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	<title>George R. R. Martin Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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	<title>George R. R. Martin Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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		<title>Der Winter unseres Missvergnügens</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Oct 2019 12:52:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: das Ende der deutschen Erstauswertung der Serie „Game Of Thrones“ Altmodisch betrachtet, geht heute eine Ära zuende. Die letzte Folge der meistdiskutierten und am häufigsten illegal heruntergeladenen TV-Serie der Dekade &#8211; die letzte Folge des 70-Stunden-Epos „Game Of Thrones“ &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/10/26/ueberfahrt-2/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>betr.: das Ende der deutschen Erstauswertung der Serie <strong>„Game Of Thrones“</strong></p>



<p>Altmodisch
betrachtet, geht heute eine Ära zuende. Die letzte Folge der meistdiskutierten
und am häufigsten illegal heruntergeladenen TV-Serie der Dekade &#8211; die letzte
Folge des 70-Stunden-Epos „Game Of Thrones“ – wird heute im linearen deutschen
Free-TV erstausgestrahlt. Selbstverständlich ist GOT nicht eigentlich eine <em>TV</em>-Serie, und das heutige Programm hat
längst jeder auf dem Computer gesehen, der es unbedingt wollte.&nbsp; &nbsp;</p>



<p>Zu spoilern gibt es also nichts mehr. Die Foren brodelten schon nach der vorigen, der 7. Staffel vor Zorn über den Qualitätsabfall, den das Zuendegehen der literarischen Vorlage dem Format beschert hat. Nach der Freischaltung der neuen Folgen im Frühjahr – der Fortsetzung nach quälenden anderthalb Jahren – häuften sich die schlechten Nachrichten aus der Umgebung von Westeros. Der erste Ansturm überlastete die Infrastruktur des Anbieters Sky, was für einige der Fans (bzw. Fernsehmuffel) stundenlanges Warten, schlechtere Auflösung oder die Beschränkung auf die deutsche Synchronfassung zur Folge haben konnte. Sky bewertete den eigenen Erfolg dann zwar positiv und lobte den erwiesenen „Lagerfeuer-Charakter“ seines Produktes, doch der geheimnisvolle „Dylan D.“ stellte eine Petition ins Netz, die ein Remake der 8. Staffel forderte und die Autoren als „entsetzlich inkompetent“ beschimpfte. Hunderttausende schlossen sich ihm an. Auch das Feuilleton war insgesamt nicht entzückt. Die F.A.Z. etwa klagte, die Serie verheize ihre Schauplätze und Figuren. Sogar die Helden wurden ins Verderben gerissen. Einer der größten, der fesche Kit Harrington, ließ sich in eine „Wellness-Einrichtung“ einweisen, um sich von seiner Alkoholsucht und von der Absetzungs-Depression kurieren zu lassen. <span id="more-14728"></span>Für andere Publikumslieblinge, wie etwa den Darsteller der heimlichen Hauptfigur Tyrion oder die stattliche Kämpferin Gwendoline Christie, dürfte das Finden neuer Aufgaben all ihrer Glanzleistungen zum Trotz noch schwieriger werden. Immerhin hat Peter Dinklages kluger Zwerg die Geschichte überlebt. Lange Zeit führte er die Beliebtheitshitparade der GOT-Charaktere an, und allseits bangte man darum, er könnte den Serientod sterben wie so viele andere wichtige Figuren. Stattdessen hat es nun die emotional aufgetaute Drachenmutter Daenerys erwischt, die Tyrion in den Popularitätswerten zuletzt überflügelte – ein weiteres Ärgernis für die Zuseher. Den chinesischen Fans blieb diese Misere erspart, denn wegen eines internationalen Handelskonflikts konnten sie die letzten Folgen zunächst nicht sehen – auch hier war also für Ärger gesorgt.</p>



