<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>die blaue Elise Archive - Monty Arnold blogt.</title>
	<atom:link href="https://blog.montyarnold.com/tag/die-blaue-elise/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://blog.montyarnold.com/tag/die-blaue-elise/</link>
	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
	<lastBuildDate>Sun, 05 Apr 2026 12:11:10 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.1.4</generator>

<image>
	<url>https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2022/02/image.jpg?fit=32%2C32&#038;ssl=1</url>
	<title>die blaue Elise Archive - Monty Arnold blogt.</title>
	<link>https://blog.montyarnold.com/tag/die-blaue-elise/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
<site xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">202866671</site>	<item>
		<title>Duz mich oder ich fress dich!</title>
		<link>https://blog.montyarnold.com/2026/04/04/30046/</link>
					<comments>https://blog.montyarnold.com/2026/04/04/30046/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Apr 2026 15:20:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Cartoon]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kabarett und Comedy]]></category>
		<category><![CDATA[Camp]]></category>
		<category><![CDATA[Der Rosarote Panther]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Bearbeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Fassung]]></category>
		<category><![CDATA[die blaue Elise]]></category>
		<category><![CDATA[Eberhard Storeck]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderfernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Marianne Wischmann]]></category>
		<category><![CDATA[Mirisch Films Inc.]]></category>
		<category><![CDATA[Miss Piggy]]></category>
		<category><![CDATA[Spiegel-Titelgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[The Ant And The Aardvark]]></category>
		<category><![CDATA[ZDF]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://blog.montyarnold.com/?p=30046</guid>

					<description><![CDATA[<p>betr.: Eine Senfzugabe zur &#8222;Spiegel&#8220;-Titelgeschichte „Hey Du! – Die Tyrannei des Duzens und der neue Wunsch nach mehr Respekt“ &#8222;Soll ich Ihnen was sagen? Ich verhungere! Sie fragen, warum? Weil ich seit vier Wochen keine einzige Ameise gefangen habe!&#8220; &#8211; &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2026/04/04/30046/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2026/04/04/30046/">Duz mich oder ich fress dich!</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">betr.: Eine Senfzugabe zur <strong>&#8222;Spiegel&#8220;</strong>-Titelgeschichte <strong>„Hey Du! – Die Tyrannei des Duzens und der neue Wunsch nach mehr Respekt“</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" width="640" height="480" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/04/vlcsnap-2026-04-03-20h15m26s542.png?resize=640%2C480&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-30041" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/04/vlcsnap-2026-04-03-20h15m26s542.png?w=768&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/04/vlcsnap-2026-04-03-20h15m26s542.png?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8222;Soll ich Ihnen was sagen? Ich verhungere! Sie fragen, warum? Weil ich seit vier Wochen keine einzige Ameise gefangen habe!&#8220; &#8211; Bild: <strong>Mirisch Films Inc.</strong></em><br><br><strong>Vom Duzen im Kinderfernsehen</strong><br><br>Das Siezen ist nicht nur grammatikalisch einfacher als das Duzen, es ist auch witziger. „Hallo Sie!“ ist komischer als „Hey Du!“, und am falschen Platz gebraucht, macht es eher Vergnügen als das Duzen, das im unrichtigen Moment in der Regel beleidigend wirkt.<br>Einen ersten Eindruck davon bekam ich als Mitglied der Zielgruppe im Kinderfernsehen der 70er Jahre, wo uns regelmäßig Filme und Cartoons präsentiert wurden, die sich ursprünglich an Erwachsene gerichtet hatten.