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	<title>„Sitting Pretty“ Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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	<title>„Sitting Pretty“ Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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		<title>Broadway&#8217;s Like That (19): Vom Autodidakten zum Millionär</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Aug 2016 09:38:56 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>5. Mr. American Music &#8211; Irving Berlin (2) (Fortsetzung vom 26. Juli) Diese Bedeutung Berlins hatte bereits Jerome Kern erkannt, als er über ihn bemerkte: Sowohl der typische Yankee als auch eine Berlin-Melodie haben Humor, Persönlichkeit, Schwung, Bodenständigkeit. Beide sind &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2016/08/02/broadways-like-that-19-vom-autodidakten-zum-millionaer/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>5. Mr. American Music &#8211; Irving Berlin (2)</strong> (Fortsetzung vom 26. Juli)</p>
<p>Diese Bedeutung <strong>Berlins</strong> hatte bereits <strong>Jerome Kern</strong> erkannt, als er über ihn bemerkte:</p>
<p style="padding-left: 60px;">Sowohl der typische Yankee als auch eine Berlin-Melodie haben Humor, Persönlichkeit, Schwung, Bodenständigkeit. Beide sind hellwach und beide sind manchmal ein bisschen laut, aber was der oberflächliche Betrachter fälschlicherweise für Blech halten könnte, ist in Wirklichkeit Gold. Er nimmt die Schwingungen auf, die von den Menschen, dem Geist und dem Leben seiner Zeit ausgehen und gibt diese Eindrücke der Welt zurück &#8211; vereinfacht, geläutert, verherrlicht. Irving Berlin hat nicht einen Platz in der amerikanischen Musik, er ist die amerikanische Musik!<span id="more-5786"></span></p>
<p>Darüberhinaus verkörpert sich in Berlin auch die amerikanische Erfolgsstory &#8211; „From Rags To Riches“, vom Tellerwäscher zum Millionär. Irving Berlin, Sohn eines Kantors, lebte nach der Emigration seiner Eltern in der Lower East Side in Armut. Berlins Vater Moses Baline starb bereits 1896, und der 8jährige Israel &#8211; Izzy genannt &#8211; beschloß, seine Mutter zu versorgen. Er konnte das immerhin in Höhe einiger Cents, die er als Zeitungsjunge verdiente.</p>
<p>Mit 14 lief er von zu Hause fort. Sein erster Job war, als Sänger der 2. Stimme einen blinden Straßensänger namens Blind Sol zu begleiten. Dadurch lernte er die Songs solcher Größen wie George M. Cohan kennen: „Mary’s A Grand Old Name“ oder „Give My Regards To Broadway“. Ein Talentscout des Musikverlegers Harry von Tilzer hörte ihn und bat ihn ins Büro seines Chefs zu kommen. Für 5 Dollar in der Woche musste er in Tony Pastor’s Music Hall im Publikum sitzen, und sobald der Sänger auf der Bühne sein Lied beendet hatte, musste Izzy „Spontan“ aufstehen und dieses Lied begeistert wiederholen. Seine Repertoirekenntnisse erweiterten sich. Seine folgenden Engagements verdankte er in der Regel seinem hellen Knabensopran.</p>
<p>Er arbeitete als singender Kellner in Chinatown, als er &#8211; hier noch nur als Texter fungierend &#8211; mit einem seiner Kollegen seinen ersten Song schrieb: „Mary From Sunny Italy“. Sogar eine gedruckte Einzelausgabe für erschien davon, für die Izzy 37 Cents Tantiemen erhielt &#8211; und noch etwas: der Schriftsetzer, der den Namen des Textautors am Telefon mitgeteilt bekam und nicht richtig zuhörte, machte aus „I. Baline“ „I. Berlin“. Izzy beschloß, den Namen zu behalten. 1911, er komponierte inzwischen selbst, hatte er einen richtigen Hit: „Alexander’s Ragtime Band“.</p>
<p>Musikalisch war Berlin Autodidakt. Sein technisches Wissen über Musik wie seine pianistischen Fähigkeiten, beschränkten sich auf ein Minimum. Er musste seine Musik von Helfern notieren lassen, und weil er nur auf den schwarzen Taten &#8211; also in fis-dur &#8211; spielen konnte, hatte er einen Hebel am Klavier, mit dessen Hilfe er transponierte. Musiker, die für ihn gearbeitet haben, berichten aber von Berlins sehr präzisen Harmonievorstellungen und von einem ebenso genauen Gehör.<br />
