agatha Christie</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="448" height="448" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/01/Christie_56f3263599f8aa10.jpg?resize=448%2C448&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-29472" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/01/Christie_56f3263599f8aa10.jpg?w=448&amp;ssl=1 448w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/01/Christie_56f3263599f8aa10.jpg?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/01/Christie_56f3263599f8aa10.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w" sizes="auto, (max-width: 448px) 100vw, 448px" /></figure>



<p>Runde Geburtstage werden lieber gefeiert als runde Todestage. Doch Agatha Christie, die <strong>&#8222;Queen Of Crime&#8220;</strong>, steht über solchen Erwägungen. Ähnlich wie ihre Kollegin, die andere aktuelle Jubilarin <strong>Jane Austen</strong>, wird auch sie emsig immer wieder neu verfilmt, inzwischen erlauben ihre Erben sogar Nachdichtungen.* <br>Sowohl der wiedererwachte <strong>ARD</strong>-Krimi-Podcast <strong>&#8222;Kein Mucks&#8220;</strong> aus auch der des <strong>SRF </strong>widmeten ihre aktuelle Folge am letzten Donnerstag der Erfinderin von <strong>Hercule Poirot</strong> und <strong>Miss Marple</strong>. In der kürzlich ins Netz gestellten Hörbuch-Reihe in der <strong>ARD Audiothek</strong> gibt es auch Erzählungen abseits dieser beiden Serien zu hören. Zwei davon liest erfreulicherweise der großartige <strong>Friedrich Schoenfelder</strong>, der bei dieser Aufgabe ebenso glänzt wie er es viele Jahre als Synchronschauspieler getan hat. <br><br>Ein besonderes Vergnügen vom 6. Januar ist noch auf der Homepage des Kultursenders <strong>Ö1 </strong>nachhörbar.** <strong>&#8222;Ausgewählt&#8220;</strong> wirft unter dem Titel <strong>&#8222;Agatha Christie und die Musik&#8220;</strong> einen Blick auf die Musik in einigen Verfilmungen der Christie-Krimis wie <strong>Nino Rota</strong>s Soundtrack zu <strong>&#8222;Tod auf dem Nil&#8220;</strong> von 1977 oder das berühmte <strong>&#8222;Miss Marple-Thema&#8220;</strong> von <strong>Ron Goodwin</strong>. Filmmusik ist hier ein guter Zugang, denn obwohl die britische Autorin Pianistin werden wollte und als junge Frau ein Musikstudium begann, spielt Musik in ihren Kriminalfällen kaum eine Rolle. Dass Agatha Christie Nino Rotas großartige Musik nicht mehr hören konnte, ist trotzdem bedauerlich.<br>__________________<br>* <a href="https://oe1.orf.at/programm/20260108#819161/Agatha-Christie-und-die-Musik">https://oe1.orf.at/programm/20260108#819161/Agatha-Christie-und-die-Musik</a><br>** Siehe <a href="https://blog.montyarnold.com/2025/12/11/neue-faelle-fuer-miss-marple/">https://blog.montyarnold.com/2025/12/11/neue-faelle-fuer-miss-marple/</a></p>
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		<title>Wie schlug sich die greise Nachwuchskraft?</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jan 2026 21:35:53 +0000</pubDate>
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<p><em>Nachtrag zum 11. Dezember 2025</em><br><br>Heute geht mit <strong>„Eine tödliche Hochzeit“</strong> die vierteilige Hörbuch-Reihe im <strong>SRF Krimi Podcast </strong>zuende, in der vier von zwölf neu verfasste <strong>„Miss Marple“</strong>-Krimis präsentiert wurden. Das gewissermaßen unausweichliche Qualitätsgefälle zu den Originaltexten von <strong>Agatha Christie</strong> zieht sich durch die kurze Reihe, obwohl der letzte Fall immerhin einen launigen Sound hat. Verblüffend war, wie wenig sich die zeitgenössischen Autorinnen für den Charakter ihrer Protagonistin interessiert haben. <strong>Susanne Janson</strong>, die die Lesungen für den SRF produziert hat, gab im Gespräch mit ihrem Podcast-Kollegen <strong>Wolfram Höll</strong> sogar selbst zu, sich mit den Marple-Romanen eigentlich nicht auszukennen. (Der hier schon erwähnte klassische Fall<strong> „The Mirror Crack’d From Side To Side“</strong> wird erst jetzt von ihr gelesen …)<br>Als Hörgenuss sticht die 2. Folge ein wenig heraus. Der Vortrag von <strong>Patrick Güldenberg</strong> ist überdurchschnittlich (gefolgt von <strong>Janna Horstmann</strong> in Folge 4), und auch der Soundtrack der <strong>„Jadekaiserin“ </strong>lohnt bereits das Anhören. Ich wünschte, ich könnte die Musik von <strong>Yang Jing </strong>auf Tonträger erwerben. Stilistisch erinnert diese Geschichte allerdings eher an <strong>Håkan Nesser</strong> als an Agatha Christie.<br>Es hätte schlimmer kommen können.</p>
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		<title>Viel Knef für&#8217;s Auge, noch mehr für die Ohren!</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Dec 2025 18:39:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 100. Geburtstag von Hildegard Knef / das mediale Festtagsprogramm dazu Der Tod der großen Hildegard Knef vor 22 Jahren wurde von großer Anteilnahme begleitet, sie war ein Star bis zuletzt. Ihr heutiger Jubeltag wurde in den öffentlich-rechtlichen Programmen schon &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2025/12/28/hildegard-knef/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p>betr.: 100. Geburtstag von <strong>Hildegard Knef</strong> / das mediale Festtagsprogramm dazu</p>



