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	<title>Francisco Franco Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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	<title>Francisco Franco Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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		<title>Das Genre der Stunde: der Diktatorenroman</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Apr 2025 18:11:09 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der „Diktatorenroman“ ist das ureigene Literaturgenre Lateinamerikas, der Gewaltherrscher ist die Schicksalsfigur dieses Kontinents. Gabriel García Márquez, der mit „Der Herbst des Patriarchen“ das krönende Werk dieser Gattung vorgelegt hat, merkte dazu an: „Die einzige Erscheinung von mythologischer Dimension, die &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2025/04/06/27719/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p>Der „Diktatorenroman“ ist das ureigene Literaturgenre Lateinamerikas, der Gewaltherrscher ist die Schicksalsfigur dieses Kontinents. <strong>Gabriel García Márquez</strong>, der mit <strong>„Der Herbst des Patriarchen“</strong> das krönende Werk dieser Gattung vorgelegt hat, merkte dazu an: „Die einzige Erscheinung von mythologischer Dimension, die uns die lateinamerikanische Geschichte beschert hat, ist die Diktatur.“<br>„Nicht eine Nation auf diesem Kontinent hat sich dem Phänomen zu entziehen vermocht“, führt <strong>Hanjo Kesting </strong>in seiner Buch- und Veranstaltungsreihe <strong>„Erfahren, woher wir kommen“ </strong>weiter aus. „Es ist ein verführerisches Thema. Zunächst weil es von der Macht und ihren Wirkungen handelt, außerdem weil es in Lateinamerika mythologische Dimensionen angenommen hat. Seit den Tagen<strong> Simón Bolívar</strong>s beherrschten zahllose Diktaturen die Länder des südlichen Amerika und wechselten einander so häufig ab, dass sich nur wenige Namen dem Gedächtnis einprägen konnten. Demokratische Strukturen entwickelten sich über anderthalb Jahrhunderte hinweg nur spärlich, Wahlen – wenn sie überhaupt stattfanden – stellten meist eine Farce dar, Machtwechsel wurden in der Regel durch Militärputsche herbeigeführt. Der Grundtypus des Herrschers war der <strong>Caudillo</strong> &#8211; noch der spanische Diktator <strong>Franco </strong>hat sich so genannt -, eine Bezeichnung die in andere Sprachen kaum übersetzt werden kann. In unterschiedlichen Ausprägungen haben solche Caudillos die Geschichte des ganzen Kontinents bestimmt, und das so tiefgreifend, dass sich um diese Gestalten eine ganz besondere Aura herausgebildet hat. Und immer wieder wurden sie auch zum Gegenstand großer Literatur, zu Hauptfiguren von Büchern wie man sie so nur aus Lateinamerika kennt. So wie sich der Abenteuerroman in England, der Bildungsroman in Deutschland und der psychologische Gesellschaftsroman in Frankreich entwickelt hat, so hat sich in Südamerika in immer neuen Ausprägungen der Diktatorenroman herausgebildet. Als in den späten 60er Jahren der mexikanische Schriftsteller <strong>Carlos Fuentes</strong> ein Sammelwerk zum Thema ‘Die Väter des Vaterlandes‘ plante, suchte er namhafte Kollegen aus den Ländern Lateinamerikas für das Unternehmen zu gewinnen. Jeder Autor sollte ein Kapitel über die Diktatur in seinem Lande beisteuern. Als die Bitte um Mitarbeit den Peruaner <strong>Mario Vargas Llosa</strong> erreichte, arbeitete dieser bereits an seinem Roman <strong>‚Gespräch in der Kathedrale‘</strong>, der 1969 in Barcelona, also in Europa, publiziert wurde. <strong>Augusto Roa Bastos</strong> aus Paraguay war mit der Niederschrift des Romans <strong>‚Ich, der Allmächtige‘</strong> beschäftigt, der gleichfalls einen Diktator in den Mittelpunkt stellt und 1974 in Buenos Aires erschien. Und der Kubaner <strong>Alejo Carpentier</strong> schrieb an dem Roman <strong>‚Die Methode der Macht‘</strong>, der ebenfalls 1974 in Mexiko herauskam, ein Jahr vor ‚Der Herbst des Patriarchen‘ von Garcia Márquez. Die zeitliche Koinzidenz ist nicht zufällig. Alle erwähnten Autoren, so unterschiedlich ihre Perspektiven und Schreibweisen sein mochten, lieferte die Wirklichkeit Lateinamerikas Anstoß und Material für ihre Bücher.“ Die jeweiligen Machthaber wurden nicht als Personen karikiert, die Erzählungen versuchten die Essenz dieser Wirklichkeit und ihre Gesetzmäßigkeiten zu ergründen. „Als Ausgangspunkt und Modell gilt allgemein der Roman <strong>‚El Señor Presidente‘</strong> von <strong>Miguel Ángel Asturias</strong> aus Guatemala, geschrieben 1932, aber erst 14 Jahre später in Mexiko veröffentlicht.“ Die Verzögerung hatte politische Gründe …</p>
