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	<title>Witta Pohl Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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	<title>Witta Pohl Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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		<title>The Witta Pohl Blues</title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Nov 2023 11:49:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chanson]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Filmmusik / Soundtrack]]></category>
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		<category><![CDATA[Fernsehserie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>nach der Titelmelodie von „Diese Drombuschs“ von Eugen Thomass betr.: 86. Geburtstag von Witta Pohl Kaum zu glauben, dass das Ende der Serie „Diese Drombuschs“ schon fast 30 Jahre zurückliegt – und dass wir uns an viele Details dieses veritablen &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2023/11/01/the-witta-pohl-blues/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2023/11/01/the-witta-pohl-blues/">The Witta Pohl Blues</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>nach der Titelmelodie von <strong>„Diese Drombuschs“ </strong>von <strong>Eugen Thomass</strong></p>



<p><em>betr.: 86. Geburtstag von Witta Pohl</em></p>



<p><em>Kaum zu glauben, dass das Ende der Serie „Diese Drombuschs“ schon fast 30 Jahre zurückliegt – und dass wir uns an viele Details dieses veritablen „Straßenfegers“ kaum noch erinnern können.</em><br><em>Mit etwas Nostalgie ersteht das Bild der großen Eppendorfer Fernsehtragödin vor uns auf, die von ihrem erbarmungslosen Showrunner durch immer schlimmere Krisen und Entbehrungen getrieben wurde. Wäre der Titel der<strong>„Mutter der Nation“</strong> nicht schon an eine<em> (ebenfalls kinderlos gebliebene) </em>ältere Kollegin vergeben gewesen, die begeisterten Kritiker hätten ihn zu gern an Witta Pohl weitergereicht – aber besagte Kollegin war ja noch unter uns.</em><br><em>Wer die Titelmelodie von „Diese Drombuschs“ auf YouTube heraussucht, kann „Mutter Drombusch“ nun posthum dieses Geburtstagsständchen bringen:</em></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" width="640" height="480" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2023/11/Witta-zuhaus.jpg?resize=640%2C480&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-23915" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2023/11/Witta-zuhaus-scaled.jpg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2023/11/Witta-zuhaus-scaled.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2023/11/Witta-zuhaus-scaled.jpg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2023/11/Witta-zuhaus-scaled.jpg?resize=1536%2C1152&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2023/11/Witta-zuhaus-scaled.jpg?resize=2048%2C1536&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2023/11/Witta-zuhaus-scaled.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2023/11/Witta-zuhaus-scaled.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>



<p><br>Wieder haut das Schicksal drauf auf unsre Witta, uns&#8217;re tapf&#8217;re Witta Pohl.<br>Fußpilz, Rheuma, Hungersnöte, Wirbelstürme &#8211; Witta kennt sie allzuwohl.<br>Wo auch je ein Leid geschieht, gähnend sich ein Abgrund öffnet,<br>immer, wenn die Hütte brennt, ist zur Stelle uns&#8217;re Witta,<br>wiegt ihr Haupt voll Blut und Wunden.</p>



<p>Friede, Freude, Eierkuchen, keine Sorgen &#8211; das kennt uns&#8217;re Witta nicht!<br>Niemals ist ihr Himmel blau und ohne Grauen, stets ein Wolkenbruch in Sicht!<br>Andre hör’n nicht auf zu jammern, sie vernimmt ihr stetes Klagen.<br>Undankbares Menschenvolk!<br>Was soll da erst Witta sagen,<br>voll der Buße und der Pflicht?</p>



<p>Und käm aus der Gruft zurück selbst Inge Meysel, unsre „Mutter der Nation“,<br>wiche nicht und wankte nicht die starke Witta, nein, da kennt sie kein Pardon!<br>Ja sie trotzte der Megäre, spie der Alten ins Gesicht!<br>Niemand kommt ihr in die Quere, nein, doch nicht der guten Witta!<br>Nein, der guten Witta nicht!<br>Schmerzensmüde, ausgemergelt, schwer beladen,<br>bist uns Arche in der Flut!<br>Steh uns bei, und es wird gut!</p>