<p>Selbstverständlich sind die letzten sechs Folgen „Game Of Thrones“ ein sehenswertes Spektakel (- einige davon haben Überlänge und jede einzelne ist aufwändig wie eine größere Kinoproduktion). Aber auch die allerschönsten Sequenzen leiden darunter, inhaltlich keinen rechten Sinn zu ergeben und nur stattfinden zu können, weil die Logik gewaltige Löcher hat. In der dritten Folge etwa ereignet sich ein unerträglich spannender und in seiner Missachtung der heutigen Sehgewohnheiten geradezu kammerspielartiger Moment. Die 18.000 Kämpfer von Winterfell erwarten den nächtlichen Angriff des Nachtkönigs und seiner 120.000köpfigen Zombie-Armee. Als sich diese ankündigt, reiten die die Dothraki als Vorhut der vereinten Heere in die Finsternis. Wir sehen nur ihre Arakhs, ihre flammenden Sicheln aus der Drachenperspektive. Auf einmal beginnen diese kleinen Lichter in der schwarzen Ferne zu verlöschen – und wir erhalten schreckliche Gewissheit, ohne einen einzigen explizit-brutalen Anblick (dazu ist wenig später noch ausreichend Gelegenheit). Aber wo steckt in dieser Zeit eigentlich Daenerys mit ihren Drachen? Sie greift erst ein, als die Angreifer Winterfell schon zu stürmen begonnen haben. <br>Solche Widersinnigkeiten häufen sich ab der 6. Staffel und bestimmen mehr und mehr den Fortgang der Ereignisse. <br><br>Die allgemeine Unzufriedenheit hatte einen wohltuenden Nebeneffekt: von allem famosen Blendwerk unbeirrt forderten die Fans ein besseres Buch. Üblicherweise wird die Arbeit der Autoren (hier: <em>des</em> Autors der Vorlage) überhaupt nicht bemerkt geschweige denn gewürdigt.<br>Es gibt in diesem Zusammenhang noch eine weitere gute Nachricht: George R. R. Martin will seinem „Lied von Eis und Feuer“ in aller Ruhe noch zwei abschließende Bände hinzufügen.<br>Die DVD-Box mit dem Serienfinale erscheint am 3. Dezember.</p>


<p><img decoding="async" src="https://vg07.met.vgwort.de/na/593c87622f79412c85656d1ebab093d4" width="1" height="1" alt=""></p><p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/10/26/ueberfahrt-2/">Der Winter unseres Missvergnügens</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Von Georgia nach Westeros (3): Die Mauer</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Feb 2018 09:44:01 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>In dieser Serie wird zusammengebracht, was sich um mehrere Jahrzehnte verfehlt hat: die schillernden Figuren und Schauplätze aus „Game Of Thrones“, der gegenwärtig beliebtesten Serie der Welt, und die Filmmusik des Golden Age of Soundtrack, als man die Themen noch &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2018/02/18/von-georgia-nach-westeros-3/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>In dieser Serie wird zusammengebracht, was sich um mehrere Jahrzehnte verfehlt hat: die schillernden Figuren und Schauplätze aus<strong> „Game Of Thrones“</strong>, der gegenwärtig beliebtesten Serie der Welt, und die Filmmusik des </em>Golden Age of Soundtrack<em>, als man die Themen noch mitsingen und wiedererkennen konnte.</em></p>
<p><strong>Die Mauer</strong><br />
<strong>„Song From The High Seas“</strong> (Richard Rodgers) aus „Victory At Sea“<em><br />
</em><br />