Zeitlebens unternahm Berlin freilich nichts, um sich die fehlenden musikalischen Grundlagen nachträglich anzueignen. Er war eben durch und durch Instinktmusiker, der sich das Credo leisten konnte: „Wenn sich ein Song nicht von selbst schreibt, dann laß ihn sein!“</p>
<p>Offensichtlich war Berlin weise genug, um aus seinen Schwächen kein Hehl zu machen und ihnen mit Humor zu begegnen. In ihrem Erinnerungsbuch „Bring On The Girls“ berichten Wodehouse &amp; Bolton, wie sie, um mit Berlin über „Sitting Pretty“ zu verhandeln, das ja Kern dann schließlich ausführte,  Berlin in seiner luxuriösen New Yorker Penthousewohnung besuchen, zu deren Innenausstattung auch zwei lebendige Tukane gehören. Als Berlin nach einem der Vögel die Hand ausstreckt, hackt dieser mit seinem großen Schnabel und verfehlt sie nur um Zentimeter. „Wenn ich Sie wäre, würde ich mich lieber von diesem Federvieh fernhalten!“ warnt Wodehouse. „Die reißen Ihnen womöglich noch den Finger ab!“ Unbeeindruckt entgegnet Berlin: „Ja, und es könnte der sein, mit dem ich Klavier spiele!“<br />
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		<title>Broadway&#8217;s Like That (15): In der Werkstatt</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Jul 2016 20:52:56 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>4. Jerome Kern &#8211; Erfinder des Musicals</strong> <strong>(2)</strong> (Fortsetzung vom 25. Juni)</p>
<p>In den 20er Jahren gab es vereinzelt immer wieder europäische Operetten am Broadway. Durch Bearbeitungen und das Einfügen von Songs einheimischer Komponisten, wurden diese importierten Stücke dem amerikanischen Geschmack angepasst. Bis 1914 hat Jerome Kern die meisten seiner Songs auf diese Weise unter die Leute gebracht. Er galt als derjenige, der mit seinen Interpolationen anämischen Partituren aufhelfen sowie zu schwerblütige genießbar machen konnte.<br />
Auch heute noch wird regelmäßig interpoliert &#8211; und zwar immer dann, wenn ein Bühnenmusical ins Kino kommt. Um sich für den<strong> Song-Oscar</strong> zu qualifizieren, der eine Originalkomposition vorschreibt, wird heute wie in alter Zeit jedem Musical in der Filmversion ein neuer Titel hinzugefügt. Ironischerweise geht diese Form der Interpolation wiederum auf Jerome Kern zurück, denn er hatte sich dafür eingesetzt, ein ausgezeichneter Song müsse neu sein.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5549" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/07/Jerome-Kern-Collection.jpg?resize=640%2C872&#038;ssl=1" alt="Jerome Kern Collection" width="640" height="872" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/07/Jerome-Kern-Collection.jpg?w=1275&amp;ssl=1 1275w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/07/Jerome-Kern-Collection.jpg?resize=220%2C300&amp;ssl=1 220w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/07/Jerome-Kern-Collection.jpg?resize=752%2C1024&amp;ssl=1 752w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><span id="more-5542"></span></p>
<p>„Sitting Pretty“ brachte Kern 1924 erneut &#8211; und zum letzten Mal &#8211; mit seinen ehemaligen Mitarbeitern von den Princess Shows zusammen: Guy Bolton für das Libretto und P. J. Wodehouse für die Songtexte. Ursprünglich hatte Irvin Berlin die Musik zu „Sitting Pretty“ schreiben sollen, doch als dieser sich zurückzog, griff Kern nur zu gerne zu.</p>
<p>Damals wenig erfolgreich und lange unterschätzt, strahlt „Sitting Pretty“ einen herzerwärmend naiven Charme aus. Kern findet einen beinahe nostalgischen Tonfall für seine Musik, unwiderstehlich in Verbindung mit Wodehouses liebenswert-skurrilen Texten. Da werden die Vorzüge eines imaginären Landes Bongo am Kongo besungen oder es trauert ein Einbrecher seiner Zeit im Gefängnis nach &#8211; dort blühten die Tulpen so schön.  Und dann gibt es noch „The Enchanted Train“, den Vorortzug. Ein bisschen langsam zwar und ziemlich stickig, doch so zauberhaft, weil er den Pendler allabendlich zu seiner Liebsten nach Hause bringt.</p>
