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	<title>Fred Caruso Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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	<title>Fred Caruso Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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		<title>Die wiedergefundene Textstelle: &#8222;Network&#8220; (2) &#8211; Mr. Jensens &#8222;Riot Act&#8220;</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Dec 2021 16:06:43 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Fortsetzung vom gestrigen Beitrag NETWORKMGM/United Artists  1976Produziert von Howard Gottfried und Fred CarusoDrehbuch: Paddy ChayefskyRegie: Sidney Lumet Zeit: 1975Ort: New York City Howard Beale ist durch seine TV-Auftritte als „Erleuchteter“ zu einer Berühmtheit ganz neuer Art geworden und wird von &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2021/12/22/19596/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p><em>Fortsetzung vom gestrigen Beitrag</em><br><br>NETWORK<br>MGM/United Artists  1976<br>Produziert von Howard Gottfried und Fred Caruso<br>Drehbuch: Paddy Chayefsky<br>Regie: Sidney Lumet<br><br>Zeit: 1975<br>Ort: New York City<br><br><em>Howard Beale ist durch seine TV-Auftritte als „Erleuchteter“ zu einer Berühmtheit ganz neuer Art geworden und wird von einer wachsenden Fangemeinde als Guru verehrt. Dass er sich angesichts seines Erfolges entschlossen hat,  von seinem geplanten öffentlichen Selbstmord Abstand zu nehmen, schadet seinem Fluidum nicht. Er nutzt seine Präsenz im Fernsehen für immer flammendere Ansprachen und versteigt sich zu politischen Botschaften.<br>Eines Tages wird er von Arthur Jensen zur Audienz gebeten, dem Präsidenten der Holding CCA (Communication Company Of America), die UBS geschluckt hat, den größten Aktionär seines Arbeitgebers WUBS-TV – was Howard in einem seiner letzten Auftritte öffentlich machte und anklagte. Howard fühlt sich sehr geschmeichelt, begegnet dem großen Mann aber ohne übertriebene Unterwürfigkeit. Mr. Jensen begrüßt ihn überaus freundlich…</em></p>



<p>Guten Morgen Mister Beale. Man hat mir gesagt, Sie wären verrückt.<br>Ich hab&#8216; als Vertreter angefangen, Mister Beale. Ich hab&#8216; Nähmaschinen verkauft, Autoersatzteile, Haarbürsten und elektronische Geräte. Man sagt, ich könnte alles verkaufen. Ich möchte gern versuchen, Ihnen etwas zu verkaufen.<br>Gehen wir in den Konferenzsaal. Das scheint mir eine angemessene Umgebung zu sein für das, was ich Ihnen zu sagen habe.</p>



<p><em>Er macht eine präsentierende Geste.<br></em><br>Walhalla, Mister Beale. Bitte nehmen Sie Platz!<br><br><em>Mit einem Mal wechselt der Tonfall in den Gestus einer zornigen Beschimpfung.<br></em><br>Sie haben sich in das Spiel der Urgewalten der Natur eingemischt, Mister Beale! Und das möchte ich nicht haben, ist das klar?<br><span id="more-19596"></span>Sie denken, Sie hätten lediglich ein Geschäft verhindert, aber das ist nicht der Fall! Die Araber haben Milliarden aus diesem Land rausgeholt, und jetzt müssen sie sie wieder einbringen! Das ist Ebbe und Flut, Schwerkraft der Gezeiten, ökologisches Gleichgewicht!<br>Sie sind ein alter Mann, der noch in Begriffen wie Nationen und Völker denkt. Es gibt keine Nationen, es gibt keine Völker! Es gibt keine Russen, es gibt keine Araber, es gibt keine Dritte Welt, es gibt keinen Westen! Es gibt nur ein einziges großes, holistisches System der Systeme! Ein riesiges, ungeheuer mächtiges, verflochtenes, sich gegenseitig beeinflussendes, multivariables, multinationales Dominon von Dollars! Petro-Dollars, Elektrodollars, Multidollars, Deutsche Mark, Gulden, Rubel, Pfund! Also jede Art von Geld!<br>Es ist das internationale Währungssystem, das die Globalität des Lebens auf diesem Planeten bestimmt! Das ist die natürliche Ordnung der Dinge heutzutage.