Die Mauer ist eine 300 Meilen lange, 200 Meter hohe Wand aus Eisblöcken, die den Inselkontinent Westeros vor den Wildlingen und den „Weißen Wanderern“ des Nordens schützt und von einer Truppe aus tempelritterhaft verschworenen Legionären bewacht wird, den Männern der Nachtwache. Sie ist 8000 Jahre alt und erstreckt sich zwischen einem unzugänglichen Gebirge und einer stürmischen See. Ihr Vorbild ist nicht etwa die Chinesische Mauer, <strong>George R. R. Martin</strong> gibt den Hadrianswall an, der die Schotten abhalten sollte, in England einzufallen.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-9809" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/02/DSC_0401.jpg?resize=640%2C360&#038;ssl=1" alt="DSC_0401" width="640" height="360" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/02/DSC_0401.jpg?w=3840&amp;ssl=1 3840w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/02/DSC_0401.jpg?resize=300%2C169&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/02/DSC_0401.jpg?resize=1024%2C576&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/02/DSC_0401.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/02/DSC_0401.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></p>
<p>Ein passendes Motiv dazu hat der Musical-Komponist Richard Rodgers für das Fernsehen geschrieben, und zwar für die Doku-Reihe „Victory At Sea“. „Song From The High Seas“ ist der am häufigsten gecoverte Track aus dieser Suite.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2018/02/18/von-georgia-nach-westeros-3/">Von Georgia nach Westeros (3): Die Mauer</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Von Georgia bis Westeros (2) &#8211; Musik für &#8222;Game Of Thrones&#8220;</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Feb 2018 18:37:25 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: Die Wirkung von Filmmusik am Beispiel von „Vom Winde verweht“ und „Game Of Thrones“ Fortsetzung vom 15. Januar Der attraktive Lebemann Rhett Butler wiederum bemüht sich vergeblich um Scarletts Gunst. (Sie lehnt ihn schon deshalb ab, weil er ihr den Hof macht.) &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2018/02/07/von-georgia-bis-westeros-2-musik-fuer-game-of-thrones/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2018/02/07/von-georgia-bis-westeros-2-musik-fuer-game-of-thrones/">Von Georgia bis Westeros (2) &#8211; Musik für &#8222;Game Of Thrones&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: Die Wirkung von Filmmusik am Beispiel von <strong>„Vom Winde verweht“</strong> und „Game Of Thrones“</p>
<p>Fortsetzung vom 15. Januar</p>
<p>Der attraktive Lebemann Rhett Butler wiederum bemüht sich vergeblich um Scarletts Gunst. (Sie lehnt ihn schon deshalb ab, weil er ihr den Hof macht.)</p>
<p><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-9573" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/01/GWTW_Rhett.jpg?resize=640%2C91&#038;ssl=1" alt="GWTW_Rhett" width="640" height="91" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/01/GWTW_Rhett.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/01/GWTW_Rhett.jpg?resize=300%2C43&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/01/GWTW_Rhett.jpg?resize=1024%2C145&amp;ssl=1 1024w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><em>Titelmusik für einen der großen Charmeure der Leinwand: Rhett Butler.</em></p>
<p>Der Bürgerkrieg verwüstet das Land, Tara und die alte Ordnung. Mr. und Mrs. O‘Hara sind gestorben.<em><br />
</em></p>
<p><em><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-9575" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/01/GWTW_Ashley-Scarlett.jpg?resize=640%2C91&#038;ssl=1" alt="GWTW_Ashley+Scarlett" width="640" height="91" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/01/GWTW_Ashley-Scarlett.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/01/GWTW_Ashley-Scarlett.jpg?resize=300%2C43&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/01/GWTW_Ashley-Scarlett.jpg?resize=1024%2C145&amp;ssl=1 1024w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" />Das Motiv für Scarlett und Ashley weht durch die kurzen, unglücklichen Ehen der Heldin. Es ist ein gutes Beispiel dafür, wie die Musik dabei hilft, eine Person heraufzubeschwören, die nicht im Bild ist.</em></p>
