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		<title>Der phantastische Twist: ein Eselsohr in der Realität</title>
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		<pubDate>Mon, 04 May 2026 18:03:34 +0000</pubDate>
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<p class="wp-block-paragraph">betr.: <strong>Was ist Science Fiction? (2)</strong><br><br><em>Fortsetzung vom 2.5.2026</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bekenne: Ich bin ein Freund des Ein- und Aussortierens. Ich finde nicht, dass man Menschen (etwa Künstler) in Schubladen stecken oder Gattungen gegeneinander ausspielen sollte. Aber Rubriken schaffen Ordnung, ehe man einen Gegenstand genauer untersuchen kann. Und sie geben Orientierung, um den Gegenstand überhaupt zu finden, der zu einem passt und für den man gerade in Stimmung ist. Dabei spielt nicht selten die Frage eine Rolle, wie viel Eskapismus es denn bitte sein darf. Die Einteilung in Genres antwortet auf unsere Schwäche für die Erfüllung der eigenen Erwartung.<br><strong>Dietmar Dath</strong> verwendet in <strong>“Niegeschichte”</strong>, aus der wir in dieser Serie zitieren, übrigens den Begriff “Tropen”, wo ich den Ausdruck “Topoi” (Singular: “Topos” = für ein Genre typischer Ort, typisches Thema) hübscher finde.<br><br>»Ein Genre ist ein Spiel mit selten ausgesprochenen, aber immer mitgemeinten spezifischen Schreib- und Lektüreprotokollen. In jedem Genre arbeiten einzelne Werke thesenförmig gegeneinander – es gibt anarcho-liberale und autoritär-rechte Krimis ebenso wie kapitalismus-kritisch-linksfeministische; es gibt pro-imperialistische Western und anti-imperialistische. Die Requisiten, Tropen, Feldzeichen, Spielmarken und Siegel der SF, die oben gestreift wurden, gehören wie Werwölfe und Vampire beim übernatürlichen Horror oder die Magier und Drachen der Fantasy zu einem Metagenre: der Fantastik.<br>Anders als das, was im Krimi vorkommt, oder das, was im Western vorkommt, kommen und kamen diese Requistiten, Tropen, Feldzeichen, Spielmarken und Siegel zu der Zeit, als die betreffenden Werke geschaffen wurden und werden, nur in der Fantastik vor, nicht auf der Welt. Wenn ich wissen will, was ein Verbrechen im Krimi bedeutet oder ein Cowboy im Western, kann ich mich darauf verlassen, dass sich in Erfahrung bringen lässt, was in ein Verbrechen in den Nachrichten oder in der juristischen Fachliteratur ist, was ein Cowboy in Berufsbeschreibungen oder in historischer Literatur ist. Quellen wie Nachrichten oder Historiografie schöpfen ihre Kenntnisse aus der Erfahrung tatsächlicher Menschen.« Mit herkömmlicher Nachprüfbarkeit kämen wir bei der Fantastik aber ohnehin nicht weiter, weil sie »lauter Sachen und Sachverhalte gestaltet, die sich weder bestätigen noch widerlegen lassen. (…) Es gibt [Stanislaw] <strong>Lem</strong>s <strong>Solaris</strong> und <strong>Edgar Rice Burroughs</strong>’ Mars nicht außerhalb des jeweiligen Textes. (…) Die Rede ist ja von Kunst, und dass da subjektives Erleben zumindest Beachtung verdient, ist keine abwegige Idee.«  <br><br>Na? Wie viel Eskapismus darf’s denn nun sein?<br>Die Art von Geschichten, für die ich praktisch immer in Stimmung bin, sind jene, die mich in einer weitgehend “nachprüfbaren” Welt begrüßen – also im Western oder Krimi, wenn wir bei den genannten Beispielen bleiben – und mich dann ein entscheidendes Stück weit dieser Realität entheben. Ich nenne das den phantastischen Twist, der eine gute Geschichte ausmacht.<br>Fantasy ist mir suspekt, weil die beliebte Reklame “Hier ist alles möglich! Sogar ein Drache könnte jederzeit auftauchen” in Wahrheit doch meistens bedeutet: “Mach dich darauf gefasst, dass früher oder später der unvermeidliche Drache um die Ecke kommt”.<br>Ein Autor der Fantastik, der mir in dieser Sache sehr entgegenkommt, ist ausgerechnet  <strong>H. P. Lovecraft</strong>. Er verpackt seine haarsträubenden Realitätsverstöße stets in eine Rahmenhandlung, die zunächst eine völlig humorlose, sachliche Prosa vortäuscht: Reiseberichte bzw. Landschaftsbeschreibungen, historische Aufarbeitungen, Ereignisprotokolle. Lovecraft bekam dieses Kunststück noch besser hin als sein Vorbild <strong>Edgar Allan Poe</strong>, der es in <strong>“Die Abenteuer des Arthur Gordon Pym aus Nantucket”</strong> genau darauf anlegt. Poes nachfolgender Kollege<strong> Jules Verne</strong> mäkelte, Poe „gibt vor, alles mit physikalischen Gesetzen erklären zu können, die er bei Bedarf erfindet“. Das war als Anklage gedacht, würdigt jedoch eine erzählerische Technik auf, die für die Entstehung der Fantastik (und somit auch der SF) unerlässlich werden sollte.</p>



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		<title>Kultfilm Azubis: Heute ist gestern</title>
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					<description><![CDATA[<p>Heimlich, still und leise haben wir die Schallmauer zu unserer 100. Folge durchbrochen. Allen, die uns zuhören: vielen Dank! Wer Lust hat, eine kleine Umfrage zu unserem Podcast mitzumachen, findet diese in der Beschreibung.Im heutigen Podcast geht es zweimal um &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2026/01/23/zurueck-in-die-zukunft-star-trek-vi-das-unentdeckte-land/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Heimlich, still und leise haben wir die Schallmauer zu unserer 100. Folge durchbrochen. Allen, die uns zuhören: vielen Dank! Wer Lust hat, eine kleine Umfrage zu unserem Podcast mitzumachen, findet diese in der Beschreibung.<br>Im heutigen Podcast geht es zweimal um Science-Fiction, und das ist ja bekanntlich ein Genre, das vor allem von der Gegenwart, von der Realität handelt:<br><br><a href="https://alle42kultfilme.letscast.fm/episode/zurueck-in-die-zukunft-star-trek-vi-das-unentdeckte-land">https://alle42kultfilme.letscast.fm/episode/zurueck-in-die-zukunft-star-trek-vi-das-unentdeckte-land</a><br><br>A) <strong>Zurück in die Zukunft</strong> / <strong>Back To The Future</strong><br>Amerikanische Sci-Fi-Komödie von 1985</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der kauzige Erfinder Doc Brown hat einen DeLorean-Wagen zur Zeitmaschine umgebaut. Als er diese seinem Freund, dem Vorstadt-Teenager Marty McFly, auf dem nächtlichen Rathausmarkt vorführt, wird er von den Terroristen erschossen, denen er den nötigen Treibstoff – das Plutonium – geklaut hat. Marty flieht mit dem Wagen und landet in der einprogrammierten Zeit: im 30 Jahre zurückliegenden 1955. Um seine Rückreise zu organisieren, sucht Marty den jungen Doc Brown im Ort auf. Der erklärt ihm, nur ein Blitzschlag böte genug Energie für dieses Unternehmen. Doch Marty hat noch ganz andere Sorgen: seine Mutter – ein süßer Teenager &#8211; verliebt sich in ihn und droht seinen späteren Vater zu verschmähen. Das würde Martys Existenz nachträglich auslöschen &#8230;<br>Mühelos trägt uns diese federleichte Klamotte über alle Paradoxien des Zeitreise-Sujets hinweg, was nicht zuletzt an den sympathischen Hauptfiguren liegt, die fortan an ihren Darstellern klebten: der ewige Teenager Michael J. Fox und der liebenswerteste Irre, der sich denken lässt: Christopher Lloyd. Eigentlich eine Teenie-Komödie, absorbierte „Back To The Future“ alle Zielgruppen in Reichweite und überzeugte auch folgende Generationen. Die Gewitternacht an der Rathaus-Uhr wurde zu einer der ikonischen Filmszenen schlechthin. Auch die beiden Fortsetzungen sind sehenswert.