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	<title>„Seinfeld“ Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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	<title>„Seinfeld“ Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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		<title>Seinfeld &#8211; Ein deutsches Missverständnis? (1)</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Sep 2020 16:59:27 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 61. Geburtstag von Jason Alexander Der Schauspieler Jason Alexander wird vor allem als einer der vier Hauptcharaktere der Serie „Seinfeld“ (1989-98) erinnert. Er spielte den kleinen, dicklichen Kahlkopf George, der nicht nur beziehungsunfähig, gefühlsarm und neurotisch war (wie die &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2020/09/23/16698/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p class="wp-block-paragraph">betr.: 61. Geburtstag von <strong>Jason Alexander</strong><br><br><em>Der Schauspieler Jason Alexander wird vor allem als einer der vier Hauptcharaktere der Serie „Seinfeld“ (1989-98) erinnert. Er spielte den kleinen, dicklichen Kahlkopf George, der nicht nur beziehungsunfähig, gefühlsarm und neurotisch war (wie die anderen drei) sondern außerdem ein Feigling und ständig auf Jobsuche.<br>„Seinfeld“ war ein schwer beschreiblicher Erfolg (siehe unten), der alle Beteiligten materiell sorgenfrei machte. Der letzte deutsche Wikipedia-Eintrag zu Jason Alexander ist acht Jahre alt und beschreibt, wie man ihn wegen einer Äußerung in einer Talkshow öffentlich angriff: er hatte Cricket als „Schwulensport“ bezeichnet und sich dafür später entschuldigen müssen. Toll, was Komiker in den USA, dem Mutterland der Comedy, so alles nicht sagen dürfen …</em><br><br><strong>Seinfeld in Deutschland – Ein Missverständnis?<br></strong><br>Die amerikanische Sitcom „Seinfeld“ (1990-98) war eine historische Sensation des linearen Fernsehens. Als sie auf unsere Bildschirme gelangte, hatte sie in ihrer Heimat längst alle möglichen Rekorde gebrochen und das Genre neu definiert. Der Sender NBC verdankte ihr zeitweise etwa 40% seiner Werbeeinnahmen. „Seinfeld“ war die bis dato teuerste TV-Serie überhaupt, was nicht am erzählerischen Aufwand sondern an den Mondpreisen lag, die die Stars verlangten und erhielten.  <br>In den Anfängen eröffnete der Selbstdarsteller Jerry Seinfeld jede Episode mit einem Stand-Up-Monolog vor Publikum, der das Thema vorbereitete. Was dann folgte, waren zutiefst alltägliche Geschichten um eine New Yorker Klicke aus drei Jungs einem Mädchen. Es ging in der Serie „um gar nichts“, wie Jerry Seinfeld immer wieder kokett betonte.<br><br>1995 prahlte Kabel1 damit, den Öffentlich-Rechtlichen diesen Hit vor der Nase weggeschnappt zu haben, wirtschaftete ihn 33 Folgen lang auf einen Marktanteil von 0,9% herunter und überließ ihn dann dem Schwestersender ProSieben. Mit den üblichen Methoden verhinderte man bei etwas besserer Quote auch dort den ganz großen Erfolg: Weglassen von Vor- und Abspann („Optimierung aus Zeitgründen“), auch wenn sie zur Handlung gehörten, Weglassen einzelner Episoden und Veränderung der Sendereihenfolge, wodurch der Verweis auf frühere Folgen ins Leere lief, unglückliche (vorabendliche bzw. tiefnächtliche) Sendeplätze …<br>Zuletzt sendete ZDFneo (die zeitweilig sehr fesche Seitenstraße des behäbigen Riesen-Muttersenders ZDF) die mittlerweile gut abgehangene Reihe  in mehreren Durchläufen in kompletter und chronologischer Form – wiederum für ein kleines, ergebenes Publikum.<br><br>Welch Rolle mag die deutsche Synchronisation bei dieser Resonanz gespielt haben?</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" width="640" height="42" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/08/Forts.-folgt1-1024x67-1.jpg?resize=640%2C42&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-16433" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/08/Forts.-folgt1-1024x67-1.jpg?w=1024&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/08/Forts.-folgt1-1024x67-1.jpg?resize=300%2C20&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/08/Forts.-folgt1-1024x67-1.jpg?resize=768%2C50&amp;ssl=1 768w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption>Aus dem Essay &#8222;Humor Omnia Vincit&#8220;</figcaption></figure>


<p><img decoding="async" src="http://vg01.met.vgwort.de/na/35c8e774792a4ce68686900dcb2964e2" width="1" height="1" alt=""></p><p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2020/09/23/16698/">Seinfeld &#8211; Ein deutsches Missverständnis? (1)</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Der Song des Tages: &#8222;MacArthur Park&#8220;</title>
