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	<title>Kolonialismus Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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	<title>Kolonialismus Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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		<title>Fast so schwer wie Trompete spielen &#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Mar 2024 16:28:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Gesellschaftliche Bedeutung des Jazz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8230; eine intelligente Diskussion über kulturelle Aneignung Neulich hörte ich in einer TV-Diskussion eine erregte junge Dame sagen, es sei nicht hinnehmbar, dass Menschen weißer Hautfarbe Jazz spielten, denn Jazz sei eine Musik, die den Angehörigen einer anderen Ethnie gehöre. &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2024/03/24/24950/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p><strong>&#8230; eine intelligente Diskussion über kulturelle Aneignung</strong></p>



<p>Neulich hörte ich in einer TV-Diskussion eine erregte junge Dame sagen, es sei nicht hinnehmbar, dass Menschen weißer Hautfarbe Jazz spielten, denn Jazz sei eine Musik, die den Angehörigen einer anderen Ethnie gehöre. Die Teilnehmerin verkannte nicht nur die völkerverständigende Wirkung dieser Musik im 20. Jahrhundert, sie übersah auch, dass Jazz eben keine rein schwarze Musik ist, sondern – im Gegenteil – eine, die aus dem Zusammentreffen der afrikanischen mit der westlichen Kultur entstanden ist. Dies (so wie die in der Tat tragischen Umstände, unter denen das geschah) lässt sich historischen Quellen entnehmen; was niemanden davon abhalten sollte, einfach mal Jazz zu <em>hören</em>. Oder zu spielen – egal welche Hautfarbe er hat.<br>Der Vorwurf der „kulturellen Aneignung“, der hier wieder einmal im Raum stand, wird selten auf kompetentere Weise geführt als in diesem Beispiel. Er ist nur einer von vielen, die zum Gegenstand schriller, unbeholfener und unreif geführter Diskurse geworden sind, nachdem die sozialen Medien die Pforten zu einer breiten, öffentlichen „Streitkultur“ weit aufgestoßen haben.*<br>In seiner Sendereihe über die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts stieß<strong> Kai Luehrs-Kaiser</strong> im <strong>rbb </strong>immer wieder auf Parallelen zur Gegenwart (2023), was ausdrücklich nicht das Thema der Reihe war.* Im „Problem einer gewissen Eingemeindung oder auch Aneignung kultureller Güter auf dem Wege der Kunst“ erkannte er einmal mehr „ein altes Problem – weit älter als der Ausdruck &#8218;Kolonialismus&#8216; es heute will. Als kolonial wird heutzutage der hermeneutische Versuch, in die Welt zu blicken, gern vereinfacht oder pauschal denunziert. Das Verstehen eines Gegenübers, um es hier mal ganz hochmögend zu sagen, ist nämlich nicht so einfach wie der böse Begriff Kolonialismus es suggeriert. Man kann das Andere, das Fremde, nicht in den Blick nehmen, ohne selbst der zu bleiben, der diesen Blick wirft. Deswegen muss es unvermeidlicherweise einen eigenen Blick auf das Fremde geben dürfen, ohne dass dieser sogleich als kolonialistisch angeprangert wird. Warum ist das so? Ganz einfach: Weil es anders schlicht und ergreifend gar nicht geht. Wir blicken als wir selbst auf anderes. Der Rest ist Bemühung, und, wenn’s hochkommt: gute Absicht.“<br>_________________<br>* Die Reihe ist noch immer vollständig nachzuhören unter <a href="https://www.rbb-online.de/rbbkultur/radio/programm/schema/sendungen/die_20er_jahre/calendar.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.rbb-online.de/rbbkultur/radio/programm/schema/sendungen/die_20er_jahre/calendar.html</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2024/03/24/24950/">Fast so schwer wie Trompete spielen &#8230;</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Gerade Gedrucktes gelesen: „Bilder von Zuckerinseln“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Aug 2021 14:50:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Bilder von Zuckerinseln]]></category>
