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	<title>Faschismus Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<title>Faschismus Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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		<title>Was ist &#8222;Porno chic&#8220;?</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Sep 2025 16:03:54 +0000</pubDate>
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<p class="wp-block-paragraph">1973 brachte der film <strong>„Deep Throat“ </strong>den Durchbruch des „Porno Chic“. So bezeichnete die <strong>„New York Times“ </strong>die modische Genre-Strömung im Kino, bei der „Fellatio, Cunnilingus, Frontal- und Rektalverkehr zum täglichen Brot“ gehörten. Das war deshalb der Erwähnung wert, weil derart explizite Sexszenen gewöhnlich nur im Filmangebot für Bahnhofs- und Kabinenkinos üblich waren. Der Begriff „Deep Throat“ stammte aus dem Vokabular der Watergate-Affäre und meinte dort den lange Zeit geheimen wichtigsten Informanten, hier bezog er sich nun auf Oralverkehr. Der Film war kommerziell so erfolgreich, dass die Filmindustrie sich dafür öffnete, unterschiedlichste Zielgruppen mit deutlichen Darstellungen sinnlich zu stimulieren.<br>In der Ausgabe 37/1975 leistete sich der <strong>„Spiegel“ </strong>die Titelgeschichte <strong>„Kino der Lüste“ </strong>mit einem verkaufsfördernden barbusigen Cover, wie man es sonst eher von <strong>„Quick“</strong> oder<strong> „Stern“ </strong>gewohnt war. Darin drängte die „erotische Kinokunst vehement in die Katakomben des schamhaft Verdrängten, Verbotenen, Tabuisierten“. Der <strong>„Der letzte Tango in Paris“</strong> stand auf den regulären Kinospielplänen, und <strong>Pier Paolo Pasolini </strong>meinte, den <strong>De</strong>&#8211;<strong>Sade</strong>-Klassiker <strong>„Die 120 Tage von Sodom“</strong> noch dadurch aufjazzen zu müssen, dass er seine Verfilmung als Anti-<strong>Faschismus</strong>-Parabel verkleidete. Doch Pornographie war das recht eigentlich nicht, schon gar keine „schicke“. Beide Filme malen vom Geschlechtsverkehr ein so finsteres, unerfreuliches (in Pasolinis Fall sogar krankes und abstoßendes) Bild*, dass man im Rückblick ahnt, warum das Wort „Fuck“ ausgerechnet als Fluch im Sprachgebrauch Karriere gemacht hat. Im selben Jahr 1975 lief auch die Romanverfilmung <strong>„Die Geschichte der O“</strong> in Paris an und lockte binnen einer Woche rund 100.000 Zuschauer an. Das war schon deutlich stimulierender. „Im Vergleich zur Romanvorlage ließ es Regisseur <strong>Just Jaeckin</strong>, der ein Jahr zuvor schon <strong>‚Emmanuelle‘ </strong>weichgezeichnet hatte, harmloser zugehen“, erzählt <strong>Rainer Lübbert </strong>50 Jahre später im „Rückspiegel“ des Magazins. „Während O im Buch am Ende den Tod wählt, rafft sie sich im Film zu einem letzten Akt des Widerstands auf.“ Und „selbst in den tiefsten Verliesen lagern Bärenfelle, weht ein Hauch von Chanel“.<br>____________<br>* Siehe <a href="https://blog.montyarnold.com/2014/11/02/dudu/">https://blog.montyarnold.com/2014/11/02/dudu/</a></p>
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		<title>Sonniges aus dem Süden</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Sep 2025 10:09:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 100. Geburtstag von Andrea Camilleri / Mediatheken-Tipp und Hörbuchkritik &#8222;Brief an Matilda&#8220; Der Bestsellerautor Andrea Camilleri (Erfinder des berühmten Commissario Montalbano) ist über 90 Jahre alt, als er beschließt, seiner Urenkelin einen langen Brief zu schreiben, den sie lesen &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2025/09/06/andrea-camilleri/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p class="wp-block-paragraph">betr.: 100. Geburtstag von <strong>Andrea Camilleri</strong> / Mediatheken-Tipp und Hörbuchkritik <strong>&#8222;Brief an