<br>Das ist die atomare und die subatomare und die galaktische Struktur der Dinge heutzutage!<br>Und Sie haben sich in das Spiel der Urgewalten der Natur eingemischt!<br>Und Sie werden das wieder gutmachen!<br>Verstehen Sie mich eigentlich, Mister Beale? Sie erscheinen darauf auf ihrem lächerlichen, kleinen Bildschirm und Wehklagen über Amerika und Demokratie.<br><br><em>Er hat die Aufmerksamkeit seines Zuhörers und wechselt in eine Tonart, die seine eigene Faszination für das Gesagte ausdrückt. Seine Stimme wird beschwörend und zuletzt beinahe flüsternd.<br></em><br>Es gibt kein Amerika, es gibt keine Demokratie! Es gibt nur IBM und ITT. Und AT&amp;T undU Point, Dow Chemical, Union Carbide und Exxon. Das sind die Nationen der Welt heutzutage. Was glauben Sie, worüber die Russen bei ihren Ministerratssitzungen reden? Über Karl Marx? Die holen ihre Linearpogrammierungstabellen raus, statistische Entscheidungstheorien, Logarithmentabellen und befragen die Computer nach dem Kosten-Nutzen-Effekt ihrer Transaktionen und Investitionen, genau wie wir. Wir leben nicht länger in einer Welt von Nationen und Ideologien, Mister Beale. Die Welt besteht aus &#8230; aus einer Gruppe von Konzernen. Sie unterliegt bestimmten Gesetzen, unwandelbaren Gesetzen der Wirtschaft.<br>Die Welt ist ein Geschäft, Mister Beale. Das war so seit der Mensch aus dem Urschlamm gekrochen ist. Und unsere Kinder werden es erleben, Mister Beale. Sie werden sie erleben: die perfekte Welt, in der es weder Krieg noch Hungersnot gibt, weder Unterdrückung noch Brutalität. Eine riesige, ökumenische Holding-Gesellschaft, für die alle Menschen arbeiten werden, um einen gemeinsamen Profit zu erwirtschaften. Und alle Menschen werden an dieser Gesellschaft einen gewissen Anteil haben. Alle Bedürfnisse werden befriedigt. Angst und Schrecken werden verschwunden sein. Und auch Langeweile wird es nicht mehr geben.<br><br>Ich habe Sie auserkoren, Mister Beale, dieses Evangelium zu verkünden. Warum Sie? Weil Sie beim Fernsehen sind, Sie Dummkopf. 60 Millionen Menschen sehen Sie jeden Abend von Montag bis Freitag.<br>Sie erzählen den Leuten immer, Sie hätten das Antlitz Gottes gesehen. Da könnten Sie vielleicht Recht haben, Mister Beale.</p>
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		<title>Die wiedergefundene Textstelle: &#8222;Network&#8220; (1) &#8211; Howards Monolog</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Dec 2021 20:04:21 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>NETWORKMGM/United Artists&#160; 1976Produziert von Howard Gottfried und Fred CarusoDrehbuch: Paddy ChayefskyRegie: Sidney Lumet Zeit: 1975Ort: New York CityHoward Beale war elf Jahre lang der Anchorman der WUBS-TV-Nachrichten. Er ist Anfang fünfzig, kürzlich verwitwet und kinderlos. Wegen sinkender Quoten wird er &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2021/12/21/19590/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2021/12/21/19590/">Die wiedergefundene Textstelle: &#8222;Network&#8220; (1) &#8211; Howards Monolog</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>NETWORK<br>MGM/United Artists&nbsp; 1976<br>Produziert von Howard Gottfried und Fred Caruso<br>Drehbuch: Paddy Chayefsky<br>Regie: Sidney Lumet<br><br>Zeit: 1975<br>Ort: New York City<br><em><br>Howard Beale war elf Jahre lang der Anchorman der WUBS-TV-Nachrichten. Er ist Anfang fünfzig, kürzlich verwitwet und kinderlos. Wegen sinkender Quoten wird er in zwei Wochen gefeuert werden. In der ersten Sendung nach Erhalt &nbsp;dieser Nachricht kündigt Howard seinem Publikum an, dass er sich am nächsten Dienstag vor laufender Kamera erschießen werde. Der Effekt ist überwältigend: die Einschaltquoten für Mittwoch, Donnerstag und Freitag schießen in die Höhe. Der Sender erwägt seine Weiterbeschäftigung – und man ist dort ebenso gespannt wie das Publikum, was am Dienstag geschehen wird.