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	<title>Klassik-Pop-et cetera Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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		<title>Rudi Carrell und der alte Broadway</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Oct 2024 11:04:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: „Klassik-Pop-et cetera“ im Deutschlandfunk Die dankenswerte Wiederholung der Sendung, in der Rudi Carrell eine eigene Musikauswahl präsentiert und aus seinem Leben erzählt, dürfte niemand freiwillig versäumt haben, der in meinem Alter ist. Die Aufzeichnung stammt aus dem Jahr 1978, &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2024/10/26/rudi-carrell-bei-klassik-pop-et-cetera/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p class="wp-block-paragraph">betr.: <strong>„Klassik-Pop-et cetera“</strong> im <strong>Deutschlandfunk</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die dankenswerte Wiederholung der Sendung, in der <strong>Rudi Carrell </strong>eine eigene Musikauswahl präsentiert und aus seinem Leben erzählt, dürfte niemand freiwillig versäumt haben, der in meinem Alter ist. Die Aufzeichnung stammt aus dem Jahr 1978, in dem sich Carrells Genie als Stallmeister der Samstagabend-Unterhaltung auf dem Höhepunkt befand. Sein aktuelles Format <strong>„Am laufenden Band“ </strong>war und bleibt eine einsame Spitzenleistung innerhalb und jenseits seiner Werkschau. Und es war das Jahr, in dem ich endgültig beschloss, keine dieser Sendungen mehr versäumen zu wollen.<br>Heute halte ich es mit „Klassik-Pop-et cetera“ ebenso, und wieder setzt sich Carrell bescheiden an die Spitze der meisten seiner Vorredner.<br>Neben seiner großartigen Musikauswahl sind es die teils persönlichen, teils historisch / teils fachlich hochinteressanten Dinge, die er zu erzählen hat.<br>Sogar die kleinen Widersprüche machen Freude und schärfen den Geist.<br>So erzählt Carrell zu Beginn, er habe sein geliebtes Heimat-Örtchen zwanzig lang nicht besucht. Das bedeutet, dass seine musikalische Liebeserklärung an Alkmaar (1963 im niederländischen Fernsehen) in diese große Pause fällt. – Das Lied war übrigens eine Neubetextung von <strong>„Dear Old Syracuse“ </strong>aus der Show <strong>„The Boys From Syracuse“</strong> (1938), die in London gerade ein Revival erlebte – unzweifelhaft hat Carrell sie dort erlebt und gleich in seine Show eingebaut.<br>Die Moderation, in der er von der Bedeutung des klassischen (!) Broadway-Musicals für seine Arbeit spricht, ist eines von vielen Kabinettstückchen der Sendung. Er berichtet von seiner besonderen Liebe zu <strong>Yves Montand </strong>und <strong>Marlene Dietrich</strong>, und natürlich ist <strong>Frank Sinatra</strong> für ihn der Größte. Er lässt diesen <strong>„Soliloquy“</strong> aus dem Musical <strong>„Carousel“ </strong>singen, und ich verstehe seine Aussage, dies sei sein Lieblingstitel in seiner gesamten Sinatra-Plattensammlung (obwohl ich bei diesem Song die Interpretation von <strong>Gordon McRae </strong>vorziehe). Ebenso entzückt war ich vom Wiederhören mit <strong>„What Kind of Fool Am I?“ </strong>(leider ebenso wie „Soliloquy“ brutal gekürzt und ausgeblendet – siehe unten), ein Song den Carrell „seit 1962 liebt und erst heute wirklich versteht“ (also seit er &#8211; so liegt nahe &#8211; die Ur-Inszenierung des Musicals <strong>&#8222;Stop The World &#8211; I Want To Get Off&#8220; </strong>wiederum im West End gesehen hatte). In diesem Zusammenhang ist es vielleicht interessant, dass Sinatra das Lied zu jenen zählte, die er niemals singen würde, weil er sie überhaupt nicht nachvollziehen könnte …</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es spricht einiges dafür, dass meine intellektuelle Rührung nicht jeden befällt, der Carrell zuhört. Die Sendungs-Homepage des DLF spricht etwas verlegen von einem „schmachtenden Herbst-Gruß“, der durch den Äther ginge. Aber muss man die Sendung deshalb so rüde zusammenkürzen (man hört jeden Schnitt!), nur um dafür die Erkennungsmelodie zweimal komplett durchlaufen zu lassen? Nicht falsch verstehen: ich liebe <strong>Horst Jankoswki</strong> und sein tolles Sendungs-Indikativ, aber für seine erschöpfliche Präsentation auf Kosten von Text und Musik des Studiogastes gab es zuletzt an anderer Stelle bessere Gelegenheiten.</p>