Matilda&#8220;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bestsellerautor Andrea Camilleri (Erfinder des berühmten<strong> Commissario Montalbano</strong>) ist über 90 Jahre alt, als er beschließt, seiner Urenkelin einen langen Brief zu schreiben, den sie lesen soll, wenn sie groß ist. In dieses etwas kokette Konzept – natürlich ist auch ein Buch daraus geworden &#8211; wickelt der alte Schlawiner eine dieser prallen Biografien ein, die als inspirationsquelle in literarischen Erzeugnissen der Boomer-Generation so gründlich abwesend sind. Es steht zu befürchten, dass die Jugend von heute ihren Enkeln wieder etwas zu erzählen haben wird, was wir auch bei Camilleri finden: Demokratiezersetzung, Krieg, frühe Armut und die Sorge, einer verlorenen Generation anzugehören. (Oder wie es auf der <strong>NDR</strong>-Homepage etwas konkreter heißt: „von seiner Kindheit in der <strong>Mussolini</strong>-Ära über die <strong>Berlusconi</strong>-Jahre bis zu einem Mafia-Blutbad in seiner Heimatstadt (…), über seine sizilianischen Wurzeln, über die Liebe seines Lebens, Freundschaft, Politik und Literatur“.)<br>Der<strong> </strong>&#8222;Brief an Matilda&#8220;<strong> </strong>ist aber weniger wegen seines „erschreckend aktuellen“ Charakters ein so bereicherndes Vergnügen, sondern weil er angesichts all des realen Grauens so unverzagt ist. Überdies ist uns ein Happy End garantiert: der sizilianische Autor starb inzwischen einen ähnlich friedlichen Tod wie sein berühmtester Landsmann <strong>Don Vito Corleone</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der NDR, der sein Hörbuch-Programm zuletzt tragisch zusammengestrichen hat, um zu den Sparzwängen der <strong>ARD</strong> das Seine beizutragen, macht uns auf seinem werktäglichen literarischen Rest-Sendeplatz<strong> „Am Morgen vorgelesen“ </strong>zum Ehrentag des Autors ein großes Geschenk – wenn auch nur für kurze Zeit. Noch bis Montag früh haben wir die Möglichkeit, die Lesung vollständig im Netz nachzuhören. <strong>Rolf Nagel</strong> ist als Interpret eine großartige Wahl. Sein seinerseits hohes Alter fügt dem Text glaubhafte Patina und eine geradezu italienisch anmutende Grazie hinzu.</p>


<p><img decoding="async" src="http://vg01.met.vgwort.de/na/0a5514f0c4f1416abce8abe7b44464bd" width="1" height="1" alt=""></p><p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2025/09/06/andrea-camilleri/">Sonniges aus dem Süden</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Lange Sätze &#8211; Lesen vom Blatt</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Jun 2025 08:09:01 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: Sprechen am Mikrofon / Übung / 150. Geburtstag von Thomas Mann in diesen Tagen Wer nach dem geeigneten Text fragt, um in das Werk von Thomas Mann einzusteigen, dem wird wahrscheinlich „Mario und der Zauberer“ empfohlen, eine frühe und &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2025/06/03/28072/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p class="wp-block-paragraph">betr.: Sprechen am Mikrofon / Übung / 150. Geburtstag von <strong>Thomas Mann </strong>in diesen Tagen</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Wer nach dem geeigneten Text fragt, um in das Werk von Thomas Mann einzusteigen, dem wird wahrscheinlich <strong>„Mario und der Zauberer“</strong> empfohlen, eine frühe und recht kurze Erzählung. Sie handelt oberflächlich von der Urlaubsreise einer Familie ins italienische Torre die Venere, im Subtext vom Besuch in einer Republik, in der kürzlich eine Diktatur ausgebrochen ist (<strong>Mussolinis </strong>Faschismus hat im Vorjahr begonnen), und dazwischen vom Dialog des Auftretenden mit seinem Publikum. Obwohl die Vorstellung im Sinne des Künstlers gelingt (eines als Illusionist getarnten Verführers und Hypnotiseurs), erzählt der Autor von allen Varianten einer Darbietung: glückend wie missratend, vor frechem wie vor ergebenem Publikum, aus der Perspektive plumper Störer und ergriffener Betrachter.