<br>Die Cartoons um <strong>„The Ant And The Aardvark“</strong> (17 Episoden, <strong>DePatie-Freleng Enterprise</strong>s 1969 – 1971) wurden in der deutschen <strong>ZDF</strong>-Kinderfunk-Version sogar noch um eine subversive Ebene ergänzt. Synchronbearbeiter <strong>Eberhard Storeck</strong> machte aus dem männlichen Erdferkel ein <strong>Ameisenbärweibchen</strong>, das er <strong>„Die blaue Elise“</strong> nannte und mit der Komödiantin <strong>Marianne Wischmann </strong>(<strong>„Miss Piggy“</strong>) stimmlich besetzte. Das würzte nicht nur der Beziehung zu der von ihr verfolgten männlichen Ameise, es brachte auch zusätzlichen Camp in ein Format, das mir erstaunlich müde erschien, als ich es erstmalig im O-Ton betrachtete.<br>Das Besondere: die Heldin Elise, die sich mit regelmäßigem Blick in die Kamera des Mitgefühls ihres Publikums versicherte und ihre Niederlagen wacker kommentierte, siezte dieses Publikum – und das in der Kinderstunde.<br>Ich fand es damals nicht auffallend, aber doch sehr angenehm, von einer Cartoonfigur gesiezt zu werden. Und ich begreife mit dem heutigen Abstand, wie viel komischer Storecks subtile deutsche Texte dadurch wurden und geblieben sind.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2026/04/04/30046/">Duz mich oder ich fress dich!</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://blog.montyarnold.com/2026/04/04/30046/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">30046</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Geliebte Stimmen (7): Marianne Wischmann</title>
		<link>https://blog.montyarnold.com/2021/01/02/marianne-wischmann/</link>
					<comments>https://blog.montyarnold.com/2021/01/02/marianne-wischmann/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Jan 2021 21:17:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkunde]]></category>
		<category><![CDATA[Mikrofonarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[„Der rosarote Panther“ (TV-Serie)]]></category>
		<category><![CDATA[Alf]]></category>
		<category><![CDATA[die blaue Elise]]></category>
		<category><![CDATA[Die Muppet Show]]></category>
		<category><![CDATA[Die Strohpuppe]]></category>
		<category><![CDATA[Eberhard Storeck]]></category>
		<category><![CDATA[Gina Lollobrigida]]></category>
		<category><![CDATA[Marianne Wischmann]]></category>
		<category><![CDATA[Miss Piggy]]></category>
		<category><![CDATA[Raquel Ochmonek]]></category>
		<category><![CDATA[SOKO 5113]]></category>
		<category><![CDATA[Soko München]]></category>
		<category><![CDATA[Stars und ihre deutschen Stimmen - Lexikon der Synchronsprecher]]></category>
		<category><![CDATA[Synchronbranche der Bonner Republik]]></category>
		<category><![CDATA[Trickfilmsynchron]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://blog.montyarnold.com/?p=17268</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die besten Vorbilder für Charge und Trickstimme Zu dieser Serie siehe https://blog.montyarnold.com/2020/12/08/17126/ Über die Schauspielkarriere der jungen Marianne Wischmann (1921-2009) in Hamburg und München weiß ich nur Stichworte. Das einzige Mal, das ich ihr zusehen konnte, war Anfang&#160; 1978 in &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2021/01/02/marianne-wischmann/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2021/01/02/marianne-wischmann/">Geliebte Stimmen (7): Marianne Wischmann</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die besten Vorbilder für Charge und Trickstimme</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu dieser Serie siehe <a href="https://blog.montyarnold.com/2020/12/08/17126/">https://blog.montyarnold.com/2020/12/08/17126/</a><br><br>Über die Schauspielkarriere der jungen Marianne Wischmann (1921-2009) in Hamburg und München weiß ich nur Stichworte. Das einzige Mal, das ich ihr zu<em>sehen</em> konnte, war Anfang&nbsp; 1978 in einer der allerersten Folgen von <strong>„SOKO 5113“</strong> als Edel-Gangsterin. (Diese Serie ging erst vor wenigen Tagen unter dem geänderten Titel „Soko München“ zuende.)