<p>Der Tod der großen Hildegard Knef vor 22 Jahren wurde von großer Anteilnahme begleitet, sie war ein Star bis zuletzt. Ihr heutiger Jubeltag wurde in den öffentlich-rechtlichen Programmen schon im Voraus intensiv begangen: mit zwei neuen TV-Dokus, einer <strong>„Langen Nacht“ </strong>im <strong>Deutschlandfunk </strong>und anderem. Ein besonderer Leckerbissen für alle, die sie noch nicht kennengelernt haben, ist Knefs Lesung einiger langer Auszüge aus ihrer berühmten Autobiographie <strong>„Der geschenkte Gaul“</strong> (eines Welterfolgs von 1970), die jetzt in der <strong>ARD Audiothek </strong>nachzuhören sind. Parallel zum Buch erschien bereits eine Doppel-LP, die sich inhaltlich mit dem Hörbuch von 1999 überschneidet und zu einem Stimmenvergleich einlädt: knapp 30 Jahre liegen zwischen den Aufnahmen.<br><br><a href="https://www.ardaudiothek.de/radio/mdr/mdr-kultur/">MDR KULTUR</a></p>



<p><strong>Hildegard Knef:</strong><br><strong>Der geschenkte Gaul</strong></p>



<p>10 Folgen à c.a. 30 Minuten<br><br>Im Dezember 1998 wurde in Hildegard Knefs Privaträumen in Berlin eine Lesung ihrer Autobiografie &#8222;Der geschenkte Gaul&#8220; aufgenommen. Sie selbst wählte die Kapitel für die gekürzte Hörfassung aus. Die Knef war zu diesem Zeitpunkt 73 Jahre alt. Die Aufnahme lebt von ihrer rauchigen Stimme, dem schnoddrigen Berlinern, dem abgeklärten Ton. Die Rückschau auf die Anfänge ihrer Karriere in Krieg und Nachkriegszeit ist auch eine persönliche deutsche Geschichtsstunde. Hildegard Knef wurde am 28. Dezember 1925 in Ulm geboren und wuchs in Berlin auf. Sie arbeitete zunächst als Trickfilmzeichnerin bei der <strong>UFA</strong>, war dann als Schauspielerin, später auch als Chansonsängerin erfolgreich. Ihr autobiografisches Werk &#8222;Der geschenkte Gaul&#8220; landete 1970 auf Platz 1 der <strong>Spiegel-Bestsellerliste </strong>und wurde anschließend in 17 Sprachen übersetzt. Hildegard Knef verstarb im Frühjahr 2002 im Alter von 76 Jahren. <br>Am 28. Dezember wäre sie 100 Jahre alt geworden.<br>Produktion: <strong>Roof Music/tacheles!</strong> 1999</p>