<br><br>B)<strong> Star Trek VI: Das unentdeckte Land</strong> / <strong>Star Trek VI: The Undiscovered Country</strong><br>Amerikanischer Science-Fiction Film von 1992<br><br>Die Explosion des Mondes Praxis vernichtet die Energieversorgung der Klingonen. Anstatt seine alten Erzfeinde ihrem kläglichen Ende zu überlassen, muss ausgerechnet der pensionsreife Captain Kirk mit seiner Enterprise der klingonischen Delegation unter Kanzler Gorkon und General Chang das diplomatische Geleit geben. Als Gorkon nach einem gemeinsamen Bankett an Bord der Enterprise von Attentätern getötet wird, werden Kirk und Bordarzt Dr. McCoy in einem Schauprozess zu lebenslanger Lagerhaft auf einem vereisten Straf-Asteroiden verurteilt. Mr. Spock muss nun seine Freunde befreien und die wirklichen Mörder finden. Die Zeit ist knapp, denn die die Verschwörer planen bereits das nächste Attentat …<br><br>Die geraden Nummern der Enterprise-Filme mit Captain Kirk &amp; Co sind dufte, die ungeraden sind Gurken, lautet eine alte Weisheit der frühen Nerd-Kultur. In dieser kurzen Glanzliste wird „Star Trek VI“ zuletzt genannt, obwohl die humorvolle, aber niemals alberne Zeichnung der beliebten Charaktere, die Selbstironie der Inszenierung und die Balance, die diese mit den dramatischen Elementen hält, niemals sonst so gut gelungen sind. Die erste Generation des Star-Trek-Universums nimmt mit diesem Film ihren Abschied – spätere Gastauftritte nicht ausgeschlossen.&nbsp;<br><br>Nächste Woche: <strong>Freaks</strong> und <strong>Funny Bones</strong></p>


<p><img decoding="async" src="http://vg01.met.vgwort.de/na/290aadaf3a9d4c14a30e472f3f2aa76d" width="1" height="1" alt=""></p><p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2026/01/23/zurueck-in-die-zukunft-star-trek-vi-das-unentdeckte-land/">Kultfilm Azubis: Heute ist gestern</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<category><![CDATA[Nicholas Evans]]></category>
		<category><![CDATA[Paul Newman]]></category>
		<category><![CDATA[Robert Redford]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zum Tode von Robert Redford Wenn der Tod eines Filmschauspielers so hohen Alters und so weit zurückliegender großer Erfolge ein derart umfassendes und berührendes Echo hat, dann ist das eine Auszeichnung. Hier hat jemand die Herzen der Menschen nicht nur &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2025/09/17/robert-redford/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zum Tode von Robert Redford </strong><br><br>Wenn der Tod eines Filmschauspielers so hohen Alters und so weit zurückliegender großer Erfolge ein derart umfassendes und berührendes Echo hat, dann ist das eine Auszeichnung. Hier hat jemand die Herzen der Menschen nicht nur erobert, sondern behalten. Das ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, wie wichtig Redfords Schönheit in diesem Zusammenhang war &#8211; ein üblicherweise sehr flüchtiger Vorzug. Er ist nicht nur sehr lange ein schöner Mann geblieben, er hat auch sonst einiges bewirkt und vielfach überzeugt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="640" height="435" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2025/09/Pferdefluesterer-Presseinfo-xxi-1.jpg?resize=640%2C435&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-28730" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2025/09/Pferdefluesterer-Presseinfo-xxi-1.jpg?resize=1024%2C696&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2025/09/Pferdefluesterer-Presseinfo-xxi-1.jpg?resize=300%2C204&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2025/09/Pferdefluesterer-Presseinfo-xxi-1.jpg?resize=768%2C522&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2025/09/Pferdefluesterer-Presseinfo-xxi-1.jpg?resize=1536%2C1044&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2025/09/Pferdefluesterer-Presseinfo-xxi-1.jpg?w=1732&amp;ssl=1 1732w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2025/09/Pferdefluesterer-Presseinfo-xxi-1.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Zugegeben: für mich war er nie ein persönlicher Liebling, eher eine aus der Ferne geschätzte Künstlerpersönlichkeit. Ähnlich fühle ich für <strong>Paul Newman</strong>, mit dem gemeinsam Robert Redford wiederum etwas sehr Schönes geschaffen hat: ein männliches Traumpaar. Trotzdem habe ich den verdienten Hymnen noch eine hinzuzufügen, die sonst aus dem Blick geriete: Robert Redford hat den umgangssprachlichen Wortschatz bereichert, das ist kein geringes Verdienst. <strong>Monty Roberts</strong>‘ Bucherfolg<strong> „The Horse Whisperer“ </strong>wurde erst durch Robert Redfords prominente Verfilmung und durch ihren deutschen Titel <strong>„Der Pferdeflüsterer“</strong> zu einem Schlagwort. Daran kann auch ihre skurrile Einordnung der Wikipedia als „Western/Kinderfilm“ nichts ändern.<br>Seither wird geflüstert, was das Zeug hält, besonders, wenn es um Tiere geht &#8211; „Bienenflüsterer“, „Hundeflüsterer“, „Leguanflüsterer“ u. dergl. Aber auch zum Menschen wird ordentlich getuschelt – „Frauenflüsterer“, „Russenflüsterer“, „Ehegattenflüsterer“.<br>Das Suffix „-flüsterer“ ist in der Welt, um ähnlich lange zu bleiben wie Robert Redford. Wenn diese Welt auch ansonsten immer lauter wird.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="640" height="435" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2025/09/Pferdefluesterer-Presseinfo-xxii-1.jpg?resize=640%2C435&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-28731" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2025/09/Pferdefluesterer-Presseinfo-xxii-1.jpg?resize=1024%2C696&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2025/09/Pferdefluesterer-Presseinfo-xxii-1.jpg?resize=300%2C204&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2025/09/Pferdefluesterer-Presseinfo-xxii-1.jpg?resize=768%2C522&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2025/09/Pferdefluesterer-Presseinfo-xxii-1.jpg?resize=1536%2C1044&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2025/09/Pferdefluesterer-Presseinfo-xxii-1.jpg?w=1732&amp;ssl=1 1732w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2025/09/Pferdefluesterer-Presseinfo-xxii-1.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>


