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	<title>Kabarett-Chanson Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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	<title>Kabarett-Chanson Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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		<title>Der Song des Tages: „A Few Words in Defense Of Our Country“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Nov 2017 16:33:44 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: 74. Geburtstag von <strong>Randy Newman</strong></p>
<p>In den USA gilt Randy Newman zuallererst als Zyniker, als Spötter, der mit angemessenem Sarkasmus auf sein Land blickt. Hierzulande wird er in erster Linie als Musiker wahrgenommen. Das stimmt beides. Seit den frühen 80ern schreibt der Spross einer großen Filmmusikerfamilie Soundtracks, bereits seit den 60ern ist er Songschreiber – zunächst für andere, bald auch für den Singer-Songwriter Randy Newman. Sein erstes eigenes Album von 1968 ging noch völlig unter, dann ging es aufwärts.<br />
Ein Musical-Komponist ist Newman seltsamerweise nicht – trotz seiner jüdischen Herkunft, obgleich er sich auf die dem Genre innewohnenden alten Musiktraditionen bestens versteht und obwohl der Rollen- bzw. Charaktersong seine bevorzugte Liedgattung ist. <em>Unser</em> Sprachgebrauch hält für so jemanden die Schublade des Chansons bereit, was es ganz gut trifft. Dazu passt die erwähnte Spottlust, die aus enttäuschter Liebe strömt (siehe unten). Dazu passt auch, dass man als Kabarettist nicht zwingend eine schöne Singstimme braucht, und eine solche hat Randy Newman auch nicht<span id="more-9202"></span> – worüber er selbst sich zuallererst lustig macht. 2013 wurde er trotzdem in die „Rock’n’Roll Hall Of Fame“ aufgenommen.</p>
<p>Weitgehend unwillkürlich, aber nicht ohne Gefühl für den Augenblick sei heute der Song „A Few Words in Defense Of Our Country“ herausgesucht. (Obwohl das Heraussuchen nur eines Songs bei einem solchen Individualisten immer gefährlich ist.) Er entstand nach einer Europa-Tournee, auf der Newman die wachsende Ablehnung gegenüber seiner Heimat gespürt hatte. Er gibt darin zu, dass die Politiker seiner Heimat noch nie zuvor so mies waren. Und doch sind sie gewiss nicht die schlimmsten, die diese arme Welt schon gesehen hat. Gab es da nicht einmal einen Cäsar, der sein Pferd zum Konsul (so etwas wie ein Vizepräsident) des Imperiums ernannte? Ach, das Beispiel ist gar nicht so gut, gab es doch auch Vizepräsidenten, die das Denken lieber den Pferden (denen mit den größeren Köpfen) überlassen hätten: Richard Nixon, Spiro T. Agnew, George Bush, Dan Quayle. Über Bösewichter wie Hitler, Stalin und so sind sich natürlich alle einig. Doch es gab auch einen König Leopold von Belgien, der als ein großer Monarch gilt, obwohl er sich den Kongo unter den Nagel riss, ihn ausraubte und Kongolesen nichts als die Malaria gelassen hat.* Sehen wir uns mal die Neuzeit (im Jahre 8 vor Trump) an. Da sitzen im obersten Gerichtshof der USA zwei junge Italo-Amerikaner und ein Schwarzer. Und was haben wir davon? Die beiden <em>italians</em> sind die verklemmtesten Arschlöcher weit und breit, und der schwarze <em>brother</em> ist ein Schoßhund der Weißen. Das lässt für den Dichter nur einen Schluss zu: die USA werden untergehen wie die Imperien vor ihnen. Dieses Imperium treibt hilflos im Meer wie einst die spanische Armada, <em>im land of the free und home of the brave</em>.<strong><br />
</strong>________________________<br />