<p>Verfügbar bis 17. März 2026<br><br>1. In ihren Erinnerungen beschreibt Hildegard Knef vor allem die Zeit zwischen 1930 und 1950. In der ersten Folge geht es um Ihre Kindheit, u. a. über ihren Großvater, bei dem sie einige Jahre lebte und den sie sehr liebte.</p>



<p>2. Hilde verlebt ihre Jugend in Berlin zwischen Bombenhagel und Hunger. Nach Probeaufnahmen für die UFA bekommt sie einen Ausbildungsvertrag zur Schauspielerin an der Staatlichen Filmschule Potsdam-Babelsberg.<br><br>3. Hilde lernt wie besessen, arbeitet an ihrem Lispeln und an den berlinischen Endsilben. Sie hat erste Dreharbeiten und lernt den <strong>Tobis</strong>-Chef E<strong>wald von Demandowsky </strong>kennen, der verheiratete Mann wird ihre erste große Liebe.<br><br>4. Drastisch schildert Hilde Knef die letzten Kriegstage. Gemeinsam mit dem Geliebten &#8222;EvD&#8220; erlebt sie die Schlacht von Spandau. Verkleidet mit einer Volkssturmuniform beginnt eine verzweifelte Flucht aus dem Bombenhagel.</p>



<p>5. &#8222;Ich komme von Ewald von Demandowsky, und ich habe Ruhr, Läuse und keine Papiere&#8220;. So meldet sich Hilde Knef bei <strong>Viktor de Kowa</strong>. Sie wird aufgenommen und ist dabei, wenn Nachkriegstheatergeschichte geschrieben wird.</p>



<p>6. <strong>Kurt Hirsch </strong>beginnt, eine Rolle im Leben der Knef zu spielen. Ihr Mentor, der Filmproduzent <strong>Erich Pommer</strong>, kurbelt mit der Rolle in <strong>&#8222;Die Mörder sind unter uns&#8220;</strong> ihre Filmkarriere an. Bald heißt es: Berlin oder Hollywood?</p>



<p>7. Bei der Premiere von &#8222;Die Mörder sind unter uns&#8220; bleibt Hildes Stuhl leer. Sie ist mit Kurt Hirsch auf dem Weg nach Hollywood. Doch anstatt Ruhm hat sie hier bald wieder dieses Gefühl der Abhängigkeit und Hilflosigkeit.</p>



<p>8. Hilde ist zurück um <strong>&#8222;Die Sünderin&#8220;</strong> zu drehen. Der Skandal um den Film stellt alles in den Schatten. Mit dem Wirtschaftswunder hat sich &#8222;eine auf Keuschheit bedachte Betulichkeit&#8220; breit gemacht im Nachkriegsdeutschland.</p>



<p>9. Weil der Skandal um &#8222;Die Sünderin&#8220; bald in Verfolgung ausartet, verlässt die Knef Deutschland, dreht im Ausland. Doch dann bekommt sie ein besonderes Angebot aus Amerika: Als erste Deutsche soll sie am Broadway spielen.</p>



<p>10. Hilde spielt die &#8222;Ninotschka&#8220; in<strong> &#8222;Silk Stockings&#8220; </strong>am Broadway. <strong>Cole Porter</strong> hat aus dem <strong>Ernst</strong> <strong>Lubitsch</strong>-Film ein Musical adaptiert. Die monatelangen Proben sind nervenaufreibend. Und <strong>Marlene Dietrich</strong> kommt zur Premiere.</p>
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		<title>Er tut&#8217;s trotzdem</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Dec 2025 17:13:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Heute bin ich zu Gast bei Mischa Lorenz im Podcast &#8222;Never Meet Your Idols&#8220;, was mich sehr freut. Wir hatten einander so viel zu erzählen, dass unser Gespräch gar nicht komplett in die Folge reinpasst: https://creators.spotify.com/pod/profile/mischalorenz/episodes/28&#8211;Monty-Arnold&#8211;Synchron&#8211;Kritik&#8211;Frher-war-alles-Besser-e3c7ovh Es kommt vor, dass &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2025/12/13/never-meet-your-idols-mit-monty-arnold/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2025/12/13/never-meet-your-idols-mit-monty-arnold/">Er tut&#8217;s trotzdem</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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<p>Heute bin ich zu Gast bei <strong>Mischa Lorenz</strong> im Podcast &#8222;<s>Never</s> Meet Your Idols&#8220;, was mich sehr freut. Wir hatten einander so viel zu erzählen, dass unser Gespräch gar nicht komplett in die Folge reinpasst:</p>



