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	<title>Hans Magnus Enzensberger Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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	<title>Hans Magnus Enzensberger Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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		<title>Katholik, aber mit Hintersinn</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Jun 2024 14:29:29 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 88. Todestag von Gilbert Keith Chesterton Gilbert K. Chesterton sei mehr als nur der Autor der „Pater Brown“-Krimis, heißt es hin und wieder im Feuilleton (zuletzt als er kürzlich 150 Jahre alt geworden wäre), und das ist unzweifelhaft richtig. &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2024/06/14/gilbert-keith-chesterton/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p>betr.: 88. Todestag von <strong>Gilbert Keith Chesterton</strong></p>



<p>Gilbert K. Chesterton sei mehr als nur der Autor der <strong>„Pater Brown“</strong>-Krimis, heißt es hin und wieder im Feuilleton (zuletzt als er kürzlich 150 Jahre alt geworden wäre), und das ist unzweifelhaft richtig. Aber als ich vor einigen Jahren ein als philosophisch konnotiertes Lesebuch mit seinen Texten kaufte, war ich so enttäuscht, dass ich es rasch wieder weggelegt habe.<br>Bei diesem Einkauf hatte mich auch das schlechte Gewissen getrieben. Jahrelang habe ich diesen Autor unbewusst nach der miefigen Selbstgerechtigkeit der „Pater Brown“-Verfilmungen mit <strong>Heinz Rühmann </strong>beurteilt, die bis vor Kurzem so penetrant durch das TV-Programm rotierten, dass sie eine merkwürdige Anmutung von Wahrheit entwickelten. Inzwischen weiß ich längst, dass die zugrundeliegenden Erzählungen eine großartige Lektüre sind, obwohl ich mich mit der Kirche eigentlich nicht mehr gern beschäftigen mag. Mit seinem Fazit (&#8222;Wenn Menschen aufhören, an Gott zu glauben, glauben sie nicht an nichts, sondern an alles Mögliche.“) hat der Autor sicher nicht ganz unrecht.<br>Die Zeitläufte haben allerlei unsinnigen Kleinkram zwischen uns und Chesterton abgelagert. Die beginnen damit, dass sein<strong> „Father Brown“ </strong>ein Landpfarrer ist und wir ihn nur wegen einer schludrigen Übersetzung, die man später nicht wieder ändern mochte, als „Pater“ wahrnehmen. Sie gipfeln darin, dass unterdessen eine Otti-Fischer-Serie namens „Pfarrer Braun“ davon abgekupfert wurde, die ihm noch weniger gerecht wird als die paternalischen Rühmann-Filme.</p>



<p>Chestertons Vater war Häusermakler gewesen, die Familie Teil der englischen Mittelschicht. Der Junge studierte zunächst Kunstgeschichte, wandte sich aber bald dem Schreiben zu und wurde durch Zeitungsartikel einer breiteren Öffentlichkeit bekannt, vor allem durch seine Kritik am Burenkrieg in Südafrika und an der imperialistischen Politik Englands.<br>Als Chesterton 1922 zur katholischen Kirche übertrat, hat er damit sogar einen Skandal erregt, denn dieser Verein hatte damals in England ein sehr schlechtes Image. Das ist in diesem Zusammenhang ein hilfreicher Hintergedanke (und erinnert uns daran, wie viel Aufmerksamkeit man einst als Schriftsteller genießen konnte…).<br>In der Folge entwickelte Chesterton eine reiche Vortrags- und Reisetätigkeit und schrieb Biografien, unter anderem über Franz von Assisi und Thomas von Aquin. Er „wurde zu einem scharfzüngigen Verteidiger der katholischen Orthodoxie und ihrer Dogmen, die ihm mit ihrem Wahrheitsanspruch interessanter schien als modische Ketzereien“ (Cornelius Hell), hat sich aber mit den unterschiedlichsten philosophischen Strömungen auseinandergesetzt. Kollegen wie <strong>Robert Musil </strong>oder <strong>Hermann Hesse</strong> haben ihn hochgeschätzt, der marxistische Philosoph Ernst Bloch hat ihm seine Referenz erwiesen und <strong>Hans Magnus Enzensberger</strong> hat wichtige Schriften Chestertons in seiner &#8222;Anderen Bibliothek&#8220; herausgegeben.</p>
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		<title>Zuverlässig unoriginell</title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Aug 2023 09:22:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: Letzter Nachtrag zum Tode von Martin Walser Inzwischen wissen wir, dass Martin Walser schon einige Tage vor dem 28.7. gestorben ist, der anfänglich als sein Todesdatum angenommen und die Wikipedia eingetragen wurde.Auch dieser heutige Beitrag versteht sich als Nachruf-Nachlese. &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2023/08/03/23373/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p>betr.: Letzter Nachtrag zum Tode von <strong>Martin Walser</strong></p>



