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	<title>Exploitation Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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		<title>Vom Verschwinden der Bahnhofskinos</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Jun 2022 18:57:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: Mediengeschichte Analog zum B-Film der US-Kinokultur lässt sich bei uns das Phänomen der Bahnhofskinos ausmachen. Im Gegensatz zum amerikanischen Modell folgte hier nicht ein klein budgetierter Film auf einen großen (also ein B auf ein A), es wurden ausschließlich &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2022/06/12/20876/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p class="wp-block-paragraph">betr.: Mediengeschichte</p>



<p class="wp-block-paragraph">Analog zum B-Film der US-Kinokultur lässt sich bei uns das Phänomen der Bahnhofskinos ausmachen. Im Gegensatz zum amerikanischen Modell folgte hier nicht ein klein budgetierter Film auf einen großen (also ein B auf ein A), es wurden ausschließlich schmuddelige Produkte gezeigt, die hier ein Publikum mit adäquaten Erwartungen vorfanden. Der stets etwas hochmögende <strong>Pier Paolo Pasolini</strong> (offiziell ein Vertreter des <strong>Arthaus</strong>-Kinos) hat ganz gut beschrieben, wo sich diese Filme abspielten: „im Höllenkreis der Leidenschaften, der Exkremente und des Blutes“ (also: Sex, Scheiße, Tod). <br>Als Mitte der 90er Jahre diese Art von Kinos endgültig verschwanden, war es auch mit der betreffenden Art von Filmen vorbei: „Nach der Lockerung der Zensur, der <strong>Einführung des Privatfernsehens</strong> und der Erfindung des Internets ist solches Exploitation-Kino obsolet geworden. Die Italiener waren auf dem Gebiet besonders erfinderisch: Sie erfanden den Kannibalenfilm, den Splatterfilm und mit der Mondo-Filmreihe auch die sogenannten Shockumentarys. (…)Ein besonders beliebtes Genre bei den katholischen Italienern waren Filme mit Nonnen – sogenannte Nunploitation.“ (Christoph Dompke)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei hatte das erwähnte Privatfernsehen sein Programm zunächst (also in der zweiten Hälfte der 80er Jahre) sogar bevorzugt mit solchen Filmen bestritten – zum einen, weil sie günstig zu haben waren, zum anderen weil ihre Zuseher sich über ein paar Obszönitäten freuten, die sie bei ARD und ZDF nicht bekamen.<br>Die Begeisterung des Filmemachers Quentin Tarantino für den „europäischen Film“ geht zu einem erheblichen Teil auf genau diese besondere „Qualität“ zurück. In den von Pasolini skizzierten Höllenkreis wagten sich die B-Movies der USA nämlich nicht vor.</p>
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