* Vor diesem Hintergrund spielt „Das Herz der Finsternis“ von Joseph Conrad, Vorlage für den Filmklassiker „Apocalypse Now“.<strong><img decoding="async" src="http://vg02.met.vgwort.de/na/f7748e8456d64286902555c4ec405978" alt="" width="1" height="1" /></strong></p>
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		<title>Der Song des Tages: &#8222;Und Meyer sieht mich freundlich an&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Feb 2017 15:18:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 144. Geburtstag von Leo Fall In unserer Hauptstadt feiern zur Zeit die Operettenerfolge der glanzvollen Berliner Zwischenkriegszeit eine triumphale Wiederauferstehung. Leo Fall, der das Verbot seiner Werke durch die Nationalsozialisten nicht mehr erleben musste, war eine der Säulen der &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2017/02/02/der-song-des-tages-und-meyer-sieht-mich-freundlich-an/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: 144. Geburtstag von <strong>Leo Fall</strong></p>
<p>In unserer Hauptstadt feiern zur Zeit die Operettenerfolge der glanzvollen Berliner Zwischenkriegszeit eine triumphale Wiederauferstehung. Leo Fall, der das Verbot seiner Werke durch die Nationalsozialisten nicht mehr erleben musste, war eine der Säulen der damaligen Komponistenszene, die das amüsierwillige Publikum mit lebensfroher Theaterunterhaltung versorgte. Er schrieb auch – was kein Widerspruch war, im Gegenteil – Chansons für die Brett’l-Bühne.<br />
Diese Lieder waren zumeist genitalreferenziell* ohne jemals zotig zu sein. Wie das gehen soll? Zum Beispiel so wie in diesem sogar schon 115 Jahre alten Chanson von Leo Fall und seinem Textdichter Rudolf Bernauer.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7270" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2017/02/Meyer-sieht1.jpg?resize=640%2C871&#038;ssl=1" alt="Meyer sieht1" width="640" height="871" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2017/02/Meyer-sieht1.jpg?w=1134&amp;ssl=1 1134w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2017/02/Meyer-sieht1.jpg?resize=220%2C300&amp;ssl=1 220w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2017/02/Meyer-sieht1.jpg?resize=752%2C1024&amp;ssl=1 752w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><span id="more-7266"></span><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7271" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2017/02/Meyer-sieht-2.jpg?resize=640%2C827&#038;ssl=1" alt="Meyer sieht 2" width="640" height="827" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2017/02/Meyer-sieht-2.jpg?w=1144&amp;ssl=1 1144w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2017/02/Meyer-sieht-2.jpg?resize=232%2C300&amp;ssl=1 232w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2017/02/Meyer-sieht-2.jpg?resize=793%2C1024&amp;ssl=1 793w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7272" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2017/02/Meyer-sieht3.jpg?resize=640%2C519&#038;ssl=1" alt="Meyer sieht3" width="640" height="519" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2017/02/Meyer-sieht3.jpg?w=1084&amp;ssl=1 1084w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2017/02/Meyer-sieht3.jpg?resize=300%2C243&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2017/02/Meyer-sieht3.jpg?resize=1024%2C830&amp;ssl=1 1024w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></p>
<p>_________________________________<br />
* 78% aller erzählten (oder gesungenen) Witze sind sexuell. In amerikanischen Comedy-Lehrbüchern ist das Sexuelle nur eine von mehreren Techniken, nicht etwa ein Thema. (Knapp 100% aller erzählten oder performten Witze bauen übrigens auf Schadenfreude auf. Dieses Gefühl erhebt sich im Humor somit über jede Einordnung.)</p>