<p><img decoding="async" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/dc073099683640d683b056f50082ec3e" alt="" width="1" height="1" /></p><p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2024/10/26/rudi-carrell-bei-klassik-pop-et-cetera/">Rudi Carrell und der alte Broadway</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Words Or Music</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Sep 2024 10:20:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Monty Arnold - Biographisches]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Jazzmusiker Sebastian Studnitzky gestand gestern in der Sendung „Klassik-Pop-et cetera“ nach dem Ende eines Titels von „Radiohead“, er habe &#8222;keine Ahnung, über was da gesungen wird. Ich habe das Phänomen in meinem Gehirn, dass ich in dem Moment, wo &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2024/09/08/sebastian-studnitzky/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Der Jazzmusiker <strong>Sebastian Studnitzky </strong>gestand gestern in der Sendung<strong> „Klassik-Pop-et cetera“ </strong>nach dem Ende eines Titels von <strong>„Radiohead“</strong>, er habe &#8222;keine Ahnung, über was da gesungen wird. Ich habe das Phänomen in meinem Gehirn, dass ich in dem Moment, wo Musik gespielt wird, jeden Ton verstehe und genau weiß, was musikalisch abgeht, dann aber so in der Musik gefangen bin, dass ich überhaupt nicht auf die Texte hören kann. (…) Um einen solchen Text zu verstehen, muss ich ihn eigentlich lesen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Studnitzky kommt gut mit dieser Einschränkung zurecht und nimmt sie sportlich, für mich wäre sie ein Alptraum. Ich halte Musik für das Größte und wurde von meinem mangelnden Talent, ein Instrument zu erlernen (dieses Problem hat Sebastian Studnitzky freilich nicht), umso weiter in die offenen Arme der Sprache getrieben, meiner zweitgrößten Leidenschaft. Wenn ich nicht gerade Instrumentalmusik höre, erfreue ich mich daran, wie wundersam Worte und Musik eine Verbindung eingehen &#8211; besonders gern im Broadway-Musical alter Prägung.<br>Die oben beschriebene Ein-Ohrigkeit wäre für mich aber noch nicht der größte anzunehmende Ausfall: wie schrecklich wäre es, die Musik nicht zu verstehen?<br><br>Ein Bekannter, der sich mit Musicals sehr intensiv beschäftigt und gut auskennt – auch mit den klassischen –, schien mir eine Zeitlang als ein rarer Seelenverwandter, denn es gibt nicht viele Menschen mit dieser Vorliebe. Dann erwähnte er einmal eher beiläufig, ihm ginge es gar nicht um die Musik. Die höre, die verstünde er überhaupt nicht. Dass er immer<strong> Cole Porter</strong> als seinen Favoriten genannt hat, beruhte vor allem auf dessen Texten, sehr witzigen, hintersinnigen und dennoch gut singbaren Texten, welche mit ebenso großartigen Melodien daherkommen, die bekanntlich auch instrumental funktionieren. Nun muss ein guter Songtext nicht unbedingt satirisch oder im Porter&#8217;schen Sinne witzig sein. Das ist eine Möglichkeit von vielen, einen guten Text für einen Song zu schreiben, selbst wenn wir uns auf den Bereich des Theatersongs beschränken. Doch da waren wir beide bereits ganz unterschiedlicher Meinung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein Bekannter fühlt sich auch im Theater sehr wohl (wo er ebenfalls profunde Kenntnisse hat). Wie sich herausstellte, kam er vor allem zum Musical, weil ihm die Atmosphäre im dortigen Auditorium noch mehr zusagt. Wir stellten bald darauf fest, dass uns trotz unserer gemeinsamen Bewunderung für Cole Porter musikalisch rein gar nichts verbindet. <br>Und ich gehe ganz gewiss nicht wegen des Publikums in eine Aufführung.</p>
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