<br>Um sich die Qualität vor Ohren zu führen, für die Marianne Wischmann von meiner Generation geliebt wird, muss man sich an ihre populärsten Rollen erinnern: <strong>„Miss Piggy“</strong> in <strong>„Die Muppet Show“</strong> (1977-82) und die Nachbarin<strong> „Raquel Ochmonek“ </strong>in <strong>„Alf“</strong> (1988-91). Sie klang wie der Inbegriff der resoluten Gouvernante (an weiblichen Vorgesetzten-Rollen mangelte es noch in jener Zeit) und war umso komischer, je strenger sie ihre Figuren anlegte.<br>Ihre Ausflüge in die Leichte Muse werden im Wischmann-Eintrag des <strong>„Lexikon</strong>s <strong>der Synchronsprecher“</strong> ganz unten als „Kabinettstückchen“ abgetan, waren aber so wirkungsvoll und unvergesslich, dass ich immer einen Augenblick brauche, um sie als ernste Schauspielerin am Mikrofon angemessen zu schätzen, etwa in ihrem Auftritt in <strong>„Die Strohpuppe“</strong> (1963) als Stimme von <strong>Gina Lollobrigida</strong>.*<br>Ich habe <strong>Eberhard Storeck</strong> einmal gefragt, wie die Dame denn so gewesen sei. Er sagte mit einem deutlichen Unterton der Anerkennung: „Sie war eine Männer-Verschlingerin!“ Wie wir von ihrer Rolle als glückloser Ameisenbär <strong>„blaue Elise“ </strong>in <strong>„Der rosarote Panther“</strong> (1973-75) wissen, war sie auch in der Verhinderung dieses Ansinnens einfach umwerfend.<br>_____________<br>* … oder diese hier: <a href="https://blog.montyarnold.com/2020/07/13/beruechtigt-als-hoerbuch/">https://blog.montyarnold.com/2020/07/13/beruechtigt-als-hoerbuch/</a></p>


<p><img decoding="async" src="http://vg01.met.vgwort.de/na/d79b02fd855047cda6eaf94645d24b1e" width="1" height="1" alt=""></p><p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2021/01/02/marianne-wischmann/">Geliebte Stimmen (7): Marianne Wischmann</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://blog.montyarnold.com/2021/01/02/marianne-wischmann/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">17268</post-id>	</item>
		<item>
		<title>James Bond trifft die Blaue Elise</title>
		<link>https://blog.montyarnold.com/2020/07/13/beruechtigt-als-hoerbuch/</link>
					<comments>https://blog.montyarnold.com/2020/07/13/beruechtigt-als-hoerbuch/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jul 2020 12:20:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Hörbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Mikrofonarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Alfred Hitchcock]]></category>
		<category><![CDATA[Berüchtigt]]></category>
		<category><![CDATA[Berüchtigt – Das Lied des Drachen]]></category>
		<category><![CDATA[Bureau Of Narcotics]]></category>
		<category><![CDATA[Cary Grant]]></category>
		<category><![CDATA[Casablanca]]></category>
		<category><![CDATA[Das Lied des Drachen]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Synchronisation]]></category>
		<category><![CDATA[die blaue Elise]]></category>
		<category><![CDATA[Edition Audoba]]></category>
		<category><![CDATA[Film und Mode Revue]]></category>
		<category><![CDATA[Francois Truffaut]]></category>
		<category><![CDATA[Illustrierte Film-Bühne]]></category>
		<category><![CDATA[Ingrid Bergman]]></category>
		<category><![CDATA[James Bond]]></category>
		<category><![CDATA[Jens Wawrczeck]]></category>
		<category><![CDATA[John Taintor Foote]]></category>
		<category><![CDATA[Marianne Wischmann]]></category>
		<category><![CDATA[Miss Piggy]]></category>
		<category><![CDATA[Nazis in Südamerika]]></category>
		<category><![CDATA[Niels Clausnitzer]]></category>
		<category><![CDATA[Notorious]]></category>
		<category><![CDATA[Roger Moore]]></category>
		<category><![CDATA[Weißes Gift]]></category>
		<category><![CDATA[Zweiter Weltkrieg]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://blog.montyarnold.com/?p=16248</guid>