<p><img decoding="async" src="http://vg06.met.vgwort.de/na/45533978e07d4d2ab6f9a8afa701e3f6" width="1" height="1" alt=""></p><p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2023/11/01/the-witta-pohl-blues/">The Witta Pohl Blues</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Wildgruber auf Sylt: Epiphanie in der Morgenstunde (1)</title>
		<link>https://blog.montyarnold.com/2021/03/16/17707/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Mar 2021 16:47:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Buchauszug]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Butter für Frau Pohl]]></category>
		<category><![CDATA[Cadwiller Olden]]></category>
		<category><![CDATA[Fargo]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburger Trilogie]]></category>
		<category><![CDATA[Ulrich Wildgruber]]></category>
		<category><![CDATA[Wanderer kommst du nach Spa]]></category>
		<category><![CDATA[Wildgruber auf Sylt]]></category>
		<category><![CDATA[Witta Pohl]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Wildgruber auf Sylt“ ist der dritte Teil von Cadwiller Oldens „Hamburger Trilogie“. Der im Titel genannte Künstler kommt im Stück nicht vor (– wie auch Witta Pohl in „Butter für Frau Pohl“ nicht persönlich auftritt). Das Stück spielt nicht einmal &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2021/03/16/17707/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2021/03/16/17707/">Wildgruber auf Sylt: Epiphanie in der Morgenstunde (1)</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>„Wildgruber auf Sylt“ ist der dritte Teil von <strong>Cadwiller Olden</strong>s <strong>„Hamburger Trilogie“</strong>. Der im Titel genannte Künstler kommt im Stück nicht vor (– wie auch Witta Pohl in <strong>„Butter für Frau Pohl“</strong> nicht persönlich auftritt). Das Stück spielt nicht einmal auf Sylt. Aber der moderne Filmklassiker <strong>„Fargo“</strong> spielt ja auch nicht in „Fargo“ und „Wanderer, kommst du nach Spa“ nicht in Spa. In diesem Sinne &#8230;</em></p>
<p><strong>Epiphanie in der Morgenstunde </strong></p>
<p>Was haben die Leute doch für eine naive Vorstellung vom Schauspielerberuf?</p>
<p><span id="more-17707"></span></p>
<p>Die meisten stellen sich vor, da müsse man unweigerlich extrovertiert sein, gescheit und belesen, nie um ein auswendiges Bonmot verlegen. Ein amüsanter Wüterich, der die Bühne braucht, um die ihm innewohnende kosmische Energie auszutoben. Wenn er nicht auf den Brettern Dampf ablassen könnte, würde er vermutlich im Knast sitzen. Oder wäre wenigstens inzwischen explodiert! So sieht es aus: Ein Schauspieler ist ein Vulkan, notdürftig zugestöpselt von der harten aber beglückenden Arbeit in den Bergwerken fremder Seelen!</p>
<p>Wenn man selbst Schauspieler ist, weiß man natürlich, dass das in den seltensten Fällen zutrifft. So schlimm sind wir gar nicht. Leider. Die meisten von uns sind froh, wenn sie ihre Ruhe haben – und damit unterscheiden wir uns nicht wesentlich von Buchhaltern, Zahnärzten oder Kassiereinnen.</p>