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		<title>Broadway&#8217;s Like That (20): Des Broadways klügster Song</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Aug 2016 19:21:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Buchauszug]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>5. Mr. American Music &#8211; Irving Berlin (3) (Fortsetzung vom 2. August) Eher zufällig war 1919 Berlins Song „A Pretty Girl Is Like A Melody“ zur Erkennungsmelodie der “Ziegfeld Follies” geworden, die der geniale Impresario Florence Ziegfeld 1907 begründet hatte. &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2016/08/09/broadways-like-that-20-des-broadways-kluegster-song/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>5. Mr. American Music &#8211; Irving Berlin (3)</strong> (Fortsetzung vom 2. August)</p>
<p>Eher zufällig war 1919 Berlins Song <strong>„A Pretty Girl Is Like A Melody“</strong> zur Erkennungsmelodie der <strong>“Ziegfeld Follies”</strong> geworden, die der geniale Impresario Florence Ziegfeld 1907 begründet hatte. Die große Zeit der Revue begann nach dem ersten Weltkrieg &#8211; nicht nur für Ziegfeld, sondern auch für Nachahmer und Konkurrenten.</p>
<p>Ein wesentlicher Bestandteil der „Ziegfeld Follies“, die opulente Ausstattung, gewann eine beinahe künstlerische Qualität, nachdem Ziegfeld 1915 den vom Jugendstil beeinflussten Wiener Architekten, Designer und Bühnenbildner Josef Urban engagiert hatte. Der Hauptzweck der „Ziegfeld Follies“ aber bestand im <em>Glorifying the American Girl</em>. Die schönsten prachtvoll aufgeputzten Mädchen schritten Treppen hinunter und wurden auch sonst groß herausgebracht. Für die „Ziegfeld Follies“ von 1919 schrieb Irving Berlin den Song, der fortan zur Hymne der Follies wie auch von Schönheitskonkurrenzen und Modenschauen werden sollte: „A Pretty Girl Is Like A Melody“. (Der Song wurde im frühen Tonfilm mit angemessenem Aufwand auch in einem MGM-Musical verewigt.)<span id="more-5812"></span></p>
<p>Zwei Jahre später hatte Berlin sein eigenes Broadway-Theater, das „Music Box“, wo seine eigene Revue mit seiner eigenen Musik lief. Vier Jahrgänge dieser „Music Box Revues“ sollte es geben. “Say It With Music” hatte Berlin 1921 sozusagen als offizielle Erkennungsmelodie der „Music Box Revues“ geschrieben.</p>
<p>Nachdem Berlin 1925 eine Broadway-Show der Marx Brothers mit Musik ausgestattet hatte, „The Cocanuts“, das auch verfilmt worden ist, wandte er sich 1927 erneut den Ziegfeld Follies zu. Dieser Follies-Jahrgang nannte erstmals für sämtliche Songs nur einen einzigen Komponisten: Irving Berlin. Einer dieser Songs, “Shaking The Blues Away”, kehrte gut 20 Jahre später als furioses Solo für Ann Miller im MGM-Musical „Easter Parade“ zurück.</p>
<p>Irving Berlin, der autodidaktische Songwriter, und Jerome Kern, der gebildete Theaterkomponist, sind so unterschiedlich wie vor ihnen George M. Cohan und Victor Herbert. Was sie aber verbindet, dass beide einige ihrer schönsten Songs für Fred Astaire und Ginger Rogers geschrieben haben. Da sich dies auch von George Gershwin sagen lässt, ist Fred Astaire derjenige Interpret, für den die meisten Songs des „Great American Songbook“ geschrieben wurden.<br />
Für drei der Musicalfilme von Ginger &amp; Fred komponierte Berlin die Songs. “Let’s Face The Music And Dance” ist 1936 das Finale von “Follow The Fleet” &#8211; ein gehaltvoller, düsterer Song auf der Höhe der Zeit (der damaligen wie auch der heutigen), der durch seine sphärische Interpretation durch das legendäre Tanzpaar, das sich durch eine Art Deco-Kulisse bewegt, dennoch zu einem Vergnügen wird.<br />