<p>Inzwischen wissen wir, dass Martin Walser schon einige Tage vor dem 28.7. gestorben ist, der anfänglich als sein Todesdatum angenommen und die Wikipedia eingetragen wurde.<br>Auch dieser heutige Beitrag versteht sich als Nachruf-Nachlese.<br><br>Ich habe Martin Walser nie ausstehen können. Er erschien mir zuallererst als eitel, dann als pampig, schließlich als ein bedeutender Mann der Sprache, von dem mir gleichwohl keine einzige Formulierung so gut gefiel, dass ich sie mir hätte merken wollen. Das spricht für sich und ist beachtlich bei jemandem, der jahrzehntelang fleißig publiziert und sich überdies bis zuletzt an politischen Diskursen beteiligt hat.<br>Wenn <strong>Heinrich Böll</strong> für seine Gesinnung gelobt wurde, pflegte er zu antworten, die gäbe es bei ihm gratis. Er wollte lieber für seine Kunst gelobt werden, für seine Sprache. Bei Walser gab es künstlerisch für mich nichts holen (wie auch bei <strong>Grass</strong> und ganz anders als bei Böll).<br>Ich lese die Nachrufe auf hölzerne Titanen immer besonders aufmerksam, weil sie mir die vorläufig letzte Gelegenheit bieten, mittels eines neuen Gesichtspunktes mein eigenes Urteil noch einmal zu überdenken. Das hat sich im vorliegenden Falle nicht ergeben.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" width="640" height="688" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2015/03/Walser_col1.jpg?resize=640%2C688&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-1762" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2015/03/Walser_col1.jpg?resize=953%2C1024&amp;ssl=1 953w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2015/03/Walser_col1.jpg?resize=279%2C300&amp;ssl=1 279w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2015/03/Walser_col1.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>



<p>In der <strong>„FAZ“</strong> übernahm <strong>Andreas Platthaus </strong>die huldvolle Aufgabe dieses Nachrufs. (Ich kenne seine Arbeit gut, weil er seit langem überaus kundig über Comics schreibt, merke ihm aber auch jedesmal an, wenn ihm ein Thema persönlich fremd ist und er sich erst hineinarbeiten muss.) Die exemplarische Gedichtzeile, die Platthaus zum Andenken aus dem Walser-Schatz auswählt, ist diese: „Möchte vergangen sein wie Schnee, / mitgeteilt dem See, / viele Male gefroren, viele Male getaut, / abwesend ohne Laut“.<br>Einen derartigen Masturbationskitsch hätte ich mich nicht einmal ins Poesiealbum einer Mitschülerin zu schreiben getraut, die mir weniger nahesteht.</p>



<p>In der <strong>„taz“</strong> fragt sich Dirk Knipphals gleich zu Beginn, als was er Walser rückblickend herausstellen soll: &nbsp;als „Den Umstrittenen? Die Instanz? Das Relikt?“ (Bezeichnenderweise nicht als „Der Autor“, „Der Künstler“ oder gar „Der Dichter“, was – mit Verlaub – die Hauptsache ist, die allem anderen erst hätte vorausgehen müssen.) Weiter unten beschreibt Knipphals die Paraderollen der Schriftsteller in der frühen Bundesrepublik: „Dass es eine moralische Instanz geben musste (Böll), jemanden, der barocke Sprachlust in der normalitätssuchenden BRD entfesseln würde (Grass), und auch einen listigen Spieler (<strong>Enzensberger</strong>), war im Szenario Nachkriegszeit sozusagen angelegt.“ Der Verstorbene muss bei dieser Anordnung leider draußen bleiben. Immerhin: „Im Grunde war er, alles in allem, der unwahrscheinlichste Autor der Bundesrepublik.“</p>



<p>Martin Walser hat natürlich auch noch einmal selbst zu mir gesprochen. Der <strong>SWR</strong> wiederholte ein von ihm selbst bearbeitetes und inszeniertes Hörspiel auf Basis seines großen Erfolges <strong>„Ein fliehendes Pferd“</strong> (1978). Die Dialoge sind wirklich klasse! Leider funktioniert die Dramaturgie nicht, zumindest nicht im Hörspiel. Dass die beschriebenen Menschen ein solches Thema auf die vorgeführte Weise verhandeln, ist unglaubwürdig, die Sache hat keinerlei Rhythmus. Immerhin – und das ist gar nicht ohne – erweist sich der Autor hier als Vorläufer von <strong>Yasmina Reza </strong>und ihren Epigonen, die zehn Jahre später damit begannen, es zum eigenen Genre zu erheben, zwei bourgeoise&nbsp; Ehepaare aufeinander loszulassen, die streitend daran verzweifeln, wie ähnlich sie einander sind.<br>Diese Passage finde ich wirklich hübsch: „Es sollte ein Gesetz geben, das ehemaligen Schülern verbietet, ihren Lehren je wieder unter die Augen zu kommen. Und einen Zusatz: Freunde, mit denen man länger als zehn Jahre nichts zu tun hatte, haben sich als Fremde zu benehmen. Noch ein Zusatz: Fremde, die einen einfach ansprechen, begehen damit ein dem Hausfriedensbruch vergleichbares Delikt.“ &#8211; Nicht ganz meine Meinung, aber gut gebrüllt!</p>


