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	<title>„Dalli Dalli“ Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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	<title>„Dalli Dalli“ Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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		<title>Ausstellung über das Jüdische im Fernsehen der Bonner Republik</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Jul 2023 13:39:21 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der &#8222;Spiegel&#8220; berichtet in seiner aktuellen Ausgabe von einer unbesehen sehenswerten Ausstellung in Frankfurt am Main, die die jüdische Film- und Fernsehgeschichte der alten Bundesrepublik illustriert: „Ausgeblendet/Eingeblendet“. »Am zweiten Novemberdonnerstag des Jahres 1978 lief „Dalli Dalli“, Untertitel „Ein Fragespiel für &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2023/07/16/ausstellung-ueber-das-juedische-im-fernsehen-der-bonner-republik/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p>Der <strong>&#8222;Spiegel&#8220;</strong> berichtet in seiner aktuellen Ausgabe von einer unbesehen sehenswerten Ausstellung in Frankfurt am Main, die die jüdische Film- und Fernsehgeschichte der alten Bundesrepublik illustriert: <strong>„Ausgeblendet/Eingeblendet“</strong>.</p>



<p>»Am zweiten Novemberdonnerstag des Jahres 1978 lief <strong>„Dalli Dalli“</strong>, Untertitel „Ein Fragespiel für Schnelldenker“. Die Sendung kam alle vier Wochen im ZDF, sie war einer der Pfeiler des bundesdeutschen Unterhaltungsfernsehens. Moderiert wurde sie von <strong>Hans Rosenthal</strong>, dessen Erkennungszeichen, der mit einem Luftsprung verbundene Ruf „Das war spitze!“, Allgemeingut wurde. Doch etwas war anders an diesem Abend: Es gab im Musikprogramm der Sendung keine Schlager. Stattdessen trat eine Opernsängerin auf. Hans Rosenthal trug einen schwarzen Anzug, wie bei einer Beerdigung. Am Ende der Sendung sagte er: „Das war, heute am 9. November, unsere 75. Sendung ‚Dalli Dalli‘.“ Es war ein sehr leiser Hinweis auf ein Datum, das in der bundesdeutschen Erinnerungspolitik damals noch kaum eine Rolle spielte: 40 Jahre zuvor hatten in Deutschland an diesem Tag die Synagogen gebrannt, die Wohnhäuser und Geschäfte von Juden, mehr als 1000 Menschen waren ermordet worden. [Es war die sogenannte „Reichskristallnacht“, die im heutigen Gutmenschenjargon &#8211; dessen sich leider auch der „Spiegel“-Artikel befleißigt &#8211; „Reichpogromnacht“ genannt und damit verbal um den vielsagenden Zynismus der Nazis vermindert wird.] Hans Rosenthal war Jude. Hinter den Kulissen hatte er zuvor versucht, die Verantwortlichen des <strong>ZDF</strong> davon zu überzeugen, die Sendung des Termins wegen zu verschieben. Es war ihm nicht gelungen.«<br>Wie wir weiter lesen, hat Rosenthal nur noch ein weiteres Mal – wiederum vergeblich &#8211; versucht, seine Popularität gegen den geschichtsvergessenen Zeitgeist einzusetzen. Als 1983 im hessischen Bad Hersfeld ein Treffen von Veteranen der Waffen-SS und der SS-Leibstandarte Adolf Hitler angekündigt wurde, bat er den Bürgermeister, er solle diese Veranstaltung „schnell absagen“.  Solche Zurückhaltung hat mich Nachgeborenen stets gewundert* &#8211; zumal bei Hans Rosenthal, der ja im Zentralrat der Juden aktiv war und in seiner Autobiographie ausführlich beschrieben hat, wie knapp er den Holocaust überlebte.<br>Oder bei Robert <strong>Lembke</strong> und der Remigrantin <strong>Lilli Palmer</strong>. Als diese in <strong>„Was bin ich?“</strong> zu Gast war und der Moderator sie darauf ansprach, dass sie gleich zu Beginn ihrer Karriere das Land verlassen habe, unterließen es beide auf den Grund hinzuweisen (Palmers Flucht vor der Ermordung durch die Nazis), was dem Gespräch den flockigen Unterton gab, die junge Schauspielerin sei einfach „nach Hollywood gegangen“. Dabei kann auch Robert Lembke dieses Detail nicht übersehen haben, war er doch in der NS-Zeit als „Halbjude“ eingestuft.<br>Die Ausstellung erinnert daran, dass in der Bonner Republik vor dem Mauerfall nur etwa 30.000 Juden lebten. Die Zahl erhöhte sich erst in den 90er Jahren, als die BRD 200.000 sogenannte Kontingentflüchtlinge aus der zusammengebrochenen Sowjetunion aufnahm.<br><br>Mehr zu diesem Thema finden Sie hier: <a href="https://blog.montyarnold.com/2015/05/06/bin-so-germanisch-depressiv/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://blog.montyarnold.com/2015/05/06/bin-so-germanisch-depressiv/</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2023/07/16/ausstellung-ueber-das-juedische-im-fernsehen-der-bonner-republik/">Ausstellung über das Jüdische im Fernsehen der Bonner Republik</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Geliebte Stimmen (5): Gerd Duwner</title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Dec 2020 20:49:29 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die besten Vorbilder für Charge und Trickstimme Zu dieser Serie siehe https://blog.montyarnold.com/2020/12/08/17126/ Der Komödiant Gerd Duwner (1925-96) war ein typisches Berliner Gewächs mit Boulevard- und Operetten-Vergangenheit und mit Abstand der Meistbeschäftigte unter den Sprechern mit einem ungewöhnlichen Sound. Dieser wird &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2020/12/25/gerd-duwner-5/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2020/12/25/gerd-duwner-5/">Geliebte Stimmen (5): Gerd Duwner</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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<p><strong>Die besten Vorbilder für Charge und Trickstimme</strong></p>



