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	<title>Bourvil Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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	<title>Bourvil Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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		<title>Die schönsten Filme, die ich kenne (32): &#8222;Ein Mann geht durch die Wand&#8220;</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Jul 2017 19:57:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Jahre 1959 brachte ein Filmprojekt Heinz Rühmann mit Kollegen zusammen, die er schon von &#8222;Es geschah am hellichten Tag&#8220; kannte: den Regisseur Ladislao Vajda und die kleine Schauspielerin Anita von Ow. Der Film hieß „Ein Mann geht durch die Wand“, und er ist auf seinem Terrain – Komödie mit &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2017/07/02/die-schoensten-filme-die-ich-kenne-32-ein-mann-geht-durch-die-wand/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Jahre 1959 brachte ein Filmprojekt <strong>Heinz Rühmann</strong> mit Kollegen zusammen, die er schon von <strong>&#8222;Es geschah am hellichten Tag&#8220;</strong> kannte: den Regisseur <strong>Ladislao Vajda</strong> und die kleine Schauspielerin <strong>Anita von Ow</strong>. Der Film hieß „Ein Mann geht durch die Wand“, und er ist auf seinem Terrain – Komödie mit fantastischem Einschlag – etwa so gelungen wie der vorangegangene Psychothriller auf dem seinigen. Heinz Rühmann hat im Laufe der Geschichte einen seiner berühmten moralinsauren Gefühlsausbrüche, aber der ist schnell vorbei und außerdem der einzige Fehler, den sich „Ein Mann geht durch die Wand“ zuschulden kommen lässt. Der Film basiert auf der Novelle <strong>„Le passe-muraille“</strong> und wurde unter diesem Titel Anfang der 50er Jahre bereits mit <strong>Bourvil</strong> verfilmt. 2016 kam noch ein weiteres Remake heraus.<br />
<span id="more-8318"></span></p>
<p>Der unverheiratete Finanzbeamte Buchsbaum ist ein netter Langweiler aus dem Bilderbuch – er sammelt sogar Briefmarken. Eines Tages macht er eher zufällig die Feststellung, dass er durch Wände gehen kann. Diese Superkraft ermöglicht ihm, allerlei Unfug anzustellen – z.B. einen nächtlichen Einbruch in ein Warenhaus – und kommt ihm sehr gelegen, als er sich seines neuen Chefs erwehren muss (ein sadistischer Kommisskopp, der mit Hubert von Meyerinck ideal besetzt ist). In einer besonders wichtigen Angelegenheit hilft Buchsbaum diese Fähigkeit aber zunächst nicht weiter: er hat sich in seine neue Nachbarin verliebt, eine Ausländerin mit kleiner Tochter …</p>
<p><span style="font-size: inherit;">Ohne zu deren schriller Tonlage aufzulaufen, hat “Ein Mann geht durch die Wand“ den konsequenten Humor der Rühmann-Vorkriegskomödien „Florentiner Hut“ und „13 Stühle“ und ist unzweifelhaft sein am besten gealtertes Lustspiel aus der Wirtschaftswunderzeit. Hier blüht ein Handwerk, das im deutschen Komödienkino dieser Tage zuverlässig fehlt: Feinsinn, urbaner Slapstick, abgründige Zwischentöne, eine liebevolle Inszenierung auch der winzigsten Nebenrollen und mikroskopisches Timing. Und ein Detail, das ich erwähnen möchte, weil es so selten anständig erledigt wird. Die liebreizende französische Nachbarin des Helden spricht sehr schlecht Deutsch. Ihr händeringendes Kommunizieren ist meisterlich umgesetzt und sehr komisch, ohne dass die Figur dabei verraten wird.<br />
Eine weitere Rarität ist die Fehlbarkeit des Rühmann-Charakters, während seine Rollen üblicherweise als erbarmungslos verschmitzte Übermenschen angelegt sind, die einem fürchterlich auf die Nerven gehen. Es bedarf eines magischen Vorgangs, der ganz plötzlich auch wieder verschwindet, um ihm die letzten, aber entscheidenden Meter zum Glück freizuräumen.<br />
„Und täglich grüßt das Murmeltier“ &#8211; vielmehr: es lässt grüßen.</span><img decoding="async" style="font-size: inherit;" src="https://vg06.met.vgwort.de/na/edeff114fb764ef3b25c8bfcdf25a6e1" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Die näheren Umstände</title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Sep 2016 21:42:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Kabarett und Comedy]]></category>
		<category><![CDATA[Medienphilosophie]]></category>
		<category><![CDATA[“Die große Sause]]></category>
		<category><![CDATA[„Das Superhirn“]]></category>
		<category><![CDATA[„Die dummen Streiche der Reichen“]]></category>
		<category><![CDATA[„Leo der Kriegsheld“]]></category>
		<category><![CDATA[„Scharfe Sachen für Monsieur“]]></category>
		<category><![CDATA[Alfred Hitchcock]]></category>
		<category><![CDATA[Bourvil]]></category>
		<category><![CDATA[Gérard Oury]]></category>