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		<title>Old Economy</title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jun 2016 10:57:56 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 197. Geburtstag von Jacques Offenbach Wann immer sich Geschichte wiederholt, wird es ungemütlich für die Menschheit. Dazu gesellt sich noch die Schmach, wieder einmal nicht aufgepasst bzw. die Geschichtsbücher nicht sorgfältig gelesen zu haben. Die aktuelle Wirtschaftskrise funktionierte nach &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2016/06/20/old-economy/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2016/06/20/old-economy/">Old Economy</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: 197. Geburtstag von <strong>Jacques Offenbach</strong></p>
<p>Wann immer sich Geschichte wiederholt, wird es ungemütlich für die Menschheit. Dazu gesellt sich noch die Schmach, wieder einmal nicht aufgepasst bzw. die Geschichtsbücher nicht sorgfältig gelesen zu haben. Die aktuelle Wirtschaftskrise funktionierte nach dem gleichen Muster wie der <strong>Börsencrash von 1929</strong>, und schon dieser wäre nicht nötig gewesen. In der Weltliteratur des 19. Jahrhunderts finden sich recht präzise Hinweise auf die Tücken des kapitalistischen Systems – bei <strong>Emile Zola</strong> etwa in <strong>„Das Geld“</strong> oder bei <strong>Gogol</strong> in „Die toten Seelen“. Zu diesen heiteren Propheten des Untergangs gehört auch Jacques Offenbach.<br />
Für das Pariser Publikum von 1969 waren <strong>„Die Banditen“</strong> dessen letzte große, bedeutsame Operette. Ungeachtet ihrer gewohnten Schmissigkeit und satirischen Treffsicherheit, handelt es sich um ein Krisenwerk. Es brodelte in Offenbachs Privatleben wie auch in der Politik.</p>
<p><em><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5451" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/06/Kassierercouplet.jpg?resize=640%2C738&#038;ssl=1" alt="Kassierercouplet" width="640" height="738" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/06/Kassierercouplet.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/06/Kassierercouplet.jpg?resize=260%2C300&amp;ssl=1 260w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/06/Kassierercouplet.jpg?resize=889%2C1024&amp;ssl=1 889w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" />Gustaf Gründgens&#8216; &#8222;Kassierercouplet&#8220; aus den &#8222;Banditen&#8220; von 1932. (Text und komplette Noten weiter unten als PDF.)</em></p>
<p>Seit 1855 hatte Meister Offenbach ununterbrochen Werk um Werk vorgelegt. „Die Banditen“ waren <strong>seine 74. Operette</strong><span id="more-5445"></span>, und er bekannte in einem Brief „der kleinen Refrains“ müde zu sein. Zwischen ihm und seinen berühmten Librettisten machte sich gereizte Stimmung breit. Meilhac und Halévy wandten sich von ihm ab und liefen ausgerechnet zu einem seiner Schüler über, Georges Bizet, um gemeinsam die „Carmen“ zu erschaffen.</p>
<p>Die Zuschauer hatten unter dem Ärger hinter den Kulissen nicht zu leiden. „Les Brigands“ spiegelt auf amüsante Art die in der Luft liegende gesellschaftliche Spannung wieder.<br />
Frankreich wurde von gewaltigen Finanzskandalen erschüttert. Arbeiterunruhen und republikanische Strömungen bekamen Aufwind, auch die Revanchisten witterten Morgenluft. Tatsächlich sollte das Zweite Kaiserreich nur noch ein knappes Jahr weiterexistieren.<br />