</em><br><br>Torre hat ein Grand Hotel bekommen; zahlreiche Pensionen, anspruchsvolle und schlichtere, sind erstanden; die Besitzer und Mieter der Sommerhäuser und Pineta-Gärten oberhalb des Meeres sind am Strande keineswegs mehr ungestört; im Juli, August unterscheidet das Bild sich dort in nichts mehr von dem in Portoclemente: es wimmelt von zeterndem, zankendem, jauchzendem Badevolk, dem eine wie toll herabbrennende Sonne die Haut von den Nacken schält; flachbodige, grellbemalte Boote, von Kindern bemannt, deren tönende Vornamen, ausgestoßen von Ausschau haltenden Müttern, in heiserer Besorgnis die Lüfte erfüllen, schaukeln auf der blitzenden Bläue, und über die Gliedmaßen der Lagernden tretend bieten die Verkäufer von Austern, Getränken, Blumen, Korallenschmuck und Cornetti al burro, auch sie mit der belegten und offenen Stimme des Südens, ihre Ware an.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2025/06/03/28072/">Lange Sätze &#8211; Lesen vom Blatt</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>&#8222;Conan der Barbar&#8220; &#8211; Der politische Groschenroman der Stunde</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Jan 2017 14:33:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Betr.: 111. Geburtstag von Robert E. Howard Mit den Erzählungen des Briten John Ronald Reuel Tolkien, der am 3. Januar seinen 125. Geburtstag gefeiert hätte, wurde das Konzept der Fantasy endgültig definiert. Mit seiner Arbeit als der Königsklasse dieser Literaturgattung &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2017/01/22/conan-das-politische-buch-der-stunde/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Betr.: 111. Geburtstag von<strong> Robert E. Howard</strong></p>
<p>Mit den Erzählungen des Briten <strong>John Ronald Reuel Tolkien</strong>, der am 3. Januar seinen 125. Geburtstag gefeiert hätte, wurde das Konzept der Fantasy endgültig definiert. Mit seiner Arbeit als der Königsklasse dieser Literaturgattung konnte sich nun auch die sogenannte Low Fantasy herauskristallisieren. Ihr Monarch sollte der Texaner Robert E. Howard werden.<br />
Bereits 1932 erfand dieser Pulp-Schrifsteller <strong>„Conan The Barbarian“</strong>, der in den 80er Jahren mit zwei Kinofilmen und diversen Nachahmungen seinen größten Erfolg feierte.</p>
<p>Seine ersten Fantasy-Stories &#8222;Spear And Fang&#8220;, &#8222;The Lost Race&#8220; und &#8222;The Hyena&#8220; verkaufte Howard als Achtzehnjähriger an <strong>Farnon Wright</strong>, den Herausgeber eines Magazins mit dem eindeutigen Namen <strong>„Weird Tales“</strong>.<span id="more-7193"></span> Zu diesem Zeitpunkt war Howard noch nicht festgelegt, schrieb auch Western, Piratenabenteuer, Krimis, Romanzen und sogar Geschichten aus dem Sportlermilieu. Seine besten persönlichen Kontakte hatte der junge Autor zu Kollegen der fantastischen Literatur, die auch bei „Weird Tales“ erschienen: Clark Ashton Smith und Howard Philips Lovecraft. Zu zweiterem unterhielt er eine lange Brieffreundschaft, und die gegenseitige Wertschätzung ging so weit, dass man einander unveröffentlichte Manuskripte zum (Gegen)Lesen gab.<br />
1928 ließ Howard in der Story „Red Shadows“ erstmals Solomon Kane auftreten, der ein populärer Serienheld werden sollte. Wichtiger noch war in der August-Ausgabe des folgenden Jahres „The Shadow Kingdom“ mit dem Protagonisten „Kull The Conquerer“, die als erste „echte“ Sword-And-Sorcery gilt.<br />