<p><a href="https://creators.spotify.com/pod/profile/mischalorenz/episodes/28--Monty-Arnold--Synchron--Kritik--Frher-war-alles-Besser-e3c7ovh ">https://creators.spotify.com/pod/profile/mischalorenz/episodes/28&#8211;Monty-Arnold&#8211;Synchron&#8211;Kritik&#8211;Frher-war-alles-Besser-e3c7ovh </a><br><br>Es kommt vor, dass man in solchen Interviews nach seinem Lieblingsfilm gefragt wird. Hier wurde ich nach meinen fünf liebsten Filmen gefragt. Das ist sehr rücksichtsvoll &#8211; und auch sonst hat es viel Spaß gemacht.<br>____________________________<br><br>Der Podcast:</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="640" height="640" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2025/12/NMYI-43782401-1756827994612-5264712fd0f1e.jpg?resize=640%2C640&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-29299" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2025/12/NMYI-43782401-1756827994612-5264712fd0f1e-scaled.jpg?resize=1024%2C1024&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2025/12/NMYI-43782401-1756827994612-5264712fd0f1e-scaled.jpg?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2025/12/NMYI-43782401-1756827994612-5264712fd0f1e-scaled.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2025/12/NMYI-43782401-1756827994612-5264712fd0f1e-scaled.jpg?resize=768%2C768&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2025/12/NMYI-43782401-1756827994612-5264712fd0f1e-scaled.jpg?resize=1536%2C1536&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2025/12/NMYI-43782401-1756827994612-5264712fd0f1e-scaled.jpg?resize=2048%2C2048&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2025/12/NMYI-43782401-1756827994612-5264712fd0f1e-scaled.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2025/12/NMYI-43782401-1756827994612-5264712fd0f1e-scaled.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>



<p>In &#8222;<s>Never</s> Meet Your Idols&#8220; spreche ich, Mischa Lorenz – freier Fotograf, Gründer von &#8222;bad kids production&#8220;, und ehemaliger Musiker – mit Menschen, die Beeindruckendes erreicht haben. Wir reden über die Höhen und Tiefen, die Herausforderungen hinter den Erfolgen und warum es manchmal besser ist, seine Vorbilder nicht persönlich&nbsp;zu&nbsp;treffen.</p>



<p>In dieser Folge ist Monty Arnold zu Gast – Kabarettist, Autor und Sprecher &#8211; und heute außerdem Blogger und Podcaster . Wir sprechen über seinen Weg von der Bühne ins Studio, Rätselhaftes aus der Synchronwelt, kreative Stolpersteine und warum ehrliche Kritik so viel Spaß macht. Außerdem geht’s um Lieblingsfilme, das schöne Hamburg, die goldene Ära der Funkwerbung – und natürlich &#8222;Deponia&#8220;.</p>
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		<title>Das kann doch nicht so schwer sein</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Dec 2025 19:53:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: &#8222;Neue Fälle für Miss Marple&#8220; als Lesungen im SRF Krimi-Podcast Macht ganz schön was mit: Miss Marple (Abb.: SRF Homepage) Wer heute noch kreativ ist, ist selber schuld. Nicht genug damit, dass die KI es inzwischen gut genug kann, &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2025/12/11/neue-faelle-fuer-miss-marple/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p>betr.: <strong>&#8222;Neue Fälle für Miss Marple&#8220;</strong> als Lesungen im <strong>SRF</strong> <strong>Krimi-Podcast</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="640" height="360" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2025/12/Neue-Faelle-fuer-Miss-Marple_SRF.webp?resize=640%2C360&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-29280" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2025/12/Neue-Faelle-fuer-Miss-Marple_SRF.webp?w=960&amp;ssl=1 960w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2025/12/Neue-Faelle-fuer-Miss-Marple_SRF.webp?resize=300%2C169&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2025/12/Neue-Faelle-fuer-Miss-Marple_SRF.webp?resize=768%2C432&amp;ssl=1 768w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>