<p>Der Schauspieler ist ein Wiederkäuer, ein Mensch, der damit zufrieden ist, dass man ihm ein Reclam-Heftchen – oder lieber noch: ein Drehbuch &#8211; in die Hand drückt, ihm sagt, wo er sich hinstellen soll und einen Scheinwerfer auf ihn richtet! Er ist im tiefsten Innern faul, ihm graust es geradezu vor der Verantwortung, selbst etwas erfinden zu müssen. So würde er das natürlich nicht ausdrücken. – „Schau’n Sie, ich komm einfach nicht dazu, ich meine, man hat ja so viel damit zu tun, Angebote zu sichten, Bücher zu lesen, Text zu lernen usw. usf. … Sicher – wenn ich wollte, jaaa – also, wenn ich erst einmal anfangen würde zu schreiben, dann … dann wäre ich ein Klassiker, bevor Sie Papp gesagt haben. … Übrigens: ich hätte so wahnsinnig gern Kabarett gemacht. Hab ich das schon erwähnt? &#8230;“</p>
<p>Aber seine Bequemlichkeit treibt ihn in die Abhängigkeit. Eine Zeitlang kann er sich diesen würdelosen Zustand gemütlichreden &#8211; genau so lange, bis die wirklich kreativen Jahre hinter ihm liegen, bis der letzte jugendliche Schmelz an ihm heruntergekleckert ist &#8211; und dieser Schmelz ist verdammt wichtig, um neue Türen zu öffnen und Krisen zu überwinden.</p>
<p>Eines Morgens wacht der Schauspieler also auf und sieht zu genau hin, als er vor den Spiegel tritt. Um sich vom traurigen Zustand seines Teints und seiner nicht länger wallenden Haarpracht abzulenken, ruft er nach vorn: man müsste mal was Eigenes machen! Ja, das müsste lustig sein! Also sieht er – quasi durch den Badezimmerspiegel hindurch – in sich hinein. … Das Dumme ist nur … da ist nichts Eigenes.</p>
<p>Es nagt an ihm. Kein noch so großer Erfolg der zurückliegenden Jahre, kein Ansehen, kein bescheidener Wohlstand kann verhindern, dass sich nun eine Wüste in ihm auszubreiten beginnt, das Missvergnügen darüber, dass er als Künstler immer nur in der Durchreiche zwischen dem Schöpfer und dessen Konsumenten gesessen hat. Was tut der Schauspieler nun, um dieser elenden, bleischweren Frustration zu entkommen?<br>Er klappt die Tür des Badezimmerschranks auf, denn das ist die kleinste Bewegung, mit der sich dem eigenen Spiegelbild ausweichen lässt.<br>Nun tut sich der trostlose Inhalt des Schränkleins vor den Augen des Mimen auf: eine Ostzone! Mangel aller Art. Fehlende Ersatz-Rasierklingen, fehlender Rasierschaum, fehlende frische Zahnbürsten – all das repräsentiert von leeren Verpackungen sowie abgenutzten Rasierklingen, Zahnbürsten usf.</p>
<p>Gerade will der Schauspieler bis drei Zählen, für einen Augenblick die Augen schließen und die Tür mit einem Ruck wieder zumachen, um sich dann zum Bett zurückzutasten – es lohnt gar nicht, die Augen wieder aufzuschlagen – und sich dann noch einmal umzudrehen, da fällt sein Blick auf ein sinnloses, räudiges Tiegelchen, das er völlig vergessen hatte. Was ist denn das, wo kommt es her?<br>Er nimmt die kleine, unbeschriftete Dose heraus, schraubt sie auf und sieht hinein. Eine bräunliche Schmiere ist drin. Da dämmert vor seinem inneren Auge der Tag herauf, an dem er dieses Gefäß erhielt. Es war ein älterer Kollege, mit dem er in einer Künstlerkneipe zusammengesessen hatte, in seiner Heimatstadt im Südwesten, die ihm damals schon zu eng geworden war. Diese ganze flausenreiche Zeit des Aufbruchs dampft ihm nun aus der kleinen runden Öffnung ins Gesicht, Gaukelbilder von einstigem Überschwang, der Vorfreude auf die zahllosen Groupies (von denen er allerdings keine rechte Vorstellung hatte, wie sich zeigen sollte) und von vielen, vielen ungespielten Rollen, die in der großen Republik auf ihn warteten.<br>Er lässt diese Dämpfe sein verlebtes Antlitz umspielen, nimmt ihren Duft in sich auf – den charakteristischen Kneipenmief, der sich verblüffenderweise über Nacht immer wieder restlos aus den Klamotten auslüften ließ.</p>