<p>Zu dieser Serie siehe <a href="https://blog.montyarnold.com/2020/12/08/17126/">https://blog.montyarnold.com/2020/12/08/17126/</a></p>



<p>Der Komödiant Gerd Duwner (1925-96) war ein typisches Berliner Gewächs mit Boulevard- und Operetten-Vergangenheit und mit Abstand der Meistbeschäftigte unter den Sprechern mit einem ungewöhnlichen Sound. Dieser wird als „hellrauh und extrem modulationsfähig“ beschrieben und war in Trickfilm und Kinderfunk über Jahrzehnte so präsent, dass Duwner es sich nicht nehmen ließ, seine wichtigsten Rollen voneinander abzusetzen. Das tat er so unaufdringlich, dass es mir erst auffiel, als er einmal in der Spielshow <strong>„Dalli Dalli“</strong> auftrat. Er wurde gebeten, einige Sätze aus seinen drei populärsten Rollen zu sprechen: als „Ernie“ in der <strong>„Sesamstraße“ </strong>(1971-96), als (deutlich älterer) „Festus“ in <strong>„Rauchende Colts“</strong> (1967-72) und als „Barney Geröllheimer“ in <strong>„Familie Feuerstein“</strong> (1965-70, dann noch einmal Mitte der 80er Jahre). Es waren drei völlig verschiedene Typen.* </p>


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<p><em>Gerd Duwner als Barney Geröllheimer in „Familie Feuerstein“</em></p>
<p><span id="more-17216"></span></p>
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<p><em>Gerd Duwner als Festus in „Rauchende Colts“</em></p>
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<p><em>Gerd Duwner als Ernie aus der „Sesamstraße“, den er 25 Jahre lang sprach</em></p>
<p>Schon das Beispiel „Familie Feuerstein“ verweist auf die Durchlässigkeit der damaligen Genrebegriffe. Die Serie war in den USA eine (wenn auch gezeichnete) Sitcom für ein erwachsenes Publikum gewesen. Gerd Duwner war ebenso in den großen Hollywoodfilmen zu Hause. In Krimis, Western und Kriegsfilmen wurde er gern als miese Ratte eingesetzt (in „), in Dramen als hintergründiger Zeitgenosse (wie der mysteriöse Medienmogul in „Network“), in Komödien als saftiger Pointenlieferant (wie der fröhliche Sargverkäufer in „Schick mir keine Blumen“). Einer Reihe von Filmstars von vollschlanker oder gedrungener Statur diente er als feste deutsche Stimme.</p>
<p></p>
<p><!-- /wp:post-content --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p>_____________<br>* Bilder und Tonbeispiele entnommen aus https://blog.montyarnold.com/2017/11/15/das-goldene-zeitalter-der-schraegen-voegel/</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p><p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2020/12/25/gerd-duwner-5/">Geliebte Stimmen (5): Gerd Duwner</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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