<p><em>Macht ganz schön was mit: Miss Marple (Abb.: SRF Homepage)</em></p>



<p>Wer heute noch kreativ ist, ist selber schuld. Nicht genug damit, dass die KI es inzwischen gut genug kann, um damit Kohle zu machen. Es ist ganz allgemein so, dass sich schon Dagewesenes am leichtesten verkauft: alte Showkonzepte, immer dickere Franchises und gemeinfreie Dauerbrenner à la<strong> Sherlock Holmes</strong>. (Wenn auch <strong>Stefan Raab</strong> gerade eine andere Erfahrung macht …)<br>Das Werk der Agatha Christie ist noch urheberrechtlich geschützt, also werfen die Erben, organisiert in der <strong>&#8222;Agatha Christie Limited&#8220;</strong>, die Melkmaschine an, solange es noch geht. Miss Marple darf (muss &#8230;) weiterermitteln.</p>



<p>Der SRF Krimi-Podcast, in dem <strong>Wolfram Höll</strong> und <strong>Susanne Janson </strong>allwöchentlich donnerstags Hörspiel-Ursendungen und -Archivschätze präsentieren, wird sich in den nächsten Wochen der Serie „Neue Fälle für Miss Marple“ widmen. Höll hat vier Lesungen solcher Fälle eingerichtet und stellt diese nun mit begreiflicher Zuneigung dem Publikum vor. Auf der Homepage heißt es zum Inhalt nur knapp: „Der erste Fall seziert die Unterschiede zwischen Hausherren und Bediensteten.“ Das ist auch das Fazit der Moderatoren nach dem Anhören der Lesung: Frau Christie hätte sich etwas mehr um Klassenunterschiede kümmern und sich (mit meinen anderen Worten) an ihrer Nachschreiberin <strong>Lucy Foley </strong>ein Beispiel nehmen können, wenn sie sie noch hätte erleben dürfen.</p>



<p>Die SRF-Reihe wirbt mit der guten <strong>Margaret Rutherford</strong> (siehe Abbildung), weil die immer noch das unangefochtene Gesicht dieser Figur ist, und einer stupiden Jingle-Version der alten Filmmusik. Die Texte orientieren sich allerdings an der literarischen Figur der Hobby-Detektivin, die von ihrer ersten filmischen Verkörperung bekanntlich deutlich abwich. Obwohl Lucy Foley den Stil der Agatha Christie auf den ersten Blick leidlich parodiert (das wäre ja auch noch schöner!), sorgt die Unbescheidenheit dieses Ansinnens von Anfang an für den eigentlichen Nervenkitzel. Der Titel <strong>„Das Böse in kleinen Ortschaften“ </strong>lässt die Kenner der Christie-Bücher an St. Mary Mead denken, Miss Marples Heimat-Örtchen (das bei Rutherford „Milchester“ heißt). Doch die Detektivin ermittelt außerhalb. Die gruseligen Ereignisse, die man meinte, der Fangemeinde zum Einstieg anbieten zu müssen, sind doch zu groß und zu fruchtig, um sie vor Miss Marples Haustür anzusiedeln.<br>Selbstverständlich kann am Genie der Weltliteratin Agatha Christie niemand mal so eben hochklettern. Schon gar nicht – da muss ich Frau Foley in Schutz nehmen – wenn eine Erbengemeinschaft in den Texten herumschmiert. Doch ein bisschen mehr Verständnis für die zwischenmenschliche Beobachtungsgabe der Vorlage würde guttun – ständig „meine Liebe“ zu sagen macht noch keine Miss Marple. Was außerdem fehlt, ist der Respekt vor dem zutiefst humanistischen Weltbild Agatha Christies, das woke Marketing-Kraftmeiereien wie die weiter oben und unten zitierten ebensowenig nötig hat wie moralische Belehrungen der Nachwelt. Auch sonst musste ich beim Anhören der Geschichte an <strong>Hannibal Lecter</strong>s berühmten Ausspruch über seinen Kerker-Psychiater denken: „Er fummelt an meiner Psyche herum wie ein Pennäler an einem Miederhöschen.“</p>