“Let’s Face The Music And Dance” ist ein herausragendes Beispiel für das amerikanische Songschreiberhandwerk. Kein Song hat eine klügere Botschaft &#8211; deren deutsche Entsprechung etwas hemdsärmeliger rät, &#8222;die Feste zu feiern wie sie fallen&#8220; und die in lateinischer Form heute zum Werbeslogan für ein Getränk geschrumpft ist.<br />
Jody Rosen leuchtet auch den historischen Hintergrund des Liedes aus* &#8211; nicht nur die von der großen Depression gebeutelten USA sind finstere Zeiten angebrochen, der Broadway hat mit einem Abgang seiner Songschreiberelite zu kämpfen &#8211; und attestiert  “Let’s Face The Music And Dance” eine prophetische Qualität:</p>
<p style="padding-left: 60px;">So verstarb am 11. Juli 1937 plötzlich und unerwartet der 38jährige George Gershwin an einem Gehirntumor. Im selben Jahr wurden Cole Porters Beine bei einem entsetzlichen Reitunfall zerquetscht, und es dauerte Jahre, bis er sich von dieser Katastrophe beruflich wieder erholte. Lorenz Hart, der geistreichste, sarkastischste und charmanteste Kopf dieser Ära, verfiel dem Alkohol bis zur Selbstzerstörung. (&#8230;) Als das Jahrzehnt dem Ende zuging, war sogar die Bedeutung der Tin Pan Alley an sich in Frage gestellt. (&#8230;)</p>
<p style="padding-left: 60px;">Musikalisch-stilistisch ist Berlin mit diesem Song ein Glanzstück gelungen, Unheil verkündend tanzen die Strophen durch eine Reihe von Mollakkordwechseln, deren düstere Elegenz an Kurt Weill zu seinen Bestzeiten erinnert. Noch bemerkenswerter ist der Text, mit dem jene realitätsausblendende Verzweiflung eingefangen wird, die hinter den pompösen Ausstattungsfilmen und Liedern der 30er Jahre steckt. (&#8230;) Die unvergessliche Zeile &#8222;There my be trouble ahead&#8220; traf 1936 Nerv, dräuendes Unheil schien in der Luft zu liegen &#8211; es war das Jahr, in dem die Achse Rom-Berlin proklamiert wurde und Franco die Spanische Republik angriff. (&#8230;) schon um die Ecke könnte es soweit sein, dass Tränen vergossen werden und eine andere Melodie gesummt wird. &#8222;Soon&#8220;, singt Astaire, &#8222;we&#8217;ll be &#8230; humming a diff&#8217;rent tune&#8220;.</p>
<p>________________________<br />
* in &#8222;White Christmas&#8220;, der Biographie des Songs und seines Komponisten, Blessing Verlag 2003, ISBN 3-89667-172-3</p>
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		<title>Im Kokon von Mr. Orwell</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Jan 2016 14:15:54 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 65. Todestag von George Orwell Buchstäblich auf den letzten Metern seines recht kurzen Lebens bescherte George Orwell der Welt zwei Erzählungen, die sich neben ihrer eigentlichen Popularität auch im Clipformat bis in unsere bücherfeindliche Gegenwart erhalten haben. In „Farm &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2016/01/21/im-kokon-von-mr-orwell/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: 65. Todestag von <strong>George Orwell</strong></p>
<p>Buchstäblich auf den letzten Metern seines recht kurzen Lebens bescherte George Orwell der Welt zwei Erzählungen, die sich neben ihrer eigentlichen Popularität auch im Clipformat bis in unsere bücherfeindliche Gegenwart erhalten haben. In <strong>„Farm der Tiere“</strong> macht der Autor – früher selbst Kommunist, später Sozialist – Stalin zum Vorbild für ein buchstäbliches Tyrannenschwein und lanciert das geflügelte Wort „Alle Tiere sind gleich, aber manche sind gleicher!“ Drei Jahre danach schreibt er<strong> „1984“</strong>, die populärste aller Anti-Utopien, und erfindet den <strong>„Big Brother“</strong>, der uns alle im Auge hat. Dass dieser Begriff ein geflügeltes Wort ist, verdankt er vor allem einer Containershow im Privatfernsehen &#8211; und das ist gar nicht mal so unpassend. Im Jahr nach diesem Bucherfolg starb George Orwell, noch keine 47 Jahre alt.<br />
Mit diesen beiden Spätwerken hat er die Rezeption von Science-Fiction beeinflusst wie niemand seit Jules Verne und die Medienphilosophie wie nach ihm nur Marshall McLuhan.<br />