Die Handlung zeigt uns altmodische italienische Räuberbande, die aus dem Klassiker von Offenbachs Vorbild D. F. E. Auber „Fra Diavolo“ entsprungen sein könnte. Die Banditen verkleiden sich als Angehörige einer wichtigen Delegation aus Granada, um das diesen zugedachte Geld selbst zu kassieren. Leider ist am verabredeten Ort nichts mehr zu holen, weil ein betrügerischer Finanzminister längst alles durchgebracht hat. Unsere Titelhelden fügen sich in die Erkenntnis, dass die Ganoven von Börse und Politik längst viel effektiver sind als die traditionellen Wegelagerer. Das Publikum von damals begriff diese Botschaft, die auch uns heute wieder sehr einleuchtet – in einer Zeit, in der die Grande Nation wiederum keine gute Figur macht.<br />
Die feschen Polizisten der Operette, die sehr schneidig zu marschieren wissen, aber niemals dort auftauchen, wo man sie brauchen könnte, wurden zum vielzitierten Symbol des untergehenden Kaiserreichs.</p>
<p>In der legendären Inszenierung von 1932 an der Städtischen Oper Berlin spielte Regisseur Gustaf Gründgens den Finanzminister. Das von ihm vorgetragene &#8222;Kassierercouplet&#8220; war jedoch nicht das der Originalfassung, sondern eine interpolierte Nummer als Offenbachs allerletzter Operette „La belle Lurette“. (Es handelt sich um eine freie Bearbeitung des &#8222;Statistik-Couplets&#8220; aus dem 1. Akt.)</p>
<p style="padding-left: 60px;"><a href="https://blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/06/Couplets-de-la-Statistique_La-Belle-Lurette.pdf">Couplets de la Statistique_La Belle Lurette</a>  (Noten als PDF)<br />
<strong>Augenblick!</strong><br />
(Offenbach/Meilhac/Halévy/Gründgens)<br />
Aus „Les Brigands“</p>
<p style="padding-left: 60px;">(gesprochen)<br />
<em>Ob Sie&#8217;s glauben oder nicht – ich bin als Finanzminister das Opfer weiblicher Putz-Sucht! Die lieben guten Damen haben mir den Staatsschatz einfach weggeputzt! In der Staatskasse befinden sich jetzt nur noch eintausendzweihundertunddreiundachtzig Gulden und 25 Kreuzer! Und damit soll ich drei Millionen decken – und ich kenne sie, diese Granadier! Die werden sich nicht abspeisen lassen! Die werden ihre drei Millionen haben wollen!</em><br />
<em> Was also beginnen? Wie mach&#8230; &#8211; Halt, ich hab&#8217;s!</em></p>
<p style="padding-left: 60px;">(Musik setzt ein)<br />
Ich werde dem Mann, der das Geld in Empfang nehmen soll, einfach einen Tausender<br />
in die Hand drücken. Wenn er ein Mann von Intelligenz ist, wird er mich verstehen!<br />
Und bei einem Tausender braucht er ja gar nicht sooo intelligent zu sein!<br />
Ist er aber dummerweise ein Mann von Ehre, dann allerdings …</p>
<p style="padding-left: 60px;">(Gesang)<br />
Ach, ich muß es mir eingesteh&#8217;n, dass meine Lage peinlich ist!<br />
Mein Gott, was wird mit mir gescheh&#8217;n, wenn mein Partner kleinlich ist?<br />
Ach – all das Gold, dass er hier sich verspricht, hab ich nicht! Ich hab es nicht!<br />
Mein Gott, wie sage ich&#8217;s ihm nur, dass von Gold hier keine Spur?<br />
Aber so schlimm kann es schwerlich sein, gerade er wird doch nicht ehrlich sein!<br />
Gerade er soll ehrlich sein? Gerade er?</p>
<p style="padding-left: 60px;">(gesprochen)<br />
<em>Ich meine, heutzutage, wo doch schließlich alle … naja, wenn auch nicht alle, aber</em><br />
<em> doch sehr viele &#8230; naja, wenn auch nicht sehr viele, aber doch schließlich jeder, da</em><br />
<em> sollte ausgerechnet ich an jemanden gekommen sein, der nicht …?</em><br />
<em> Augenblick!</em></p>
<p style="padding-left: 60px;">(Gesang)<br />
Refrain:<br />
Augenblick, wir wollen schnell mal überlegen!<br />
Augenblick, Sie haben doch wohl nichts dagegen?<br />