					<description><![CDATA[<p>betr.: Jens Wawrczecks neues Hitchcock-Hörbuch Wie der drei Jahre zuvor entstandene Klassiker „Casablanca“ wurde auch „Notorious“ weltkriegsbedingt erst mit Verspätung deutsch synchronisiert &#8211; und doch etwas zu früh für gewisse Bedenkenträger. Beide Filme wurden im Dialog „entschärft“ und Ende der &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2020/07/13/beruechtigt-als-hoerbuch/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2020/07/13/beruechtigt-als-hoerbuch/">James Bond trifft die Blaue Elise</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">betr.: <strong>Jens Wawrczeck</strong>s neues <strong>Hitchcock</strong>-Hörbuch </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="600" height="537" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/07/Ber%C3%BCchtigt_107103843_3369120663127457_5545664768817454803_o.jpg?resize=600%2C537&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-16249" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/07/Ber%C3%BCchtigt_107103843_3369120663127457_5545664768817454803_o.jpg?w=600&amp;ssl=1 600w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/07/Ber%C3%BCchtigt_107103843_3369120663127457_5545664768817454803_o.jpg?resize=300%2C269&amp;ssl=1 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption class="wp-element-caption"><br><em>Wichtiger Hinweis für die Zeit nach der Corona-Theatersperre: von jedem seiner Hörbücher fertigt der Künstler auch eine Live-Bearbeitung in abendfüllender Länge an, bei der ihm ein/e Musiker/in zur Seite steht. Ich wünsche mir diese Version in der zweiten Auflage als Bonus-Track!</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wie der drei Jahre zuvor entstandene Klassiker <strong>„Casablanca“</strong> wurde auch „Notorious“ weltkriegsbedingt erst mit Verspätung deutsch synchronisiert &#8211; und doch etwas zu früh für gewisse Bedenkenträger. Beide Filme wurden im Dialog „entschärft“ und Ende der 60er Jahre in einer<strong> zweite</strong>n <strong>Synchronfassung</strong> richtiggestellt.<br>In der jungen Bundesrepublik meinte man nämlich, <span id="more-16248"></span>dem Publikum die Nazis ersparen zu müssen, die als zeitgeschichtliche Bösewichte in der Handlung vorkommen. Bei „Notorious“ musste das Uranerz aus dem Film herausgeschrieben werden, das diese Nazis brauchten, um Atomwaffen für einen neuen Krieg herzustellen. Hitchcock hat später Truffaut gegenüber damit kokettiert, er habe das mit dem Uran einfach erfunden und damit gewisse Regierungskreise nervös gemacht; die Idee sei viel näher an der Realität gewesen, als er geahnt habe.<br><br>„Notorious“ hieß in der ersten Version „Weißes Gift“. Aus den in Südamerika untergetauchten Deutschen, machte man eine Bande von „Drogenschmugglern“. Ganz stimmig ist der Titel nicht. Wir erinnern uns an die Szene, in der das Agentenpaar den Weinkeller des Oberschurken untersucht und eine Flasche zerbricht, in der sich verdächtiges schwarzes Granulat befindet. Daraus werden die „Kristalle eines Grundstoffs, aus dem die Bande ihre gefährlichen Rauschgifte herstellt“ („Illustrierte Filmbühne“ Nr. 1103). Die „Film und Mode Revue“ Nr. 19 vom September 1951 wusste es ganz genau: Hitchcock habe „vor Beginn der Dreharbeiten Einblick in die interessantesten Prozeßakte des Washingtoner ‚Bureau of Narcotics‘, des Generalstabs der amerikanischen Rauschgiftabwehr“ genommen, um seinen Drehbuchautor Ben Hecht entsprechend instruieren zu können.<br>Damit wollte die zweite Synchronfassung von 1969 nun aufräumen, doch sie produzierte ein anderes Problem. Sie entstand genau zu dem Zeitpunkt, als sich im deutschen Synchronbetrieb eine Billig-Methode für die TV-Premieren alter Filme etablierte, bei der auf Atmosphäre keinerlei Wert gelegt und sehr sorglos mit &nbsp;Archivmusik gearbeitet wurde, um den alten Soundtrack zu ersetzen.<br>Auch die Besetzung der Stimmen war für meine jugendlichen Ohren nicht unproblematisch, als ich den Film im Fernsehen sah &#8211; gerade weil ich sie so gernhatte. Cary Grant spricht nun mit der Stimme von Niels Clausnitzer, also der des amtierenden Agenten 007 Roger Moore, und Ingrid Bergman mit der von Marianne Wischmann, die mir von „Miss Piggy“ und einem wunderbaren blauen Ameisenbär aus dem Kinderprogramm vertraut war. Ich musste „Notorious“ / „Berüchtigt“ mehrmals sehen, um mich von diesem Reflex halbwegs freizumachen.</p>


<p><img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg06.met.vgwort.de/na/c11fc521f3a14aa79e043268fc42cf01" alt="" width="1" height="1" /></p><p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2020/07/13/beruechtigt-als-hoerbuch/">James Bond trifft die Blaue Elise</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://blog.montyarnold.com/2020/07/13/beruechtigt-als-hoerbuch/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">16248</post-id>	</item>