<p><img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg01.met.vgwort.de/na/1aee147f2c74402dbce39200d5427ee6" width="1" height="1" alt=""></p><p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2025/09/17/robert-redford/">The Big Whisperer</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Zwei kultige Geburtstagkinder</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Mar 2025 16:37:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[alle 42 kultfilme]]></category>
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		<category><![CDATA[King Kong]]></category>
		<category><![CDATA[King Kong und die weiße Frau]]></category>
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		<category><![CDATA[The Hateful Eight]]></category>
		<category><![CDATA[Torben Sterner]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 86. Jahrestag der Galapremiere des Westerns „Stagecoach“ in der Radio City Music Hall / 92. Jahrestag der New Yorker Premiere des Monsterfilms „King Kong“ Inzwischen weiß ich, dass mein Podcast-Gesprächspartner Torben Sterner „Höllenfahrt nach Santa Fé“ (auch „Ringo“ oder &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2025/03/02/alle-42-kultfilme/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p class="wp-block-paragraph">betr.: 86. Jahrestag der Galapremiere des <strong>Western</strong>s <strong>„Stagecoach“ </strong>in der Radio City Music Hall / 92. Jahrestag der New Yorker Premiere des <strong>Monsterfilm</strong>s <strong>„King Kong“</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Inzwischen weiß ich, dass mein Podcast-Gesprächspartner <strong>Torben Sterner</strong> „Höllenfahrt nach Santa Fé“ (auch „Ringo“ oder „Stagecoach“) von den vier Western in der Liste „Aller 42 Kultfilme“ (von denen zwei ja noch ausstehen) am liebsten mag. Aber tut er das am Ende vielleicht nur, weil er dabei an <strong>„The Hateful 8“</strong> denkt?<br>Das kann letztlich jeder für sich herausfinden.<br>Bei „King Kong und die weiße Frau“ sind wir uns im Wesentlichen einig. Der Unterschied: Torben hält die unnötigen King-Kong-<strong>Godzilla</strong>-Crossovers für grauenvollen Trash. Das stimmt, aber ich weiß, dass es noch viel viel Schlimmeres gibt.<br>Unsere Gespräche zu den heutigen Geburtstagsfilmen stehen hier:<br><br><a href="https://alle42kultfilme.letscast.fm/episode/hoellenfahrt-nach-santa-fe-ringo">https://alle42kultfilme.letscast.fm/episode/hoellenfahrt-nach-santa-fe-ringo</a><br><br><a href="https://alle42kultfilme.letscast.fm/episode/king-kong-und-die-weisse-frau">https://alle42kultfilme.letscast.fm/episode/king-kong-und-die-weisse-frau</a></p>
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		<title>Heute ein König</title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Jan 2025 16:38:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[An American Saga]]></category>
		<category><![CDATA[Badesalz]]></category>
		<category><![CDATA[Brad Pitt]]></category>
		<category><![CDATA[Clint Eastwood]]></category>
		<category><![CDATA[Denzel Washington]]></category>
		<category><![CDATA[Der mit dem Wolf tanzt]]></category>
		<category><![CDATA[Eine amerikanische Sage]]></category>
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		<category><![CDATA[Jack Nicholson]]></category>
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		<category><![CDATA[Leonardo DiCaprio]]></category>
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		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
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		<category><![CDATA[Western]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: TV-Kritik &#8222;Die Kevin Costner Story&#8220; (gestern abend) / &#8222;No Way Out &#8211; Es gibt kein Zurück&#8220; (USA 1987) Hollywood-Insider Steven Gätjen über große Filmstars: „Unfassbar!“ – auf Kabel1 über Brad Pitt„Unfassbar!“ – auf Kabel1 über John Travolta„Uuun-fassbar!“ – auf &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2025/01/19/27170/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p class="wp-block-paragraph">betr.: TV-Kritik <strong>&#8222;Die Kevin Costner Story&#8220; </strong>(gestern abend) / <strong>&#8222;No Way Out &#8211; Es gibt kein Zurück&#8220;</strong> (USA 1987)</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Hollywood-Insider <strong>Steven Gätjen</strong> über große Filmstars:</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">„Unfassbar!“ – auf Kabel1 über <strong>Brad Pitt</strong><br>„Unfassbar!“ – auf Kabel1 über <strong>John Travolta</strong><br>„Uuun-fassbar!“ – auf Kabel1 über <strong>Jack Nicholson</strong><br>„Echt Unfassbar!“ – auf Kabel1 über <strong>Leonardo DiCaprio</strong><br>„Unfassbar!“ – auf Kabel1 über <strong>Kevin Costner</strong><br>„Unfassbar! Uuun-fassbar!“ – auf Kabel1 über <strong>Clint Eastwood</strong><br>„Unfassbar!“ – auf Kabel1 über <strong>Denzel Washington</strong><br>„Unfassbar!“ – auf Kabel1 über <strong>Harrison Ford</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Niemand erwartet von einer aktuellen deutschen Filmstar-Doku ernsthaft irgendwelche Informationen im Wortsinne. Man freut sich auf ein paar 80er-, 90er-Jahre-Ausschnitte aus dem Augenwinkel und sieht im Wesentlichen zwei deutschen Medienschaffenden bei sorgfältig rührseligem Staunen zu: dem professionellen Stars-Tollfinder Steven Gätjen und dem mit gedämpfter Teddybärenstimme in seinen jugendlichen Kinobesuchen schwelgenden <strong>Hannes Jaenicke</strong>, der vom Blockbuster-Kino genausoviel weiß wie ich und du. (Nichts für ungut: ich freue mich immer über Jeanicke, denn sonst würde an seiner Stelle ein Rentner des Comedy-Duos <strong>„Badesalz“ </strong>über Hollywood reden.) Überhaupt scheint die charmante Botschaft des Formats zu sein: Hey, wir sind eure Kumpels! Und als solche wohnen wir natürlich um die Ecke (also um die Ecke von euch, nicht von Los Angeles). Wichtig: wenn Gätjen schnell nochmal im Internet gespickt hat, sagt er nicht einfach: „Dieser Mann hat in seiner Jugend eine Schreinerlehre gemacht!“, er sagt: „Dieser Mann hat <em>glaub’ ich</em> in seiner Jugend eine Schreinerlehre gemacht!“ oder „Dieser Mann hat <em>ja</em> in seiner Jugend eine Schreinerlehre gemacht.“ Das will uns weismachen: ich hab’s nicht etwa eben grade gegoogelt, ich bin von selber drauf gekommen. Aber solche Fußnoten fallen eh nur ganz am Rande ab. Hauptsächlich wird gelobt und gepriesen, und wer in der laufenden Sendung dran ist, ist selbstredend der Allergrößte. Von wegen „Highlander – Es kann nur einen geben“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als ein weiteres volkstümliches Entgegenkommen ist wohl auch Gätjens Reflex zu lesen, allen portraitierten Stars unbequemen, aufmüpfigen Individualismus zu unterstellen. „Der macht immer sein Ding!“, „Der weiß immer, was er will!“, „Der macht keine Kompromisse!“ …<br>Am Rand roter Teppiche mag das ja so aussehen. Aber wer auch nur einen Tag an einem Drehort verbracht hat, der weiß, dass es dort um das Gegenteil von „Ich mach mein Ding!