Augenblick, man soll sich nicht umsonst erregen!<br />
Augenblick, nur in der Ruhe liegt der Segen!<br />
Mein Gott, was kann einem denn schon groß passieren?<br />
Irgendwie kann man sich immer durchlavieren!<br />
Irgendwie kann man doch alles arrangieren!<br />
Bitte nur nicht immer gleich den Mut verlieren!</p>
<p style="padding-left: 60px;">Ich glaub&#8216; nicht, dass mir was passiert!<br />
Im Grund ist alles ganz egal,<br />
wo jeder Mann von Welt operiert,<br />
mit nicht vorhand&#8217;nem Kapital!<br />
Ja!<br />
Wer nichts hat, braucht nur etwas zu gründen,<br />
sich mit renommierten Herrn,<br />
die auch pleite sind, verbünden &#8211;<br />
und das nennt man dann Konzern!<br />
Man verschleiert geschickt die Bilanzen &#8211;<br />
wer sich sträubt, wir korrumpiert!<br />
Was kümmern uns denn die Finanzen?<br />
Hauptsache ist, wir sind saniert!</p>
<p style="padding-left: 60px;">(gesprochen)<br />
<em>Und darauf kommt es doch schließlich an! Der Schein muß gewahrt werden!</em><br />
<em> Mundus vult decipi! Die Welt will betrogen sein!</em><br />
<em> Das heißt, wer ist eigentlich die Welt, die da betrogen sein will?</em><br />
<em> Sind das wir?</em><br />
<em> Bin das ich?</em><br />
<em> Augenblick!</em></p>
<p style="padding-left: 60px;">(Gesang)<br />
Refrain:<br />
Augenblick, wir wollen schnell mal überlegen!<br />
Augenblick, Sie haben doch wohl nichts dagegen?<br />
Augenblick, man soll sich nicht umsonst erregen!<br />
Augenblick, nur in der Ruhe liegt der Segen!<br />
Mein Gott, was kann einem denn schon groß passieren?<br />
Irgendwie kann man sich immer durchlavieren!<br />
Irgendwie kann man doch alles arrangieren!<br />
Bitte nur nicht immer gleich den Mut verlieren!</p>
<p style="padding-left: 60px;">Ja, so ist das mit dem Geld,<br />
das unter Land und Leute rinnt!<br />
Wo steckt es denn in aller Welt,<br />
da alle Menschen pleite sind?<br />
Irgendwohin muß es doch gerollt sein,<br />
doch wohin? Sagt mir: wohin?<br />
Irgendwohin muß doch all das Gold sein &#8211;<br />
das will mir nicht aus dem Sinn!<br />
Wohin hat man&#8217;s denn nur unterschlagen?<br />
Das muß doch rauszukriegen sein!<br />
Das Eine will ich Ihnen sagen:</p>
<p style="padding-left: 60px;">(gesprochen)<br />
<em>Da müßte man mal, ich meine wirklich, also ganz im Ernst!</em><br />
<em> Da müßten alle gemeinsam, müßte man das mal aufdecken, denn wir haben ja</em><br />
<em> schließlich unsere Börsen, unsere Banken, unsere Sparkassen, Kreditinstitute, wir</em><br />
<em> haben Wirtschaftshilfe, wir ha&#8230;</em><br />
<em> Wirtschaftshilfe!</em><br />
<em> Augenblick!</em></p>
<p style="padding-left: 60px;">Refrain:<br />
(Gesangstext gesprochen über Musik)<br />
Wir wollen schnell mal überlegen!<br />
Sie haben doch wohl nichts dagegen?<br />
Man soll sich nicht umsonst erregen!<br />
Nur in der Ruhe liegt der Segen!<br />
(Gesang)<br />
Mein Gott, was kann einem denn schon groß passieren?<br />
Irgendwie kann man sich immer durchlavieren!<br />
Irgendwie kann man doch alles arrangieren!<br />
Fang&#8217;wer lieber nicht erst an, zu diskutieren!</p>
<p>Diese Nummer hat sich als dennoch als Glanzlicht der „Banditen“ behauptet. In den 70er Jahren wurde sie von Theo Lingen gecovert – in einer Phase des trügerischen Friedens der Finanzmärkte.<strong> </strong><img loading="lazy" decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/572a33e8f35d4d35b0f0a9e88f5bf4e5" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2016/06/20/old-economy/">Old Economy</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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