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	<title>BR-KLASSIK Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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		<title>Eine Wagenladung Abschied</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Jul 2022 21:38:37 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: die Radiomoderatoren Matthias Keller (BR-Klassik) und Jürgen Liebing (Deutschlandfunk Kultur) gehen in den Ruhestand Vor vielen Jahren hatte ich das Vergnügen, eine Filmmusik-Reihe auf dem NDR gestalten zu dürfen. Als der Tag der letzten Ausgabe gekommen war, war mein &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2022/07/04/21015/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p class="wp-block-paragraph">betr.: die Radiomoderatoren <strong>Matthias Keller</strong> (<strong>BR-Klassik</strong>) und <strong>Jürgen Liebing</strong> (<strong>Deutschlandfunk Kultur</strong>) gehen in den Ruhestand<br><br>Vor vielen Jahren hatte ich das Vergnügen, eine Filmmusik-Reihe auf dem NDR gestalten zu dürfen. Als der Tag der letzten Ausgabe gekommen war, war mein Redakteur unerbittlich: ich durfte meine Dernière bekanntgeben und mich von meinen Hörern verabschieden, aber mehr nicht. Das fand ich damals etwas kleinlich. Spät ereilt mich die Einsicht: nach dem Radioprogramm vom Sonntag bin ich anderer Meinung &#8211; die beiden Herren, die sich da zurückgezogen haben, waren natürlich deutlich länger am Werk als ich.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" width="640" height="359" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2022/08/kELLERS-LETZTE-sENDUNG_dd1bcdd2-da2e-419f-a428-3faebf50aee-100__h-558_v-img__16__9__xl_w-994_-e1d284d92729d9396a907e303225e0f2d9fa53b4.jpg?resize=640%2C359&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-21197" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2022/08/kELLERS-LETZTE-sENDUNG_dd1bcdd2-da2e-419f-a428-3faebf50aee-100__h-558_v-img__16__9__xl_w-994_-e1d284d92729d9396a907e303225e0f2d9fa53b4.jpg?w=994&amp;ssl=1 994w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2022/08/kELLERS-LETZTE-sENDUNG_dd1bcdd2-da2e-419f-a428-3faebf50aee-100__h-558_v-img__16__9__xl_w-994_-e1d284d92729d9396a907e303225e0f2d9fa53b4.jpg?resize=300%2C168&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2022/08/kELLERS-LETZTE-sENDUNG_dd1bcdd2-da2e-419f-a428-3faebf50aee-100__h-558_v-img__16__9__xl_w-994_-e1d284d92729d9396a907e303225e0f2d9fa53b4.jpg?resize=768%2C431&amp;ssl=1 768w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption>Matthias Keller feiert vor &#8230; (Bild: BR)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Solche Rückzüge tun mir immer ein bisschen weh. Auch wenn ich einer scheidenden Radiostimme ambivalent gegenüberstand, geht doch jedesmal ein klein wenig von der alten Tugend flöten, die das öffentlich-rechtliche Radio noch immer auszeichnet.<br>Um Jürgen Liebing, der auf dem tiefnächtlichen Sendeplatz<strong> „Chansons und Balladen“</strong> alle vier Wochen auf Sendung war, tut es mir auch deshalb leid, weil er den Begriff „Chanson“ in der rotierenden Moderatorenrunde ganz besonders ernst genommen hat &#8211; wenn mir auch seine Auswahl stets zu einseitig war (er spielte vor allem Musik aus der zweiten deutschen Chanson-Blütezeit der 70er Jahre und streute hie und da etwas Französisches ein). Die übrigen für mich noch empfangbaren einschlägigen Formate kümmern sich entweder nur um die aktuelle deutsche Szene oder spielen schlichtweg angelsächsischen Pop (also „… und Balladen“).<br>Liebing erleichterte mir seinen Abgang, durch die selbst für seine Verhältnisse überbrodelnde Rührseligkeit. Dabei störte mich weder das Thema seiner Musikauswahl (&#8222;Abschied&#8220;) noch die gelegentlichen „persönlichen Anmerkungen“, sondern dass er zwei Stunden lang von nichts anderem redete als dass nun sein letztes Radiostündlein geschlagen habe. (Mir fiel bei dieser Gelegenheit auf, dass er all die Jahre immer so geklungen hat &#8230;) Wie reich uns seine Nachfolge mit dieser Musikfarbe versorgen wird hat, wird sich zeigen.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie und mit wem es nach dem Ausscheiden von Matthias Keller weitergehen wird, wissen wir. Der Mitbegründer der Filmmusiksendung <strong>“BR-Klassik Cinema – Kino für die Ohren“ </strong>nannte seine Ausgabe am Sonntagabend gleich „Kellers letzte Sendung“ und prahlte diesmal ganz offen mit dem, was er sonst nur nebenbei überdeutlich einstreut: mit der innigen persönlichen Nähe, die er zu den Komponisten der Filmkunst gepflegt hat. Wenn man ihm eine Weile zuhörte, konnte man den Eindruck haben, er sei der Guru der gesamten Branche. Das finde ich schon deshalb so unbehaglich, weil in dieser Sendung (die keine ausschließlich aktuelle Ausrichtung hat) generell so getan wird, als sei Zeitgenossenschaft ein Qualitätskriterium. Gut ein Drittel der gespielten Musik entfällt ohnehin auf das Haupt- und Spätwerk von John Williams und den erst kürzlich verstorbenen Ennio Morricone.