“ geht: Pünktlichkeit, Teamfähigkeit, gute Vorbereitung. Man nennt es Professionalität. Besonders in Hollywood.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihre vornehmste Aufgabe erfüllt die Sendung aber durchaus. Meistens habe ich zwischendurch für wenige Augenblicke Lust, einen der behandelten Filme nochmals anzuschauen. Im Falle der aktuellen Ausgabe von „Die …-Story“ konnte ich mich nach dem Ende sogar noch daran erinnern und zog tatsächlich die betreffende DVD aus dem Schrank. Sie bescherte mir ein Wiedersehen mit dem jungen Kevin Costner, der das Pech hat, dass sein 70. Geburtstag (Anlass der TV-Sendung) ausgerechnet in eine Phase fällt, in der er es gerade mal wieder „allen gezeigt“ hat – allen, nur nicht dem Kinopublikum, denn das ist seinem neuesten Film (dem ersten von vier geplanten Teilen des Mammutwesterns <strong>„Horizon“</strong>) bekanntlich geschlossen ferngeblieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das TV-Portrait betont richtigerweise Costners <strong>Western-Schwerpunkt</strong>. Er liebt dieses Genre, hat seine erste Hauptrolle darin gespielt (<strong>„Silverado“</strong>) und seinen Aufstieg zur bleibenden Kinolegende darin erlebt (<strong>„Der mit dem Wolf tanzt“</strong>). Seine Person wird folglich mit viel weiter Landschaft und Pferdebildern illustriert, wo man zu faul war, etwas zu Leben und Werk aus dem Archiv herauszusuchen bzw. aus dem Internet zu fischen (Es darf ja nicht zuviel Arbeit machen!). Ich, der ich Western leider nicht besonders mag, hatte danach den Wunsch, mit einem Großstadt-Stoff nachzuspülen.<br>Das Wiedersehen mit <strong>„No Way Out – Es gibt kein Zurück“</strong> war aber eher eine Achterbahnfahrt in den Trash als eine Hommage. Dieser „Thriller“ ist bis zur Lächerlichkeit veraltet, dramaturgisch wie situativ unlogisch, und <strong>Gene Hackman</strong> – den ich sehr schätze – leistet sich in einer emotionalen Szene tatsächlichen einen schauspielerischen Totalausfall, den ich nicht ohne Grund so vollständig verdrängt hatte. Wie hatte der german Insider in „Die Kevin Costner Story“ es so hübsch unterschieden: Costner habe <strong>Sean Connery</strong> für den größten Schauspieler gehalten, aber Gene Hackman für den besten. Pikant, pikant …  </p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/60253e3f2311439984ae942b985ba56d" width="1" height="1" alt=""><p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2025/01/19/27170/">Heute ein König</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Nutzloses Wissen über Old Shatterhand</title>
		<link>https://blog.montyarnold.com/2024/12/14/nutzloses-wissen-ueber-der-schatz-am-silbersee/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Dec 2024 23:10:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Filmmusik / Soundtrack]]></category>
		<category><![CDATA["Old Shatterhand"]]></category>
		<category><![CDATA["Singin' In The Rain"]]></category>
		<category><![CDATA["Winnetou"]]></category>
		<category><![CDATA[„Der Schatz im Silbersee“]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Böttcher]]></category>
		<category><![CDATA[Musical]]></category>
		<category><![CDATA[Old Shatterhand Melodie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 62. Jahrestag der Uraufführung von „Der Schatz im Silbersee“ in München Auf die &#8222;Old Shatterhand-Melodie&#8220; von Martin Böttcher lässt sich der Liedtext von &#8222;Singin&#8216; In The Rain&#8220; singen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2024/12/14/nutzloses-wissen-ueber-der-schatz-am-silbersee/">Nutzloses Wissen über Old Shatterhand</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">betr.: 62. Jahrestag der Uraufführung von <strong>„Der Schatz im Silbersee“ </strong>in München<br><br>Auf die <strong>&#8222;Old Shatterhand-Melodie&#8220;</strong> von <strong>Martin Böttcher</strong> lässt sich der Liedtext von <strong>&#8222;Singin&#8216; In The Rain&#8220; </strong>singen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="640" height="522" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2024/12/Old-Shatterhand-sings-in-the-rain.jpg?resize=640%2C522&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-26920" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2024/12/Old-Shatterhand-sings-in-the-rain.jpg?resize=1024%2C835&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2024/12/Old-Shatterhand-sings-in-the-rain.jpg?resize=300%2C245&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2024/12/Old-Shatterhand-sings-in-the-rain.jpg?resize=768%2C626&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2024/12/Old-Shatterhand-sings-in-the-rain.jpg?w=1299&amp;ssl=1 1299w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2024/12/14/nutzloses-wissen-ueber-der-schatz-am-silbersee/">Nutzloses Wissen über Old Shatterhand</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Meckern im Mäusekino: &#8222;Ringo&#8220;</title>
		<link>https://blog.montyarnold.com/2024/08/29/26079/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Aug 2024 15:26:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Filmführer]]></category>
		<category><![CDATA[Filmrätsel]]></category>
		<category><![CDATA[Höllenfahrt nach Santa Fé]]></category>
		<category><![CDATA[John Ford]]></category>
		<category><![CDATA[John Wayne]]></category>
		<category><![CDATA[Rätsel]]></category>
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		<category><![CDATA[Ringo]]></category>
		<category><![CDATA[Stagecoach]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Filmrätsel Die Autoren alter Film-Fachliteratur hatten nicht unsere heutige Möglichkeit, sich jederzeit jeden beliebigen Klassiker nochmals anzuschauen, wenn sie über ihn schreiben wollten. Die so entstandenen Fehler sind zumeist verzeihlich.Und dann gibt es besondere Fälle … Welche drei Fehler macht &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2024/08/29/26079/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2024/08/29/26079/">Meckern im Mäusekino: &#8222;Ringo&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Filmrätsel</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Autoren alter Film-Fachliteratur hatten nicht unsere heutige Möglichkeit, sich jederzeit jeden beliebigen Klassiker nochmals anzuschauen, wenn sie über ihn schreiben wollten. Die so entstandenen Fehler sind zumeist verzeihlich.<br>Und dann gibt es besondere Fälle …</p>