<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="640" height="42" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=640%2C42&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-4804" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=1024%2C67&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=300%2C20&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?w=1400&amp;ssl=1 1400w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>


<p><img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg01.met.vgwort.de/na/07930b04bc964d11bb7c344a23af81aa" width="1" height="1" alt=""></p><p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2021/03/16/17707/">Wildgruber auf Sylt: Epiphanie in der Morgenstunde (1)</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Eppendorfer Elegie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Apr 2016 12:01:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Geburtstagsgedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Inge Meysel]]></category>
		<category><![CDATA[Mutter der Nation]]></category>
		<category><![CDATA[Witta Pohl]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 5. Todestag von Witta Pohl Witta Pohl ist uns allen als Eppendorfs größte Fernsehtragödin unvergessen. Wenn ihr neben dieser Tätigkeit, neben ihrer Funktion als gestrenge Jurorin an der Schauspielschule oder nach der Verrichtung ihrer weltumspannenden karitativen Tätigkeiten noch Zeit &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2016/04/04/4762/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2016/04/04/4762/">Eppendorfer Elegie</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: 5. Todestag von <strong>Witta Pohl</strong></p>
<p>Witta Pohl ist uns allen als Eppendorfs größte Fernsehtragödin unvergessen. Wenn ihr neben dieser Tätigkeit, neben ihrer Funktion als gestrenge Jurorin an der Schauspielschule oder nach der Verrichtung ihrer weltumspannenden karitativen Tätigkeiten noch Zeit blieb, griff sie auch schonmal zum Kuli und dichtete. Die so entstandenen Arbeiten waren stets zweckgebunden und gingen augenblicklich im Hausgebrauch unter. &#8211; Der Pragmatismus, der die nach Inge Meysel wichtigste<strong> &#8222;Mutter der Nation&#8220;</strong> auszeichnete, er waltete auch hier.<br />
Umso schöner, dass sich eines dieser Poeme erhalten hat.<br />
Bitte, lesen Sie es bis zum Schluß &#8211; es lohnt sich!<span id="more-4762"></span><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4765" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Wittas-Geburtstagsgedicht_col.jpg?resize=640%2C884&#038;ssl=1" alt="Wittas Geburtstagsgedicht_col" width="640" height="884" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Wittas-Geburtstagsgedicht_col.jpg?w=1181&amp;ssl=1 1181w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Wittas-Geburtstagsgedicht_col.jpg?resize=217%2C300&amp;ssl=1 217w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Wittas-Geburtstagsgedicht_col.jpg?resize=741%2C1024&amp;ssl=1 741w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2016/04/04/4762/">Eppendorfer Elegie</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Wie entsteht eine Wittapolation?</title>
		<link>https://blog.montyarnold.com/2015/11/01/wie-entsteht-eine-wittaploation/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Nov 2015 10:32:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Buchauszug]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkunde]]></category>
		<category><![CDATA[Medienphilosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Mikrofonarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Philologie]]></category>
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		<category><![CDATA[Weihnachtsbetonung]]></category>
		<category><![CDATA[Witta Pohl]]></category>
		<category><![CDATA[Wittapolation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 78. Geburtstag von Witta Pohl Wer wie ich aktuelle amerikanische Serien gerne auf deutsch anschaut, kennt das Problem: Betonungsfehler soweit Ohr und Auge reichen. (Die Tendenz steigt: in &#8222;Masters Of Sex&#8220; oder &#8222;The Knick&#8220; gibt es bis zu einem &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2015/11/01/wie-entsteht-eine-wittaploation/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2015/11/01/wie-entsteht-eine-wittaploation/">Wie entsteht eine Wittapolation?</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: 78. Geburtstag von Witta Pohl</p>
<p>Wer wie ich aktuelle amerikanische Serien gerne auf deutsch anschaut, kennt das Problem: Betonungsfehler soweit Ohr und Auge reichen. (Die Tendenz steigt: in &#8222;Masters Of Sex&#8220; oder &#8222;The Knick&#8220; gibt es bis zu einem Dutzend pro Folge.) Sie entstehen, weil inzwischen im Synchron grundsätzlich ge-ixt wird, d.h. die Dialogpartner bekommen einander nie zu Gesicht. Um Zeit zu sparen, nimmt jeder seine Takes allein auf. (Natürlich ließen sich diese Fehler durchaus auch dann vermeiden &#8230;)<span id="more-3431"></span></p>
<p>Wenn ich im Unterricht auf eine Fehlbetonung hinweise, versucht der Vorlesende, den verunglückten Satz zu reparieren. Anstatt ihn in seinen konkreten Zusammenhang zu setzen, was&nbsp;was von vorneherein richtig gewesen wäre, wiederholt er die vermurskte Version und packt die Betonung irgendwondershin &#8211; was unweigerlich in die Hose geht.<br />
(Mein Lieblingsbeispiel: die Zeile &#8222;Der tut nichts!&#8220; hat einen völlig anderen Klang und eine gänzlich andere Bedeutung, je nachdem ob man sie auf einen Lehrling oder auf einen Schäferhund bezieht.)</p>
<p style="padding-left: 180px;"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-3441" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2015/10/Ohne-Titel-1.jpg?resize=640%2C838&#038;ssl=1" alt="Ohne Titel-1" width="640" height="838" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2015/10/Ohne-Titel-1.jpg?w=945&amp;ssl=1 945w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2015/10/Ohne-Titel-1.jpg?resize=229%2C300&amp;ssl=1 229w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2015/10/Ohne-Titel-1.jpg?resize=782%2C1024&amp;ssl=1 782w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></p>
<p>Für die Fehlbetonungen, die bei den solchen Reparaturversuchen entstehen, ist mir ein hilfreicher Fachbegriff eingefallen: <em>Weihnachtsbetonung</em> oder auch <em>Wittpolation</em>.<br />
Die erste Variante bezieht sich auf den festlichen Ansatz, die Betonung mit besten Absichten zu verschenken anstatt sie intuitiv geschehen zu lassen (- der gesprochene Satz ist &#8222;gut gemeint&#8220;). Die zweite würdigt die verstorbene Eppendorfer Fensehtragödin Witta Pohl, an die sich unsere älteren Mitbürger noch lebhaft erinnern können.<br />
Ihr zentrales Stilmittel war das Halten von ausgedehnten Predigten, die die Handlung für mehrere Minuten stillstehen ließen. (Der Amerikaner sagt &#8222;Showstopper&#8220; dazu.) Auch wenn Frau Pohl korrekt betonte, neigte sie zur pathetischen Überzeichnung einzelner Silben.<br />
Es klang dann immer wie Weihnachten, obwohl sie satzmelodisch im Grunde nicht falsch lag.<img loading="lazy" decoding="async" src="https://vg01.met.vgwort.de/na/fe3a8ee7760342df8a306b885443b811" alt="" width="1" height="1"></p>
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