<br>Anstatt seine liebevoll geförderten Nachfolger einfach in die Sendung einzuladen, tat Keller so, als wären sie spontan hereingeplatzt, um ihn nochmal ordentlich hochleben zu lassen. Bei diesem Geplauder hörte ich zum ersten mal die natürlichen Stimmen von Ben Alber und Antonia Goldhammer, die sonst vom Blatt moderieren und dann ein einstudiertes Johanniskraut-Tremolo zur Schau stellen, das unentwegt nach Reklame klingt. Die noch am wenigsten Glücksbärchi-hafte Stimme dieses Trios ist nun verstummt.<br><br>Nachtrag:<br>Die nächste Sendung eröffnete Frau Goldhammer mit den Worten: &#8222;Es ist die Cinema-Sendung Nr. 1 in der Zeitrechnung nach Matthias Keller!&#8220;. Man wolle sich aber seiner auch weiterhin würdig erweisen &#8230;<br><br>Nachtrag 2:<br>Eine Woche später ist Herr Alber wieder dran. Er beschreibt in einer Moderation &#8222;düstere Hornklänge, etwas im Klang heruntergedimmt, damit sie dunkler klingen!&#8220; &#8211; Nanana! Das ist definitiv nicht der Sound von Matthias Keller, sondern der eigentlich unnachahmliche Stil von Vincent Neumann, dem Chef-Filmmusik-Beauftragten von Deutschlandfunk Kultur. </p>


<p><img decoding="async" src="http://vg09.met.vgwort.de/na/78dab24b6fa24e09804447673905b5ab" width="1" height="1" alt=""></p><p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2022/07/04/21015/">Eine Wagenladung Abschied</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>E- und U-Musik &#8211; Demarkationslinie gefunden!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Apr 2022 13:44:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
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		<category><![CDATA[Medienphilosophie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 70. Geburtstag des Rundfunkorchesters des Bayerischen Rundfunks (am 1. April) Mit wenigen Tagen Verspätung, dafür aber zu umso früherer (um nicht zu sagen nachtschlafender) Stunde präsentierte das Bayerische Fernsehen unter seinem Label BR-KLASSIK dieser Tage ein bieder moderiertes Programm &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2022/04/21/20487/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">betr.: 70. Geburtstag des <strong>Rundfunkorchester</strong>s <strong>des Bayerischen Rundfunks</strong> (am 1. April)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit wenigen Tagen Verspätung, dafür aber zu umso früherer (um nicht zu sagen nachtschlafender) Stunde präsentierte das Bayerische Fernsehen unter seinem Label BR-KLASSIK dieser Tage ein bieder moderiertes Programm zum 70. Geburtstag des Münchner Rundfunkorchesters. Der Titel <strong>&#8222;Zauber schöner Melodien – Radiomusiken der 50er-Jahre&#8220; </strong>war absichtlich altmodisch, die Musikfolge innerhalb dieser Klammer originell zusammengestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als sich der Moderator leidenschaftslos und im exakt üblichen Wortlaut über die Unsinnigkeit der <strong>Trennung von „U“ und „E“</strong> ereiferte, wurde mir bewusst, dass es ausschließlich die Pfleger der E-U-Trennung sind, die diese andererseits beklagen. Der klassikferne Streaming-Nutzer kennt diese Begriffe gar nicht.<br>Ironischerweise lieferte das gewürdigte Orchester für die Lebendigkeit eben dieser Schubladenstruktur den schönsten Beweis. Die Ouvertüre des Musicals <strong>„High Society“</strong> von Cole Porter geriet zu einem Paradebeispiel, wie es sich anhört, wenn E und U einander ins Gehege kommen. Durch das Intro dieses rhythmisch eher harmlosen Stücks verläuft die Demarkationslinie zwischen Dirigenten / Orchestern, die über einer solchen Trennung stehen und jenen aus dem nicht-angelsächsischen Raum, bei denen auch der leiseste Anflug einer Jazz-Synkope zu Problemen führt.<br>Aber hören Sie selbst:</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2022/04/high-society-BR.mp3"></audio><figcaption>Beginn der „High Society“-Ouvertüre, 2022 dirigiert von Joseph R. Olefirowicz</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2022/04/High-Society-MGM.mp3"></audio><figcaption>Beginn der „High Society&#8220;-Ouvertüre, 1956 dirigiert von Johnny Green</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Tja, da merkt man es dann doch …</p>
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