<p class="wp-block-paragraph">Welche drei Fehler macht <strong>Reclam</strong>s <strong>„Filmführer“ </strong>von 1973 in seiner Inhaltsangabe von „Ringo“ (<strong>&#8222;Stagecoach&#8220;</strong>, auch &#8222;Höllenfahrt nach Santa Fé&#8220;)?</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="640" height="459" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2024/09/stagecoach-reclam.jpg?resize=640%2C459&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-26159" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2024/09/stagecoach-reclam.jpg?resize=1024%2C734&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2024/09/stagecoach-reclam.jpg?resize=300%2C215&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2024/09/stagecoach-reclam.jpg?resize=768%2C551&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2024/09/stagecoach-reclam.jpg?w=1476&amp;ssl=1 1476w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2024/09/stagecoach-reclam.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Auflösung folgt</p>
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		<title>Wilder Westen inklusive</title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 May 2024 06:29:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Wiedersehen mit „Westworld“ (USA 1972) war eine milde Enttäuschung. Er ist nicht mehr so wirkungsvoll wie damals, als ich ihn bei seiner Erstausstrahlung in der ZDF-Filmreihe „Der Science-Fiction-Film“ sah. Der Sieg über den schwarz gekleideten Revolverhelden Yul Brunner kam &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2024/05/16/25292/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Das Wiedersehen mit <strong>„Westworld“ (USA 1972)</strong> war eine milde Enttäuschung. Er ist nicht mehr so wirkungsvoll wie damals, als ich ihn bei seiner Erstausstrahlung in der <strong>ZDF</strong>-Filmreihe <strong>„Der Science-Fiction-Film“</strong> sah. Der Sieg über den schwarz gekleideten Revolverhelden Yul Brunner kam mir diesmal verfrüht und fast zu einfach vor. Natürlich konnten vor einem halben Jahrhundert weder Autor / Regisseur <strong>Michael Crichton </strong>noch seine Crew voraussehen, dass <strong>Glenn Close </strong>fünfzehn Jahre später nach ihrem Badewannen-Tod in <strong>„Eine verhängnisvolle Affäre“ </strong>noch einmal aufstehen würde. Dieses Ereignis hat die Gesetze von Dramaturgie und Timing in Hollywood für immer verändert, wenn es um das Ausschalten mörderischer Quälgeister geht.<br>Nun habe ich mir auch „Westworld“, die Serie, angeschaut, und auf einmal finde ich den ollen Film doch wieder ganz nett. </p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="640" height="526" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2024/05/Hopkins_Westworld.jpg?resize=640%2C526&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-25324" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2024/05/Hopkins_Westworld.jpg?w=662&amp;ssl=1 662w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2024/05/Hopkins_Westworld.jpg?resize=300%2C247&amp;ssl=1 300w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Anthony Hopkins hat extra ein Diagramm gemalt, um uns durch diese wirre Storyline hindurchzuleiten. Doch er blufft! (Screenshot aus Folge 6)</em><br><br>Das Remake greift zahlreiche Topoi auf, die sich im letzten halben Jahrhundert im Kino ereignet und zu Klischees verselbständigt haben. Da wären zum Beispiel die verstörenden Flashbacks aus „Total Recall“, die auf andere Realitäten verweisen; das versteckte Regiezentrum über der Kunstwelt aus „The Truman Show“, dessen Leiter Ed Harris in der Serie den Part von Yul Brunner übernimmt; die alles dominierende Wunsch- und Wahnvorstellung, unbedingt „sich selbst finden“ und „ein Mensch sein zu wollen“, die seit „Arielle die Meerjungfrau“ zum grundierenden Brummton sämtlicher Disney-Filme gehört und die von dort aus den gesamten US-Mainstream überwuchert hat; der etwas rührselige Gründer und Parkdirektor, dem sein Werk außer Kontrolle gerät, aus „Jurassic Park“ (ebenfalls von Crichton), hier gespielt vom Super-Stargast Anthony Hopkins.<br>Und noch vieles andere ist zumindest den älteren Semestern vertraut: die immer wieder von vorne beginnenden Alltags-Szenen aus „Und täglich grüßt das Murmeltier“; die Replikanten (hier „Hosts“), denen unangenehm aufgeht, dass sie Replikanten sind, aus „Blade Runner“; die dräuende Erkenntnis, in einer ausgedachten Welt zu leben, aus „Matrix“ &#8230; Auch in puncto Body-Horror nutzt die Serie den Stand der Erkenntnisse voll aus und zitiert etwa den Zusammenbau der Borg-Königin aus <strong>„Star Trek – Der erste Kontakt“</strong>.<br>Eine Szene, die offenherzig auf Früheres anspielt, ereignet sich, als Bernard (Jeffrey Wright) etwas im Keller sucht, wo Artefakte aus den Gründerjahren verwahrt werden. Schemenhaft erhascht man hinter ihm im Schatten einen Blick auf den Revolverhelden aus den Kinofilmen – verstaubt und unbeweglich. Es ist ein rarer Augenblick feinen Humors.<br><br>Was hat die Serie ihrem Vorläufer sonst voraus, worin unterscheidet sich WW2 von WW1?<br>Während WW1 immer Science-Fiction bleibt, nutzt WW2 die längere Spielzeit, um immer wieder konsequent ins Western-Genre zu wechseln.<br>In WW2 wird uns mehrmals erklärt, dass diese Freizeit-Anlage für „reiche Arschlöcher“ gebaut wurde, „die nichts anderes wollen als töten und ficken“, die Macher von WW1 erlaubten dem Betrachter, solche Schlüsse selbst zu ziehen.<br>In WW1 ist das Morden Männersache, in WW2 gibt es Revolverheld*innen, Killer*innen, Desperad*innen und Macho*innen.<br>In WW1 treffen wir Charaktere, die einfach böse sind. In WW2 hat jede/r Böse (sogar die Androiden) auch einen Grund für sein / ihr Bösesein: ein Trauma, eine Depression, ein Burnout, verschüttete Erinnerungen an die eigene Ermordung etc. – und erklärt das früher oder später in aller Ausführlichkeit.<br>Die Musik in WW1 stammt (wie auch in der Fortsetzung „Futureworld“) von Fred Karlin, einem begnadeten Handwerker. In WW2 hören wir die aus anderen Serien sattsam bekannten Klangbetten und Dreivierteltakt-Vamps aus dem Baukasten von Ramin Djawadi &#8211; der das musikalische Idiom des Western völlig ignoriert. Jede Melodie, die diese Bezeichnung überhaupt verdient, ist ein Zitat aus Pop oder Klassik.<br>Gemäß den heutigen Gepflogenheiten in der Berliner Synchronbranche, haben einige der männlichen Sprecher einen S-Fehler. In den 70er Jahren hätte man sie höflich nach Hause geschickt.<br>Während WW1 einfach nur unterhalten wollte, gibt uns WW2 immer wieder Stichworte, die ganze Geschichte als Zivilisationskritik zu lesen. Diese unterbrechen eine spätestens ab Folge 6 restlos konfuse Gewalt-Orgie, in der mehr Leichen produziert werden als in allen Weltuntergangsfilmen zusammen. (Jaja, schon klar, es sind ja fast alles Automaten …)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Dialoge in WW2 sind tödlicher als jede Gewehrkugel: „Ich kenn das Lied, das du pfeifst, wenn du zum Pissen gehst!“ &#8211; „Die Hölle ist entvölkert! Die Teufel sind alle hier!“ &#8211; „Der einzige Nachteil bei den sieben Todsünden ist, dass es nur sieben sind.“ &#8211; „Neben dieser Storyline wirkt Hieronymus Bosch wie ein Kinderbuch-Illustrator.“ &#8211; „Du hast meine Frau getötet! Du hast meinen Stammbaum ganz schön gestutzt!“ … All das ist wird mit dem heiligen Ernst echter Männer und Mannweiber vorgetragen. Die gelegentlichen Anflüge von Ironie klingen dann so: „Glaubst du an das Schicksal?“ &#8211; „Wenn das Miststück existiert, würd’ ich ihm jetzt gerne in die Fresse hauen!“<br>Einmal sagt die bitterböse Charlotte einen Satz, der sich an die Macher von „Westworld“ selbst richtet: „Die meisten Gäste wären mit etwas weniger Überladenem auch zufrieden.“<br>Was heißt hier „auch“?</p>