<p>Von eigener Inspiration kann bei einer solchen Unternehmung ohnehin keine Rede sein, aber ich hätte mich gern positiv überraschen lassen. Literarische Anspielungen gehören bei dieser Art von Belletristik zur Atmosphäre. Im neuen Fall wird auf <strong>Alfred Tennyson</strong>s Ballade <strong>„The Lady Of Shalott“</strong> bezug genommen. Das ist der Christie-Bastelgruppe nicht etwa selbst eingefallen – solche Bücher lesen diese Leute nicht – es ist eine Idee aus dem späten Miss-Marple-Krimi<strong> „The Mirror Crack’d From Side To Side“</strong> von Agathe Christie, dessen Titel aus der besagten Ballade stammt.</p>



<p>Apropos anhören: was taugt die Lesung von <strong>Ilknur Bahadir </strong>(respektive die Regie von Susanne Janson)? Es ist ein solider, leicht unterdurchschnittlicher Vortrag, der zu allzu knalligen Chargen aufläuft, wenn man eine Figur besonders unsympathisch darstellen will (um der vermuteten Schwerfälligkeit des Publikums entgegenzukommen). Was man halt so macht, wenn man Teil eines so großen Produktes ist. Im Gespräch nach der Lesung spricht Susanne Höll sogar (mit Respekt) von den Vorschriften, die ihr bei der Produktion von der Christie-Vereinigung gemacht wurden.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="640" height="360" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2025/12/Jadekaiserin_dee7d8.webp?resize=640%2C360&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-29289" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2025/12/Jadekaiserin_dee7d8.webp?resize=1024%2C576&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2025/12/Jadekaiserin_dee7d8.webp?resize=300%2C169&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2025/12/Jadekaiserin_dee7d8.webp?resize=768%2C432&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2025/12/Jadekaiserin_dee7d8.webp?resize=1536%2C864&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2025/12/Jadekaiserin_dee7d8.webp?w=1920&amp;ssl=1 1920w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2025/12/Jadekaiserin_dee7d8.webp?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>



<p><em>Auf der Resterampe rutscht sich&#8217;s wie geschmiert: <strong>&#8222;Tod auf dem Nil&#8220;</strong> und <strong>&#8222;Mord im Orient-Express&#8220; </strong>lassen schon nächste Woche als Ideengeber grüßen. (Abb.: SRF-Homepage)</em></p>



<p>Nächsten Donnerstag wird die Schraube weiter an- und zwei der berühmtesten Fälle von <strong>Hercule Poirot</strong> (Marples berühmterem Kollegen im literarischen Kosmos der Autorin) mit in die Wurstmaschine hineingezogen: „Mord im Ostasien-Express! Miss Marple reist nach Hongkong: an Bord des Dampfers <strong>«Die Jadekaiserin»</strong>. Sie freundet sich mit einem älteren chinesischen Herrn an. Bald wird er ermordet – und er wird nicht der einzige bleiben. Miss Marples Neugier für andere Kulturen ist gefragt &#8230;“ <br>St. Mary Mead ist nicht genug!<br>Ich freue mich auf Folge 4. Da dürfte dann er erste Weltraumflug der alten Lady anstehen. <br>Leben Sie long and prosper, meine Liebe!</p>


<p><img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg01.met.vgwort.de/na/5a2d2391b87b475a9d680d94502f01ab" alt="" width="1" height="1" /></p><p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2025/12/11/neue-faelle-fuer-miss-marple/">Das kann doch nicht so schwer sein</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Schlafen ohne zu wandeln</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Nov 2025 19:03:09 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: Buch und Hörbuch &#8222;Die Schlafenden&#8220; von Anthony Passeron 1981 taucht eine Lungenkrankheit in den USA und Frankreich wieder auf, die als ausgerottet galt. Alle Erkrankten sind homosexuell. Als sich andere Syndrome dazugesellen, z.B. ein seltener Hautkrebs, spricht man bei &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2025/11/18/29101/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p>betr.: Buch und Hörbuch<strong> &#8222;Die Schlafenden&#8220; </strong>von <strong>Anthony Passeron</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="640" height="360" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2025/11/Schlafenden_ltbx.jpg?resize=640%2C360&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-29167" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2025/11/Schlafenden_ltbx.jpg?resize=1024%2C576&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2025/11/Schlafenden_ltbx.jpg?resize=300%2C169&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2025/11/Schlafenden_ltbx.jpg?resize=768%2C432&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2025/11/Schlafenden_ltbx.jpg?resize=1536%2C864&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2025/11/Schlafenden_ltbx.jpg?w=1627&amp;ssl=1 1627w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2025/11/Schlafenden_ltbx.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>