		<item>
		<title>„Ich war das Funkemariechen des Medienbetriebs“</title>
		<link>https://blog.montyarnold.com/2017/03/13/ich-war-das-funkemariechen-des-medienbetriebs/</link>
					<comments>https://blog.montyarnold.com/2017/03/13/ich-war-das-funkemariechen-des-medienbetriebs/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Mar 2017 16:55:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Hommage]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkunde]]></category>
		<category><![CDATA[Mikrofonarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Monty Arnold - Biographisches]]></category>
		<category><![CDATA["Der rosarote Panther"]]></category>
		<category><![CDATA["Die Biene Maja"]]></category>
		<category><![CDATA["Die Fraggles"]]></category>
		<category><![CDATA["Muppet Show"]]></category>
		<category><![CDATA["Wer hat an der Uhr gedreht?"]]></category>
		<category><![CDATA[“Trickfilmzeit mit Adelheid“]]></category>
		<category><![CDATA[„Baywatch“]]></category>
		<category><![CDATA[„Buch und Dialogregie: Eberhard Storeck“]]></category>
		<category><![CDATA[„Bugs Bunny“]]></category>
		<category><![CDATA[„Die Bürgschaft auf die Melodie An der schönen blauen Donau“]]></category>
		<category><![CDATA[„Die Dschungel-Olympiade“]]></category>
		<category><![CDATA[„Golden Girls“]]></category>
		<category><![CDATA[„Great American Songbook“]]></category>
		<category><![CDATA[„Haus Ahrenshoop“]]></category>
		<category><![CDATA[„Ich bin der faule Willi"]]></category>
		<category><![CDATA[„Larry’s Showtime“]]></category>
		<category><![CDATA[„Magnum“]]></category>
		<category><![CDATA[„Muppet Babies“]]></category>
		<category><![CDATA[„Wickie und die starken Männer“]]></category>
		<category><![CDATA[Agnès Varda]]></category>
		<category><![CDATA[Beta-Film GmbH & Co]]></category>
		<category><![CDATA[DEFA]]></category>
		<category><![CDATA[die blaue Elise]]></category>
		<category><![CDATA[Diogenes Verlag]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Erika Fuchs]]></category>
		<category><![CDATA[Eberhard Storeck]]></category>
		<category><![CDATA[Gert Günther Hoffman]]></category>
		<category><![CDATA[Hanns Dieter Hüsch]]></category>
		<category><![CDATA[Ingmar Bergman]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Film Union]]></category>
		<category><![CDATA[Jean-Luc Godard]]></category>
		<category><![CDATA[Jerry Lewis]]></category>
		<category><![CDATA[Jim Henson]]></category>
		<category><![CDATA[Leo Kirch]]></category>
		<category><![CDATA[Luis Buñuel]]></category>
		<category><![CDATA[Marx Brothers]]></category>
		<category><![CDATA[Micky Maus]]></category>
		<category><![CDATA[Miss Piggy]]></category>
		<category><![CDATA[Paulchen Panther]]></category>
		<category><![CDATA[Pier Paolo Pasolini]]></category>
		<category><![CDATA[Studio Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Theodor Fontane]]></category>
		<category><![CDATA[ZDF-Vorabendprogramm]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.montyarnold.de/?p=7572</guid>

					<description><![CDATA[<p>betr.: 84. Geburtstag von Eberhard Storeck* Die „Muppet Show“ war feuchter Traum und (aussichtslose) Inspirationsquelle praktisch aller TV-Redakteure, mit denen ich in den 80er und 90er Jahren in Sitzungen zusammentraf. Diese Sendung heute wiederzusehen, ist ein zweischneidiges Vergnügen. Sieht man &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2017/03/13/ich-war-das-funkemariechen-des-medienbetriebs/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2017/03/13/ich-war-das-funkemariechen-des-medienbetriebs/">„Ich war das Funkemariechen des Medienbetriebs“</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: 84. Geburtstag von <strong>Eberhard Storeck*</strong></p>