<p><img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg06.met.vgwort.de/na/774992cb031a40808ab106f15ddc5da5" alt="" width="1" height="1" /></p><p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2024/05/16/25292/">Wilder Westen inklusive</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Tierhaargespräche</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Aug 2020 18:21:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Cartoon (eigene Arbeiten)]]></category>
		<category><![CDATA[Monty Arnold Cartoon]]></category>
		<category><![CDATA[Western]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>geführt von Monty Arnold</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>geführt von Monty Arnold</p>


<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="640" height="350" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/08/Tal-des-Todes_rm.jpg?resize=640%2C350&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-16518" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/08/Tal-des-Todes_rm.jpg?resize=1024%2C560&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/08/Tal-des-Todes_rm.jpg?resize=300%2C164&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/08/Tal-des-Todes_rm.jpg?resize=768%2C420&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/08/Tal-des-Todes_rm.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>
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		<title>Doris Day Revisited</title>
		<link>https://blog.montyarnold.com/2020/04/03/doris-day-revisited/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Apr 2020 14:13:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
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		<category><![CDATA[Metropolis Kino Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Retrospektive]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller-Romanze]]></category>
		<category><![CDATA[Western]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 98. Geburtstag von Doris Day Hier kommt wieder ein Gastbeitrag mit bestem Dank an den Verfasser Jens Wawrczeck, der seinem Publikum als literarischer Hitchcock-Historiker und einem noch breiteren als Hörspieldetektiv bekannt ist. Aus Anlass des Todes von Doris Day &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2020/04/03/doris-day-revisited/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: 98. Geburtstag von <strong>Doris Day</strong></p>
<p><em>Hier kommt wieder ein Gastbeitrag mit bestem Dank an den Verfasser <strong>Jens Wawrczeck</strong>, der seinem Publikum als literarischer Hitchcock-Historiker und einem noch breiteren als Hörspieldetektiv bekannt ist.<br />
Aus Anlass des Todes von Doris Day im vorigen Jahr stellte er für das und mithilfe des Hamburger Programmkinos <strong>„Metropolis“</strong> eine Retrospektive zusammen, die er auch präsentierte und die immerhin die Hälfte ihres Filmschaffens umfasste.<br />
Wer diese Reihe versäumt und die Programmhefte nicht aufbewahrt hat, kann diesen Text als fortlaufendes Feuilleton zu dieser wunderbaren Entertainerin lesen. Ein besonderes Aha bereitete mir der Eintrag zu „Ein Hauch von Herz“, der sowohl für Doris Day als auch für ihren Partner der größte kommerzielle Erfolg gewesen ist (wer hätte das gedacht?) und der das unzutreffende Bild von dieser Künstlerin („Frau Saubermann“ ….) hierzulande geprägt hat.</em></p>
<p><strong>Die Doris-Day-Retrospektive im Metropolis Kino Hamburg<br />
</strong><strong>Juli – August 2019<br />
</strong>von Jens Wawrczeck<br />
<strong><em>________________________</em></strong></p>
<p>Vielleicht war es diese Mischung aus Optimismus und Melancholie, aus Stärke und Verletzbarkeit, die in ihrem Timbre hörbar, in ihrem Spiel spürbar ist, der Doris Day ihren Aufstieg zur erfolgreichsten Schauspielerin und Sängerin der 50er und 60er Jahre zu verdanken hatte. Doris Day, die neben vielen anderen Ehrungen eine Oscar-Nominierung und den Grammy Award für ihr Lebenswerk erhielt, hat die Regeln der Traumfabrik immer lächelnd ignoriert. Zur Strafe dafür verliehen ihr die Damen und Herren der Presse mehrfach den »Sour Apple Award«. Der Vorwurf der Biederkeit, der ihr angehängt wurde, ist inzwischen durch eine neue Würdigung ihres Könnens und ihrer Vielseitigkeit ad absurdum geführt worden. Man betrachte nur die Reihe der berufstätigen, selbstbestimmten Frauen, die Doris Day in ihren 49 Filmen verkörpert hat. Die feministische Filmjournalistin<strong> Molly Haskell</strong> bringt es auf den Punkt: &#8222;Doris Day ist die verkannteste Schauspielerin Hollywoods.&#8220; <span id="more-14266"></span></p>
<p><strong>Romance On The High Seas</strong></p>
<p>Mit der quietschbunten Verwechslungskomödie „<em>Zaubernächte in Rio“ </em>stellt Warner Brothers seine Neuentdeckung Doris Day erstmals einem breiten Publikum vor. Ihre Sommersprossen mit schwerem Make Up überdeckt und nicht immer vorteilhaft gekleidet, ist der  zukünftige Star schwerlich zu erkennen. Doch sobald Doris Day anfängt zu singen (der Song „It’s Magic“ wird einer ihrer größten Hits), geschieht das Erstaunliche: inmitten all der Künstlichkeit gelingt es ihr echtes, pures Gefühl zu vermitteln, der Himmel öffnet sich und A Star Is Born!</p>
<p><strong>It&#8217;s a great feeling</strong></p>
<p>In „<em>Ein tolles Gefühl“,</em> mit dem sich Hollywood gleichzeitig feiert und auf den Arm nimmt, geben sich einige der größten Warner Brothers Stars die Klinke in die Hand: Gary Cooper, Joan Crawford, Errol Flynn &#8211; sie alle sind hier in Cameos zu sehen. Und mittendrin Doris Day als Unschuld vom Lande, die von der großen Filmkarriere träumt. Komponist Jule Styne wird für den Oscar nominiert, und Days zärtliche Interpretation des Songs „Blame My Absent Minded Heart“ entschädigt für einiges. Jazzkritiker Gary Giddins: „She was the coolest and sexiest female singer of slow ballads in film history.“</p>
<p><strong>Lullaby Of Broadway*</strong></p>
<p>In ihrem achten Film „<em>Das Wiegenlied vom Broadway</em>“ reist Doris Day als junge Schauspielerin nach New York, um ihre Mutter, einen großen Broadwaystar (Gladys George), zu überraschen. Ohne freilich zu ahnen, dass diese inzwischen in Nachtclubs auftritt und trinkt. Man könnte den Film als Massenware abtun, gäbe es da nicht Gene Nelsons Tanzeinlagen, Days Gesang und die Begegnung mit ihrer Mutter, die zu einer ungewöhnlich berührenden Szene gelingt. Die Choreographie zum Titelsong ist eine der schwierigsten, die Doris Day je zu bewältigen hatte. Doch auch das meistert sie &#8211; scheinbar- mühelos.</p>