<p>1981 taucht eine Lungenkrankheit in den USA und Frankreich wieder auf, die als ausgerottet galt. Alle Erkrankten sind homosexuell. Als sich andere Syndrome dazugesellen, z.B. ein seltener Hautkrebs, spricht man bei der auslösenden Immunschwäche von<strong> GRID</strong> (Gay Related Immune Disease) bzw.<strong> „Schwulenkrebs“</strong>. Später bekommt die Krankheit einen offiziellen Namen: AIDS. Die Familiengeschichte des Erzählers wird sich mit diesen Ereignissen kreuzen: 1983 bricht Desiré aus der Metzgerei seiner Eltern und dem erstickenden Mief seines kleinen südfranzösischen Dorfes in die weite Welt auf. Er ist der Intellektuelle und verhätschelte Erstgeborene der Familie, während sein Bruder Émile – der Vater des Erzählers &#8211; von klein auf das Metzgerhandwerk lernen muss. Als Desiré zu seiner Familie zurückkehrt, ist er heroinabhängig. Und unheilbar krank … <br><br>Der Titel „Die Schlafenden“ bezieht sich auf die AIDS-Krise, von der der Roman mit dokumentarischer Präzision erzählt. Doch er verhandelt ebenso fesselnd die Befindlichkeiten, Konflikte und Perspektiven seiner Figuren. Die hat der Autor dem Schweigen seiner Familie entreißen müssen, denn sein leichtlebiger Onkel, der früh verstorbene Desiré, hat nicht nur die in ihn gesetzten Hoffnungen enttäuscht, sondern auch die geltenden provinziellen Moralbegriffe verraten.<br><br>Einen eigenen Stil hat Anthony Passeron leider nicht, doch „Die Schlafenden“ ist ein großartiger Text. Die Lesung von <strong>Valentin Richter</strong> (Regie: <strong>Ulrich Lampen</strong>) steht in der <strong>ARD Audiothek </strong>und ist lediglich passabel, aber aus inhaltlichen Gründen ein dringender Hörtipp.</p>
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		<title>Wie sieht ein Flaschenteufel aus?</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Nov 2025 20:49:59 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 175. Geburtstag von Robert Louis Stevenson (morgen) „Sei so gut, und lass mich den Kobold sehen! Und danach – hier, sieh das Geld in meiner Hand! – will ich dir die Flasche bezahlen!“„Ich bin nur um eines bange“, sagte &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2025/11/12/29051/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p>betr.: 175. Geburtstag von <strong>Robert Louis Stevenson</strong> (morgen)<br><br><em>„Sei so gut, und lass mich den Kobold sehen! Und danach – hier, sieh das Geld in meiner Hand! – will ich dir die Flasche bezahlen!“<br>„Ich bin nur um eines bange“, sagte Keawe. „Wenn nämlich der Kobold sehr gruselig ist und du ihn gesehen hast, willst du vielleicht die Flasche gar nicht mehr haben.“<br>„Ich habe noch immer mein Wort gehalten“, entgegnete Lopaka. „Und hier lege ich das Geld mitten zwischen uns hin.“<br>„Nun gut. Ich bin selber neugierig. – Kommt heraus, Herr Kobold, und lasst euch einmal sehen.“<br>Und kaum war das ausgesprochen, so fuhr der Kobold zur Flasche heraus, und schnell wie eine Eidechse war er auch wieder drin.<br>Keawe und Lopaka waren wie versteinert.<br>Als sie die Sprache wiederfanden, war bereits fällige Nacht hereingebrochen. Dann schob Lopaka schweigend das Geld hin und nahm die Flasche.</em><br><br>Diese Textstelle, die den Leser so aufreizend anschmiert, stammt aus einer insgesamt großartigen Novelle namens <strong>„Der Flaschenteufel“</strong> (<strong>„The Bottle Imp“</strong>, 1891). Der<strong> mdr</strong> hat sie als kurzes Hörbuch in die <strong>ARD-Audiothek</strong> eingepflegt. Es sind 12 Monate Zeit, sich dieses Vergnügen zu gönnen.<br><br>Die Handlung: Der junge Hawaiianer Keawe, erwirbt eine mysteriöse Flasche, die ihrem Besitzer jeden Wunsch erfüllt, ein Leben lang. Wer sie jedoch noch im Augenblick seines Todes besitzt, wird im ewigen Höllenfeuer schmoren (was vor 150 Jahren eine einschüchternde Aussicht war und heute noch als Metapher gut funktioniert). Das hübsche Gefäß ist unzerstörbar, und um es wieder loszuwerden, muss man es verkaufen. Und zwar billiger, als man es erworben hat, sonst kehrt es wieder zu seinem Besitzer zurück. Außerdem muss man dem Käufer vorher alle Bedingungen offenbaren …</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="624" height="624" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2025/11/Stevenson-Clan-auf-Opolu_b0fe7e3a03add662.jpg?resize=624%2C624&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-29117" style="width:670px;height:auto" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2025/11/Stevenson-Clan-auf-Opolu_b0fe7e3a03add662.jpg?w=624&amp;ssl=1 624w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2025/11/Stevenson-Clan-auf-Opolu_b0fe7e3a03add662.jpg?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2025/11/Stevenson-Clan-auf-Opolu_b0fe7e3a03add662.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w" sizes="auto, (max-width: 624px) 100vw, 624px" /></figure>