<p>Obwohl Kern vor allem in den Princess Theatre Musicals darauf hingearbeitet hatte, der Musical Comedy eine geschlossenere Form zu geben,  beugte er sich auch dem Diktat des Geldes und des Zeitgeschmacks und arbeitete an Projekten, die seinem Ideal nicht entsprochen haben können; etwa „Sunny“, zu dem Kern 1925 die Musik komponierte. Das war eines der Anfang der 20er Jahre so beliebten Musicals mit Cinderella-Thematik. Vor allen Dingen aber war es ein Star-Vehikel, in dem neben der damals berühmten „Pavlova des Broadway“ Marilyn Miller eine Reihe weiterer Tänzer, Komiker, Schauspieler und eine Tanzband auf der Bühne ins Geschehen integriert werden mussten.<br />
Oscar Hammerstein II, einer der Textautoren,  beschreibt, wie es bei der Arbeit zuging:</p>
<p style="padding-left: 90px;">„Unsere Aufgabe war es, eine Geschichte zu erzählen mit einer Besetzung, die wie für eine Revue zusammengestellt war. Charles Dillingham, der Produzent, hatte Cliff Edwards unter Vertrag, der sang und die Ukulele spielte und als „Ukulele Ike“ bekannt war. Sein Vertrag verlangte, dass er seine Nummer zwischen 10 und Viertel nach 10 absolvierte. Also mussten wir unsere Geschichte so konstruieren, dass Ukulele Ike während dieser Zeit auftreten konnte, ohne den Verlauf der Handlung zu stören.“</p>
<p>Das hing mit weiteren Auftrittsverpflichtungen des Künstlers zusammen, der davor und danach in ähnlich spukhafter Weise in anderen Produktionen auftauchte. Ukulele Ike war übrigens der erste von zahlreichen Interpreten des Songklassikers „Singin’ In The Rain“ &#8211; und später die Stimme von Jiminy Cricket in Walt Disneys „Pinocchio“.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4804" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=640%2C42&#038;ssl=1" alt="Forts. folgt" width="640" height="42" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?w=1400&amp;ssl=1 1400w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=300%2C20&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=1024%2C67&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2016/07/01/broadways-like-that-15-in-der-werkstatt/">Broadway&#8217;s Like That (15): In der Werkstatt</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Broadway&#8217;s Like That (14): Der erste Welterfolg</title>
		<link>https://blog.montyarnold.com/2016/06/25/broadways-like-that-3/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Jun 2016 18:48:35 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>4. Jerome Kern &#8211; Erfinder des Musicals (1) (Fortsetzung vom 18. Juni) &#8222;Ol’ Man River&#8220; &#8211; die schwarzen Baumwollstauer beklagen die Hoffnungslosigkeit ihres harten Lebens am Ufer des Mississippi, der gleichmütig, unbekümmert um menschliche Schicksale seinen Lauf nimmt. Dieser bekannte &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2016/06/25/broadways-like-that-3/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2016/06/25/broadways-like-that-3/">Broadway&#8217;s Like That (14): Der erste Welterfolg</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>4. Jerome Kern &#8211; Erfinder des Musicals</strong> <strong>(1)</strong> (Fortsetzung vom 18. Juni)</p>
<audio class="wp-audio-shortcode" id="audio-5492-1" preload="none" style="width: 100%;" controls="controls"><source type="audio/mpeg" src="https://blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/06/Ol-Man-River-Fantasy1.mp3?_=1" /><a href="https://blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/06/Ol-Man-River-Fantasy1.mp3">https://blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/06/Ol-Man-River-Fantasy1.mp3</a></audio>
<p><strong><br />