<p><strong>Tea For Two</strong></p>
<p>Das Musical „<em>Bezaubernde Frau“</em> ignoriert seine Bühnenvorlage („No No, Nanette“ von 1925) fast völlig und schert sich wenig um inhaltliche oder psychologische Glaubwürdigkeit. Dafür bietet es die bewährte Mischung aus Humor, Sentiment, Musik und Tanz &#8211; wenn auch nicht immer auf dem Niveau, wie man es Doris Day wünscht. Als Nanette träumt sie diesmal von der großen Broadwaykarriere. Unterstützt wird sie dabei von Gene Nelson, ihrem anspruchsvollsten Tanzpartner, und Gordon MacRae, einem der besten Musicalbaritone der 50er Jahre. Eve Arden als Doris Days schlagfertige Sekretärin ist eine Wonne.</p>
<p><strong>I&#8217;ll See You In My Dreams</strong></p>
<p><em>„In all meinen Träumen bist du“</em>, das Biopic über das Leben des Komponisten Gus Kahn, bleibt ein unentdecktes Juwel unter den Filmmusicals der 50er Jahre und ist vielleicht der gelungenste der insgesamt 17 Filme, die Doris Day für Warner Brothers zwischen 1948 &#8211; 1954 dreht. Casablanca-Regisseur Michael Curtiz (es ist seine vierte Zusammenarbeit mit Day) gibt seinen Darstellern den nötigen Raum, glaubwürdig und wahrhaftig zu sein. Danny Thomas und Doris Day sind ein ungewöhnliches, aber überzeugendes Ehepaar und die wunderschön inszenierte „Pretty Baby“ Sequenz ist einer der Höhepunkte des Films.</p>
<p><strong>Calamity Jane</strong></p>
<p>Selten hat sich eine Schauspielerin so unerschrocken über Theken und auf Pferderücken geschwungen wie Doris Day in „<em>Schwere Colts in zarter Hand“</em>. Warner Brothers‘ Antwort auf Irving Berlins „Annie Get Your Gun“ beschert der Day eine ihrer populärsten Rollen, eine Reihe zündender Melodien und einen oscarprämierten Song. Ihre überbordende Darstellung des coltschwingenden Cowgirls macht sie zur Ikone der weiblichen <em>gay community</em>. Filmgeschichte soll die Szene schreiben, in der Doris Day auf alle Clownereien verzichtet und singend bekennt: „My Secret Love Is No Secret Anymore“.</p>
<p><strong>Love Me Or Leave Me</strong><strong> </strong></p>
<p><em>„Tyrannische Liebe“ </em>ist Doris Days erster Film für MGM und wirkt auf ihre Karriere wie ein Befreiungsschlag. Ihre Darstellung der Sängerin Ruth Etting gilt auch heute noch als eine ihrer besten Leistungen und überrascht Presse und Publikum gleichermaßen. So sinnlich, so komplex, so tough hatte sich Warner Brothers blonden Sonnenschein bisher nicht gezeigt. James Cagney spricht voller Bewunderung von seiner Partnerin und meint, Doris Day habe das Zeug zur großen Charakterdarstellerin. Das Soundtrack-Album landet auf Platz 1 der US Charts.</p>
<p><strong>The Man Who Knew Too Much</strong></p>
<p>Alfred Hitchcock, der <em>Master of Suspense</em>, ist auf der Höhe seines Könnens und seiner Popularität, als er 1956 das Remake seines Klassikers <em>„</em><em>The Man Who Knew Too Much“</em> in die Kinos bringt. Mit James Stewart und Doris Day findet er die perfekte Besetzung für das vermeintliche Durchschnittsehepaar, dessen Sohn gekidnappt wird. Doch Stewart und Day erweisen sich in diesem cineastischen Tortenstück als überaus doppelbödig, Day zeigt hier einer ihrer besten Leistungen. Der oscarprämierte Song »Que séra, séra« wird ihr Markenzeichen und die brillant inszenierte Royal-Albert-Hall-Sequenz ist legendär.</p>
<p><strong>Julie**</strong></p>
<p><em>„Mord in den Wolken“  </em>ist Doris Days Ausflug in das Film-Noir-Genre, ein düsteres, pessimistisches Schwarzweiß-Melodram vor der Kulisse Kaliforniens, ein halsbrecherischer Balanceakt zwischen A- und B-Picture. Bis zum hochdramatischen Finale, in dem Stewardess Doris auf der Flucht vor ihrem krankhaft eifersüchtigen Ehemann eine Passagiermaschine landen muss, bleibt so manche Logik auf der Strecke, aber die Handlung und Days hundertprozentiger Einsatz halten den Zuschauer in Atem. Das Drehbuch von Regisseur Andrew L. Stone und der von Day gesungene Titelsong wurden für den Oscar nominiert.</p>
<p><strong>The Pajama Game</strong></p>
<p>Doris Day hatte nicht oft das Glück, mit wirklich großen Regisseuren zusammenzuarbeiten, aber Stanley Donen („Singin&#8216; In The Rain“) war einer davon. <em>„Picknick im Pyjama“ </em>wird eines der besten Musicals der 50er Jahre, ein cleverer Mix aus Romanze, Sozialkritik und Humor. Bob Fosses Choreographie ist innovativ und peppig, die Songs von Richard Adler und Jerry Ross frisch und unverbraucht. Donen übernimmt weitgehend die Original-Broadwaybesetzung, doch die weibliche Hauptrolle geht an Doris Day. Ein Glücksgriff: Als Gewerkschafterin einer Pyjamafabrik ist sie schlichtweg hinreißend.</p>
<p><strong>Teacher&#8217;s Pet</strong></p>
<p>Die im New Yorker Zeitungsmilieu angesiedelte Komödie <em>„Reporter der Liebe“</em> spielt auf intelligente Weise mit der Frage nach Verantwortung und Ethos im Journalismus. Doris Days  idealistische  Journalismusdozentin hat in Clark Gables hartgesottenem Reporter (Gig Young ist der zweite Mann im Bunde) einen mehr als ebenbürtigen Partner. Der Titelsong wird einer von Doris Days größten Hits, Fay und Michael Kanin werden für ihr Drehbuch mit dem Writers Guild Of America Award ausgezeichnet und für den Oscar nominiert. Wenige Jahre zuvor standen sie bei McCarthy noch auf der Schwarzen Liste.</p>
<p><strong>It Happened To Jane</strong></p>
<p>Ganz im Geiste der Frank-Capra-Klassiker der 30er Jahre, zieht hier Doris Day als Hummernzüchterin Jane in den Kampf gegen Korruption und Machtgier (Ernie Kovacs als zigarrepaffender Eisenbahnmogul). Ihr zur Seite steht Jack Lemmon, der sich als ein ausgesprochen sympathischer Partner erweist. Wenn man beobachtet, wie entspannt und selbstverständlich die beiden miteinander spielen, ist es bedauerlich, dass Richard Quines „<em>Mit mir nicht, meine Herren“  </em>ihre einzige gemeinsame Arbeit blieb. Lemmon äußerte später, dass er mit keiner Schauspielerin so gern gearbeitet hätte, wie mit Doris Day.</p>
<p><strong>Pillow Talk</strong></p>
<p>„Bettgeflüster“ macht Doris Day zur Stilikone und katapultiert sie auf der Liste der weltweit beliebtesten Filmschauspielerinnen auf Platz 1. Der Film beschert ihr  eine Oscarnominierung und für Jahre die Gunst des Kinopublikums. Außerdem stellt man ihr hier zwei Partner zur Seite, mit denen sie drei ihrer erfolgreichsten Filme drehen wird: Rock Hudson und Tony Randall. Das Drehbuch von Stanley Shapiro und Maurice Richlin wird mit dem Oscar ausgezeichnet, und die großartige Thelma Ritter als Days trinkfeste Haushälterin ebenfalls nominiert. Eine Sternstunde der <em>sophisticated sex comedy</em>!</p>
<p><strong>Please Don&#8217;t Eat The Daisies</strong></p>