		<link>https://blog.montyarnold.com/2016/10/08/der-song-des-tages-macarthur-park/</link>
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		<pubDate>Sat, 08 Oct 2016 11:21:44 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 2. Jahrestag der Enthüllung der Hintergründe des Songtextes „MacArthur Park“ durch Jimmy Webb gegenüber „Newsday“ Es gibt persönliche Erfahrungen, für die ich immer dankbar sein werde, in denen sich die Liedzeile bewahrheitet „Twas so good to be young then &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2016/10/08/der-song-des-tages-macarthur-park/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: 2. Jahrestag der Enthüllung der Hintergründe des Songtextes „MacArthur Park“ durch <strong>Jimmy Webb</strong> gegenüber „Newsday“</p>
<p>Es gibt persönliche Erfahrungen, für die ich immer dankbar sein werde, in denen sich die Liedzeile bewahrheitet „Twas so good to be young then In the season of plenty“. Mit „plenty“ ist hier nicht die materielle Fülle gemeint, sondern die beiläufige Selbstverständlichkeit, mit der es möglich war, etwas Wundervolles tatkräftig mitzugestalten.<br />
In jenen glorreichen Tagen, da der <strong>„Quatsch Comedy Club“</strong> noch keine Fernsehsendung war, sondern ein monatliches Live-Ereignis in Hamburg, ein heißerflehtes Happening, das nur so viele Menschen erleben konnten wie dreimal in den Mojo-Club hineinpassten, in jenen Tagen hatte ich ein paar Kollegen, die besonders von der aktuellen amerikanischen Comedy (und Lebensart) geprägt waren – während ich mich eher am deutschen Fernsehen abarbeitete. Ein später berühmter niederbayrischer Kollege schwärmte zum Beispiel von <strong>„Seinfeld“</strong>, <span id="more-5937"></span>einer TV-Serie, in der das Leben eines New Yorker Stand Up Comedian gezeigt wird. (Dieses Berufsbild begann sich hierzulande ja erst herauszubilden, und der „Quatsch Comedy Club“ hatte daran einen gewissen Anteil.) Ich habe den Fans von „Seinfeld“ immer unterstellt, dass sie mehr von der flott-idyllischen Darstellung dieses Lebensentwurfs fasziniert waren als von der Qualität der Gags. (Ich werde es niemals ganz genau wissen.)<br />
Auch unser Direktor Thomas Hermanns gab in seinen Soli mitunter persönliche Eindrücke zum Besten, die er aus den USA mitgebracht hatte. Einmal analysierte er (durchaus mit erkennbarer Zuneigung) den durchgeknallten Text des Songs „MacArthur Park“*.<br />
Im Entstehungsland des Songs hat die Beargwöhnung dieses Textes schon Tradition. Hat ein Stück Popkultur einen solchen „Griff zum Wegschmeißen“ erst einmal angepappt bekommen, geht alles wie von selbst. Rasch war für „MacArthur Park“ der Ehrentitel des „schlechtesten Songs aller Zeiten“ in Umlauf gebracht (Geht’s noch?) – vermutlich von einem Individuum, das nicht einmal in der Lage wäre, den Flohwalzer auf dem Kamm zu blasen.</p>
<p>Wir wollen uns rasch die wichtigsten Fakten dazu ansehen: der 21jährige Jimmy Webb, der im südlichen Kalifornien zur Schule gegangen war und schon für die „Supremes“ komponiert hatte, schrieb „MacArthur Park“ für ein geplantes Konzeptalbum, das zwischen Klassik und gefälligem Pop vermitteln wollte – das war 1967 gar kein so verwegener Ansatz. In der ersten der vielen Interpreten dieser Nummer (durch den Schauspieler Richard Harris) schwingt dieser Anspruch noch deutlich mit: sie dauert sieben Minuten und bietet ein großes Streicherensemble auf. Allein diese Urfassung wurde über eine Million mal verkauft, und die Cover-Versionen häuften sich. Unter ihnen befanden sich auch instrumentale Umsetzungen – eine der schönsten ist die des gewohnt zuverlässigen Percy Faith – und wer zuwenig Fantasie hat, die Qualität der Melodie aus einer Vokal-Version herauszuhören, dem  seien diese zur Hinterfragung des oben zitierten Statements ans Herz gelegt.</p>
<p>Was aber hat es mit dem berüchtigten Text auf sich?<br />
Ein Künstler erklärt sein Werk nicht gern, aber Jimmy Webb ist auch nur ein Mensch. Irgendwann gab er nach und verriet, dass der MacArthur Park in Los Angeles der Treffpunkt für ihn und seine Freundin gewesen sei und dass auch die übrigen Metaphern auf banales Reales verweisen: die alten Männer, die Naturphänomene, selbst der vieldiskutierte im Regen stehengelassene Kuchen und die Sorge um das Rezept dazu.<br />