Was bald darauf geschah, beschrieb der Autor seinem Freund Smith in einem Brief später so: „Monatelang zuvor war ich ohne Ideen, und es gelang mir nicht, etwas Verkaufbares zu verfassen. Da schien plötzlich Conan ohne besonderes Zutun meinerseits in meinem Geist zu wachsen, und augenblicklich floss mir ein Strom von Geschichten aus der Feder – oder besser: aus der Schreibmaschine. Es schien mir, als erfand ich das alles nicht, sondern berichtete von Ereignissen, die sich tatsächlich zugetragen hatten. Wochenlang tat ich nichts anderes, als die Abenteuer Conans niederzuschreiben. Seine Persönlichkeit ergriff völlig von meinen Gedanken Besitz und verdrängte alles Übrige. Als ich bewusst versuchte, etwas anderes zu schreiben, gelang es mir nicht.“<br />
Conans Debüt „By This Axe I Rule“ ist nichts destoweniger noch die Umarbeitung einer abgelehnten „Kull“-Geschichte.</p>
<p>Conan, der cimmerianische Barbar lebt und kämpft im eiskalten Norden des hyborischen Kontinents um 10.000 v. Chr. (Atlantis war zu diesem Zeitpunkt bereits versunken).</p>
<p><em><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7290" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2017/01/Conan-Seekarte.jpg?resize=640%2C474&#038;ssl=1" alt="Conan-Seekarte" width="640" height="474" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2017/01/Conan-Seekarte.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2017/01/Conan-Seekarte.jpg?resize=300%2C222&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2017/01/Conan-Seekarte.jpg?resize=1024%2C758&amp;ssl=1 1024w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" />Conans Welt bzw. der Weg hindurch: Seekarte in der stark verkleinerten Taschenbuch-Ausgabe der Conan-Comic-Version.</em></p>
<p>Nach langer Wanderschaft durch die mehr oder weniger zivilisierten südlichen Länder der damals bewohnten Welt erringt er die Königskrone und damit die Herrschaft über das stolze und mächtige Aquilonia. Doch auch das Herrscheramt ändert ihn nicht mehr – er bleibt, was er gewesen ist.<br />
Seine Abenteuer führen ihn durch die Welt, wie sie einmal hätte existieren können &#8211; in jener grauen Vorzeit, in der die Kontinente noch zusammenhingen. Aesgaard und Vanaheim entsprechen etwa dem heutigen Skandinavien, Stygia erinnert an Ägypten. Das mythische Volk der Hyperboräer stand Pate, ebenso die Pikten, die Ureinwohner Schottlands. Die Frau, die Conan nach seiner Krönung erwählt, heißt Zenobia &#8211; wie die einstige Königin im syrischen Palmyra. Toth-Amon, der Name von Conans zähestem Gegenspieler, setzt sich aus denen zweier ägyptischen Gottheiten zusammen: Toth, dem Mondgott mit dem Ibiskopf, und Amun-Re (&#8222;Götterkönig&#8220;), dem Hauptgott des frühägyptischen Reiches. Der rachsüchtige Crom, der Gebete gern unerhört lässt, könnte von Kromlech abgeleitet sein, einem druidischen Steinkreis.</p>
<p>Conan unterscheidet sich von seinen Vorreitern Solomon Kane und Kull durch das Fehlen jeglicher Selbstzweifel. Er ist ein Schlagetot (wie) aus dem Bilderbuch, ein Barbar durch und durch.<br />
Sein Erfinder Howard war zutiefst sensibel und neigte zur Schwermut. Nach dem Fall seiner Mutter ins Koma nahm er sich 30jährig das Leben. Einige von Howards Kurzgeschichten berechtigen zu der Frage, was er uns im Falle seines Weiterlebens noch geschenkt hätte und ob ihn sein weiterer Schaffensweg wohl weg vom trivialen Pulp und hin zur anspruchsvollen Erzählung geführt hätte.<br />
Jenen, die aus seiner literarischen Arbeit persönliche (etwa faschstische) politische Tendenzen herausgelesen haben wollten, antwortete er, dass er Kommunismus und Faschismus gleichermaßen „abgrundtief“ verachte. Das war ein beachtliches moralisches und Intellektuelles Statement, zu dem in den 30er Jahren (und wie wir uns erinnern noch lange danach) viele weitaus angesehenere Schriftsteller nicht in der Lage gewesen sind.<img decoding="async" src="https://vg05.met.vgwort.de/na/fc7a09e526284cd2bf163ebe5591cd06" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2017/01/22/conan-das-politische-buch-der-stunde/">&#8222;Conan der Barbar&#8220; &#8211; Der politische Groschenroman der Stunde</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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