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	<title>&quot;The Pawnbroker&quot; Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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	<title>&quot;The Pawnbroker&quot; Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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		<title>Endlich wiedergesehen: &#8222;Hundstage&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Aug 2025 17:12:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA["Anruf für einen Toten"]]></category>
		<category><![CDATA["Before the Devil Knows You're Dead ..."]]></category>
		<category><![CDATA["Der Pfandleiher"]]></category>
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		<category><![CDATA[Murder On The Orient Express]]></category>
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<p><strong>Sidney Lumet </strong>war ein Gigant und ist unzweifelhaft der am meisten unterschätzte Filmemacher Hollywoods – in den immerhin 51 Jahren zwischen seinem ersten Kinofilm (dem Klassiker <strong>„Die 12 Geschworenen“</strong>) und seinem letzten (dem unauffälligen Thriller-Goldstück <strong>„Tödliche Entscheidung“</strong>). Keiner wird seine Könnerschaft bestreiten, aber kaum ein junger Kollege bekennt sich zu ihm, abgefeiert wird er nie. Er verschwindet spurlos hinter seinen zahlreichen Erfolgen. Selbst ich als sein großer Fan gerate beim spontanen Versuch ins Schwimmen, mir seine Hits (etwa <strong>„Network“ </strong>oder <strong>„Mord im Orientexpress“</strong>) in Erinnerung zu rufen, seine zu unrecht namenlosen (z.B. <strong>„Anruf für einen Toten“</strong>) oder zu unrecht himmelhoch gerühmten Arbeiten (siehe unten). Doch sehenswert sind sie letztlich alle, sogar wenn sie uns mit der angemessenen Behandlung ihres fürchterlichen Sujets peinigen (<strong>„Der Pfandleiher“</strong>, <strong>„Ein Haufen toller Hunde“</strong> oder <strong>„Sein Leben in meiner Gewalt“</strong>). Gerade geriet ich wieder einmal an eines von Lumets sogenannten „Meisterwerken“ und konnte mir nochmals klarmachen, warum ich ausgerechnet dieses überhaupt nicht mag.</p>



<p><strong>„Dog Day Afternoon“</strong> erhielt im Deutschen den unpassenden Titel „Hundstage“ – der Film spielt wirklich an einem einzigen Tag, wie der Originaltitel nahelegt.<br>An diesem Hochsommernachmittag überfallen die Amateurgangster Sonny und Sal eine kleine Bank in einem New Yorker Vorort. Der geplante Zehn-Minuten-Coup wächst sich zum zwölfstündigen Drama aus. Die beiden nehmen die Bankangestellten als Geiseln und verschanzen sich im Schalterraum. Als Sonny die Bedingungen für einen freien Abzug aushandelt, findet er sich (als einer der ersten Menschen überhaupt) als tragischer Held einer TV-Live-Reportage wieder. Selbst der Mann, für den er all dies auf sich nimmt, ist von dem Aufsehen nicht begeistert. Auf dem Kennedy-Airport kommt es zu einem überraschenden Finale …</p>



<p>Meines Erachtens macht der Film bereits den Fehler, uns eine vom Start weg vollkommen aussichtslose Aktion anzubieten, deren Aufwand und dessen billige Inkaufnahme von Toten und Schwerverletzten in keinem Verhältnis zum angestrebten Ziel steht. Der Ober-Bankräuber blamiert sich sogleich mit Slapstick (Tücke des Objekts), dem Fortlaufen eines seiner zwei Komplizen und – besonders übel &#8211; einer zartfühlenden Natur, der sämtliche Charaktereigenschaften fehlen, um solch einen Raub durchzuführen. Darüber sieht jeder gern hinweg, der <strong>Al Pacino</strong> liebt – das trifft auf den Regisseur und auf Millionen Kinofans zu, auf mich leider nicht. Ich mag tatsächlich jede andere schauspielerische Leistung lieber (bis hin zu den zumeist weiblichen Geiseln, die die ganze Zeit im Bild sind, ohne vordergründig viel tun zu müssen) und bestaune einmal mehr das Geschick des Regisseurs, sie alle anzuleiten. Aber es hilft nichts. Im klimatisierten Kinosessel quäle ich mich durch diesen Film, als müsste ich mit den Gefangenen in einer sommerheißen Bankfiliale sitzen, in der die Klimaanlage ausgefallen ist, und mich über die beiden Verrückten ärgern bzw. vor ihnen fürchten, die mich um meinen Feierabend betrügen.</p>
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		<title>Die wiedergefundene Textstelle (21): Der Pfandleiher-Monolog</title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 May 2015 22:39:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Manuskript]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA["Der Pfandleiher"]]></category>
		<category><![CDATA["The Pawnbroker"]]></category>
		<category><![CDATA[Rod Steiger]]></category>