<p>Da Ashley noch immer nichts von ihr wissen will, heiratet die mittlerweile zweimal verwitwete Scarlett nach Kriegsende den ungeliebten Rhett. Dieser hofft, die Geburt ihrer Tochter könnte das Familienglück nachträglich erblühen lassen.<span id="more-9568"></span></p>
<p><em><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-9576" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/01/GWTW_Rhett-Scarlett.jpg?resize=640%2C91&#038;ssl=1" alt="GWTW_Rhett+Scarlett" width="640" height="91" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/01/GWTW_Rhett-Scarlett.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/01/GWTW_Rhett-Scarlett.jpg?resize=300%2C43&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/01/GWTW_Rhett-Scarlett.jpg?resize=1024%2C145&amp;ssl=1 1024w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" />Endlich verheiratet: Rhett und Scarlett</em></p>
<p>Die kleine Bonnie wird von Scarletts altem Kindermädchen Mammy umsorgt, der ersten anspruchsvollen Sympathiefigur mit schwarzer Hautfarbe im amerikanischen Film. Ihr prägnantes Motiv ist wie die Darstellerin Hattie McDaniel: resolut, warmherzig, humorvoll und lebendig.</p>
<p><em><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-9577" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/01/GWTW_Mammy.jpg?resize=640%2C91&#038;ssl=1" alt="GWTW_Mammy" width="640" height="91" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/01/GWTW_Mammy.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/01/GWTW_Mammy.jpg?resize=300%2C43&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/01/GWTW_Mammy.jpg?resize=1024%2C145&amp;ssl=1 1024w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" />Mammys Thema</em></p>
<p>Bonnie, ebenso trotzig wie ihre Mutter, kommt früh ums Leben. Rhett gibt auf. Erst als er Scarlett verlässt, fühlt sie sich zu ihm hingezogen, doch er hat genug von ihren Capricen und lässt sie voll Verachtung sitzen.<br />
Ihr bleibt nur … Tara (siehe erstes Notenbeispiel).</p>
<p>Dieser kleine Querschnitt ist ein Beispiel für den Unterhaltungswert der musikalischen Portraitstudie im Film. Sie wurde bis in die 60er Jahre hinein gepflegt, auch wenn nicht jedes Figurenensemble so üppig ausgestattet wurde wie das von „Gone With The Wind“. Es gab aber immer zumindest einen signifikanten Main Title, der oft auch den Helden begleitete, eventuell noch ein abweichendes Liebesthema, ein Schurkenthema, ein Fluchtmotiv. Anfang der 50er Jahre bekam die Filmmusik gehörigen Aufwind, als diese Titel mit Text versehen und werbewirksam in die Charts lanciert wurden.*<br />
Heute wird mehr Filmmusik zum Kauf angeboten als je zuvor, doch auf Mitsingen und Wiedererkennen ist sie nicht mehr ausgerichtet.</p>
<p>Die Serie &#8222;Game Of Thrones&#8220; war auch im Jahre 2017 die beliebteste, d.h. die häufigsten illegal heruntergeladene Serie im Internet. Schon seit ihrem Start sechs Jahre zuvor wird sie von allen Seiten be- und durchleuchtet. Unzählige Feuilletons und ganze Bücher wurden darüber geschrieben: über Vorbilder und Nachahmungen, Landschaften und Kostüme, den tieferen Sinn der Serie und ihre Grausamkeit. Das einzige, worüber kaum jemand schreibt oder spricht, ist die Musik. Das darf man kurios finden, da das zugrundeliegende Epos doch „Das Lied von Eis und Feuer“ heißt.<br />
Der Komponist der Serie, der Deutsch-Iraner Ramin Djawadi („Prison Break“), ist ein Star, der sogar mit einem GOT-Konzert unterwegs ist. Aber um seine Themen auseinanderzuhalten, bräuchte man wohl so etwas wie das „Harry Potter“-Album.</p>