&#8222;Ol’ Man River&#8220;</strong> &#8211; die schwarzen Baumwollstauer beklagen die Hoffnungslosigkeit ihres harten Lebens am Ufer des Mississippi, der gleichmütig, unbekümmert um menschliche Schicksale seinen Lauf nimmt. Dieser bekannte Song aus Jerome Kerns <strong>„Show Boat“</strong> war in einer Aufnahme aus dem Jahr 1928 zu hören &#8211; mit <strong>Paul Robeson</strong> als Solist und dem Orchester von <strong>Paul Whiteman</strong>. Das merkwürdige Arrangement dieser Aufnahme, das auf <strong>Gershwin</strong>s <strong>„Rhapsody In Blue“</strong> und Antonin Dvoráks 9. Symphonie „Aus der Neuen Welt“ anspielt, mag aus der selben Haltung heraus entstanden sein, die Paul Whiteman etwa bei Gershwin ein Jazz-Konzert bestellen ließ &#8211; die spätere „Rhapsody In Blue“. Überhaupt müssen die Beziehungen zwischen populärer Musik &#8211; bzw. dem, was damals „Jazz“ hieß &#8211; und „seriöser Musik“ Mitte der 20er Jahre ein Gegenstand öffentlicher Diskussion gewesen sein.<span id="more-5492"></span></p>
<p>Obwohl auch Jerome Kern in seiner Musik Anleihen bei der Musik der Schwarzen machte &#8211; er soll darin sogar einer der ersten Broadway-Komponisten gewesen sein &#8211; schien er doch ein distanziertes Verhältnis zum Jazz zu haben. Als er 1924 sein Musical „Sitting Pretty“ herausbrachte, entschloß er sich einer ungewöhnlichen Maßnahme: er verbot, dass Musik aus dem Stück außerhalb des Theaters öffentlich gespielt wurde. Dieses Verbot begründete er in einer Attacke gegen die „betrügerische Imitation“, die statt „echter Musik“ seiner Meinung nach von Unterhaltungsorchestern und Rundfunk verbreitet wurde. Er beklagt sich:</p>
<p style="padding-left: 60px;">&#8222;Außer im Theater kommt heute nichts von unserer Musik so beim Publikum an, wie wir es geschrieben haben. Sie wird von Jazz-Orchestern so entstellt, dass sie fast nicht wiederzuerkennen ist. Es sollte einem Komponisten möglich sein, seine Partitur so zu schützen wie ein Schriftsteller sein Manuskript. Kein Schriftsteller würde Raubdrucke seines Werkes erlauben, in denen Satzbau und Interpunktion verändert wurden, wodurch seinem Werk eine Bedeutung gegeben würde, die sich vollständig von dem unterscheidet, was er im Sinn hatte!&#8220;</p>
<p>Offensichtlich tat sich Kern schwer mit Arrangements seiner Musik, die womöglich noch Raum ließen für Jazz-Improvisationen. Dafür war er dann wohl doch zu sehr Komponist. Allerdings &#8211; so legt es Kerns Biograph Gerald Bordman nahe &#8211; hätte dieses Verhalten auch ein ausgefuchster Werbetrick für „Sitting Pretty“ sein können.</p>
<p>Jerome Kern &#8211; geboren 1885 &#8211; war als Musiker ausgebildet worden, in New York und in Deutschland. Zunächst hatte er freilich den Widerstand seines Vaters zu überwinden, der ihn lieber als Geschäftsmann gesehen hätte. Nachdem der junge Kern, der beim Großhändler zwei Klaviere für das väterliche Geschäft hatte besorgen sollen, mit zweihundert Klavieren anrückte, stand dem Musikstudium nichts mehr im Wege.</p>
<p>Nach ersten Erfahrungen im Londoner Musiktheater, war Kern am Broadway vor allem mit interpolierten Songs vertreten, bevor er als Komponist der Princess Theatre Musicals dem Amerikanischen musikalischen Unterhaltungstheater neue Impulse gab. (Die Princess Theatre Musicals stehen in dem legendären Ruf, dem Musical erstmals eine eigene, vor allem eine eigenständig amerikanische Gestalt gegeben zu haben.) Judy Garland setzte dieser Ära ein Denkmal in einer rauschenden Revuenummer in einem ihrer späten Filme „A Star Is Born“. Hier singt sie: „I was born in a trunk in a Princess Theatre“. Die Szene orientiert sich in ihrem stilistischen Reichtum offensichtlich am „Broadway Ballet“ aus „Singin’ In The Rain“ &#8211; und wurde ihrerseits in &#8222;Springtime For Hitler&#8220; parodiert. Judy Garland singt eine Reihe von Songklassikern verschiedener Komponisten, darunter „Swanee“, den ersten Hit für George Gershwin.</p>
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