<p>Die <strong>„Muppet Show“</strong> war feuchter Traum und (aussichtslose) Inspirationsquelle praktisch aller TV-Redakteure, mit denen ich in den 80er und 90er Jahren in Sitzungen zusammentraf. Diese Sendung heute wiederzusehen, ist ein zweischneidiges Vergnügen. Sieht man sie auf Deutsch, vermisst man (zumindest in den Sketchen und Dialogen) die berühmten Originalstimmen der Gaststars. Sieht man das Original, fehlt die köstliche Bearbeitung von Eberhard Storeck. Ein Purist könnte nun einwenden, die Muppets (eigentlich ein Programm für Erwachsene mit einem männlichen Sprecher für Miss Piggy), könnten doch in einer kindgerechten deutschen Fassung unmöglich funktionieren. Wer so argumentiert, ist zu jung, um mit diesen Dingen aufgewachsen zu sein. (Und analysiert sie lieber, als sie tatsächlich anzuschauen.) (Und übersieht, dass die besagte Männerstimme kein subversiver Scherz war, sondern eine Miterledigung durch einen der Puppenspieler, die von Haus aus eben keine Sprecher waren).<br />
Eberhard Storeck hat sich auf solche Diskussionen ohnehin nicht eingelassen. Wie sich das für die Synchronschaffenden seiner Generation gehört, hatte er andere Pläne gehabt, als deutsche Tonspuren zu schaffen bzw. Kinderaugen zum Leuchten zu bringen. Er ließ sich lange Zeit nur ungern zu seiner Arbeit interviewen.<span id="more-7572"></span><br />
Als es noch Vorspänne gab, konnte man im Vorabendprogramm häufig die Zeile lesen: „Buch und Dialogregie: Eberhard Storeck“. Ich erinnere mich, dass ich von irgendwoher sogar wusste, dass Storeck der Sprecher vieler Figuren war &#8211; der dicken Biene Willi, des Zwergs Snorre und des dänischen Kochs. Jedenfalls verehrte ich ihn – wie auch den Autor / Sprecher Hanns Dieter Hüsch, der den freitäglichen Stummfilm-Vorabend bertreute – für seine Neuerfindung der amerikanischen Trickfilmware und liebte sein markantes Sprecher-Ensemble, besonders Marianne Wischmann, die Miss Piggy und die blaue Elise synchronisierte.</p>
<p>Storeck ist ein protestantischer Ossi, preußisch erzogen und zunächst überzeugter Sozialist. Schon mit Mitte zwanzig kommen ihm Zweifel am Arbeiter- und Bauerstaat. Nach dem Studium von Theaterwissenschaften und Germanistik muss er zunächst Lehrer werden – denn die werden gebraucht. Zwei Jahre unterrichtet er in einer Blindenschule. Dann flieht er sowohl diesen Beruf als auch das naturgemäß heterosexuelle Familienleben. Er geht zur DEFA nach Ost-Berlin und wird in den dortigen Synchron-Ateliers zum Dialogbuchautor für russische Filme. Als er den Auftrag erhält, einem rübergemachten Kollegen in den Westen nachzureisen, um ihn zurückzuholen, weigert er sich, und die Stasi schikaniert ihn mit Drohungen und regelmäßigenVerhören. Er verliert seinen Job und den noch ausstehenden Lohn. 1957 fährt er mit der S-Bahn nach Tempelhof und fliegt in den Westen – unter Tränen, denn er verachtet das westliche System.</p>
<p>Storeck landet zunächst bei der Internationalen Film Union in Remagen, dann bei Beta-Film in München. Der enigmatische Filmrechtemogul Leo Kirch ist noch in seinem Frühstadium, ein hemdsärmeliger Selfmademan, der das Geld in einer schrabbeligen Aktentasche dabeihat. Die ersten Filme, die Kirch in verbeulten Filmdosen vor allem aus Frankreich und Italien mitbringt, sind die Frühwerke heutiger Klassiker: Pasolini oder Godard, außerdem Buñuel und Agnès Varda. Eberhard Storeck hat zunächst viel Hochkultur zu übersetzen, doch Leo Kirch strebt eine Rundumversorgung des deutschen Publikums an. Er kauft auch Serien fürs Fernsehen, und die sind „Leichte Muse“ und kommen aus Amerika.<br />
Der linksintellektuelle Storeck überwindet sich. Dinge wie die zweihundert Folgen „Abenteuer Wildnis“ gehen ihm so gut von der Hand, dass er für die Neorealisten und die Nouvelle Vague bald keine Zeit mehr hat. Er bemüht sich auch um Hörspiele, doch in diese Kreise vermag er nicht vorzudringen.<br />
Da er auch Komödie kann – er hat einige Filme der „Marx Brothers“ übersetzt &#8211; legt man ihm Ende der 60er Jahre „Bugs Bunny“ vor. Storeck wehrt sich mit Händen, Füßen und dem Hinweis: „Ich habe Bergman und Godard übersetzt, und ihr kommt mir mit so einem Pipifax!“ Sein Lebensgefährte überredet ihn, sich zu fügen: „Du kommst mir vor wie einer, der unbedingt den Hamlet spielen will und nicht wahrhaben will, dass er in Wirklichkeit ein Komiker ist.“</p>