<p>Wir wollen uns den Spaß machen, den Damen und Recken von Westeros etwas Passendes herauszusuchen, eine Filmmusik, die ihnen wirklich auf den Grund geht und die man mitsummen kann. Das Personal von „Game Of Thrones“ schreit ja geradezu danach. Und sein wir doch mal ehrlich: wir können jede Hilfe brauchen, um bei diesem hochkomplexen Sittengemälde nicht den Überblick zu verlieren. (Sogar George R. R. Martin steigt inzwischen angeblich nicht mehr durch.)<br />
<img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4804" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=640%2C42&#038;ssl=1" alt="Forts. folgt" width="640" height="42" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?w=1400&amp;ssl=1 1400w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=300%2C20&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=1024%2C67&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><br />
_______________________________<br />
** Siehe dazu https://blog.montyarnold.com/2015/05/10/bitte-nicht-hassen/<img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg02.met.vgwort.de/na/4a689cebe3f34bb6ac1fea7be073be72" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2018/02/07/von-georgia-bis-westeros-2-musik-fuer-game-of-thrones/">Von Georgia bis Westeros (2) &#8211; Musik für &#8222;Game Of Thrones&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Tatorte &#8211; „Game Of Thrones“ und die seriöse Polizeiarbeit</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Dec 2016 23:50:47 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 60. Geburtstag von Evan Hunters Erzählung &#8222;The Last Spin&#8220; / &#8222;Game Of Thrones&#8220;, Staffel 6 Warum so viele Menschen so gerne Fantasy lesen, ist nicht einfach zu erklären. Warum diese Art von Literatur so gerne geschrieben (und verfilmt) wird, &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2016/12/03/tatorte-game-of-thrones-und-die-serioese-polizeiarbeit/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2016/12/03/tatorte-game-of-thrones-und-die-serioese-polizeiarbeit/">Tatorte &#8211; „Game Of Thrones“ und die seriöse Polizeiarbeit</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: 60. Geburtstag von <strong>Evan Hunter</strong>s Erzählung <strong>&#8222;The Last Spin&#8220;</strong> / <strong>&#8222;</strong><span class="no-print"><strong>Game Of Thrones&#8220;, Staffel 6</strong> </span></p>
<p>Warum so viele Menschen so gerne Fantasy lesen, ist nicht einfach zu erklären. Warum diese Art von Literatur so gerne geschrieben (und verfilmt) wird, schon. Es ist bequemer, Abenteuer in erfundenen Welten spielen zu lassen, wie schon <strong>Ed McBain</strong> (alias Evan Hunter) wusste, der Urvater des Polizeiromans.<br />
Seine Geschichten um das <strong>„87. Polizeirevier“</strong> spielen in einer fiktiven Big City, die leicht als verkleidetes New York erkennbar ist (ähnlich wie Batmans Gotham, aber weniger expressionistisch verfratzt). Die Halbinsel heißt hier nicht Manhattan sondern Isola, Riverhead steht für die Bronx, Diamondback für Harlem, Majesta für Queens, Calms Point für Brooklyn. Es gibt sogar einen Hudson und einen East River – sie heißen allerdings Harb und Dix.<br />
Ursprünglich hatte McBain häufig mit den Cops telefonieren müssen, um sich zu erkundigen, wo sich dies und jenes befand. Die ersten drei Romane hatten nämlich brav in New York gespielt, und die lästige Nachfragerei war notwendig gewesen.<br />
Die Verlegung der Reihe, die sich bald als Erfolg herausstellte und fortgesetzt wurde, ins mythische Isola sparte nun eine Menge Zeit.<span id="more-4554"></span><br />