<p>Charles Walters („Easter Parade“) gehörte neben George Cukor zu Hollywoods großen Frauenregisseuren. Judy Garland, Ginger Rogers, Grace Kelly: Sie alle spielten gelöster und entspannter unter seiner Regie. Auch Doris Day blüht in den zwei Filmen, die sie mit Walters drehte, merklich auf. „<em>Meisterschaft im Seitensprung“</em> basiert auf dem gleichnamigen, autobiografisch gefärbten Bestseller von Jean Kerr, Ehefrau des gefürchteten Theaterkritikers Walter Kerr. Eine charmante, mit Seitenhieben auf die Theaterwelt gespickte Komödie, die von 1965 bis 1967 als Fernsehserie weitergesponnen wurde.</p>
<p><strong>Midnight Lace</strong></p>
<p>Einen weiteren Abstecher ins dramatische Fach unternimmt Doris Day in David Millers Hochglanzthriller „<em>Mitternachtsspitzen“</em>. Als vernachlässigte Ehefrau von Rex Harrison droht ihr die mysteriöse Stimme eines unsichtbaren Unbekannten, sie innerhalb eines Monats zu ermorden. Keiner der illustren Nebendarsteller — weder Myrna Loy noch Herbert Marshall oder John Gavin — scheint ihr zu glauben. Während der Dreharbeiten erlitt Doris Day einen Nervenzusammenbruch und beschloss, zukünftig nur noch in Komödien aufzutreten. Sie wurde für den Golden Globe nominiert und Kostümbildnerin Irene für den Oscar.</p>
<p><strong>Lover Come Back</strong></p>
<p>In „<em>Ein Pyjama für zwei“</em>, der zweiten Zusammenarbeit des Day/Hudson/Randall-Trios, ist wieder einmal augenfällig, wie wenig das Heimchen-am-Herd-Image Days Leinwandfiguren gerecht wird. Als Carol Templeton leitet sie eine Werbeagentur und zieht unerschrocken gegen die üblen Geschäftsmethoden ihres männlichen Konkurrenten (Hudson) in den Kampf. Als sie entdeckt, dass sich dieser als Wolf im Schafspelz in ihr Vertrauen (und Schlafzimmer) schleicht, ist ihre Rache süß. Eine als <em>romantic comedy</em> getarnte, äußerst witzige Satire auf die Werbebranche. Der beste der Day-Hudson Filme.</p>
<p><strong>That Touch Of Mink</strong></p>
<p>Doris Day und Cary Grant, zwei der kassenträchtigsten Stars ihrer Zeit, in der erfolgreichsten Komödie von 1962. Tatsächlich ist „<em>Ein Hauch von Nerz“</em> der einzige Film, in dem Day — mit großem komödiantischen Können — die Rolle verkörpert, auf die sie später gern reduziert wird: die angespannte junge Frau, die ihre Jungfräulichkeit verteidigt. Der Film gewann den Golden Globe als beste Komödie und sowohl Grant als auch Day wurden mit dem Laurel Award ausgezeichnet.</p>
<p><strong>Billy Rose&#8217;s Jumbo</strong></p>
<p>Es bleibt ein Rätsel, warum eine hochkarätige Sängerin wie Doris Day auf dem Höhepunkt ihrer Karriere (1962 ist sie die erfolgreichste Schauspielerin der Welt) so selten Gelegenheit bekam, ihr Können unter Beweis zu stellen. Doch in „<em>Spiel mit mir“ </em>darf sie einige der besten Songs aus dem <em>Great American Songbook</em> zum Besten geben. In der Inszenierung von Musical-Experte Charles Walters ist <em>„Billy Rose’s Jumbo“</em> ein farbenprächtiger Bilderbogen und eine Hommage an die Welt des Zirkus. Doris teilt die Manege mit Jimmy Durante, Martha Raye und Stephen Boyd.</p>
<p><strong>Move Over Darling</strong></p>
<p>Ein Film mit Vergangenheit. Ursprünglich sollten Marilyn Monroe und Dean Martin das Remake der 40er-Jahre-Komödie „My Favorite Wife“ unter dem Titel „Something’s Got To Give“ spielen. Jedoch ließen Monroes Unzuverlässigkeit und ihr früher Tod 20th Century Fox das Projekt auf Eis legen, bevor es mit Doris Day und James Garner als Slapstick-Spaß unter dem Titel <em>„Eine zuviel im Bett“</em> wiederbelebt und ein Kassenschlager wird. Der Titelsong, geschrieben von Day-Sohn Terry Melcher und von Day gesungen, stürmt die Charts und sorgt in England wegen des anzüglichen Textes für Nervosität.</p>
<p><strong>Do Not Disturb </strong></p>
<p><em>„Bitte nicht stören!“</em> ist Rod Taylors Debüt als würdiger und fähiger Nachfolger von Rock Hudson und James Garner. Allerdings hätte man ihm für diese harmlose Ehekomödie eine inspiriertere Regie gewünscht. Der Startschuss für die Kombination Day/Taylor fällt somit etwas müde aus. Aber auch hier stürzt sich Doris mit gewohnter Energie ins vorhersehbare Geschehen: Sie singt den Titelsong, dreht in ihrer großen Betrunkenenszene mächtig auf und ist in den Outfits von Ray Aghayan ein echter Hingucker. Wie ein Kritiker 1965 so treffend bemerkte: Day und Taylor »both look allright«.</p>
<p><strong>The Glass Bottom Boat</strong></p>
<p><em>„Spion in Spitzenhöschen“</em> ist ein hanebüchener, äußerst witziger Unfug und thematisiert die ewige Angst der Amerikaner vor dem Kommunismus. In Doris Day findet Regisseur Frank Tashlin die Schauspielerin, die seinen Anforderungen mehr als gerecht wird: Sie versteht sich nicht nur auf virtuose Clownereien, beherrscht das Timing und fügt sich mühelos in Tashlins comichafte Ästhetik. In ihrem zweiten Film mit Partner Rod Taylor ist sie außerdem modern und sexy. Höhepunkte: die Slapstickszene zwischen Day und Comedian Dom DeLuise und Days selbstironische und unerwartete Version von »Que séra, séra«.</p>
<p><strong>Caprice</strong></p>
<p><em>„Caprice“</em>, Doris Days zweiter Film unter der Regie von Frank Tashlin, ist eine schräge Satire auf die James-Bond-Welle der 1960er Jahre. Als »Spion, der aus der kalten Sprühdose kam« ist Doris auf der Jagd nach der Geheimformel für ein wasserabweisendes Haarspray und beginnt eine Affäre mit Doppelagent Richard Harris. Tashlin schickt Day durch absurd-komische Situationen, in denen der Star allerlei Slapstick und eine Reihe exzentrischer Kostüme des iranischen Designers Ray Aghayan präsentieren kann. Ein spannender Blödsinn, poppig und unbedingt kultverdächtig.</p>
<p><strong>With Six You Get Eggroll</strong></p>
<p>Nicht einmal Doris Day ahnt, dass <em>„Der Mann in Mammis Bett“ </em> ihr Schwanengesang auf der Kinoleinwand sein wird. Rückblickend umso bedauerlicher, da diese sanfte Familienkomödie um Generationskonflikte und späte Liebe für die Schauspielerin einen vielversprechenden Wechsel in ein neues Rollenfach markiert. Als Witwe und Mutter von drei Söhnen, die noch einmal alles wagt und ihren ebenfalls verwitweten Nachbarn (Brian Keith) heiratet, zeigt sich Doris Day als reife Charakterkomödiantin und ist berührend und echt. Ein würdiger, wenn auch wehmütiger Abschluss einer großen Karriere.<br />
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* Siehe dazu auch <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/07/07/das-wiegenlied-vom-broadway/">https://blog.montyarnold.com/2019/07/07/das-wiegenlied-vom-broadway/<br />
</a>** Siehe dazu auch <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/08/13/midnight-on-the-cliffs/">https://blog.montyarnold.com/2019/08/13/midnight-on-the-cliffs/</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2020/04/03/doris-day-revisited/">Doris Day Revisited</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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