		<category><![CDATA[Sidney Lumet]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 75. Jahrestag der Inbetriebnahme des Konzentrationslagers Auschwitz / Texte für SchauspielerInnen Die in dieser Reihe präsentierten Texte sind kleine Schauspiel- bzw. Vorsprechmonologe, die von der (pädagogischen) Fachwelt übersehen / abgelehnt werden, weil sie nicht aus den üblichen Quellen stammen. &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2015/05/20/die-wiedergefundene-textstelle-21-der-pfandleiher-monolog/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2015/05/20/die-wiedergefundene-textstelle-21-der-pfandleiher-monolog/">Die wiedergefundene Textstelle (21): Der Pfandleiher-Monolog</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: 75. Jahrestag der Inbetriebnahme des Konzentrationslagers Auschwitz / Texte für SchauspielerInnen</p>
<p><em>Die in dieser Reihe präsentierten Texte sind kleine Schauspiel- bzw. Vorsprechmonologe, die von der (pädagogischen) Fachwelt übersehen / abgelehnt werden, weil sie nicht aus den üblichen Quellen stammen. Sie teilen sich nach meiner Einschätzung auch ohne die hier gelieferte Hinführung auf die eine oder andere Weise mit.</em></p>
<p>Im Drama „Der Pfandleiher“ („The Pawnbroker“), das Sidney Lumet 1964 mit Rod Steiger in der Titelrolle verfilmte, ist die Lösung eines uralten Rätsels versteckt. Der Film gilt als Kostbarkeit, ist aber längst aus dem Blickfeld des Publikums verschwunden – und mit ihm auch der unten wiedergegebene Text.<span id="more-2236"></span><br />
„Der Pfandleiher“ basiert auf dem Roman von Edward Lewis Wallant und schildert das Leben eines zutiefst traumatisierten Holocaust-Überlebenden in Harlem, der bei der Kundschaft für seine herzlosen Geschäftskonditionen gefürchtet ist und sich persönlich jeder Form menschlicher Zuneigung verweigert. Einen gewissen Zugang zu ihm findet immerhin sein strebsamer puertoricanischer Lehrling Jesus Ortiz, den er im Grunde verachtet, aber dessen Wissbegierde ihm schmeichelt.<br />
Eines Tages geschieht das Unvermeidliche: Jesus fragt seinen Meister, wie „dessen Volk“ es immer wieder schafft, so geschäftstüchtig zu sein („How Come You People?“). Nazermann ist verletzt, was man im Laufe seiner Erwiderung auch zunehmend an seinem Tonfall merkt, aber er beantwortet die Frage sehr einleuchtend und erschöpflich. (In der deutschen Fassung wird die Rolle von einem anderen Schauspiel-Giganten übernommen: Paul Edwin Roth.)</p>
<p style="padding-left: 30px;">Heute abend zeig&#8216; ich dir, wie du Geld sparst. Vorher wirst du sicher wissen wollen, wie man es verdient.<br />
Du denkst, es gäbe da ein Geheimnis, ein Rezept, dass man lediglich befolgen müßte, und schon würde sich der Reichtum von ganz allein einstellen. Und du denkst, mein Volk wüßte dieses Rezept.<br />
Ich verstehe, ich verstehe &#8230;<br />
Na gut, ich will dir&#8217;s sagen.<br />
Zunächst beginnst du mit einer Periode von einigen tausend Jahren, in der du nichts hast, nichts anderes hast, als eine Legende mit einem langen Bart.<br />
Nichts, mein Freund – kein Land, das dir gehört, das du bebauen kannst, keinen Jagdgrund, du besitzt nichts!<br />
Du bist nie lange genug an einem Ort, um geografisch zu existieren, um eine Armee aufzubauen. Du hast nichts als dein bißchen Gehirn!<br />
Ein kleines bißchen Gehirn und eine lange, bärtige Legende, um dir einzureden, dass du etwas &#8230; etwas Besonderes bist &#8211; sogar im schlimmsten Elend.<br />
Aber dieses kleine bißchen Gehirn – das ist der eigentliche Schlüssel, nach dem du suchst.<br />
Siehst du, mit diesem bißchen Gehirn gehst du hinaus und kaufst einen Ballen Stoff, und du schneidest den Ballen entzwei und verkaufst ihn für einen Penny mehr als du dafür gezahlt hast. Dann kaufst du einen neuen, noch größeren Ballen und teilst ihn in drei Stücke und hast drei Penny Profit.<br />
Aber, mein Freund, in dieser ganzen Zeit darfst du nicht einmal schwach werden und ein Stück Brot kaufen für deinen Tisch oder ein Spielzeug für dein Kind – o nein!<br />
O nein!<br />
Du mußt sofort hinausrennen und noch einen größeren Ballen besorgen und diesen Fortgang wiederholen, immer und immer wieder!<br />
Bis du plötzlich etwas Eigenartiges bemerkst: du hast jetzt gar kein Interesse mehr, in der Erde zu graben und sie fruchtbar zu machen oder über ein weites Stück Land zu schauen und zu sagen: das gehört mir!<br />
O nein, nein! Es geht so weiter und weiter, dieser Vorgang wird durch die Jahrtausende wiederholt, wieder und immer wieder wiederholt, bis du entdeckst: dein Erbe ist kein bloßer Besitz sondern der Handel! Die Gier! Du bist ein Geschäftsgenie!<br />
Du bist bekannt als Wucherer, als schmutziger Geldverleiher, als Betrüger, als Hexer, als Trödler, als Pfandleiher, als Jidd!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2015/05/20/die-wiedergefundene-textstelle-21-der-pfandleiher-monolog/">Die wiedergefundene Textstelle (21): Der Pfandleiher-Monolog</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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