<p><img decoding="async" src="http://vg06.met.vgwort.de/na/8fab231b9f96436dbb392bab08dea12f" width="1" height="1" alt=""></p><p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2023/08/03/23373/">Zuverlässig unoriginell</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Enzensbergers Exeget</title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Nov 2022 14:01:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
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		<category><![CDATA[Ernst Jandl]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zum Tode von Hans Magnus Enzensberger Ein Gedicht von Robert Gernhardtnach einem Konzept von Ernst Jandl Enzensbergers Exeget hechelt.Enzensberger: „Geh her, Exeget!“Enzensbergers Exeget fleht.Enzensberger: „Nee, Exeget, nee!“Enzensbergers Exeget kleckert.Enzensberger: „Ekelerregend!“Enzensbergers Exeget quengelt: „Elende Enzensberger-Exegetenschelte!“Enzensberger: „Nervender Esel!“Enzensbergers Exeget flennt.Enzensberger: „Hehehe!“</p>
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<p>Zum Tode von Hans Magnus Enzensberger</p>



<p>Ein Gedicht von <strong>Robert Gernhardt</strong><br>nach einem Konzept von <strong>Ernst Jandl</strong></p>



<p>Enzensbergers Exeget hechelt.<br>Enzensberger: „Geh her, Exeget!“<br>Enzensbergers Exeget fleht.<br>Enzensberger: „Nee, Exeget, nee!“<br>Enzensbergers Exeget kleckert.<br>Enzensberger: „Ekelerregend!“<br>Enzensbergers Exeget quengelt: „Elende Enzensberger-Exegetenschelte!“<br>Enzensberger: „Nervender Esel!“<br>Enzensbergers Exeget flennt.<br>Enzensberger: „Hehehe!“</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2022/11/24/21815/">Enzensbergers Exeget</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Die wiedergefundene Textstelle: Todesmonolog des Colonel Kurtz</title>
		<link>https://blog.montyarnold.com/2022/01/13/apocalypse-now-todesmonolog/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Jan 2022 21:41:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Apocalypse NowOmni Zoetrope 1979Produziert von Francis Ford CoppolaDrehbuch: John Milius und Francis Ford Coppola nach Joseph Conrad und T. S. EliotRegie: Francis Ford Coppola Zeit: 1970er JahreOrt: Kambodscha Der Vietnamkrieg tobt. Cpt. Benjamin Willard erhält den Auftrag, im Dschungel nach &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2022/01/13/apocalypse-now-todesmonolog/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2022/01/13/apocalypse-now-todesmonolog/">Die wiedergefundene Textstelle: Todesmonolog des Colonel Kurtz</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Apocalypse Now</strong><br>Omni Zoetrope 1979<br>Produziert von Francis Ford Coppola<br>Drehbuch: John Milius und <strong>Francis Ford Coppola</strong> nach Joseph Conrad und T. S. Eliot<br>Regie: Francis Ford Coppola</p>



<p>Zeit: 1970er Jahre<br>Ort: Kambodscha<br><br><em>Der Vietnamkrieg tobt. Cpt. Benjamin Willard erhält den Auftrag, im Dschungel nach Colonel Walter E. Kurtz zu fahnden und ihn „auszuschalten“. Kurtz war ein hochdekorierter Offizier, jetzt wird er wegen Mordes und Fahnenflucht gesucht, doch es könnte noch mehr dahinterstecken. Er herrscht als Warlord &nbsp;über ein kleines abgelegenes Reich und vollzieht an seinen Untertanen „unaussprechliche Rituale“ (Conrad).</em></p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="640" height="389" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2022/07/Kurtz-Foto-beim-Essen_Pathe.jpg?resize=640%2C389&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-21151" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2022/07/Kurtz-Foto-beim-Essen_Pathe.jpg?w=899&amp;ssl=1 899w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2022/07/Kurtz-Foto-beim-Essen_Pathe.jpg?resize=300%2C182&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2022/07/Kurtz-Foto-beim-Essen_Pathe.jpg?resize=768%2C466&amp;ssl=1 768w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption>Ein Bild aus den besseren Tagen des Colonel Kurtz und seines Darstellers (Foto: Pathé)</figcaption></figure>