		<category><![CDATA[Kolonialismus]]></category>
		<category><![CDATA[Renate Kraft]]></category>
		<category><![CDATA[Sklaverei]]></category>
		<category><![CDATA[taz]]></category>
		<category><![CDATA[Zucker]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: Sklaverei und Kolonialismus (in der Literatur und anderswo) Von Zeit zu Zeit finde ich in einem periodischen Medium etwas so überwältigend gut Formuliertes und Einleuchtendes, dass ich sofort nachschaue, ob es sich um einen Buchauszug handelt – denn dann &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2021/08/04/bilder-von-zuckerinseln/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p>betr.: Sklaverei und Kolonialismus (in der Literatur und anderswo) <br><br><em>Von Zeit zu Zeit finde ich in einem periodischen Medium etwas so überwältigend gut Formuliertes und Einleuchtendes, dass ich sofort nachschaue, ob es sich um einen Buchauszug handelt – denn dann bestünde ja immerhin die vage Hoffnung, es bei Bedarf wiederfinden zu können. Ist dies nicht der Fall, da der Beitrag ein vergängliches Thema bzw. einen aktuellen Aufhänger hat (und ist das Medium gar eine </em>Tages<em>zeitung), habe ich den Wunsch, ihn hier für das ewige WorldWideWeb zumindest zu markieren.</em><br><br>In ihrem Artikel „Bilder von Zuckerinseln“ in der <strong>„taz“</strong> vom heutigen Tage fasst <strong>Renate Kraft </strong>das Große und Kleine Einmaleins von Sklaverei und Kolonialismus zu einer flüssig lesbaren und gänzlich schmalzfreien Pflichtlektüre für jeden zusammen, der absehbar in einen Diskurs zu diesem Themenkreis geraten könnte – und wer will das heutzutage ausschließen?<br>Bitte unbedingt ausreißen und aufheben, zumal hier sogar die (belletristische) Referenzliteratur mit eingebaut ist!<br>Was die Autorin nebenbei über den MacGuffin dieses Textes – den Zucker <em>an sich</em> – zu sagen hat, sei hier kurz herausraffiniert. Als Vorgeschmack.</p>


<p style="padding-left: 60px;"><span style="font-family: Cambria,serif;"><span style="font-size: medium;">Zucker war jahrhundertelang das Produkt mühseliger Plackerei auf Pflanzungen des nahen und fernen Ostens und mithin ein Luxusartikel für Wohlhabende, während sich die große Mehrheit – zumal in Europa – mit Früchten und Honig zufriedengeben musste. Aber Zucker ist <em>das</em> Genussmittel schlechthin: ein Stoff, der die Nahrungsaufnahme in ein Vergnügen verwandelt. Gebäck und Desserts, konservierte Früchte, die meisten Getränke – sie benötigen Zucker. Traditionell wird Zucker mit Liebe und Zärtlichkeit assoziiert; unser Liebesvokabular kreist um die Vorstellung von Süße. Kurzum: Der europäische Hunger auf Zucker ließ sich durch ein paar Rosinen im Getreidebrei nicht füllen.<br>Im 18. Jahrhundert gab es Zucker plötzlich günstig zu kaufen: Auf den karibischen Inseln wurde Rohrzucker von Sklaven angebaut und in großen Mengen nach Europa exportiert. Es war die Sklavenarbeit, die ihn so billig machte. So eng verbanden sich im Bewusstsein der Europäer die karibischen Inseln mit der Zuckererzeugung, dass man bald von den „Zuckerinseln“ sprach.<br>Als Metapher für schuldbeladenes Genießen funktioniert die karibische Zuckerplantage nicht mehr: Zucker wird heute maschinell und überwiegend aus Zuckerrüben gewonnen. Aber der üppige Konsum im globalen Norden der Gegenwart ist inzwischen in andere Schuldzusammenhänge verstrickt.</span></span></p>
<p style="padding-left: 90px;"><span style="font-family: Cambria,serif;"><span style="font-size: medium;"></span></span></p><p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2021/08/04/bilder-von-zuckerinseln/">Gerade Gedrucktes gelesen: „Bilder von Zuckerinseln“</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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