Dennoch hat sich für sein vorangegangenes literarisches Schaffen kaum jemand interessiert.<span id="more-4159"></span></p>
<p>Nach dem Abschluß des Eaton College ging Eric Arthur Blair, wie er zunächst hieß, als Offizier der Indian Imperial Police nach Burma. Der zunehmend skeptische Offizier schrieb später: „Der Dienst entsprach mir nicht und ließ mich den Imperialismus verabscheuen, obwohl nationalistische Gefühle zu dieser Zeit in Burma nicht sehr ausgeprägt und die Beziehungen zwischen den Engländern und den Burmesen gar nicht mal so schlecht waren. Als ich 1927 in England auf Urlaub war, quittierte ich den Dienst und beschloß, Schriftsteller zu werden.“<br />
Zu dieser beruflichen Entwicklung haben seine ehemaligen Dienstherren beigetragen, die ihm für eine weitere Laufbahn im Öffentlichen Dienst begreiflicherweise keine gute Empfehlung ausstellen mochten.<br />
Er erfindet zunächst George Orwell und schreibt als solcher die Sozialreportage „Erledigt in Paris und London“*. In der ersteren Stadt hat er als Tellerwäscher in einem Nobelhotel gearbeitet, in der zweiten unter Obdachlosen gelebt.<br />
Seine Zeit als kaiserlicher Offizier schildert er bald darauf in „Tage in Burma“*, seinen ersten, bereits sehr engagierten Roman. Die Situation hierin ist bedrückend für die meisten – die sich in ihre Rolle fügen – aber verhängnisvoll für einen, der sich schüchtern dagegen sträubt.</p>
<p>In „Die Wonnen der Aspidistra“* versucht Gordon Comstock, Werbetexter und Autor eines erfolglosen Buches, seine Ideale durch einen freiwilligen Weg in die Armut zu retten. Das geht schief – Comstock wird bald wieder von seinen Aufstiegsreflexen eingeholt. Unterdessen schildert Orwell nicht ohne Humor, was es bedeutet, in einer modernen Großstadt arm zu sein, Die Aspidistra ist eine bei Kleinbürgern wohl sehr beliebte Zimmerpflanze …</p>
<p>1937 kämpft der junge Schriftsteller auf republikanischer Seite im Spanischen Bürgerkrieg, einer jener Auseinandersetzungen, in denen sich Linke und Linke gegenseitig zerfleischten und damit der Rechten – in diesem Falle dem Nachwuchsdiktator Franco – zum Sieg verhalfen. Orwell wirkt in diesem Konflikt auch als Korrespondent. “Mein Katalonien“* wird diese Zeit aufarbeiten.</p>
<p>In „Auftauchen, um Luft zu holen“* löst sich Orwell aus der historischen Kulisse. Es ist die Geschichte eines Vertreters, der aus seinem Trott ausbricht und an den Ort seiner Kindheit zurückkehrt. Jeffrey Meyers verglich diesen Roman in „A Reader’s Guide to George Orwell“ mit Monumenten wie „Der Zauberberg“, „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ und „Liebende Frauen“. Orwell selbst sagte dazu: „Was immer man heutzutage schreibt, ist überschattet von dem Grausen, dass wir alle auf einen Abgrund zujagen und, auch wenn wir weder uns noch sonst jemand am Absturz hindern, uns doch dagegen wehren müssen.“</p>
<p>“Im Inneren des Wals“* ist eine Sammlung von Erzählungen und Essays von 1920 bis 1950, darunter viel Selbstreflektives und Autobiographisches, Überlegungen zum Weltgeschehen, Antworten auf die Arbeiten seiner Kollegen. Orwells Kritik am „amtlichen Hofnarren“ Mark Twain zum Beispiel ist immer wieder gern zitiert worden. In den Kapiteln über Terrorismus und unpolitische Gemüter werden gewissermaßen die Zutaten für „Animal Farm“ und „Nineteen Eighty-Four“ bereitgelegt.</p>
<p>Was taugen die frühen Arbeiten? Entweder wir vertrauen dem Literaturkenner Tilman Spengler, der urteilte: „So recht lässt sich auch für die Nachgeborenen aus“ der „dürren Prosa“ von „Orwells Frühwerken nicht erkennen, dass hier eine Jahrhundertbegabung frühzeitig verkannt worden wäre.“<br />
Oder wir lesen selbst.</p>
<p>________________<br />
* deutsch bei Diogenes<img decoding="async" src="https://vg07.met.vgwort.de/na/4fd95df653b54d7394b47979d610c6c7" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2016/01/21/im-kokon-von-mr-orwell/">Im Kokon von Mr. Orwell</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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