		<category><![CDATA[Jean-Paul Belmondo]]></category>
		<category><![CDATA[Kahler-Krankheit]]></category>
		<category><![CDATA[Louis de Funès]]></category>
		<category><![CDATA[Marcel Camus]]></category>
		<category><![CDATA[Patrick Préjan]]></category>
		<category><![CDATA[Suspense]]></category>
		<category><![CDATA[Terence Young]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 46. Todestag von Bourvil Wir kennen den einstmals berühmten französischen Schauspieler und  Chansonnier Bourvil heute nur von immer selteneren Auftritten auf unserer Mattscheibe, z.B. in seinen Filmen mit Louis de Funès, „Scharfe Sachen für Monsieur“ und “Die große Sause“. &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2016/09/23/die-naeheren-umstaende/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2016/09/23/die-naeheren-umstaende/">Die näheren Umstände</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: 46. Todestag von <strong>Bourvil<br />
</strong><br />
Wir kennen den einstmals berühmten französischen Schauspieler und  Chansonnier Bourvil heute nur von immer selteneren Auftritten auf unserer Mattscheibe, z.B. in seinen Filmen mit Louis de Funès, „Scharfe Sachen für Monsieur“ und “Die große Sause“.</p>
<p>Bei der Arbeit an <strong>„Das Superhirn“</strong> wurde Bourvil von schlimmen Rückenschmerzen geplagt, so in der Szene zu Beginn des Films, als er bei dem Versuch, Jean-Paul Belmondo aus dem Gefängnis zu befreien, durch einen Tunnel kriecht. Sein Regisseur <strong>Gérard Oury</strong> schickte ihn zu einem befreundeten Mediziner. Am Premierenabend des Films enthüllte der Arzt Oury die Diagnose: die Kahler-Krankheit, eine Krebserkrankung des blutbildenden Systems. Er wusste, dass die beiden in einem Jahr ihren nächsten Film drehen wollten &#8211; <strong>„Die dummen Streiche der Reichen“</strong>, was ihn erneut mit de Funès zusammengebracht hätte. „Ich fürchte, in einem Jahr wird Bourvil das nicht mehr machen können“, sagte er.<span id="more-6246"></span><br />
Den Tod vor Augen, drehte Bourvil unermüdlich noch eine Handvoll Filme.<br />
Bei einem Film von Terence Young, der auf Englisch gedreht wurde, hatte er bereits Sprachstörungen. „Die haben bestimmt gedacht, ich hätte mich nicht vorbereitet“, vertraute er bedrückt einer Kollegin an.</p>
<p>Bei den Dreharbeiten zu Marcel Camus&#8216; Film „Leo, der Kriegsheld“ litt Bourvil offenbar fürchterlich, wie sich sein Kollege Patrick Préjan erinnert, aber er war bemüht, die Dreharbeiten nicht zu stören und sich sein nahes Ende nicht anmerken zu lassen. Am Rande dieser Produktion gab der Schauspieler sein letztes Interview, und offensichtlich ist der Journalist, der ihn befragt, nicht über seine Krankheit informiert. Oder ist er es doch und ist einfach sehr ungeschickt?<br />
Dieser Filmclip erinnert mich an die von Hitchcock oft vorgetragene Geschichte über die Wirkung von Suspense: eine völlig banale Unterhaltung wird ungeheuer spannend, wenn wir die näheren Umstände kennen, wenn wir als Betrachter z.B. wissen, dass eine Bombe unterm Tisch liegt, von der die redenden Personen keine Ahnung haben. Wir hoffen, sie mögen das Gespräch rechtzeitig beenden, aufstehen und weggehen – und quälen uns, solange sie es nicht tun und weiter ihrem drohenden Ende entgegenquasseln.<br />
Bourvil lächelt tapfer, als er dieses – wiederum sehr banale &#8211; Gespräch führt. Um seinen Zustand wissend ist es quälend, ihm dabei zuzusehen und zuzuhören. Wie würde dieser Dialog wohl wirken, wenn man keine Ahnung hätte?</p>
<p><em>Reporter:</em> Sind Sie glücklich?<br />
<em>Bourvil:</em> Ich? Ja! Aber sagen Sie mir – Sie als Psychologe: finden Sie, ich sehe glücklich aus?<br />
<em>Reporter:</em> Ja, aber man kann glücklich aussehen und es nicht sein.<br />
<em>Bourvil:</em> (lacht) Doch, doch. Ich bin glücklich. Wenn ich nicht glücklich wäre, wäre ich wirklich unverschämt.<br />
<em>Reporter:</em> Was macht Sie glücklich?<br />
<em>Bourvil:</em> Das Leben. Ich bin gesund, habe einen Beruf, der mir gefällt. Ich habe zwei Kinder, die wunderbar sind und arbeiten, und eine Frau, die eine ausgezeichnete Mutter ist. Was will man mehr? – Geld? Ich glaube, zum Leben reicht‘s. (ein leises Lachen) Ich muss nicht betteln. Und wenn ich alt bin, muss ich niemanden um etwas bitten. Das ist sehr angenehm. Wenn ich da nicht glücklich wäre, hätte ich eine Ohrfeige verdient.<img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/b09ce31cf0954420b0fc699cc064210f" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2016/09/23/die-naeheren-umstaende/">Die näheren Umstände</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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