<p>Gleich als zweiten derartigen Auftrag bearbeitet Eberhard Storeck die Cartoons um einen rosaroten Panther, die mit der Trickfilm-Version des Kinohelden Inspektor Clouseau und den Abenteuern eines blauen Ameisenbären zu einer Show fürs ZDF-Kinderprogramm zusammengefügt werden. Er macht aus dem Ameisenbär ein Weibchen, wodurch die Sache erheblich komischer wird, montiert einen Abspann zusammen, textet dafür das Schlusslied „Wer hat an der Uhr gedreht?“ und unterlegt die stummen Panther-Filme mit gereimten Texten, die der Sean Connery- und Captain Kirk-Synchronsprecher Gert Günther Hoffman zu lesen bekommt.<br />
Hier finden sich Reime von bleibender Gültigkeit: „Es pflegt der Mensch beim Wüten oder Hassen / wenn möglich Wut und Hass an Dingen auszulassen“ oder „Denn wer randvoll des süßen Weins / dem ist es wurscht, wenn’s schon halb eins“. Storeck spuckte solche Kleinodien aus wie eine Kette von Würstchen. Im kollektiven Gedächtnis werden jene bleiben, die Woche für Woche wiederholt werden, etwa: „Heute ist nicht alle Tage / Ich komm wieder, keine Frage!“ aus dem Abspann. Er ahnt es noch nicht, aber schon jetzt hat er seinen ersten Klassiker geschaffen und sich die Rückkehr in die Hochkultur zugemauert.</p>
<p>Mitte der 70er Jahre folgen “Die Biene Maja“ und „Wickie und die starken Männer“, die ersten jener ZDF-Koproduktionen, die mit reduzierten Mitteln in Japan gezeichnet werden. Jede davon hat 52 Folgen, was ihnen beim jugendlichen Publikum den Eindruck einbringt, endlos zu laufen. Noch immer ist Storecks Widerwille groß, obwohl ihm der weitsichtige Hinweis bereits dargetan wird, dieses Zeug könnte seine Altersversorgung sein.</p>
<p>Für den besten Freund der goldigen Biene Maja (die zu unrecht im Vorspannlied als „frech“ bezeichnet wird) wird ein Junge ins Studio gebeten, der beim Casting noch als Idealbesetzung erschienen war. Bei den Aufnahmen versagt er, so dass Storeck sporadisch einspringt, um die Dispo zu retten. Diese Zwischenlösung erregt bei allen (außer ihm selbst) großes Gelächter, und die Redakteurin sagt den seltenen Satz: „Prima, das isses!“<em><br />
</em>Die faule, ängstliche, verfressene Drohne Willi wird zum großen Sympathieträger, heimlichen Star und Geldverdiener der Serie.<br />
Eberhard Storecks Verschmelzung mit der ungeliebten Wundertat ist perfekt, als er im Willi-Kostüm eine Auftrittsserie hinlegen muss. (Ich erinnere mich an eine Übertragung von der Berliner Funkausstellung, bei der er einen seiner Flügel unterm Arm hatte. Die Dinger brachen ständig ab, wie er mir erzählte.) Das Lied hat er natürlich selbst geschrieben: „Ich bin der faule Willi / Ein jeder Mann mich kennt / Der superfaule Willi / der so gerne pennt.“ Er erntet dafür eine Goldene Schallplatte.<br />
Es ist sicher nicht überraschend: Eberhard Storeck brauchte seine Stimme für diesen Part nur unwesentlich zu verstellen. Angeblich hat er – als Regisseur durfte er das – einige der Willi-Texte sogar Mikrofon improvisiert.</p>
<p>Die Arbeit wird Eberhard Storeck zumindest dadurch erleichtert, dass er seiner Fantasie freien Lauf lassen darf. Einiges davon &#8211; „Larry’s Showtime“ mit den TV-Sketchen von Jerry Lewis, “Trickfilmzeit mit Adelheid“ oder der abendfüllende Cartoon „Die Dschungel-Olympiade“ &#8211; ist heute vollständig vergessen, aber der Autor wird zu einem derartigen Spezialisten dieses Fachs, dass alle damit zu ihm kommen. Für einen reinen Gedichtband, wie ihn sich etwa der Diogenes Verlag gewünscht hat, fehlt ihm die Zeit.<br />
Bei der „Muppet Show“ ist er zumindest regelmäßig als Songtexter gefordert. Das Repertoire besteht aus den berühmten Nummern des „Great American Songbook“, und während die Gesangseinlagen der Stars im O-Ton zu hören sind, singen die Puppen auf Deutsch. Muppet-Vater Jim Henson ist vom Ergebnis so angetan, dass er auch die Folgeformate „Muppet Babies“, „Die Fraggles“ sowie die Kinofilme mit den Muppets von Storeck bearbeiten lässt.<br />