<br>Unterdessen erlebt der Moderator etwas, was er auf dem Bildschirm später so beschreiben wird:</em><br><br>Heute nacht &#8211; es war kurz nach zwei Uhr morgens &#8211; wurde ich aus unruhigem Schlaf gerissen. Von einer schrillen, zischenden, unsichtbaren Stimme. Zuerst konnte ich sie nicht ausmachen. Es war ja dunkel im Schlafzimmer. Und so sagte ich: &#8222;Verzeihung, aber du musst etwas lauter reden. Was soll ich jetzt machen?“ – „Garnichts.“<br>Und die Stimme sagte zu mir: &#8222;Du musst den Leuten die Wahrheit sagen.&#8220;<span id="more-19590"></span> Keine leichte Sache, denn die meisten wollen von der Wahrheit gar nichts wissen. Und ich sagte: &#8222;Soll das ein Scherz sein? Was weiß ich denn schon von der Wahrheit?&#8220;<br>Aber die Stimme sagte zu mir: &#8222;Mach dir keine Sorgen wegen der Wahrheit! Ich werde dir die Worte in den Mund legen.&#8220;<br>Ich sagte: &#8222;Wer bist du denn? Der brennende Dornbusch? Aber ich bin nicht Moses!&#8220; Da sagte die Stimme zu mir: &#8222;Und ich bin nicht Gott. Was hat das damit zu tun?&#8220;<br>Und die Stimme sagte zu&nbsp; mir: &#8222;Wir reden nicht von der letzten Wahrheit, der absoluten Wahrheit oder der ewigen Wahrheit. Wir reden von der vorübergehenden, vergänglichen, menschlichen Wahrheit. Ich erwarte ja nicht, dass ihr zur Wahrheit fähig seid, aber zur Selbsterhaltung werdet Ihr doch wenigstens fähig sein.&#8220;<br>Und ich sagte: &#8222;Warum ich?&#8220;<br>Und die Stimme sagte: &#8222;Weil du beim Fernsehen bist, du Dummkopf! 40 Millionen Amerikaner sehen dir zu und bei der nächsten Sendung könnten es schon 50 sein! Ich verlange ja nicht von dir, dass du in Sack und Asche durch das Land ziehst und die Apokalypse predigst. Du bist beim Fernsehen, Mann!&#8220;<br>Naja, ich dachte einen Augenblick darüber nach, und dann sagte ich: &#8222;In Ordnung.&#8220;<br><br><em>Sein alter Freund Max Schumacher, Chef der Nachrichtenabteilung, nimmt ihn danach zur Seite und gesteht ihm, dass er bei ihm einen Nervenzusammenbruch am Werk sieht. Er rät Howard, mit diesem Theater aufzuhören. Howard antwortet ihm:</em><br><br>Das ist keine psychotische Episode, das ist ein reinigender Moment der Klarheit! Ich bin erfüllt, Max! Ich bin von einem ganz besonderen Geist erfüllt! Das ist ganz und gar kein religiöses Gefühl, das ist eine schockierende Eruption starker elektrischer Energie! Ich fühle mich lebendig und aufleuchtend, so als ob ich plötzlich angeschlossen wäre an ein großes elektromagnetisches Feld! Ich fühle mich als ein Teil alles Lebendigen! Der Blumen, der Vögel, aller Geschöpfe dieser Welt! Und vielleicht auch als Teil einer großen, unsichtbaren, lebendigen Macht. Ich glaube, die Hindus nennen sie Prana. Es ist kein Zusammenbruch! Ich habe mich in meinem Leben nie ausgeglichener gefühlt! Es ist ein erschütterndes, wunderbares Erlebnis! Es ist das unendliche Fließen des Raum- und Zeitkontinuums. Bloß dass es raumlos und ewig ist. Voll ungeheurer Schönheit. Ich fühle, ich bin jetzt im Besitz einer großen, letzten Wahrheit! Und du wirst mich nicht aus dem Verkehr ziehen! Weder jetzt noch zu irgendeiner anderen raumlosen Zeit!</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" width="640" height="42" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/08/Forts.-folgt1-1024x67-1.jpg?resize=640%2C42&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-16433" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/08/Forts.-folgt1-1024x67-1.jpg?w=1024&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/08/Forts.-folgt1-1024x67-1.jpg?resize=300%2C20&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/08/Forts.-folgt1-1024x67-1.jpg?resize=768%2C50&amp;ssl=1 768w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>
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