Webb schrieb in der Folge die größten Hits für andere – vom Format Frank Sinatra (ich liebe „By The Time I Get To Phoenix“!), Linda Ronstadt, Simon &amp; Garfunkel, Joe Cocker &#8230; – Filmmusik und natürlich weniger beachtete Soloalben.<br />
Dass er also weiterlebte und –arbeitete, mag eine gewisse Art von Musikfreunden auch gegen seinen „MacArthur Park“ aufgebracht haben.</p>
<p>_________________________<br />
* Hennes Bender später hat das Gleiche mit dem Rock-Klassiker „Bohemian Rhapsody“ unternommen – ein denkwürdiger Vortrag.<img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/fac27b5b637f406aa51f09c50b0d770f" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2016/10/08/der-song-des-tages-macarthur-park/">Der Song des Tages: &#8222;MacArthur Park&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Die Last mit dem Lachsack</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2016 11:51:48 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 96. Geburtstag von Tony Randall Vor einigen Tagen geschah etwas, was ich eigentlich vermeiden wollte: ich geriet in eine Folge der Serie „The Odd Couple“ hinein – in das aktuelle CBS-Remake der klassischen TV-Serie aus den 70er Jahren, die &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2016/02/26/die-last-mit-dem-lachsack/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2016/02/26/die-last-mit-dem-lachsack/">Die Last mit dem Lachsack</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: 96. Geburtstag von <strong>Tony Randall</strong></p>
<p>Vor einigen Tagen geschah etwas, was ich eigentlich vermeiden wollte: ich geriet in eine Folge der Serie <strong>„The Odd Couple“</strong> hinein – in das aktuelle <strong>CBS-Remake</strong> der klassischen TV-Serie aus den 70er Jahren, die bei uns unter dem Titel „Männerwirtschaft“ zu sehen war. <strong>„Männerwirtschaft“</strong> hatte seinerzeit die undankbare Aufgabe, die Magie der Ur-Interpreten des klassischen Bühnen- und Kinovorgängers von <strong>Neil Simon</strong> vergessen zu machen: Jack Lemmon als pingelinger Hypochonder Felix und Walter Matthau als schlampiger Sportreporter Oskar, dem die Wohnung gehört, in der die beiden nun zusammenleben. Das ist <strong>Tony Randall und Jack Klugman</strong> immerhin so gut geglückt, dass die Reihe fünf Jahre lang erfolgreich lief.<span id="more-4491"></span> (Ich persönlich mochte die Zweitbesetzung sogar lieber, trotz meiner Verehrung für Jack Lemmon.)<br />
In der deutschen Fassung funktionierte die Serie auch, und dafür waren zwei Aspekte wichtig: die Bearbeitung durch den gewieften Blödel-Profi Rainer Brandt, der auch Tony Randall sprach, und die Tatsache, dass man sich entschied, auf das Hinzufügen von Konservenlachern zu verzichten. Diese Unsitte hatte sich im deutschen Fernsehen noch nicht durchgesetzt, obwohl das Original bereits verlacht war.</p>
<p>In den 80ern machte die US-amerikanische Sitcom bei uns richtig Furore. Das Tonband-Gelächter hielt auch hier Einzug, und in Serien mit anständiger Pointendichte konnte man sich irgendwie dran gewöhnen – zumal Highlights des Genres wie „Golden Girls“ oder „Eine schrecklich nette Familie“ ja auch in offensichtlichen Studiokulissen produziert wurden und die gleichzeitige Anwesenheit eines Publikums irgendwie ins Bild paßte.<br />
Inzwischen hat sich das gründlich überlebt. Spätestens seit „Seinfeld“ – dessen Abenteuer abgesehen von den Comedy-Club-Sequenzen zu Beginn jeder Folge an schnell wechselnden unterschiedlichen Schauplätzen abliefen – erweckte das lieblos hinzugemischte Gedöns den Eindruck des Tuschs bei einer Kappensitzung, dort eine unentbehrliche Hilfe für das angeheiterte und ohnehin nicht sehr aufmerksame Saalpublikum, um die müden Kalauer in der Bütt nicht zu versäumen.</p>
<p>Nun sind wir also in der Gegenwart angekommen, und die Lachschleife läuft und läuft. In Privatgesprächen sagt mir jeder, ihm / ihr ginge das schrecklich auf die Nerven, aber niemand beim Deutschen Fernsehen würde es wagen, etwas anders zu machen, als es alle anderen tun. Die Verantwortlichen schämen sich aber ganz offensichtlich, denn inzwischen ist das Geräusch deutlich leiser hineingemischt – gerade noch laut genug, um ein Gefühl der Belästigung auszulösen.<br />
Die gute Nachricht: im Falle von „The Odd Couple“ (The Remake) kann das keinen Schaden anrichten.<img loading="lazy" decoding="async" src="https://vg07.met.vgwort.de/na/c4e10db597594fbb95a6b4cdade7974f" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2016/02/26/die-last-mit-dem-lachsack/">Die Last mit dem Lachsack</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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