Dass er die Zeit nach den Muppets gern als „das Ende meiner ernstzunehmenden Karriere“ bezeichnet, lässt darauf schließen, dass er mit der Kinderstunde nach amerikanischer Vorlage zumindest seinen Frieden geschlossen hat.</p>
<p>Doch das Niveau des Kinderfernsehens sinkt, und der Meister  betreut Live-Action wie „Magnum“ und „Golden Girls&#8220;. Reine Actionserien lehnt er ab. Von &#8222;Baywatch&#8220;, wo er &#8222;schwachsinnige Dialoge in gutes Deutsch übertragen&#8220; muss, erholt er sich mit der Lektüre von Theodor Fontane. &#8222;Das ist für mich wie Händewaschen&#8220;. Ausserdem wird er als Pächter des traditionsreichen Feriendomizils „Haus Ahrenshoop“ auf Sylt zum Hotelier. Ende der 80er Jahre zieht er in ein kleines Dorf bei Flensburg und bewirtschaftet einen alten Friesenhof.<br />
Als ich ihn im Studio Hamburg als Regisseur erleben darf, ist ihm auch das schon zu mühsam geworden. „Ich sehe zwar aus wie Anfang 60, aber ich bin‘s nun mal nicht“, meint er. Ich weiche in den Pausen nicht von seiner Seite, um Kabinettstückchen wie „Die Bürgschaft auf die Melodie An der schönen blauen Donau“ nicht zu verpassen. Oder Anekdoten aus seiner Synchronarbeit.</p>
<p>Meine Generation hat unendlich davon profitiert, dass man die mediale Kinderbetreuung jener Jahre so gern in die Hände humanistisch gebildeter Schöngeister legte. (Ich danke Gott, dass Eberhard Storeck nicht im Regietheater gelandet ist!) Die Karriere der „Micky Maus“-Übersetzerin Dr. Erika Fuchs ist ein weiteres Beispiel dafür, es gibt noch viele andere.<br />
Und welch ein Glück, dass uns kein Smartphone den Blick für all die Wonne versprerren konnte.</p>
<p>Nachträge:</p>
<p>Auf den untenstehenden freundlichen Hinweis eines Lesers antwortet die<strong> &#8222;F. A. Z.&#8220;</strong> in einem Artikel vom 25.9.2018 mit der Hoffnung, es könnte sich bei dem Verstorbenen um einen anderen Eberhard Storeck handeln. Mein Facebook-Faksimile dieses Artikels wurde von meiner Kollegin<strong> Tanja Dohse</strong> mit einer Erinnerung beantwortet:</p>
<p>Facebook</p>
<table id="email_table" border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" align="center">
<tbody>
<tr>
<td id="email_content" style="font-family: Helvetica Neue,Helvetica,Lucida Grande,tahoma,verdana,arial,sans-serif; background: #ffffff;">
<table border="0" width="100%" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td>
<table border="0" width="100%" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td>
<table border="0" width="100%" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td style="font-size: 11px; font-family: LucidaGrande,tahoma,verdana,arial,sans-serif; display: block; border-radius: 2px 2px 0 0; border: #e5e5e5 1px solid; padding: 10px;">
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td colspan="3"><span class="mb_text" style="font-size: 16px; font-family: Helvetica Neue,Helvetica,Lucida Grande,tahoma,verdana,arial,sans-serif; color: #141823; line-height: 21px;">Ich hab ihn vor vielen Jahren im Studio Hamburg erlebt , da führte er Regie bei einer Serie in der die Hauptrollen von Kindern gesprochen wurden und er hat in fast jeder Mittagspause für sie alle gekocht. Das hat mich schwer beeindruckt! Ich selbst hatte nur eine kleine Rolle und durfte leider nicht mitessen. So sind mir Eberhards Kochkünste verwehrt geblieben. Schade! </span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>_________________<br />
* Eine Kostprobe seiner Reime für den &#8222;Rosaroten Panther&#8220; findet sich unter <a href="https://blog.montyarnold.com/2016/06/14/the-hippest-cat/">https://blog.montyarnold.com/2016/06/14/the-hippest-cat/</a>.<img loading="lazy" decoding="async" src="https://vg05.met.vgwort.de/na/144d52678e03465899e1dfbee3fa667c" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2017/03/13/ich-war-das-funkemariechen-des-medienbetriebs/">„Ich war das Funkemariechen des Medienbetriebs“</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://blog.montyarnold.com/2017/03/13/ich-war-das-funkemariechen-des-medienbetriebs/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>5</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">7572</post-id>	</item>
	</channel>
</rss>