<p><em>Willard folgt dem Nung River flussaufwärts. Als er gegen Ende des Films endlich zu Kurtz durchgedrungen ist, wird er von dessen Männern gefasst und gefoltert. Willard übersteht die Strapazen. Kurtz ist beeindruckt und lässt ihn unbehelligt zu sich vordringen, obwohl er weiß, dass Willard den Auftrag hat, ihn zu töten.</em></p>



<p>Wir sind die hohlen Männer<br>Die Ausgestopften<br>Aufeinandergestützt<br>Stroh im Schädel. Ach,<br>Unsere dürren Stimmen,<br>Leis und sinnlos<br>Wispern sie miteinander<br>Wie Wind im trockenen Gras<br>Oder Rattenfüße über Scherben<br><span id="more-19729"></span>In unserm trockenen Keller<br>Gestalt formlos, Schatten farblos,<br>Gelähmte Kraft, reglose Geste;<br>Die hinüber sind, sehenden Auges,<br>Ins andere Reich des Todes,<br>Wenn sie an uns denken, denken sie nicht<br>An gewalttätige verlorene Seelen,<br>sondern an hohle Männer,<br>An Ausgestopfte.<br><br>Ich habe das Grauen gesehen! Das Grauen, das auch Sie gesehen haben!<br>Aber Sie haben kein Recht, mich einen Mörder zu nennen. Sie haben das Recht, mich zu töten. Sie haben ein Recht, das zu tun. Aber Sie haben kein Recht, über mich ein Urteil zu fällen!<br>Es ist unmöglich, mit Worten zu beschreiben, was notwendig wäre für jene, die nicht wissen, was das Grauen bedeutet.<br>Das Grauen!<br>Das Grauen hat ein Gesicht. Und Sie haben sich das Grauen zum Freund gemacht. Das Grauen und der moralische Terror sind ihre Freunde. Falls es nicht so ist, sind sie ihre gefürchteten Feinde, sind sie ihre wirklichen Feinde.<br><br>Ich erinnere mich, als ich bei den Green Berets war. Es kommt mir vor als wäre es tausend Jahrhunderte her.<br>Wir gingen in ein Lager, um einige Kinder zu impfen. Wir verließen das Lager, nachdem wir die Kinder gegen Polio geimpft hatten. Und dann kam ein alter Mann hinter uns hergelaufen, und er weinte. Er konnte nicht sehen. So weinte er. Wir gingen ins Lager zurück. Sie waren inzwischen gekommen und hatten jeden geimpften Arm einfach abgehackt. Sie lagen auf einem Haufen. Es war ein Haufen &#8230; kleiner Arme &#8230; und … ich erinnere mich &#8230; ich &#8211; ich &#8211; ich schrie, ich weinte wie &#8230; wie ein altes … Waschweib. Ich wollte mir die Zähne rausreißen, ich wusste nicht mehr was ich tun wollte. Und ich will mich daran erinnern, ich will es niemals vergessen!<br>Ich will niemals vergessen!<br>Und dann war mir, als würde ich durchbohrt. Durchbohrt von einer diamantenen &#8230; einer diamantenen Kugel direkt durch die Stirn. Und ich dachte: mein Gott, diese Schöpferkraft, dieses Genie, dieser Wille, das zu vollbringen! Vollkommen, unverfälscht, vollendet, kristallen, makellos.<br>Und dann wurde mir klar, dass sie viel stärker als wir waren, weil sie alles ertragen konnten. Das waren keine Ungeheuer! Das waren Männer, trainierte Einheiten. Diese Männer, die mit ihren Herzen kämpfen, die Familien haben, Kinder, die erfüllt sind von Liebe.<br>Dass sie die Kraft haben! Die Kraft, das zu vollbringen!<br>Wenn ich aus solchen Leuten bestehend zehn Divisionen hätte, dann wären wir unsere Sorgen hier rasch los. Denn dazu gehören Männer, die Überzeugungen haben und die dennoch imstande sind, ohne Hemmungen ihre ursprünglichen Instinkte einzusetzen, um zu töten.<br>Ohne Gefühle, ohne Leidenschaft. Vor allem ohne Strafgericht.<br>Ohne Strafgericht.<br>Denn es ist das Strafgericht, das uns besiegt.<br><br>Und … falls ich getötet werden sollte, Willard, möchte ich, dass jemand zu mir nach Hause geht und es meinem Sohn erzählt.<br>Alles.<br>Alles. Alles, was ich getan habe, alles, was Sie gesehen haben. Denn es gibt nichts, was ich mehr verabscheue als den Gestank von Lügen.<br>Und wenn sie mich verstehen, Willard, … werden Sie das für mich tun.<br><br><em>Die Rezitation zu Beginn folgt nicht der Synchronfassung sondern der Übersetzung von Hans Magnus Enzensberger.</em></p>
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