<p><em>Der Autor mit seinem &#8222;Clan&#8220; auf Opulu. (Foto: ARD Audiothek)</em><br><br>Die großartige Lesung stammt von 1966, also aus der künstlerischen Phase von <strong>Achim Gertz</strong>, der später <strong>NDR</strong>-Chefsprecher in Hannover wurde und noch viele Jahre lang als Anmoderator der von <strong>Hanjo Kesting</strong> eingerichteten Klassikerlesung <strong>„Am Abend vorgelesen“</strong> als ungenanntes Stimm-Gespenst zu erleben war. Ausgerechnet im Rahmen der ARD-Sparmaßnahmen wurde dieses kostbare, ohnehin aus dem Archiv bespielte Format, zu dessen Haupt-Interpreten der große <strong>Gert Westphal</strong> zählte, vor zwei Jahren geschlachtet. Damit verstummte auch Achim Gertz.<br><br>„Der Flaschenteufel“ stammt von Robert Louis Stevenson, einem unerhört zeitgenössischen Klassiker, der von uns auf zwei Werke reduziert wird: das Popkulturphänomen <strong>„Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ </strong>und die zum Kinderbuch zusammengepresste Abenteuergeschichte <strong>„Die Schatzinsel“</strong>.<br>Zur Entstehung des „Flaschenteufels“ steht im ARD-Text: „Stevenson schrieb diese Novelle auf der Samoa-Insel Upolu, wo er mit Frau und Kindern von 1890 bis zu seinem Tod 1894 lebte. Er starb mit 44 Jahren an Tuberkulose. Stevenson, der immer viel gereist war, betrieb auf Upolu eine Plantage – und war dort schriftstellerisch sehr produktiv. Seine zwölf samoanischen Diener nahm er wie Familienangehörige in den ‚Stevenson-Clan‘ auf. Die Inselbewohner gaben ihm den Namen Tusitala: der Geschichtenerzähler. Stevenson versuchte, in dem dortigen Konflikt zwischen den Inselbewohnern und den europäischen Vertretern zu vermitteln, letztere empfand er als inkompetent. Er verfasste dazu den Essay: <strong>‚Eine Fußnote zur Geschichte – Acht Jahre Unruhen auf Samoa‘</strong>. Stevenson unterstützte u. a. den samoanischen Oberhäuptling Mataafa, der sich im Konflikt mit seinem Rivalen Laupepa befand. Das britische Foreign Office empfahl Stevenson daraufhin, sich auf das Schreiben zu konzentrieren, was er ignorierte. Nach seiner Niederlage unterstützte der Stevenson-Clan Mataafa und weitere Inhaftierte mit Lebensmitteln und Medikamenten. Als Dankeschön bauten die Anhänger des Häuptlings 1894 eine Verbindungsstraße (genannt ‚Straße der liebenden Herzen‘) mitten durch den Urwald nach Vailima, dem Haus der Familie. Seit 1994 beheimatet es das Robert-Louis-Stevenson-Museum.“</p>



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<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2025/11/12/29051/">Wie sieht ein Flaschenteufel aus?</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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