Selbstverständlich hörten die Recherchen keineswegs gänzlich auf. McBains Erfolg lag ja in der bis dato ungewohnt realistischen Darstellung der Polizeiarbeit begründet, in der Auslotung der menschlichen Natur, die auf beiden Seiten des Gesetzes gleichermaßen unerfreulich sein konnte.</p>
<p>Die Fantasy kennt solche Vorbehalte nicht und geht noch einen Schritt weiter: nicht nur die Geografie der Schauplätze wird erfunden, sondern auch die Struktur der Gesellschaft und die Geschichte der Zivilisation, in der die Figuren Leben. Auch um Formalitäten wie Medizin, Physik und Psychologie muß sich der Autor nicht scheren, wenn er nicht möchte. Es ist so wunderbar leicht, verfeindete Troll- und Feenreiche gegeneinander kämpfen zu lassen.<br />
Auch als fauler Autor kann man so enormen Profit einfahren. Niemand hat das so eindrucksvoll unter Beweis gestellt wie George Lucas.<br />
Dass das Publikum inzwischen wieder reif ist für das Arbeitsethos eines McBain, beweist die Beliebtheit der Buch- und TV-Reihe „Game Of Thrones“ von George R. R. Martin. Auch er belastet sich nicht mit der wirklichen Welt, unterwirft seine Figuren jedoch einer bezwingenden Schlüssigkeit. Abgesehen davon, dass jede ruchlose Tat, alle Vergeltungsschläge, Feldzüge, Massaker, selbst Impulsive Gemeinheiten einer plausiblen Dramaturgie folgen, gibt es eine präzise kartographierte Landschaft, in der das alles spielt &#8211; sie ist im Vorspann der Serie zu sehen. Der Erfolg der Serie hat seine Ursache  unzweifelhaft in der Sorgfalt, mit der Martin die Geschichte und die Klassiker studiert hat &#8211; und darin, dass ihm außerdem nichts Menschliches fremd ist.</p>
<p><strong>Wo liegt Entenhausen?</strong></p>
<p>Der Dramatiker und literarische Entertainer Friedrich Dürrenmatt konnte es in den 50er Jahren noch lockerer angehen. Im Prolog seines später verfilmten Theaterstücks &#8222;Die Ehe des Herrn Mississippi&#8220; heißt es: &#8222;Da sich unsere Geschichte überall ereignen könnte, lassen wir sie am liebsten gleich in Europa-City spielen&#8220;. Er illustriert das mit einer Autofahrt, die an den Wahrzeichen eines Dutzends verschiedener Metropolen vorbeiführt. Das wirkt reichlich überholt in einer Zeit, da sogar die Topographie von Entenhausen exakt rekonstruiert wurde.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6751" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/12/Ehe-des-Herrn-Mississippi.jpg?resize=640%2C790&#038;ssl=1" alt="ehe-des-herrn-mississippi" width="640" height="790" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/12/Ehe-des-Herrn-Mississippi.jpg?w=700&amp;ssl=1 700w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/12/Ehe-des-Herrn-Mississippi.jpg?resize=243%2C300&amp;ssl=1 243w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><br />
<em>Die etwas angestrengte Vermeidung eines konkreten Standortes bei Dürrenmatt im Prolog von &#8222;Die Ehe des Herrn Mississippi&#8220; (D / CH 1961).</em></p>
<p>Wie Patrick Bahners in seinem Quellenwerk &#8222;Entenhausen &#8211; Die ganze Wahrheit&#8220; berichtet, machte sich der Diplom-Ingenieur für Landkartentechnik Jürgen Wollina zwischen 1995 und 2008 die Mühe, einen Stadtplan von &#8222;Duckburg&#8220; zu erstellen, in dem er alle Karten und Kartenausschnitte zusammenführte, die bei Carl Barks* zu finden sind. (Diese ebenso bewundernswerte wie humorlose Verbissenheit ist Ehrensache, wenn man &#8211; wie Herr Wollina &#8211; Mitglied der Donaldisten** ist.) Auch ich als nicht-organisierter Hobby-Geograf stellte mir hin und wieder die Frage nach der Lage dieser Ortschaft &#8211; und da blieben Widersprüche nicht aus. Einerseits hatte ein Disney-Mitarbeiter durchsickern lassen, dass Entenhausen eine Parodie auf Burbank darstelle. Andererseits muss es sich um eine Hafenstadt handeln. Schließlich bricht der reichste Mann dieser Stadt und der Welt häufig mit seinen Neffen per Schiff zu seinen Abenteuern auf &#8211; und das sowohl bei Carl Barks als auch in den &#8222;Lustigen Taschenbüchern&#8220;, deren Material fast immer aus italienischer Produktion stammt.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6752" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/12/Entenhausen.jpg?resize=640%2C414&#038;ssl=1" alt="entenhausen" width="640" height="414" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/12/Entenhausen.jpg?w=717&amp;ssl=1 717w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/12/Entenhausen.jpg?resize=300%2C194&amp;ssl=1 300w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><br />
<em>Eine Postkartenansicht der berühmtesten Hafenstadt der Märchenwelt. Ungeachtet ihrer mythologischen Qualität wurden ihr die letzten Geheimnisse inzwischen entrissen.</em></p>
<p><strong>Out Of Entenhausen &#8211; Die Vertreibung aus dem Paradies</strong></p>
<p>Apropos Entenhausen &#8211; mitunter wird das Leben im Märchen nachträglich zu eng und führt seine Geschöpfe zurück in die Wirklichkeit. Die seit bald 25 Jahren laufende tägliche Vorabend-Soap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ (die erste ihrer Art) spielte lange in einer namenlosen Ortschaft, die an der Begrenztheit der Schauplätze als piefige Kleinstadt zu erkennen war: so gab es beispielsweise über viele Jahre nur zwei gastronomische Betriebe, in denen sämtliche Figuren, unabhängig von Alter und sozialer Stellung, verkehren mussten: eine Szene-Kneipe und ein feines Speiselokal. Die hin und wieder unvermeidlich ins Bild geratenden Autokennzeichen begannen mit den Buchstaben „ET“, was der Stadt den internen Spitznamen „Entenhausen“ eintrug. Mit der Erkenntnis, dass das Projekt sie noch einige Zeit beschäftigen könnte, wurde es den Machern der Serie dann doch zu mühselig, diese Regelung durchzuhalten. Nicht genug damit, dass es für Autoren und Konsumenten fürchterlich anstrengend ist, so etwas Banales wie einen Schauplatz immerfort vermeiden zu müssen. Die Festlegung auf einen Unort schränkte auch die persönliche Entwicklung der Figuren gewaltig ein. Irgendwann wurde diese Politik stillschweigend aufgegeben, und plötzlich befanden sich die vertrauten Personen und Immobilien nicht mehr in „ET“ sondern in Berlin, wo die Serie ja auch gedreht wird.<br />
Das Niveau hat sich dadurch nicht verändert, aber das Verfassen der Drehbücher dürfte erheblich leichter geworden sein.</p>
<p>_______________________________<br />
* Der Disney-Vetragsautor und -zeichner ist der Erfinder von Onkel Dagobert und erschuf im Laufe seiner Karriere auch dessen Wohnort.<br />
** Die &#8222;Deutsche Organisation der nichtkommerziellen Anhänger des lauteren Donal­dis­mus&#8220; (D.O.N.A.L.D.) ist eine Vereinigung von Gleichgesinnten (den Donaldisten), die sich für die Familie Duck und die Welt, in der diese lebt, interessieren. Deutsche Organisation der nichtkommerziellen Anhänger des lauteren Donal­dis­mus. Die D.O.N.A.L.D. wurde 1977 in Hamburg gegründet und hat weltweit ca. 1000 Mitglieder, überwiegend im deutschsprachigen Raum. (Quelle: <a href="https://www.donald.org/">https://www.donald.org/</a>)<br />
<img loading="lazy" decoding="async" src="https://vg07.met.vgwort.de/na/8d0f0edc6a824d4da80ce4637d7298c5" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2016/12/03/tatorte-game-of-thrones-und-die-serioese-polizeiarbeit/">Tatorte &#8211; „Game Of Thrones“ und die seriöse Polizeiarbeit</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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